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E_1929_Zeitung_Nr.005

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Weitere Fortschritte in

Weitere Fortschritte in der Normung von Automobi'tellen. Dass die Normungsausschüsse in den verschiedenen Ländern eifrig an der Arbeit sind, beweisen am besten einige Zahlen. Von 16 bisherigen Schlauchvehtil-Typen anerkennt die Normung nur mehr deren zwei, ein Sch'auchventil für Flachbett- und eines für Tiefbettfelgen. Die Felgen selbst sind von 180 verschiedenen Grossen auf 18 reduziert worden. An Stelle der bisherigen 241 Grossen von Kolbenringen, sieht die Normung nur noch deren 40 vor, wie auch die Druckschmierköpfe von 14 Ausführungen auf eine zurückversetzt worden sind. Die gleich© Vereinheitlichung ist bei den verschiedenen Kabelleitungen erreicht worden; hier hat man inskünftig nur noch drei verschiedene Kabelarten. Weitengehend ist man neuerdings bestrebt, nicht nur für Einzelteile auf diesem erprobten Wege fortzuschreiten, sondern auch ganze Gruppen, vorerst nur in ihren Ansch'ussmassen, zu normieren. Zur Vereinheitlichung der Anschlussmasse sollen grössere Wagentei'e, wie Kupp'ungen, Getriebe, Achsgesamtkörper, Motoren und Lenkungen für alle Wagen- und Motorradarten nach Möglichkeit normiert werden, so dass man beispie'sweise die Gruppen in den Automobilen verschiedener Marken wird austauschen können. Die wenden hier angeführten Beispiele dürften genügen, um die ungeheure Bedeutung zu kennzeichnen, die der Tätigkeit der Normungs-Ausschüsse zuerkannt werden muss. Die Normung liegt in jedermanns Interesse, obschon das nötige Verständnis dafür noch nicht überall vorhanden ist. Normung darf n'cht mit Typisierung verwechselt werden, d. h. Schaffung einheitlicher Typen: sie dient vielmehr zur Festlegung von Abmessungen und Baustoffen verschiedener Einze'tei'e und bringt grosse Ersparnisse an Stoff, Arbeit und Zeit mit sich. at. Ein neuer Dampf-Lastwagen. Lastwagen mit Dampfantrieb haben sich bisher nur noch in England und in Amerika zu halten vermocht. Ein wirtschaftlicher Betrieb kommt bei ihnen von vornherein nur in Ländern mit ausgesprochen billiger Kohle in Frage. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass in solchen Ländern der Dampflastwagen noch einmal zu grösserer Bedeutung gelangt, wenn man bei seiner Konstruktion die Möglichkeiten des modernen Dampfmaschinen- und Dampfkesselbaues ausnützt. Hochdruck und Hochüberhitzung steigern die-Aussiebten dieses-Fahrzeugtyps, speziell für landwirtschaftliche Zwecke, bedeutend. Ein nach modernen Prinzipien aufgebauter Dampf-Lastwagen für sechs Tonnen Nutzlast war an der Ausstellung der englischen landwirtschaftlichen Gesellschaft zu sehen. Die Verbundmaschine dieses Fahrzeuges leistet bei 450 Touren pro Minute 60 PS, erlaubt das Befahren von Steigungen bis zu 17 Prozent mit voller Belastung und ergibt eine Maximalfahrgeschwindigkeit von 35 km/Std. in der Ebene. Der Antrieb erfolgt über ein zweigängiges Getriebe, zum Antrieb der Hinterräder dienen Ketten. Der Kessel ist ein Doppe'ender-Lokomotivkessel mit 15 Atmosphären normalem Betriebsdruck. Eingebaut ist der Kessel über der Vorderachse und para'lel zu dieser, während die Dampfmaschine neben dem Führersitz liegt. An Kohlen werden beidseitig des Führersitzes 400 kg mitgeführt. Der Wasservorrat beträgt 870 Liter, was für eine Fahrstrecke von 40 bis 70 Kilometer ausreicht. th. Das Auffinden von Pneu-Undichtigkeiten wird ausserordentlich erleichtert, wenn man anstelle des gewöhnlichen Wassergefässes ein solches mit Glasboden verwendet und wenn man dann dieses Gefäss von unten Gefäss mit Gltrsboden zum Aufsuchen kleiner Pneu-Undrclitiekeiten. her beleuchtet. Mit etwas Handfertigkeit kann sich jeder Automobi'ist den Apparat selbst herstellen. Zur Abdichtung des G asbodens verwendet man am besten Schiffskitt. Die Seitenwände des Gefässes können entweder aus Blech hergestellt werden oder aus Holz, das dann aber mehrfach mit Oelfarbe zu streichen ist. at. Riefenbildung in den Bremstrommeln deutet auf die Anwendung eines zu harten Bremsbelages. Die Riefen, verursachen dann oft ein plötzl'ches B'ockieren des Rades und können den Wagen gefährlich ins Schleudern bringen. Ein abgenützter Bremsbelag darf deshalb nicht kritiklos gegen einen andern ausgewechselt werden. Es ist vie'mehr nach" AtTOMOBH.-RFVtt 1929 - N 9 5 zuprüfen, ob die Härte des neuen Belages zu der Härte der Bremstrommel passt. Auch wenn der neue Be ag durch seine grössere Härte ein kräftigeres Bremsen ergibt, lasse man sich aus dem oben angeführten Grund nicht zu seiner Anwendung verleiten. -s. Das Kühlwasserthermometer ist kein b'osses Zierstück wie gewisse andere an den Automobilen immer wieder auftauchende Instrumente; es ist ein tüchtiger He'fer für Fahrer, die einen niedrigen Benzinverbrauch anstreben und warnt oft vor Gefahren, die teure Motorschäden nach sich ziehen könnten. Gerade jetzt im Winter kommt sein Wert besonders zur Geltung. Es gestattet dem Fahrer, den Kühler mit der Decke oder den Jalousien nur gerade soweit freizugeben, als zum Einhalten der günstigsten Tenrperatur, die 60—80 Grad beträgt, notwendig ist. Wer dagegen ohne Kühhvasserthermometer fährt, muss den Kühler von Anfang an ganz abdecken, wei 1 er sonst nicht sicher ist, dass der Motor ins Kochen kommt. Dadurch läuft aber der Motor die meiste Zeit in zu ka'tem Zustand und verbraucht unverhältnismässig viel Benzin. at. 67 Prozent Reifenersparnls. Eine grosse amerikanische Omnibus-Gesellschaft teilt mit, dass sie nach Einstell urag eines Fachmannes für die Reifenpflege in einem Jahr mit den glichen Reifen eine um 67 Prozent längere Laufstrecke erzie't hat als im Vorjahr. Im ersten Viertel 1928 wurde sogar eine Mehrleistung von 96 Prozent gegenüber 1926 erzielt. Garagen, Reparaturwerkstätten usw. sollten daher neben den Fragen der War?eninstandha'tung und Wagenreparaturen auch der Reifenpflege vermehrte Aufmerksamkeit schenken und durch Anschläge und mündliche Aufklärung ihre Kunden auf die wichtigsten Regeln hinweisen. -s. Sicherung des Wagens bei Federbruch. Um zu verhindern, dass beim Brechen des Hauptblattes einer der Vorderachsfedern sich Artikel: Sicherung des Wagens bei Federbrucb. Eine Vorderfeder mit Sicherheitsgurt. 1 Schelle. 2 Gummierter Gurt, 3 Gummipuffer, 4 Bridensicherung, 5 Achse. die Achse schief stellen kann, was unter Umständen das Fahrzeug unlenkbar macht, hat eine deutsche Firma einen «Sicherheitsgurt» herausgebracht. Es handelt sich dabei um einen kräftigen Streifen aus gummierter Le,nvvand, der über das Hauptb att der Feder gelegt und einerseits mittels einer Schel'e an der Vorderfederhand, anderseits an den Achsbriden befestigt wird. ct. Die Vorderfeder bei Federbrueh Links- Ohn*> "1- eberheitsgurt wird die Lasrhe nach hinten eeHrangt und der Längsträger des Cha.ssisrahmons kommt auf die Feder zu liegen Rwhts: Mit Sic-herhi'itsgurt bleiben sowohl Federhand als Federl isrhe in ihrer früheren Stellung und ermöglichen pin leichtes Lenken des defekten Wagens. Die beistehenden Skizzen zeige Anwend'ing und Wirkungsweise des neuen Zubehörs, at. Achtung auf die Differentiaiwe'len! Einer der typischen Winterschäden an Automohi- 'en ist der Bruch der DifferentiaWvelle. Hie Besitzer von Reparaturwerkstätten, denen übrigens in der sonst flauen Wintersaison derartige Vorkommnisse gar nicht unerwünscht sind, haben dafür direkt die Bezeichnung «Winterachsbruch» gefunden. "~>-er «Winterachsbruch» entsteht meist dann, wenn das Fahrzeug an einer schlechten Strassenstel'e in ein tiefes Geleise oder gar in den Strassengraben gerät, stecken bleibt und nicht gleich wieder flott zu bekommen ist. Der Fahrer versucht nun. bald vorwärts, ba'd rückwärts fahrend, aus der unwegsamen Stelle herauszukommen. H : e- bei unterliegen sämt'iche Organe der Kraftübertragung starken und stossweisen Beanspruchungen, die bei sehr brüsker Handhabung der K"pplung und schwerbe'astetem Fahrzeug (ganz besonders gefährlich ist die Sache natürlich bei vcM'be'adenen Lastkraftwagen) häufig zum Abreis- S5ii der Differentia'wel'en führt. Dann ist es natiir'ich mit jeder Weiterfahrt gänzlich aus und aus^erdem eine hohe Reparaturrechnun z'i fürchten, Man «schinde» a'so ni© einen Wagen, falls man wirklich einma' das Pech hat. in Kot oder Schnee hängenzubleiben, sondern versuche lieber, durch Abgraben oder Unterlegen fort zu werden, th. Die Neue Automobil-Aktiengesellschaft undfabrilt AUTER BACHMANN *C'i NETSTAL TELEPHON LLU St. Blaise r jj Nous vendons • jusqu'ä epuisement du Stock toutes nos • Chatnes ä steige ä prix tres reduits Francillon & Cie. S.A., Lausanne 5, Rue St. Franfois WHinBBHBBHii beehrt sich, ihrer werten Kundschaft und Interessenten zur Kenntnis zu bringen, dass sie in Zürich FaEkenstr»6 St. Gallen Vadianstraße24 eigene Verkaufs-Stellen mit Ausstellungs-Räumen eröffnet hat Luxus-, Schnell-Lieferungs- u. Lastwagen

N°5 — 1929 AUTOMOBTL-RFVUb T«^a. n . s» Frage 7028. Garagebuchhaltung. Welche Buchhaltung eignet sich am besten für einen grösseren Garage-Betrieb mit Auto-Handel, Reparaturwerkstatt, Ersatzteilveroand etc. Bei möglichst einfacher Führung soll doch nicht nur das Endresultat, sondern auch das Ergebnis aus Handel. Werkstatt', Ersatzteile, Benzin, Ocl etc. separat leicht ersichtlich sein. H. R. Frage 7029. Auspufftöpfe. Auf dorn Automobilmarkte erscheinen neuerdings Spezialauspufftöpfe nach untenstehender Skizze. Könnte mir vielleicht ein Leser Auskunft geben, wer Lieferant solcher Auspufftöpfe ist G. Seh. in W. Frage 7030. Rad mit federnden Speichen. Die Idee, die Federung eines Kleinwagens durch «Federräder» zu ersetzen, ist mir kürzlich wieder bei der Lektüre einer Fachzeitung aufgestossen. Besteht heute schon eine Konstruktion, die Aussicht auf praktische Verwendbarkeit hat? A. G. iii'B. Antwort: Mancherlei Versuche sind schon gemacht worden, um ein «Federrad» zu konstruieren, besonders von Seiten Deutschlands und Oesterreichs, als während des Krieges die Gummi- und Reifenvorräte knapp zu werden begannen. Ein neues Rad dieser Art ist min von Mr. Dennis Milner in England ausgearbeitet worden. Die Speichen bestehen aus krummen Blattfedern; als Material wird Federstahl verwendet; dio einzelnen Fedejv blätter sind an einem Ende an die Nabe angenietet, am anderen Ende durch besondere Zwischenstücke an der elastischen Felge befestigt. Der Reifen legt sieh um die elastische Felsre und wird durch die verlängerten und den Reifen haltenden Enden der Bogcnstücke am Abgleiten oder Verschieben gehindert. Der Erfinder erklärt, das« auf diese Weise der Reifen vollkommen gesichert ist. Dio Dimensionierung der Speichen erfolgt so, dass das .Gewicht des Wagens und kleinere Stösse. die durch Unebenheiten der Fahrbahn hervorgerufen werden, die Speichen nieht biegen, so dass das Rad kreisförmig bleibt. Die Wirksamkeit der Konstruktion geht so weit, dass der Erfinder mit seinem Kleinwagen auf vier gefederten Rüdern -mehrere hundert Meilen zurücklegen komito, wobei zwischen Rahmen und Achsen Holzklötze gepackt waren, so dass dadurch jode andere Federung aufgehoben war. Als weiteren Beweis führte er den Wagen über eine drei Meilen lange, eigens ausgesuchte Strecke; dabei würden die üblichen Federn benutzt; an einem an der Vorderachse montierten ilessinstrument zeigte sich, dass die Achse bei jeder Gelegenheit Durchbiegungen bis zu 12 mm aus der Normallage aufwies. Durch die gefederten Räder verringerten sich diese Deformationen auf 20 Prozent gegenüber einem Diagramm, das mit den gebräuchlichen Rädern aufgenommen worden war. Das VersuchsiristTument wurde hierauf so eingestellt, dass die Aufzeichnung nur dann erfolgt, wenn die Deformation einen Zoll überstieg. Die weiteren Versuche ergaben bei gewöhnlichen Rädern auf der Dreimeilenstrecke über ein Dutzend Ausschläge von 1 Zoll und darüber; hingegen wurde bei «.Federrädern» nicht ein einziger Ausschlug dieser Grosse festgestellt. Der Erfinder ist der Ansicht, da.ss seine stossdärnpfenden Räder in Verbindung mit geeigneten Reifon die Anbringung der jetzt gebräuchlichen Federn ersparen könnten. Wenn dies tatsächlich der Fall sein sollte, würde sich eine grosso Vereinfachung der Kraftübertragung im Steuer- und Bremsgestänge ergeben, da die Relativhewegunßen zwischen Achsen und Rahmen dann ausgeschaltet wären. Die Stärke und Anzahl der Federspeichcn sorgt für ausreichende Festigkeit und Widerstandsfähigkeit, um Quer- und Bremskräfte, sowie Antriebsmomento zu überwinden. Die Fahrpraxis wird die Leistungsfähigkeit diesei' Konstruktion und ihre Vorteile für dio Federung noch zu beweisen haben. wlt. Frage 7031. Doppelfadenlampen. Wie lässi sich die -Funktion der Doppelfittlenlampen erklären? A. G. in B. Antwort Doppelf adenlanYpen benutzen die Eigenschaften des Parabolspiegels, die Strahlen parallel zur Achse des Spiegels weiterzusendon, wenn die Lichtquelle, d. h. der Glühfaden, im Brennpunkt der Lampe sieh befindet. Der eine der beiden Glühfäden einer Doppelfadenlampe wird nun stete genmi in don Brennpunkt gelegt. Derselbe produziert ein intensives Licht, das so in Strahlenbündeln parallel zur Achse des Scheinwerfers vor die Front des Fahrzeuges geworfen wird. Da dieses Licht in Strahlenbiindelo. zusaromeiigefass-t wird und eine grosse Lichtstärke aufweist, wird es zur Beleuchtung auf Distanzen bis 200 m und mehr verwendet. Der zweite Glühfaden ist in der Regel weiter oben (siehe Abbildung), oder dann weiter vorn oder weiter unten, im Vergleich zum genauen Brennpunkt, angebracht. Das Licht dieses Fadens wird gegen die Wände des Parabolspiegels geworfen und von dort als Lichtkegel weiterprojiriert (diffuses Licht). i Spiegels sitzt, vor "den Scheinwerfer geworfen wird, während die untere Abbildung den -Strahlenkegel zeigt, den der zweite Faden über dem Brennpunkt gegen den Baden sendet. „wlt. Frage 7032. Bienenkorbkühler. Können Sie mir erklären, wie das Wasser in einem Bienenkorbkühler zirkuliert? Die Röhrchenkühlung ist mir einmal genau erklärt worden, als ich meinen Wagen kaufte. P F in B. Die zweito Anordnung benutzt man zum Abblenden de* Scheinwerfers. Die obere Figur unserer Abbildung zeigt das Strachlenbün-del, das vom Glühfaden, der genau im Brennpunkt des Parabol- Antwort. Prinzipiell besteht ja im System der beiden Kühlcrarten kein Unterschied, Verschieden ist nur die Ausführungsform des Kühlers. Anhand der 'beistehenden Abbildung können Sie sich am ehesten ein Bild machen. Beim Röhrchenkühler, dessen Schema; Sie in der Abbildung links finden, wird das Wasser durch eine grosse Anzahl von feinen senkrechten Röhrchon geleitet, Die Kühl- Ivift '.streicht durch dio Zwischenräume der Röhrchen hindurch und nimmt die überschüssige Wärme mit sich. Beim Biononkorbkühler, den wir in der Abbildung rechts schematisch wiedergeben, sind die Wasserröhrchen zu einem langen aber schmalen Querschnitt durchgebildet. Die Luftröhrchen sind verhältnirimä-ssig gross dimensioniert und weisen da« Aussehen einer Bienenwabe auf. Auch hier streicht die Luft wagrecht durch den Kühler und nimmt von den Wandungen der Wasserrohr ehen die überschüssig© Wärme mit. wlt. Anfrage 724. Vorauszahlung der Versicherungsprämie. Am 16. Mai 1928 kaufte ich mir einen Wagen und gleichzeitig machte ich auch den Abschluss der Haftpflichtversicherung mit einer Lebens-Versichenmg.s-Gesellschaft Ich bezahlte an diesem Tage den entsprechenden Betrag vom 16. Mai 1928 bis 16. 1929, worüber ich also Quittung habe. Nun bekomme ich folgendes Schreiben von dieser Versicherungsgesellschaft:, «Da Sie zur Erlangung der Fahrbewilligung für das nächste Jahr gemäss einer Vorfügung der Polizeidirektioii Ihres Kantons nachweisen müssen, dass die Prämie für Ihre Automobil-Haftpflichtversicherung für das ganze nächste Jahr vorausbezahlt ist. sind wir gezwungen, schon am 31. Dezember nächsthin die noch nicht bezahlte Teil- Prämie, deren Betrag Sie aus dem mitfolgenden Prämien-Avis zu ersehen belieben, zu erhoben.» Nun schrieb ich an das Kantonspolizeiamt von Appenzoll a. Rh in Trogen, ob dem wirklich so sei. Ich fühle mich nicht verpflichtet, jetzt schon einen Betrag einzuzahlen der erst am 16. Mai 1629 fällig sei. Bis zu diesem Tage sei die Versicherung bezahlt und was ich nachher mache, dazu verpflichte ich mich heute noch nicht, da ich überrwitipt nicht wisse, ob ich den Autosport noch ausüben werde. Die Nachricht von Trogen lautet so: «Wir empfingen Ihre Zuschrift vom heutiges Dulum mit begleitendem Schreiben der Versicherungsgesellschaft, Abteilung Haftpflicht und können wir mit dem Inhalte letztgenannten Schreibens nur einig gehen, weil Sie uns beim Lösen Ihres Wagens vorzuweisen haben, dass die Haftpflicht-Versicherung übei" das ganze Jahr 1!)29 bezahlt ist. Erwähnte Versicherungs-Gesellschaft verlangt keine volle Jahres-Prämien-Zahlung vom Mai 1929 bis Mai 1930, sondern nur eine Teil- Prämie vom Mai 1929 bis 31. Dezember 1929. Ea wurde nämlich mit sämtlichen VerEieherungs- Ge8ellschafton ein Abkommen getroffen, dass dio Haftpflicht-Versicherung jeweils mit 31. Dezember abläuft, weil solches für diu Kontrolle eine wesentliche Erleichterung ist. Mit Hochachtung Kantons-Polizeiamt Trogen. Ich gebe j& zu, dass dies eine Erleichterung für dio betreffende Kontrolle ist, dass ich aber schon im Dezember eine Zahlung zu leisten habe für eine Sache, die erst im kommenden Mai fällig ist, dies will mir daun doch nicht in den Kopf hinein. Ich achrieb daher an die Vertretung der Vemchorungs-Gesellschaft, Abteilung Haftpflicht, dass sie die Police so zu ändern hätten, dass dio Prämie mit 1. Januar 1929 beginne bis 31. Dezember 1929 und der schon bezahlte Betrag vom 31. Dezember 1928 bis 16. Mai in Abzug gebracht werde. Dies will aber diese Versicherungs-Gesellschaft auch nicht, laut ihrem Schreiben vom 7. ert. Ist das ein richtiges Geschäftsgebaren ?' S. S. in H. Antwort: Art. 8 des Konkordates von 1914 bestimmt, dass die Verkehrshewilligung jeweils iilt das laufende Kalenderjahr ausgestellt wird. Art. 11 des Konkordates bestimmt im weitern, dass cina Verkehrsbewilligung nur dann erteilt wird, wenn der Eigentümer des Fahrzeuges nachweist, dass er eino Haftpflichtversicherung eingegangen ist. Bis vor kurzem, d h bis vor zirka zwei Jahren, konnten die Autohaftpflichtversicherungen beliebig abgeschlossen werden, d. h. sie brauchten nicht mit den- Kalenderjahr zusammenzufallen. Wenn Sio z. B. am 1 Juni eine Verkehrsbewilligung lösten, so konnten Sie die Automobilhaftpflichtyersicherung vom 1. Juni bis 31. Mai' des folgenden Jahres lösen. Heute ist dies nun nicht mehr so. Die Automobilhaftpflichtversicherung läuft nun mit dem Kalenderjahr, d. h. vom 1. Januar bis 31. Dezember. Nur so ist Gewähr dafür vorhanden, dass für jedes in Vorkehr befindliche Automobil tatsächlich beständig eine Versicherung besteht. Diese Uarautia besteht nicht, wenn eine Versicherung mitten im Jahre aufhört, indem danu das Automobilbureau keine Kontrolle darüber hat, ob dio Versicherung erneuert worden ist. Die Forderung Ihrer Versichorungsgesellchaft auf Nachzahlung der Prämie bis 31. Dezember 192t>, d. h. die Zahlung der Versicherungsprämie für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1029 ist somit berechtigt. * RADIORETTE GALLAY IHR AUTO Heizen Sie Ihr Auto kostenlos mit GALLAY'S RADIORETTE, welche die Wanne der Motorgase ausnützt. Sie haben dann zu jeder Zeit ein gratis geheiztes Auto und Sie sind ausserdem jeder Mühe enthoben, sich darum kümmern zu müssen. Die RADIO- RETTE GALLAY ist unentbehrlich für alle Wagen mit Conduite Interieure, weil sie gerach- und geräuschlos Ihren Wagen erwärmt. Die Installation besorgt jede Garage. A U J P U F F MOTOR. Umständehalber sofort zu verkaufen: 1 ESSEX 6 Zylinder, Modell 1923, fabrikneu, 4/5- Plätzer, geschlossen, 4 Türen, mit allen Neuerungen ausgerüstet, 6 Monate Fabrikgarantie. 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