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E_1928_Zeitung_Nr.103

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AliSLANII Eine weitere

AliSLANII Eine weitere Fordfabrik in England. Die -gebühren zu erleichtern! z. Bezirksbehörden der Grafschaft tssex wurden durch H. Ford informiert, dass er be-fahrzeuge in Ungarn. Der Oe. T. C. macht Aufenthaltsgebühren für ausländische Kraftschlossen habe in ihrem Gebiet eine weitere Fabrik zu errichten, die ungefähr 15 000 Arbeiter beschäftigen wird. Die Kosten des Baues und der gesamten maschinellen Einrichtungen seien auf 5 Millionen Pfund Sterling angesetzt. (Vergleiche diesbezügliche Notiz in Nr. 98 der A.-R.) Ein Denkmal für Gustav Braunbeck. öie zahlreichen Freunde des vor wenigen Monaten verstorbenen deutschen Grossverlegers und Automobilpioniers Gustav Braunbeck hatten, wie wir bereits berichteten, den Entschluss gefasst, dem Dahingeschiedenen einen Gedenkstein zu errichten. Vor einigen Tagen ist nun unter grosser Beteiligung der auf der bekannten Avus-Strasse beim Kilometerstein 10,1 die mehr als lebemsgrosse Marmorbüste G. Braunbecks enthüllt worden. In einer schlichten und eindrucksvollen Feier übergab der Vorsitzende des von dem Verstorbenen gegründeten Schnauferl-Club dem Direktor der Avus das prächtige Denkmal, z. Starke Nachfrage nach Automobilen in Ben- Amerikanische Spezialbedienung für Auto-galenmobilistennenautomobilen hat namentlich seit Beginn Die bengalische Einfuhr von Perso- Die weitgehende Benützung des Automobils des laufenden Jahres einen ganz gewaltigen durch die amerikanischen Geschäftsleute für Aufschwung genommen, eine Tatsache, welcher seitens unserer Exportindustrie weit die Erledigung ihrer Transaktionen und durch die Damenwelt bei ihren Einkäufen haben führende Firmen der verschiedensten Die endgültigen offiziellen Ziffern für das mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Branchen veranlasst, ihren automobilfahrenden Kunden besonders entgegenzukommen. noch nicht fest, doch ist bereits bekannt ge- unlängst verflossene Finanzjahr stehen zwar So wurde beispielsweise von einer Bank im worden, dass der Anteil der amerikanischen Staate Indiana ein besonderer Hof abgelegt, Lieferungen gegenüber dem vorhergehenden um welchen eine Rampe läuft, die in Fensterhöhe eine Anzahl Schalter aufweist. Der hat, während der Import aus England, dem Jahre eine Zunahme um 44 Prozent erfahren Automobilist fährt an einen Schalter, klingelt zweiten Grossimporteur, eine Steigerung um dem betreffenden Beamten und übergibt diesem seinen Check oder sonstigen Aufträge, die Verschiffungen aus Kanada und Italien, 42 Prozent zu verzeichnen hat. Dagegen sind deren Erledigung er im Wagen sitzend abwarten kann. In Lebensmittel- und Haushal- weniger erheblich zurückgegangen, welcher den weiteren Hauptlieferanten, mehr oder tungsgeschäften, welche hauptsächlich Landkundschaft zu bedienen haben, sind ebenfalls ropäischen Marken abgespielt hat. Vorgang sich zugunsten einiger anderen eu- derartige Höfe mit Vorfahrrampen erstellt Auch der Bedarf des Landes an Automobilomnibussen gibt eine stark anziehende worden. Die einkaufenden Frauen können auf diese Weise ebenfalls quasi bis an denTendenz zu erkennen. Die weitaus vornehm- Ladentisch heranfahren und sich mit den gewünschten Artikeln versehen, ohne auch nnr den Führersitz im Auto zu verlassen. Vielleicht imitieren die kantonalen Kassen in der fecnweiz das System, um den Automobilisten das Zahlen der Automobilsteuern und neuerlich darauf aufmerksam, dass ab 1. Januar 1928 in Ungarn eiue Automobilsteuer eingeführt wurde, welche sich auch auf fremde Automobile bezieht, sofern dieselben länger als einen Monat in Ungarn Aufenthalt nehmen. Die ersten 30" Tage sind steuerfrei, dagegen wird für jeden weiteren begonnenen Monat pro Kraftwagen eine Gebühr von Pengö 20.— eingehoben. Diese Steuer wird beim Verlassen Ungarns durch die Grenzzollämter eingefordert. Es ist daher unbedingt nötig, dass bei jedem Grenzübertritt auch die erforderliche Bestätigung auf den Triptyks seitens der ungarischen Grenzzollämter ordnungsgemäss vermerkt wird, da sonst bei einer späteren Regelung des Passierscheines auf Grund einer konsularischen Aufenthaltsbescheinigung, sofern das Konsulat nicht gleichzeitig bestätigen kann, wann und wo der betreffende Kraftwagen die ungarische Grenze überschritten hat, die Automobilsteuer für den gesamten Zeitraum zu entrichten wäre. s. C. Jules Megevet, Genf Automobil-Zubehör- u. Mechan.-Teile Bienenkorb-Kühler, Hauben u. Haubenhalter, Laternen, Benzinheber, Hahnen, Bolzen, Gergovia-Winden, Cicca-Hupen, O. S. - Zähler, Uhren, Benzinmesser, Kühlerdecken, Schmierung Stat FELDC-Motoren, 3—24 HP. Bootsmotoren. Schiffsschrauben CENTRAL-GARAGE Unt.Graben21 | j l t (j/l. Ll L# fcf III Telephon 3200 RITZI 6 WAGNEB Jeder Automobilist wünscht eine Einstellgelegenheit, wo sein Wagen in |eder Beziehung sachkundig und gut autgehoben ist. Besuchen Sie die Central-Garage. Sie werden befriedigt sein und gerne wiederkommen. — Unsere modernsten Einrichtungen für Benzin - Service, Wagenreinigung (neueste amenkan. Wagen-Waschvorrichtung) bieten ihnen Gewähr für prompte und zuverlässige Bedienung Platz für 180 Wagen. — Tag- und Nachtbetrieb. Grosse Reparafur-Werkstäffe. — Zivile Preise. Eigene Benzin-lankanlage mit 65,000 Ldter Fassungsraum. AUTOMOBIL-REVUE — 1ST0 103 ste Bezugsquelle für Omnibusse wie Lastwagen und Traktore sind nach wie vor die Vereinigten Staaten, die ihre Lieferungen von 950 auf- 1491 Stück haben heraufsetzen können; England als zweiter Lieferant hat sei-Fortschritnen Anteil ebenfalls erhöhen können, und fung besserer Verbindungsmöglichkeiten des ganzen Landes durch Schaf- zwar von 127 auf 151 Fahrzeuge. -w- zwischen den landwirtschaftlichen und bergwerklichen Produktionszentren und den Einreise von Automobilisten in Holland. städtischen Verbrauchsmittelpunkten und Der Holländische Automobil-Club gibt bekannt, dass die offiziellen Oeffnungszeiten der Mit der fortschreitenden Verwirklichung! Häfen ausserordentlich viel beitragen wird. holländischen Grenzzollämter wie folgt neu dieses Riesenprojektes wird ein gewaltiger festgelegt worden sind: Aufschwung des Automobilismus in den nächsten Jahren Hand in Hand gehen, der sich, Die Zollämter an der holländisch-belgischen Grenze haben die nämlichen Bureauzeiten wie insbesondere auf dem Markt für Omnibusse die belgischen Zollämter. und Lastwagen auswirken wird. Gegenwärtig sind in ganz Griechenland erst rund 17,000 An der holländisch-deutschen Grenze sind die holländischen Zollämter ebensolang dem Kraftfahrzeuge registriert, wovon zurzeit Verkehr geöffnet wie die deutschen. Es sind wahrscheinlich kaum 15,000 Wagen Im Verkehr sein dürften. Hiervon entfallen gegen- drei Kategorien von Grenzzollämtern vorgesehen, deren reglementarische Dienstzeiten wärtig auf die Hauptstadt allein ungefähr die folgenden sind: 3000 Mietdroschken. Die Mehrzahl der in Bureaus von Glanerbrugge, Barberik, Keulsche Barriere und Vaals: Tag und Nacht ge- amerikanische Fabrikate, und zwar in der Griechenland laufenden Kraftfahrzeuge sind öffnet. Hauptsache Marken in der billigen Preislage. Bureaus von Gendringen, s'Heerenberg, Beek (Ubergen), Kerkrade und Locht: im Winter von 7.30 bis 21.30 Uhr, im Sommer von 6.30 bis 23.00 Uhr. Alle übrigen Grenzzollämter sind im Winter von 7.30 bis 11.30 und von 12.30 bis 17.00 Uhr geöffnet, im Sommer von 6.30 bis 11.30 und von 13.30 bis 19.30 Uhr. Die Zollbureaus dieser drei Kategorien sind an Sonn- und Werktagen während den genannten Zeiten geöffnet, und zwar für die Abfertigung der Zollpapiere der Automobilisten, zur Erhebung der Aufenthaltssteuer und für die Zolldeklaration von Gegenständen, deren Wert Fl. 25 und deren Zollbetrag Fl. 2 nicht übersteigt. Sie fertigen auch Automobilisten ab, die nicht mit Triptyks oder Grenzpassierscheinheften ausgerüstet sind. Die obgenannte Winterzeit geht vom 1. November bis 28. Februar, die Sommerzeit vom 1. März bis Ende Oktober. s. Griechenland — ein aussichtsreicher Automobilmarkt Die Aufnahmefähigkeit des griechischen Marktes für Kraftfahrzeuge aller Art verspricht in nächster Zukunft eine beträchtliche Steigerung zu erfahren. Der gegenwärtige Umfang des dortigen Automoibilstrassennetzes beläuft sich auf über 10,000 Kilometer. Ein ganz bedeutender Ausbau dieses Netzes steht nun kurz bevor, nachdem die Regierung mit einer griechischen Firma unlängst einen Kontrakt geschlossen hat, der Ausgaben in der Höhe von nicht weniger als sechs Millionen Pfund Sterling für die Erweiterung des Kraftfahrzeugstrassennetzes vorsieht, welches Projekt zum ökonomischen 1 BERNA Dreiseiten - Motorkippwagen, 5 Tonnen Nutzlast. Modell GC. fabrikrevidiert mit Garantie, kann vorteilhaft, ev auch mit Arfceitsvertrag, abgegeben werden Anfragen erbeten ant Chiffre 10650 -m die Automobil-Revue, Bern. TALBOT Conduito inter. 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ZÜRICH Kreuzbiinlstrasse 1 Hottingen 88.62 Nach den nunmehr zur Verfügung stehenden, amtlicherseits veröffentlichten Ziffern sind im verflossenen Jahre insgesamt 2271 Automobile aus dem Auslande bezogen worden, wovon ungefähr der zehnte Teil sich, aus Lastwagen zusammensetzt. Der weitaus beliebteste Typ unter den Personenwagen ist der fünfsitzige offene Tourenwagen. Auch die Wagen dieser Gattung sind vorwiegend amerikanischer Provenienz. Von den Wagen europäischer Herkunft spielen die französischen, italienischen, deutschen und österreichischen Marken noch die grösste Rolle. Die englischen Wagen sind weit weniger beliebt* dafür aber ist der grösste Teil der in Griechenland im Verkehr befindlichen Motorräder englischer Erzeugung. Das Gros der griechischen Nachfrage nach Lastwagen konzentriert sieb auf den Ein- bis Anderthalb« tonnenwagen. -iw- Zum Neubau der Rheinbrücke zwischen RücTTTngen und Flaach nahm in einer seiner letzten Sitzungen auch der Grosse Rat von Schaffhausen Stellung. Bekanntlich musste diese Brücke für Lastfuhrwerke von über 4 Tonnen gesperrt werden und während den Kriegszeiten wurde, als Notbehelf, die Fahrbahn verengt. Die Kantone Zürich und Schaffhausen einigten sich später auf einen vollständigen, Umbau der Brücke. Die neue Fahrbahn ist 4% m breit, dazu kommt ein Trottoir von 1 m. Wird beim Umbau die Brücke gesperrt, so belaufen sich die Kosten auf 216 000 Fr., im andern Faü auf 226 000 Fr. Der Modus, wonach Schaffhausen 25% zu tragen hat, soll beibehalten werden. Von der Kommission wurde ein Kredit von 54 000 Fr. beantragt, der vom Grossen. Rat bewilligt wurde. —ey. Schneeketten sind leicht und schnell montiert. Verlangen Sie die neu« Preisliste« R. M. ROTH In allen Garagen erhältlich. BERN Monbijoosirasse 22 Bollwerk 10.80 NEUANFERTIOUNG VON KVJtOSSIvKMN Autobrücken, Lieferungsbrücken Geschäfts - Fourgons tür jeden Bedarf WEED Reparaturen und Umämlermigen Alfred Hüimi 8 Ullrich 8 Tel.Laminat2177

fJ« TOS - 1928 UNSERE UNTERHALTUNGSSEITE TEMPO, TEMPO . . .! Wer hat das Wort von der «nervenzerstörenden Hast der Grossstadt» erfunden ? Wer paradiert täglich mit seinem Respekt vor dem Tempo der Zeit, womit zugleich ein kleines Almosen des Mitleids für die Opfer dkses Tempos gefordert wird? Gewiss nicht der Mann im Auto. Demi er eilt auch bei der grössten Eile nicht. Sein Wagen eilt für ihn. Er selber hat Zeit, die letzte Minute des Schlafs, die Stunde vor der Abfahrt auszukosten. Er hat Zeit, auch wenn der Wagen rast. Der erhöhte Pulsschlag des Motors ist nicht der Pulsschlag seines Herzens. Er ist im Fond des Wagens, wie er eben noch beim Frühstückstisch gesessen ist. Er hat Müsse zu schauen, zu denken. Der Manu im Auto hastet nicht. Auch der Passagier im Tram braucht nicht zu hasten. Er ist seit der Kindheit daran gewöhnt, zur rechten Zeit an Ort und Stelle gebracht zu werden. Ehedem in die Schule, jetzt in das Bureau. Er liest, er sitzt wie daheim, die Schnelligkeit des Motors berührt ihn nicht. Die mit Mitteln des Verkehrs reichlich ausgestattete Grossstadt gibt kaum Gelegenheit zur Hast; hasten müssen die Maschinen, der Mensch kann ruhig bleiben. Das Bild von der « rasenden Hast der nervenzerstörenden Grossstadt» ist eine provinzielle Erfindung. Der Kleinstädter, mit dem Apparat des Verkehrs nicht vertraut, identifiziert sich mit den Maschinen. Er jäuft in Gedanken neben ihnen her, keucht mit ihnen um die Wette, wie das Hündchen der Landsträsse, das seine Kraft an der des Wagens zu erproben sucht. Er vergisst, dass er da- Iieirn weit mehr zu hasten gezwungen ist; ihn trägt kein Autobus, keine Bahn von einem Punkt zum andern. Ein gut eingerichteter Stadt sich aus fremdem Stoff formte, jährlich tausende Kleinstädter an sich zog, die nun, aus ihrem natürlichen Erdreich gerissen, unsicher gemacht, von ihren alten Instinkten verlassen, unter Aechzen und Stöhnen, sich den neuen Lebensbedingungen anpassen mussten. Die Grossstadt hat sich ihre eigenen Gesetze geschaffen, doch sie muss immer wieder aufs neue den Geist des Kleinstädters besiegen, der sich wehrt und für seine Entwurzelung rächt. Auf der ersten Etappe zum Grossstädter wird er ein Anbeter der Mechanik und zelebriert den Gottesdienst vor dem Tempo der Maschinen, als ob die Bewegung allein Sinn und Inhalt des Daseins wäre. Vom Tempo der Verkehrsmittel verwirrt und verjagt, meint er, das Tempo sei alles. Er schämt sich der Ruhe. Es ist nicht der Gegensatz von produktivem und unproduktivem Dasein, von tätig und untätig; lautet doch der Grundsatz der Tempoanbeter: «Lieber etwas tun als nichts.» Sie haben aber, wie von einer unsichtbaren Peitsche getrieben, das gute Gewissen zur Ruhe verloren. Und es ist ihre Rache an der Grossstadt und der Technik, dass sie beiden den Stempel ihres Geistes aufdrücken möchten : ihre innere Furcht vor Ruhe soll das Wesen der Zeit, soll ein sittliches Gebot sein. Es ist eine provinzielle Angelegenheit. Als Massenerscheinung allerdings eine Gefahr. Denn an dieser unproduktiven Hast gehen alle Formen und das Gefühl für die Form selber zugrunde. Der Beweis dafür liegt in der Plumpheit und Deutlichkeit alles Vergnügens, in der Unfähigkeit, die gewonnenen Stunden mit Freude zu geniessen. Man hätte Zeit, nimmt sie sich aber nicht für die Verbindlichkeit mit Umwegen, für den Verkehr mit Frauen und Freunden, für den Geist der Unterhaltung. Ein subalternes Gewissen hat allgemeine Geltung bekommen; man getraut sich nicht, die Freude beim wahren Namen zu nennen: «Man ist es seiner Gesundheit Verkehr macht die grosse Stadt zum Sanatorium; er wirkt nervenberuhigend. Nicht das Tempo der Maschinen erzeugt die Hast. Es erhöht die Bequemlichkeit. Es reduziert das Mass der Arbeit. Es vervielfacht die Gelegenheit zu Müsse und edlerem Müssiggang. Der wahre Geniesser des Tem- schuldig», sagt man vom Spazierengehen, man nennt es « Bedürfnis zur Erholung », wo pos weiss es. Es ist nicht allein die phy-esische Wirkung der schnellen Fahrt, die den po, Tempo — mit diesem Motto hat das der natürliche Hang zur Freude ist. Tem- Nerven wohltut, sondern auch die angenehme schlechte Gewissen des Provinzlers den Gewissheit : ich versäume nichts. Grossstädter gefangen. Die Versäumnisangst fliesst aus einer anderen Quelle. Sie ist provinziellen Ursprungs. Tempo der Maschine ist dazu da, mir's be- Es ist Zeit, darauf zu antworten: das Sie stammt aus der Kindheitszeit, da diequem zu machen. K.T. Der „Controlographe" ... das Auge des Herrn! Auto Anerkannt, bewährt gestattet Ihnen, den Gang Ihres Wagens Minute für Minute zu prüfen, indem der Apparat auf einer Tageskontrollscheibe registriert: Die Abfahrts- und Ankunftszeit für jede Fahrt; die Dauer jeder Fahrt und jeden Aufenthaltes; die während jeder Fahrzeit durchfahrene Entfernung; das Total der während des Tages abgefahrenen Kilometer; die in irgend einem Augenblick eingehaltene Geschwindigkeit. Alleinverkauf für die Schweiz: Le Controlocjraphc* S. A. s Vevey 20, RUE D'ITALIE VERTRETER FÜR ALLE KANTONE GESUCHT GUTE GARAGE IN Schöne, belle, geheizte Räume. Modern eingerichtete Werkstätten. Peugeot-Vertretana riir den Kanton Bern. Platz für 80 Wagen. Einzige cSrusagantge im Kironenteld. E.SCHM1D. 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Endlos erstreckte sich der Newski-Prospekt mit dem Admiralsturm an seinem einen Ende. Die kleinen Droschken rasten durch die Strassen. Damals herrschte in Petersburg eine starke Choleraepidemie, in allen Strassen sah man Desinfektionskessel, zahllose Leichenwagen ratterten vorüber und grosse Anschläge verboten, im Namen des Zaren, Newawasser zu trinken. Zuerst wirkte es unheimlich, aber man gewöhnte sich rasch daran. Schwerer fiel es, sich an die gespannte Stimmung zu gewöhnen, die über der ganzen Stadt lag. Die 1905er Revolution war blutig niedergeschlagen worden, aber selbst die hartgesottensten Reaktionäre wussten genau, dass sie nur eine Atempause errungen hatten. « In zehn, zwölf Jahren geht es wieder los », das war die allgemeine Ansicht. Schon damals ahnten diese Menschen ihren Untergang, ihre Grausamkeit entsprang einer tödlichen Angst. Alles war gefährlich. Jedes Buch, jedes Wort, sogar Farben. Ein österreichisches Tingeltangel gastierte im Sommertheater; die letzte Nummer war der damals neue, Apachentanz. Als das Tänzerpaar, ein Mann und eine Frau, die Bühne betrat, erstarrte das ganze Haus, man konnte fast hören, wie die Menschen den Atem anhielten: die beiden Tänzer waren in flammendes Rot gekleidet. Alles Geplauder verstummte, das starke Parfüm der russischen- Damen hörte zu duften auf, es roch nach Angst. Geweitete Augen starrten auf die Buchs (S Union-Garage Zu verkaufen in gutem Zustand. 2/3-P1. wegen Umänderung in einen Lieiorungswagen neuere An Tausch muss ein Motorrad Motosacoche, ö'A offene Karosserie PS, Modell 27, in tadellos. Zustand, genommen werden. — Offerten unter Chiffre 38206 an die Automobil-Revue, Bern. Airoio äARAGE TENCONi eahnhofstrasse tnto. Reparatur- Werkstatt e ienzm Bmizol - Jiobiloi, 'neu Stock Hedarfsartlkei \utotaxi-l>ii-nBU Tei. i< VIET1I a. See Centralgarage Wild