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E_1928_Zeitung_Nr.100

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Wettfahrten,

Wettfahrten, Stundengeschwindigkeit, Nachtiahrverbot. Im Kanton St. Gallen werden Schnelligkeitswettiahrten mit Motorfahrzeugen und Motorrädern untersagt. Zuverlässigkeitsfahrten sind an die Bewilligung des Regierungsrates geknüpft. Wegtafeln sollen in einheitlicher Form und Farbe nach den Weisungen des zuständigen Departements und in Fühlungnahme mit andern Kantonen angebracht werden. An Sonn* und allgemeinen Feiertagen darf die Stundengeschwindigkeit in der Zeit vom 1. Mai bis .30. September 30 Kilometer auf dem offenen Felde und 18 Kilometer in Ortschaften und auf Bergstrassen nicht überschreiten. Außerordentliche Dienstfahrten (Aerzte, Tierärzte), die in Unglücksund Notfällen ausgeführt werden müssen, sind von dieser Geschwindigkeitseinschränkong befreit. Bei Fahrten zur Nachtzeit ist die Abgabe von Hörsignalen auf das Nötigste zu beschränken und überhaupt jeder Lärm, soweit möglich, zu vermeiden. Für Motorräder, schwere Lastwagen und alle Lastwagen, die mit Vollgummibereifung versehen sind, sowie für Omnibusse mit mehr als 20 Sitzplätzen ist ein Nachtiahrverbot von abends 23 Uhr bis morgens 4 Uhr vorgesehen. Lastwagen. Eisenbereifung für Motorlastwagen, Traktoren und eigentliche Anhängewagen ist verboten. Neue Last- oder Anhängewagen dürfen nur dann zum Verkehr zugelassen werden, wenn sie mit Pneumatik oder Weichgummibereifung versehen sind. Das Gesamtgewicht eines beladenen Motorlastwagens oder Motoromnibusses darf 9 Tonnen nicht übersteigen. Ist indessen der Lastwagen mit Pneumatikbereiung versehen, so beträgt das zulässige Gesamtgewicht 11 Tonnen mit einem maximalen Achsdruck von 7,5 Tonnen. Vollgummireifen, welche sich auf 40 mm abgenützt haben, müssen durch neue Reifen ersetzt werden. Die schweren Lastwagen (Tragkraft von 2 Tonnen und darüber) sind alle zwei Jahre einer Prüfung durch die kantonalen Automobilexperten zu unterziehen. Das Gesamtgewicht eines Lastenzuges darf bei Vollgummi 12 Tonnen und bei Weichguinmi oder Pneubereifung 15 Tonnen nicht überschreiten. Auch für die Auto-Omnibusse und Lastautos zur Personenbeförderung sind eingehende Bestimmungen erlassen worden, aus denen wir nur hervorheben möchten, dass die Verkehrsbewilligung von der kantonalen Automobilkontrollstelle auf ein Jahr, erteilt wird und der Chauffeur mit einer besonderen Fahrbewilligung versehen sein muss. Die Höchstgeschwindigkeit von Auto-Omnibussen und Personenlastautos darf 30 Kilometer in der Stunde sieht übersteigen. Während der ganzen Dauer der Fahrt haben sich die Chauffeure des Genusses alkoholischer Getränke zu enthalten. Der Chauffeur soll zwischen der Beendigung eines Tagesarbeit und dem Beginn der nächsten eine zusammenhängende Ruhezeit von wenigstens 9 Stunden geniessen können. Ausnahmsweise, jedoch höchstens zweimal in einer Woche, darf diese Ruhezeit bis auf 8 Stunden gekürzt werden. Der Chauffeur muss mindestens nach 10 Stunden Dienst am Lenkrad abgelöst werden. Seine Tagesfahrt darf 250 Kilometer Streckenlänge nicht fibersteigen. Die St. Galler Regierung geht somit ebenfalls nicht so weit, wie das Berner Dekret, indem es ausdrücklich von 10 Stunden Dienst am Lenkrad spricht und die Bestimmungen, Mittag- und Zwischenpausen eingerechnet, nicht berücksichtigt hat. Gleich wie die Luzerner Vorlage, verbietet auch die St. Galler Vollzugsverordnung das mutwillige Verhindern oder Erzwingen des Vorbei- und Vorfahrens. An Strassenkreuzungen, Strassengabelungen, verkehrsreichen Strassen und Plätzen soll das Tempo verlangsamt werden. Bei Dunkelheit muss jedes Unser neuer Roman Die köstlichen Abenteuer des forschen Sir Michaels, die uns zahlreiche Anerkennungen der Leserschaft zugetragen haben, finden in d''"*°r Nummer durch das unvermeidliche «Wie es kommen masste» den mit einem Verlobungskuss besiegelten Abschluss. Mit der nächsten Nummer beginnt der Kross angelegte Sportroman von Alfred Nauck Rekordfieber, dessen erstes Veröffentlichungsrecht wir erworben haben. Im Mittelpunkt des ausseist spannenden Romanes steht der Kampf zweier riesiger Automobilwerke um den Weltrekord. Wie der Konstrukteur des Weltrekordwagens mit seinen mit allen Mitteln kämpfenden Gegnern um den Sieg ringt, ist von der ersten bis zur letzten Seite packend und überzeugend geschildert Ein Automobilistenroman also mit der ganzen Romantik der Rennbahn und Mystik der Londoner Verbrecherwelt, der bei unsern Lesern sicher die beste Aufnahme finden wird. Wir haben bereits in Nummer 99 der «Automobil-Revue » auf die Ansicht des Vorstandes des Schweizerischen Städteverbandes bezüglich der Frage einer schweizerischen Verkehrswoche hingewiesen. Es dürfte wohl unbestritten sein, dass, trotzdem auf dem Gebiete der Verkehrspropaganda bereits Namhaftes geleistet wurde, sich die Verkehrsunfälle doch von Tag zu Tag mehren und nach beschleunigten behördlichen Massnahmen rufen. Trotzdem ist der Vorstand des Schweizerischen Städteverbandes der Auffassung, dass die Schweiz für eine Propaganda im Sinne der belgischen Verkehrswoche noch nicht reif sei. Die vom Städteverband schon vor anderthalb Jahren diesbezüglich veröffentlichten Vorschläge haben erst Schaffhausen, Lausanne, Ölten und Winterthur vollinhaltlich akzeptiert. Die beiden Städte Bern und Zürich dürften nächstens folgen, währenddem von andern Städten in beziig auf die Vereinheitlichung städtischer Verkehrsvorschriften noch nichts bekannt wurde. Noch ärger ist eigentlich der Wirrwarr aui kantonalem Boden. Hier herrschen zum grossen Teil noch die überholten und revisionsbedürftigen Bestimmungen des Konkordats. Der Ausgang über die Strassenverkehrsinitiative ist noch nicht gesichert. Im Eldorado des Föderalismus ist deshalb gegenwärtig eine nationale Propaganda noch vollständig aussichtslos. Wie wir bereits betont haben, darf man sich trotz der bestehenden Hindernisse nicht mit einem Nichts begnügen. Wenn vorläufig auf nationalem Boden nichts zu erreichen ist, so sollte wenigstens auf kommunalem Boden der Gedanke einer Verkehrswoche verwirklicht werden können. Vielleicht so, dass die verschiedenen kommunalen Aktionen auf die gleiche Zeit anberaumt würden. Leider fehlen uns heute noch die genauen Statistiken über die Verkehrsunfälle nach der Richtung der Unfallursachen hin. Gute Anfänge wurden erst in Zürich und Bern gemacht. Einzig genaue Statistiken werden uns darüber Aufschluss geben können, ob die bisher betriebene Propaganda ihr Ziel erreicht Fuhrwerk mit gutsichtbarem Licht versehen sein. An Möbelwagen, Langholz- und anderen Langwaren-Fuhrwerken ist ein Schlusslicht anzubringen. Im grossen Ganzen ist zu sagen, dass die St. Galler Vollzugsverordnung eine vernünftige Mitte einhält und dazu angetan sein wird, die Verkehrssicherheit zu heben, ohne das Automobilgewerbe einzuengen und ohne die Automobilbesitzer mit schikanösen Bestimmungen zu belästigen. Natürlich kommt es auch bei der st. gallischen Vollzugsverordnung darauf an, in welchem Sinne und Geiste diese nun in der Wirklichkeit gehandhabt wird. Neuregelung des Autoverkehrs im Kanton Thurgau. Wie die Kantone Luzern und St. Gallen, so steht auch der Kanton Thurgau vor der Einführung eines neuen kantonalen Automobilgesetzes. Die Zeit schreitet vorwärts, das Automobil bricht sich Bahn; es ist zum Teil zu verstehen, dass die Kantone nicht warten können, bis die Regelung des Verkehrs auf eidgenössischem Boden erfolgen kann. So hat denn auch der Regierungsrat des Kantons Thurgau den Entwurf zu einer neuen Vollziehungsverordnung zum Automobilkonkordat fertiggestellt. Es ist seit dem Inkrafttreten des Konkordates im Jahre 1914 das vierte Mal, dass neue, den modernen Ansprüchen entsprechende Bestimmungen in Gesetzesform gefasst werden müssen. Auch der thurgauische Entwurf fusst auf den Grundsätzen der kantonalen Polizeädirektorenkonferenz. Unter den neuen Bestimmungen sind zu erwähnen: Einmal die vorgesehene periodische Nachprüfung der Motorfahrzeuge auf Betriebssicherheit, Licht, Signal und Lärm. Die in andern Kantonen bezahlten Gebühren sollen in Anrechnung gelangen, sofern der andere Kanton Gegenrecht hält. Kommt ein Auto im Laufe des Jahres in den Kanton, so muss dessen Inhaber bis zum 1. Juli die Jahrestaxe, im ÄlTTOMOBTL-RrTVTm 1928 — Zur Frage einer schweizer. Verkehrswoche oder eigentlich daneben schiesst. Deutsche Unfallstatistiken sind uns auch hier bereits weit voraus. Sie untersuchen eingehend Alter und Gebrechlichkeit der Opfer, Einfluss des Alkohols beim Fahrer oder Verunfallten, Defekte an den Fahrzeugen, Beschaffenheit der Strasse, Wetter, Beleuchtungsverhältnisse, Zuwiderhandlung gegen Verordnungen usw. Es ist ganz klar, dass eine solche Statistik ganz unentbehrliche Fingerzeige über den Wert der betriebenen Verkehrsbelehrung liefern muss. Erfreulich ist in dieser Hinsicht, dass das Eidgenössische Statistische Bureau vom 1. Januar 1929 ab im Auftrage des Schweizerischen Justiz- und Polizeidepartements eine VerkehrsunfaJIstatistik beginnen wird, welche unsern Bedürfnissen entsprechen dürfte. Dabei darf allerdings heute schon festgestellt werden, dass die bis jetzt geleistete Verkehrspropaganda doch nicht ganz wirkungslos gewesen ist. Der Schule dürfte hier nach wie vor ein grosses Tätigkeitsfeld offen bleiben. Mit einem einmaligen Verkehrsunterricht ist es nicht getan. Er muss stets von neuem erteilt und durch prakische Demonstrationen anschaulich gemacht werden. Jeden Tag sollte sich der Lehrer eine halbe Stunde reservieren, um seine Schüler an Hand von Verkehrsunfällen und • durch Anschauungsmaterial, Presseberichte, durch Verwendung von Bildern und Projektionsapparaten aufzuklären. Ebenso ist der Kino in vermehrtem Masse in den Dienst der Verkehrspropaganda zu stellen. Wir besitzen bereits fertige Filme. Anschauliche Kurzfilme, die einen Spezialfall erörtern, können zweckentsprechend zur Ausfüllung von Pausen in Varietes, Konzerten, Abendunterhaltungen usw. dienen. Auch Vorträge von Polizeioffizieren in den verschiedensten Berufsorganisationen, in Quartiervereinen und Parteiversammlungen bilden eine gute Bereicherung der Propaganda. Bis heute hat leider die Tagespresse der ganzen Frage nicht die Bedeutung geschenkt, die ihr unbedingt zukommt. Sie könnte hierin ein Bedeutendes mehr leisten, indem sie nicht nur eine beständige Unfallrubrik führte, worin gewöhnlich den Automobilisten die Schuld in die Schuhe geschoben wird, sondern dadurch, dass sie die Unfallrubrik nach dem Gesichtspunkte der Gefahrenbekämpfung redigierte und ihrerseits die Belehrung über das Verkehrswesen durch kurze, möglicherweise mit Bildern geschmückte Notizen propagieren würde. Wir zweifeln übrigens nicht daran, dass auch die Tagespresse die Aktion einer Verkehrswoche nachhaltig unterstützen wird. Natürlich könnte sich auch das Radio in vorteilhafter Weise in den Dienst der Verkehrspropaganda stellen. Dazu kommt für alle diejenigen Strassenbenützer, die weder durch die Schule noch durch die Zeitung, noch durch Radio erreichbar sind, die eigentliche Belehrung auf der Strasse. In einer speziellen Verkehrswoche würde das Verhalten der Strassenbenützer durch ein starkes Aufgebot von Polizeimannschaft kontrolliert und jedem einzelnen das richtige Verhalten in konzilianter und anständiger Weise beigebracht. Die Uniform-Mannschaft Hesse sich durch freiwillige Helfer aus den Kreisen unserer Automobilverbände leicht ergänzen. Die Durchführung solcher Verkehrstage und -Wochen müsste allerdings druch die Presse sorgfältig vorbereitet werden, damit die ganze Geschichte nicht zu einer Art Volksbelustigung ausarten würde. Ueber die Taktik des Vorgehens kann man in guter Treue zweierlei Meinung sein. Die Hauptsache bleibt, dass etwas geschieht und dass die verantwortlichen Behörden nach Lage der örtlichen Verhältnisse alles dransetzen, um den Verkehr in einer alle Teile befriedigenden Weise zu ordnen. -t. dritten Quartal eine halbe Taxe und im vierten Quartal eine Taxe nach Monaten berechnet bezahlen. Dagegen steht der Entwurf eine starke Erkiihung der Taxen für den Lastwagen vor. Der Kanton Thurgau besitzt, ähnlich wie der Kanton Bern, gewisse Ueberlandbähnchen, die jedenfalls bei der Ausarbeitung der neuen Verordnung ihren Einfluss wirksam geltend machen konnten. So ist für den Anhänger ein Zuschlag von 40 % der Taxe vorgesehen. Die Normaltaxe für Lastwagen von über 2 Tonnen erfährt einen Zuschlag von 10 %, diejenige für Lastwagen mit Vollgummibereifung eine weitere von 25 % und die Autocars zum gewerbsmässigen Personentransport haben einen 20% igen Aufschlag zu berappen. Ein Zückerchen für die erhebliche Belastung soll wahrscheinlich die Bestimmung sein, dass dafür die Breite der Motorwagen auf 2,35 Meter angesetzt wurde, Neu sind ferner eine gan2e Reihe von Verkehrsvorschriften. Es wird eine wirksame Schalldämpfung vorgeschrieben, eine Bestimmung, die sich ganz deutlich gegen die Motorradfahrer wendet. Von einem allgemeinen Nachtfahrverbot ist glücklicherweise abgesehen worden. Nur für Lastwagen mit Vollgum tnibereifung ist ein Nachtfahrverbot für die Zeit von 23 bis 4 Uhr im Sommer (Mai bis November) und 22 bis 6 Uhr im Winter vorgesehen. Allerdings soll dem Regierungsrat das Recht eingeräumt werden, auch ein Nachtfahrverbot für die übrigen Motorfahrzeuge zu erlassen. Wir hoffen, dass dieser Passus vom Grossen Rate gestrichen werde und dass auch der Grosse Rat prinzipiell von einem allgemeinen Nachtfahrverbot Umgang nehmen wird. Der bundesgerichtliche Entscheid betreffend Warnung vor Autofallen soll bereits einen gesetzlichen Niederschlag erfahren, indem der Entwurf vorsieht, dass die Erschwerung oder die Verhinderung der Durchführung polizeilicher oder technischer Kontrollen verboten werden soll. TMi Die Geschwindigkeit soll an Sonntagen auf 30 und 18 Kilometer, an Werktagen auf 40 und 18 Kilometer belassen werden. Die Geschwindigkeit sei allgemein dort zu reduzieren, wo das Konkordat oder der Anstand es verlange... Zur Hebung der Verkehrssicherheit sind verschiedene technische Neuerungen vorgesehen. So verlangt der Entwurf, dass das Automobil mit einem Rückspiegel und einem gut wirkenden Scheibenwischer versehen sei. Betreffend der Abblendfrage wird verlangt, dass bei abgeblendetem Licht die Strassen noch auf 30 Meter beleuchtet sein sollen. Das Abblenden nur einer Lampe, sowie auch die « Sucherlampe » werden verboten. Allerdings soll nur noch in gut beleuchteten Ortschaften abgeblendet werden. Motorfahrzeuge sollen beim Parkieren von der Beleuchtung befreit sein, sofern sie auf speziellen Parkplätzen oder unter genügender öffentlicher Beleuchtung stehen. Spezielle Artikel beziehen sich auf die Vollgummibereifung. Neue Lastwagen mit Vollgummibereifung werden für den Verkehr ver-, boten. Die bisherigen, die man nicht ohne weiteres aus dem Verkehr setzen darf, haben einen Zuschlag von 25 % zu entrichten. Die Gewichtsgrenze bei Vollgummiwagen wird auf 9 Tonnen belassen und für einen Lastenzug mit Vollgummibereifung auf 12 Tonnen festgesetzt. Die Gewichtsgrenze für die andern Lastwagen wird auf 10 Tonnen und für den Lastenzug auf 15 Tonnen erhöht. Der Lastwagen darf eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern nicht überschreiten. Für den Vollgummiwagen ist diese Geschwindigkeit auf 20 Kilometer und für Traktoren und Anhänger ohne Gummibereifung auf 6 Kilometer herabgesetzt. Der Vollgummibereifung wird noch eine Toleranz bis Ende 1931 bewilligt; nachher haben sie aus dem Verkehr vollständig zu verschwinden. Zu diesem, Entwurf wird der Grosse Rat Stellung zu nehmen haben. Heute ist schon zu betonen, dass bei aller Anerkennung des guten Willens von Seite der kantonalen Regierungen bereits zwischen den einzelnen kant. Gesetzen derartige Divergenzen bestehen, dass wir nicht vor einer Verkehrsvereinheitlichung, sondern vor einem neuen Verkehrschaos stehen, mit dem nur eine schweizerische Gesetzgebung endgültig aufräumen kann. Diese schweizerische Verkehrsgesetzgebung erheischt dringliche Behandlung. Denn Verkehr bedeutet wirtschaftliches Leben, wirtschaftliches Leben Verdienst, und diesen Verdienst haben wir alle dringend nötig. K. Muss es denn ein Tram sein? Von der Basler Verkehrsliga erhalten wir folgende Zuschrift: Unter diesem Titel erschien in der Presse ein Artikel, der sich mit dem Projekt des Bin' ninger Trams befasst und zum Schluss kommt, dass der grundsätzlich zustimmende Beschluss der Regierung zu beanstanden sei. Wir können diesem Artikel in jeder Be- i Ziehung beipflichten; auch wir können jenen Regierungsbeschluss in keiner Weise verstehen. Abgesehen von der finanziellen Tragweite ist dieses Binninger Tramprojekt vor allem in verkehrstechnischer Hinsicht eine ganz bedenkliche Lösung eines im Grunde genommen sehr einfachen Verkehrsproblems. Die Verkehrsliga hat schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass unsere Trampolitik vom verkehrstechnischen Standpunkt aus eine ganz verfehlte sei Wir haben damals schon betont, es sei unbedingt notwendig, daran zu denken, dass in absehbarer Zeit der Tramverkehr aus dem Innern der Stadt (Aeschenvorstadt, Steinenberg, Falknerstrasse, Gerbergasse, Marktgasse, Blumenrain, Mittlere Brücke, Greifengasse etc.) verschwinden müsse. Die Tramverwaltung hat schon damals unsere Auffassung abgelehnt; sie hat anscheinend trotz der sehr augenfälligen Entwicklung des Fahrverkehrs ihre ablehnende Haltung nicht revidiert. Anstatt an den Abbau des Tramverkehrs im Stadtinnem zu denken und die geeigneten Vorkehren für die Anfänge dieser Umstellung zu treffen, wurden die bestehenden Tracds im Innern der Stadt noch mit vermehrten Linienführungen belastet und überlastet, und im gleichen rückständigen Sinn soll nun auch weiter hinsichtlich des Vorortsverkehrs gewurstelt werden. Man ist gerne bereit, die bedenklich anwachsenden Verkehrsunfälle dem «unvernünftigen Fussgänger » und dem « rücksichtslosen Fahrer » in die Schuhe zu schieben. Gewiss, diese beiden «Typen» tragen eine grosse Mitschuld. Aber die grössere Schuld tragen jene prominenten Persönlichkeiten, die für die Strassenbau- und für die Verkehrs-; Politik unserer Stadt verantwortlich sind. Solange nicht eingesehen wird, dass es dem Ver-; kehr nicht dienlich ist, wenn Gebäude sozusagen in die Mitte verkehrsreicher Strassen gebaut werden, wie z. B. die Schweizerische Volksbank an der Gerbergasse, und wenn die engen Strassen unseres Stadtinnern mit Tramvehikeln vollgepfropft werden, wird die verkehrstechnische Situation unserer Stadt eine bedenkliche bleiben. Die topographische

100 — AUTOMOBIf.-RFVl* Lage unserer Innenstadt kann nicht geändert werden, aber es kann ihr durch gesunde Bauünd Verkehrspolitik Rechnung getragen werden. Der Tramverkehr kann sich der modernen Strassenverkehrstechnik nicht anpassen, wohl aber der Autobusverkehr, der sich vor allem in den Richtungsverkehr und in den Verkehrsrhythmus einfügen kann. Man schaffe daher nicht neue Tramlinien, sondern Autobuslinien. Die Strassenführungen nach unseren Vororten sind nicht derart, dass sie der rapiden Fahrverkehrszunahme genügen können. Man belaste sie daher nicht mit dem starren Strassenbahnverkehr, sondern man gebe durch die Schaffung eines intensiven und rationellen Autobusverkehrs die Möglichkeit einer elastischen Anpassung an die modernen Verkehrsbedürfnisse. Gleichzeitig schaffe man, wo diese Möglichkeit bei den Vorortsstrassen besteht, Velowege. Es wäre jedenfalls wertvoller, Vororte wie Bettingen durch Autobuslinien zu erschliessen, als neue Tramprojekte auszuführen. Die Resultate anderer Stadtverwaltungen hinsichtlich des Autobusverkehrs sind finanziell und verkehrstechnisch ausserordentlich zufriedenstellend; sie stehen unseren Behörden zur Verfügung; warum werden sie nicht auch unserem Strassenverkehr dienstbar gemacht? Weil man offenbar massgebendenorts Freude am Tramspielen hat, auch wenn es noch so viel Geld kostet und noch so wenig nützt. Die Strassenbahn soll sich in einem gut ausgebauten Ringlinienverkehr rationell auswirken. Dafür müssen Brücken geschaffen werden (Dreirosenbrücke, Hallwylerbrücke); •aber im Innern der Stadt soll der Tramverkehr langsam aber sicher verschwinden. Ob sich nun die Linienführung so oder so gestalte (Dorenbachprojekt etc.), eines ist sicher: Die Lösung der Linie Basel-Binningen ergibt sich nur durch den Autobusverkehr verkehrstechnisch und finanziell einwandfrei. W. Nachtfahrverbot im Kanton Bern. Das Polizeikommando des Kantons Bern ruft in Erinnerung: Art. 40, Ziff. 3: «Für Lastwagen und für Personenwagen mit mehr als 8 Sitzplätzen, sowie für lärmende Motorfahrzeuge überhaupt, ist der Verkehr auf den bernischen Strassen während den Monaten Mai bis und mit November von 23 Uhr abends bis 4 Uhr morgens, während den Monaten Dezember bis and mit April von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens verboten. Ausgenommen hiervon sind die Wagen der Oberpostdirektion und der von ihr konzessionierten Transportajistalten für Kurse auf den konzessionierten Strekken, Transporte des Militärs, der Feuerwehr, sowie Fahrten für Hilfeleistungen und Krankentransporte. » Bernische Autofallen. Ein Automobilist, der in Kiesen bei Thun in eine Autofalle geriet, die von Polizisten in Zivil und ohne Anhalten des Automobilisten durchgeführt wurde (trotzdem behauptet der kant.-bernische Polizeidirektor, die Automobilkontrollen würden von Polizisten in Uniform durchgeführt), schreibt u. a. folgendes: « Diese Handlungsweise der bernischen Polizeidirektion ist unmoralisch, ungerecht, dumm und schändlich und schadet den Landesinteressen. Sie wird zur Blockierung des bernischen Territoriums führen und verhindert den Automobilhandel zum Nachteil des allgemeinen Handels und der Fremdenindustrie im besondern.» Die Richtigkeit dieser Meinungsäusserungen kann nicht abgesprochen werden. Internationale Sportkommission Wir haben bereits in unserer Nummer 98 von der neuen Bestellung der Internationalen Sportkommission der A. I. A. C. R. pro 1929 ausführlich Kenntnis gegeben. Wie wir damals schon feststellen konnten, ist die Schweiz nur als Mitglied mit beratender Stimme vertreten. Die beiden Repräsentanten der schweizerischen automobilistischen Sportinstanz sind auffallenderweise auch diesesmal wieder zwei Westschweizer: Herr Jules Decrauzat und als Ersatzmann Pierre- Humbert. Dass Herr Jules Decrauzat in seiner Eigenschaft als Präsident der Nationalen Sportkommission im Schosse der Internationalen Sportkommission, wenn auch bedauerlicherweise nur als beratende Stimme, vertreten ist, kann zweifelsohne nur wünschenswert sein. Anders verhält es sich mit dem zweiten Vertreter (Ersatzmann), der auch diesesmal wiederum Westschweizer ist. Diese Tatsache wirkt um so befremdender, als wir in der deutschen Schweiz Persönlichkelten ^beheimaten, die für eine Vertretung in der internationalen Sportkommission hervorragend befähigt wären. Wir möchten hierbei nur auf Herrn A. Töndury aufmerksam machen, welcher sich durch seine mustergültige Organisation der internationalen Klausenrennen mehrfach als eine unserer gewiegtesten schweizerischen automobilsportlichen Autoritäten ausgewiesen hat. Diese Feststellung hat mit der Persönlichkeit des welschen Delegierten, dessen grosse Verdienste für den Automobilismus allgemein bekannt sind und hier nicht in Frage gestellt werden sollen, keinerlei Berührung, sondern sei lediglich der Sache halber erwähnt. Der Die Sportkommission des A. C. S. ist für Donnerstag, den 6. Dezember, 10 Uhr morgens, in den Lokalen der Sektion Bern zu einer Sitzung einberufen. :—: Kein Gempenrennen 1929. Die Sektion Basel des A. C. S. hat, wie aus der Vereinschronik hervorgeht, beschlossen, im nationalen Rennkalender 1929 keinen Termin für Rennveranstaltungen zu belegen, was einem Verzicht auf die Organisation des Gempenrennens gleichkommt. v. Sternfahrt nach Monte Carlo. Die im Januar 1929, wie alljährlich, stattfindende, grosszügig organisierte Sternfahrt nach dem dann bereits südliche Sonne atmenden Monte Carlo findet heute schon das lebhafteste Interesse. Das Reglement erscheint in drei Sprachen, nämlich französisch, englisch und deutsch. Das Nenngeld beträgt pro Wagen 200 franz. Franken. Einschreibungen haben bis zum 24. Dezember an den Sitz der I. S. C. in Monaco zu erfolgen. v. Probefahrt des Volkart-Raketenwagens. Der von dem Konstrukteur Ingenieur Kurt Volkart selbst gefahrene Raketenwagen wurde am 23. November unter Ausschluss der Oeffentlichkeit auf der Südschieile der Avus-Bahn bei Berlin zu einem Probestart zugelassen. Der neue Raketenwagen unterscheidet sich von den Opel'schen Raketenwagen durch den ausserordentlich weit vorne angebrachten Fahrersitz. Auch die Art und Anbringung der Raketen ist anders. Der Versuch zeigte, dass die neue Konstruktion wie ein normales Automobil anfuhr, also nicht wie aus dem Rohr geschossen davonjagte. Die verwendeten Raketen explodierten mit geringerem Geräusch, als dies bei den ersten Versuchen mit Raketenwagen der Fall war. Der Wagen erreichte auf einer Strecke von 400 Metern ein Stundenmittel von 60 Kilometern und konnte vom Fahrer in diesem Tempo wie ein normaler Wagen zum Halten gebracht werden. Eine einzige Rakete entzündete sich nicht wie vorgesehen, gefährdete indessen weder den Insassen noch den Wagen, sondern fiel einige Meter hinter dem Fahrzeug zu Boden, wo sie verpuffte. Da die Polizei über die Sicherungen des Volkart'- schen Raketenwagens befriedigt war, ist die öffentliche Vorführung der neuen Konstruktion in nächster Zeit zu erwarten. v. Die Preisverteilung der Internationalen Alpenfahrt findet, wie wir un'ängst mitgeteilt haben, in Mailand statt. Die Festlichkeiten sind indessen nicht, wie vorgesehen war, auf den Dezember, sondern auf den Januar anberaumt. 5s wird daher nicht, wie wir gehofft hatten, möglich sein, die Verteilung der schweizerischen Preise am Bankett der Delegiertenversammlung des A. C. S. in Bern vorzunehmen. Die Preisverteilung in Mailand wird durch den italienischen Kronprinzen präsidiert. Die Delegierten der beteiligten Länder werden die Mailänder Zusammenkunft nicht vorbeigehen lassen, ohne die Alpenfahrt 1929 vorzubesprechen. :—: Chlron In Amerika. Der bestbekannte, junge französische Meisterfahrer Louis Chiron wird sich am 18. Dezember nach den Vereinigten Staaten einschiffen, wo er an verschiedenen Rennen zu starten beabsichtigt, v. ÄVIÄTI U Neuer Geschwindigkeitsrekord. Am letzten Dienstag, den 20. November, stellten die Franzosen Paillard und Cainplan mit ihrem Flugzeug einen neuen Rekord auf, indem sie mit 2000 kg Nutzlast über eine Strecke von 100 Kilometern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 225,546 km erreichten. Der bisherige Rekord war im Juli 1927 vom Deutschen Steindorf aufgestellt worden, der damals 216,107 km/Std. erreichte. Die beiden französischen Piloten wollen sich nun mit ihrer Rekordmaschine, Typ «France», mit gleicher Belastung auch an die Rekorde über 500- und 1000-km-Strecken heranmachen und hoffen, zuletzt den Rekord über eine geschlossene Strecke, der bis letzt 1750,469 km betrug, zu schlagen. ma. Der Arlberg offiziell geschlossen. Das österreichische Verkehrsministeri um teilt mit, dass die Arlbergstrasse ab heute für den ganzen Winter von der Abzweigung des Flexenpasses an bis zur Passhöhe des Arlberg geschlossen ist. Qualitäts-Reifen mit der zweckmässigen flachen Lauffläche Die Wintersaison mit abwechselnd nassen und aufgeweichten, gefrorenen oder verschneiten Strassen stellt erhöhte Anforderungen an die Bereifung Ihres Wagens. Das überaus zähe, griffige Profil und die breite Adhäsionsfläche der weltbekannten U. S. ROYAL-CORD- Reifen erzielen bisher unerreichten Gleitschutz und verbürgen Ihnen sioheres, weiches und geräuschloses Fahren. Unbedingte Zuverlässigkeit und höchste Kilometerleistung! Bessere Reifen gibt es nicht! Erhältlich in Allen guten Garagen und Spezialgeschäften ROYAL CORD IMPORT S.A. Telephon 10.80—82 Depot Depot Basel: Albanvorstadt ZQrloh: Fabrikstrasse Dornacherstrasse 10 42, Telephon Safran 58.57 39, Telephon Selnau 89.97 rrj Vereinbarung mit Belgien betreffend kostenlosen Grenzübertritt. Wie wir zu wissen glauben, hat der A. C. S. beim eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement dahin interveniert, es möchte mit Belgien Unterhandlungen betreffend die Beseitigung der belgischen ürenztaxen aufnehmen. Da die neue Benzinzollverteilung an die Kantone die Beseitigung der Bergtaxen mit sich bringt, ist der Augenblick wohl gekommen, um mit Belgien, ähnlich wie mit Deutschend, zu einem gütlichen Abkommen zu gelangen. Dies umsomehr, da die belgischem Automobile unsere Grenzen ohne irgendwelche Gebühren überschreiten dürfen. Die Lastwagenbesitzer beschlossen in ihrer dieser Tage in Lausanne stattgefundenen Versammlung, an der 32 am Lastwagen« verkehr interessierte Firmen teilnahmen, die Gründung einer waadtländischen Sektion des Verbandes schweizerischer Motorlastwagenbesitzer, rnit Camionneur Aloys Getaz (Lausanne) als Präsidenten. Die Versammlung übte am bernischen Atitomobildekret scharfe Kritik und verurteilte besonders die nieder© Belastungslimite, die beträchtlich unter derjenigen der anderen Kantone steht. Unter den Persönlichkeiten, die an der Versammlung teilnahmen, bemerkte man Nationalrat Vaüeton-Warnery, Präsident der Sektion Waadt des T. C. S., und Armand Kündig, Präsident des tagenden Verbandes xi. Faszistische Strassendisziplio. Die strikten Bestimmungen für die Verkehrsordnung der Fussgänger in Rom sind nach Ablauf des Sommers wieder in Kraft getreten und wer-* den mit faszistischer Unerbittlichkeit gehandhabt. Alle Fussgänger, die sich weigern, der Verordnung Folge zu leisten, unterstehen dem § 434 des Strafgesetzbuches. Im vergangenen Winter haben die dazn befugten Polizisten die Fussgänger auf jeden Irrtum im Rechts- oder Linksgehen aufmerksam gemacht; von jetzt ab jedoch werden alle, die sich nicht fügen, sofort auf die Polizeiwache gebracht. Fünfzig Personen wurden auf diese Weise in der ersten Woche allein auf dem Corso verhaftet und ihre Namen, Berufe und Adressen veröffentlicht. Ausserdem erhielten sie eine Strafe von einem Monat Gefängnis oder 300 Lire, eventl. auch beides in den Fällen, wo sie sich der Vorschrift ungebührlich widersetzt haben. In der zweiten Woche standen nur noch zehn Namen auf der Liste und in der dritten keine mehr, Automobilstrassenbau in Spanien. Schon die Einfuhrstatistik Spaniens an Automobilen zeigt, wie dieses Land bestrebt ist, sich im Verkehre in zunehmendem Masse des Automobiles zu bedienen. Aehnlich wie Italien, opfert der Staat Millionen, um den Strassenbau zu fördern und das Strassennetz den modernen Bedürfnissen anzupassen. So bewilligte die Regierung rund zehn Millionen Pesetas, um eine ganze Reihe wichtiger Automobilstrassen anzulegen. Für den Ausbau sind vorgesehen die Strecken Madrid-Irun (französische Grenze), Madrid - Valencia und Gyun-Oviedo (asturischer Industriebezirk). Bedingung ist, dass die ausführende Baugesellschaft spanisch sei und dass sich mindestens 70 Prozent ihrer Aktien in den Händen spanischer Staatsbürger befinden. Die zum Bau erforderlichen Maschinen, soweit sie nicht in Spanien hergestellt werden kön« nen, dürfen vom Ausland bezogen werden, -t. Der Automobilbedarf von Tunis und seine Deckung. Wie nunmehr feststeht, hat die tunesische Automobileinfuhr im verflossenen Jahre einen Wert von 55,8 Millionen Francs erreicht, was eine neue Höchstziffer bedeutet. Die französischen Marken, und zwar vornehmlich Citroe"n, Peugeot, Delahaye, Renault, Buhet und Delage beherrschen jenen Markt fast ganz mit einem Anteil an obiger Gesamtziffer von nicht weniger als rund 50 Mill. Franken. Diese Tatsache ist natürlich in der Hauptsache auf die zollfreie Einfuhr der Marken des Mutterlandes zurückzuführen. An zweiter Stelle folgen die Vereinigten Staaten mit Lieferungen im Werte von rund 2,5 Millionen Francs, die sich vornehmlich, aus Fordfabrikaten zusammensetzen, während in jüngster Zeit eine verstärkte Nachfrage nach Chrysler- und Buick-Wagen zu: registrieren ist. Die dritte Stelle unter den Hauptlieferanten wird von der italienischen Exportindustrie eingenommen, auf deren Rechnung Lieferungen im Wert© von rund 2,1 Millionen Francs kommen. -iw.- Totentafel. Mit lebhaftem Bedauern werden wohl alle zahlreichen Bekannten und Freunde von dem plötzlichen Hinschied von Herrn Direktor Paul Dappies, Ing., Kenntnis genommen haben. Der Verstorbene war seit bald zwei Jahrzehnten bei der U. G. A. (Uto- Garage Automobil A-G.) in leitender Stellung tätig, deren Verwaltungsrat er ebenfalls angehörte. Wir möchten nicht unterlassen, seinen Angehörigen sowie der vom Hinschied betroffenen Geschäftsleitung unser aufrichtiges Bei'eid auszudrücken. Wir werden voraussichtlich auf die hervorragende Tätigkeit des Dahingeschiedenen zurückkommen.