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E_1928_Zeitung_Nr.103

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Die neue sdiwyzerisdie

Die neue sdiwyzerisdie Vollziehungsverordnung zum Aulomobilkonkordaf. kr. Die Stimmung gegen die Automobile wird im Kanton Scliwyz freundlicher. Wenn man bedenkt, dass am 19. Juli 1927 der schwyzerische Staatsamvalt im Kantonsrat den Antrag stellte, der Kanton möge aus dem interkantonalen Automobilkonkordat austreten, und dass bedenkliche Gewitterwolken des drohenden Automobilboykotts über dem Lande Stauffachers lagerten, so muss man den deutlichen Umschwung, der durch den Erlass einer neuen Vollziehungsverordnung zum Automobilkonkordat einen gewissen Abschluss erhalten hat, anerkennen. Die Revision der Vollziehungsverordnung zum Konkordat ist die unmittelbare Frucht jener Kantonsratsdebatte vom Juli 1927, in der der Gegenantrag Dr. Räbers auf Revision gegenüber dem Antrag auf Austritt aus dem Konkordat siegreich blieb. Die Gesetzesmaschine hat mit unglaublicher Promptheit funktioniert. Der regierungsrätliche Entwurf wurde dem Kantonsrat zur Beratung am 29. November 1928 vorgelegt, von diesem am 29. und 30. November durch- und zu Ende beraten, am 1. Dezember war die neue Vollziehungsverordnung im Amtsblatt veröffentlicht. Die Ergebnisse und Erfahrungen, die eine von der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren zum Studium des Ausbaus des Automobilkonkordates eingesetzte Spezialkom^ mission gemacht hat, haben in der neuen Verordnung ihre angemessene Berücksichtigung gefunden. Die Verordnung weist gegenüber der bisherigen Regelung und im Vergleich zum interkantonalen Konkordat einige bemerkenswerte Neuerungen und Erweiterungen auf. Zur Ausübung der Kontrolle und Aufsicht über den Gebrauch der Motorfahrzeuge und Fahrräder wird eine kantonale Motorfahrzeugkontrolle geschaffen und der Regierungsrat zum Erlass eines diesbezüglichen Reglements ermächtigt. Zu wünschen wäre, dass die Tätigkeit dieser kantonalen Kontrollstelle bezirksweise erfolgte, wie dies auch der neue Entwurf der thurgauischen Vollziehungsverordnung vorsieht; besonders wünschenswert wäre dies dann, wenn eine periodische Prüfung der Motorfahrzeuge festgesetzt werden sollte; die Landkantone hauptsächlich der Urschweiz sind ein beliebtes Absatzgebiet für uralte Vehikel, die im Interesse der Verkehrssicherheit eine periodische Prüfung AUTOMOBIL-KÜVUE vertragen können. Eine wichtige Bestimmung wurde bezüglich der Arbeitszeit der Chauffeure getroffen: Die tägliche Dauer der zusammenhängenden Ruheschicht für die Fahrer darf innerhalb einer Gruppe von drei Tagen durchschnittlich nicht weniger als 10 Stunden betragen. Die Mindestdauer einer einzelnen Ruheschicht beträgt im Ausgleich 8 Stunden. Die Eigentümer der Wagen und die Arbeitgeber der Wagenführer sind für die Einhaltung dieser Vorschriften verantwortlich. Diese letzte Bestimmung ist für die Arbeitgeber nicht ohne Gefahr; sobald ein Unfall infolge Uebermüdung des Chauffeurs passiert, kann der Arbeitgeber bei Nichtbeachtung obiger Arbeitszeitbestimmungen in die entstehende zivilrechtliche Haftung einbezogen werden. Die besonderen Bestimmungen für Motorfahrzeuge beziehen sich auf die Erteilung und den Entzug der Verkehrs- und Fahrbewilligung, die daherigen Gebühren sowie auf verkehrstechnisch notwendige Ergänzungen der Konkordatsbestimmungen. Die Verkehrsbewilligung für Motorwagen und Motorräder darf nur erteilt werden, wenn der Eigentümer des Fahrzeuges nachweist, dass er bei einer anerkannten Versicherungsgesellschaft eine Dritthaftpflicht abgeschlossen hat; diese Bestimmung steht zwar schon im Konkordat, sie wurde aber noch ausdrücklich in die Vollziehungsverordnung übernommen, wohl in Erinnerung an einen Schadensersatzprozess, der kürzlich vor Biindesgericlit zum Abschluss kam (der Entscheid ging durch die Tagespresse) und in den der Vorsteher der Automobilkontrolle verwickelt wurde, weil er eine Verkehrsbewilliguug erteilt hatte, trotzdem ihm der Abschluss der Haftpflichtversicherung nur glaubhaft gemacht, statt nachgewiesen wurde. Die Versicherungssummen sind etwas erhöht worden und betragen für jedes Motorfahrzeug mindestens 30,000 Fr. für eine verunfallte Person, für das Unfallereignis mindestens 100,000 Fr. Die Haftpflichtversicherung muss den Versicherten auch gegen grobfahrlässig verursachte Schadensfälle decken, so dass es den Versicherungsgesellschaften nicht mehr möglich sein wird, auf Grund des § 14, Abs. 2, des Versicherungsvertragsgesetzes einen Teil der Schadentragung auf den Versicherten abzuwälzen. Die Verkehrsbewilligung kann nach den Bestimmungen des Konkordates wie bisher entzogen werden, wenn die geltenden Vorschriften vorsätzlich oder grobfahrlässig übertreten wurden. Ob Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt, entscheidet eine Sachverständigenkommission. Die Gebühren zerfallen in Prüfungsgebühren, Fahrbewilligungsgebühren und Verkehrsbewüligungsgebühren. Die technische Prüfung eines Motorwagens kostet Fr. 20.—, ebensoviel die persönliche Prüfung eines Wagenführers. Die Fahrbewilligungsgebühren werden jährlich erhoben (Fr. 20.— für einen Motorwagenführer). Die Verkehrsbewilligungsgebühren wurden wesentlich erhöht gegenüber den bisherigen Ansätzen. Ein Motorwagen bis 5 PS kostet von nun an pro Jahr Fr. 125.—, für jede weitere PS Fr. 15.—, Motorräder bis 1 PS kosten Fr. 30.—. Anhänger an Motorlastwagen kosten der Einachser Fr. 75.—, der Zweiachser Fr. 150.—, für Vollgummibereifung wird ein Zuschlag von 20 Prozent verlangt. Unter den verkehrstechnischen Vorschriften nehmen naturgemäss diejenigen zum Schütze des Publikums vor den Unannehmlichkeiten des Autoverkehrs eine wichtige Stellung ein. Die Beleuchtung der Fahrzeuge wird wiederum nach den Konkordatsvorschriften geregelt. Wettfahrten mit Motorfahrzugen, bisher gänzlich verboten, sind nun an eine Genehmigung des Regierungsrates und selbstverständlich — an die Erlegung einer Taxe von 100—500 Fr. gebunden. Um die Schalldämpfung wirksamer zu gestalten, wird das Verbot des Falirens mit offenem Auspuff aus dem Konkordat auch in die Verordnung übernommen; ausserdem soll die technische Prüfung des Fahrzeuges dieses nur zum Verkehr zulassen, wenn eine wirksame Vorkehrung zur Schalldämpfung vorhanden ist. Nachträgliche Abänderung der Schalldämpfung wird in Zukunft bestraft werden. Zur möglichsten Vermeidung des Nachtlärms hat der Regierungsrat die nötigen Vorkehren zu treffen. Für Fahrzeuge, die einen besondern Lärm verursachen, und für Fahrer, die solche in den Verkehr bringen, kann die Verkehrs- oder Fahrbewilligung je nach den Umständen auf eine von Fall zu Fall zu bestimmende Zeitdauer entzogen werden. Diese Bestimmung bedeutet eine noch wesentlich strengere Massnahme als das Nachtfahrverbot, das der thurgauische Entwurf für Vollgummireifen einführen will. Betrunkenen Wagenführern ist das Weiterführen des Wagens verboten. Die Polizeiorgane sind verpflichtet, dieser Bestimmung Nachachtung zu verschaffen, wenn sie Betrunkenheit des Führers feststellen. Die Bestimmung gilt analog für Radfahrer. Das Mitführen von gefährlichen Werkzeugen, Geräten und Gegenständen in ungeschütztem oder den Verkehr gefährdendem Zustand auf Motorfahrzeugen oder Fahrrädern ist untersagt; die weit verbreitete Unsitte, mit einer ungeschützten Sense Rad zu fahren, dürfte also in Zukunft verschwinden. Für Motorlastwagen und Motoromnibusse gelten einige wenige Sonderbestimmungen, so z. B. das Verbot der Eisenbereifung, das im Konkordat noch fehlt. Das Maximalgewicht des Lastenzuges ist auf 12 Tonnen festgesetzt, diverse schwyzerische Brücken werden unter diesem Gewicht noch ächzen. Für das Anhängen von Fahrzeugen an Motorlastwagen oder Traktoren wird eine besondere Bewilligung der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle verlangt. Traktoren dürfen höchstens zwei Anhänger, Motorlastwagen höchstens einen mitführen. Die Breite der Motorfahrzeuge mit Last darf höchstens 2,20 m betragen. Verlangt wird für die Motorzüge eine betriebssichere Kupplung und gute Federung. Eine etwas schwierige Bestimmung kann in der Praxis § 37 werden. Er bestimmt, dass Traktoren, die ausschliesslich zur Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke gebraucht werden, gebührenfrei sind. Da ja auch diese Fahrzeuge die Strassen benützen, erscheint der Paragraph doch etwas unbillig und rechtsungleich, obwohl er ja praktisch keine grosse Bedeutung erlangt, weil die landwirtschaftlichen Betriebe im Kanton Scliwyz, die einen Traktor benötigen, selten sind. Die Radfahrer werden zum Abschluss einer Dritthaftpflichtversicherung verpflichtet; der Regierungsrat wird für die Radfahrer auf ihre Kosten eine Kollektivversicherung abschliessen. Mehrmaliges Fahren ohne Licht kann mit Entzug der Fahrbewilligung bestraft werden. Damit hat der Kanton eine im grossen Ganzen brauchbare Regelung des Automobilverkehrs getroffen. Es ist zu hoffen, dass der Geist, mit dem an die Anwendung der neuen Bestimmungen gegangen wird, überall ein loyaler sein wird. Die Verordnung untersteht noch dem Referendum und tritt, wenn die Referendumsfrist unbenutzt abläuft, mit dem 1. Januar 1929 in Kraft. ist keine Farbe, ist mehr als Lack, ist ein Schmuck für das Automobil Generalvertretung für die Schweiz: • F • $» J%» 27, Chemin rerrier - Telephon Mont-öianc 24.40 "¥7? GS CSS "ET" TVT *"^ "ET" •MlM 29 29 JM±M -LXI \~S JfcLi G- ES KT ES V E5 ===== Garagistes Mecaniciens Vendeurs d'Autos Vendeurs de Motos RESTEZ INDEPENDANTS 1 ournitnres en ?roi ponr Automobiles filaisoo ip6ciale pour Joint» mfitalloplastiqnes E. 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N°103 AUTOMOBIL-RHVDC Bm&msl*ontH*ollen Mau schreibt uns: In Nr. 97 der «Automobil-Revue» wird unter dem Titel: «Zu den Basler Kontrollmassnahmen» betr. den durch die Polizei vorgenommenen Kontrollen der Bremsen etc. Stellung genommen. Es ist dies eine Angelegenheit von allgemeinem Interesse, da diese Kontrollen in der übrigen Schweiz über kurz oder lang eingeführt werden dürften. Im besagten Artikel wird nun die Frage aufgeworfen, ob diese Art Kontrollo die Verkehrssicherheit auf unseren Strassen lieben wird. Nach Ansicht des Artikelschreibers sind die durch die Handhabung der Kontrollen entstehenden Unannehmlichkeiten im Verhältnis zum Nutzen derselben, zu gross und erblickt er die einzige Lösung des Problems darin, dass man sich einfach auf die Gewissenhaftigkeit der Fahrer verlassen soll. Bei einiger Kenntnis der Verhältnisse im allgemeinen, was die Instandhaltung der Bremsen anbelangt, lässt sich jedoch sagen, dass es bitter notwendig wäre, wenn endlich hierüber eine Kontrolle ausgeübt würde, und zwar nicht nur in einer Stadt, sondern allgemein. Wenn auch beim Grossteil der Fahrer genügend Gewissenhaftigkeit vorausgesetzt werden kann, genügt es am restlichen Teil, die mit ihren mangelhaft unterhaltenen Wagen, in der Hauptsache was den Zustand der Bremsen anbelangt, die Strassen unsicher machen und den Verkehr aufs äusserste gefährden. Verfolgt man die Unfallmeldungen der Presse, so wird man die Wahrnehmung machen, dass Unfälle, die ihre Ursache in mangelhaft funktionierenden Bremsen haben, sich meistens sehr schwer auswirken. Ich verweise hiebei nur auf die in Basel vorgekommenen Unfälle dieser Art. Der Stadtverkehr mit seinen vielen für den Fahrer nicht vorauszusehenden Hindernissen, wie sie z. B. plötzlich vom Gehsteig auf die Fahrbahn sich begebende Personen und anderes mehr darstellen, bedingen gut funktionierende Bremsen. Gerade in dieser Beziehung könnten sehr viele Unfälle vermieden werden, wenn die Bremsen sich in gut funktionierendem Zustande befinden würden. Wahrscheinlich ein Grossteil der Fahrer wird schon in die kritische Situation gekommen sein, dass er bei eingetretener Dunkelheit und herrschendem Regen, nur mit Stadtlicht fahrend, geblendet von der sich auf dem nassen Asphalt spiegelnden Strassenbeleuchtung', plötzlich einen Passanten in kurzer Entfernung vor dem Kühler auftauchen sieht, so dass ihn nichts mehr von den Folgen einer Kollision retten konnte als das tadellose Funktionieren der Bremsen. Auf der einen Seite sind Bestrebungen im Gange, die erlaubte Geschwindigkeit zu erhöhen und das Hupen auf das allernotwendigste Mass zu beschränken. Anderseits ist der Gang der modernen Maschinen bereits so geräuschlos, dass durch ihn kein Passant mehr auf das Herannahen eines Wagens aufmerksam wird. Diese beiden Umstände bedeuten aber eine vermehrte Gefährdung des Fussgängers, wenn eben auf der anderen Seite nicht die Gewähr dafür geboten wird, dass durch geeignete Massnahmen dafür gesorgt wird, dass die Bremsen der Autos bestmöglich imstande sind, was der beste Schutz aller Strassenbenützer darstellt. Die Gewähr dafür, dass dieser Zustand bestmöglichst erreicht wird, bietet nur eine von den Behörden angeordnete Kontrolle. Fliegende Kontrolle ? Bildet nun die fliegende Kontrolle das richtige Mittel dazu, eine Besserung der Verhältnisse herbeizuführen? Dies muss unbedingt bejaht werden, da ein anderes System wohl kaum in Frage kommen kann. Auf bisherige Erfahrungen kann man nicht aufbauen, da solche in Ermangelung einer diesbezüglich genügend langer Praxis nicht vorhanden sind. Es bleibt jedoch nur die Wahl zwischen dem beweglichen System, wie es nun die Basler Kontrollen darstellen, oder einer festen, am Wohnort des Automobilisten in gewissen Zeitabstäiiden durch den kantonalen Experten durchzuführenden Kontrolle. Was würde der Automobilist zur letzteren Art der Kontrolle sagen, wenn er genötigt wäre, jedesmal zur vorgeschriebenen Zeit beim Experten vorzufahren? Abgesehen davon, dass diese Art Kontrolle zu grosse Kosten verursachen würde, die letzten Endes vom Automobilisten in Form einer Taxe bezahlt werden müssten. Würde die besagte Kontrolle in kurzen Zeitabständen durchgeführt, stellte sie unbedingt eine Behinderung der Freizügigkeit des Fahrers dar, da er am Tage der Kontrolle entweder den Vormittag oder Nachmittag verlieren müsste. Was dieser Umstand für den Geschäftsmann bedeuten würde, kann sich jeder selbst ausmalen. Umgekehrt, wird die Kontrolle nur in grösseren Zeitabschnitten durchgeführt, kann sie ihrer Aufgabe nicht gerecht werden. Bleibt also nur die bewegliche Kontrolle übrig. Diese bildet nun eine Obliegenheit der sog. fliegenden Patrouille, welche nebst der Geschwindigkeitskontrolle sowie Ueberwachung des Verkehrs in bezug auf Innehaltung der Verkehrsregeln, auch die Bremskontrolle durchzuführen hätte, wie dies in Basel bereits geschieht. Die Kontrolle wird der Beweglichkeit der Truppe entsprechend einmal hier einmal dort durchgeführt, so dass also der Automobilist zu jeder Zeit und jedem Ort mit dem Erscheinen derselben rechnen muss. Dieser Umstand wird nicht verfehlen, .in gewisser Beziehung auf den Fahrer einzuwirken, indem es denselben in vermehrtem Masse veranlassen wird, seinen Bremsen die ihrer Bedeutung gemässe Aufmerksamkeit zu schenken. Der gewissenhafte Fahrer wird alle Massnahmen, die zur Hebung der Verkehrssicherheit dienen, begrüssen und wird die kleinen Unannehmlichkeiten, die nun einmal jede Kontrolle mit sich bringt, in Kauf nehmen. Zu bestreiten ist allerdings nicht, dass, wenn die Kontrolle auf die im Artikel von Nr. 97 beschriebene Art durchgeführt wird, sie ihre Fehler aufweist, die dem Fahrer unnötige Beschwerden verursachen. Diese Fehler sind jedoch von einer Art, dass sie sich im Verlaufe der Praxis von selbst korrigieren dürften. Es wird z. B. mit der Zeit zur Unmöglichkeit werden, zu Zeiten starken Verkehrs an Kreuzstrassen oder überhaupt auf stark frequentierten Zufahrtsstrassen, analog der Basler Verhältnisse, alle Autos einer Bremskontrolle zu unterziehen. Um ihrer Aufgabe gerecht zu Averden, muss die Kontrolle jedoch auf stark frequentierten Strassen durchgeführt werden. Wird aber dort auf die im besagten Artikel von Nr. 97 beschriebene Art verfahren, wird eine Verkehrsstörung unausbleiblich sein- Diese Stockungen dürften sich dann mit der Zeit direkt zur Kalamität auswachsen. Die Polizei dürfte aus diesem Grunde gezwungen werden, die Sache so zu organisieren, dass Verkehrsstok- meiden, dass der eine oder andere Wagen mit Bremsen, die zur Beanstandung Grund bieten würden, durch die Kontrolle schlüpfen wird. Ueber kurz oder lang wird er jedoch gleich bei einer Kontrolle hängen bleiben. Man wird hier einwenden, dass eine Kontrolle, die nicht alle Fahrzeuge erfasst, keinen Wert habe, da event. gerade das Auto mit schlechter Bremse bei der Kontrolle nicht erfasst wird. Es muss hier jedoch festgestellt werden, dass das Durchführen einer Kontrolle, welche dafür Gewähr bietet, dass von ihr alle Motorfahrzeuge in gleichem Masse erfasst werden, nur möglich wird, wenn eine feste am Wohnort des Automobilbesitzers vorzunehmende Kontrolle durchgeführt wird. Die Nachteile derselben sind in diesem Artikel bereits angeführt worden. Es ist jedoch sehr fraglich, ob diese Kontrolle trotz dem Umstände, dass alle Autos von ihr erfasst werden, mehr Erfolg aufweisen würde als die fliegende. Die fliegende wird, entgegen der anderen Art, den Vorteil aufweisen, dass sie auf den nachlässigen Fahrer eine gewisse erzieherische Wirkung ausüben wird, die in dem Umstand besteht, dass er eben zu jeder Zeit mit einer Kontrolle rechnen muss. Bei der durch den Experten in vorher bestimmten Zeitabschnitten durchzuführenden Kontrolle würde der nachlässige Fahrer nur auf den jeweiligen, ihm bekannten Zeitpunkt der Kontrolle hin seinen Bremsen einige Aufmerksamkeit schenken. In der Zwischenzeit wüsste er sich vor jeder Kontrolle sicher. Ihre Durchführung. Zurückkehrend zu den Basler Kontrollen und ihren Fehlern kann als weitere Komplizierung der Kontrolle der Umstand erwähnt werden, dass behufs Vornahme der Kontrolle der Kontrolleur das Fahrzeug selbst lenkt. Eigentlich ist dies einer der Hauptfehler, resp. wird dieser Umstand den Fahrer am meisten gegen die Kontrolle einnehmen. Dieser Umstand dürfte in nicht wenigen Fällen zu nachträglichen Auseinandersetzungen zwischen Automobilist und Polizei führen, was nicht im Interesse des anzustrebenden guten Einvernehmens beider Teile sein dürfte. Nach meiner Auffassung würde es vollständig genügen, wenn der Kontrolleur neben dem Fahrar mitfährt. Auf ein Zeichen des Kontrolleurs hätte der Fahrer die Bremsen in Funktion zu setzen. Anhand der innegehabten Schnelligkeit sowie des zurückgelegten Bremsweges könnte der Kontrolleur das Funktionieren der Bremsen genügend beurteilen. Auf diese Rechauffeur electrique Westinghouse kungen möglichst vermieden werden. Dies dürfte einmal dadurch geschehen, dass nur noch Fahrzeuge der gleichen Fahrrichtung, z. B. alle von West nach Ost fahrende Autos kontrolliert würden. Würde die Kontrolle dann noch event. von zwei Kontrolleuren vorgenommen, könnte sie fliessend gestaltet werden, so dass Ansammlungen von mehreren Autos vermieden werden könnten. Die zu kontrollierende Fahrrichtung könnte je nach Erfordernis nach Belieben gewechselt werden. Es ist dabei natürlich nicht zu verpour moieurs et radiatcurs d autos, livrable pour tontes les tension? conrantes. Consommation 200 ivatts Le r&shauffeur 61eotrique WESTTNGHOUSE est un appareil peu coüteux, permettant de supprimer les inconvenients que subit en hiver une auto dn fait d'un garage non chaoffö. WEST1NGHOUSE est compose d'un oorps de chauffe de 200 watts, monte dans une oaroasse en cöle d'aeder. L'appareü est muni d'un dispositif permettant I» Suspension sous le capot de l'anto. U est Imö aveo 2 tnötres de oordon touple et une fiche. Des le debut de l'hiver et pour une depense tres minime, le R£chauffeur WESTINGHOUSE vous procurera tous les avantages d'un garage chauffe. 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