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E_1928_Zeitung_Nr.107

E_1928_Zeitung_Nr.107

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| SB hvesitiickb Iid* ^utomobilwesen im Jahre 192$. Die wirtschältliche Bedeutung Die Volkswirtschaft der Kulturstaaten hat sich unter dem Einfljss der Verkehrsumwälzungen zu einer Verkehrsvvirtschaft umgewandelt Im dritten Jahrzehnt entwickelte sich vorab der Strassenverkehr dank dem Vordringen des Motorfahrzeuges in epochemachender Weise. Die volkswirtschaftliche Aulnahmefähigkeit an Motorfahrzeugen steht in den europäischen Staaten noch auf Jahre hinaus in aufsteigender Linie. In der Schweiz jedenfalls vermehrt sich der Automobilbestand rascher als bloss in arithmetischer Progression. Trotz der. Hemmung der Kriegsjahre ist die Zahl der in der Schweiz laufenden Motorfahrzeuge in 12% Jahren auf mehr als das Sechsfache gestiegen, von 1926 auf 1927 um 14.374 Einheiten, so dass mit Bestimmtheit gesagt werden kann, dass spätestens Ende Dezember in der Schweiz 100,000 Motorfahrzeuge im Betrieb stehen werden. Am besten wird die Entwicklung folgende Liste veranschaulichen: Motorfahrzeugbestand der Schweiz. PBsniwsen Lswaen Mjw.ädr Sucre To'a' 30. Juni 1914 5,411 920 5504 11,835 30. Juni 1920 8,902 3.331 8179 20,412 30. Juni 1922 15.011 5,790 7.765 1988 30.554 80. Juni 1923 16.697 6,342 8.215 2295 33 549 30 Juni 1924 20,028 6.658 10.486 2457 39,629 31. Dez. 1924 22,540 8,233 11Ü47 2417 44.457 31. Dez. 1925 28,679 9.522 16.176 2791 57.186 31. Dez. 1926 36,070 11,043 20.326 3274 70 713 31. Dez. 1927 42,369 11,184 28.766 2768 85.087 Bei der Drucklegung dieser Zeilen hegen natürlich die Zahlen für 1928 noch nicht vor. Man wird aber sicher nicht zu hoch greifen, nimmt man für den 81. Dezember 1928 einen Motorfahrzeugbestand der Schweiz von 100,000 Stück an. Die Schweiz zählte zu Beginn des Jahres 85,087 Motorfabrzeuge. Auf Ende dos Jahres 1928 entfällt auf 40 Einwohner ein Motorfahrzeug. Die grössto Anzahl von Motorfahrzeugen besitzt der Kanton Bern (6094) und die geringste Anzahl der Halbkanton Appenzell Inner-Rhoden (31). Die Automobilisierung hat nicht nur in den Städten, sondern auch in den grösseren Landkantonen bedeutsame Fortschritte gemacht. Die Zahl der schweizerischen Wagen hat absolut zugonommen, hält aber relativ noch nicht Schritt mit dem Vordringen ausländischer Marken, was die nachfolgende Tabelle veranschaulicht: Wagenbestand am 31. Dezember 1927: Personen- Last- Zusammen Wagen Wagen 1927 1926 Schweiz. Fabrikat 1.583 4.788 6.369 0.170 •Ausland. Fabrikat 40786 7.292 48.078 39,489 Total 42 369 12.078 54.447 45.659 In welcher Weise das schweizerische Automobilwesen der ausländischen Automobilindustrie tributpflichtig ist, lässt sich aus folgender Aufstellung ersehen: Herkunft der in der Schweiz laufenden Wagen: , Personen- Last- Zusammen Wagen Wagen 1927 1926 Frankreich 13.790 1.530 15.320-14,491 Vereinigte Staaten 11.632 2,510 14,142 9;814 Italien 10530 1,442- 11.972 9;647 Schweiz 1.583 4.786 6.369 6.170 Deutschland 2,489 1,569 4.058 4,016 bekanntzugeben. Auch William Henderson war der jetzige Aufenthalt und die augenb'ick'iche Position des Etienne nicht ganz unbekannt. Doch da ihn und den «Colonel» niemand fragte — in den Staaten hat der Chef eines grossen. industriellen Unternehmens ein ganz besonderes Ansehen —• so blieb die Sache auf sich beruhen, bis — (Fortsetzung folgt.) kehrspohtischen Gssichtspunkten. insbesondere aber nach Massgabe der Aufwendungen der Kantono für den Strassenbau in den Vordergrund traten. Auf Ende des Jahres 1928 gelangten nun die Betreffnisse der Jahre 1925 bis 1928. rund 13 Millionen, zur Verteilung. Die jährliche Subvention wird sich auf 4,5 Millionen belaufen. Die Vorbereitungen zur Schaffung eines neuen Verkehrsgesetzes sind gegen Ende des Jahres in Gang geraten Indessen haben verschiedene Kantone die Gelegenheit wahrgenommen, durch kantonale Verordnungen die Lücken des Konkordates zu .ergänzen. Wo die gesetzgebenden Behörden in enger Gemeinschaft mit den Verkehrs- und Automobilverbänden arbeiteten, sind brauchbare Gesetze entstanden. Besondere Erwähnung verdient die naue Verordnung des Kantons Luzern. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Verkehrsinitiative dem Volke im Monat Mai vorgelegt werden. Das Ahstimmungsresultat wird einige Perspektiven über die Möglichkeiten einer zeitgemässnn Verkehrsgesetzgebung im Bunde eröffnen. Der nächste und der dringendste Wunsch aller Strassenbenützer — nicht nur der Automobilisten — ist die Schaffung eines umfassenden Verkehrsgesetzes für alle Strassenbenützer durch den Bund. Das Jahr 1929 soll die ersehnte Abklärung bringen. Der Automob Isport im In- und Au land. Traditionsgemäss wurdo auch dieses Jahr die schweizerische Rennsaison durch den Genfer Kilometer-Lance von Eaus-Mortes anlässlich des Automobilsalons eröffnet. Die beste Zeit des Tages fuhr Huldreich Heusser auf Bugatti-Kompressor mit 19,74- Sekunden bei den Rennwagen. Ch. Freuler auf Steyr mit 23,82 Sekunden bei den Sportwagen und J Bütikofer auf Martini mit 3038 Sekunden bei den Tourenwagen. Neben diesen Resultaten dos nationalen Rennens wurden im internationalen Rennen folgende Zeiten erzielt: Beste Zeit der Rennwagen Martin auf Amilcar mit 20.03 Sekunden, beste Zeit der Sportwagen von Wenzel-Moosau auf Mercedes-Benz mit 21.10 Sekunden. Für die folgenden schweizerischen Rennen seien lediglich die Resultate genannt: Kriens-Eigenthal, beste Zeit des Tages und neuer Streckenrekord Stuck auf Austro-Baimler 6' 21%" — Stierenberg-' Rennen: Beste Zeit des Tages und neuer Streckenrekord: Eduard Probst auf Bugalti 3' 16" — Zugerberg-Rennen: Beste Tageszeit und neuer Strekkenrekord: H. Stuck auf Austro-Daimler 3' 51%" — Stehender Kilometer von Grand Saconnex: W Escher auf Bugatti 34%". Als geschlossene Rennen seien genannt: dio Bergprüfungsfahrt Rheineck — Walzenhausen — Lachen fbeste Tageszeit B. Turnhei-f). das Les-Raneiers- Rennen (G. Probst, Bueatti) und schliesslich das Kilometer-Lanc6 in der Hard (Sarbach. Amilcar). Das eigentliche Ereignis des Jahres war die von den Automobilcltihs von Italien. Deutschland, Oesterreich und der Schweiz organisierte Alpenfahrt. Ryffel auf Peugeot gewann als einziger Schweizer Jen Alpenpokal, Dem schweizerischen Hiipmobile-Team wurde, die .söberne ^Plai;ette,.juerkannt Sabatfnj,. Luiario.üuf llaiäTerüiclf die cöfcTene Plakette.' ,,J Furidie schweizerische Aütomabilmeisterschaft" 1928 zählten vier Konkurrenzen: Kilometer-Lancö von Eaux-Mortea, Kriens- Eigenthal. Zugerberg, Belgien 902 — 902 790 Stehender Kilometer von Grand Saconnex. Drei Oesterreich 529 — 529 520 Fahrer haben den schweizerischen Champlonatstitcl erlangt: Rouviere (Genf) auf Fiat (Klasse G), Andere Länder 914 241 1.155 1.21.1 Scheibler (Bern) auf Fiat (Klasso F). Büttikoier Zusammen 42,369 12,078 54.447 45,659 (Chaux-de-Fonds) auf Martini (Klassse C). Die Tributpflicht der Schweiz wird durch die Ergebnisse der Statistik des Aussenhandels näher benoist auf Delage aufgestellte schweizerische Schnel- Im verflossenen Jahre ist auch.der 1927 von Beleuchtet, indem der Wert der Einfuhren für das ligkeitsrekord zu Fall gebracht worden. Nachdem Jahr 1927 den Betrag von 18,4 Millionen erreicht, bereits Marchand auf Voisin einen allerdings erfolglosen Rekordversuch in Giubiasco—Cadenazzo während sich die Ausfuhren nur auf 5.2 Millionen belaufen. Amerika ist mit 44 Prozent unser Hauptlieferantfahrer Divo auf Delage, auf derselben Strecke mit unternommen hatte, gelang es im April dem Renn- Am 22L Oktober 192-7 hat der Bundesrat neuo 231,511 Kilometer in der Stunde einen nouea Zollansätzb auf den 1. November 1927 in Kraft erklärt. Die neuen Zollansätze verzichten auf die bis- Dem Chronisten wird die schmerzliche Pflicht, schweizerischen Rekord aufzustellen. herige Unterscheidung von karossiert und nichtkarossiert und sehen eine Staffelung nach dem Ge- Huldreich Heusser zu berichten, welcher mit seinem vom Verlust unseres beliebten Schweizer Fahrers wicht vor- bis 800 kg 110 Fr für 100 ke; bis L200 Monteur Fellmann am Bukower Renntag (Deutschland) auf Bugatti tödlich verunglückte. i(? 130 Fr.; bis 1600 kg 150 Fr und über 1600 kg 170 Fr. Wenn man sich von einer Aenderung des Der Auftakt zur ausländischen Automobil-Rennsaison wurde durch die Targa Florio am 6. Mai ge- Zolllarifs einen wirtschaftlichen Ausgleich versprach, so geschah dem nicht so Für den teuersten geben und mit dem Grossen Preis von Europa in Luxuswagen, den es gibt, beträgt die neue Zollbelastung 4.6 Prozent dos Wertes, für den billigsten ken uns auf die Bekanntgabe der Sieger in den Monza am 9 September beschlossen. Wir beschrän- Wagen 37 Prozent Leider hat es der Bundesrat versäumt, das wirtschaftlich einzig richtige Priazip zu Targa Flsrio (540 km): 1. Divo auf Bugatti in 'wichtigsten Rennen: adoptieren, die Zollbelastung ad valorem, wio fie 7 h. 20' 56%" 2 Campari auf Alfa Romeo. 3. Conclli auf Bugatti — Coppa Messina (364 km): 1. in vielen andern Ländern längst besteht. Das wirtschaftliche Jahr 1928 hat in Automobilfragen keine so hochgehenden Wogen geschlagon Prix von Indianapolis (804,670 km): 1. L. Meier auf Probst, Bern, auf Bugatti in 4 h. 48' 30". — Grand wie sein Vorgänger. Nach dem Verabschieden des Miller S. P in 5 h. 1' 33" — Grand Prix von Atitomobilgesetzes im Mai 1927 trat eine stillere Frankreich für Sportwagen (263 km): 1. Williams Zeit ein, bis dann die Verhandlungen über den Benzinzoll, d. h. über die Verteilung der Benzinzollson. — Grand Prix von Belgien (24 Stunden): 1. auf Bugatti in 1 h. 55' 32%", 2 Rousseau auf Salmerträgnisse des Bundes an die Kantone nach ver- Ivanowsky-Marinoni auf Alfa Romeo 2568,980 km — Grosser Preis von Deutschland für Sportwagen (500 km)- Ueber 3 Liter- 1. Caracciola auf Mercedes hielt. So wurden die Henderson-Werke vorzugsweise von William Henderson geführt, gatti; 1,5 Liter- 1 H Simon auf Bugatti. — Grosser in 4 h. 54' 26%"; 3 Liter: 1. Brilli Peri auf Bu- Preis von San Sebastian (602.600 km): 1. Chiron der sich mit einer Schar ihm treu ergebener auf Bugatti in 5 h. 20' 30". 2. Benoist auf Bugatti. Subjekte, übler Geschäftemacher, umgeben — Grosser Preis von Spanien (259.715 km): 1. Chiron auf Bugatti in 2 h. 25' 0"; 2. Bouriano auf Bu- hatte, von denen Anatole Etienne, der Chefkonstrukteur und technische Direktor der jratti. — Grosser Preis von Europa (600 km): 1. Chiron auf Bugatti in 3 h 45' 8%". 2. Varzi auf Company der übelste und anrüchigste gewesen! Am Grossen Preis von Europa kamen durch den Alfa Romeo. 3. Nuvolari auf Bugatti. Gewesen? Nun, der Colonel Miller,, der Unfall Matorassis über 20 Personen ums Leben in dem Funkspruch der Welt als Führer des eine in der Geschkhto des Ronnsporte-s einzig dastehende Katastrophe. erfolgreichen Rekordwagens genannt, dieser Die Weltmeisterschaft 1928 wurde nicht ausgesprochen. «Colonel MiHer», der sich aus eigener Machtvollkommenheit den militärischen Titel beigelegt hatte, wäre in der Lage gewesen, 324.085 km Stundengeschwindigkeit aufgestellte Der 1927 vom englischen Major Segrave mit Schnelligkeitsrekord für Automobile wurde am 18 Näheres über den Verbleib und die Person Februar vom Engländer Malcolm Campbell überboten Campbell konnte sieh indessen seines des flüchtigen Konstrukteurs Anato'e Etienne Titels als WeltrekordbaKer nicht lanso erfreuen. Schon am 23. April erzielte der Amerikaner Ray TCeechin Daytona Beach pine mittlere Stundengeschwindigkeit von H34 23 km. sieh damit einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord sichernd. Die Technik AUTOMOBIL-REVUE Die automobiltechnische Entwicklung des Jahres 1928 hat sich fast au&srhliesslicb in der Richtung einer Steigerung des Komfortos vollzogen. Diese Tatsache ist dem starken Ueberhandnehmen des Gebrauchswagans zuzuschreiben, den man nicht nach der erreichbaren Höchstgeschwindigkeit, sondern nach seiner «Elastizität» bewertet, bei dem man nicht eino «schnittige», sondern in erster Linie eine «bequeme» Karosserie' verlangt. «Elastizität» ist zum Schlagwort geworden. Dem Alltagsfahrer schwebt heute als Ideal ein Wagen vor, bei dem wenig geschaltet zu werden braucht. Alle auf den Durchgangsstrassen anzutreffenden Steigungen will man in der «Direkten» nehmen und den Wagen im Stadtverkehr unter Umständen au! Fussgängertempo hinunterdrosseln können. Diese gesteigerten Anforderungen sind es. die den Sechszylindermotor zuungunsten des Vierzylinders immer mehr in den Vordergrund gerückt haben. Der Sechszylinder erlaubt eine niedrigere Minimaltourenzahl, ohne dass ein «Rupfen» auftritt, und ergibt eine grössere Beschleunigung, weil seine zum Ausgleich der Kraftimpulse notwendigen rotierenden Massen den verminderten Impulsen entsprechend kleiner sind. Selbst die Achtzylinder sind heute auf dem Weg, diu Vierzylinder zurückzudrängen. Was die Grosso der Motoren anbetrifft, wählt man heute für den Gebrauchswagen Zylinderinhalte von VA bis 3 Liter. Was unter dieser Grenze liegt, gilt als Kleinauto, was darüber steht, als Luxuswagen. Hinsichtlich der Ventilauordnung haiton sich hängende und stehende Ventile ungefähr die Wage. Wo stehende Ventile zur Anwendung kommen, wird fast immer der Ricardo-Zylinderkopf angewandt. Bei hängenden Ventilen zeigt sieb eine starke Tendenz, zur obenliegenden Nockenwelle überzugehen, wenn auch entsprechende Ausführungen jetzt noch in der Minderzahl sind. Zur Zündung bedient man sich in vermehrtem Masse der Batterie, wobei bei grösseren Motoren vereinzelt zwei Zündkerzen pro Zylinder zur Anwendung kommen. Im Vergaserbau wurde neben kleineren Verbesserungen die prinzipielle Neuerung der Benzintaukvergasung, die eino grosso Zukunft hat, geschaffen. In der Uebertragung sind- prinzipiell keine Aenderungen zu verzeichnen, wenn es auch nicht an Versuchen gefehlt hat, von den üblichen Anordnungen abzugehen. Durch die Vermehrung der Zylinderzahl können Kupplung und Getriebe, dank des gleichmässigeren Antriebes, leichter gebaut werden, was wieder ihro Bedienung erleichtert. Dio Frage, ob der Gebrauchs wagen mit drei oder vier Gängen auszurüsten ist. hat durch das Aufkommen des Schncllgang-Getriebes eine weitere Komplikation erfahren. Für die Vormehrung der Gangzahl und zugunsten des Schnellganges spricht dio grössero Wirtschaftlichkeit im Brennstoffverbrauch, dagegen sprechen die Herstellungskosten und zum Teil — aber fälschlicherweise — eino Anzahl Fahrer, dio in der Notwendigkeit, häufiger schalten zu müssen, eine Unbequemlichkeit erblicken, wobei sie übersehen, dass das Schalten an sich um so leichter wird, ja mehr Gänge ein Getriebe aufweist, d. h. jo kleiner die Unterschiede der einzelnen Schaltstufen sind. Immerhin scheint es nun. dass der «Schnellgang», der die Vorteile des dreigängigen und des viergängigen Getriebes vereinigt, definitiv die Gunst der Automobilisten und Konstrukteure genie&st. Als Novität auf dem Gebiet der üebertragung, die Zukunftsaussichten hat, sei ferner der «Kupplungsautomat» erwähnt, der eine Reihe fahrtechnischer Vorteile bietet. Zur Bereifung werden so gut wie überall Niederdruckreifen, und zwar Cord-Gewebe-Reifen ' ohne Wulst verwendet. Die -nenereir Formeii-teilhftrer- Felffen und die Tiefbettfelgen haben- das_Montieren und Demontieren der Drahtreifen auch genügend vereinfacht. Vierradbremsen und Stossdämpfer sind selbstverständlich geworden. Sehr grosse Fortschritte hat die Zentralchassisschmierung gemacht. Auf dem Gebiet der Beleuchtung kann als einer der irrössfen Fortschritte die allgemeine Einführung der Zweifartenlampe bezeichnet werden. Im Karosseriebau trat die Stahlblcchkarosserio mehr in den Vordergrund Die ursprünglich diesem Karosserietvp eigenen Mängel können als beseitigt gelten. Neben der StahlHchkarosserie wird sich noch die flPxiMe Weymann-Banart halten können. Zum Anstrich bedient man sich fast allgemein der dauerhaften Nitrozellulose-Lacke. Die grosse Nachfrage nach geschlossenen Karosserien erlaubt den Fabriken eine billigere Herstellung als früher Vielfach •werden hmite Karosserien mit abdeekbarem Dach gebaut, die gleichzeitig die Vorteile des geschlossenen und des offenen Wagens geben. Daneben hat aber auch das Cabriolet wieder an Beliebtheit gewonnen. Neue Bestimmungen für den Automobilverkehr im Kanton Zürich. Ueber die Rundfrage der kantonal-zürcherischen Polizeidirektion haben wir in Nummer lüö kurz berichtet Dieselbe begegnet sowohl bei Verbänden als auch einzelnen Fahrern lebhaftem Interesse. In Nachstehendem äussert sich ein langjähriger Automobilist zu den einzelnen Fragen wie folgt : «Es sei mir gestattet, als Automobilfahrer zu den gestellten Fragen Stellung zu nehmen, wobei es mir ferne liegt, den Beschlüssen der Interessentenverbänden vorzugreifen. Ich erachte es aber als nützlich, dass diese Materie in der « Automobil-Revue » behandelt wird, damit auch andere Ansichten und Anregungen zu Worte kommen. Die von der Polizeidirektion gestellten Fragen lauten : 1. Obligatorische psychotechnische Prüfung aller Fährer von Motorfahrzeugen, neben der bisherigen fahrtechnischen -Prüfung. Um mich über die Zweckmässigkeit einer psychotechnisehen Prüfung zu oxientieren, habe ich mir vom Psychotechnisehen Institut die Methoden und Apparate erklären lassen und habe dabei die Ueberzeugung gewonnen, dass eine solche systematische Prüfung sehr wertvoll sein könnte. Trotzdem muss sie als Obligatorium abgelehnt werden, weil es dem Psychotechnisehen Institut in seinem heutigen Ausbau nicht möglich wäre, alle Kandidaten in nützlicher Frist zu prüfen und die Wartezeit dadurch bis zur Erlangung der Fahrbewilligung viel zu lang würde. Die verursachten wirtschaftlichen Schäden bilden Die nächste Nummer der « Automobil-Revue » erscheint infolge der Neujahrszeit Freitag den 4. Jnnuar 1929 als Nummer I des neuen Jahrgangs. Die Nummer enthält unsere Unterhaltungsbeilage « Autler-Peierabend ». Die Redaktion. kein Aequivalent zu dem Nutzen einer solchen Prüfung, d*> voraussichtlich höchstens ein bis zwei Promille der Kandidaten abgelehnt würden. Diese Untauglichen werden aber auch bei der Fahrprüfung herausgefunden werden können. Bis zu der 'eidgenössischen Regelung der Verkehrsvorschriften sollte deshalb von einer psychotechnischen Prüfung Umgang genommen werden, denn eine Verhütung oder Verminderung der Verkehrsunfälle kann damit nicht herbeigeführt werden. Wir haben in Zürich viele Fahrzeug« lenker, welche aus anderen Kantonen in unsere Stadt fahren; viele dieser Fahrer haben eine ungenügende Fahrprüfung durchgemacht und bilden deshalb eine gewisse Gefahr. Also ist vor allem eine schweizerische Vejkehrsvorschrift und einheitliche rigorose Bestimmungen über Fahrprüfungen ein dringendes Bedürfnis. Es darf aber dem Fahrzeuglenker nicht noch eine weitere finanzielle Belastung aufgebürdet werden, kostet doch eine psycho technische Prüfung 35 bis 70 Fr.; hingegen würde ich es sehr begrüssen, wenn bei schweren Unfällen, bei denen die Schuld des Fahrers feststeht, eine gründliche psychotechnische Untersuchung durchgeführt wird. Es scheint mir vorläufig wertvoJler, wenn die kantonale Fahrzengkontrolle vorgängig der praktischen Fahrprüfung eine systematische theoretische Prüfung durchführen könnte. Ich stelle mir die Sache so vor, dass der Kandidat auf einem Modellauto einen Verkehrsfilm vor sich sieht und dabei alle diejenigen Manipulationen und Handgriffe ausführt, wie wenn er in Wirklichkeit in diesem Verkehr stecken würde. Die Beobachtungen an den Kandidaten dürften Rückschlüsse bieten, ob sie geistesgegenwärtig sind, um Unfälle zu verhüten und ob sie ihre Handgriffe mit Ruhe und Sachkenntnis ausführen. Meines Wissens bestehen solche theoretischen Prüfungen bereits in Deutschland und wurden bisanhin mit gutem Erfolg durchgeführt, Es wären damit für die Verwaltung auch finan-' zielle und Zeit-Ersparnisse zu verwirklichen, denn Kandidaten, die die theoretische Prüfung nicht bestehen, würden ohne weiteres' zurückgestellt.. Icti bin; ganzer'Memüttg, dass def Motpr-^ fahrzeügftihrer eine gute Ausbildütig haben soll. Wie er sich aber die nötigen Kenntnisse 1 für das Bestehen der Prüfung aneignet, braucht nicht Sache einer behördlichen Kontrolle zu sein. Die Hauptsache ist, dass der zukünftige Fahrer bei einem mit der Fahrbewilligung versehenen Lehrer übt und lernt und sich erst zur obligatorischen Prüfung anmeldet, wenn er seiner Sache sicher ist. Die staatlich konzessionierten Fahrschulen haben eine Monopolstellung inne, die zu Unzufriedenheit und Reklamationen führt. Deutschland hat diese konzessionierten Fahrschulen, aber die Motorfahrzeughalter sind davon nicht begeistert. Monopole sind nicht allen Schweizerbürgern genehm. 2. Einheitlichere und zweckentsprechende Beleuchtung der Motorfahrzeuge. Hier lässt sich wohl sagen, dass das Beste noch nicht gefunden ist. Immerhin soll die Beleuchtung der Motorfahrzeuge einheitlich sein. Die Motorfahrzeuge sollen eine Abblendvorrichtung' haben, welche entgegenkommende Personen und Tiere nicht blendet, aber die Strasse immerhin dermassen beleuchtet, dass auf weitere Distanz ein Hindernis wahrgenommen wird. Ich denke dabei an die Dupiexlampen oder an neigbare Scheinwerfer. Zu verbieten sind meiner Ansicht nach die variablen Widerstände, bei welchen der Fahrer mehr oder weniger abblenden kann, wobei aber die Lichtstrahlen nicht gegen die Strasse geneigt werden. Ebenso sind alle Vorrichtungen zu verbieten, die nur einen Scheinwerfer abblenden. Autos, Traktoren, Motorräder mit Seitenwagen und Pferdefuhrwerke sollten ausnahmslos vorn zwei Lichter besitzen. Es wäre aber zu verbieten, dass Autos vier und fünf Lichter an der Vorderseite einschalten. Zu erwirken ist, dass die Motorräder eino Schlusslampe erhalten, die auch den Nummernschild beleuchtet. Ebenso sollen dio Fahrräder an der Hinterseite sogenannte Katzenaugen haben, dieselben sind aber unveränderlich anzubringen, damit sie auch ihrem Zweck entsprechen. Viele Fahrräder besitzen elektrische kleine Scheinwerfer, die sehr oft stark blenden; zum mindesten wäre von diesen Velofahrern zu verlangen, dass, wenn keine Abblendvorrichtung vorhanden, der obere Teil des Scheinwerfes mit der Hand bedeckt wird. Alle stationierenden Fahrzeuge Zufolge ausserordentüchen Stoffandranges musste die Einsendung « Nachtfahrverbot und Taxerhöhung für Motorfahrzeuge im Kanton Luzern » auf Seite 26127 verlegt werden.

inklusive Handkarren sollten mit Schlusslicbtern oder Katzenaugen versehen sein- Die von der Polizeidirektion gemachten Anregungen zwecks Ergänzung der Verkehrsvorschriften möchte ich gerne noch erweitern, tun nachstehenden Unsicherheiten im Verkehr der Stadt Zürich abzuhelfen: a) Wie hat sich der Motorfahrzeuglenker gegenüber dem Tram zu verhalten? Darf er dem stehenden Tram vorfahren, wenn ja, links oder rechts? Soll er dem fahrenden Tram links oder rechts vorfahren? Meine Ansicht geht dahin, dass einem stehenden Tram unter keinen Umständen vorgefahren werden darf. Uebertretungen sollen unnachsichtlich und scharf geahndet werden. Einem fahrenden Tram darf nur rechts vorgefahren werden. Diese Vorschriften bestehen übrigens seit vielen Jahren in allen Grossstädten des Auslandes. b) Gibt der Verkehrspolizist das Zeichen der Durchfahrt, sind dann die im .rechten Winkel zur Fahrbahn kommenden Trams verpflichtet anzuhalten? Tun sie dies nicht und es kommt zu einem Zusammenstoss, wer trägt dann die Verantwortung und den Schaden? Ist der Motorfahrzeuglenker verpflichtet, dem Durchfahrzeichen unbedingt Folge zu leisten, oder darf er sich weigern, wenn er die Gefahr eines nicht haltenden Trams sieht? Bekanntlich sind ja die Verkehrsanordnungen der Polizei für das Tram nicht verbindlich, sondern nur für die übrigen Fahrzeuglenker. Der täglich in der Stadt fahrende Automobilist weiss, zu welchen Widerwärtigkeiten das führt; hier sollte unbedingt Abhilfe geschaffen werden. Ich mache auch die Anregung, dass während den Hauptverkehrszeiten der sogenannte Stoppverkehr eingeführt wird, wobei das Haltezeichen der Polizisten sämtliche Fahrzeuge, die Trambahn inbegriffen, verpflichtet. Es würde mich freuen, wenn Kollegen zu obigen Fragen ebenfalls Stellung nehmen würden, zur Unterstützung der Behörden und zum Wohle der Allgemeinheit er. Die üblichen Winteruniälle haben bereits nieder ihre Opfer gefordert. Auf der stark benützten Durchgangsstrasse Biel-Sonceboz fuhren letzten Sonntag, abends 6 Uhr, drei schüttelnde Mädchen in ein Automobil hinein; schwere Verletzungen derselben waren die Folge. Im Luzernischen fuhr ein Knabe auf Schlittschuhen von einer Seitenstrasse in scharfem Tempo in die Hauptstrasse; der Automobilist konnte dem Zusammenprall nicht mehr ausweichen, was den Tod des Knaben zur Foüge hatte. Solange wir kein Verkehrsgesetz haben, das de« Automobilisten davor schützt, dass am Sonntag abend auf einer stark frequentierten Durchgangsstrasse plötzlich um eine Kurve herum ein paar schüttelnde Mädchen in die Autos hineinrennen oder er nicht davor sicher ist, dass aus irgend einer Seitenstrasse heraus pfeilgeschwind Schlitten-, Schlittschuh- oder Skifahrer in die Strasse hineinsausen, muss er seine eigenen fünf oder sechs Sinne zusammennehmen und stets an die ständige Gefahr im winterlichen Strassenverkehr denken. Wenn auch die Schuld derartiger Auswüchse im Verkehrswesen fast ausnahmslos nicht beim Automobilisten liegt, so hat derselbe doch meist die grösste Mühe, ungeschoren aus diesen kitzligen Situationen mit ihren zivil- und strafrechtlichen Folgen herauszukommen. Eine andere Gefahr des winterlichen Betriebes bringen die Abgase der Motore mit sich. Jetzt werden (überall wieder die Heizungen der Fahrzeuge in Betrieb gesetzt, selten wird aber deren Zustand vorher überprüft; Undichtheiten der Leitungen können die schwersten Folgen nach sich ziehen. Dieser Tage ist bei Morges ein Fahrer schwer verunfallt; es wurde ihm am Lenkrad übel, er geriet infolgedessen abseits der Fahrbahn, der Wagen überschlug sich, der Fahrer wurde schwer verletzt. Wahrscheinlich haben hierbei die Abgase eine verhängnisvolle Rolle gespielt und die Betäubung des Fahrers verursacht. Im rheinischen Industriegebiet wurden durch ausströmende Gase' in einem Motor- Omnibus zwölf Personen ohnmächtig; infolge Fehlzündung platzte ein Leitungsrohr der Heizung. Dieser Fall ist durchaus nicht vereinzelt, jeder Fahrer kennt derartige Fehlzündungen, die schon manchen Auspufftopf entzweigerissen haben. Im vorliegenden Fall hat. der Exp'osionsdruck auf die Rohrleitungen der Gasheizung gewirkt, eine Nahtstelle aufgerissen, wodurch die gefährlichen Abgase in das Wageninnere traten. Bekanntlich breiten sich diese Gase unvermerkt aus und können a"f diese Weise ohne warnende Anzeichen ihre verheerende Wirkung ausüben. W Autofahrende Richter. dungskurs für Richter beendet worden, der zum Erwerb des Führerscheins berechtigte. Die Beteiligung an dem Kurs war so stark, dass er doppelt geführt werden musste. In • Hamburg wurde eine Selbstfahrervereinigung Hamburger Richter ins Leben gerufen, der durch gemeinsame Fahrtunternehmungen den Lehr- und Ausbildungspreis verbilligte. In Essen im Rheinland fand unter Mitwirkung des Polizeipräsidenten ein fünfwöchiger Kursus statt, um Richter und Anwälte durch theoretische Vorträge und praktische Unterweisungen mit dem Automobilismus vertraut zu machen. Auch in München hat die Polizeidirektion für Richter und Staatsanwälte ' Kurse eingerichtet, um den Beamten Gelegen- I heit zu eigener Ausbildung zu geben. Nur in der Reichshauptstadt Berlin scheint Frau Justizia gegenüber solchen vernünftigen Anordnungen noch taub zu sein (zum B'indsein ist sie ja sowieso verpflichtet); nur wenige Richter besitzen dort einen Führerschein und die autelnden Staatsanwälte sind mit der Laterne zu suchen. Tout comme chez nous ! Aufhebung der Spezialsteiier für ausserkantonaie Fahrzeuge. Gestützt auf Art. 4, Abs. 2 des Bundesbeschlusses betreffend die Ausrichtung von Bundesbeiträgen an die Kantone für die Automobilstrassen, vom 21. September 1928, beschliesst der Kleine Rat: Die Paragraphen 51 und 53 der kleinrätlichen Vollziehungsverordnung zu den grossrätlichen Ausführungsbestimmungen zum Strassengesetz sind zufolge der Unzulässigerklärung von Durchgangsgebühren durch den Bund hinfällig geworden und werden hiemit aufgehoben. Die Einzüger- und Kontrollposten an den verschiedenen Einreisestellen werden mit dem 31. Dezember 1928 zurückgezogen, und deren Inhaber werden, unter Verdankung der dem Kanton geleisteten Dienste, auf das gleiche Datum hin, ihres Amtes enthoben. Gegen das Genfer Haftpf'ichtgesetz. Das genferische Haftpflichtgesetz weicht in einer Anzahl Bestimmungen, vor allem aber in der Festsetzung der Garantie- und Entschädigungssummen, vom Konkordat und andern kantonalen Gesetzen stark ab. Der Entwurf löste bei den genferischen Strassenbenützern eine Missstimmung aus, die in der Anzahl der Referendumsunterschriften deutlich zutage trat. Vor acht Tagen waren bereits 8200 Unterschriften eingelaufen, obschon bis dann nur ein Teil der ausgesetzten Listen eingelaufen war. Das Komitee hofft, insgesamt minde- Die heilige Justiz lernt auteln... wenigstens in Deutschland. In Stuttgart ist soeben ein vollständiger autotechnischer Ausbilstens 10000 Stimmen in der Referendumskampagne sammeln zu können. Damit würde ein Viertel aller Stimmberechtigten sich gegen den Entwurf des Grossen Rates, der in Zusammenarbeit mit dem Kartell der Versicherungsgesellschaften entstanden ist, ausgesprochen haben. fit. Die Weihnachtsfahrt nach Pau ist von Robert Senechal auf Bugatti überlegen gewonnen worden. Zweiter wurde Roberts auf Graham-Paige, Dritter Navarre auf Bugatti. v. Sternfahrt nach Monte-Carlo. Bis heute liegen für die klassische Sternfahrt 39 Meldungen aus insgesamt vier Ländern vor. Die Franzosen haben zwölf Wagen eingeschrieben, auch deutscherseits ist die Beteiligung sehr stark. Wie bereits nachstehend vermerkt, startet Caracciola an dieser Fahrt erstmals für Wanderer. Es wird wiederum mit einer starken Starterzahl von Königsberg aus gerechnet. Als Ankunftstag ist der 23. Januar angesetzt. v. Caracciola startet für Wanderer. Zwischen Rudolf Caracciola und den Wanderer-Werken ist dieser Tage ein Kontrakt unterschrieben worden, nach dem sich Caracciola verpflichtet, inskünftig auch für Wanderer zu fahren. «Auch», denn der berühmte deutsche Rennfahrer wird darob seiner bisherigen Marke «Mercedes», der er seinen Namen verdankt, nicht untreu. Caracciola wird auf Wanderer hauptsächlich Zuverlässigkeitsfahrten bestreiten. So die Sternfahrt nach Monte-Carlo, die am 23, Januar 1929 stattfindet. Die Wanderer-Werke haben zwei Sechszylinder gemeldet, wovon der eine von Caracciola gelenkt werden wird. Caracciola hat in diesem Zusammenhang die Generalvertretung der Wanderer-Werke für Berlin übernommen. v. Wir haben im Laufe der letzten Jahre immer und immer wieder, wenn von Rennmüdigkeit die Rede war, darauf hingewiesen, dass die Industrie an den Rennen nur dann ein Interesse haben könne, wenn die Zulassung in einer der Automobiltechnik fördernden Weise geschehe. Dies war weder bei der alten und ist leider noch bei der neuen Grand Prix-Formel der Fall. Wir haben die Gründe, weshalb wir die neue Rennwagen- Formel verurteilen, in Nummer 90 der «A.-R.» Eine Auswahl meiner revidierten Occasionswagen PACKARD HUDSON O.M. RENAULT FIAT ESSEX DDNNET-ZEDEL CITROEN PEUGEOT AUlUMUttlL-KbVUn (Standort Basel) 6 Cyl., Victoria, 3pl. Stosstangen, Vierradbremse, BaHonpnens 6 Cvl., Sedan, 7pl. Ballonpneus . . ; ; j s s i » i 6 Cyl., Allwetter Stosstangen, Vierradbremse Ballonpnens 4 Cyl., Cond. int., 4pL, 11 HP Vierradbremse, Ballonpneua . j ; ; 3 versch. Cond. int., Ballonpnens, teils Stosstangen n. Vierradbremse . i 6 Cyl., Coach. 6pl. Stosstangen, Ballonpneua ; ; j ; ; Cond. int., 4pl ; ; j ; ; ; ; ; ; Cond. int., 4pl., Ballonpnens ; ; ; ; Cabriolet, 2pl., Ballonpnens ; ; i i Fr. 8000.- Fr. 6500.- Fr. 6900.- Fr. 5200.- Fr. 3000 bis Fr. 5200.— Fr. 4600.- Fr. 4000.- Fr. 3500.- Fr. 2300.- Freie Besichtigung aller Occasionen zu jeder Taqeszeii in meiner Garage am Bundesbahnhol in Basel TTrT 17lJtI/\VT O A TUT» A XT JO /»rt. SPORTLICHES Ein nachahmenswerter Schritt. ausführlich dargelegt. Die schweizerischen Sportbehörden drängen nicht von ungefähr auf die Einführung der Tourenwagen-Kategorie für das internationale Reglement, ist doch die Erfahrung, welche mit dem Tourenwagen bei einem Rennen erzielt wird, für eine Fabrik naturgemäss von höchstem Nutzen für die Verbesserung des Alltagswagens. Eine Zerreissprobe für die Sport- und Rennwagen (Typen, die sich bereits derart raffiniert verfeinert haben, dass die mit ihnen erzielten Erfahrungen für den Alltagswagen nur noch im entfernten und übertragenen Sinne nützen können) kann der gesamten Automobiltechnik nur dann neue Werte zuführen, wenn die Reglemente derart abgefasst sind, dass sie Neukonstruktionen freie Bahn schaffen. Diesen Weg beschreitet in vorbildlicher Weise der A. C. von Deutschland, der für seine Ausschreibung zum Grossen Preis der Nationen am 14. Juli auf dem Nürburgring für Wagen mit Zweitaktmotoren und Vorderradantrieb Speziaipreise ausgesetzt hat, um den Konstrukteuren dieser Wagen Gelegenheit zu geben, ihre Erzeugnisse in einem grossen Rennen unter Prüfung zu stellenv Der Wert derartiger Zerreissproben ist eindeutig, v. St. Moritzer Automobilwoche 1929. Die junge Ortsgruppe St. Moritz der Sektion Graubünden A. C. S. hat mit der in jeder Beziehung gelungenen Durchführung der Schönheitskonkurrenz vom vergangenen August ihre Feuerprobe in Sachen Organisation iglänzend bestanden. An der Legitimation für die Inszenierung einer grossaufgezogenen Veranstaltung gebricht es ihr somit nicht. Ohne Zögern haben die St. Moritzer denn auch für den August 1929 eine Automobilwoche in den schweizerischen Sportkalender eintragen lassen. Und bereits ist die Basis für die Organisation geschaffen. Im Beisein der Herren Delessert, Decrauzat und Vassali fanden jüngster Tage in St. Moritz die ersten Besprechungen statt, deren Gegenstand die Festlegung der Organisation und des Programms — in groben Zügen allerdings nur — bildeten. Im Rahmen der St. Moritzer Automobilwoche sollen folgende Konkurrenzen zum Austrag gelangen: Eine zweitägige Regelmässigkeitsfahrt durch den Kanton Graubünden, für welche die Route ungefähr lautet: 1. Tag: St. Moritz, Julier, TiefenkasteL Chur (Halt), Prättigau, Davos. 2. Tag: Davos, Tiefenkastei, Thusis, Flitns, Diserttis, Lukmanier, Olivone, Biasca, Bellinzona, St. Bernhardin, Splügen, Tiefenkastel, Albula, St. Moritz. Eine Alpenfahrt en miniature sozusagen —« und eine prächtige Propaganda für die Sache des Automobils in Graubünden, sintemalen der Stundendurchschnitt auf 30 km festgelegt werden soll. Diesem vielverheissenden Auftakt würden sodann als weitere Attraktionen folgen: Ein Kilometerrennen auf der Strasse Samaden-Punt Muraigl, welche für diesen Zweck verbreitert und staubfrei gemacht werden soll, eine Bergprüfungsfahrt auf der Bernina- oder Julierstrasse, eine Gymkhana und ein Schönheitswettbewerb. An Mannigfaltigkeit und Gediegenheit lässt das skizzierte Programm keine Wünsche offen; auch der verwöhnteste Habitue wird dabei auf seine Rechnung kommen. Und dass die Organisation bis in die letzte Kleinigkeit hinein klappen wird, dafür bürgen die St Moritzer, denen das Organisieren zur zweite» Natur geworden ist. An der Spitze des Organisationskomi'tees steht Herr Gemeindepräsident Nater. br. «Bremskontrollen». Di© in Nr. 106 der «Automobil-Revue» wiedergegebenen Ausführungen und Anregungen sind nur zu begrüssen! Eine Kontrolle durch nicht fachmännisch ausgebildete Organe ist geradezu widersinnig und kann nie eine entsprechend sachliche sein. Ausgebildete" Fachleute einzig zu diesem Zweck anzustellen oder gedachte Organe besonders ausbilden zu lassen, dürfte eine recht teure Schmiere werden, die schliesslich die Herren Automobilisten doch wieder in irgend einer Form bezahlen müssten, wenn nicht anders, so in einer Taxe für Bremskontrollen oder gar in einer Busse für nicht in Ordnung befundene Bremsen! Muss aber Geld ausgegeben werden, dann möge es dorthin fliessen, wo fachmännisches Urteil und auch — Abhilfe der Mängel zu teil wird. Eine fachmännische Prüfung durchzuführen, sind doch wohl Fachleute aus unseren Auto-Reparatur-Werkstätten berufener) als mit notdürftigen Fachkenntnissen ausgerüstete Ordnungshüter der Strasse. Und haben wir ohnehin schon genügend bevogteten Automobilisten noch Grund einer Vermehrung der Strassenvögte das Wort zu reden, während unsere «Hilfen in der Not», die Auto-Reparaturwerkstätten, in vielen Orten nicht auf Rosen gebettet sind? Diesen den wohlverdienten Lohn zufHessetJ zu lassen haben wir gewiss mehr Ursache. W.St