Aufrufe
vor 11 Monaten

E_1928_Zeitung_Nr.102

E_1928_Zeitung_Nr.102

Ausgabe: Deutsche Schweiz. FF FF Frplfrn 7 ne T emiißP 1Q7R Ceibe Liste Nummer 20 Cts. 21. Jahrgang. — N n 102 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehre-Interessen ABONNEMENTS-PREISE: Bncbelnt teden Dienstag and Freitag ' Monatlich .Gelbe Liste** Halbjährlich Fr. 5.—, Ifibrlich Fr. 10.—. Im Ausland unter Portomschlag, tolen> nicht postamtlich bestellt. Zuschlag fttr postamtlicbe Bestellung Ina ADMINISTRATION: Breltenratnstrasse 97, Bern In- und Ausland HO Rappen. Postcheck-Rechnuna II£'414 Telephon Hol!werfe 39.84 Telecramm-Adresse: Autorevue. Bern INSERTIONS- PREIS: Die achtgespaltene 2 mm hohe Grundzeile oder deren Raum 45 Cts. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Cta. Grössere Inserate nach SeitentariJ. Imseralenscnlnss 4 Tage vor Erscheinen der betreffenden Nummer Kanlone Artikel 20 des Konkordats über eine einheitliche Verordnung betr. den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vorn 7. April 1914 gibt den die Verkehrsbevvilligung ausstellenden Kantonen das Recht, für Automobile und Motorräder alljährlich eine Steuer zu beziehen. Von diesem den Kantonen eingeräumten Recht haben denn selbstverständlich alle Kantone Gebrauch gemacht und zudem die anfänglich in ziemlich bescheidener Höhe gehaltenen Steuertarife nach und nach so erheblich erhöht, dass heute verschiedene Kantone über sehr ergiebige Einnahmequellen aus Automobilsteuern verfügen. Die jeweils erfolgten Kantonen mit den sehr stark angestiegenen Ausgaben für Strassenbau und Strassenunterhalt begründet worden, eine Argumentierung, mit der sich die Motorfahrzeugbesitzer teilweise abfinden konnten, sofern die Einnahmen aus diesen Automobilsteuern ausschliesslich für den Ausbau und Unterhalt des kantonalen Strassennetzes Verwendung gefunden •haben. Es ist zwar hierzu prinzipiell zu bemerken, dass eigentlich auch die andern Strassenbenützer in entsprechendem Masse für den Strassenunterhalt herbeigezogen werden sollten, eine Forderung, welche jedoch von den kantonalen Gesetzgebern bis arihin nicht in Berücksichtigung gezogen worden ist. Ausser diesen eigentlichen Automobilsteuern verfügen jedoch die Kantone noch über andere Einnahmequellen aus dem Motorfahrzeugverkehr, wobei in erster Linie die bis anhin bestandenen Einreise- und Alpenstrassentaxen der Gebirgskantone zu nennen sind. Die Kantone Bern, Uri, Wallis, Tessin, Nidwalden, Obwalden, Glarus und Graubünden haben in den Nachkriegsjahren solche Alpenstrassentaxen eingeführt, deren Erträgnisse für den ziemlich kostspieligen Unterhalt der Gebirgsstrassen bestimmt waren. Obwohl die Automobilistenverbände wiederholt auf die gemäss unserer Bundesverfassung bestehende Unzulässigkeit dieser Gebühren aufmerksam gemacht und gegen deren Erhebung Protest eingelegt hatten, konnten sich die in Betracht fallenden Kantone nicht dazu verstehen, diese Gebühren abzuschaffen, da es sich, wie z. B. im Kanton Uri, nach und nach um eine sehr ergiebige Einnahmequelle handelt, die im letztgenannten Kanton 1927 28 % der gesamten Staatseinnahmen ausmachte. Durch den Bundesbeschluss über die Verteilung des Anteiles der Kantone am Benzinzoll vom 21. September 1928 hat nun diese Frage insofern eine die Motorfahrzeugbesitzer befriedigende Abklärung gefunden, als Artikel 4 des genannten Bundesbeschlusses ausdrücklich bestimmt, dass für diejenigen Kantone, die ihren Steuererhöhungen sind von denAnteil an Benzinzollviertel beziehen wollen, SLJJLJLILJL Rekordfieber. Ein Sportroman von Alfred Nauck. (1. Fortsetzung) und j&ufloBTBobnl :^J kantonale Durchgangsgebühren nicht mehr zulässig sind. Damit werden diese kantonalen Sondertaxen mit Anfang 1929 vollständig in Wegfall kommen. Ausser den eigentlichen Automobilsteuern und den vorgenannten Einreise- resp. Alpenstrassentaxen kommen als weitere Einnahmen für die Kantone aus dem Motorfahrzeugverkehr noch in Betracht die Schreibgebühren für die Ausstellung der Verkehrs- und Fahrbewilligung, für die Ausfertigung des internationalen Fahrausweises, die Gebühren für die Absolvierung der Fahrprüfung, die Abnahme der neu in den Verkehr kommenden Fahrzeuge und — last but not least — die Einnahmen der Kantone, resp. der Gemeinden und Bezirke aus den Automobilbussen. Leider besteht keine eidgenössische Statistik über diese verschiedenen Einnahmequellen der Kantone aus dem Motorfahrzeugverk