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E_1929_Zeitung_Nr.002

E_1929_Zeitung_Nr.002

Zii ehe Notizen.

Zii ehe Notizen. Verstärkung der zürcherischen KantonspolIzeL Der Kantonsrat wird sich demnächst mit einem regierungsrätlichen Antrag um Erhöhung des Maximalbestandes des kantonalen Polizeikorps von 253 auf 300 Mann zu befassen haben. In der Weisung erklärt die Regierung, dass die Entwicklung des Verkehrs der Polizei eine neue umfangsreiche Aufgabe, nämlich die Verkehrsregelung und -Überwachung gebracht habe, zu deren restlosen Erledigung der heutige Mannschaftsbestand nicht mehr ausreicht. Obwohl die Aufgabe eigentlich den Gemeinden obliegt, so ist es dennoch zweckmässig diese auf dem Lande einer kantonalen Organisation zu übertragen, die nicht an feder Ortsgrenze Halt machen muss. Allerdings will die Kantonspolizei nur die Ueberwachung der Einhaltung der bestehenden Verkehrsvorschriften übernehmen, d. h. also die Kontrollen ansüben, während die Verkehrsregelung innerhalb der Ortschaften Sache der Ortspolizei bliebe. Inwieweit diese Forderungen nach Erhöhung der Mannschaftsbestände berechtigt sind, Hesse sich erst dann feststellen, wenn bekannt ist, in welcher Weise die Kontrolle hauptsächlich ausgeübt werden soll. Wenn sie sich nur auf Geschwindigkeitsmessungen hinter Zaun und Busch erstrecken würde, dann wäre die erforderliche Mehrbelastung des Ausgabenetats nur sehr bedingt begründet. Gedenkt das Kommando aber die Kontrollen mehr in technischer Beziehung auszubauen, um beispielsweise verlotterte Fahrzeuge zu ermitteln und aus dem Verkehr zu entfernen, ihr Augenmerk in vermehrtem Masse den ohne Licht fahrenden Velocipedisten und Fuhrleuten zuzuwenden, dann wird ein stärkeres Korps wertvolle Dienste leisten können. Es soll aber mit allem Nachdruck darauf verwiesen werden, dass die Organisation des Verkehrs nur dann von dauerndem Wert sein kann, wenn das Schwergewicht der Aufsichtsbehörde nicht auf blosse Kontro'len beschränkt wird, sondern sich vor alk-m bei der Regelung des Verkehrs geltend macht Es scheint uns deshalb nicht sehr zweckmässiig zu sein, wenn die Weisung der Kantonspolizei nur die Kontrolle übertragen, die Verkehrsregelung aber nach wie vor. den Ortsorganen überbinden möchte. Auf diese Weise droht nämlich die Kontrolle nur eine erhöhte Schicane für die Motorfahrzeugführer zu werden. Eine vermehrte Beaufsichtigung des UeberlandVerkehrs können wir nur dann gutheisseu, wenn sie erstens einmal alle Strassenbenützef umfasst und auch in erziehendem und nicht nur in strafendem Sinne wirkt. Eine vcrkehrspoüzetliche Tätigkeit mehr zum Zwecke einer Preventive kann bei dieser Gelegenheit um so eher gefordert werden, als die Weisung auch die Anschaffung eines Automobils zur Verkehrskontrolie vorschlägt. Durch die Motorisierung der Polizei ist ec deren Organen auch eher möglich, den Ueberlandverkehr zu beaufsichtigen, um Fehlbare auf ihre Irrtümer aufmerksam zu machen, zu verweisen und event. im Wiederholungsfälle zu strafen. Wenn man sich bezüglich der Anschaffung moderner Hilfsmittel an ausländische Beispiele anlehnen will, dann soll aber auch die dortige Praxis beherzigt werden, die sich in England, Frankreich, Italien und anderswo mehr auf eine allgemeine Verkehrsregelung und erst in zweiter Linie auf eine Kontrolle verlegt z. Das Automobilratengeschäit in Zürich. Wie üblich, orientiert die Vierteijahres-Uebersicht der «Zürcher Stat. Nachrichten» auch über die mit Eigentumsvorbehalt getätigten Automobilkäufe in Zürich. Die letzte Zusammenstellung bezieht sich auf die Monate Juli- September 1928 und weist wiederum eine' Zunahme dieser Geschäfte auf. Gegenüber der nämlichen Zeitperiode des Vorjahres, die uns durchwegs als Vergleichsobjekt dient, nahmen die Käufe von Personenautos um 36 auf 146 zu, diejenigen für andere Automobile nur um 4 auf 22 Geschäfte. Der gesamte Forderungsbetrag beziffert sich auf 1,028 Millionen Franken, so dass durchschnittlich pro Personenwagen Fr. 7045.— gefordert wurden. Auf die gehandelten Personenwagen wurden Fr. 335,700 anbezahlt. Die durchschnittliche Barzahlung bei Ankauf des Objektes betrug demnach rund 32 Prozent gegenüber 19 Prozent im Vorjahre. Die Verhältnisse haben sich also hier wesentlich gebessert, was wohl zum grössten Teil auf die Tätigkeit der Automobilkreditbanken zurückzuführen ist, die mit ihren festen Normen sanierend gewirkt haben. Die Anzahlung steht sogar höher als sie üblicherweise in andern Ländern mit entwickeltem Kreditsystem angesetzt ist, wo sie gewöhnlich 25 Prozent beträgt Bei den übrigen Wagen ist das Verhältnis noch günstiger, indem dort durchschnittlich 34 Prozent der sich auf total Fr. 198,700.— belaufenden Forderungen angezahlt wurden. Die Forderungsbeträge stehen bei den Personenautos mit fünf Ausnahmen über Fr. 2000.—. 46 Geschäfte beziehen sich auf Forderungen zwischen Fr. 2000.— und 5000.— und die übrigen 95 Verträge gehen in Beträge über Fr. 5000.—. Von dem Gesamtbetrag sämtlicher Abzahlungsgeschäfte mit Eigentumsvorbehalt machen die Automobilkäufe rund 49 Prozent aus und stehen damit, wie üblich, weitaus an erster Stelle, z. A. C. S. SEKTION ZUG. Jahresball 1929, 9. Januar, im Hotel Ochsen. Seitdem die modernelomentare, fröhliche Balleinladung au alle Automobilisten des Kantons Zug versandt worden ist, steht die Sportkommission iu fieberhafter Tätigkeit. Wie die Kax-te auf moderne Sachlichkeit gestellt ist, so steht es auch mit der Dekoration. Alles monumentale, elementare Wirkung. Die Musik betont sowohl den Ausdruck moderner Schnellebigkeit im Jazzrythmus, als auch dje unverwüstliche melodische Gemütlichkeit, die im modernen Ballsaal allgemach zu verschwinden droht. Dass das Orchester Cattaneo, von der Bellevue- Bar in Zürich, in beidea Richtungen auf erstklassiger Höhe steht, weiss man in Zug allerdings noch nicht allgemein, aber unsere kompetenteren Kollegen von der Sektion Zürich kennen das aus erprobter Erfahrung. Eine Reihe gediegener Attraktionen entsprechen ebenfalls dem Grundsatz dor Sportkommission, vom Guten nur das Beste zu bieten. Endlich darf vom Hotel Ochsen in Zug am Mittwoch den 9. Januar ebenfalls ein Superlativum kulinarischer Genüsse erwartet werden. Diese letzte «Aufforderung zum Tanze» und zu fröhlichem Tun dürfte unsern Zuger Automobiliston, ihren Damen und übrigen zugewandten Orten recht lebhaft Eindruck machen und ihren Entschluss unwiderruflich machen, sich am Autoniobilball nach besten Kräften zu amüsieren. A. C. S. SEKTION ZÜRICH'. Mit einem Mitgliegliederbestand von über 2200 ist die Sektion Zürich des A. C. S. in das 25. Jahr ihres Bestehens eingetreten. Wie bereits gemeldet, ist demselben ein besonders reichhaltiges Tätigkeitsprogramm zugrunde gelegt worden, wozu dann noch als besondere Veranstaltung die 25. Jahresfeier kommt. Durch eine eben zum Versand gelangte Einladung werden die Mitglieder auf dio am 17 Januar 1929 im Hotel St. Gotthard in Zürich stattfindende Jar.uar-Monatsvorsammlung eingeladen, die um 19 15 Uhr mit einem gemeinsamen Nachtessen beginnt, an das sich um 20 45 Ohr ein Lichtbildervortrag von Herrn Oberingenieur Büggeln, Stuttgart, über «Im Auto durch Südslawien» anschliesst. Bekanntlich ziehen die Touristengebieto von Kroatien, Herzegowina, Bosnien, Slowenien und Dalmaüen immer mehr die Aufmerksamkeit der Autotouristen auf sich. Das Land verfügt über ebenso zahlreiche wie mannigfaltige landschaftliche Schönheiten, und auch die Unterkunfts- und Strassenverhältnisse haben sich in den letzten Jahren stark verbessert. Dem Vortrag des Herrn Büggeln dürfte daher grossos Interesse begegnen, zumalen zu demselben auch Angehörige eingeladen sind. Der Clubball vom 26 Januar 1929 zieht bereits seine Kreise. Die Einladung wird demnächst zum Versand kommen. Sie kündigt ausser dem eigentlichen Tanzvergnügen besondere Attraktionen in 1929 Form von künstlerischen Darbietungen, Konkurrenz'/n für die Ballteünehmer etc. an. Ein gemeinsames Xachtessei! findet nicht statt, sondern es hält das Grand Hotel Dolder ein exquisites kaltes Buffct für alle Gaumen bereit. Der Preis der EintriMükarte ist auf 10 Franken angesetzt und können Tischbestellungen beim Sektionssekretariatj Waiscnhausstras.sen 2, Zürich, vorgenommen wer* den Ḋas Touristikbureau der Sektion Zürich ist vott der Zentralvenvaltung auch für das Jahr 1929 mit dor Herausgabo der deutschen Ausgabe des Tou> ristikbulletins des A. G. S. beauftragt worden. Das-> selbe erscheint bekanntlich alle 8 bis 14 Tage, ja nach Bedarf und orientiert über alle wichtigen autotouristischen Begebenheiten, wie Strassensperren, Strassenzustand, Oeffnung und Schliessung der Alpenstrassen, Transport von Autos durch die Alpentunnels, neue Verkehrs- und Zollvorschriften etc. Die Bulletins werden in der Schweiz an gegen. 1500 Stellen. Hotels, Garagen, Banken, Konsulaten, Verkehrsbureaus etc. zum öffentlichen Aushang ge* bracht und leisten so dem Autotourismus vorzügliche Dienste, zumalen solche auch in der Press« immer mehr veröffentlicht werden und deren Bekanntgabe jeweilen Freitags auch durch die Ra« diostationen Zürich und Bern erfolgt. s. Berichtigung. In Nummer 1 der «Automobil- Revue» ist auf Seite 5 für einen Teil der Auflage die Notiz erschienen, dass dac Direktions, komitee des A. C. S. auf den 6 Januar zu einet Sitzung einberufen werde. Es handelt sich hier, wie übrigens aus den Traktanden hervorging, um die U. M.S. T. C. S. AUTOSEKTION BASEL DES T.C. S. In der letzten Vorstandssitzung vom 4. Januar wurde beschlossen, die Generalversammlung am 22. Januar, abends 8 Uhr, im Hotel Metropol in Basel abzuhalten. Der diesjährige Maskenball findet Samstag den 2. März im Hotel Metropol AUTOSEKTION BERN DES T. C. S. Wie angekündigt, findet die diesjährige Jahresfeier nächsten Samstag, den 12. Januar 1929, im grossen, Kasmosaal statt. Wie das glänzend zusammengestellte Programm verrät, stehen Genüsse ganz besonderer Art bevor. Wir verraten nur, dass während dem traditionellen Eröffnungsbankett das gesamte Quodlibet&rchester aufspielen wird und eine vielversprechende Sopranistin auftritt. Der Begrüssungsansprache folgt als Auftakt zum zweiten Teil eine Eröffnungspolonaise. Die weitern Attraktionen bilden Vorträge des Touring-Männer-Doppelquartetts, ein Menuett in Rococco-Costumes, Spezialaufführunjr von acht T.C.S.-Töchterchen unter Leitung von Herrn Prof. Dubois, Mahre de danse, Spezial-Jodlervorträge vom Zulligerbueb, Dilettanten- und Kunstakrobatik von Herrn Isenschmid mit seinem siebenjährigen Töchtorchen; das Raketenauto, die neueste Schöpfung im Automobilgewerbe, vorgeführt von Mitglied Ruedi Ott, Operettentenor am Berner Stadttheater; Raritatenkuriosa von Hrn. Pommerelle vom Doppelquartett. U. ? A. ? M. ?, das grosse Mysterium. Das alles und vieles mehr wartet der Berner T.C.SJer. Wer wollte da zu Haus« bleiben ? Der Wagen der sich in allen Teilen bewährt hat. Der Motor der sich beim Fahren verbessert. Generalvertretung für die deutsohsprechende Schweiz A.-G., Löwenstrasse 19 LöwensSrasse 19

N°2 — 1929 VERKEHR Zum Ausbau der Industriestrasse Zürich-Dictikon. Zu der in Nummer 107 erschienenen Notiz über die Wiederöffnung dieser wichtigen Durchgangsstrasse erfahren wir von kompetenter Seite noch folgendes: Eine der bedeutendsten Strassenverbindungen von Zürich aus ist die vor 1800 erbaute Badenerstrasse, welche durch das Limmattal über baden nach Basel und Bern führt. Sie verbindet gleichzeitig auch die aufstrebenden industriellen Ortschaften Altstetten, Schlieren und Dietikon mit der Hauptstadt und dient also mit der in ihr liegenden Limmattalstrassenbahn noch dem Lokalverkehr. Der ausserordentlich rege Fernverkehr der Motorfahrzeuge von Zürich Richtung Baden und weiter forderte frühzeitig besondere Massnahmen. Da vom Ausbau der Badenerstrasse als moderne Durchgangsstrasse aus den verschiedensten Gründen Umgang genommen werden musste, wurden bereits im Jahre 1921 Studien für den Bau einer neuen Verkehrsstrasse mitten durch das Limmattal abwärts gemacht. Dabei wo'lte man vor allem einen Strassenzug schaffen, der vorab den Anforderungen des neuen Verkehrs entsprechend trassiert und ausgebaut werden sollte, und zwar ohne Berührung der bestehenden Ortschaften. Bis etwas unterhalb des Gaswerkes Schlieren entspricht die bestehende Industriestrasse sowohl hinsichtlich Linienführung wie Breitenabmessung den gestellten technischen Anforderungen. Weiter abwärts bis, zur Einmündung in die bestehende Badenerstrasse bei der Kantonsgrenze musste eine Neuanlage geschaffen werden. Sie hat eine Länge von 4,7 Kilometer. Für die Linienführung wurden möglichst lange Geraden gewählt mit dazwischen gelegten Bogen mit Radien nicht unter 100 Meter. Steigungen von 3,75 % wurden nur für die Unterführung der Schweizerischen Bundesbahnen in Dietikon nötig. Diese neue Strasse übersetzt die Limmat zweimal mit eisernen Brücken von 12 und 92 Meter Spannweite. Ferner wird die S. B. B.-Strecke Zürich-Baden unterhalb der Station Dietikon mit einer Unterführung, die zum Teil im Grundwasser liegt, gekreuzt. Im Zuge der neuen Strasse liegen noch weitere Brücken über den alten Klostergraben bei Glanzenberg, über den Kanal des Elektrizitätswerkes Dtetjkon und über^ die Reppisch, teils in, Stein, lells In'Eisenbeton. Die Fahrbahn hat eine Breite von 7,5 Meter und zerfällt in einen .gepflasterten Streifen von mindestens 5 Meter Breite und in geteerte Seitenbahnen. Die absolute Freihaltung der Strassenanlage von p^i.„, OQ „^ ^er Ljmrnat erforderte bedeutende Erdarbeiten. 1923 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und 1926 das erste Teilstück bis zur Limmatbrücke Dietikon beendigt. Aus verschiedenen Gründen konnte das -letzte Teilstück von der Limmatbrücke bis zur Badenerstrasse erst 1928 in Angriff genommen und beendet werden. Am 15. Dezember 1928 wurde der neue Strassenzug dem Verkehr (ohne den Motorlastenverkehr) geöffnet. Die Kosten für diese Strassenneubaute betragen über zwei Millionen Franken. Der Aufwand ist aber wohl gerechtfertigt, da nunmehr der grosse Durchgangsverkehr verschiedene Ortschaften nicht mehr direkt beansprucht und durch diese Umgehung der Siedelungen sowohl den Anwohnern als den Motorfahrzeugführern wesentlich gedient ist. Verbreiterung der Flüelerstrasse Diese Frage rief in der letzten Sitzung des urnerischen Landrates eine recht lebhafte Diskussion hervor. Von der Regierung wurde vorgeschlagen, es sei die Fliielerstrasse zwischen Altdorf und Flüelen um 3,50 Meter zu verbreitern. Die Tramanlage würde dabei ein selbständiger offener Bahnkörper. Die Kosten würden sich nach einem Voranschlag auf ca. 65 000 Franken belaufen. Die Tramgesellschaft hätte an diese Summe den Betrag von 15 000 Franken zu leisten. Verschiedene Redner gaben die Gefährlichkeit der Strasse zu -und waren sich darin einig, dass etwas geschehen müsse, doch vertraten sie die Ansicht, dass eine Verbreiterung von zwei Metern genügen würde. Diese Abänderungsanträge bedingen aber, dass neue Kostenberechnungen erstellt und der Voranschlag der Regierung abgeändert wird. Landrat Dahinden (Altdorf) betonte, dass es sich bei dieser Strassenverbreiterung nicht nur um eine Angelegenheit der Gemeinden Altdorf und Flüelen handle, sondern dass hier eine Frage zur Diskussion stehe, welche den ganzen Kanton angehe. Landrat Furrer (Silenen) stellte fest, dass der grosse Fehler früher passiert sei, als man der Tramgesellschaft die Erlaubnis gab, die wichtige Strasse mit ihrem Geleise und ihrer Anlage zu benützen. In einer dreimaligen Abstimmung erklärten sich 17 Stimmen für sofortiges Eintreten, 23 für Rückweisung an die Regierung. Für gänzliches Verwerfen waren nur zwei Mitglieder. Stand der Alpenstrassen. UTOMomr Das Tonristikbureau Zürich des A. C. S. teilt am 4. Januar mit: Nach neuem Schneefall in der sanzen Schweiz ist das Mitnehmen von Sehueeletlea für «ämtiiehe Ueberlandfahrten wieder notwendig geworden. Die höher gelegenen Strassen in tleu Voralpea und im Jura zeigen am 4. Januar 1929, morgens, folgendes Bild: Appenzelleriand: Sämtllcho Hauptstrassen sin nach frischem Schneefall mit dem Schneepflug wieder freigelegt worden; Mitnahme von Schneeketten notwendig. Toggenburg: Strasso Wattwil - Wildhaus - Garn durchgehend mit Ketten fahrbar Auf der Ostseit ist beim Kreuzen mit dem Kurswagen grosso Vorsicht geboten. Ricken. Ketten notwendig. Albis: Mit Schneeketten, pulverige Fahrbahn. Hirzei: Wegen pulveriger Fahrbahn Ketten empfohlen. Schwyz: Die Zufahrtsstrassen vom Zürichsee und Zugersec nach Einsiedeln sind gut gopfadet und mit Schneeketten leicht passierbar. Strass Einsiedeln-Ibergeregg bis Unteribori* fahrbar. Unterwaldan: Durchgangsstrasse Hergiswil-Brii. nig mit Schneeketten bis Lungern passierbar Strasse nach Engelborg bis Station Grafenort pas sierbar. Ketten ab Wolfenschiossen. Gotthard: Nordseite mit Ketten bis Amsteg, wei terhin sehr beschworlieh und nicht empfehlenswert. Die Südseite ist ab Airolo mit Ketten talwärts schwierig fahrbar, empfehlenswerter ab -Faido. Glarus: Wegen starker Vereisung der Strassen ist das Mitnehmen von Sehneeketten auch für das Befahren der unteren Talstrassen angeraten Di Klausenstrasso mit Ketten bis Linthal fahrbar Sernftal bis Ehn, Kerenzerstrasse mit Ketten. Graubünden: Prättigau eingeschneit, ab Seiners unpassierbar; Lenzerheide wieder durchgehend ge öffnet (feste Strassendecke); Oberhalbstein bis Müh len; Unterengadin ab Pfunds gesperrt; im Oberengadin ist die Talstrasse ob Bevers passierbar; Maloja nach kurzem Unterbruch wieder freigelegt Strasso Reichonau-Flims-Waldhaus Flims mit Ket ten (Vorsicht beim Kreuzen der Postwagen). Entlebuch: Strasse Wolhusen-Entlebuch-EschoLz matt-Langnau mit Ketten bis Schüpfheim, weiter hin sehr beschwerlich und nicht empfehlenswert. Berner Oberland: Strasse Interlaken-Lauter brunnen Ketten ab Zweilütschinen. Strasse Zweilütschinen-Grindelwald ab Lütschenthal unpassier bar Strasse im Kandcrtal bis Frutigen, Frutigen AdeDjoden breit eepfadet, gut passierbar. Simmen talstrasse für Personenautos bis Zweisimmen, wei terhin polizeilich gesperrt; Lasttvagenverbot für die Talstrecke Wimmis-Zweisimmen. Strasse Gürbetal Riggisborg-Gurnigclbad mit Ketten gut fahrbar. Uebergäntje vom Aare- ins Rheintal: Bötzberg fast schneefrei, Ketten uicht notwendig; Staffeleg] Hauenstein, Oberer Hauenstein fast schneefrei Ketten empfohlen. Berner Jura: Nach neuem Schneefall ist di< Fahrbarkeit der Strassen etwas schwieriger geworden, ohne doch unmöglich zu sein. Die Strasson in den Franches Montagnes und die Strasse Tavannes- Sonceboz-Pierre Pertuis sind für Lastwagen schwer fahrbar. Personenwagen zirkulieren überall. Neuenburger Jura: Sämtliche Hauptstrassen sind dem Automobilvei-kehr wieder geöffnet. Die Mitnahme von Schneeketten ist für die höher gele ; gonen Strassen weiterhin nbtwciidig. ' Waadtländer Jura: Strasse Yverdon-Stc. Croix u. Fortsetzung nach Fleurier mit Ketten; Ste. Crolx- Auberson-Pontarlier wegen Schneeverwehungen unpassierbar. Internationale Durchgangsstrasse Lausanne-Paris auf der Strecke Vallorbe-Jougne-Les Höpitaux nur mit starken Wagen passierbar Strassen im Vallee de Joux unpassierbar. Molendraz mit Schneeketten. Strasse Nyon-St. Cergue-La Cure bis St. Corgue. Uebrige Waadt: Strasse nach Chäteau-d'Oex- Saanen mit Kelten. Montreux-Caux mit Ketten Die Strasse Glion-Caux ist bis 18 Uhr polizeilich nesnerrt. Montreux-Les Avants mit Kelten. Aigle-Lc Sepey mit Ketten. Strasse nach Leysin unpassierbar. Strasse Aigle-Ollon-Villars mit Ketten, Mitnahme einer Schneeschaufcl empfohlen. Strasse nach Champöry nur starken Wagen mit Ketten anzuraten. Pas de Morgins bis Dorf Morgins. La