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E_1929_Zeitung_Nr.002

E_1929_Zeitung_Nr.002

der Kantonsrat die neue

der Kantonsrat die neue Verordnung m den wenigen Punkten revidiert, die den wirklichen Bedürfnissen des Verkehrs nicht gerecht werden. Und der Erfolg unserer Sache? Es ist keine Kunst in der Presse gegen den Autoverkehr, speziell gegen Lastauto und Motorrad zu hetzen und so mag es wohl sein, dass das Referendum abgewiesen wird. Allein die Gegner sollen nicht vergessen, dass das Personenauto, wie der Lastwagen und das Motorra'd ihre Berechtigung, und im Kanton vom Industriellen bis zum Arbeiter Eingang gefunden haben. Man vergegenwärtige sich, welche erneut wirtschaftliche Rolle das Motorfahrzeug für den Fremdenverkehr im Kanton Schwyz, und für die Hochtäler, Muotathal, Einsiedeln, Iberg, Wäggithal, spielt. Wir besitzen heute nahezu 1000 Auto- und Motorradbesitzer im Kanton Schwyz, von ca. 16,000 Stimmberechtigten bereits ein schöner Bruchteil. Eine Verbitterung dieser 1000 Motorfahrzeugbesitzer schadet dem Kanton mehr, als man in gewissen Redaktionsstuben des Kantons Schwyz glaubt. H. Die Neuregelung (*es Verkehrs mit Motorfahrzeugen vor dem luzernischen Grossen Rat. Ist eine Milderung zu erwarten ? Der neue Gesetzesentwurf des luzernischen Regierungsrates über die Neuregelung des Verkehrs ist vom luzernischen Grossen Rat beraten worden. Der Kommissionsreferent erwähnte einleitend der Beratungen, dass die Vorlage auf die Beschlüsse der Polizeidirektorenkonferenz abstelle und dass man eine gerechtere Besteuerung als bisher anstrebe. Das Automobil solle entsprechend seiner Strassenabnützung belastet werden. Gegenüber dem Regierungsrat habe die Kommission die Progression ein wenig gemildert und sie sei den Automobilisten bereits etwas entgegengekommen. Herr Grossrat Steiner, Luzern, begründete im Zusammenhang mit der Eintretensdebatte seine Motion betreffend Erlass eines Gesetzes über den Verkehr mit Motorfahrzeugen, event. betreffend die Revision der kantonalen Verordnung über den Mc-torfahrzeugverkehr. Er erklärte sich von der Vorlage nicht befriedigt und betonte, dass es nicht zuletzt gelte, die Bundesbahnen zu schützen. Deshalb habe er auch erwartet, dass der Kanton Luzern sich auf den Boden des ursprünglichen Berner Dekretes stellen würde. weit gehe, dass sie zu hoch und untragbar sei und eine Milderung eintreten müsse. Erfreulich war die Feststellung von Herrn Regierungsrat Dr. Walther, der betonte, dass die Frage des Automobilverkehrs heute eine Frage der Gesamtheit des Volkes und seine wirtschaftliche Bedeutung eine gewaltige sei. Das Berner Dekret könne man nicht kopieren, weil es dem Autoverkehr zu scharfe Schranken ziehe. Das luzernische solle nur das Wichtigste regeln. Der Beschluss auf Eintreten erledigte auch die Motion Steiner. In der Detailberatung machte der Kommisstonspräsident darauf aufmerksam, dass in Zukunft strengere Prüfungen für die Motorfahrzeugführer verlangt werden sollen. Nebenamtlich hätten die Prüfungsexperten sehr lukrative Einnahmen gehabt, weshalb es notwendig sei, die Experten inskünftig hauptamtlich anzustellen. In bezug auf die Nachprüfung der Motorfahrzeuge wolle man eine gewisse Freiheit lassen, und es sollen die Prüfungen in Stichproben und nicht in gesetzlich festgelegten Intervallen erfolgen. Die Bestimmungen betreffend die Bereiiungsvorschriften wurden vom Kommissionsreferenten erläutert und es wurde aus dem Rat der Antrag gestellt, die Frist, innert welcher die Vollgummibereifung durch Luftbereifung zu ersetzen sei, auf drei statt vier Jahre zu beschränken. Dieser Antrag wurde vom Rat abgelehnt. Das Gesetz enthält eine Bestimmung, nach welcher für gewisse Strassen ein Höchstgewicht von 15 Tonnen zuzulassen sei. Dieselbe zu streichen und höchstens 12 Tonnen zuzulassen, wurde von Hrn. Grossrat Steiner, Luzern, beantragt, mit dem Hinweis, dass man dadurch die Konkurrenz des Automobils gegen die Bahnen bekämpfen könne. Diesen Ausführungen trat Herr Grossrat Dr. Winiker, Ruswil, entgegen, der feststellte, dass das Automobil in bahnlosen Gebieten die Bahn ersetze und deshalb entschieden Entgegenkommen verdiene. Die Konkurrenz, welche das Auto der Bahn schuf, sei wertvoll gewesen. Bei Paragraph 13 wird bestimmt, dass alle abgeblendeten Scheinwerfer sichtbar sein müssen. Auch die Motorräder müssen abblenden. Herr Grossrat Kurzmeyer, Luzern, wünschte, dass man auch vor Personen die Scheinwerfer abblende. Herr Grossrat Hauser, Luzern, verlangte, dass man auch für Lastwagen einen Strassenspiegel vorschreibe, und Herr Grossrat Eichenberger stellte einen Antrag betr. Reduktion der Fahrgeschwindigkeit bei belebten Strassen. Der Antrag Hauser wurde zur näheren Prüfung auf die zweite Lesung verwiesen, ebenso der Antrag Eichenberger. Auch weitere Anregungen, wie z. B. diejenige, wonach ein Fahrer in jeder Situation sein Fahrzeug beherrschen solle, sollen auf die zweite Lesung hin geprüft werden. Die Herren Grossräte Kreienbühl und Widmer verlangten eine bessere Fassung betr. die Ladungen, die über die Wagenbrücke hinausragen (§ 17). Ein Schlusslicht für Fuhrwerke und für Radfahrer wurde von den Herren Schwegier und Dr. Ernl gefordert. Auch diese Anregungen sollen für die zweite Lesung geprüft werden. Die Frage des Nachtfahrverbotes gab ordentlich zu reden. Einer, der dem Automobil jedenfalls nicht besonders wohl gesinnt ist, glaubte, dass man der Allgemeinheit nur dadurch entgegenkommen könne, wenn man die Nachtfahrt neben den Motorrädern auch für die Lastwagen verbiete. Die gewöhnlichen leichten Wagen machen, wie Herr Regierungsrat Dr. Walther feststellte, sozusagen keinen Lärm, dagegen verhalte es sich anders mit schweren Personenwagen und mit Lastwagen. Als die schlimmsten Ruhestörer stellte er die Motorradfahrer hin, und er fand, dass Nachtfahrverbote im Grunde nur für diese Vehikel angezeigt seien, event. noch für grosse Motorlastwagen. Herr Regierungsrat Dr. Walther verwies Kanton Luzern anerkennen. Der Automobilist profitiert von guten Strassen. Leichte Wagen schädigen die Strassen wenig, weshalb deren Besitzer auch Entlastung verlangen. Man könne nicht die Einnahmen reduzieren und dennoch den Gemeinden einen Viertel abgeben. Auch inskünftig müssten die luzernischen Strassen gut unterhalten werden. Herr Dr. Winiker wandte sich gegen die Zusatzsteuer von 300 Franken, welche die Personen-Transportunternehmen zahlen sollen. Da diese bereits eine Konzessionsgebühr bezahlen, liege durch den Zuschlag eine Doppelbesteuerung vor. Dagegen zahle die Eidg. Postverwaltung, die auch solche Fahrten ausführe und so das private Gewerbe konkurrenziere, nichts! § 26, welcher festlegt, welche Wagen von der Entrichtung von Gebühren befreit sind, wurde genehmigt Vom Anteil der Gemeinden an den Gebühren handelt § 28. Zu diesem stellte Herr Grossrat Dr. Hofstetter den Antrag, es seien verkehr dienende Gemeindestrassen zu verwenden, während Herr Hügly wünschte, dass die Gemeinden nicht nur für die Kosten de*s Strassenausbaues, sondern auch des Strassenunterhaltes anteilberechtigt sein sollen. Ueber die Frage der Regelung der Arbeitszeit der Chauffeure (§ 29) gingen die Meinungen weit auseinander. Schablonenhaft Gesetz kann diese Frage nicht gelöst werden! In | dieser Hinsicht sei, wie Herr Dr. Winiker ! feststellte, die Eidg. Postverwaltung mustergültig vorgegangen. Auch im luzernischen Gesetz solle, wie Herr Regierungsrat Dr. Walther betonte, eine gewisse Grundlage verankert sein. Aber da könne man nicht einj fach das Berner Dekret weiterkopieren, da ! die Bestimmungen bei der Eidg. Postverwal- ! tung bessere seien als das Berner Dekret. Die Frage soll nochmals geprüft werden. In der ersten Lesung wurde das Gesetz vom Rate angenommen, und es wurde beschlossen, die Kommission um weitere zwei i Mitglieder zu erweitern. Es ist zu hoffen, dass die Kommission bei erneuten Beratungen der verschiedenen Artikel weitere Milderungen zulässt, dass sie die in Nummer 107 der A.-R. veröffentlichte Eingabe der interessierten Verbände weitgehendst berücksichtigt, und zur zweiten Lesung im März ein Gesetz vor den Grossen Rat bringt, dem man einen vielfachen fortschrittlichen Geist nicht absprechen kann. Schon aus diesem Grunde sollte die Frage des Nachtfahrverbotes total fallen gelassen werden! R. Automobildebatte im nidwaldnerischen Landrat. Die Behandlung der Automobilverordnune gab im Landrat von Nidwaiden Anlass zu recht lebhaften Debatten. Herr Poüzeidirektor Gabriel begründete die Vorlage und es wurde mit Mehrheit Eintreten in die Frage beschlossen; die Beratung erfolgte artikelweise. Die Vorlage sieht in Artikel 5 eine Erhöhung der Gebühren (Fahrbewilligungen) vor, die in der Beratung Gegenstand eines heftigen Wortgefechtes wurde. Mit 26 gegen 9 Stimmen wurde, nach langer Debatte, der Artikel 5 unabgeändert angenommen. Man will in Nidwaiden den Automobilisten dadurch entgegenkommen, dass für die Verbesserung der Strassen ein Mehreres getan werden soll. ÄUTOMORn-RFVTjn 1929 - N° 2 Als BenzinzoHanteil des Kantons wurden Fr. 50,000 ins Budget aufgenommen. Von den Einnahmen aus den Automobilgebühren sollen 75 Prozent für ausserordentliche Strassenverbesserungen und 25 Prozent an die Gemeinden verteilt werden, damit auch diese in die Lage versetzt werden, ihr Strassennetz gut zu unterhalten. Von einem Ratsmitglied wurde in der weitern Beratung der Antrag gestellt, die grossen Geseüschaftswagen mit über 18 Personen auf Nidwaldnergebiet zu verbieten, um einerseits das Strass-ennetz zu schonen und anderseits — die Engelbergbahn vor der Auto- Konkurrenz zu schützen! Landammann von Matt bemerkte zu diesem Antrag, dass man an eine Beschränkung der Wagen von über 23 Personen denke und dass man in dieser Sache mit der Regierung von Obvvalden Fühlung nehmen müsse. R. Ein schwer verstandliches Urteil und dessen unsachliche Kommentare. Wie seinerzeit von unserem Bundesgericht- Berichterstatter gemeldet wurde, hat unsere oberste üerichtsinstanz ein kantonales Urteil bestätigt, welches als Zusatzstrate zu einer Busse wegen Lebertretung der üeschwindigkettsvorschriften einen Fahrbewilligungsentzug für ein halbes Jahr veriügte. Der Betroffene, ein Autoliändler, ergriff den Rekurs, da er die Amfassung vertrat, dass die Entziehung der Bewilligung nur durch jenen Kanton verfügt werden könne, welcher diese seinerzeit auch erteilt habe, ein Standpunkt, der vcm ßundesgericht nicht geteilt wurde. Ueber die rein juristischen Fragen des Urteils und des Rekursentscheides wollen wir uns an dieser Stelle nicht äussern, möchten aber doch zur Strafe selbst feststellen, dass dieselbe zweifelsohne in keinem Verhältnis zum Vergehen steht. Das Urteil illustriert so recht den Mangel des richterlichen Verständnisses für die heutigen "Verkehrsverhältnisse und die praktisch unhaltbaren Zustände, welche die bemoosten Bestimmungen des Konkordats für das gesamte Strassentransportwesen verursachen. Vor lauter Paragraphen und ob dem Wucher kantonaler Bestimmungen scheint das betreffende kantonale Gericht noch nicht zur Erkenntnis gekommen zu sein, dass der Verkehr in den bald 15 Jahren, da das unbefriedigende Konkordat besteht, sich in einer nie vorausgesehenen Weise entwickelt, ausgedehnt, verdichtet und das Wirtschaftsleben beeinflusst hat. Man scheint dort noch nicht klar darüber zu sein, dass die gesetzlichen Bestimmungen trotzdem noch die gleichen sind und in ihrer primitiven Fassung eine unnatürliche Zwangsjacke für den seinen Kinderschuhen schon längst entwachsenen motorisierten Verkehr bedeuten. Bei Ausfällung der Zusatzstrafe nahm das Gericht ah, dass beide Voraussetzungen dazu, nämlich die wiederholte Uebertretung der Konkordatsvorschriiten, sowie eine schwere Verletzung derselben vorliege, und kreidete dem Betreffenden vor allem die an ihn ergangenen 46 Bussen an. Die betreffende Instanz hat sich hier also einfach von einer rein formellen Feststellung, dass so und so viele Bussenverfügungen vorliegen, leiten lassen, ohne auch nur im geringsten den tieferen Ursachen dieses Strafregisters nachzugehen. Zur besseren Beurteilung der Tatbestände hätte das Gericht vor allem einmal die betreffenden Bussen mit der Fahrleistung in Zusammenhang bringen sollen. Sobald man berücksichtigt, dass sich diese aui einen Zeitraum von nicht weniger als zehn Jahren bei einer durchschnittlichen Jahresleistung von über 100 000 km beziehen, dann verlieren die Strafen den grössten Teil ihrer Bedeutung. Derartige Summen an Wegstrecken kann ein Automobilist nur dann zurücklegen, wenn er tagtäglich, ja sagen wir stündlich auf der Fahrt ist. Wären die Richter auch nur andeutungsweise über das Automobilwesen orientiert, so wüssten sie, dass die jährliche Kilometerleistung eines Privatfahrers, der im Erwerbsleben nicht ausschliesslich auf das Automobil angewiesen ist, auf höchstens 15 bis 20p00 Kilometer durchschnittlich berechnet wird. Der Angeklagte musste also das fünffache an Distanz zurücklegen, um auf einen so beträchtlichen Durchschnitt zu kommen, und dies alles im ausschliesslichen Interesse eines Betriebes mit iner gewissen Atizahl von Arbeitern und Angestellten, die nur dann ihren Unterhalt erwerben können, wenn der Leiter des Unternehmens auf all seinen beträchtlichen und ständigen Fahrten im Verkehr mit der Kundschaft erfolgreich ist. Wenn in dieser Weise das jährliche Ergebnis der ausgedehnten Fahrten bewertet und gleichzeitig berücksichtigt wird, dass es sich dabei nicht etwa um eine zeitlich beschränkte Ausnahmeleistung, sondern um eine seit zehn Jahren dauernde regelmässige Anstrengung handelt, dann können die Bussen gewiss nicht als schweres Belastungsmaterial gegen den Eingeklagten in Betracht gezogen werden. Noch viel unverständlicher aber wird der richterliche Entscheid bei der Prüfung der Art der Vergehen, welche durch all die Bussen geahndet sein sollten. Es handelt sich in der überwiegenden Mehrzahl um mehr oder minder bedeutende Uebertretungen der verschiedenen kantonalen Geschwindigkeitsvorschriften, ferner einige Strafen wegen Nichtbeachtung von Bestimmungen mehr tormeüer Natur, wie z. B. falsches Parkieren etc. Auf welch sonderbare Weise aber vielfach der Automobilist busseniällig wird, ist allen Motoriahrzeugiührern, welche die Schweiz beiahren, aus der Praxis der letzten Jahre sattsam bekannt. Man denke nur an die hinterlistigen und systematischen Busseniallen in verschiedenen Kantonen, wie z. B. Schwyz, uie selbst im Ausland einen übien Kui genossen! Man vergegenwärtige sich die primitive Art der vielen Geschwindigkeitskontrollen, die oft von einem einzigen Mann, der nicht einmal im Besitze einer zu/er!ässigen Stoppuhr ist, auf für jede zuverlässige Feststellung viel zu geringe Distanzen vorgenommen werden. Man vergesse nicht, wie das Bussengeschäft systematisch betrieben wurde, nicht um an irgendwie gefährdeten Stellen den Verkehr zu ordnen, sondern einfach um notleidende Gemeindekassen zu füllen, und wie man zu diesem Zweck den mit der Kontrolle beauftragten Organen soundsoviel Prozente gewährte, damit das Geschäft auch für diese interessant werde! Um die Automobilisten ja ins Garn zu kriegen, wurden die versteckten Beobachtungsposten mit allem Raffinement ausgesucht : an beinahe unbewohnten Strassen, die man als Dorfgebtet bezeichnet, praktisch aber als solches nie in Frage kommen würden, an kleinen Anstiegen, wo der Fahrer veranlasst wird, ein etwas rascheres Tempo einzuschlagen, um in einem Zug die Höhendifferenz zu überwinden, kurz, man provozierte oftmals geradezu den Automobilisten zu einer Uebertretung, um ihn dann um so sicherer zu erwischen. Auf diese Weise ist kaum ein Fahrer in den letzten Sommern bussenfrei ausgegangen, mag er noch so gewissenhaft und sorgfältig das Land bereist haben. Wenn schon kurze Ausfahrten genügten, um eine Busse zu riskieren, wieviel mehr muss ein Automobilist, der jahraus und -ein wegen seiner Geschäfte zwangsläufig in diesen automobilunfreundlichen Gegenden verkehrt, busseniällig werden. Dabei handelt es sich um Uebertretungen von Vorschriften, die nicht nur von den Motorfahrzeugführern selbst, sondern von allen Behörden des uns umgebenden Auslandes und teilweise sogar auch von etwas fortschrittlicheren inländischen Instanzen als absolut veraltet und praktisch undurchführbar verworfen worden sind. Verkehrsreiche Kantone, wie Bern und Zürich, haben, obwohl sie dem Konkordat angehören, unter dem äusseren Druck der Verhältnisse die Bestimmungen über die Maximalgeschwindigkeiten revidiert. In Bern hta die Anpassung an die jetzigen Verhältnisse bereits Gesetzeskraft erhalten, in Zürich wird sie von den Behörden vorläufig stillschweigend anerkannt und soll noch gesetzlich sanktioniert werden. Während Grossstädte mit einem Riesenverkehr ihren gesamten Apparat an Verkehrspolizei und alle ihre Vorschriften auf den motorisierten Verkehr zugeschnitten haben, auf ihn zuschneiden mussten, glaubt man an manchen Orten in der Schweiz, trotzdem auch wir bereits das erste Hunderttausend von Motorfahrzeugen erreicht haben, immer noch mit der Elle der beschaulichen alten Zeit, mit dem Tempo des trabenden Rössleins rechnen zu können! Der technische Fortschritt, die erhöhte Sicherheit, welche die heutige Automobilkonstruktion bietet, blieb unberücksichtigt und hat in der Gesetzgebung noch keinen Niederschlag gefunden. Der Richter muss sich heute noch an Paragraphen halten, die in einer Zeit entstanden, da der Automobilismus für manche Gegenden der Schweiz noch vollständig Neuland bedeutete. Dass derart veraltete Richtlinien den heutigen Ereignissen nicht mehr gerecht werden können, muss auf der Hand liegen. Wenn sich der automobilisierte Verkehr zu Stadt und Land an die noch bestehenden Geschwindigkeitsvorschriften des Konkordats halten müsste, dann wäre nicht nur sein weiterer Fortschritt, sondern überhaupt sein Bestand gefährdet, und man würde wieder Tagereisen zur Ueberwindung von Strecken benötigen, die heute normalerweise in Stunden zurückgelegt werden können. Die Bestimmungen, insbesondere über das Innerortstempo, sind überlebt und müssen in der Praxis von jedem übertreten werden. Aus einer solchen Gesetzesübertretung kann aber wohl niemanden ein Strick gedreht werden, sofern sie natürlich nicht gefährdende Proportionen annimmt. Auch die wiederholte Nichtbeachtung der für die Praxis unmöglichen Vorschriften kann deshalb sicher nicht als ein derart schwerwiegendes Delikt angesehen werden, dass eine Zusatzstrafe gefällt wird, die den Betroffenen wirtschaftlich äusserst schädigt und sogar seinen ganzen Geschäftsbetrieb in Frage stellen kann. Die Entziehung der Fahrbewilligung gehört schon für den Automobilisten, der nicht ausschliesslich auf

WO 9. — 1Q2G das Fahrzeug angewiesen ist, zu den härtesten Strafen, weshalb eine derartige Verfügung einen Mann, bei dem die freie Verfügungsmöglichkeit über das Automobil zu den eigentlichen Voraussetzungen seines Unternehmens gehört, um so empfindlicher treffen muss. Die Anwendung dieser Massregelung ist deshalb nur in schwerwiegenden Fällen berechtigt, wenn es sich um Ereignisse handelt, die äusserst bedauernswerte Folgen zeitigen und wobei das Verschulden des Fahrers als Hauptursache in die Wagschale fällt. Wie bereits eingangs erwähnt, trifft dies im vorliegenden Falle keineswegs zu, da dem Betreffenden trotz seiner täglichen Fahrten noch nie ein Unfall zugestossen ist, der Drittpersonen irgendwie in Mitleidenschaft gezogen hätte, und der neben den ihm zur Last gelegten Geschwindigkeitsübertretungen noch nie den Verkehr oder Menschen gefährdet hat. Aus dem Vorhergehenden dürfte aber mit aller Deutlichkeit hervorgehen, dass die bestehenden unerquicklichen Verhältnisse heute jeden Automobilisten tagtäglich zu leichteren Uebertretungen der Vorschriften zwingen. Deshalb können derartige Vergehen, wenn sie zufälligerweise von Polizeiorganen festgestellt werden, noch keineswegs so schwer belasten, dass man als Vorbestrafter, als gefährlicher Missachter von Gesetz und Ordnung behandelt wird. Es bedarf deshalb schon einer bedauerlichen Lebensfremdheit, um einfach am Paragraphen kleben zu bleiben, der über Rückfällige den Stab bricht, ohne dass sich das Richterkollegium auch über die eigentlichen Gründe und Möglichkeiten der wiederholten Uebertretung Rechenschaft gibt. Auch über die Bedeutung des Fahrbewilligunsentzuges scheinen die betreffenden Herren nicht ganz im klaren zu sein. Wegen einer Anzahl von geringfügigeren Verstössen würde sonst gewiss nicht gleich mit derart schweren Strafen eingeschritten, die entschieden im Missverhältnis zur Natur der Vergehen stehen. Das bedauerliche Urteil ist für alle übrigen Automobilisten um so bedenklicher, als ge- Bevormundung und polizeilicher ;g zumlhwy rade bei der jetzigen Revision der kantonalen Verkehrsbestimmungen die Sucht nach behördlicher Bevormundung und polizeilicher Einengung krasse Blüten treibt und daher die Möglichkeit, in die Kategorie der «Vorbestraften» zu fallen, für ieden einzelnen täglich grösser wird. In blindem Eifer wird reglementiert, vielfach natürlich, um aui irgend neue Einnahmen aus dem Motorfahrzeugverkehr zu kommen. Im Thurgau z. B., um nur ein Beispiel zu erwähnen, braucht es sogar eine behördliche Bewilligung, bevor ein Personenwagen für den Warentransport umgebaut werden kann. Man ist also heute nicht mehr Meister über sein eigenes Besitztum, und zu jeder neuen finanziellen Belastung gesellt sich noch ein behördlicher Eingriff in die private Sphäre. Soweit das Urteil! Nun bemächtigt sich noch die Tagespresse dieser Angelegenheit und kommentiert kreuz und quer darauf los. Eine besonders beleidigende Epistel, die jeder Sachlichkeit entbehrt, hat sich der Gerichtsfxrichterstatter einer Zürcher Tageszeitung geleistet. Den in Frage stehenden Automobilhändler apostrophiert dieser Federheld wie folgt : « Leider trifft man immer wieder Elemente an, die sich um alle Verkehrsvorschriften, um Gesetz und Verordnung und auch um die Sicherheit der Mitmenschen im Strassenverkehr. nicht im geringsten kümmern », und versteigt sich sogar so weit, den Beklagten in seinem Sensationstitel als « automobilistischen Strassenmarder » ?a bezeichnen. Auch dieser Zeitungskorresponde lt wird gleich dem Gericht ob der 46 gefällten Bussen kopfscheu und glaubt sich nun berechtigt, den Betreffenden mit gefähriizien Gesetzesverächtern in einen Tigel werfen zu können. Seinen Ausführungen kann ohne weiteres entnommen werden, dass auch er im Automobilwesen gänzlich unbewandert ist, und deshaib geben wir ihm den guten Rat, bei der Beurteilung von Fragen, die ihm absolut wesensfremd sind, etwas mehr Bescheidenheit walten zu lassen und vor allem nicht die gesamte Oeffentlichkeit mit seinen unsachlichen Ausfällen zu belästigen oder aufzuhetzen. Der Ausdruck « Strassenmarder » ist für einen gemeinen Wegelagerer oder ein Individuum berechtigt, das sich beispielsweise nach einem Unfall aus dem Staube macht. Eine Anzahl Bussen, die sich auf ein Jahrzehnt und auf eine Million Fahrkilometer verteilen, sind gegen solche Vergehen eine Bagatelle, insbesondere wenn man berücksichtigt, auf welche Art und Weise man dem Automobilisten überall den Fallstrick bereit legt. Wir legen deshalb im Interesse aller Automobilisten entschieden Verwahrung gegen derartig unüberlegte und tendenziöse Anschuldigungen ein. Wenn dieser Berichterstatter einige hundert Kilometer als Selbstfahrer oder aufmerksamer Passagier hinter sich hätte, dann wüsste er auch, dass eine Uebertretung einer veralteten Geschwindigkeitsvorschrift noch nicht es ipso einer Gefährdung der Sicherheit gleichkommt und dass eine Busse, wie sie hötrte gefällt werden, noch keineswegs berechtigt, einen Automobilisten in Acht und ATHrWORT! Bann zu erklären, da die damit geahndeten Vergehen nur in den wenigsten Fällen so schwerer Natur sind, dass sie den Charakter und den Rechtssinn der Betroffenen in Frage stellen würden. Das Urteil wirft einmal mehr ein krasses Schlaglicht auf die Unzulänglichkeit der vielfach verworrenen kantonalen Gesetzgebung in Verkehrssachen und bestärkt auch die Forderung nach richterlichen Automobilkursen, damit nicht die Unkenntnis der Materie weiterhin zu ähnlichen schwer verständlichen Entscheiden Anlass gibt, die dem allgemeinen Rechtsempfinden wohl kaum entsprechen, b. SPORTLICHES Die Etappen des Paris-Nizza 1929. Das vom 11.—17. März zum Austrag gelangende touristische Kriterium Paris-Nizza — eine Veranstaltung, die zur Tradition geworden — hat insofern eine Aenderung erfahren, als dieses Jahr zum erstenmal zwei Klassetnente vorgenommen werden : ein Generalkiassement und ein Kategorienklassement. Die vier Etappen sind : 11. März : Erste Etappe : Paris-Vichy. 12. März : Zweite Etappe : Vichy-Lyon. 13. März : Dritte Etappe : Lyon-Grenoble, Schnelligkeitswettbewerb über drei Kilometer. 14. März : Vierte Etappe : Grenoble-Nizza. Anschliessend an die Fahrt findet in Nizza eine Start- und Bremsprüfung und die historische « Epreuve de" Braquages » statt (Prüfung des Lenkungsausschlages), am 16. März ein Rennen über 500 Meter und am 17. März das Bergrennen de la Turbie. v. Peugeot hat sich für den Grosson Preis von Frankreich 1929 mit zwei Wagen eingeschrieben, v. Neue Rekorde. Die Fahrer Desvaux, Gouttes und Hosley haben in Monthlery mit einem 1100 cem Lombardvvagen sechs neue Rekorde mit folgenden Bestzeiten aufgestellt: 500 km in 3 h. 19' 32 57/100": 500 Meilen in 5 h. 21' 25 4/100"; in 3 h. 459.684 km: in 6 h. 906,061 km; 200 krr in 1 h. 17' 32 94/100"; 200 Meilen in 2 h. C 59 43/100". v. Das Reglement der Genfer Sternfahrt 1929 ist soeben erschienen. Wir lassen in der nächsten Nummer einen ausführlichen Auszug folgen, der wegen ausserordentlichem Stoffandrang zurückgestellt werden muss. P A Der deutsche «Grosse Preis der Nationen für Sportwagen». Der « Grosse Preis der Nationen > übersteigt das Ausmass des « Grossen Preises von Deutschland » des letzten Jahres Dies geht schon aus den Preisen hervor, deren Gesamtsumme über 100 000 Mark beträgt. Damit ist diese Veranstaltung eines der bestdotierten Hennen des Jahren Im einzelnen lassen sich die Bedingungen des Grossen Preise» der Kationen für Sportwagen wie folgt zusammenfassen: Die Veranstaltung ist international-offen und wirJ nach den Vorschrift*;!! des internationaien und nationalen Automobii-Sportreglements durchgeführt. Das Rennen führt in t8 Runden über die 28,3 km messende Strecke des Nürburg-Ringes bei Adenau in der Eifel; die Gesamtstrecke beträgt also 509,4 km. Die Sportwagen der Klassen A bis G des Anhang C des internationalen Reglements, • die zugelassen werden, starten in folgenden Wertungsgruppen: Gruppe I über 3000 cem Hubvolumen, Gruppe II über 150U—3000 cem Hubvolumen, Gruppe III über 750—1500 cem Hubvolumen. Es ist eine Gesamtwertung und eine Gruppenwertung vorgesehen. In der Gesamtwertung erhält der Sieger 30 000 Mark und den Goldpokal de.s A. v. D., der Zweite 20 000 Mark und der Dritte 10 000 Mark. In der Grappenwertung erhalten die drei ersten 8000 Mark und den silbernen Pokal des A v.D. bzw 4000 und 2000 Mark. Das Nenngeld beträgt pro Wagen 300 Mark, wovon beim Start 100 Mark und allen nicht mit Preisen bedachten Wagen, die das Rennen absolviert haben, der Gesamtbetrag zurückvergütet wird. Erster Nennungsschluss ist am 20. Mai 1929, 18 Uhr, zweiter Nennungsschluss mit 50% Aufschlag am 15. Juni, 18 Uhr, und letzter Nennungsschluss am 26. Juni, 18 Uhr. Die Nennungen, deren Reihenfolge dio Startnummern bestimmt, sind an den Automobilclub von Deutschland, Berlin W 9, Leipziger Platz 16, zu richten. v. Klein Dreieinhalb Millionen. Das kantonal-bernische Automobilbureau gibt bekannt, dass der Kanton Bern 8915 Automobile, worunter 1170 Lastwagen, besitzt. Der Motorräderbestand beträgt 6870, derjenige der Radfahrer 150,000. Bern weist ausserdem 96 Traktoren auf. Die von sämtlichen Motorfahrzeugbesitzern und Radfahrern erhobenen Taxen haben dem Kanton Bern im letzten Jahre insgesamt 3,400,000 Franken eingebracht, d. h. 380,000 Franken mehr als 1927. :—: Winterbetrieb der Alpenpostkurse vom 24. bis 30. Dezember 1928. Auf den vier Strekken, auf denen die Oberpostdirektion in der Vorwoche den Winterbetrieb einführte, wurde die nachgenannte Anzahl von Reisenden befördert: Chur-Lenzerheide 1040 (gegenüber 883 in der Vorwoche), Lenzerheide-Mühlen 174 (207), Reichenau-Waldhaus-Flims 379 Packard Der Motor ist die Seele des Automobils. — Der im Jahre 1923 herausgekommene 8-Cylinder-Pakkard Linienmotor diente den Automobilkonstrukteuren der ganzen Welt als Vorbild. Etwa 80 verschiedene Fabrikanten haben nun diesen Motor nachgeahmt. Der V-Motor ist nahezu verlassen, d. h. auf etwa 4 Fabrikate zurückgedrängt. Packard Standard eight, der neue kleinere 8-Cylinder, dem weltberühmten grossen Packard 8-Cylinder in Qualität und Präsentation ebenbürtig, im Preise fast gleich wie der bisherige 6-Cylinder, ist die glänzend te Proposition der Gegenwart. Ask ihe man who ovms one Werner Risch. Zünch J Maur Guyot, Chaux-de-Fonds Albert Schmidt S. A., Genf R. Volz, Thun C K Aj uliitII «lim iih.iit RFVIT* in R D Eine Riesenleistung fm Dienste des Schweizer Automobilismus ist soeben beendigt worden. Eine Arbeit unserer technischen, juristischen und administrativen Mitarbeiter von Wochen und Monaten präsentiert sich heute dem Automobilfahrer. Der gesamte Inhalt an Tabellen, Informationen, Ratsch'ägen, Vordrucken und Verzeichnissen ist gründlich revidiert worden. Jeder Fahrer braucht das Buch; er bestelle es jetzt, um sicher bedient zu werden. Preis nur Fr. 6«—, für Abonnenten Fr. 4.80. Verlag «Automobil-Revue», Bern. (342), Maloja (St. Moritz-Castasegna) 2080 (1089). Total benützten 3673 Reisende die Winterpostkurse des Kantons Graubünden. In der Vorwoche (17.—23. Dezember) gelangten nur 2521 Reisende zum Transport. lt. Den Julier im Winter bezwungen. Am Freitag sind drei Winterautos über den tiefverschneiten Julier gefahren. Der Schnee lag stellenweise über zwei Meter hoch. Die starken Raupenautos legten den Weg Bivio- Hospiz in zwei Stunden zurück. Ein zweites Fährschiff Konstanz-Meersburg. Der Fährbetrieb Konstanz-Meersburg ist gegenwärtig auf den Einstunden-Verkehr eingestellt. Zu Pfingsten 1929 soll, infolge des starken Verkehrs, ein zweites Fährschiff in Betrieb genommen werden und der Verkehr in einen halbstündigen umgewandelt werden. Jt. Die Kleintaxi in Basel, welche zum Kleintarif fahren, müssen jetzt, laut einer behördlichen Verfügung', ihro Wagen durch ein weiss-schwarz schachbrettartiges Farbband am obern Teil der Coupetüre kenntlich machen. —ey. Neue Staaissfrasse in Brutig! In einem Dekrets* entwurf beantragt der aargauische Regierungsrat dem Grossen Rate, die beim Bahnhof Brugg vorbeiführendo Verbindungsstrasse — zwischen der alten Landstrasse D beim Restaurant Strössler und der Landstrasse G — zur Landstrasse zu erheben. Die Einwohnergemeindo Brugg hat die bisherige Gemeindestrasso dorn Staate unentgeltlich zu Eigentum abzutreten. —oy. Eine weitere Einbahnsfrasse in Basel. Mit der Vorschrift, wonach in gewissen Strassonzügen der inneren Stadt nui in einer Richtung gefahren werden darf, scheint man in Basel gute Erfahrungen gemacht zu haben, denn da>s baslerische Polizeidepartement hat verfügt, dass dieser Ein-Richtungsverkehr auch auf dio St. Johannvorstadt — vom Totentanz bis zum Tor — auszudehnen sei, und zwar so, dass sio nur noch in der Richtung nach dem Tor von Fahrzeugen benützt werden darf. Von dieser Vorschrift ausgenommen ist natürlich der Tram! Diese Massnahme soll nicht nur eine bessere Abwicklung des Verkehrs in der zu schmalem Strasso herbeiführen, sondern auch eine merkliche Entlastung der gefährlichen Kreuzung St. Johannvorstadt/Schanzenstrasse/Brücko bringen. Eine Vorschrift, welche Strassen die Fahrzeuge stadtwärfs der St Johannvorstadt benutzen sollen, wird nicht aufgestellt; sie ha^en die Wahl zwischen der Spitalstrasse und dem Rheinweg. —oy. Zum Ausbau der Strasse Viiznau-Greppen (in der Gemeinde Weggis) wurde anlässlich der letzten Tagung des Grossen Rates des Kantons Luzern ein Kredit von 75 000 Franken aufgenommen. Diese Strasse wird durch den modernen Automobilverkehr zu einer Durchgangsstrasso erster Ordnung gestempelt; bisher unternahm aber der Kanton Luzern nichts, um diese Strasse in den Rang oinor Kantonsstrasso zu erheben. Das wird er nun aber tun müssen, um so mehr, als dio Gemeinde Greppen wohl nie in der Lage sein würde, ihr Teilstück auszubauen. Gerade die Debatte um diesen Strassenbaukrertit zeigte so recht, wie das aus dem Jahre 1865 stammende Strassengesetz veraltet ist. Man mussfe aber auch die Ueberzeugung bekommen, dass der Kanton Luzern zufolge der veralteten Rechtsverhältnisso im Strassenwesen bei der Verteilung des Benzinzolles offenbar hinter den Erwartungen zurückbleiben muss Auffällig war es immerhin, feststellen zu können, wie die Regierung noch immer im unklaren darüber zu sein scheint, welchen Betrag der Kanton Luzern oi's dem Benzinzoll erhalten soll Tn indem Parlamenten hat man bereits über das BGtroffnis verfügt ! -ey. Ein Autobusbetrieb vom Bahnhof Luzern nach Ebikon-Buchrain Perlen-Post ist. probeweise, " O n der Trambahn Luzern oröffnet worden Der Fanrplan sieht Werktags fünf Doppelkurse nach Ebikon, wovon drei bis Per'en, vor An Sonn- und Feiertagen fahren drei DoppcJkurse bis Buchrain, wovon zwei bis Perlen —ey Die Aufomobilgeseltschaft Schwyz-Muofatal sieht sich genötigt, an der Muotataler Strasse eine eisene Garage zu bauen. -ey.