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E_1929_Zeitung_Nr.003

E_1929_Zeitung_Nr.003

Massnahmen enthalten

Massnahmen enthalten müssen, die als verkehrsfeindlich in die Erscheinung treten und wirken. Bei Verhängung von Polizeistrafen müsse jedesmal gewissenhaft geprüft werden, ob die fragliche Uebertretung .wirklich e'ne Verkehrsgefahr bedeute oder nur ein Formaldelikt darstelle. Darnach sei die Strafe zu bemessen oder überhaupt von einer solchen abzusehen. Besonders müsse der Anschein vermieden werden, als ob die Behörden in ihrer Aufgabe der Uebenvachung und Regelung des Verkehrs in erster Linie den Zweck verfolgten, durch Strafverfügurigen sich Einnahmen zu verschaffen. Unter Hinweis auf diesen Runderlass des Preussischen Ministers des Innern betont der Regierungspräsident nochmals, dass Bestrafungen in Fällen, in denen es sich lediglich um eine Formsache handelt, zu unterlassen seien, dass auf Strassen mit starkem Durchgangsverkehr zur Verhütung von Unglücksfällen anstatt des Erlasses von Strafanzeigen eine geeignete Verkehrsregelung vorgenommen werden müsse. Es wäre erfreulich, wenn uns dieses Jahr derartige Verfügungen von Seiten schweizerischer Behörden beschert würden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass die weitere Entwicklung des Verkehrs auch bei uns zu ähnlichen Auffassungen führen wird und es bleibt nur zu hoffen, dass Vernunft und Einsicht recht bald ähnliche Erlasse zeitigen werden. E. B. Es ist interessant festzustellen, wie die Eine Ironie. Völü TAGE Ablehnung einer städtischen Verkehrsrege! durch die Berner Regierung. Anfangs Oktober 1928 erliess der Gemeinderat von Bern eine Verordnung, dahinlautend, dass vorgängig der allgemeinen Neuregelung des Verkehrswesens in der Stadt Bern entsprechend der Neuordnung in den übrigen Schweizerstädten (der Abschluss der Beratungen dieser Verkehrsordnung soll unmittelbar bevorstehen!), stationierende Strassenbahnwagen von Motorfahrzeugen, Fuhrwerken und Radfahrern nicht überholt werden dürfen. Diese Verordnung ist dieser Tage dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt und, wie nun bekanntgegeben wird, abgelehnt worden. Der Regierungsrat motiviert sein Vorgehen damit, dass die Aufstellung von derartigen Verkehrsvorschriften Sache der kantonalen Behöden sei. Die ablehnende Haltung der Regierung gegenüber einer Verordnung, die jeder vernünftige Automobilist ohne Bedenken gebilligt hätte, ist in mehr als einer Hinsicht interessant. Das regierungsrätüche Nein und dessen Begründung ist zu fadenscheinig, als dass ihm Glauben geschenkt werden könnte. Man wird das Gefühl nicht los, dass .die ganze Angelegenheit Theater ist Die gleiche Regierung, die das famose Automobüdekret in Vorschlag brachte und damit ihrem engen Horizont in Verkehrssachen einen Denkstein setzte, will sich mit der Ablehnung der gemeinderätüchen Regelung auf den Boden kantonaler Grosszügigkeit, d. h. hier Einheitlichkeit im Verkehrswesen, stellen! Nur vergisst sie dabei, dass es sich um eine Neuregelung handelt, die in jeder grössern Stadt, die auf Verkehrssicherheit hält, längstens in Kraft steht. Wem die staatsrechtlichen Grundlagen fehlen, gilt es, .sie eben in diesem Falle schleunigst zu schaffen. Schliesslich hat auch das Automobil seine gesetzliche Regelung geboren und nicht umgekehrt! Die Genialität dieser bürokratischen Haltung gipfelt darin, dass die gesamte Verkehrsordnung, welche Bern in vorbildlicher Weise der in andern Städten getroffenen Regelung anpassen soll, dadurch in Frage gestellt ist. Der gewissenhafte Automobilist wird indessen nach wie vor die durch Gesetzeskraft als bindend zu erklären beabsichtigte, vorderhand aber abgelehnte Vorschrift des Anhaltens hinter stationierenden Trams dart, wo es die Enge der bundesstädtischen Strassen erfordert, aus freien Stücken einhalten im Interesse der Verkehrssicherheit. V. I Erkenntnis für die eigentlichen Pflichten der Strassenpolizei sich in letzter Zeit immer mehr Bahn bricht. Die Anerkennung der eigentlichen Pflichten liegt hier in der Verurteilung einer starren Polizeipraxis, die im Bussenwesen ä la Stoppuhr plus Hinterhalt ihre Inkarnation findet. So hat anlässlich der Aufnahme der neugeschaffenen italienischen Strassenmiliz der Minister für öffentliche Arbeiten, Giurati, eine Tagesordnung erlassen, worin die Vorteile der Strassendisziplin hervorgehoben werden, aber vor der Anwendung von Hinterlist und Fallen, sowie nutzlosen Plakereien ausdrücklich und eindringlich gewarnt wird. Die Refällten Bussen fliessen Avie Giurati festhielt, ausschliesslich den Strassen zu. Amerika, England, Frankreich, Italien, ja selbst der Polizeistaat Preisen stellen sich verkehrsfreundlich ein. Wir kämpfen seit Jahren in unserer braven Schweiz gegen unzählige Kräfte, deren Ziel es ist. die Entwicklung des heutigen Strassenverkehrs zu lähmen. Die kantonalen Behörden arbeiten einen Wulst von hemmenden Verordnungen aus, der Fiskus kniet dem Automobilisten auf die Frust, unsere rühmlich bekannte Liste der kontrollierten Strassen verzeichnet das Jahr durch e'ine nicht unbescheiden zu nennende Reihe Ortsnamen, die an verkehrsreichen, vom Verkehre gewinntragentlen Strecken liegen. Wann wird es auch bei uns licht werben? V. Sperrung der Hauensteinstrasse für Schlitten. Polizeiliche Massnahme infolge Unfällen. An der unteren Hauensteinstrasse, eine der schönsten Sohiittbahnen, ereigneten sich infolge der Unvorsichtigkeit von Wintersportlern mehrere Unfälle, die die Sperrung der Strasse für den Schlittverkehr zur Folge hatten. Den Ausschlag für das Vorgehen der Polizei gab ein Unfall, bei dem ein spät nachts aus Basel kommender Oltener Automobilist sich plötzlich einem durch unvorsichtiges Fahren auf die Strasse geschleuderten Bobsleigh gegenübersah und dank seiner Geistesgegenwart — unter eigener Lebensgefahr — das Volant im letzten Augenblick herumriss und dabei in einen Gartenzaun hineinfuhr, aus dem Wagen geschleudert und bewusstlos aufgefunden wurde. Die sauberen Schlitteniahrer hatten sich jis zur Bergung des Bewusstlosen auf und davon gemacht. Der Sachschaden beläuft sich auf gegen 1000 Franken. So bedauerlich das Schlittverbot, wie es aus der Tagespresse hervorgeht, für den Sporttreibenden ist, so muss es doch im Interesse der Strassensicherheit durchaus gebilligt werden, ja hätte im Falle der Nichterlassung desselben gefordert werden müssen. Das Polizeidepartement des Kantons Salothurn war sicii^ seiner Verantwortung voll bewusst. Die ,Qe-^ iahren des Schlittsportes haben in unserem Blatte schon seit Jahren Gegenstand eingehender Erörterungen gebildet. Der heutige Verkehr, der seit dem eminenten Aufschwung der Technik auch im Winter ein äusserst reger ist, fordert es, dass der Schlittsport, der, wenn auch gesund, letzten Endes dein Vergnügen dient, auf diejenigen Strassen beschränkt werde, die sozusagen keinen Motorfahrzeugverkehr besitzen. Dies- ist durchaus berechtigt, wenn man bedenkt, dass der Automobilist besonders Werktags in den wenigsten Fällen sein Automobil für Vergnügungsfahrten gebraucht, ganz abgesehen von den" dichtverkehrenden Lastwagen. Es ist zu hoffen, dass es den Recherchen der Polizei gelingen werde, die Bobfahrer, durch deren Unvorsichtigkeit der Oltener Automobilist zu schwerem körperlichen und materiellem Schaden gekommen ist — ein Wunder hat einen tödlichen Ausgang des Unfalles verhütet — für ihr fahrläss : ges und feiges Benehmen zur Rechenschaft zu ziehen, v. Verein Autostrasse Basel—italienische Grenze. Die Generalversammlung vom Dezember 1927 in Ölten, die bekanntlich zum «Auszug» der Lötschberggruppe führte, hatte vielleicht das Gute zur Folge, dass sich der Verein vom eigentlichen Zweck des Baues einer ausgesprochenen Automobüstrasse Baselitalienische Grenze abwenden und sein Hauptaugenmerk dem Ausbau des schweize- zeichnet und dessen Ausbau möglichst fördert, während der benachbarte Kanton diese rischen Hauptstrassennetzes, d. h. der eigentlichen Durchgangsstrassen zuwenden Durchgangsstrasse nicht abnimmf, sie als will. Man mag ja über die Opportunität des Strasse 2. Klasse bezeichnet und an deren Baues einer schweizerischen Autostrada baldigen und genügenden Ausbau gar nicht Nord-Süd denken wie man will. Tatsache ist, denkt. Beispiele solcher Art stehen genügend dass speziell die Verkehrsinteressenten se'bst zur Verfügung, trotzdem man dies eigentlich oder wenigstens deren G-rossteil, dem Pro-im Jahre 1929 nicht mehr für möglich halten iekt einer solchen ausgesprochenen Automobiistrasse Basel-italienische Grenze von An-gramms für den planmässigen Ausbau des seilte und die Aufstellung eines Arbeitsprofang an skeptisch gegenüberstanden und schweizreischen Hauptstrassennetzes schon deren Ausführung noch in sehr weiter Ferne längst wünschbar gewesen wäre. sahen. So imponierend die rasche Ausführung Wenn sich nun der neue «Verein zum der oberitalienischen Autostrassen sein mag, Studium des Ausbaues des schweizerischen so darf hier doch nie ausser acht gelassen Hauptstrassennetzes » — dies soll inskünftig werden, dass spezielle Faktoren diesem Unternehmen fördernd zur Seite standen: Güngabe steckt, so wird wohl niemand dem der neue Name sein — dieses Ziel als Aufstige topographische Bedingungen, sehr unglücklichen Verlauf der Oltener Tagung schlechter Zustand der betreffenden Strassen, deren Ausbau sowieso nötig geworden neuen Vereinsstatuten dürften wohl auch ge- vom Dezember 1927 mehr gram sein. Die war, weitgehende Unterstützung des Pro-nügend Beruhigung bieten, dass sich inskün- iektes durch die italienischen Regierungsund Provinzbehörden. Wenn man sich aber AUTOMOBIL-REVUE 1929 - anderseits die enormen Schwierigkeiten vor Augen hält, denen in Deutschland der Bau solcher Autostraden begegnet, wenn man sieht, dass Frankreich dem Bau solcher Automobüstrassen bis anhin ganz teilnahmslos gegenüberstand, so war wohl auch die bis heute von den schweizerischen Verkehrsinteressenten an den Tag gelegte Zurückhaltung gegen den Bau der Autostrasse Baselitalienische Grenze sehr zu verstehen. Denn es muss zugegeben werden, dass die Bedingungen für den Bau einer solchen Strasse heute in der Schweiz ganz andere sind a's z. B. in Italien. Eines Teils verfügen wir in den meisten Kantonen gegenwärtig über ein Durchgangsstrassennetz, das sich punkto Zustand sehen lassen darf, und anderseits begegnet der Bau einer ausgesprochenen Automobilstrasse über die Alpenkette solchen Schwierigkeiten punkto Terrainbeschaffenheit und Finanzierung, dass es wohl einer gehörigen Dosis Optimismus für den ba'digen Bau einer solchen Strasse bedarf. Ganz abgesehen davon, dass eine starke Benützung einer solchen nur gegen Entgelt zu befahrenden Strasse durch unsere einheimischen Fahrer in Frage stehen mag, so lange wenigstens gut unterha'tene und kostenlos 'benutzbare gewöhnliche Parallelstrassen ~ur Verfügung stehen. Es ist nun von Interesse, zu vernehmen, dass der geschäftsleitende Ausschuss des « Vereins Autostrasse Basel — italienische Grenze» nach reiflicher Prüiung des ganzen Problems zum Schlüsse gekommen ist, es sei von einer weiteren Verfolgung des Projektes einer Autostrasse Basel—italienische Grenze abzusehen und vielmehr der Ausbau des schweizerischen Hauptstrassennetzes als erstes Ziel des Verbandes aufzustellen. Und zwar soll der Ausbau dieses Hauptstrassennetzes derart verstanden sein, dass letzteres den Bedürfnissen des rapid wachsenden Motorfahrzeugverkehrs auf beste und rationellste Weise anzupassen sei. Um aber diesen Zweck zu erreichen, ist es nötig, dass der Verein, ähnlich wie die deutsche Stufa (Studiengesellschaft für den Ausbau des deutschen Strassennetzes) durch Herbeiziehung eines möglichst grossen Interessentenkreises auf eine breitere Basis gestellt wird. Es ist denn auch vor Monatsfrist eine bezügliche Einladung zum Beitritt an über 400 Behörden der Eidgenossenschaft, der Kantone und Gemeinden ergangen. Es ist nur zu wünschen, dass dieser Anregung in weitgehendstem Masse entsprochen werde. '" Denn die neuen Aufgäben, die sich der Verein stellt, sind keine kleinen. Es kommt nicht nur das Studium des programmgemässen Ausbaues des schweizerischen Hauptstrassennetzes in Betracht, sondern es muss wohl auch geprüft werden, welche neuen Strassenbauten speziell für den internationalen Verkehr für die nächsten Jahre für die Kantone in Betracht kommen. Da letztere inskünftig durch die Verteilung des Benzinzollanteils in den Besitz erheblicher Mittel für Strassenbau gelangen, rücken solche Strassenneubauten etwas mehr in den Bereich Uer Möglichkeit. Es Ist z. B. hier besonders an den Bau einer neuen, rechtsufrigen Walenseestrasse zu denken, an die Ausführung der längst geplanten zweiten rechtsufrigen Zürichseestrasse, einer Prageistrasse, Sanetschstrasse, etc. Was den Ausbau der bereits bestehenden Durchgangsstrassen anbetrifft, so bleibt auch hier noch ein erhebliches Arbeitspensum zu erledigen. Man braucht nur an den dringend notwendigen Ausbau der Strassen im Kanton Schwyz zu denken, an denjenigen der rechtsufrigen Zugerseestrasse, der Strassen in unsern Gebirgskantonen etc. Dass hiefür ein gewisses Programm aufgestellt wird, ist wohl sehr zu begrüssen, wobei als erstes Ziel die genaue Festlegung des schweizerischen Hauptstrassennetzes selbst in Frage kommt. Denn der Eingeweihte weiss genau, dass hier zwischen den einzelnen Kantonen noch ganz erhebliche Meinungsverschiedenheiten bestehen, dass z. B. der eine Kanton den und den Strassenzug als Strasse 1. Klasse be- tig solch unliebsame Vorfälle nicht mehr ereignen. Statutenauszug. Der neuo Verein bezweckt, durch Studien und durch Vorschläge bei den zuständigen Behördeu dahin zu wirken, dass dem wachsenden nationalen und internationalen Autoraobilverkehr ein zweckmässig angelegtes Hauptstrassennetz zur Verfügung gestellt wird. Dabei macht es sich der Verein auch zur Aufgabe, die Schaffung von Autostrassen in technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht zu prüfen. Als Sitz des Vereins und eewer Geschäftsstelle ist Basel vorgesehen. Mitglieder können öffentlich-rechtliche Korporationen, touristische und natürliche Personen werden. Die Aufnahme geschieht durch Beschluss des Vorstandes. Um die finanziellen Bedürfnisse des Verüins decken zu können, sind Mitgliederbeiträge und freiwillige Beiträge vorgesehen. Die ordentlichen Mitgliederbeiträge sind wie folgt in Aussicht genommen: Für Kantone und Gemeinden je 1 Rappen pro Kopf, der durch die letzte eidgenössische Volkszählung ausgewiesenen Wohnbevölkerung, jedoch mindestens Fr. 100.—. Für die am Strassenverkehr interessierten schweizerischen Landesverbände, mindestens Franken 200.—, Für andere juristische Personen wird der Beitrag von Fall zu Fall vom Vorstand festgesetzt, im Minimum jedoch Fr. 50.—. Für natürliche Personen Fr 20.—. Die Jahresbeiträge der eidg. Amtsstellpn oder der Schweiz. Bundesbahnen werden von Fall zu Fall festgesetzt. Alle Mitgliederbeiträge sind im Laufe des ersten Quartals jedes Jahres zu bezahlen. Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet allein das Vereinsvermögen. Jegliche Haftung der EinzelmifgHeder ist ausgeschlossen. Als Organe des Vereins sind vorgesehen: Mitgliederversammlung, Vorstand, leitender Ausschuß. Fachkommissionen und Kontrollstelle. In die Kompetenzen der Mitgliederversammlung fallen: Die Wahl des Vorstandes und der Kontrollstelle, eventl. Statutenänderungen, die Genehmisung des Budgets, der Jahresrecbnung und des Jahresberichtes, die Boscblussfassung über Anträge die von Mitgliedern oder vom Vorsta-nd eestellt werden, die Auflösung und Liquidation des Verein.* und die Besohlussf tssung über Rekursbegehren von ausgeschlossenen Mitgliedern. Die Mitgliederversammlung tritt mindestens einmal pro Jahr im ersten Halbjahr zur Erledigung der ordentlichen Geschäfte zusammen. Ausserord entliehe Mitgliederversammlungen können vom Vorstand einberufen werden, so oft es das Interesse des Vereins erfordert, oier wenn mindestens ein Fünftel der Mitslioder oder die Vertreter von fünf öffentlich-rechtlichen Korporationen dies verlangen. Die Stimmtierechtigungder einzelnen Mitglieder ist wie folgt vorgesehen: Oeffentlich-rechtiiche Korporationen und schweizerische am Straßenverkehr interessierte Verbände •mit einem Mitg'.iederbeitrag bis zu Fr 500— eine Stimme, für ie weitere Fr 500.— eine Stimme mehr. Die übrigen Mitglieder besitzen je eine Stimme. Für die ordentlichen Beschlüsse der Mitgliederversammlung gilt das absolute Mehr, für die Statutenänderungen ist ein Zweidritlelmehr der anwesenden Mitglieder und für die Auflösung und die Liquidation des Vereins das Zweidrittelmehr sämtlicher Mitglieder notwendig. Der nach den Statuten vorgesehene Vorstand ist von der Mitgliederversammlung auf eine dreijährigo Amtsdauer zu wählen. Für denselben ist eine Minimalmitgliederzahl von 15 vorgesehen. Hinsichtlich der Zusammensetzung des Vorstandes sind die öffentlich-rechtlichen Korporationen und die am Straßenverkehr interessierten schweizerischen Verbär.de nach Massgabe ihrer Bedeutung und der Höhe ihrer Jahresbeiträge angemessen zu berücksichtigen, wobei die verschiedenen Landesgegenden eino angemessene Vertretung erhalten sollen. Dem Vorstand ist die Erledigung aller Vereinsangelegenhe.ten, soweit nicht die Statuten andere Organe hierfür vorsehen, übertragen. Dem Vorstand steht ferner die Kompetenz zu. zur Führung der laufenden Vereinsgeschäfte einen Geschäftsführer zu bestellen; des fernem ist ein leitender Ausschuss von fünf bis sieben Mitgliedern vorgesehen Was nun von besonderer Bedeutung für eine erfolgreiche Tätigkeit des Vereins ist, sind die in den Statuten vorgesehenen Fachkommissionen, welche sich mit den speziellen Aufgaben zu befa-iaen. haben und denen mindestens ein Mitglied des Vorstandes angehören muss. Es ist wohl anzunehmen, dass dies© Fachkommissionen, denen die Prüfung und die Ausführung spezieller Projekte Überbunden werden dürfte im « Verein mm Studium des Ausbaues des schweizerischen Hauptstra^sennetzes» eine besonders Rolle spielen werden. Da sich der Verein den Untertitel « Schweizerischer Autostrassen-Verein > beigelegt hat, dürfte in die Kompetenz dieser Fachkommissionen auch das Studium für den Bau spezieller Autostrassen, wie z. B. der Autostrasse Bern—Thun ff.., fallen. Als Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr vorgesehen. Die Mitgliederversammlung ernennt für die Amtsdauer des \orstandes eine Kontrollstelle, bestehend aus zwei Rechnungsrevisoren und einem Ersatzmann. Soweit bekannt geworden, ist in Aussicht genommen, die konstituierende Versammlung des neuen Vereins gegen Ende Februar 1929 abzuha'ten. Die geplante Umstellung des Vereinszweckes dürfte wohl von allen interessierten Behörden und Verbänden begrüsst werden, zumalen dadurch die Möglichkeit gegeben ist, die regionalen Sonderinteressen etwas zurückzudämmen und eine allgemeine schweizerische Aktion für einen möglichst zweckentsprechenden und den Verkehrsanforderungen genügenden Ausbau des schweizerischen Hauptstrassennetzes herbeizuführen, s. Neue oberitalienische Bergstrassen. Der Gebirgsstrassenbau in Oberitalien macht immer weitere Fortschritte und nachdem wir letzthin meldeten, dass die Strasse über den Passo del Gavia (der Bormio mit Ponte di Legno verbindet) dem Automobilverkehr geöffnet sei und ins südüche Seitental des Veltlin von Morbegno nach Gerola ebenfalls eine Strasse gebaut worden sei, kommt nun noch die Meldung, dass nördlich dem Lago d'lseo 1 von Schilpario im Val d'Ango'o eine Strasse hinüber in O?lio-Ta! gebaut worden sei. die nach Edolo führt und damit die Tonalepass- Strasse erreicht. L.

AHTOMORTL.RFVUE Der neue Essex-Super-Six, Modell 1929, ist geräumiger und bequemer. Der Führersifc isf verstellbar für grösste Bequemlichkeit des Lenkers Höherer Kühler und harmonische Ausgeglichenheit der Karosserie machen den neuen Essex zum elegantesten der modernen Wagen. Wichtige Verbesserungen geben ihm blitzschnelles Anfahren, Geschwindigkeit bis 110 km, enormes Steigvermögen, J ganz müheloses Heuern, \ geschmeidigen, geräuschlosen Moior, unübertreffliche Bremswirkung, grosse Ausdauer (nach stundenlangem Fahren in 100 km-Tempo zeigt der Wagen kein Zeichen von Ueberanstrengung). Eine Million Essexbesifeer kennen die hervorragenden Eigenschaften des Super-Six. Das neue Modell übertrifft diese noch und zeigt die weitaus grösste Vollkommenheit seiner Preisklasse. Selbst der Vergleich mit erheblich teureren Marken fällt zu seinen Gunsten aus, zahlreiche seiner Vorteile sind bei vielen teuern Wagen nicht zu finden. oner Ausrüstung: Doppeltwirkende.vollständig geschlossene Vierradbremse. Vier hydraulische Stossdämpter, Stosstangen hinten und vorn. Am Insfrumenfenbreff: Elektrisdier Benzinstandanzeiger, elek* frischer Anzeiger für Oelstand im Motor, und Anlasserkontakt. Kühlerjalousie. Neue patentierte Mo* lorschmierung, etc. Modelle: Coach 5-pläfeig, 2 Türen Fr. 7600.— Sedan 5-pläfcig, 4 Türen Fr. 8250.— Coupe 2 4-pläfrg Fr. 7800.— Town Sedan, Luxusmodell Cabriolet 2/4-pläfcig Roadster 2/4-pläfeig Torpedo 5-pläfjig. Irot) grosser Wertzunahme evstauniith niedrige freisei Ausgestellt bei Aarwangen: 0. Althaus Baar:, Th. Klaus Baden: Gebr. Zarattini Biel: F. Rosenberger Burgdorf: Kunz & Sorgen La Chaux de Fonds: Aug. Malhey Davos: Edel & Cie. De!£mont: J. R. Cutlaf Flüelen: 1. Rietmann BASEL ZÜRICH RFDN Frauenfeld: F. Bührer Fribourg: Spicher & Cfe. Geneve: Garage du Stand Grenchen: Kaiser & Schwab Küssnachfa.R.; Gebr. Meyer Lausanne: M. Schweizer Luzern: A. Stadün Netstal: Gebr. Sauter Neudiätel: Henri Robert Oberriet: Ölten: St. Gallen: Sdiafjhausen: Sololhurn: Sursee: Tesserete: Ubenstorj: Waltwil: u. den Vertretern: F. Kradolfer Moser & Cie. }. Mattes F. Hübscher Sdinetz & Cie. F. Wyder N. Descagni Steiner & Kehrli E. Baumann. Mustergültiges Ersatzteillager beim Generalvertreter uii