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E_1928_Zeitung_Nr.107

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AUTOMOBIL-REVUE >S —

AUTOMOBIL-REVUE >S — |tfO If Motor Oil, die Kraftbeschützerin. Moderne Motoren brauchen modernes Oel. Das "STANDARD" Motor Oil bietet den vollkommensten Schutz, indem es ständig gegen Abnützung der beweglichen Motorteile an deren Metalloberflächen haftet. Es bürgt für höchste Dichtigkeit des Kolbenverschlusses und ist in jeder Beziehung den grössten Anforderungen gewachsen. Selbst bei langen Fahrten und höchsten Geschwindigkeiten bewahrt Sie "STANDARD" Motor Oil vor übermässigen Unterhaltskosten Ihres Autos. Bedeutet Schatz 62 W« Adumuouauou, Jjxuck und Uichene; HALL. WAG A.-G, ilaUexacbe ßuuädxutWw und WaüOerecbe Veiitt^saaelau, hoto.

107 III. Blatt BERN. 28. Dezember 1928 N° 107 III. Blatt BERN. 28. Dezember 1028 Die Erhöhung der Versicherungsprämien. Die Zahl der Haftpflichtschäden hat in den letzten Jahren zweifellos zugenommen und die Versicherungsgesellschaften stärker als je beansprucht. Im Laufe dieses Jahres entschlossen sich dieselben, eine Prämienerhöhung vorzunehmen, die durchschnittlich 60 % beträgt, für die alten Policen sich aber auf 100% beläuft. Bis 1928 haben sich alle Versicherungsgesellschaften gegenseitig konkurrenziert und die Prämienbeträge aus Konkurreozgründen ständig niedrig gehalten. Zwischen den Gesellschaften bestand früher keinerlei Einvernehmen. Um nun die Konkurrenz zu dämpfen bezw. auszuschalten, gründete die Mehrzahl der in der Schweiz wirkenden Gesellschaften ein Kartell, d. h. einen Verband, indem sie sich verpflichten, ihre Policen-nicht unter einem Minimaltarif abzuschliessen. Dieser Minimaltarif zeigt um rund 60 % höhere Ansätze als die Prämien der schweizerischen Gesellschaften bis 1928. Es ist festzustellen, so schreibt das eidgenössische Versicherungsbureau zu dieser Angelegenheit, dass die im Jahre 1927 erhobenen Prämien in keiner angemessenen Beziehung zu den ausbezahlten Schadenfällen stehen. Eine Prämienerhöhung erweise sich deswegen als notwendig. Schon seit mehreren Jahren hatten die Versicherungsgesellschaften mit Automobilund Motorradverbänden besondere Vergünstigungsverträge abgeschlossen. Mit Ausnahme der Verträge mit dem A. C. S., der A. S. P. A., dem T. C. S. und der U. M. S. werden nun alle Vergünstigungsverträge als nichtig erklärt. Die letztgenannten Verbände hingegen erhalten auf den gewöhnlichen Tarifen eine Prämienreduktion von 10—25 %. In der Mehrzahl der Kantone haben sich auch die ausländischen Versicherungsgesellschaften dem Kartell angeschlossen und den Minimaltarif genehmigt, während im Kanton Genf beispielsweise die « Assurance des Eaux et Accidents de Lyon» dem Kartell nicht beitrat und sich damit das Recht vorbehielt, "Verträge unter den Minimalansätzen abzuschliessen. Bevor .wir die, Erämißntaxen prüfen,, .wollen •wir unsr? -swerst - Rechenschaft-- übet-die. -Ver* Sicherungsgarantien geben; die vom Gesetzgeber gefordert werden. Die Kantone lassen sich in drei Gruppen einteilen : a) Kantone, die~keinerlei Garantie fordern; b) Konkordatskantone, die minimal 50Ö00 - Franken pro Schadenfall und 20 000 Fr. für die verletzte oder getötete Person heischen; c) Kantone, die höhere Garantien fordern (speziell für Sachschäden). Zu der erstgenannten Gruppe, die keinerlei Garantie verlangt, gehören : Appenzell, Basel, Schaffhausen, Tessin, Nidwaiden, Wallis, Neuenburg. Zur zweiten Gruppe zählen die Kantone: St. Gallen, Freiburg, Solothurn (Solothurn verlangt mindestens 2000 Fr. für Sachschäden); Schwyz verlangt nur 10 000 Franken. Uri, Luzern, Bern und Waadt richten sich nach dem Konkordat; dazu fordert aber •Uri 10 000 Fr. und Luzern 5000 Fr. für materielle Schäden. Zürich verlangt, ebenso wie Graubünden und Obwalden, 100 000 Fr. pro Schaderifall, 50 000 Fr. pro Opfer und 10 000 Fr. für materielle Schäden. Genf hat die Garantiesumme für den Schadenfall auf 150 000 Fr. festgesetzt, diejenige für Opfer auf 75 000 Fr. und für Schäden auf 6000 Fr. Die Garantien des neuesten genferir sehen Gesetzes übersteigen daher die Anforderungen anderer Kantone um ein bedeutendes Mass. Eine weitere Zuwiderhandlung gegen den Art. 14 des eidgenössischen Gesetzes über den Versicherungsvertrag ist im neuen Genfer Gesetz entstanden. Dasselbe sieht ausdrücklich vor, dass sich die Versicherungsgesellschaften in keinem Fall den Art. 14 zunutze machen können. Dieser Artikel erlaubt ihnen, dem Versicherten (Urheber des Unfalles) bei absichtlicher Herbeiführung des Unfalles oder bei grober Fahrlässigkeit den Anspruch zu annullieren oder stark zu kürzen. Das Gesetz dekretiert ferner, dass die Prozesskosten ausser der Garantiesumme bezahlt werden müssen. Sie fallen daher zu Lasten des Versicherten. Ais Unterlagen für die Garantiesummen stützen sich die = nachstehenden Angaben auf Mitteilungen der «Caisse Nationale d'Ässurance .Suisse», dte-auf-diesem-Gebiet Autorität ist. Die * Caisse Nationale » lässt, wena 'sie Kapital (und nicht Rente) zahlt, eine maximale Summe von 40 000 Fr. für -Todesfall oder totale Invalidität zu. Es ist übrigens sehr' Vergleichstabelle der Versxherungstaxen der Kantone. Q ea t . Materielle Seiläden —- —-— 0 (6000) Aar{ l au 10,000 Graubflnden ^QQQ IThnrnau 10,000 |Obwalden sooo s | , Zn q 10,000 1 Z f l r i B h 5000 % B e r n Luzcrn Vri Waadt O .1000 2000 30UQ SftOO 10,000 1S.000 selten, dass Gerichtshöfe für den Todesfall mehr als 50 000 Fr. zugestehen. Verschiedene Kantone, besonders aber Genf, fordern in ihren Gesetzen höhere Garantiesummen für den einzelnen Schaderifall und rechnen, in ..keiner Weise, mit. _den ^feststehenden Tarifen der schweizerischen Versicherungsgesellschaften. In den Tarifen dieser Gesellschaften sind die nachfolgend genannten Garantiesummen vorgesehen : 30000 Fr. 5000 10,000 Genf »„«-.__-. """ Die nnHufennnnten Kantone verlangen keine Aarflau — - — ^ — — ^ — """~^"* 11 "" Versicherung: Thurnau " Obwalden Appenzell A.-Rh. 2 Appenzell i.-ltlu 0 •g B a Bern s e l l a n d _——. Baselstadt ©Freiburq " § , Glarus | . Grauhflnden Schaffhausen 1 L M z e r n . Tessin 2 S t . Gallen Nidwaiden Solothurn Waadt Zürich Schwyz Wallis Neoenborg pro Schadenfall und 10 000 Fr. pro Person, 50 000 Fr. und 20 000 Fr., 50 000- Fr. utid : 30 000 Fr., 80 000 Fr. und 25 000 Fr., 100 000: •Fn urid'20 000 Fr., 100000 Fr. und 30 000 Fr.,» 150000 Fr. und 50D0O Fr.. 300 000 Fr. undJ 100 000 Fr.; für materielle Schäden : 2000, 3000, 5000 und 10 000 Fr. Die Zählen desr Genfer Gesetzes für die Garantiesummen entsprechen nicht den obgenannten, und man fragt sich tatsächlich, ob sich der Genfer Lastwagen t^-6 T f ü r a l l e Z w e c k e n Kippwagen n Cars-Alpins Omnibusse AKTIEN-GESELLSCHAFT ADOLPH Reparatur-Werkstätten und Ersatzteil-Lager: ZÜRICH SAURER, ARBON BASEL — MORGES LeconfortdelaConduiteinteneurejes avantagesdu Torpedo dans une meme voiture sont aciuellement reunis par une voiture ä TOIT OUVRABLE. Simple et rapide. Etancheite absolue. Ügne. Teiles sont les qualites qu'apporte le « TO IT OUVRABLEi. 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