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E_1928_Zeitung_Nr.104

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wieder von Skifahrern da

wieder von Skifahrern da oben, nein, dort unten, jetzt wieder stärker oben, hinter ihm, wo auch ? Ihn fröstelt. «He, wo? Grünig ?» — Tschannens Stimme. Er gibt Antwort. Später hört er Tschannen stacheln. «Da hier rechts», ruft er. «Wo ist Fritz?» fragt Grünig. «Ich habe ihn nicht gesehen. — Hansel stampft da oben bergwärts, seine Ski laufen nicht.» Fiebernd spurt er sich hinauf gegen die Tannen, die schattenhaft im Nebel herumdunkeln. Bei einer grossen Tanne horcht er. Sein Ruf vervielfacht sich wieder in das grausige dumpfe Hallen: «Hoo... oo!» — jetzt hat er gerufen, so war es ihm. Aber er weiss nicht wo. Wieder läuft er bergab, betäubt vom Rauschen der Ski, wie von Heerscharen von Fahrern, denkt er. Er steht still und glaubt zu fahren. Der Schnee rutscht, denkt er, der Abhang rutscht. Dann hält er gegen den Waldsaum zur Lücke, der Hütte zu. Und bei der letzten Tanne sieht er ein kleines, schwaches Licht. Es bewegt sich ihm zu. Er sieht ein zweites, das bewegt sich auch. Und auf einmal sind beide sehr stark und helle, und er hält sich die starre Hand mit dem steifgefrorenen Handschuh vors Gesicht. «He, Grünig!» — «Du, Onkel!» So fanden sie ihn, der Fritz und Tschanuen, im Schnee, am Boden, an eine Tanne gelehnt. Die Ski streckte er weit von sich und mit den Händen hielt er beide Stöcke fest. Sie stellten ihn auf, rieben ihn, schüttelten ihn, gössen ihm Kognak ein. Dann nahmen sie ihn in die Mitte zwischen sich und fuhren mit ihm zur Hütte. An der Wärme taute er auf, unter Stöhnen und Wehklagen. Eine Zehe und ein Finger sahen bös ans, aber waren nicht ganz futsch. Er hatte nicht lange dort gelegen. In der Stube qualmten bald vier Räuchlein, und männiglich war guter Stimmung. Hansel war es wöhler auf dem Ofenbänklein als auf den Ski, und Grünig wäre um keinen Preis noch einmal allein dort hinauf in den Kessel, bei Nacht und Schneetreiben. Er schaute nicht gern zum Fenster hinaus. Die Tannen waren so merkwürdig, nur so Schatten, und schienen sich zu bewegen. Und zwischen ihnen hindurch der Nebel. Nein, das war graueuhaft schaurig. Keiner sprach davon. Sie lachten, witzelten von Tschannens Frau, tranken heissen Kaffee und Hessen es sich wohl und behaglich sein an der traulichen, petroligen Wärme der Skihütte. So war der erste Tag ihrer Skitour. P. F. ff ^^ ROSELS ERSTER WEIHNACHTSABEND «Liebes Mutterle, unser Hausdach ist heute mit lauter Diamautkörnlcin bestreut, sieh' nur, wie es funkelt! und den Abendstern haben die Englein auch schon angesteckt. Hast du die Hühner schon gefüttert?» «Ja.» «Und die Katze?» «Die sitzt hinter dem Ofen und spinnt.» «Und s'Rosele?» «Schläfe.» «Dann mach' ich noch die Läden zu, heut' nacht wird's kalt! Der Schnee pfeift laut unter den Füssen, und die Winde haben die Haustür zugeweht. Morgen können wir von der Luft leben, weil wir dann vor lauter Schnee nimmer zum Haus hinaus können.» «Es wird nicht so arg werden, das Cliristkindle ist doch auch auf dem Weg.» «Horch, da läutet's!» «Ein Paket!» ruft der Briefträger und stellt's vor die Tür. «Muss ich etwas bezahlen?» rufe ich ihm nach. «Nein!» ist die Antwort, und schon ist er in der Dunkelheit verschwunden. «Fraule, stell 's Paket unter den Christbaum und zünde die Lichtlein gleich an, wir wollen unserem Rosele «Stille Nacht, heilige Nacht» vorsingen.» Und 's Rosele hat dann grosse Augen gemacht auf dem Arm der Mutter, als es die vielen Lichtlein sah, und spiegelte sich in den vielen farbigen Glaskugeln. Als wir das Paket aufmachten, sahen wir, dass das Christkindle zu unserem Rosele gekommen ist. Lauter nützliche Sachen hat's gebracht, Strümpflein und Hemdchen, Kittelchen und Käppiein. Ja, Rosele, du bist aber gut daran. Und 's Roselo hat dann so lange die schönen Sachen angeschaut, bis dass das Sandmännlein zu ihm gekommen ist. Da haben wir dann ganz still das schlafende Kindlein unter den Christbaum gestellt, und ich möcht' wohl gerne wissen, was unser Rosele an seinem ersten Weihnachtsabend geträumt hat. AUTÜMÜBIL-KeVUC uns» — N u 104 MEINE VERSTOSSUNG AUS DEM PARADIES Gro&s braucht ein Ikimattal nicht zu sein, um sich darin glücklich zn befinden. 15 Häuslein genügten mir, und wenn noch dabei eine Mühle klappert und es alle Jahre Kirschen und Waldbccren gibt und das klare Büchlein im Sommer Krebse hat und im Winter eine Eisdecke zu schleifen, Kinderherz, was willst du noch mehr? In einem solchen Gotteswinkel lag unser Häuschen. Ich war meistens allein zu Hause, weil meine Mutter ins nahe Städtchen musste, taglöhnern, um uns beide zu erhalten. Und da konnte ich so recht meinen Träumen nachgehen; wenn ich dazu die Schule schwänzte, konnte ich den lieben, langen Tag den Bach nach Grundein absuchen und meine Katzen dressieren; andernfalls aber hatte ich vollauf zu tun die Geissen zu füttern, melken, striegeln und die Tannzapfen im Walde sammeln. So ging es jahraus, jahrein, dass ich glaubte, es müsste immer so bleiben. Es kam aber doch anders, weil unterdessen die Schulzeit zu Ende ging, die mir eigentlich wie ein Fegfeuer vorkam, ich wusste aber nicht, dass es doch das Paradies war, darin immer die Sonne schien und die Bäume- standen, die Aepfel, Birnen und Nüsse trugen und das Bächlein an hcisseit Tagen mich kühlte und mir die silberschuppigen Fischlcin schenkte. Aus jedem Busch pfiff mir ein Vogel und die Frösche und Xegenwürmer waren auch zu meinen Diensten, An Regentagen ergingen wir uns mit Ergötzen in den gcibschlammigen Strassenpfützsti und bauten aus Dreck die herrlichsten Paläste. Unsere Einfalt liess uns alles ernst und heilig erscheinen, und das ist für ein reiches Kindergemüt die Hauptsache. Bis dahin hing der Himmel voller Geigen und diese alle gaben eine- liebliche- Musik. Dann schlug der Wächter des Kinderparadieses die Türe- hinter mir rauh zu. Qanz plötzlich starb meine Mutter, die, welche für mich alles gewesen, die mich unter Schmer- Juwelen BflHNHOFSTB. 52 ' ZÜRICH Farbig bemalte Kakteen-Ständer die Sie beliebig zusammenstellen und kombinleren können, I« nach den Raumverhältnissen. Solid gearbeitet, in modernen Formen, recht preiswert Suter-Strehler Söhne & Co. am Löwenplatz - Zürich Die verehrlichen Leser wsrden gebeten, bei Bedarf die hier vertretenen Firmen zu berücksichtigen and bei Bestellungen, Anfragen etc. sich ausdrücklich aal die Automöbil-Kevne beziehen zu wollen. 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fjtifl* — 1fl?R icu geboren und erzogen, für mich alle Tage ist nicht tot, deim ich sehe sie ja umhergehe». gesorgt, die sollte auf einmal nicht mehr Sie sitzt bei mir am Tisch und ich schaue ihr sein, lag tot in der Stube. Das konnte ich in das Hebe Gesicht, wo ich all die Falten nicht begreifen. Warum musste sie sterben? noch sehe und die grauen Haare, und mein so frug ich mich hunderte Male, aber ich Sclimerz war in solchen Minuten wieder hörte immer noch ihre warnende Stimme erloschen, um dann um so wehmütiger beim ganz deutlich, und ihr sorgender Blick traf Erwachen wieder hervorzubrechenmich immer wieder, dass ich mir sagte, sie FLIPSCHEN'S WEIHNÄCHTSFÄHRT Flipsehcii ist in unserer dekadentem Zeit die Bejahung des grössten Optimismus. Ein Glückspilz, um es mit volkstümlichen Worten zu sagen. Nicht nur, dass er auf dein Lande, eine halbe Stunde vor den ersten Mietskasernen der Stadt, eine eigene Villa mit Springbrunnen und chinesischem Gantenhäuschen besitzt, nicht nur, dass er allabendlich im eigenen Autoinobil, nach des Tages Plackereien, sein Pfeifchen rauchend, mit einem selbstgefällig« Leuchten in der grosscu Hornbrille über dio ehielten guten Tagesgeschäfto schmunzelnd nach Hause kehrt und von Frau Flipschen, einer ebenso rundlichen wio lieben Gattin, mit offenen Avm^n und einem Paar wohlig warmen Filzpantoffel«, abor auch einem nicht minder erfreuenden Nächtmahl empfangen •wird, — nicht nur das und vieles andere mehr bescheint Flipsclieai mit eimem beneidenswerten Strahl der tjrossen Glückssoncac, nach der dio Menschen seit Jahrhunderten, vr%) der ewige Jude, verlangend ihren Hals Iangstrociken, — nicht nur das, Flipschen ist unter den Glückspilzen, was der herrlich rollcuchfendo Fliegenpilz unter den Giftpilzen ist: Ein ganz ÄUTOMOBTL-RFVIJE besonderer Pilz! Enda November erhielt Flipschen vom Postboten ein Telegramm, dass sein Onkel Smith, Hosenträger en gros (natürlich hicss er, als er noch in der Schweiz war Schmidl) in Now- York-City das Zeitliche gesegnet und mangels eigener Familie, dito nähere Anverwandte, ihn zu seinem Universalerben eingesetzt habe. Das Schicksal sorgte selbst dafür, dass Flipschens unerhörtes Glück nicht der Götter Neid erweckte. Dio angekündigie Million erwies sich als Schwindel, da der guto Onkel Smith, Hosenträger en gros, auf seinem letzten Gang von einer erheblichen Schar Gläubiger begleitet wurde. Was nach Befriedigung der geldgierigen Yankys übriggeblieben ist sind netto 25 000 Franken in ?utor Schweizer- Währung. Da der Geschättsgewinn in Firma Flipschen bei dem Glück, das Flipschen nun mal hat, das Budget um etliche Prozente überstiegen hat und er in der beneidenswerten Lago ist, das Ergebnis stundenlanger Telephongespräcbo und Herunischlagoreien mit seinem Privatsekrctär plus obligaten Import-Zigarren bei schlau eingefädelten Verhandlungen mit distingiert angezogenen Herren, dio grosso Firmen mit ebenso viel Würde als Goldzähnen vertraten, nicht mit Aktionären teilen zu müssen — entsehloss sich Flipschen, für diese Weihnachten ein i'ashionabler Spender zu sein. Diesmal wollte er seiner ganzen, nicht kleinen Verwandtschaft gedenken und dafür nur das Beste vom Besten wählen. Flipschen hat in Sachen Geschäfte eine ungemein feine Nase und weiss, wio kein Zweiter, bei welchen Läden es vorzufahren gilt, wenn man gut, reell, prompt, freundlich (dio schönen Ladentöchter!) und zur vollen Befriedigung bedient sein will. Das hcissl, kommerziell ausgedrückt, wo man wirklich preiswert einkaufen kann. Am Morgen de.? Vd. Dezember —- noch las das Dunkel dor winterlichen Nacht über dorn verschneiten Land — s'.ahl sich Herr Flipschon auf den Zehenspitzen, dio Schuhe unter dem Arm, aus der friedlichen Stille seines ehelichen Schlafzimmers, warf noch einen letzten Blick auf dio von Schlafe sanft geWilt'lPii Wangen seiner lieben Elise, um die Türe mit der Routine eines bcruf.snuissigen Einbrechers laut- und hauchlos zu schliesson. Beim Niedersteigen über dio hölzerne Treppe gab er sich alle Mühe, dio an dor Wand befindliche», weniger knarrenden Stellen mit seinen in biederen Wollsockcn steckenden Fussspitzon zu belasten. Mit drei Sprüngen, eine Behendigkeit, die mau ihm nicht zutrauen würde, erreichte er die Türo seiner kleinen Garage, öffnete sie, schlüpfte erst dort in dio mitgebrachten Schuhe, schwang sich in seinen Wagen, gab dem Motor freies Spiel und verlicss klang- und grusslos seine kleine Villa vor der Stadt. Die Wege waren hart gefroren, ein grauer Himmel hing winterkalt über der Gegend, die er pfliehtbewusst, wie nur Flipschen sein kann, im streng konkordatsmässigon Tempo, zufrieden über seinen wohlgelungenen Streich, durcheilte. Am Nachmittag traf er in Basel ein, ratterte seinen Sechszylinder durch die Spiralen der Schlotterbeck- Garage, um dann beschwington Fusses die weihnachtlich gestimmte Stadt zu durchbummeln. An dar Freiestrasse fesselte ihn dio vornehme Auslage des Pclzhauses Lindner. Mit einem schelmischen Gedanken an die in Glück aufstrahlenden blauen Augen seiner "braven Elise, trat er ein, um wonigo Minuten darauf mit einem gewaltigen Paket sich von der eifrig knixendon, ach so hübschen Ladentochter zu verabschieden. Munter pfeifend machte er sich auf den Weg über dio Rheinbrücke, als er zu seinem Leidwesen bemerkte, dass er die wollenen Handschuhe im Wagen zurückgelassen hatte. Ein garstiger Wind pfiff über dio trägo fliessenden Wasser und den armen Flipschen fror es erbärmlich an die Händo. Flipschen hat von Natur aus eine furchtbar diffizile Haut. Wie eine Erlösung leuchtete ihm das Wort Apotheke von einem Hause entgegen. Rasch entschlossen besorgte er sich eine Tube Vcrsan-Creino von Dr. Ad. Hüebscher, womit er seine spröd gewordenen Hände, ehe grössercr Schaden entstanden, einreiben konnte. Mittlerweile war ein milder und nicht minder belebter Abend angebrochen und Flipschen belegte sich ein Zimmer als einer, der «ob's leisten kann, in einem der prächtigsten Hotels der Rhoinstadt. Die Zeit vor dem Nachtessen verbrachto er im Restaurant, wo er sich im Bewusstsoin der magenreizendeu Wirkung vor einem korpulenten Mahle einen Martinazzi-Aperitif zu Gomütc führte. Das Nachtessen hatte seine Erwartungen um einiges übertroffen — es ging ihm da fast, wie mit dem Geschäftsabschluss (sagten wir doch, dass er ein Glückspilz ist!). Kurz, er war in dor rechten Stimmung, sich im nächstliegcnden Variete eine Portion Revue-Girls vor die Augen servieren zu lassen und als dor Schlussmarseh erklungen war, immer noch so gut in Stimmung, dass er trotz diversen Abendschoppen, recht und schlecht auf seinem Zimmer angelangt, immer noch nicht ans Schlafen denken konnte. So setzte er sich denn hin und durchging den Wunschzettel, den er sich vor seiner Abreise zusammengestellt hat. Seine Frau hatte auf der Hochzeitsreise unaufhörlich von Juwelen geschwärmt. Ja, in St. Gallen war sie voi- einem prächtigen Schaufenster gar nicht mehr wegzubringen gewesen. Etwas umständlich kramte Flipschen sein Schreibpapier aus dem Koffer und schrieb Siegl-Bindschedlor einen Brief, der ihm, wio er schmunzelnd feststellte, sicher einen Extrakuss seiner Elise einbringen würde. Flipschen tunkte die Feder von neuem ein und schrieb der Firma E. Hübig in Ermatinffcn um Prospekte für eine Radioanlage, da sein Söhnchen Fritzli ihm darum schon seit Ende August tagtäglich die Ohren taubgo- Kchrien hatte. Auch sein Schwager Hans wollte einen Radioapparat, aber mit Agrophon-Reflex- Lautsprechor mit direktem Anschluss ans Lichtnetz. Diesen bestellte sich Flipschen bei A. Gross- auer in Windisch. Sein Bruder Josef, ein eifriger; Sportsmann, wünscht sich Trikotwäsche. Da ea ein sehr verwöhnter Herr ist, schrieb er an J. Sall« mann & Cie. in Amriswil, weil dioso Firma das Isa-Trikot führt. Dem Onkel Jeremias konnto man keine grössere Freude machen als mit einem währschaften Tessiner-Salami. Flipschen hatto im Sommer auf seiner Fahrt nach Lugano im Bahnhofbüfett Göschenen den besten Salami seines Lebens gegessen. Nun, wenn er gerade beim Essen war: Während den Weihnacbtstagen gibt es massenhaft . Besuch und da muss die Konfekt-Büchsa immer drall voll sein. Tinte an die Feder! In grossen Buchstaben schrieb er auf das Kuvert der Bestellung: A. Wiedemann, Biskuit-Fabrik. Horwi b. Luzern. Natürlich abor mit der Schleckerei verdirbt aich dann der halbo Haushalt wieder den Magen und heult über Kopfschmerzen. Wird gleich gut sein, vorzusorgen, dachte dio vorsichtige Person (lies^ Flipschen) und bestellte bei der Apotheke Richter & Cie., Kreuzungen, das altbewährte Hausmittel «Cito». Die Tante Emcrenzia klagte in letzter Zeit so viel über das Rcissen und Fettwerden und weiss der Himmel noch was alles; dio wird bald erlöst sein davon, wenn sie einen El Sol- Apparat von J. Th. Fontana, Igis, Graubünden, unter dem Weibnachtsbaum findet. Da wären wir, dachte Flipschen, und zo2 unter den letzten Brief einen Strich. Bautz, brach dia Feder ab. Hol mich dieser und jener! Das hatte man von der altmödigen Schreiberei! Jetzt muss auch einmal cino Füllfeder her. Das war ja lächerlich. Flipschen, so ein versierter Mann und keine Füllfeder! Und mit dem Tintenstift, weil doch dia Feder kaput war, schrieb Flipschen vor dem Zubettgehen noch der Firma Aska A.-G. in Kreuz-* lingen. Wenn man alle beschenkt, darf man auch sich beschenken. Am andern Morgen — es war ein heiter-klarer Wintertag — startote Flipschen, nachdem or seino Bestellungen der Post übergeben, über den Hauenstein nach der Bundesstadt. Bei einem Schulfreundo ass er zu Mittag Mit behäbigem Schmunzeln durch-» biunmelto er nach Erledigung dringender Geschäft« dio heimeligen Lauben, mit noch behäbigerem Schmunzeln die Trams betrachtend, die in der Mutzenstadt — mime nid gsprängt! — selbst düs Brunnen im Bogen umfahren. Beim Optiker E. F. Büchi Söhne fand er indessen etwas, das nicht auf seinem Wunschzettel stand: eine Eveready- Taschenlampo für nächtliche Autopannon. Sein Besuch im Japan-Haus bei Albert Gasser & Cie-i war vorgemerkt Was er dort einkaufte war wie« dor einmal für Elise bestimmt: Seidenstoffe, Kimonos, Teeserviccs, Kuriositäten, alles ans Ostasien< Bei Hostettler & Cie. bestellte Flipschen eino Kiite alkoholfreie Trauben- und Obstweine- für seinen Chauffeur, der gerne- einen guten Tropfen, aber keinen Alkohol gemessen durfte. Ein entfernter Cousin von Flipschen ist Socuritas-Wächter Für seine vielen Schlüssel kramto er ein Buston-Sshlüsseletui, das dio hello Bewunderung besagten Securilas-Wächters erregt hatto. Ja, Flipschen weiss, was sich die Leute wünschen ! Noch gleichen Tages verliesa Flipschea die Bundesstadt. Dio Kühlerfigur zeigte Richtung Zürichs Unterwegs stärkte sich Flipschen, der die Ranzo Fahrt «pausenlos» bewältigte, an einem sresundhoits-. fördernden Glas Weisflog-Bitter. Kurz darauf verschlang ihn der Strassenlärm und das Lichtersewirr der grossen Limmatstadt. Langsam rollte sein Wagen durch die von unzähligen Schaufenstern ge- GLIEDER-REISSEN, RHEU- MATISMUS, ISCHIAS, VERSTAUCHUNGEN. Bei diesen Schmerzen hilftSLOAN'S LINIMENT, das seit 40 Jahren bewährte amerikanische Hausmittel. Es wird nur leicht aufgetragen, nfcht eingerieben — und schon sind alle Schmerzen verschwunden. Schädliche Nebenwirkungen sind ausgeschlossen. SLOAN'S LINIMENT ist billig und reicht monatelang. Die Flasche au Fr. z.co in Apotheken. M S mm NIC« nur ;m Haushalt h für Ihr Auto lässt sich der PROTOS Staubsauger dank seiner Handlichkeit und grossen Saugkraft zum Reinigen verwenden. Praktische Fest- Geschenke Fein» Kalter Zürich Bahnhofstrasse 84 Limmatquai 2 Langstrasse 83 Die verehrlichen Leser werden gebeten, bei Bedarl die hier vertretenen Firmen zu berücksichtigen und bei Bestellungen, Antragen etc. sich ausdrücklich aui dio Automobil- Kevue beziehen zu wollen. 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