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E_1928_Zeitung_Nr.102

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n Achetez avec facilites de payement ('automobile que vous aösirez quene qu en soit la marqje par t'intermediaire de ['Union Bancaire Industrielle et Commerciale Tel. Stand 35 60 G6I16V6 1, Rue du Rhone Banque spteiale de crddit pour transactions automobiles. Conditians uniques als und Eine neue Karosserieart erlaubt das Verstellen eines geschlossenen Fünfpläfzers innert 5 Hinuten in einen Zweiplätzer mit auseiaiügem Gepäckraum und umgekehrt. Der Wagen hat zwei seitliche und eine hintere Türe; die Reservefelge sitzt in einer Mulde des vorderen Kotflügels. Durch die Hintertüre können diedrei Rückwandsitze herausgehoben und eine Holzverschalung eingesetzt werden, in deren lichtem Räume von 105 cm Länge, 105 cm Breite und 90 cm Höhe die Gepäckstücke Platz finden. Dieser Wagen ist nicht nur sehr praktisch, sondern seine äussere Form behält die Eleganz der Essex-Conduite-Interieure. Jeder Reisende weiss, ein schönes Auto kann ihm zu noch besserer Wirkung verhelfen, als ein gutsitzender Anzug. RASF /er - ZÜRICH - BERN und die Vertreter in allen Kantonen. Nous vendons jusqu'ä epuisement du Stock toutes nos ä prix tres reduits Francillon & Cie. S, A., Lausanne 5, Rue St. Frangois AUTOMOBIL-REVUe Zur Luzerner Neuregelung des Verkehrs. In Bälde wird der neue Gesetzesentwurf des luzernischen Regierungsrates über die Neuregelung des Verkehrs vom Grossen Rat beraten werden. Im Vergleich zu andern kantonalen Verkehrsdekreten bedeutet die luzernische Neuregelung, wie wir dies in der A.-R. bereits vermerkt haben, in bezug auf verschiedene Punkte einen unbedingten Fortschritt. Besonders erwähnen möchten wir nochmals, dass die luzernische Regierung von einem allgemeinen Nachtfahrverbot für alle Automobile und Motorlastwagen abgesehen hat. Ein solches Nachtfahrverbot ist einzig für die Motorräder während der Monate Mai bis November von 23 bis 5 Uhr und während des Monates Dezember von 22 bis 6 Uhr vorgesehen. Wir zweifeln nicht daran, dass dieser Passus des Gesetzes im Grossen Rat noch zu prinzipiellen Auseinandersetzungen führen wird. Besser wäre es gewesen, wenn die luzernische Regierung ganz allgemein von einem Nachtfahrverbot abgesehen hätte, denn ein solches ist im Augenblick, da durch das Fortschreiten der Technik Motorräder gebaut werden können, welche die Nachtruhe keinenfalls über Gebühr stören, auch für diese Kategorie' der Motorfahrzeuge nicht mehr am Platze. Der Kanton Luzern könnte sich punkto neuzeitlicher Verkehrsregelung im Hinblick auf die kommende eidgenössische Gesetzgebung geradezu ein Verdienst erwerben, wenn er auch diese einschränkende Bestimmung fallen Hesse. Auch die Besitzer von Motorrädern haben schliesslich das gleiche Recht wie die übrigen Motorfahrzeugbesitzer. Die Statistiken zeigen uns zur Genüge, dass je länger je mehr das Motorrad für den kleinen Mann zum unentbehrlichen Verkehrs- ind Wirtschaftsobjekt wird. Es wäre unserer Ansicht nach nicht recht und verkehrstechnisch grundverkehrt, wenn durch einschränkende Bestimmungen eines einseitigen Nachtfahrverbotes das Aufkommen der Motorräder verhindert werden sollte. Im Interesse einer gerechten Gesetzgebung und im besonderen Interesse der vielen kleinen Handwerksleute und Gewrbetreibenden, die heutzutage mit dem Motorrad und Beiwagen ihrer schweren Arbeit nachgehen müssen, ist zu erwarten, dass in der grossrätlichen Beratung § 20, der sich über das Nachtfahrverbot ausspricht, gänzlich fallen gelassen wird. Allerdings sieht Absatz 3 des genannten Paragraphen vor, dass Motorfahrrädern und andern lärmenden Motorfahrzeugen vom Militär- und Polizeidepartemente der unbehinderte Nachtverkehr bewilligt werden kann, sofern der Beweis erbracht werde, dass durch eine zweckentsprechende Schalldämpfungsvorrichtung die Störung der Nachtruhe verhindert wird. Auch aus dieser Bestimmung geht eine gewisse Bereitwilligkeit der Luzerner Regierung, den Motorradfahrern ntgegenzukommen, hervor. Besser wäre aber doch, den Paragraphen 20 in seiner jetzigen Fassung fallen zu lassen, das Nachtfahrverbot ganz allgemein aufzuheben, dafür ähnich wie der Kanton Thurgau allen Motorahrzeugen ganz einfach einen wirksamen Schalldämpfer vorzuschreiben. t. Das büiidnerisclie Strassenprogramin 1929 iegt im Rohbau vor, soll aber erst in dsr "rühjahrssession des Grossen Rates bereinigt werden. Herr Nationalrat Raschein, der sich mit der Rekonstruktion der bündnerison :n Strassen eingehend befasst, gab bezüglich des nächstjährigen Strassenprogramms folgende Erklärung ab : Anlass zur Vorlage betr. Vermehrung dsr ngenieurstellen gab das Programm für die Rekonstruktion unserer Strassen und : bre Anpassung an den neuen Verkehr. Das Proramm sieht eine Ausgabe von vier Millionen vor, die auf fünf Jahre verteilt werden, fc*d zwar : a) Korrektionen von Strassenbestandteilen Fr. 956 830.— b) Ausbau d. Strassenfahrbahn 1. Ausserordentliche Bekiesung » 180 500.— 2. Oberflächenbehandlung I. ohne Kieseinwalzung » 405470.— II. mit Kieseinwalzung » 1430900.— 3. Innenbehandlung nach verschiedenen Systemen » 770059.— 4. Pflasterung zu Lasten des Kantons » 380500.— Total Fr. 4 124 250.— Da von dieser Summe 1470 101 Fr. innerorts verwendet werden, müssen die Gemeinden ca. 50 Prozent oder rund 700 000 Fr. selber aufbringen; weitere 700 000 Fr. sind 02- reits vorhanden als Beiträge an die Alpentrassen und als Anteil aus dem Benzinzoll. Der Kanton muss dabei noch 2,6 Millionen aufbringen in den fünf Jahren, die iür die Ausführung in Aussicht genommen worden sind. :-: Automobilist und Fiskus in Solothurn-Während 1917 das Total der von den Automobübesitzern eingezogenen Steuern 50.000 Franken betrug, belief sich der Steuerertrag aus der Automobiisteuer im Jahre 1927 — also zehn Jahre später — bereits auf die Summe von 564 000 Franken. Der Abschluss dieses Jahres wird zeigen, dass damit das Maximum noch nicht erreicht worden ist. :-: Minister für Sport. Frankreich hat als erstes Land ein Ministerium für Sport geschaffen und Henry Pate zum «Sport-Minister», gewählt. v. Zu einer Arbeitsgemeinschaft haben sich in Deutschland der Touring-Club und der deutsche Automobil-Club zusammengeschlossen. Der deutsche Touring-Club? übrigens die älteste Automobil - Organisation in Deutschland, führt im Gegensatz zum A. v. D. und A. D. A. C, eine neutrale Clubflagge, seine Loyalität gegenüber der heutigen Staatsform damit zum Ausdruck bringend. Ein neuer Zvvölistunden-Rekord. Der italienische Rennfahrer Cierici hat auf Salmson 1100 cctn den bestehenden Zwölfstunden- Rekord dieser Klasse um ca. vier Kilometer überboten. Er erreichte ein Stundenmittel von 122,8 km für die zwölf Stunden lange Prüfung. v. Ein Rennfahrer-Stücklein. Der französisch© Rennfahrer Senechal legte dieser Tage auf einem Bugatti-Kompressor die Strecke Paris- Nizza-Paris im direkten Gang zurück, ohne ein einziges Mal die Uebersetzung zu wechseln. V. ! Die amerikanische Meisterschatt. Die American Automobil Association hat dieser Tage die Resultate des amerikanischen Automobilchampionats offiziell proklamiert. Der s'eU sterschaftstitel 1928 wurde dem Rennfahrer Louis Meyer verliehen, welcher unter anderm aus dem Grossen Preis von Indianapolis siegreich hervorging. Ray Keech, der Inhaber des Weltrekordtitels im Schnelligkeitswettbewerb steht im zweiten Rang. Dritter ist Louis Moore. v. . Das Volkhart-Raketenauto, dessen erster Start auf der durch die Schutzpolizei scharf abgesperrten Strecke unter Ausschluss 1er Oeffentlichkeit wir bereits gemeldet haben, wurde, nachdem der erste Versuch die Sicherheit der Konstruktion erwiesen hatte, an Sonntag nachmittag durch den Konstrukteur auf der Avus öffentlich vorgeführt. Der Wagen ging zweimal von Start und erreichte eine Geschwindigkeit von 88 km. Der Versuch verlief befriedigend. v. Die Sahara als Rennpiste ungeeignet. Wie erinnerlich, hat der englische Meisterschaftsfahrer Capitaine Malcolm Campbell mit einem KJeinflugzeug die Wüste Sahara rekognosziert, um sich nach einem geeigneten Platz für weitere Weltrekordversuche umzusehen. Der ihm von einem Afrikareisenden angegebene Wüstenstrich ist tatsächlich topfeben, jedoch von einer ganzen Decke verwitterten Gesteins überzogen, welches die Pneus stark gefährden müsste. Da die Entfernung des Materials, das die Form von scharfkantigem, grobkörnigem Kiesel hat, vie: zu umständlich und kostspielig wäre und die Verproviantierung des Personals mitten in der Wüste komplizierte Vorbereitungen benötigen würde, hat Campbell vorläufig darauf verzichtet, seine Versuche nach Afrika zu verlegen, z. , Die österreichische Autoindustrie und ihre Haltung bezügl. der Rennen. Der Verband der österreichischen Automobilindustriellen, hat dem Oesterreichischen Automobil-Club bekanntgegeben, dass von den Mitgliedern beschlossen worden sei, im kommenden Jahre nicht an Geschwindigkeitsrennen teilzunehmen. Der Beschluss wird damit begründet, die einheimische Automobilindustrie werde zufolge der scharfen in- und ausländischen Konkurrenz schon so beansprucht, dass sie gezwungen sei, die mit der Teilnahme an Rennen verbundenen Störungen im normalen Geschäftsbetrieb und auch die sehr erheblichen Kosten zu vermeiden. Aus gut unterrichteten Sportkreisen wird dieser Erklärung keine allzugrosse Bedeutung beigemessen. Vor allem verzichten die Fabriken ja nur auf die Geschwindigkeitsrennen, während von den immer mehr zunehmenden Zuverlässigkeits- und Dauerfahrten nicht die Rede ist. Es kann daher mit Sicherheit angenommen werden, dass sich die verschiedenen Marken an bedeutenden Anlässen wie der Alpenfahrt werden vertreten lassen. Zudem kann auf eine recht erfreuliche diesjährige Sportsaison zurückgeblickt werden, obwohl nur bei einer einzigen Konkurrenz, dem Semmeringrennen, Nennungen vorlagen. Diese betrafen übrigens nur eine einzige Fabrik, so dass praktisch schon dieses Jahr von einer absoluten Passivität der Fabriken gesprochen werden kann. Eine Reihe prominenter Privatfahrer, wie von Stuck, von Zsolnay. Kinsky, u. a. m. haben durch ihre rege Teilnahme an den Veranstaltungen dafür gesorgt, dass die verschiedenen Marken — wenn auch nicht offiziell — vertreten waren und man rechnet deshalb bestimmt damit, dass der obige Beschluss die kommende Saison ebensowenig beeinträchtigen wird

AUTOMOmL-RrTVUE wie es dieses Jahr der Fall war. Deshalb will die Sportkommission des Automobil-Club auch von einer Einschränkung des vorgesehenen Sportprogrammes vollständig absehen, z. Die Geschichte des Weltrekords. In der letzten Zeit mehren sich die Sensationsnachrichten über den bevorstehenden Angriff auf den gegenwärtig vom Amerikaner Ray Keech gehaltenen Oeschwindigkeitsvv^ltrekord für Automobile durch die beiden tollkühnen und bereits verschiedentlich erfolgreichen Engländer Major Segrave und Captain Campbell in einer Weise, dass es von». allgemeinem Interesse sein dürfte, eine Jhrojiik der bisherigen Weltrekorde zu veröffentlichen : 1398: Marquis de Chasseloup-Laubat, Franzose, auf Eluktrowagen Jeantaud, erreicht 68,137 km. 1899: Jenatzky, Belgier, auf Elektrowagen Jenatzky, erreicht 105.904 km. 1902: berpoJJiH, Franzose, auf Serpollet, erreicht 120,771 km. 1SG2: Vanderbilt, Amerikaner, auf Mors, erreicht 122,771 km. 1903: Duray, Franzose, auf Gobron. erreicht 135,494 km. 1904: Rigolly, Franzose, auf Gobron, erreicht 152.500 km 1904: Baron de Caters, Belgier, auf Mercedes, erreicht 156,491 km. 1904: Baras, Franzose, auf Darracq, erreicht 168,189 km 1606: Mariott, Amerikaner, auf Stanley, erreicht 195,525 km. 1909: Hemery, Franzose, auf Benz, erreicht 202,655 km. 1922: Lee Guiness, Engländer, auf Sunbeain, erreicht 215,075 km. 1923: Eldridge, Engländer, auf Fiat, erreicht 217,177 km. 1923: Campbell. Engländer, auf Sunbeam, erreicht 235,074 km. 1924: Campbell, Engländer auf Sunbeam, erreicht 242.733 km. 192G: Segrave, Engländer, auf Sunbeam, erreicht 271,291 km. 192S: Thomas, Amerikaner, auf Higham, erreicht 275,283 km. 1927: Campbell, Engländer, auf Napier, erreicht 281,380 km. 1927: Segrave, Engländer, auf Sunbeam, erreicht 326,487 km. 1928: Campbell, Engländer, auf Napier, erreicht 332,992 km. 1928: Ray Keech, Amerikaner, auf White mit drei Liberty-Motoren, erreicht 335,400 km. v. Aus •£«E>5 Genfer Salon. Die Anmeldefrist für den Genfer Salon 1929 ist.Freitag den 30. November abgelaufen. Zur Stunde kann über die Zahl und Zulassung der Aussteller noch nichts Definitives ausgesagt werden. Das Komitee wird Ende der nächsten Woche zusammentreten, um die authentischen Zahlen bekanntgeben zu können. Sicher ist, dass die Zahl der Einschreibungen diejenige des letzten Jahres am gleichen Zeitpunkt bedeutend übersteigt. Die Frist für den ausgeschriebenen Plakatwettbewerb erlischt am 20. Dezember. Unmittelbar darauf werden die Ergebnisse dts Wettbewerbes in einer besonderen Auss'ellung dem Publikum zur Besichtigung freigegeben. Bekanntlich ist die Beteiligung an diesem Wettbewerb äusserst gross. Die Ausstellung findet möglicherweise in der Halle des Salons statt. v. Das Bureau Permanent International des Coiistructeurs d'Automubiles tagte letzten Freitag in Paris unter Forsitz von Baron Petiet. Das Bureau beschloss, für 1929 einen Ka- !ender der in den verschiedenen Ländern autorisierten Ausstellungen herauszugeben. Des weiteren sprach man sich zugunsten einer Vereinheitlichung der Zulassungsbedingungen für diese Ausstellungen aus. Der nächste Automobilwelikongress wurde auf das Frühjahr 1930, und zwar in Paris, angesetzt. Das Propaganda-Komitee des Bureau Permanent berichtete über seine Umfrage betreffend die Strassenverhältnisse in Europa, den französischen und britischen Kolonien, Australien und den Vereinigten Staaten. :—: rrj sinken Das Nutzfahrzeug in Polen. In Polen entstand in den Nachkriegsjahren infolge Pferdemangels ein starker Bedarf nach Traktoren und Lastautomobilen. Zur Hauptsache wird dieser Bedarf nun durch die einheimische Fabrik «Ursus» gedeckt, die jährlich 500 Lastwagen allein an die Armee liefert. Das marktgängigste Produkt von « Ursus » ist ein Zweitonnen-Lastwagen, wobei ferner ein grösseres Dreiachsfahrzeug fabriziert wird. Gegenwärtig plant man den Bau eines dem Land angepassten Traktors, da sich die in den Nachkriegsjahren eingeführten ausländischen Traktoren nicht geeignet haben sollen. «Ursus» gedenkt nach Beendigung der Studien jährlich 200 Traktoren herauszubringen. Von der Hochbrücke Baden—Siggenihal. Auf 4eine Anfrage des Gemeinderates Obersiggentha] antwortete der Gemeinjerat Baden, da^s die mit eisernen Aufgaben stark belastete Gemeinde Baden auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein würde, sich am Bau einer Hochbrücke zwischen Badan und Siggenthal finanziell zu beteiligen. —ey. Verlängerung der Stationierungszeit in St. Gallen. Die Multergass-Gesellschaft teilt mit, dass durch weitgehendes Entgegenkommen der Polizeiverwaltung das Stationieren der Automobile vor den Geschäften in der Multergasse bis zu zwanzig Minuten gestattet ist. Dadurch ist der frühere Beschluss, welcher nur fünf Minuten erlaubte, aufgehoben. Automobilsirasse Mailand-Turin. Zum Präsidenten der kürzlich gegründeten Aktiengesellschaft für den Bau und den Betrieb der geplanten Autostrasse ist Senator Agnelli, der Verwa'tungsdelegierte der Fiatwerke, gewählt worden. :—: Die letzte Pferdepost im Bezirk Brugg. das auf der Roule Station Effingen—Bozen verkehrende Einspännerpöstlein. muss nun auch dem modernen Automobil weichen Dieser Kurs ist von der Kreispo^tdirektion zur freien Bewerbung ausgeschrieben worden. Im ganzen Kanton Aargau bestehen nun nur noch vier Pferdepostkurse. während die Zahl der Postautokurse auf 29, mit dem neuen Postautokurs im Bezirk Brugg auf 30 angestiegen ist. -ey. A. C.S.. SEKTION THURGAU. Herrenabend vom 1. Dezember. Der per Zirkular und Extra- Programm angekündigte Herrenabend hielt bedeütendermassen mehr, als was er versprach. Ein komplett gefüllter * Kronen »-Saal in Weinfelden, eine pikante, automobilistische Tischdekoration schufen gleich zu Anfang ein flottes Bild und die prächtigste Stimmung. Die kurze Begrüssung seitens der Sportkommission und des Präsidiums waren schon auf diese Stimmung eingestellt. Als Gäste erschienen der Präsident der Sektion Zug, Herr Siegenthaler, und der bekannte Bugatti-Rennfahrer Herr Dr. Strittmatter. Die beiden Herren wurden herzlich willkommen geheissen mit dem aufrichtigen Wunsche, einmal unter den Kollegen im Thurgau aparte Stunden zu verleben. Die übrigen eingeladenen Sektionen entschuldigten ihre Abwesenheit. Der Abend war eingestellt auf ein buntes Durcheinander, und er hat es auch bewiesen va ungezwungener, urwüchsiger Reihenfolge. Was man zu sehen und zu hören bekam, war richtige Ko.^t Humoristische Gesangsvorträge des Quartetts « Freundschaft» wechselten ab mit Soloeinlagen, wobei man sich tatsächlich im Münchener Hofbräu oder im Katzerl glaubte. Als erste Attraktion figurierte eine Filmvorführung unseres Herrn Präsidenten, welcher einen neuen Beweis seiner Vielseitigkeit erbrachte, nicht bloss als Steuermann, sondern als trefflicher Regisseur und Operateur stellte er sich uns vor. Die Bilder auf der Leinwand brachten Szenen aus dem Clubleben in- und ausserhalb der Sektion. Herrliche Bilder, lustige Episoden, lauter bekannte Gesichter schufen eine Stimmung und ein familiäres Leben, wie es besser nicht sein konnte. Solche Nummern sind schwer in Worte zu kleiden, man muss sie gesehen haben. Es sei uns deshalb die bescheidene Bitte gestattet an unsern verehrten Herrn Präsidenten, auf diesem Gebiete noch ein mehreres zu tun. Die Hauptattraktion bildete das Auftreten des Herrn Beckerelli aus St. Gallen. Was uns dieser Herr in moderner Salonmagie, Kartenkünsten, Gedankenlesen etc. auftischte, setzte auch dio verwöhntesten Mitglieder direkt in Staunen. Um die Dämmerstunde herum wurde eine Ueberraschung angekündigt, welche sogar bis 5 Minuten vor Anfang dem Vorstande vorenthalten blieb. Angekündigt wurde ein Tanzpaar aus Zürich in ihren neuesten Tanzschöpfung-en. Die Bühne in Schwarz, vervollständigt durch wundervolle Lichteffekte, führten diese beiden Damen Schöpfungen der Tanzkunst vor, welche sämtliche Teilnehmer in Staunen versetztet, und als das Präsidium am Schlüsse die Aufklärung zu diesem mysteriösen Kommen gab, wonach sich eine Dame als Thurgauerin entpuppte während die andere als Tochter des Präsidenten der Sektion Bern, Herrn Dr. Mende, verkündet wurde, erreichte der Applaus den Höhepunkt Durch Ueberreichung von Blumensträussen kam die Dankbarkeil der Zuschauer zum Ausdruck. Bis zum Morgengrauen unterhielt Herr Prof. Beckerelli in kleinen Zirkeln die Gäste, wobei selbstverständlich jede eingegangene Wette verloren ging, dafür aber um so grösseren Humor pflanzte Der "Abend mit dem unerwarteten, überraschend grossen Besuch hat deutlich gezeigt, dass ein solcher Herrenabend wenigstens einmal im Jahre ein wirkliches Bedürfnis ist, und es wurde anfangs der Wunsch ausgesprochen, es möchte diese Veranstaltung regelmässig auf das Jahresprogramm gesetzt werden. Diese Veranstaltung hat uns weitere Sympathien gebracht, die um so schätzenswerter sind, weil dadurch am besten Gelegenheit geboten ist, den kameradschaftlichen Geist auch Ln dieser Form zu pflegen. Speziellen Dank gebührt den beiden Vorstandsmitgliedern aus We.iufelden für das treffliche Arrangement und dem Hotelier, Herrn W Seger, zur Krone, für das vorzügliche Nachtessen. S. K. T. C. S, Die Generalversammlung der Sektion Graubünden des T. C. S. hat am 2. Dezember um 13 Uhr im Hotel « Drei Könige » in Chur stattgefunden Nach einer eingehenden Orientierung durch den Präsidenten über di« Geschäftsführung wurde die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt Protokoll und Rechnungsbericht wurden genehmigt Es wurde festgestellt, dass letztes Jahr die Sektion 64 und jetzt über 200 Mitglieder zählt. Der Jahresbeitrag wurde auf gleiche Höhe wie letztes Jahr, nämlich auf Fr 8.—. belassen. Ferner wurde der wichtige Beschluss gefasst, die Statuten zu revidieren und den Vorstand, den Verhältnissen entsprechend, zu erweitern, die Tourenkommission aufzuheben und dafür einen technischen Ausschuss au