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E_1928_Zeitung_Nr.097

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zu betrachten, obwohl

zu betrachten, obwohl bei ihnen der Aberglaube zu besonders bezeichnenden Merkmalen nicht oder nur selten .führt. Im allgemeinen wissen sich, wie die vorgenannten, auch die letzterwähnten Sportler nicht frei yom Aberglauben. Insbesondere Wettläufer neigen gern dazu, sich mit glückbringenden Dingen zu schleppen. So gilt es in manchen Ländern als glückbringend, wenn man beim Wettlauf eine Kastanie bei sich trägt. Auch andere Dinge trägt man an sich und mit sich herum, wie Glücksbeutel, Siegesringe u. a. m. Ganz allgemeine Bedeutung haben sodann für die Sporttreibenden Dinge, die auch anderen Leuten als « böse Vorzeichen » gelten, wie das "bereits erwähnte «alte Weib», die Katze, schliesslich Raben (Unglücksraben!) usw. Erwähnung hat bei dieser Gelegenheit endlich das Drücken des Daumen zu finden. DAS HUTOHERZ Bemerkenswert ist auch die Redensart: «Ich werde den Daumen halten.» — Das Daumenpressen zwischen Zeige- und Mittelfinger ist als Schutz- und Abwehrmittel gegen böse Dämonen in der ganzen Welt bekannt; es wird auch vom Sportler angewendet. Alle diese in kurzen Zügen geschilderten Aeusserungen des Aberglaubens beim Sportsmann, die natürlich nur eine Auslese aus dem ganzen grossen Aberglaubengebiet darstellen, sind verständlich und begreiflich. Wie Schiller angeblich nur dann dichten konnte, wenn er die bekannten faulenden Aepfel im Schreibtisch liegen hatte, oder dem Skatspieler erst wieder das Glück lächelt, wenn er seinen Stuhl umdreht, ebenso hat der Sportsmann seinen besonderen, ihm angepassten Aberglauben, der unlöslich mit ihm und seinem Sport verknüpft ist — und den man ihm lassen soll, ohne Nasenrümpfen! Karolus. Mein Freund Arno hatte sich entschlossen Rennfahrer zu werden. Er galt in Sportkreisen als routinierter, äusserst sicherer Fahrer, und was ihn besonders auszeichnete, war sein gefühlmässiges Fahren. Gelegentlich einer unserer vielen gemeinsamen Ausflüge frug ich ihn, — nachdem er mit bewunderungswürdiger Kurventechnik und absoluter Sicherheit im 80er-Tempo eine scharfe Kurve geschnitten hatte — ob er nicht fürchte, sich bei dieser Raserei einmal das Genick zu brechen? Mit überlegener Ruhe erklärte er mir: das sei ausgeschlossen, er fühle ganz genau beim Einfahren in die Kurve, ob er bremsen, das Gas abdrosseln müsse, oder die Geschwindigkeit ohne Schleudergefahr beibehalten könne. «Siehst du,» fügte er noch mit sarkatischen Lächeln bei, «statt wie üblich bei jungen Leuten auf die Liebe, hat sich bei mir das Gefühlleben auf die Sicherheit am Volant entwickelt und eingestellt. Das ist auch der Grund, warum ich nie mit Damen fahre; — ich habe kein liebesehnendes, sondern ein Autoherz.» Ungläubig lachend antwortete ich ihm: «Warte Freundchen, warte, bis die Richtige kommt und auch dein Herz wird sich an der Liebe entzünden wie das Kraftgemisch in den Zylindern des Motors». «Nein, niemals, da gebe ich Jede Garantie!» «Verschwöre dich nicht, auch du wirst einmal der allgewaltigen Liebe unterliegen!» Ein schroffes Nein Hess mich aufhorchen. Was war denn das? Mein Freund ein verbitterter Damenfeind? Das ging doch über die "iutschnur. Ein solch hübscher, strammer Kerl und Damenfeind? Sowas gibt es ja gar nicht! «Ich gehe jede Wette mit dir ein, dass ich ledig bleibe,» unterbrach er plötzlich meinen Gedankengang. «Gut, diese Wette wird angenommen und du verlierst sie — dessen bin ich sicher. Wenn du einmal als Held des Tages, als Sieger eines Rennens von all den sportbegeisterten Girls umstürmt wirst und in so viele liebe, dir entgegenleuchtende und versprechende Augen schaust, dann wird auch dein Autoherz noch andere Regungen als die des Motors verspüren und Feuer fangen!» — «Hast du denn wirklich Glauben und Vertrauen an meine Zukunft als Rennfahrer?» frug er mich da plötzlich, ganz unvermittelt. «Ohne Zweifel, du hast das Zeug dazu. Vor allem Nerven aus Eisen, Geistesgegenwart, bist kaltblütig wie eine Hundeschnauze, und dazu dein grosses technisches Können, deine umfassende Motorenkenntnis, überhaupt alle Voraussetzungen zu diesem Berufe sind bei dir erfüllt.» — «Für diese Worte danke ich dir, denn ich weiss, dass du mir keine Schmeicheleien sagst, sondern gewohnt bist, deiner Ueberzeugung ehrlich Ausdruck zu geben. Nun will ich dir verraten, dass ich bereits mit einer der bekanntesten Autofirmen, mit den Royalwerken in Verbindung stehe. Ich erwarte täglich den entscheidenden Bericht!» «Der bestimmt kommen wird,» setzte ich hinzu. Und so war es denn für mich auch gar nicht überraschend, als Freund Arno an einem schönen Morgen in meine Bude stürmte und mir mit freudestrahlendem Gesicht ein Schreiben entgegenhielt. «Da nimm und lies, mein Wunsch ist erfüllt!» Ich nahm den Brief und las: «Bezugnehmend auf Ihre Anfrage und unter besonderer Berücksichtigung der uns eingesandten Referenzen und Empfehlungen können wir Ihnen mitteilen, dass wir bereit sind, Sie als Fabrik- und Rennfahrer probeweise zu engagieren. Wir bauen gegenwärtig einen neuen Renntyp A 4, Sechzylinder mit Kompressor, der Geschwindigkeiten bis 250 km zulässt. Es ist der Wagen, den wir für Sie in Aussicht genommen haben. Wir bieten Ihnen für die Probezeit von drei Monaten ein Fixum von Fr. 3000.—, Siegestantiemen, Spesen und als Begleitfahrer einen zuverlässigen Mechaniker. Sind Sie mit unseren vorläufigen Vereinbarungen einverstanden, so ersuchen wir Sie, postwendend uns zu benachrichtigen. Alles weitere, sowie Versieherungsabschlüsse etc., kann dann mündlich erledigt werden. Eintritt kann sofort erfolgen. Hochachtend Royalwerke S. A. AUTOMOBIL-REVUE \W!H — 9? «Mensch, du bist ja ein Glückspilz. Ich gratuliere!» Ueberglücklich nahm Freund Arno meine Gratulation entgegen, und mit der Einladung zu einer kleinen Abschiedsfeier stürmte er aus meiner Bude. «Der wird ja wohl verrückt vor lauter Rennerei,» dachte ich, freute mich aber aufrichtig und war überzeugt, den Namen meines Freundes in den nächsten Rennberichten an erster Stelle zu lesen. Die gediegene Abschiedsfeier war vorbei. Wir begleiteten unsern Freund zur Bahn und — überschüttet von Glückwünschen, fuhr Arno nach Frankreich, seinem neuen Wirkungskreis entgegen. Längere Zeit blieb ich mit ihm in reger Verbindung. Regelmässig berichtete er mir von seinen Probefahrten, seinem Schaffen und Leben. Ganze Lobeshymnen sang er auf die Leistung des neuen Renntyps. — Plötzlich blieben seine Briefe aus. Das Letzte, was ich von ihm hörte, war eine kurze Mitteilung, dass er sich mit dem nun eingefahrenen Rennwagen zu einer Propagandafahrt nach Paris begebe, um dort auf der Rennhahn Linas Montlhery sein erstes offizielles Debüt zu fahren. Wochen vergingen, mein Freund blieb stumm. Eine Anfrage bei der Fabrik bestätigte mir nur, dass Arno in Paris sei. Umso f'eissiger las ich die Autozeitungen. Jede Kleinigkeit sah ich durch, überall suchte ich den Namen meines Freundes, doch vergebens. Trotzdem gab ich die Hoffnung nicht auf. Wieder verging eine Spanne Zeit. Es waren ca. fünf Monate seit dem letzten Briefe Arnos verflossen, als mir endlich eine französische Autozeitung die langersehnte Nachricht überbrachte. Doch — ich traute meinen Augen kaum, als ich den ziemlich ausführten gehaltenen Rennbericht gelesen hatte. War so etwas möglich — in dieser kurzen Zeit .und bei einem dermassen verschworenen Damenfeind? Lügten die fettgedruckten Lettern: «Royalfahrer Arno Sinser gewinnt in Begleitung seiner Braut das grosse Rennen von Montlhery !» Mit seiner Braut? Arno und eine Braut, wie kam denn das? So rasch wollte ich denn meine Wette doch nicht gewinnen. Ich musste Gewissheit haben. Sofort nahm ich Feder und Papier zur Hand und schrieb meinem Freunde unter Bezugnahme auf sein Stillschweigen, den Rennbericht und unsere Wette. Ich konnte es nicht unterlassen, ihm einige Andeutungen zu machen, und so kam es, dass mein Brief mit folgender Gratulation endigte: «Arno, dein Autoherz ist also wirklich, wie prophezeit, explodiert und die Flamme hat infolge Undichtwerdens der Kammern ein anderes Herz entzündet, dessen Brand zu löschen nun Deine Pflicht als liebender Bräutigam sein wird. Ich gratuliere von Herzen und wünsche und gönne Dir ein grosses Glück und alles Gute!» Als neugieriger Mensch musste ich als postcriptum noch beifügen: «Arno, wie sieht denn Deine Braut aus? Ich möchte gerne das Bild der Erstürmerin des Autoherzens sehen. Kannst Du mir diesen Wunsch erfüllen?» Mit Spannung erwartete ich seine Antwort, doch wie war ich erstaunt, als ich statt des erwarteten ausführlichen Briefes eine Depesche mit den lakonisch kurzen Worten erhielt: «Komme zu uns, herzlichst eingeladen. Arno!» — Ich nahm Urlaub und fuhr nach Paris. Am Bahnhof erwartete mich mein Freund mit seiner Braut. «Donnerwetter, Freund Arno hat Geschmack!» Ein anmutiges, liebes Gesichtche« lachte mir freundlich entgegen und bewillkommte mich aufs herzlichste. Mit glückstrahlenden Augen schaute mein Freund mich 1 fragend an: «Ich kann nichts als schauen und bewundern und dir und deiner Braut nochmals herzlichst gratulieren! — Arno, du bist wirklich ein Glücksmensch!» «Ja, das bin ich, Heinz,» entgegnete er mir, und — «nun fahren wir zum Souper!» In einem kleinen, aber vornehmen Restaurant am Montmartre hatte mein Freund in diskreter, blumengeschmückter Nische für uns einen Tisch dekken lassen. Aimee, Arnos Braut sprühte voll Geist und lustigen Einfällen. Sie sorgte in liebenswürdigster Weie für ihren Bräutigam und mich, und bewies damit, dass sie auch alle guten Eigenschaften der zukünftigen Hausfrau besitze. «Hat der Mensch Schwein,» musste ich mir immer wieder sagen. Nach dem Tisch konnte ich meine Neugierde nicht mehr länger bezähmen. «Jetzt aber raus mit der Sprache'.»; «Das interessiert dich, gelt? Du sollst alles erfahren, es ging nämlich nicht ganz alltäglich zu. Ich war ca. 14 Tage in Paris, da fuhr ich eines Abends mit einem älteren Wagen Ohne Wasser unserer Fabrikniederlage nach Versailles. Mein Renner stand in der Boxe. Auf der Rückfahrt bemerke ich auf einmal, dass die Benzinzufuhr nicht mehr regelmässig vor sich geht. Ich stoppe, hebe die Haube hoch und fühle sofort, dass die Benzinleitung gerissen ist. Ich hatte nur zwei festmontierte Stadtlichter am Wagen. Ich öffne die Werkzeugkiste, find© aber keine Sucherlampe, nichts. Ich war gerade dabei, kräftig zu fluchen, da kommt ein reizendes Kind um die Ecke, fragt ganz ruhig, was mir fehle und bietet mir die Hilfe ihrer Taschenlampe an. So gelang es mir, unter Assistenz meiner jetzigen Braut, durch Einsetzen eines Stückleins Schlauch, die Benzinleitung notdürftig zu reparieren. Und dann — ja dann — ich weiss' heute noch nicht wie es kam, sass Aimee neben mir im Wagen und wir fuhren zusammen in dieses Restaurant. Erst jetzt, im hellerleuchteten Lokal, sah ich meine Ai J mee im vollen Lichte und ich war erstaunt ob dieser Lieblichkeit und Schönheit. Wir plauderten von diesem und jenem— den lieben, langen Abend lang. Mich überkam dabei ein frohes Gefühl, etwas Unbekanntes aber Beseliegendes. Ich war so glücklich und — ganz ungewollt erzählte ich nun meiner Aimee von meinem Wirken, Leben und meinen Zielen. Andächtig hörte mir mein Mädel zu, und — ich musste immer in ihre fragenden, lieben Augen schauen, und dann —-wie durch eine höhere Gewalt geoffenbart, wusste ich, dass dieses Mädchen das Kunststück fertig gebracht hat, mein Autoherz zu sprengen und ein unruhiges, ganz gewöhnliches, richtiges Menschenherz daraus zu machen. Was soll ich weiter erzählen, nach zwei Monaten war Aim6e glückliche Braut und ich noch glücklicherer Bräutigam. Und heute fährt sie bei jedem Rennen mit! So kam es. dass du durch den Rennbericht meine Verlobung erund die damit verbundenen Widerwärtigkeiten und Schädigungen reinigen, polieren u. konservieren Sie Ihren Wagen mit dem erstklassigen SCHWE1ZERFABFUKAT wie oft er sich schon über unzweckmäßige Unterwäsche geärgert wie manchmal er unpassenden Schnitt schlechten Sitz.überflüssige Knöpfe und andere Tücken verwünscht hat Fragen Sie ihn — und dann geben Sie ihm einmal „fsa"-Tricotwä'sche. Er wird sie mit Vergnügen tragen und Ihnen schmunzelnd sagen: Sie bekommen ..Isa" in jedem besseren Spezialgeschäft DSPTRicormiT SQRGFfllT HERGESTEUT Gesetzlich geschützt. Versand franko gegen Nachnahme. Ein Vorsnch damit wird Sie von dessen verblauender Wirkung überzeugen. Beste Referenzen aus den ersten Fackkreisen. Preis der Binliter-Kanne (genügend für ca. 25 Waschungen) Fr. 7.— Preis des Zerstäubers . . . Fr. 4.— Garagen bei Abnahme von mindestens 10 Büchsen Rabatt. CHunserbühfer Erlenbach (Zürich) sie ancü ridsfig? 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W 97 — T92R fahren hast. Und nun noch eine Bitte an dich, Heinz, verzeihe mir, dass ich dich so lange ohne Antwort Hess. Ich wollte dich mit Aimee überraschen. Wir fahren in drei Wochen in die Schweiz und bei dieser Gelegenheit wärest du der Erste gewesen, der die Bekehrung des Damenfeindes und die Explosion des Autoherzens erfahren hätte. — Heinz, du IM AUTO DURCH NORWEGEN Oslo, im Oktober 1928. Wir hatten viele Wochen auf Schwedens Landstrassen verbracht und beschlossen, vor der endgültigen Heimfahrt einen Abstecher nach Norwegen. Dieso unvergesslichen frühen Herbsttage! Die Luft war so rein, dass man in sie hinein sah wie in eine gläserne Kuppel. Die Natur hatte ihr farbenreichstes Gewand angelegt. Die Seen lagen in bunter Umarmung. Aus tiefen dunkten Nadelholzwäldern ragten hellgoldcne Birkenkroneu. Das Auto sauste Norwegens Grenze entgegen. Ein kurzer Aufenthalt in Vaulcialens. Grenzstation. Die zuvorkommenden norwegischen Zollbeamten erledigten alle Formalitäten ohne Verzögerungen. Nun ging die Fahrt durch Wälder, in kupiertem Gelände. Eine Weile begleitete uns der Vaulsalälv Südlich zeichnete sich das Viglarnmassiv mit dem Rifjäll gegen den Horizont und nördlich erhob sich der eigenartige Ljusnestöten. An Bräkkens Kapelle vorüber ging die sausende Fahrt, vorbei Aursundnn lind Jensvolden, zwei malerische Seen nach Röras In Bergstadens Hotel wartete ein herrlicher T.unch auf uns, auf den wir bei dem frühen Start wohl vorbereitet waren Röras ist eine kleine, alte, interessante Stadt Das Kupferwerk gibt ihr ihr besonderes Gepräge. Unser Auto eauste an Glommens -westlichem Strand vorbei, durch die Dörfer Aaas und Tolge. Man darf sich bei Dörfern nun keinen Begriff etwa von Schweizer Dörfern machen. Hier im Norden liegen die einzelnen Ansiedelungen oft sehr weit getrennt voneinander, und wenn der Mittelcuropäer an Hand der Karten ein Dorf sucht, so musB er enttäuscht werden. Manchmal zeigt sich während der Fahrt die charakteristische Silhouette des Hotamelfjällets, und nach einiger Zeit tritt südlich das Trondfjäll hervor. Dass « Fjället > Gebirge heisst, braucht viall tfcht nicht besonders bemerkt zu werden. Das Tal wurde imn erheblich breiter, dio Aussicht freier. Die Landstrasso war so abfällig, dass man lange Strecken ohne Motor fahren konnte. Wir passierten das idyllische Lillälven-Dal und fuhren am Fusse des Trondfjälls vorüber. Bei Tönset sahen wir den ersten Schimmer von den wunderbar schönen Bergmafisiven des Romdalen, die teilweise wieder vorschwanden, dann plötzlich wieder hervortraten, um nas manchmal sehr nahe und oftmals in weite Ferne gerückt zu sein schienen. Durch das Voldal ging es jetzt dem Dovrefjäll entgegen. Karger und eigenartiger wurde nun die Landschaft. Die einzelnen Gehöfte lagen in oft meilenweiter Entfernung voneinander entfernt. Nur selten sieht man eine menschliche Gestalt. Man denkt unwillkürlich an Per Gynt und sieht in jedem der jungen Burschen, der zufällig des Weges kommt, den jungen Per und in jedem alten Mann den Dovrealten. Man muss das Dovrefjäll gesehen und auch erlebt haben, wenn man diese Menschen verstehen will. Als höchste Berg'spitze erhebt sich über diesem Gebirgsfeld der Snöhätta. Wohin man auch fährt, immer taucht die eigentümliche Bergspitze, die einem gewaltigen Zöiekerhut gleicht, irgendwo auf. Wir übernachteten im FTerrskimm, woselbst sich ein sehr gutes Hotel befindet, das jedoch fast ganz hast die Wette gewonnen, fordere deinen Preis!» — Als ich nach zwei Tagen Paris verliess, blieben zwei liebe, herzensgut© Menschen zurück, die sich durch die Allmacht der Liebe gefunden hatten und nun einem sonnigen Frühling, ihrem Glück, entgegengingen! Hrch. Brüngger. besetzt war. Man soll vorsichtig sein und sich vorher dio erforderlichen Zimmer sichern, aber da man nicht allzeit weiss, wo man am Abend landet, so lässt sich dies ja nicht immer bewerkstelligen. Der nächste Tag gehörte dem Gulbrandsdal. Von hier aus leiten die vom ingenieurwissenschaftlichen Standpunkt aus sehr interessanten Eisenbahnen, die sich über, um und durch die Felsenberge winden und die während der Fahrt dio berückendsten Aussichten bieten, die man sich vorstellen kann. Die wunderbare Natur mit ihren schroffen Gebirgswänden, ihren weit ins Land hineindringenden Fjorden, ihren breiten Strömen, stillen Seen und rauschenden Wasserfällen, deren Donnern das Donnern des Zuges übertönt, packt den Beschauer mit unvergesslicher Kraft. Von Domaas aus ging die Fahrt nach Andalsnes. Unterwegs hatte man Gelegenheit, eine der schönsten Gegenden Norwegens kennen zu lernen. Durch den oberen Teil des schönen Gulbrandsdals mit seiner typisch östländischea Natur, die mit Wäldern, Aeckern und Wiesen abwechselt, kamen wir allmählich an den kleinen Kirchen von Lesje und Holset vorbei in nähere Sicht des Romdalsfjälls, mit seinen zackigen Bergspitzen. Der Weg ging in starken Windungen hinunter zum Staeflaten, einem malerischen Ort in Gulbrandsdalen. Wieder wurde die Natur grosszügiger und romintischer. Die einzelnen Ansiedelungen liegen ziem, lieh hoch an den Bergwänden, aber bald findet man sie nur noch in den engen Tälern, in denen sich zu beiden Seiten die steilen Berge auftürmen. Oft fallen starke Forso hinunter in die immer wilder und ungebändigter werdende Rauma. bis die3e sich dann in den mächtigen Slätaforsen talwärts stürzt. Der Weg ist fast ausnahmsweise gut, meist sehr absteigend. Das Romdalshorn, dio Vinjetindorne und die Trolltinterne, mit ihren abenteuerlichen Formationen, begleiten uns lange. Dio Sage berichtet von diesen Bergspitzen, die wie versteinerte Riesen aussehen, dass einst hier ein Brautzug, der auf dem Weg zur Trollkirche (Zauberkirche) war, versteinert wurde. Das Tal wird immer schmaler, schliesslich lässt es nur noch Platz für den Fluss und für den Landweg, auf dem wir uns mit ziemlicher Schnelle fortbewegten. An vielen Stellen hängen die Berge fast über der Fahrstrasse, als ob sie die Durchfahrt verwehren wollten. • Um nach Lillehammer zu gelangen, mussten wir AUTOMOBTL-REVUT! RESTAURANT CAft FRITZ s: ZÜRICH 8 FRÖHLICHSTR. 37 DUFOURSTR. Spezi al i t Iten: Wudpret / Oüggeli / Qnalitätsweine / Sep. Speiseraum Tea-ßoom / Zivile Preise. / Telephon Limmat 3856- Et uoh.1. wieder nach Domaas zurückfahren. Die Strasse ging anfänglich durch das vorläufig noch enge Gulbrandsdaj, das sich durch ruhige und dach kräftige Linie auszeichnet. Lillehammer liegt am Mjösen See und hat ein herrliches Klima. Viele Hotels und Pensionen deuten darauf hin, dass man diesen Ort gerne als Erholungs- und Touristenstation auswählt Die Genüsse der norvegisenen Tafel sind geradezu unbeschreiblich. Kein Volk der Welt vermag so köstliche Fischgerichte zu bereiten wie die Norweger. Bei jeder Mahlzeit treten diese leckeren Speisen in verschwenderischer Reichhaltigkeit auf, und man müsste eines Riesen Magen haben, wenn man nur von allem kosten wollte. Man trifft überall in den norwegischen Hotels gute internaionale Gesellschaft. Benzinstationen und Reparaturwerkstätten findet man auch meist in den ländlichen Schmieden. Jede Arbeit wird bereitwilligst augenblicklich ausgeführt und man kann nie über zu grosse Kosten klagen. Die Nachtquartiere sind erstklassig. Wir haben auf HUMOR «Also, liebes Kind, um deinen Wunsch zu erfüllen, habe ich auch Herrn Müller eingeladen und ihn gebeten, ganz ungeniert im Geschäftsanzug zu kommen.» «Um Gottes willen. Vater, er ist doch Schwimmlehrer! » Hänschen! wirst du es gleich bleiben lassen, mit dem Wagenheber zu spielenl (Zeichnung von Chatam.) Die Gewissenhaften. Peter: «Franz, siehst du da drüben am Giebel die Fliege?» Franz: «Nein!» Peter: «Dann machen wir Feierabend — wir sehen nichts mehr!» — Ich hafte meiner Frau gestern einen Wlagen kaufen müssen. — Ah, gratuliere, Herr Automobilist! — Was heisst Automobilist, ich habe ihr einen Kinderwagen kaufen müssen. Ein Automobilist zum andern : « Sie waren doch mit dem Wagen in Italien. Was sagen Sie zu Neapel ? » « Furchtbar teures Benzin ! » CaloraA. G. Fabrik elektr. Apparate KDSNACHT-Zürich SLOAWS LINIMENT lindert Ihre Schmerzen. Dje heilbringendeFlussigkeit wird nur leicht aufgetragen, und schon sind alle Schmerzen gebannt. Schädliche Nebenwirkungen sind ausgeschlossen. • Vorzuglich bei RHEUMATIS- MUS. ISCHIAS, HEXEN, SCHUSS, NEURITIS. Die Flasche kostet Fr. 2.50 in Apotheken, reicht monatelang, ist haltbar und billig. unserer Norwegenfahrt so viele wunderbare Gegenden passiert und so manches unvergesslich Schönes erlebt, dass es zu weit führen würde, wenn ich alles im Rahmen dieses Briefes aufzählen würde.: Ilse E. Troara, «Finden Sie nicht auch, dass Primmler furchtbar mit seinem Können protzt?» « Na, und ob! Der löst ein Kreuzworträtsel immer gleich mit Tinte. > Der Dachdecker des Wolkenkratzers: Ich falle seit zehn Minuten... Ich darf mich einen Augenblick setzen. Berufsopfer. Im Schlonrdorfer Lokalblatt steht zu lesenS «Strassenunfall. In total betrunkenem Zustand wurde der in einer Brauerei beschäftigte Aussäufer Schmidt von einem Auto angefahren...» Kein Wunder! Das ist auch eitf gefährlicher Beruf. * Teures Andenken. «Lfsetie, was hast du denn in äelfiem Medaillon?» «Eine Haarlocke von meinem Mann.» «Aber dein Mann lebt ja noch!» «Allerdings! Haare hat er aber nicht mehr!» 1 Leder «Jacken Bestes Chromleder, feinstes Wollfutter, sohwarz und braun, 90 cm lang, Fr. 125.—, 135.—, mit Gürtel, 4 Taschen, Aermel-Windfang. Leder-Jacken mit Pelzfutter naoh Maas. Leder-Mäntel ßpezial-Chromleder, feines Wollfntter in Längen 100 110 Fr. 150.— 160.— 4 Taschen, Gürtel, Aennel-Windfang. Spezial- Grossen nach Mass. 115 170.— 213 Untere Langstrasse 213 Fa brikation Spor tkleidung en gros. 120 180.- Damen »Jacken u. Mäntei Grösste Auswahl in allen Farben. Verlangen Sie illustrierten Gratis-Katalog! cm Haag, SZxiriclx 5 EJpJcfr Hpi'zkisgpn. Binden, Peppiche, Schemel, Handschuhe, Schuhe, Kleiduiig-sstlW*k«\i«to AutokUhlerd^cken, Autom. Vulkanisierapparate für Pneus und Schläuche. Elektr. BOlICf „Prlmax" hängende und stehende Form. Erstklassige Sohweizer-Pabrikate! G ö seilen e n BU^0; BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tasreszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhaltnisse. Fei. 11. 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