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E_1929_Zeitung_Nr.001

E_1929_Zeitung_Nr.001

Kurven, wichtige

Kurven, wichtige Kreuzungsstellen etc. sofort gesandet und rauher gemacht würden, um so das Schleudern der Fahrzeuge zu verhindern. Es ist z. B. letzten Winter vorgekommen, dass bei der vielbefahrenen Strassenkreuzung in Sihlbrugg an einem einzigen Tage drei und vier Automobile trotz massigem Tempo ins Gleiten kamen und über die Strassenböschung hinab unwiderstehlich in eine ca. zwei Meter tiefer liegende Matte getragen wurden. Dass grössere Unfälle bis dato nicht vorkamen, ist ein Wunder. Aufgabe der Zuger Behörden wäre es aber gewesen, bei Eintreten solcher besonderer Verhältnisse sofort durch Sanden für Abhilfe zu sorgen und nicht erst zuzuwarten, bis schon verschiedene solche Vorfälle vorgekommen sind und die Automobi'istenverbände um Abhilfe ersucht haben. Man kennt ja ungefähr all diese gefährlichen Stellen und Hesse sich mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Strassenwärter ein so'cher Strassenmeldedienst sicherlich ohne grosse Schwierigkeiten durchführen. Es wäre hiebei auch angezeigt, ausser dem Sanden und Rauhermachen der vereisten Fahrbahn diese Stellen den Automobilisten und Motorradfahrern, wie übrigens auch den andern Strassenbeniitzern, speziell durch ca. 100 Meter vorher angebrachte Warnungstafeln mit der Aufschrift «Vorsicht, vereiste Stelle» besonders zu kennzeichnen, damit der Fahrer rechtzeitig seine Geschwindigkeit abstoppen kann. Denn es kommt nicht selten bei uns vor, dass die Strasse auf offenem Gelände vollständig aper und eisfrei ist und den Fahrer daher nicht zu einem reduzierten Tempo veran'asst, hundert Meter weiter aber befindet sich eine Kurve in einem Wald, die stark vereist und äusserst glatt ist. Der Fahrer kommt mit vierzig Kilometer Geschwindigkeit in dieselbe hineingefahren, gerät mit dem Fahrzeug ins G'eiten und rasch ist ein Unfall da.' Es konnte z. B. letztes Jahr ein solcher Unfall an der grossen Strasse Züricli-Winterthur, bei der Waldkurve nach Brüttisellen beobachtet werde, wo die einzige Ursache für das Ueberschlagen des Wagens darin zu suchen war, dass der Fahrer sich gar nicht bewusst war. nach der vorher ganz eis- und schneefreien Strasse plötzlich eine stark vereiste Stelle vor sich zu haben und ahnungslos fn die sonst gut ausgebaute und fahrbare Kurve hineinfuhr. Zwei an beiden Enden der Kurve aufgestellte Warnungstafeln hätten hier den Unfall zweifellos vermieden. Es ist wohr selbstverständlich, dass sich ein solcher Warnungsdienst auf die grossen Durchgangsstrassen konzentrieren müsste. Die damit verbundenen Auslagen dürften aber unter Heranziehung der zur Verfügung stehenden Strassenwärter keine so grossen sein, der Unfallverhütungsaktion aber würde dadurch ein sehr grosser Dienst erwiesen. Das Kapitel der ausreichenden und rechtzeitigen Schneefreimachung der wichtigern Strassen ist in der Presse schon wiederholt behandelt worden. Uns scheint, dass auch in dieser Hinsicht noch zu wenig getan wird und dass es den Kantonen nach Anschaffung geeigneter und leistungsfähiger Schneepflüge und Schneeschleudermaschinen mög'ich sein sollte» unser wichtigeres Strassennetz auch den Winter hindurch in einem viel besser fahrbaren Zustande zu halten. Wenn man bedenkt, dass die französische Eisenbahngesellschaft P. L. M. es fertig bringt, die bekannte Route d'Hiver des Alpes, die bis zu Höhen von 1200 m emporsteigt, von St. Julien bis Nizza den ganzen Winter hindurch, nur wenige Tage sehr starken Schneefalls ausgenommen, in einem sehr gut fahrbaren Zustand zu halten, so sollte man glauben können, dass auch in der Schweiz mit einigermassen gutem Wil'en auf diesem Gebiete etwas mehr geleistet werden könnte. Man wird zwar geltend machen, dass all diese Schneeräumungsarbeiten wiederum erhebliche Kosten mit sich bringen. Wenn man sich aber anderseits über'egt. dass die Motorfahrzeugbesitzer ihre Motorfahrzeugsteuer auch für das ganze Jahr zu bezahlen haben und man ihnen für die ausgesprochene Winterzeit, wo die Verwendungsmöglichkeit des Fahrzeuges nur eine beschränkte ist, keinen Ah^ug gewährt, so sollte man anderseits wähl auch verlangen dürfen, dass der Staat dafür besrirsrf ist. dass der Automobilst und Motorradfahrer dann auch während des ganzen Jahres die Strassen benutzen kann (die dlich a"sgenom men'). Wenigstens sollte diese Forderung ge gem'iber d-en wicnHeern D'ircfierang^strasse erhoben werden Winien. im ^inne einer ra sehen nir) Hinreichenden Schnfefreima^hwn des in Betracht kommenden Strassennetzes Denn es kommt oft vor, dass die Fahr bahn zwar schneefrei gemacht wird, jedoch auf einer vö"ig ungenügenden Breite, und wenn man dann zum Ausweichen genötig ist, sitzt man mit den Rädern der einen Wa genseite plötzlich in einem schneeverweh ten Strassengraben. Es fragt sich hier, ob in diesen Fällen die effektive Fahrbahnbreite nicht mit Tannenzweigen oder Stecken kenntlich gemacht werden könnte, wie dies in einigen Kantonen übrigens bereits der Fall ist. Auch dadurch könnten unliebsame Erlebnisse zum voraus vermieden werden. Solche Strassenprob!eme während der Winterszeit könnten zweifellos noch weitere itiert werden. Zweck dieser Ausführungen soll es denn auch nur sein, die kantonalen Strassenämter auf dieses spezielle Problem der erhöhten Sicherheit unserer Strassen während der Winterzeit aufmerksam zu machen und ihnen die Anregung zu unterbreiten, diesen Fragen höhere Beachtung zu schenken. Der Strassenverkehr hat heute wiederum solche Dimensionen angenommen, Beförderungen der Hauptleute und Subalternoffiziere. Promotions des capitaines et officiers subalternes. Brevets vom 31. Dezember 1928. Brevets du 31 decembre 1928. Es werden befördert: Sont promus: rroMn Füsiliere und Schützen. Füsiliers et carablniers. Zum Oberlicutcnant der Lieutenant • Au grade de premier-lieutenant, le lieutenant *Malhieu Alfrod, Basel, Mot.-Rdf.-Kp. 1 K. F. Zum Lieutenant der Unteroffizier: Au grade de lieutenant, lo sous-officier: *Richli Hermann, St. Gallen, Mot.-Rdf.-Kp. 1. Quartlermeister. Quarlier-maitres. Zum Hauptmann der Oberlieutenant: Au grade de capitaine, lf> premier-lieutenant: Govvthorpe Henri, Zürich. Stab Seh. Mot. Kan. Abt. 10- Stab Mot Art. R 6 Zu Oberlieuienants die Lieutenants: Au grade de premier-lieutenant, les lieutenants: * Wohnlich Hans. Hohentannen, Stab. Seh. Mot. Kan. Abt 7 Automobil, Eisenbahn und Strassenbau. Immer mehr dringt sich die Erkenntnis durch, dass das Automobil dazu bestimmt ist, in der Geschichte des modernen Menschen eine ausschlaggebende Rolle zu spielen, da er sich mit demselben frei und unabhängig überall hin bewegen kann. Der durch das Automobil stark verbilligte Transport, die Wertsteigeruug von allem Grund und Boden, der über anständige Strassen verfügt, sind die am meisten ins Auge springenden Vorteile einer modernen Strassenbaupolitik und der dafür nötigen finanziellen Opfer. Es ist ganz unbestreitbar billiger, gute Strassen zu bauen, als die alten zu reparieren oder gar verfallen zu lassen! Seit zweihundert Jahren wird z. B. in dass auch für dessen bessere und gefahrlosere Abwicklung im Winter ausgedehntere und weitergehendere Massnahmen vorgekehrt werden müssen. Es liegt auch in dieser Hinsicht dem Staat eine grosse Verpflichtung ob, deren er sich nicht ohne weiteres entziehen kann- Die Verteilung des Benzinzollviertels wird den Kantonen übrigens die Mittel in die Hand geben, um auch diesem Problem inskünftig erhöhte Aufmerksamkeit schenken zu können und für genügende Abhilfe das Nötige anzuordnen. Dass Automobilisten und Motorradfahrer den Behörden für all diese Bestrebungen zu besonderem Dank verpflichtet sein würden; muss wohl nicht noch speziell hervorgehoben werden. s. Von unserer Moforwagenfruppe (Siehe auch Automobil-Revue No. 107) ARTILLERIE. Artillerie-Nachrichtendienst. Service de renseignemenis d'artillerie. Zum Hauptmann der Oberlicutenant: Au grade de capitaine, lo premior-lieutenant: Sänger Raimund, Zürich, Mot.-Hb.-Bttr. 93: Kdt. Art.-Beob.-Kp. 5. Schwere Artillerie und Motor-Artilieris. Artillerie- lourde et artillerie-automobile. Zu Kauptleuten die Überlieutenants: Au grade do capitaine, les premicrs-Iieutenants: Bachofner Heinrich. Seegräben, F Bttr. 50: Kdt. Seh. Mot. Kan. Bttr. 15. Charles Arthur, Borne, Bttr. can. auto. 85: Cdt. bttr. can. auto. 85. Frey Emile, Paris, Cp. art. fort. 5: Cdt. bttr. can. ld. auto 17. Winkelmann Gottfried, Tavannes, Seh. F Hb. Bttr. 2: Kdl Seh. F Hb. Bttr. 3. Gehrig Alfred, Thun, Seh. Mot. Kan. Bttr. 23: Kdt. Seh. Mot. Kan. Bttr. 23. Schmidt Georg, Zürich, Seh. Mot. Kan. Bttr. 9: Kdt. Seh. Mot. Kan. Bttr. 9. Streif! Fritz Aathal, Seh. F, Hb. Bttr, 8: Seh. F. Hb. -"--- Bltr. ö "zugeteilt. —^rrQberHeuteWants die Lieutenants: Au grade der premier-lieutenant, les lieutenanls: * Halter Eduard, Zürich, Seh. F. Hb. Bttr. 8. * Schuwey Oswald, Düdingen, Stab Seh F Hb. Abt. 1. * Seiler Wah°.r, Adliswil, Mot. Kan. Bttr. 89. * Kugler Karl, Bern, Seh. F Hb. Bttr. 4. * Meyer Jean, Zürich, Stab Mot. Art. Abt. 5. * Hauri Hans, Zürich, Seh. Mot Kan. Bttr. 25. * Hofer WaiUr, Bern, Seh. Mot Kan. Bttr. 5. * Hofstetter Josef, Oberägeri, Seh. F Hb. Bttr. 6. * Rosenmund Louis, Liestal, Seh Mot Kan. Bttr. 15. * Scbäppi Ernst. Hoigen. Seh. Mot Kan. Bttr. 20. *Seewer Waller, Interlakcn, Seh. F Hb. Bttr. 4. *Tröh!er Friedrich, Thun, Mot. Kan Bttr. 89. * Burckhardt Karl, Urlaub, Seh. Mot. Kan. ßttr. 10 * Cuhat Marcel, Zürich, Bttr. can Id. auto. 4. *Dutoit Marcel, Yvonand. Bttr cau. ld. auto. 2. * Ebinger Walter, Mosnang, Seh. F Hb. Bttr. 7. * Gfellcr Rudolf, Btrn, Stab Seh. F Hb. Abt. 3. * Graf Werner, Unaub, Sv.h. Mot Kan. Bttr. 14. * v. Muyden Gabriel; Geneve, Bttr. ob. auto. 91. * Revilliod Jacques, Allaman, Bttr. can. ld. auto. 3. * Rüegg Gottfried, Zürich, Seh Mot Kan. Bttr. 12. * Schneider Fritz, Zürich, Seh. Mot. Kan. Bttr. 8 * Schneiter Friedrich, Aarau, Mot Kau. Bttr 88. * Schnyder Hans, Zür.ch, Seh. F Hb Bttr. 8. * v. Wattenwyl Gerard, Bern, Scb. Mot. Kan. Bttr. 7 * Gagg Walter, Zürich, Seh. Mot. Kan. Bttr. 7. ' Henzi Ern^t, Basel, Mot. Hb. Bttr. 92. * Hess Henri, Urlaub, Seh. Mot. Kan. Bttr 16. * Jegher Jürg, Urlaub, Seh. Mot. Kan Bttr. 9. * Keller Erhard, Zürich. Seh. F. Hb. Bttr. 5. * Schibli Kurt, Ölten. Stab Seh. Mot. Kan. Abt. 3. Zu Lieutenants die Feinere Au grade de lieutenant, Ie3 fourriers: Baidinger Gustav Bern, Art. Beob. Kp. 4: Stab Seh. Mot Kan. Abt ß. Barben Karl, Spiez, Geb. Tr. Kol. 3: Stab Scb. Mot. Kan. Abt. IS. Fiechter Willy, Herzogenbuchseo, F Bttr. 30: Stab Seh. Mot Kau. Abt 4 Gassmann Rudolf, Soiothurn, F Hb. Bttr. 76: Stab Seh. Mot. Kan. Abt. 1. SANITAT. SERVICE DE SANITE. Aerzte. Medccins. Zu Oberlieutenants die Lieutenants: Au grado do premier-lieufenant, les lieutenants: * Meyer Willi., Miinsterlingen, Scb Mot. Kan. Abt. 8. * Strebel Karl, Adliswil. Seh. Mot. Kan. Abt. 5. L'asterique precödant le nom signifie que l'incorporation reste la memo. Le signe — devant lo nom indique que la nouvelle incorporation n'est pas mentionne'e, l'officier resto ä disposition. Das vor den Namen gesetzte Sternlein bedeutet, dass die Einteilung die nämliche bleibt. Das Zeichen — vor dem Namen gibt an, dass die neue Einteilung nicht bekannt ist und der Offizier zur Disposition gestellt bleibt. MOTORWAGENTRUPPE. TROUPES DU SERVICE DES AUTO- MOBILES. Zu Hauptleuten die Oberlieutenants: Au grade, de capitaine, les premier-lieutenants: Sermcnt Andre. Lausanne, Cdt. ad int. Place d'estimation 2: Cdt. Placo d'estimation 2. Moser Friedrich, Zollikon, Kdt. ad int, Schatzungsplatz 6: Kdt. Schatzungsplatz 6. Wiskemann Paul, Rüschlikon, Kdt. ad int. Schatzungsplatz 11: Kdt. Schatzungsplatz 11. Hangartner Jakob, Oberuzwil, Kdt. ad int. Mot. Lastw. Kol. V/4: Kdt. Mot. Lastw. Kol. V/4. Quartiermeisfer; __ Quartier-maitres. Dill Jacques, Liestal, Schatzungsplatz 8: Mot. Lastw. Abt. 4. Scherer Fritz, Hitzkirch, Schatzungsplatz 4: Mot. Lastw Abt. 3. Zu Oberlieutenanfs die Lieutenants: Au grade de premier-lieutenant, les lieutenants: * Haller Gabriel, Genevo, Bttr. can. Id. auto. 1. * Meyer Theodor, Bern, Mot. Kan. Bttr. 89. * Grünenfelder Heinr., Sarnen, Mot. Lastw Kol. 1/5. * Pfenninger Ernst, Zürich. Seh. Mot. Kan. Bttr. 14. * Bauer Fritz, Basel. Seh Mot Kan Bttr. 7. * Büttikofer Hs , Chaux-de-Fonds. Col cam. auto. 1/2. * Juhn Anton. Lausanne. Bltr can ld auto. 17. * Piccino Robert. Gen°vo. Col cam. auto. IV/1. *Ryser Fritz. Thuu, St.h Mot Kan. Bttr. 15. Quartirrmeister. Quartier-maiire. Zum Lieutenant der Fourier Au gradt de lieutenant le fourrier: Kislig Hans, Steffisburg, Mot. Lastw. Kol. IV/3: Mot Lastw Alu 2 Zu Lieutenants die Unteroffiziere: Au grade de lieutenant, les sous-officiers: — Hotz Adolf, Zürit-h. S-'h. Mot. Kan. Abt. 12. — Miez Georg, Qltwi. Scb Mot. Kan. Bttr 13. — Bischof Hermann, Trimbach, MoK Hb Bltr. 95. — Hubert Charles. Lausanne, Bttr. ob tr. 91 — Baumherger Hans. Langenthai, Mot. Lastw. Kol. IV/3. — Bodmer Hans. Züncb. Div. Stab 5. — Egger Rudolf Flawil. Div Stab 6 — Grenarher Janr-3, St Blaise Mot Lastw Kol 1/2. — Hercod Pierre. PuHy Col cam auto IV/1. — Fessina Fausto, Lugano. Col autocarri IV/5. — Tavernier Michel. Sion. Col cam. auto. IV/1 — Zumstein Andreas. Bern, Mot Lastw Kol IV/3 — Christeüer Walter Saanen, Mot. Lastw Kol IV/3 — Diebold Paul. Badpn, Mot. Kan. Bttr 87 — Kästli Hermann. Bern. Mot Lastw Ko! IV/3. I — Scherei Albert, Baspl. Seh Mot. Kan. Bltr. 10. — Spahr Willi. Bümpitz. Div Stab 3 England der Wegebau gepflegt, und das englische Autostrassennetz verfügt heute über 287 050 km. Jeder 24. Engländer besitzt heute einen Wagen. (In den Vereinigten Staaten ist allerdings die Zahl der Automobilbesitzer noch dreimal grösser). Um London hprum zieht sich ein weitverzweigtes Autostrasspnnetz von etwa 400 km. mit einer Durchschnittsbreite von etwa 80 Meter Auf Grund des Road Improvements Act wurde durch Zuschuss von staatlichen und privaten Geldern — insbesondere aber in den Arbeitslosigkeitsperioden der letzten Jahre — durch Ausbau des Strassen nettes viel zur Bebauung von Terrain für Wohn- und Industriezvveeke, zur Ventilierung von dichtbevölkerten Landstrecken, zur Gesundung der Arbeiterwohnstätten und zur Abkürzung der Entfernung zur Arbeitsstätte beigetragen. Und es ist interessant, dass der englische Staat sich bereits im Jahre 1909 das Recht vorbehielt, längs je'ler neugeschaffenen Strasse eine Viertelmeile Land selber zu erwerben, um als erster die Nut^niessung des neugeschaffenen Wertes zu haben. 1929 — N n l Die Anlagen von guten Autostrassen, ihr Ausbau und ihre Unterhaltung bilden in. den Vereinigten Staaten von Nordamerika einen Hauptfaktor in jedem nationalen Budget. Eine Billion Dollar wird jährlich zur Unterhaltung der Strassen für die 23 Millionen Fahrzeuge budgetiert. Auch sind viele Autobuslinien eingeführt worden, und heutzutage ersetzt manches Lastauto die Frachtbeförderung durch die Eisenbahn. — Natürlich hat schon lange auch in den. Vereinigten Staaten von Nordamerika die Rivalität zwischen Eisenbahn- und Automobilverkehr lebhafte Kämpfe entfesselt. Und das eiwa nicht erst in letzter Zeit! Aber langsam hat man doch eingesehen, dass niemals Eekämpfung, wohl aber gegenseitige Unterstützung und Ergänzung für beide Teile das Rentabelste ist. In den U. S. A. und in Kanada betreiben heute an die 52 Eisenbahngesellschaften den Autotransport, und über 750 Autobusse werden von 60 Eisenbahnlinien unterhalten. — Die unmittelbaren Folgen des um sich greifenden Konkurrenzkampfes von Automobil und Eisenbahn in Deutschland wurden durch Zusammenschluss der Privat- Automobilgesellschaften zu einer einzigen Aktiengesellschaft, mit einer 55prozentigen Beteiligung des Staates einerseits und durch das Zusammenarbeiten der Eisenbahn- und Postverwaltung im Autoverkehr andererseits, teil weise abgeschwächt. Die Vorteile des Touristen-Automobilverkehrs sind von den französischen Behörden rechtzeitig erkannt worden. Da in diesen Gegenden die Eisenbahn sehr rar und Pferdefuhrwerke recht unpraktisch sind, konnte nur das Auto die einzig brauchbare ; Lösung bringen. In den Alpen unterhält die französische Eisenbahngesellschaft Paris—Lyon—Mediterran«? einen Autobusverkehr, der es dem Reisenden ermöglicht, von Nizza nach Evian über einen Weg von 630 km in dreieinhalb Tagen zu gelangen, wobei der Wagen über sieben grosse Pässe kommt, worunter fünf 20 n 0 Meter hoch sind. Auf einem anderen Wege, der 735 km lang ist, braucht man 5 Tage: er führt über Annecv, Aix-les-Bains und Grenoble. Die P. L. M.-Postaiitolinien, welche im letzten Jahr über eine Viertelmillion Touristen befördert und etwa 12 Millionen Franken eingebracht haben, verfügten im Jahre 1926 über 156 Linien von 18 700 km Gesamtlänge,"-gegenüber 46 Linien mit 2780 km im Jahre 1913. In Italien ist das Autobus-Strassennetz von 9000 km im Jahre 1913 auf fast 100 000 km im Jahre 1928 angewachsen. Diese ausserordentliche Ausdehnung verdankt es dem Umstand, dass mit Ausnahme von der Po-Ebene nur wenige Eisenbahnlinien durch den Apennin gehen, der Bau von Eisenbahnkörp Q rn in der Ost-Westrichtung durch das Gebirsre sehr kostspielig ist und ständig grosse Zuschüsse erfordern würde. Allerdings ist in Italien der Dienst der Autobusse von nicht weniger als 23 verschiedenen direkten und indirekten Steuern betroffen, von denen die auf Betriebsstoffe am stärksten haftet. In der Schweiz wollen die Behörden, wio man weiVs. den Automobilverkehr nicht so leicht auf Kosten der Eisenbahnen fördern. Es hat sich bei uns d'e SEPA gebildet, um den Güterverkehr auf der Eisenbahn, der immer stärker dem Automobilverkehr zuzugipsen drohte, wieder zu beleben. Man trachtet in der Resel, durch das Auto die Eisenbahn von einem Verkehr 711 entlasten, für dpn es der bps«er eeeienete Faktor ist. Tm Frachtverkehr brinsrt übrigens eine sehr befriedigende Lösung d°r cfpcrpn«p : tippn E^trän/untr ^es Automobil- uni dos Eisenbahntransportes die vnn f lfn Vpreini?tpn Staaten von Amerika hprübp'-kommmrle und We'ts in England und in Deutschland anerkannte Einrichtung dps Conta'tipr- D ; enstes. rier es ermöglicht. Warenp 'Ro'^prune der Verbältnisse kann allerdings nur e : n auf nationalen und mtorrtationaien Verkehrsbednrfnissen anfcrpbautpr s'pnerellpr Plan des Strassen- und Eisenbahntransportes bringen. Tl. Verkehrserschwerunjj statt VerVehrserleicliterung. Der ziem'ich rege Verkehr des Surenta'es über B11tti.sb.0i7 nach Wo'husen ins Entlebuch wird für Motorlastwagen je und je erschwert Vor wenigen Jahren wurde mit ca. 350 000 Franken, grösstenteils Staatsund Gemeindegelder, eine neue Strasse von Buttisholz nach Wolhusen gebaut, um so den Verkehr der erwähnten Gegenden zu erleichtern. Kurz nach Fertigstellung der Strasse wurde deren Befahren mit Lastauto verboten. Der Verkehr wickelte sich nun wie früher auf

W*I — 1929 der Verbindungsstrasse Rüdiswil-Lein ab. Letzter Tage ias man nun im « Käntonsblatt », dass diese Strasse für sämtliche Motorfahrzeuge auch verboten sei. Der Verkehr hat nun über eine Anhöhe durch das Dorf Ruswil zu geschehen. Durch diese Umfahrt ist die Fahrstrecke ca. 2 km länger. Im selben Strassenstück ist eine ziemlich grosse Steigung zu überwinden. Eine sehr gefährliche Stelle muss bei der Kurve im Dorf Ruswil befahren werden. Allgemein fragt man sich, ob dieses Verbot einer solch wichtigen, viel befahrenen Strasse nicht eine Schikane und Gefahr sei. Andernorts werden unübersichtliche gefährliche Strassenkurven gutmöglichst ausgebaut oder wenn möglich umfahren. Hier werden die Vehikel genötigt, diese für jeden Verkehr gefährliche Stelle zu passieren. Grund des Verbotes mag die teilweise Mehrbelastung der Strassenpflichtigen der Rüdiswil-Leinstrasse sein. Wenn irgendwo angezeigt ist, dass die Gemeinde und der Staat den Unterhalt einer Strasse übernehmen, so trifft dies bei der ca. 800 Meter langen Leinstrasse zu. Der Staat bezieht von den Autos riesige Summen Geld. Als Entgelt soll er die Pflicht haben, an stark befahrene, wichtige Verkehrsstrassen Beiträge zu leisten. Auf der einen Seite werden mit grossen Kosten moderne Autostrassen gebaut, auf der andern Seite müssen wichtige Verkehrsstrassen durch die Anstösser unterhalten werden. Staatssteuer bezieht man von allen Bürgern, wohnen sie an einer Kantonsoder öffentlichen Güterstrasse. Nicht nur nach Schablone, sondern nach Bedürfnis sollte gehandelt werden. korr. Internationale Durchgangsstrassen. Havas meldet, das im Verlaufe der Beratungen über das Finanzgesetz im französischen Senat Viktor BeYard die Aufmerksamkeit der Regierung auf die zwöli Kilometer lange Strasse durch den Jura zwischen dem Pays de Gex und dem übrigen Frankreich lenkte- Die Strasse, die einen bedeutenden Verkehr mit Genf aufweise, sei im Winter wegen des Schneefalles gesperrt. Forgeot antwortete, dass die Strasse Paris-Genf für den Winterbetrieb offengehalten werden solle, er rechne dabei auf eine Mithilfe der Departemente. Es ist für die schweizerischen Verkehrskreise von grösster Wichtigkeit, die Anstrengungen unserer Nachbarländer auf Schaffung von Durcfo?angsstrassen für die internationalen Länder-Verbindungen genau zu verfolgen. Dass die Völkerbundsstadt Genf Verbin dungsstrassen erhält, die das ganze Jahr hindurch fahrbar sind, ist wohl eine Selbstverständlichkeit; wer diese Sachlage noch nicht erfasst hat, braucht nur einmal während den Beratungen des Völkerbundes die Automobile der Staaten-Vertreter zu beachten; fast die Vertreter der meisten Länder bedienen sich des Motorwagens für ihre Reisen von und nach Genf. Auch die Nord-Süd-Verbindung Deutschland-Italien wird zur Tatsache werden, lange bevor eine schweizerische Autostrada zur Wirklichkeit wird. Wenn wir hierzulande nicht entschlossene Real-PoÜtik treiben und geeignete Strassenzüge durch unser Land derart anlegen, dass sie, mit Ausnahme kurzer Tunnelstrecken, das ganze Jahr hindurch fahrbar sind, so werden wir im Westen umfahren- Von Strassburg nach Genua fährt man jetzt schon fast mühelos auch zur Winterszeit; mit verhältnismässig geringen Summen können die Franzosen diese Verbindung derart ausbauen, dass sie erfolgreich gegen schweizerische Traces aufkommen kann. A Automobilfahrer Achtung! Dieser Tage wurde in der Nähe von Annecy im Savoyischen ein Automobilist von einem Individuum durch die erhobene Hand angehalten. Plötzlich gab der Kerl auf den Fahrer mehrere Schüsse ab, wodurch der Automobilist schwer verletzt wurde. Kurze Zeit später wurde auf einen anderen Automobilisten an gleicher Stelle das nämliche Attentat versucht, dem sich in diesem Fall der Automobilist durch die Flucht entziehen konnte. Auch hierzulande kommt es öfters vor, dass Automobilisten auf der Strasse angehalten werden, irgend ein Unbekannter meldet sich dann zum Mitfahren. Derartigen Versuchen muss mit grösster Vorsicht begegnet werden, insbesondere einzeln fahrende Automobilisten sollten sich sorgfältig vergewissern, bevor sie anhalten und irgend jemand in ihr Fahrzeug aufnehmen. Bekanntlich ist der Lenker derart mit seinem Fahrzeug beschäftigt, dass irgend einem Gauner ein Ueberfall leicht gemacht ist. Man erinnert sich, dass kürzlich im Jura ein als Frauenzimmer verkleideter Mann einen Ueberfa'lauf einen Automobilisten versuchte; trotz Nachforschung der Behörden konnte jener Fall noch nicht aufgeklärt werden. Die Vorkommnisse bei Annecy mahnen erneut zu grösster Vorsicht. A Ein beachtenswerter Schweizer Erfolg- Wir haben bereits die ersten Resultate des Generalklassements der Weihnachts-Sternfahrt nach Pau bekannt gegeben. An der über 1500 km führenden Fahrt beteiligte sich der schon aus seinen ausserordentlichen Leistungen von Paris-Nizza bekannte Saurerwagen mit dem Spezialisten Lamberjack am Lenkrad, der, in Paris startend, trotz Nebel und Regen in bewundernswerter Zeit einging und den ersten Platz seiner Klasse belegte, v. Um den neuen Weltrekord. Major Segrave, dessen Vorbereitungen zum neuen Geschwindigkeitsweltrekord von uns eingehend gewürdigt worden sind, beabsichtigt, am 30. Januar mit einem Begleitstab von insgesamt 26 Personen, worunter der Konstrukteur seines neuen Rennwagens, ein Manager und vier Mechaniker, in See zu stechen. Segrave hat seine Probefahrten für den 1.—7. März, die eigentlichen offiziellen Rekordversuche auf 20.—25. März festgesetzt. Die Rekordfahrten finden wie letztes Jahr am Strande von Daytona Beach, dem bekannten Banc d'Essai für Weltrekorde in Florida, statt. Segraves Monsterwagen soll nach Berechnungen seines Konstrukteurs 386 Stundenkilometer erreichen. Um die Welt mit einem Dion-Bouton 1887. Die beiden italienischen Automobilisten Goudenzio und Elio beabsichtigen, eine Reise um die Welt mit einem Dion-Boutonwagen zurückzulegen, dessen Geburtsjahr auf 1887 zurückgeht. Dieser in der Geschichte des Automobilismus bisher sicher einzig dastehende Entschluss dürfte noch besonderes Interesse beanspruchen durch den Umstand, dass es sich bei dem genannten Wagen um ein Modell handelt, bei dem sich die Sitze face ä face befinden und das ein vertikales Lenkrad aufaufweist. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 20 Stundenkilometern erreicht. v. Das AUvater - Rennen 1929 ist abgesagt. Die Konkurrenz wird erst im Jahre 1930 aufgenommen, v. 24-Stunden-Rennen um Belgiens Grand Prix. Der Grosse Preis von Belgien für Automobile ist wieder in Form einer 24-Stundenfahrt ausgeschrieben worden und findet am 6. und 7. Juli auf der Rundstrecke von Francorchamps bei Spa statt. Es sind sechs Klassen vorgesehen, bis 750, 1100, 1500, 2000, 3000 und über 3000 ccm. Die Preise belaufen sich auf insgesamt 200 000 Franken. Damen sind e« AUTOMOBIL-REVUE nicht zugelassen; 'das Nenngeld beträgt pro Wagen 2000 Franken. Das argentinische Standartrennen. Am letzten Donnerstag des Jahres gelangte auf der Mercedes - Rundstrecke das argentinische Zwölfstunden-Rennen zum Austrag, das vom Fahrerpaar De Agostini — Gene Remero auf Rugby gewonnen wurde. v. Der Grand Prix von Frankreich. Das Datum für den auf der Sarthe-Rundstrecke zum Austrag gelangenden Grossen Preis von Frankreich ist auf den 30. Juni 1929 festgesetzt worden. Das Rennen wird nach der viel diskutierten neuen Verbrauchsformel ausgefahren. Die Veranstaltung ist mit 260,000 Franken dotiert. v. Der italienische Aatomobilkatender. In Rom tagte unter dem Vorsitz des bekannten Sportmannes Vicencio Florio die Sportkommission des Königlich Italienischen Automobil-Clubs. Von den genehmigten Veranstaltungen für 1929 seien genannt: 7. April: Sechste internationale Rundfahrt von Alessandria; 13. und 14. April : Dritter 1000-Meilen-Pokal; 21. April : Vierte internationale Rundfahrt von Cremona; 27. und 28. April : Internationale Rundfahrt durch Sizilien; 3. Mai : 20. Targa Florio und Coppa Florio; 12. Mai : Fünfter internationaler Pokal von Messina; 19. Mai: Messepokal und Grosser Preis von Monza; 26. Mai: Vierter Königspreis von Rom; 2. und 3. August : Fünfter Abruzzen-Pokal; 12. bis 17. August: Internationaler Alpen-Pokal; 8. September : Grosser Preis von Europa; 16. bis 22. September : Rundfahrt durch Italien. Insgesamt sind für das Jahr 1929 mehr als 3000 000 Lire an Preisen ausgesetzt worden. Der siebente Grand Prix d'Endnrance de 24 heures. Die Rennleitung dieser grossen, am 15. und 16. Juni 1929 auch als Coupe Rudge-Whitworth bekannten klassischen französischen Veranstaltung hat dieser Tage die ersten nach Ablauf der reduzierten Nennfrist eingelaufenen Nennungen wie folgt bekanntgegeben : He Coupe annuelle et öliminatoires de la VIe Coupe Biennale Rudge-Whitworth. — 1. Tracta (Frankreich); 2 Tracta (Frankreich); 3. Tracta (Frankreich); 4 fTacta (Frankreich); 5. B. N. C. (Frankreich); 6. B. N. C. (Frankreich); 7 B. N. C (Frankieich); 8 Stutz (Amerika); 9. Stutz (Amerika); 10 Stutz (Amerika); 11. Lagonda (England): 12. OakKnd (Amerika); 13 Alvis (England); 14. Alvis (England); 15 Du Pont (Amerika); 16. Harris- Leon Laisne (Frankreich); 17 d'Yrsan (Frankreich); 18. d'Yrsan (Frankreich). Ve Coupe Biennale Rudge-Whitworth (Finale) — 1. Tracta (Frankreich); 2. Tracta (Frankreich); E1STUM6 ist dos Losungswort der heutigen Generation Wenn es sich darum handelt, Rekorde zu brechen oder Maximaüeistungen zu schatten, ist die Verwendung von Firestone Gum-Dipped-Reifen gegeben. Seine Siege in allen Rennen der Welt kennzeichnen seine bestehenden Eigenschaften. Ob lange oder kurze Strecke, Rennbahn oder Strasse, überaU werden Firestone-Reiten den an sie gestellten Anlorderungen gewachsen sein. Mit FIRESTONE GUM-DIPPED-REIFEN SLXXX meisten Kilometer per Franken 3. Tracta (Frankreich); 4 B. N. C. (Frankreich); 5. Stutz (Amerika); 6. Alvis (England); 7. Alvia (England). v < Genfer Salon 1929. Zweiteilung des Genfer Salons. Der Verwaltungsrat des Genfer Salons hat sich, dem Beispiel einiger Nachbarstaaten folgend, entschlossen, den Salon 1929 in zwei Teile zu trennen. Der erste Teil, den man als «Sa on. der Automobile und Karosserien» bezeichnen kann, findet vom 15. bis zum 24. März statt. Der zweite Teil soll als «Salon der Motorräder, Schwergewichte u. Flugzeuge» durchgeführt werden. Er wird am letzten Samstag des Monats April, d. li. am 27. eröffnet und Sonntag den 5. Mai, abends, geschlossen. Die Festlegung der Daten war wegen zeitlicher Kollision mit der Basler Mustermesse (vom 13. bis 23. April) mit besondern Schwierigkeiten verbunden. Durch die Zweiteilung nach den Beispielen von Paris und London ist sowohl der Autoindustrie als der Motorrad- und der Flugzeugindustrie Gelegenheit geboten, ihre Erzeugnisse in weiterem Umfange als bisher auszustellen. Auch dem Platzmangel wird damit wirksam gesteuert. lt. Genfer Plakat-Wettbewerb für den Auto^ mobil-Salon 1929. Das Preisgericht für den Plakat-Wettbewerb hat in den letzten Tagen des Jahres sein Urteil wie folgt geiällt: \ Es wurde kein erster Preis zuerkannt. Den zweiten Preis im Betrage von Fr. 600 erhielt Johann Arnhold in Basel für den Plakatentwurf « Gelber Wagen x ». Den dritten Preis von Fr. 400 erhielt Sam. Junod (Genf) für seinen Plakatentwurf «Die Jagd nach dem Gold ». Den vierten Preis erhielt Frl. Margrit Schorp für ihren Entwurf « Völkerbund Autonummer 4475 ». Den fünften Preis erhielt der Berner Maler Stumpf für seinen Entwurf « Elite 3 », den sechsten Preis erhielt Lucien Mazonod (Genf) für den Entwurf «Rada 1000». Die dritten bis sechsten Preise betragen 400 bzw. 300 bzw. 200 bzw. 100 Fr. Dem Preisgericht lagen 200 Entwürfe zur Begutachtung vor. Die Tatsache, dass der erste Preis nicht vergeben worden ist, zeigt, dass das Preisgericht nicht gewillt ist, einen der eingelieferten Entwürfe ausführen zu lassen. Es bleibt zu erwarten, dass sich das Preisgericht wie in andern Jahren direkt mit einem Künstler in Verbindung setzt und ihm den Auftrag erteilt. Auf alle Fälle steht fest, dass der Auftrag nur an einen Schweizer Künstler oder an einen in der Schweiz ansässigen ausländischen Künstler vergeben werden soll. Das Plakat für den Genfer Salon war schon von jeher ein Schmerzenskind besonderer Art. Hoffen wir das Beste! xi. Abgelaufen. Die Referendumsfrist gegen den Bundesbeschluss über die Verteilung des Benzinzollviertels ist am 1. Januar 1929 unbenutzt abgelaufen. Der Bundesbeschluss, der den Verteilungsschlüssel für den Benzinzollviertel unter dem Titel «Subvention für den Unterhalt der Automobil-Durchgangsstrassen» enthält, ist nun drei Jahre lang in den Räten und Kommissionen hin und her gewälzt worden, so dass eine Lösung zu erwarteii war, die in der Hauptsache die Kantone befriedigen dürfte. Das Ablaufen der Referendumsfrist ist ein Beweis dafür, dass der Verteilungsschlüssel, trotz einiger Reklamationen von Vertretern der Gebirgskantone im Parlament, doch die Mehrzahl der Kantone zufriedengestellt hat. Eine Referendumsbewegung ist nicht einmal erwogen worden. Sieben Kantone, die noch Durchgangsgebühren für^Automobile und Bergstrassentaxen erhoben haben, stehen nun im Begriffe, diese Verkehrsschranken fallen zu lassen. Diese Wandlung kommt nicht nur den Automobilisten, sondern dem Verkehr unseres Landes überhaupt zugute. Die beiden Halbkantone Nidwaiden und Obwalden Hessen ihre Gebühren bereits am 1. November sistieren. Graubünden hob seine Einreisegebühren auf den Neujahrstag auf. Der Landrat des Kantons Uri beantragte kürzlich dem Regierungsrat die Aufhebung sämtlicher Gebühren und stellte den Budgetvoranschlag darauf ein. Im Kanton Glarus wird die Landsgemeinde im Monat Mai über den Wegfall der Taxen auf der Klausenstrasse das letzte Wort zu sprechen haben. Der Kanton Tessin stellt auf die nächste Fahrsaion die gebührenfreie Befahrung von Gotthard und Lukmanier in Aussicht. Auch der Kanton Bern wird demnächst auf die Taxe zur Befahrung der Grimselstrasse zu verzichten haben. Der Kanton Wallis hingegen befleisst sich einer besondern Vorsicht, indem er vorerst die Auszahlung seiner Benzinquote von 1925—1928 abwarten will. lt Winterbetrieb der Alpenposten. Die viet im Winterbetrieb stehenden Alpenpostkurse beförderten in der Woche vom 17. bis 23. Dezember 2521 Reisende. Davon entfallen auf die Ma'ojaroute 1089 Reisende, Chur-Lenzerheide 883, Reichenau-Waldhaus-Flims 342 und auf die Strecke Lenzerheide-Mühlen 207, lt