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E_1928_Zeitung_Nr.105

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AUTOMOBIL-REVUE 1S28 -

AUTOMOBIL-REVUE 1S28 - 75OOO NELSON BOHNALITE KOLBEN werden täglich an die amerikan. Automobilfabriken geliefert Die grosse Überlegenheit dieses neuen Kolbens schlägt ausnahmslos JEDE KONKURRENZ in Europa werden die NELSON BOHNALITE KOLBEN jetzt schon bei folgenden Marken eingebaut: INVAR SPERRPLATTEN verhindern dieAusdehnnng des Kolbens,daherEinbauspielnoch ADLER AUDI ÄUSTRO-0ÄIMLER ÄUSTRO-FIÄT BIANCHI BÜSSING CITROEN DONNET FIAT GRAF & STIFT MÄGIRUS MARTINI MERCEDES-BENZ MIESSE PRÄGÄ RENAULT SAURER STEYR U.A.M. WANDERER Bei Anscliaffuüg emcs neue» Wagens- achte man darauf, dass der Motor mit NELSON BOHNALITE Kolben ausgerüstet ist Bei Ersatz der Kolben Ihres reparaturbedürftigen Wagens fordere man ausschliesslich NELSON BOHNALITE Kolben Das sehr kleine Einbauspiel, welches der NELSON BOHNALITE Kolben benötigt, bewirkt eine viel gfössete Lebensdauer, einen absolut sanften Gang des Motors und einen wesentlich höheren Wirkungsgrad Lizenzinhaber und Fabrikanten : JUNKER & FERBEK vormals NOVA-WERKE A.-G. ZÜRICH TELEGRAMME: NOVAWERKE ZÜRICH - TELEPHON SELNAÜ 26.5a Verlag, Administration, Druck and dichörie: HALL WAG A.-G. Hallcrscho Buchdrnckorei und Waenereche Verlacsanstatt, Bern.

II. Blatt BERN, 18. Dezember 1928Automobil-Revue II. Blatt BERN, IS. Dezember 1928 Mit dem Ueberhandnehrnen der geschlossenen Karosserie hat auch der winterliche Auto- das illustrieren: Mit einem schweren, mir noch tert kommt. Einige eigene Erlebnisse mögen mobilverkehr stark zugenommen. Im mollig wenig bekannten Sportwagen fahre ich eines durchwärmten Wagen kann man sich jetzt Morgens ab. Die vorgesehene Strecke führt, durchs Land tragen lassen, ohne durch Wollpanzer in seiner Bewegungsfreiheit gehemmt eine etwa 800 Meter hohe Hochebene, um aus der Niederung langsam ansteigend, über zu sein und ohne Erkältungen befürchten zu müssen. Eine Stunde Fahrt bringt einen aus der Stadt in schönstes Skigelände, aus dem graubraunen Nebeldüster in sonnig klare Höhen hinauf. Nie unterscheidet sich die Alltagswelt mehr von der Traumwelt als im Winter. Je grösser aber die Gegensätze, um so vollkommener der Genuss. Aber der Genuss an winterlichen Fahrten will mit Vorsicht erkauft sein. Besonders dem Nur-Gelegenheitsfahrer kann Vorsicht und mimer wieder Vorsicht nicht genug ans Hetz gelegt werden. Die Landstrasse hat im Winter ihre besonders heimtückischen Gefahren. In den Kurven hockt das Schleudergespenst und wartet auf seine Opfer. In den Geraden Die strikte Beachtung der Sidieilieitszonen beim Einfahren in andere Strossen ist boi Schnee und Eis notwendiger denn ic spukt der Gleitteufel, während die übrigen Geister geschäftiger denn je landaus landein schwirren, um die Fahrer in Sorglosigkeit einzuwiegen. Wer viel Im Winter fährt, kann berichten, wie die Gefahr oft ganz unerwartet, wie eiif Blitz aus heiterem HimineL ^da Fahrtechnik Gefahren der Landsfrasse im Winter Das Schleudern des Hinterteiles wird kompensiert, indem man die Vorderräder nach der gleichen Seite einschlägt. jenseits nach etwa 6 Kilometern wieder abzufallen. Das Wetter ist bei der Abfahrt eher warm, die Temperatur liegt jedenfalls beträchtlich über Null. Die Strasse, eine ausgezeichnete Teerstrasse, ist schneefrei, ich mache mich deshalb ohne Schneeketten auf den Weg. Kilometer um Kilometer wickeln sich ab, nichts besonderes passiert. Nach und nach fühle ich mich in den Wagen ein und komme in flottes Tempo. Bald muss die Höhe erreicht sein. Die Temperatur ist etwas gesunken- Die letzten scharfen Kurven sind vorbeigetaumelt, aber nun verhindert dunner Nebel eine allzu gute Sicht nach vorn. Immerhin, weiss ich, dass nur noch ganz schwache Bie-i gungen zu erwarten sind. Etwas mehr Gas wird troz aller Vorsicht doch noch erlaubt Wie leicht nun bei dem Tempo die Lengeht! Ob wohl alle Wagen dieser Marke- diese feine Neigung haben, von der Strassenmitte abzuweichen? Aber schliesslich — das ist ja gleichgültig. In den Kurven hält der Wagen gut, das weiss ich von vorher. Nun habe ich mich auf einige hundert Meter an einen andern Wagen herangepirscht. Vorfahren? Nein, noch nicht, da vorn muss eine Biegung kommen. Gas weg... 60... 50... 40... zeigt der Geschwindigkeitsmesser. Der Wagen voraus fährt in die Biegung ein, oder doch nicht?... Teufel nochmal, wo will der hin?... Er rutscht mit der Breitseite... er schleudert... korrigiert... schleudert, wird drei- viermal herumgeschleudert, Karussell...; jetzt schmettert es ihn an einen Baum..., die Rückwand mit dem Reserverad bleibt hängen, und wie von einer Schaufel geworfen, fliegen Menschen über den Boden hin. Wie ich selbst das Kunststück fertig brachte, meinen Wagen zum Stehen zu bringen, weiss ich heute nicht mehr. Die Bremsstrecke währte eine Ewigkeit und jedes Lenken wurde zur Akrobatie. Beim Aussteigen schlägt es mich glatt hin — Glatteis. Am Baum liegt ein Schwerverletzter, blutüberströmt, ohnmächtig. Die andern scheinen etwas besser davongekommen zu sein. Der Wagen ist total, restlos erledigt, in der Mitte auseinandergeknickt Andere Automobile rutschen heran, alle in grösster Gefahr. Man bringt die Verletzten ins Spital, organisiert einen Signaldienst vor der mörderischen Kurve, die ja eigentlich nur eine schwache Biegung ist, und nach einer Stunde erscheint ein Strassenwärter mit Sand. Glatteis ! Nie werde ich vergessen, wie heimtückisch es sein kann. Die Nebelfeuchtigkeit der Der Wagen gleitet auf dem Eis geradlinig vorwärts. Gegen diese Situation gibt es kein absolutes Mittel. Verpfslo Strassen müssen nach Möglichkeit im **" ürigstGB Gang; .Gefahren werden. • Strasse war zu einem Eisspiegel gefroren, der durch das Auge nicht im geringsten als solcher erkannt werden konnte. Ich war troh, im 5-km-Tempo weiterfahren zu dürfen und atmete erst erleichtert auf, als das jenseitige Gefälle hinter mir lag. Aber auf der ganzen Strecke traf ich dabei nicht weniger als fünf mehr oder weniger schwer havarierte Fahr-< zeuge verstreut. Heute verdächtige ich jede schneefreie feucht-dunkle Teerstrasse auf Glatteis, sobald die Temperatur um den Gefrierpunkt liegt. Wenn auch die heimtückischste, ist doch Glatteis nur eine der vielen Arten winterlicher Strassengefahren. Auch ein anderes Mal und Das Gleiten der Vorderräder allein fuhrt zn unan* genehmen Situationen. Eine schwache Bremsbetäügung mit nachfolgendem Gasgeben vermag bisweilen die Gewalt dos Lenkers über den Wagea wieder herzustellen. auf eine Art hätte wenig mehr genügt, mein Lebenslicht auszublasen. Ich befuhr damals in harmlosem Bummeltempo eine vereinsamte, mit Neuschnee bedeckte Strasse. Da der Schnee über die ganze Strecke gleichmassig eben verweht war, konnten die Strassenränder nur stellenweise an Bäumen er» kannt werden, meist aber nicht. Ich richtete mich dann nach zwei Karrengeleisen, voü denen ich annahm, dass sie in der Strassenmitte verliefen. So näherte ich mich nichts ahnend einer schwachen Biegung,-die'sciiätzungsweise•'••oliiie -weiteres das eingeÜältene 23,000 Itixxs a travers l'Afrique: c'est ce qu'a realise la celebre 10 CV Cette formidable randonnee aecomplie en 103 jonrs est une veritable d&nonstration d'endurance et de regularite. Une fois de plus la F.N. a prouve" d'une fa^ön eclatante la superiorite" de sa construetion. CONFORT — ELEGANCE — ROBUSTESSE ET LONGEVITE