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E_1928_Zeitung_Nr.100

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UNSERE

UNSERE UNTERHALTUNGS-SEITE Er las den Bericht auf der besonnten Terrasse eines Kaffeehauses. Es war ihm, alsWelt, sich zwingend, nicht zu leiden, nicht zu Und er war gereist, umhergeirrt in der hätte ihn jemand mit der Faust in den Nacken geschlagen. Minutenlang sass er wie betäubt. Sie war tot. Autounglück, in Italien, zusammen mit jenem andern... beide waren tot. Als wollte er das Schreckliche von sich schleudern, so warf er wild die Zeitung beiseite, Hess seine Augen umherwandern, über Menschen in lichten Sommerkleidern, über die Rosen in den Anlagen vor ihm. Der Gedanke war wie ein körperlicher Schmerz: sie wird keine Rosen mehr sehen, niemals mehr. Wie oft hatte er sie tot gewünscht in den letzten Jahren. Jetzt war sie tot. Nie war er auf den Gedanken gekommen, sie würde jung sterben. Sie war so frisch, so blühend, so lebensfroh. Er hatte nie an die Möglichkeit eines Unglücks gedacht. Und er hatte auch nie gedacht, dass ihr Sterben ihn so treffen würde, nach allem Groll und Hass... Aber der Tod verändert sonderbar das Bild eines Menschen in den Gedanken der Leben- Jetzt, als käme sie von fernen Reisen heim, den. Verändert sogar die Toten und Ge-waschehnisse. und lockend. sie wieder in seinen Gedanken, lächelnd Noch vor einigen Minuten hätte er an sie Da waren ihre Augen, jene wunderbaren gedacht mit dem verbissenen Groll, der ihnAugen, wie er sie nirgends in der Welt mehr erfüllte seit dem Tage, als sie ihn mit demgefunden hatte, Augen, so rein und zärtlich. andern verlassen. Und mit der Empfindung Augen, wie die eines schönen Kindes, auch fast körperlichen Schmerzes, von dem er wenn sie log, auch als sie ihn verspottete. Da nicht hatte genesen können. war ihre schlanke Gestalt, die besondere Art, Und jetzt dachte er plötzlich an sie, wie an sich zu bewegen, die Wellen ihres kurzen, etwas aus fernen Jahren, wie an eine wehmutsvolle Freude. Und das Verlangen, das er kleinen Füsse, die sie so oft schmerzten und dunklen Haares, ihr Lächeln. Ihre törichten, jahrelang bekämpft und unterdrückt, stieg auf die nie weit laufen wollten; ihre verwöhnten in seinem Herzen, unwiderstehlich, mächtig Hände mit den rosig-glänzenden Nägeln und und zärtlich. spitzen Fingern. Diese feinen, intelligenten Das Verlangen folgte ihm, als er nach und grausamen Finger. Wie ein warmer Hause ging. Und er widersetzte sich nicht Strom durchfloss ihn das Verlangen. mehr. Sie war jetzt ja tot. Er konnte, durfte Es waren zwei Wochen vergangen, als man sich wieder sehnen nach ihr. Denn jetzt konnte ihm einen Besuch meldete. Eine Dame sei da, sie nie mehr zurückkommen und ihn wehrlos sie wolle aber ihren Namen nicht sagen. Er finden. Das war es, was er gefürchtet, was ging in den Salon. Im hellen Licht, das durch ihn dazu trieb, seinen Hass, seinen Groll anzufachen. Denn hatte er sie nicht schon ein- Es wurde ihm plötzlich schwindlig, und er die geöffneten Fenster fiel, sass sie. mal zurückgenommen, ihr alles verzeihend in brauchte Zeit, zu verstehen. Ach so... sie der Schwäche seiner Leidenschaft? Und als war nur leicht verwundet gewesen? Es war er sie später daran erinnerte, hatte sie ihm schamlos ins Gesicht gelacht: «Warum warst da so dumm?* Da hatte er geschworen, dass es diesesmal aus sei, für immer... vorbei. Dass er sie aus seinem Leben reissen würde wie Unkraut. I Aüioümieii Generalvertreter tür die Schweiz! H. Fischer, ing.. Tiialwil 35 bis 40% unter dem normalen Anschaffungspreis so lange Vorrat abzugeben. Original verpackt: 700/80, 815/105,820/120, 880/120, 895 135, 955/155, 30/3, 1^, 31/4, 95, 32 '6, 20, 33.4, 1/2, 33/5. Neu unverpackt: 710/90, 765/105, 730/130, 775/145, 31.4, 45, 29/4, 40, 30/5, 30/5, 25, 31/4, 31/5, 25, 32/4, 32/4, 1/2, 32/6, 20, 12/45, 13/45. 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Bis er all sein Denken und Fühlen konzentriert hatte auf den Willen, sie zu hassen. ein Irrtum? «Ich möchte geschäftlich mit dir reden...» Sie sah bleich aus, ihr Gesicht war schmal geworden. Ihre grossen, wunderbaren Augen schauten bittend zu ihm auf. Er presste die Hände zusammen. Dieses Mal nicht... nein, für Luxus- und Lastwagen aller Marken, sofort ab Lager lieferbar, fix und fertig zum Einbauen. erste italienische Marke. von zweien die Wahl, Modell 1925, in sehr gutem Zustand. An Zahlg. würden auch Maschinen, Dreh- Zu verkaufen weg. Nichtgebrauch auf Cadillac-Chassis, Mod, 1926, bank, Bohrmaschine usw genommen. Sehr günstige offene Karosserie Gelegenheit! — Offerlen 8/7plätzig, Lederpolsteriing. mit Seilenteilen, fast unt. Chiffre 38024 an die neu. Fr 12G0. — Herrschaftliche KAROSSERIE, Automobil-Revue. Bern Fabrikat Geissberger, Coupe-Limousine, 6pl., Fr. 1000. Olierten unter Chiilre 37872 an die Automobil-Revue, Bern. Gele^enheits- Autopneus! Pneugummierung- & Handels A.-G. 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Und er versuchte daran zu denken, dass sie ihn zweimal betrogen, dass sie ihn verlacht hatte... dachte er das alles von einer ganz andern, einer andern, die gestorben war. Ein zweitesmal wird sie mich nicht verhöhnen können, dachte er heftig, ein zweitesmal nicht! Aber der Gedanke war erzwungen, das Gefühl unecht. Die Frau, die gelacht hatte, die Frau, die er hasste, war gestorben ..., die war tot, hier vor ihm stand eine andere. Er konnte diesem Gedanken nicht entkommen, wie sehr er sich auch wehrte, und das Verlangen, das in den letzten Wochen ihn beherrscht hatte, flammte auf. Und als sie aufstand, um zu gehen, hasste und verachtete er nur noch sich selbst, weil er nicht imstande war, sie gehen zu lassen. Einen Moment streckten sich seine Hände, als wollten sie ihren schmalen Hals umspannen.. Aber als seine Hände ihren Hals berührten, sah sie auf, verwundert, und einen Augenblick erschreckt von dem Ausdruck seiner Augen. Dann umfasste er mit beiden Händen ihr Gesicht und stammelte: « Bleibe! » Vor sechs Jahren fuhr er von Kanada nach Florida « schwarz », d. h. mit den beiden Händen angeklammert an den Unterbau eines Pullmann-Salonwagens. Da hiess er «railways-tramp ». Heute ist er « Flivver-Hobe » geworden. Was ist ein «Flivver-Hobe»? Ein genialer' Automobilkonstrukteur und ein armer Schlucker in einer Person. In den Geschäftsstellen der Wohlfahrtsvereine Kanadas prangen Plakate, die verkünden : Flivver-Hobes bekommen nur dann Benzinunterstützung, wenn sie von Frau und minderjährigen Kindern begleitet sind. — Was der Flivver-Hobe mit dem Benzin will? Natürlich sein Automobil damit versorgen.— aus herrschaftlichem Plätzer, 23 Steuer-PS MERCEDES-BENZ-AUTOMOBIL A.-C ZÜRICH, Badenerstr. 119. — Tel. üto 16.93. fabriziert als Spezialität in nur erstklassiger Ausführung VERTRETER! BIELt Henri Baehmann. Autozubehör. Spitalstr. 12b, Tel. 8.42 n. 8.82 ZÜK1CH: Hübet & Brücher. Autometro, Rämistr. 14. Tel. 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Man bittet: Zwei Pence für Benzin, lieber Sir! und man fährt zur nächsten Tankstelle und versorgt sich mit Betriebsstoff. Vor einer Farm fährt der Flivver-Hobe mit einem Fordchassis, der Studebaker-Karosserie und dem Chandler- Motor vor, unrasiert und mager. — Arbeit? —• Nun ja, man braucht irgendwo und irgendwann in Amerika immer irgendwelche «hands» zum Säen, Pflügen, Melken, Zimmern oder so. Aber mehr als vier Wochen dauert solcher Aufenthalt selten, dann versucht der Flivver-Hobe es, im Hafen einer andern «job», einer andern Arbeitsstellf zu landen. Oder aber er fährt im prächtig aufmontierten Wagen nach Florida und holt dort seine Familie zu einer kleinen Vergnügungsfahrt ab, denn seinen eigenen Wagen hat er ja und Renzinunterstützung bekommt der Flivver-Hobe nur, wenn er von Frau und min-' 'oriährisren Kindern begleitet ist. Das ist der, Flivver-Hobe. H. G. B. Der Schotte. Ein Schotte — der schottische Oeiz ist weltbekannt — verklagte einen andern auf Schadenersatz. Er sollte ihm einen zerbrochenen Blumentopf bezahlen. «Wieso», fragte der Richter. «Der Blumentopf fiel aus meinem Fenstet dem andern auf den Kopf, und dabei ist ec zerbrochen.» Generaivertreier tüi die Schweiz: TRITTBRETT-RAHMEN KAROSSERIESCHONER KOFFERSCHONER usw. Anfertigung von Bäumen nach leder Matte; vei- ^^H lanjren Sie nnver- _ «f ^S W Bleche MndlicheOf. AÄILV Profile. Nleiertel 4|A S HticlD'R l Tel. SelUdD 9012 normaliampen H. Fischer, mg., Tii3iurii Komplette Garage-Einrichtung neueste, moderne Maschinen Tausch gegen neues 37923 4-Plätzer-AUTO Offerten an Baumann, Huwiler & Cle., neiden. ten> Röhrerl> ^ | F Barren in jeder Legierung und Dimension. — 8ämtl. Artikel ab Lager lieferbar. Verlangen Sie Qratlskatalog und Vertreterbesuch 1 ÜRIC1 q Kü ER. aumnumaörwon.' Zwing is.rasse a

Aus «I« — 192R AtrrOMOBJL-RFVUE 171 Ein Vorschlag. Wenn man die Verkehrsunfälle, bei denen keine Fussgänger und Pferdefuhrwerke beteiligt cdnd, sondern Automobil uud Automobil, Automobil und Motorrad- oder Velofahrer Kollisionen hatten, eine Kategorie von Unfällen, für sich betrachtet, findet mau, dass alle diese Ereignisse sich an Kurven oder (meist unübersichtlichen) Straßenkreuzungen abgespielt haben. Bei Zusammengössen an Kurven ist der Schuldige rasch gefunden und mau wird noch lange Zeit mit un- üben vermag. Dann erhebt sich grosses Geschrei: Unsere Nachtruhe ist in Gefahr! vorsichtigen Fahrern zu rechnen haben. Bei der Es wäre interessant, an irgend einer belebten genauen Reglementierung des Motorfahrzeugveriehres fallen hier Schuld und Ursache immer zu- Sei.smosra.phen die Stänke des Nachtlärmes gra- Ecke mit Hilfe eines Apparates nach Art der sammen. Anders ist es an den Kreuzungen. Die phisch darzustellen, und zwar getrennt für Tram, •ursprüngliche Forderung des Konkordates, dem Auto. Motorrad, Fuhrwerk und Fussgänger. Ein von rechts kommenden Fahrzeuge sei der Vortritt Vergleich der Aufzeichnungen würde die Behörden zu lassen, wurde bald als undurchführbar erkannt belehren, wo auf Grund bestehender Verordnungen und an deren Stelle trat entweder offiziell oder der Hebel anzusetzen wäre, bevor man zu Verboten bloss stillschweigend anerkannt der Grundsatz, dass greift, die nicht nur die Wirtschaft schädigen, sondern auch das Prinzip der Rechtsgleichheit der dem Fahrer auf der Haupistrasse das Vorrecht gebühre, während die alte Regel nur mehr für Kreuzungen von Stra-ssen « gleichen Ranges » Geltung Bürger verletzen. GH. hat. Das ist logisch, wirft aber eine Reihe Fragen auf. Zum Beispiel : Es kreuzt eine wichtige, «Vorsicht bei Fahrten nach Feldkirch (Vorarlberg). » Man schreibt uns: In einer Ihrer letzten breite Verkehrsader eine weniger wichtige, schmälere, in der aber ein Tram verkehrt. Welches ist Nummern wurde gegen die Gendarmen in Tisi-s (Feldkirch) Beschwerde geführt wegen ihres Vorgehens gegen die Automobilisten und die Strecke die Hauptstrasse ? Und weiter • Wie weiss der ortsfremde, oder auch der in der grossen Stadt selbst wohnende, a-ber seinen Wagen durch ein entlegenes Quartier lenkende Automobilist, ob er jetzt eine Hauptstrasse kreuze oder sieh selbst auf einer solchen befinde ? Wenn er es wüsste, welche Garrantie hat er, dass es der andere, von der Seitenstrasso kommende, weiss ? Für die Signalisierung der Landstra-ssen hat die «A.-R. > nach allgemeiner Diskussion ein Zeichen gefunden, das den von einer Nebenstraße zur Hauptstrasse fahrenden Lenker deutlich genug zeigt, dass für ihn Vorsicht und eventuell Anhalten am Platze sei: Es ist Zeit, wieder daran zu erinnern, welche Dienste die Einführung dieses Signales dem Verkehre leisten könnte. Die Städte gehen aber in ihrer Strassensignalisierung eigene Wege und gerade in den Städten sind die Zusamtnenstösse an Kreuzungen am häufigsten, nicht nur. wegen des dichteren Verkehres, sondern weil die Kreuzungen unübersfentlicher, die Unterscheidung .zwischen Haupt- und Nebenstra-sse sehwierigep,.sind als.euf. dem Lande, -hauptsächlich, bei-Nacht Im Jahre 1928 sind in unseren Städten sehr vielo Tafeln, mit Parkierungs-, Stationierung**-, Fahr- und anderen Verboten und Erlaubnissen aufgestellt worden. An den gefährlichen Kreuzungen wurde aber soviel wie nichts getan. Das wäre jedoch ohne grossen Kostenaufwand möglich. Die Mitternacht oder sonst in der Nähe von Wirtshäusern und Taazsälen. Er kann die Bemerkung machen, dass die für den Auspuff so feinhörige Behörde stocktaub geworden ist und wie 20 Schritte von dem genannten Dorado der Radaubrüder friedlich der Lichtschein durch die geschlossenen Läden des Polizeipostens schimmert. Es mag schon stimmen, das« wenn die p. t. Bürger dann in unruhigem Schlafe ihren Katzenjammer loszuwerden suchen, auf ihre gereizten Nerven eine Aulohupe keine beruhigende Wirkung auszu- Tisis-FelcUurcb als Autofalle bezeichnet Diese Beschwerde stammt vermutlich aus derselben Quelle, wie der im gleichen Blatte am 22. März 1927 von einem Mitglied der Sektion Liechtenstein des A C. S. veröffentlichte Artikel, worüber wir Ihnen am 28. Mai 1927 eine aufklärende Mitteilung übersandten. Am 12. OfctobeT 1. J., eine Woche vor dem Erscheinen obigen Artikels, ist nämlich ein Sahn des vermutlichen Beschwerdeführers von der Gendarmerie in Tisis beanstandet worden, weil er mit dem Motorrade die untere Kiurve heim Lehrerseminar in Tisis mit mindestens 45 km Stundengeschwindigkeit passierte. Abgesehen davon, dass diese Stelle innerorts gelegen ist — auf der Strasse sind weithin sichtbare Tafeln mit der Aufschrift « Innerorts — 25 km » angebracht —, ist gerade bei der Kurve am Lehrerseminar, in welchem mehrere hundert Schüler wohnen, für jeden Fahrer besondere Vorsicht geboten. Wesen dieser Uebertretun? der Strassenpoliseivorschriften wurde der Beanstandete von der Gendarmerie im Organmandat mit 10 S Geldstrafe gebüsst; es stand jedoch dem Beanstandeten frei, die Bezahlung der Geldbusse zu verweisern, worauf von der Gendarmerie die vorgesohriebene Anzeige a.n die Bezirkshauptmannschaft erstattet worden wäre. Zu den Beschwerdepunkten betreffend die Verwendung von Schneeketten und Einhaltung der rechten Strassenseite bemerken wir folgendes: Wie wir Ihnen schon in der oben erwähnten Zuschrift vom 28. Mai 1927 mitgeteilt haben, sind seit .mehreren Jahren keine ausländischen Autos wegen Führung von Schneeketten von der Geödarmerie in Tisi.s-Feldkirch beanstandet worden. Unsere Grenzzollämter haben jedoch den Auftrag, ausländische Automobile um Entfernung der Schneeketten zu ersuchen, wenn infolge eingetretenen^ Tauwetters grössero Strassenstrecken schneefrei geworden sind und daher die unter srrossem Kostenaufwand. wiederhergestellten Strapsen Schaden lei- -den würden. - . . . . Was das Rebhtsfahrea anbelangt, bestem, wie m den meisten Ländern, auch in Vorarlberg die Vorschrift, im allgemeinen die rechte Strassenseite einzuhalten; bei dem regen Vorkehr auf unseren verihältnismässig schmalen Stressen müssen wir im Interesse der Verkehrssicherheit auf die mösrliehst genaue Beobachtung dieser Vorschrift drängen. Wie unbegründet die Ausführungen des Beschwerdeführers sind, der soear von einer Autofalle in Ti.sis-Feldk.irch spricht, geht schon daraus hervor dass von der Gendarmerie in Tisis im laufenden Jahre nur drei — seit dem Jahre 1925 insge- Kreuzungen zwischen kleinen Gässchen und breiten Stiassenzügen fallen ohne weiteres ausser Betracht. iWo sich etwa gleich breite Strassen kreuzen, wurden in letzter Zeit allgemein elektrische Lampen angebracht, die an Drähten zwischen zwei Häuserecken oder Matten aufgehängt sind. Wie samt .neun — ausländische Kraftfahrzeuge beanstandet worden wäre es nun, wenn man die Glasschirme mit gut sind. lichtdurchlässiger Farbe bemalen würde, sagen wir in der Richtung: gegen die Nebenstrasse blau ? Dies würde bestimmt die Kollisionen an dieser Stelle .während der Nacht verringern. Auch bei Tage würde sich der Fahrer daran gewöhnen, einen Blick nach der Lampe zu werfen, obwohl es ja nicht gerade wünschenswert erscheint, ihn allzuviel von den gewohnten Blickrichtungen abzulenken. Später könnte man an den Drähten als Tagsignal noch eine blaue Tafpl anbringen. Die Unfallstatistiken der einzelnen Städte würden zeigen, wo mit dieser Neueinführung zu beginnen wäre. Man träfe gleichzeitig zwei Fliegen auf einen Schlag: das Hupen am diesen Kreuzungen könnte nächtlicherweile gut unterbleiben, womit einer weiteren Verordnung des Konkordates nachgelebt würde. Vielleicht...? G. H. Die Nachtruhe der Bürger. Man schreibt uns: Es war diesen Sammer viel die Rede von Nachtfahrverboten zum Schutae der « Nachtruhe der Bürger ». Diese Bestrebungen führten im Kanton Bern im Rahmen dea berühmten Automobildekretes zu einem partiellen Verbot, mefbr zum Schulze der Dekretebahnen. E.s ist zu hoffen, dass jetzt, nach Sohluss der Fahrsaison, die Ruhe der am Autc-mobilwesen interessierten Bürger wenigstens über den [Winter nicht gestört wird. Ist die Fahrsaison vorbei, so beginnt eine andere: die Saison der festlichen Anlässe mit ihren Freinaohtbewilligungen, Bällen und öffentlichem Tana. Da gehen dann manche Bürger alkohoigeladen nach. Hause, jedoch nicht vor Mitternacht. Sie stören in leichtfertigster Weise selbst die Nachtruhe durch Gejohle, Gesang und Gepfeife. So herrscht z. B. in einigen Quartieren Zürichs ein •wahrer Höllenspektakel, und man gJaubt sich jede Nacht auf dem Brocken zu Walpurgis. Da rasselt ein staatlich so liebevoll vor jedem Motorgeräusch geschützter Bürger mit dem Stocke über einen Roll- Jaden, was einen Hund zu wütendem Geheule herausfordert. Dort kreischt ein in die Enge getriebenes Frauenzimmer oder spielen einige Leute Fusstiati mit einer leeren Konservenbüchse. Ein Gesang- Das Trottinet gehört nicht auf die Strasse! Ein kürzlich in Zürich stattgehabter Uniall, bei welchem ein trottinetfahrender Knabe direkt in einen Motorradfahrer hineinrannte, veranlasst die dortige Stadtpolizei zu folgender Bekanntmachung : «Die verkehrspolizeilich verbotene Verwendung des Trottinets auf Trottoiren und verkehrsreichen Strassen, führt, abgesehen von der Gefährdung und Störung des Passanten- und Fahrzeugverkehrs, häufig zu Unglücksfällen. Die Kollision, zufolge welcher der Knabe mit ernstlichen Kopfverletzungen in den Spital verbracht werden musste, zeigt wieder deutlich, welch grossen Gefahren die Jugend bei der Belustigung mit Trottinets auf Strassen und Plätzen ausgesetzt ist. Fehlbare haben Bestrafung nach Massgabe der Bestimmung der allgem. Polizeiverordnung zu gewärtigen.» Ob die Mahnung wohl beherzigt wird ? Man trifft die Kinder täglich, ja stündlich in den belebten Strassen an, wie sie sich unbekümmert und zum Teil ungezogen, mit diesem Spielzeug herumtollen. Wenn dann ein solch jugendlicher Heissspörn im Eifer des Spieles blindlings in ein Gefährt hineinrennt .und sich Verletzungen zuzieht, dann kommt die heulende und wehklagende Mama, und macht Gott und alle Welt für den Unfall verantwortlich, nur nicht sich und ihren Sprössling. Die Strasse ist heute auch für harmlosere Spiele kein geeigneter Platz mehr und um so gefährlicher wird der Zeitvertreib mit solchen Vehikeln. Die Eltern sollen eben aus diesen Erfahrungstatsachen die Konse- verein etabliert sich an einer Strassenecke und ver-quenzesichert aus weingesegneten Gurgeln den aus dem ziehen und die Kinder nicht einfach Schlafe gescheuchten Mitmenschen, dass es kein gedankenlos mit Spielzeugen versehen, die schöneres Tal als Grindelwald gibt. Aufmunternde nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn sie unter Aufsicht oder an geeigneten Orten be- Kufe hegleiten einen Boxmatch, bei dem Hammerund Tiefschläge gestattet sind. Ein greller Pfiff nützt werden können. Sonst aber werden sie durchschneidet die Nacht, und zwanzig Kehlen schmettern das Lied « Die zwei verlassenen Italiener > durch die finstere Gasse. Ein Trupp zukünf- zur Gefahr. für die Kinder und andere Strassenbenützer tiger Vaterlandsverteidiger übt Stechschritt nach Im übrigen vermag vielleicht die Polizei preussiseiher Art, und so geht es fort und fort, bis der zu spät anbrechende Tas den nächtlichen Spuk ihrem Verbot etwas nachdrücklichere Nachachtung zu verschaffen, wenn die wohlge- verscheucht. Wer'« nicht glaubt, der postiere ßieh einmal in meinten Ermahnungen nichts fruchten sollten, an der Ecke Militärstiasse-Langstrasse nach z* VERLOREN auf der Strecke Offen, Lenzburg, Meningen, Baden, Zürich 38091 2 Reserve«Scheibenräder Pneugrösse 28/5Q0 Der Finder wird gebeten, solche Regen Finderlohn abzugeben an: Garage Frey & von Felberi, Ölten. Tel.Bw.2106 BERN Eigerplarz 13 Bei Anfragen bitten wir um Angabe der Wagenlype Mospeng/ereil whlerfabrikafibn Heisäiveriiende Kubier werden obemisoo gereinigt. SSo'ortiote Kediponns. LANCIA FIAT % auf Wu i Mororhau n seh m\t hen-Decken. 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