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E_1928_Zeitung_Nr.104

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Die Prüfung lieferte

Die Prüfung lieferte den Beweis Der neue Ford beweist seine Kraft, seine Ausdauer und seine Zähigkeit Auf einer ununterbrochenen 6 Tage-Fahrt hat er die Alpenpässe überwunden Ein neuer 5sitziger Fordor Sedan*Serienwagen mit plom? bierter Motorhaube hat die Schweizer Alpenpässe in 6 Tagen bezwungen. Der höchste Pass liegt 2431 m über dem Meeres* spiegel. Am 20. September 1928, 11 Uhr morgens, verliess oben bezeichneter Serienwagen, Ford*Modell A, nachdem die Motorhaube vom Stadtammannamt versiegelt war, mit zwei Fahrern den Ausgangsort Zürich, um die Prüfungsfahrt auf unten angegebener Strecke durchzuführen. Am 26. September 1928 kehrte dieser Wagen, wie durch amtliches Protokoll festgestellt wurde, mit unversehrten Plomben zurück. 51 offizielle Kontrolleure haben auf der zurückgelegten Strecke in gewissen Abständen den Zustand des Wagens geprüft und das Fahr buch unterzeichnet. Der Motor lief ununterbrochen 147 Stunden, d. h. mehr als 6 Tage und 6 Nächte, ohne ein einziges Mal auszusetzen. Wir glauben, dass noch nie ein Automobil einen besseren Beweis seiner Qualität, Haltbarkeit, Ausdauer und Sicher* heit erbracht hat. DIE ROUTE. Die Strecke, die dieser Ford«Wagen auf seiner Fahrt ohne Unterbrechung zurückgelegt hat, führt über fast alle Pässe der Schweiz: Grimsel (2176m), Furka (2431m), St. Gotthard (2112m), San Bernhardino (2063 m), Flüela (2369 m), Julier (2387 m), etc. Alle grossen Städte der Schweiz wurden passiert. FORD MOTOR Autorisierte Vertreter überall COMPANY

NO 104 II. Blatt BERN, 14. Dezember 1928Automobil-Revue Die hauptsächlichsten Neuerungen der seit dem 20. November in Kraft getretenen kantonalen Vollzugsverodnung über den Motorwagen- und Fahrradverkehr sind bereits an dieser Stelle kurz wiedergegeben worden, ohne dass auf die einzelnen Bestimmungen näher eingegangen worden wäre. Einzelne Neuerungen sind nun ( von einer grundsätzlichen Bedeutung, dass es wohl angezeigt ist, dieselben etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Waruai ein Nachtfahrverbot? Wohl am meisten überrascht hat die Tatsache, dass die Neuordnung' der Verkehrsgesetzgöbung, die doch ausschliesslich im Sinne einer Modernisierung.der Bestimmungen häjte vorgenommen „werden- sollen, dazu benutzt wurde, um neben einigen'anerkennenswerten Verbesserungen ein Nachtfahrverbot einzuführen, das zweifelsohne* einen Schritt nach rückwärts darstellt. Bekanntlich, ist für den Verkehr mit schweren Lastwagen solchen mit Vollgummibereifung, für Omnibusse mit mehr als 20 Sitzplätzen und "Motorrädern ein- Nachtfahrverbot in der Zeit zwischen 11 Ulir.abends und 4 Uhr morgens erlassen worden. Auf die- damit verbundene beträchtliche Benachteiligung der Motorradfahrer wollen wir hier' nicht besonders eingehen, da es der einschlägigen Fachpresse vorbehalten sein wird, diesbezüglich Stellung zu nehmen. Wir beschränken uns hier nur auf einige Bemerkungen, die den Automobil- Die neue Sf. Galler Verkehrsordnung Ein Danaer-Geschenk. verkehr betreifen. St. Gallen hat zufolge der Krise in der Stickereibranche schweren Erschütterungen seines wirtschaftlichen Lebens standhalten müssen und vermag nur mit äusserster Zähigkeit sich allmählich, von dieser Depression zu erholen. Es wurden anderseits zahlreiche Anstrengungen gemacht, neue. Industrien im Kantonsgebiete anzusiedeln, um Verdienstmöglichkeiten; für die zahlreichen durch die ungünstige Konjunktur arbeitslos gewordenen Bewohner- zu sehäffen. Aber gerade ein Gebiet wie das-st. gallische, das als Grenzkanton alles Interesse hat,-möglichst günstige Verbindungen mit den übrigen Landesteilen zu. besitzen, kann nur dann mit einer Weiterentwicklung seiner Wirtschaft rechnen, wenn günstige Verkehrsbedingungen den Nachteil der grossen Distanzen kompensieren. Es hätte deshalb im wohlverstandenen Interesse des Kantons, gelegen, wenn er mit allen Mitteln die Bemühungen von privater Seite- nach Ausbau und Ergänzung des Verkehrsnetzes unterstützt hätte. Das moderne ausgebildete System der Personenund Güterbeförderung ist aber ohne das Automobil, das in seiner enormen Anpas-' sungsfähigkeit an besondere Verhältnisse die beste- Wirkungskomponente der Eisenbahn-, ergibt, nicht mehr denkbar; St. •'Gallen ist' nach seiner geographischen Lage der Ausgangs- und Endpunkt von grossen Verkehrslinien und muss als solcher bestrebt sein, möglichste Freizügigkeit des Verkehrs z-uge-. währen, um jedem Transportunternehmen zu gestatten, rationell zu arbeiten. Bei den vielfach beträchtlichen Distanzen, welche zurückzulegen sind, ist dies aber nur dann der Falll, wenn recht frühzeitig abgefahren werden kann oder bei der Rückkehr die Möglichkeit noch vorhanden ist, am nämlichen Abend das Ziel zu erreichen. Dieser Freizügigkeit, dieser Notwendigkeit, sieh an die- besonderen Verhältnisse anzupassen,, ist mit dem Nachtfahrverbot ein bedenklicher • Riegel • gestossein, worden. Ueber dip Beweggründe-hat sich die Regierung bis jetzt' in -der Oeffentlichkeit nicht geäussert.. Es dürft© auch--schwer fallen, wirklich voll- 1 wertige Argumente ins Feld zu führen. Wenn St. Gallen der Mittelpunkt eines ausgedehnten Automobiltransportnetzes wäre und einen ununterbrochenen Durchgangsverkehr Tag und Nacht zu verzeichnen hätte, dann wäre die Forderung nach einer Verkehrseinstelhing nicht etwa mehr begründet, aber doch (begreiflich-.. Oder wenn den Kanton eine gewaltige Schuldenlast aus Dekretsbahnen drücken würde, dann hätte die Regierung wenigstens ein finanzielles Argument, über dessen Berechtigung man sich immer noch auseinandersetzen könnte. Es scheint, als ob die ganzen Beweggründe auf eine einseitige Berücksichtigung der Bundesbahnen zusammenschrumpfen, denn die Naehtruhestörung kann bestimmt nicht als Beweggrund ins Feld geführt werden. Es steht heute ausser Frage, dass Lastwagen und Omnibusse bei zweckmässiger Bereifung und guter Instandhaltung von Karosserie und II. Blatt BERN, 14. Dezember 1928 Chassis die Ruhe keineswegs beeinträchtigen. Die Polizeidirektion des Kantons Zürich, der sich bezüglich der Verkehrsdichtigkeit mit allen übrigen Ständen wohl messen knn, hat bereits im Jahre 1927 in einer Bekanntmachung erklärt, dass «ohne wesentlichen Lärm auszukommen ist» und sie deshalb gerade mit Rücksicht auf alle jene Fahrer, welche den Beweis dafür leisten, von. einem generellen Verbot absehen will. Die st. gallische Polizeidirektion hat zur Beratung der Verordnung auch die Vertretet der Automobilverbände eingeladen und dabei durchblicken lassen, dass sie an bestimmten Forderungen festhalten müsse mit Rücksicht auf die Beschlüsse der Oltener. Konferenz der kantonalen Poilzeidirektoren. Es wird wohl überall begrüsst werden, wenn sich die Poilizeiinstanzen in den- verschiedenen Kantonen bei der zukünftigen Verkehrsreglemen» tierunig einheitlich an die in Ölten gegebenen. Leitsätze halten,- damit in Ermangelung einer eidgenössischenGesetzgebung in dieser Materie dennoch eine weitgehende Ueberein~ Stimmung der kantonalen Verordnungen erreicht werden kann. Die nachträgliche Stellungnahme des St. Galler Vertreters zu der Frage der Nachtfahrverbote ist aber um so überraschender, als gerade auch in Ölten erklärt wurde, der Eriass von Nachtfahrverboten! sei kein; notwendiges Erfordernis. Auch über dem Berner Dekret wurde der Stab gebrochen, indem festgestellt wurde, dass dieser Kanton in seinen Massnahmen zu weit gegangen sei und eine Verkehrsunterbindung von abends 9 Uhr bis morgens 6 Uhr keine Was jeder Automobil - Interessent ob Herr oder Dame wissen muss! 1 2 Däss Opel an der Löwenstrasse 19 seine wirklich rassigen, ^eleganten und preiswerten 1929er Modelle ausgestellt hat« Dass ihm an der Löwenstrasse 19 bereitwilligst und unver- • bindlich die OPEL-Wagen vorgeführt werden. 3 Dass er an der Löwenstrasse 19 zuvorkommend und prompt • bedient wird. 4 Dass er an der Löwenstrasse 19 ein grosses OPEL-Ersatz- • teilelager vorfindet. an Kantone Aargau und Solothurn: W. Bircher, Solothurn Frey & von Feibert, Ölten W. Keize, Baisthal Kanton Basel; L. G. Koger, Basel J. Keigel, Frenkendorf TE LSFHON Kanton Bern: Fischer & Wülimann, Lysa P. Nussbaum, Langnau G. Reber, Bern Kantone Luzern, Schwyz u. Unterwaiden: E. Kruminenacher, Luzern G. Glatt, Willisau Kanton Thurgau: K. Ruckstuhl, Sirnach 3 S 9 O Kanton Tessin (Sopra-Ceneri)i Grand Garage A. Bianchetti, Locarno (Sotto-Ceneri)s Grand Garage Ferrari, Bernasconi & Co. S. A. Kanton Zürich und Zug: Titan A.-G., Generalvertretung, Zürich. P. Glättli, Hedingen H. Henninger, Wetzikon '.Brevet fcStrisse . • s Brevet fran^ais I « Breveto itaüano i t 5 106,263 687,868 234,633 LES PANNEfiüX1M0VIBLES PICKER donnerontlvotretorp. le confort d'une voiture transformable L. PICKER, l ter » Rue Voltaire, GENfeVE Maisons ayant Ja lioenoe de fabrioationi ST-GALL: Höheher's Erben, Volksbadstrasse 23. ANNEMASSE: Gay & Grometto, Croix-d'AmbüIyi LYON: Roguet & Cie., rue Anatole France 58. PAßISi Gagon & de., rue de Sablonville 24, 4 Neuffly snr Seine; ON CHEEOHE DES LICENGIES POTJB D'AUTEES Tarifs et prospeotus snr de man de. D. R. G. 1b , Brevet beige : I c « j 890,375 : 321,157