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E_1929_Zeitung_Nr.008

E_1929_Zeitung_Nr.008

eine Annahme, die durch

eine Annahme, die durch die Erfahrung nicht J unbedingt bestätigt wird. Wäre dies der Fall, so dürften sich unsere Unfallziffern nicht jn aufsteigender Linie bewegen. Die volle Deckung entspricht meines Erachtens den heutigen Verhältnissen besser. Das Motorfahrzeug ist längst kein Luxusgegenstand mehr, es ist in die breiten Massen gedrungen und wir sehen es heute mehr und mehr in der Hand des Berufsmannes, dem es ein wichtiges Hilfsmittel im wirtschaftlichen Kampf© geworden ist. Bei Schäden mit grosser finanzieller Tragweite kann der Selbstbehalt ziemlich hohe Summen ausmachen, und es liegt auf der Hand, dass ein Geschäftsmann, dessen Mittel im Betriebe festgelegt sind, mitunter nur mit Mühe seinen Pflichten, die ihm aus der Selbsthaftung entstehen, nachkommen kann. (Schluss folgt.) Ende gut, alles gut! Zur Lösung des Basler Versicherungskonfliktes. Die Verhandlungen des Basler Aktionskomitees mit dem Konzern der Versicherungsgesellschaften haben mit einem vollen Erfolg für die Automobil- und Motorradfahrer geendet. In kurzen Worten lässt sich das Ergebnis folgendermassen zusammenfassen : Nachdem das Polizeidepartement laut Publikation im Kantonsblatt vom 23. Januar das Zirkular der Automobilkontrolle vom Dezember 1928 widerrufen hat, gestalten sich die Verhältnisse hinsichtlich der Haftpflichtversicherung wie folgt: 1. Sind in der bestehenden Police die erhöhten Garantiesummen (Automobile 100 000, 30 000, 5000 Fr., Motorräder 50 000, 30 000, 5000 Fr.) schon enthalten, so wird: a) der ganze Prämienmehrbetrag zurückerstattet, falls die höhere Prämie schon bezahlt ist; b) der allfällig unterschriebene Abänderungsantrag nichtig, falls die höhere Prämie noch nicht bezahlt ist. 2. Für Policen, in denen die höheren Garantiesummen noch nicht enthalten sind, wurden folgende Bestimmungen getroffen : Soweit durch eine Erhöhung der Garantiesummen eine Aenderung der Verträge erforderlich wird, ist auf Versicherungen, deren Prämien zu niedrigeren Sätzen als denjenigen des Tarifes 1928 berechnet sind, ein Zuschlag für 50 Prozent der Differenz zwischen der frühern und derjenigen Prämie zu erheben, die nach Tarif 1928 für die erhöhten Summen in Betracht käme (die 50 Prozent entsprechen durchschnittlich der Mehrprämie für die erhöhten Garantiesummen). Praktisch ergibt sich für die verschiedenen Versicherungsnehmer daher folgende Situation: a) Wenn die höhere Prämie schon bezahlt ist, wird die Hälfte der Differenz zwischen alter und neuer Prämie zurückerstattet. b) Wenn die Prämie noch nicht bezahlt ist erhält der Versicherte von seiner Versicherungsgesellschaft eine Aufstellung über die zu bezahlende Prämie. c) Wer auf allfällige Zustellnngen seiner Versicherungsgesellschaft noch nicht reagiert hat, erhält von dieser ebenfalls ohne weiteres eine Aufforderung zur Prämienzahlung. Es tritt somit für diejenigen, die Bereits für die erhöhten Summen versichert sind, keine Aenderung ein. Das Aktionskomitee, dem dieser Erfolg zu verdanken ist, wird auch fernerhin die Ereig nisse auf diesem Gebiete verfolgen. Es be steht aus den Herren Oberst /. Rapp, Dr. Gustav Grüninger und Dr. Walter Wellauer. Ihnen darf für ihre Arbeit auch an diese Stelle der Dank aller baslerischen Automobil und Motorradfahrer ausgesprochen werden 0 Bussenbeträge sind bei Dorfpolizisten öfters die Hauptsache, die Ordnung des Verkehrs selbst aber nebensächlich. Diese Erkenntnis bestätigte sich durch einen Straffall des Zürcher Oberigerichts erneut. Es war am 3. März des vergangenen Jahres, nachts gegen 11 Uhr, als der 27jährige Maurer B. mit seinem Auto Zürich in der Richtung Schwamendingen verliess. In seinem vierplätzigen Wagen befanden sich ausser ihm fünf Personen, mit denen der Autolenker vorher eine Anzahl Wirtschaften besucht hatte und ausser der Stadt die «Pintenkehr» fortsetzen wollte. Der Wagen war so überladen, dass zwei Insassen auf den Knien der andern Wageninsassen sitzen mussten. B. lenkte seinen Wagen mit einem Tempo von mindestens 50 Kilometern just durch die Winterthurerstrasse, als ihm ein Kleinwagen, mit vier Personen besetzt, aus der Richtung Winterthur entgegen kam. Derselbe fuhr mit 25 km vorsehriftsgemäss auf der rechten Strassenseite. Wenige Meter vor der Einmündung der Friesenberigstrasse blendete B. seine Scheinwerfer ab, unterliess aber, die Geschwindigkeit seines Wagens zu vermindern. Er verlor die Orientierung, gelangte mit seinem Wagen auf die linke Strassenseite und fuhr direkt in den entgegenkommenden Kleinwagen hinein. Der Insasse A. seines Wagens, der auf den Knien eines Mitfahrers sass, wurde durch die Wucht des Zusammenstosses hinausgeschleudert und getötet. Im Kleinwagen erlitt ein Insasse durch die Windschutzscheiben verschiedene Schnittwunden. Alle übrigen Insassen kamen trotz beträchtlichen Beschädigungen an beiden Fahrzeugen ohne nennenswerte Verletzungn davon. Gegen B. wurde nun beim Obengericht Zürich Klage wegen fahrlässiger Tötung erhoben, mit der Begründung, er sei in übersetztem Tempo gefahren und habe unterlassen, mit dem Abblenden gleichzeitig die Geschwindigkeit zu massigen. Die Sicht des beklagten Lenkers B. auf die Fahrbahn erlitt durch diese Unterlassung eine wesentliche Beeinträchtigung 1 . Die Strafkammer des Zur Reduktion der Gütertarife der S. B. B. Am 24. Januar tagte unter dem Vorsitz der Generaldirektion der Schweizerischen Bundesbahnen die kommerzielle Konferenz der schweizerischen Transportunternehmungen und der Verkehrsinteressenten. Sie kam ;|it; folgendem Beschluss: Auf 1. August 1929 soll vorbehaltlich der Genehmigung des Verwaltungsrates der Bundesbahnen der schweizerische Gütertarif so reformiert werden, dass für Frachtstückgut die SESA die Ermächtigung erhält, bei nachgewiesener Konkurrenz des Automobils für Sendungen von wenigstens 1000 Kilo eine angemessene Herabsetzung der Taxen zu bewilligen. Die Wagenladungs-, taxen des Normaltarifs erfahren Ermässigungen, und zwar die allgemeinen Wagenladungstaxen 15 bis 40%, Spezialtarii I: 4 bis 24%, Spezialtarif II: 4 bis 18%, Speziaitarif III: 1 bis 1%. Die Ermässigung ist bei den einzelnen Tarifen am stärksten auf Entfernungen bis 100 km und fällt dann bei Entfernungen von 400 km auf die angegebenen niedrigsten Prozentzahlen. Die Ausnahmetarife werden nur Insoweit geändert, als sie vom Abbau des allgemeinen Tarifs betroffen werden. Eine besondere Ermässigung erfährt der Ausnahmetarif Nummer 7 für Wein und Obstwein, bei dem mit Rücksicht auf die Lastwagenkonkurrenz besondere Frachtsätze für 3000 kg eingeführt werden. Im Ausnahmetarif Nummer 18 für Holz werden besondere Sätze für Ladungen von fünf Tonnen geschaffen. Die offizielle Meldung spricht von einem jährlichen Einnahmenausfall der Bundesbahnen von 12 bis 15 Millionen Franken, sofern AUTOMOBIL-REVUE 1929 — N° 8 Bussen oder unschädlich machen? Zürcher Obergerichtes verurteilte ihn zu drei Monaten Gefängnis, lehnte aber den bedingten Strafaufschub ab. In der Urteilsbegründung wurde angenommen, dass B. nicht angetrunken, aber doch durch den Alkohol in einem Masse benommen war, dass er sein Fahrzeug nicht mehr vollauf beherrschen konnte. Es wurde ferner berücksichtigt, dass die Fahrt nach Schwamendingen kernen Sinn hatte. Als sträfliche Fahrlässigeit zog das Gericht die Unberladung des Wagens in den Vordergrund. B. hatte schon früher verschiedene Vorstrafen wegen Automobildelikten über sich ergehen lassen müssen. Vor allem zu erwähnen ist eine Busse wegen zu schnellen Fahrens in angetrunkenem Zustande. Die Polizei drohte ihm damals mit dem Entzug der Fahrbewilligung. Der Gemeindepolizist des Wohnortes des Beklagten äusserte sich, B. sei wegen scharfen Fahrens bekannt gewesen. Der Automobilist, der weiss, welchen Schaden angetrunkene Fahrer der Entwicklung des Automobilismus zufügen, wird bei dieser Bemerkung des Polizisten stutzig. Kann ein solcher gemeingefährlicher Scharffahrer nicht rechtzeitig genug bei den Ohren genommen werden, ohne dass ein bussenfälliges und messbares Delikt besteht? Muss immer eine Uebertretung, für die im Gesetz ausdrücklich eine Busse ausgesetzt ist, vorliegen, um solche Leute zu packen? Die Praxis der Dorfpolizisten, deren Denkungsart mit modernen Verkehrsprinzipien noch wenig Berührungspunkte hat, geht dahin, eine Busse zu ergattern, denn die Busse ist für sie ausschliessliches Mittel zur Verkehrsregelung. Die Ordnung im Verkehr hingegen scheint ihnen solange Nebensache zu sein, als sich keine Gelegenheit zur Eintreibung einer Busse bietet. In welchem Masse diese Auffassung beim Fall B. mitgewirkt haben mag, muss den Ortskundigen überlassen werden. Immerhin spricht der Schein für eine derartige Praxis. lt. die Transportmengen unter diesen herabgesetzten Taxen nicht zunehmen würden. Wie aus dem Satze hervorgeht, scheinen die S. B. B.-Organe noch nicht davon überzeugt zu sein, mit dem Tarifabbau wiederum einen Verkehr an sich ziehen zu können, der vom Automobil ebensogut bewältigt werden kann. Jedenfalls flechten sie diese Begründung ein, um damit einer Herabsetzung der Stückguttaxen begegnen zu können. Die Beschlüsse, wie sie nun von der kommerziellen Konferenz vorliegen, sind insofern als eigenartig zu nennen, als sie in ihrer Begründung nicht darauf ausgehen, der schweizerischen Volkswirtschaft Erleichterungen zuzuführen, sondern einzig und allein die leidige Automobilkonkurrenz aus dem Felde zu schlagen. Oui vivra, verrat K. Wichtige Entschlüsse zur Wahrung automobillstischer Interessen. Die kantonalbenüsch© Vereinigung der •A. C. S.-Sektionen, die, wie man weiss, die Sektionen Bern, Seeland-Jura, Emmental und Les Rangiers umfasst, hielt letzten Donnerstag, den 24. dies, im Bahnhofbäffet Biei eine Sitzung ab. Protokoll, Präsidialbericht und Rechnungen wurden genehmigt. Wie im letzten Jahre sind auch für dieses Jahr kerne Spezialbeiträge vorgesehen. Es bleibt den Sektionen überlassen, die Höhe ihrer Beiträge selbst zu bestimmen. Der Vorstand wurde wie folgt zusammengesetzt: Präsiden Dr. E. Mende, Vizepräsident M. Beck, Se kretär-Kassier R. von Stürler, Beisitzer die Herren Spichiger und Peter. Das Komitee nahm mit wachsender Empörung Kenntnis von der Antwort der bernr sehen Polizeidirektion auf ihre Oktober- Eingabe, die versteckten Kontrollen betreffend. Die Antwort kann in keiner Art und Weise befriedigen, da sie in grobschlächtiger Weise das gegenwärtige System glorifiziert. Das Komitee hat den Entschluss gefasst, eine neue Eingabe dem bernischen Gesamt - Regierungsrat einzureichen. Nach der Antwort der Polizeidirektion sieht sich das Komitee überdies ausserstande, bei den ausserkantonalen Sektionen Schritte einzu. leiten, um den Boykott über den Kanton Bern zu verhindern. Das Komitee hat im fernem beschlossen, chritte dahingehend einzuleiten, dass alle automobilistischen Bussen, wie auch die Velosteuern ausschliesslich der Verbesserung des Strassenwesens zufliessen sollen. Schlussendlich protestiert das Komitee gegen die Wirkungslosigkeit der sogenannten Katzenaugen an Fahrrädern, weil diese gewöhnlich schlecht plaziert, im Grunde genommen keinen praktischen Wert haben. Es ist unbedingt nötig, dass die Polizei sich dieder wichtigen Sache zunehme. Die Sitzung wurde nach dreistündigen um 8.15 Uhr ge- intensiven Beratungen schlossen. Bahn- oder Autobetrieb? Die Haupündustrie des Appenzellerlando3 — die Stickerei — liegt bekanntlich immer noch dirrniuder und es ist eine logische Folge dieser Verhältnisse, dass auch die Bahnen des Ländchens wirtschaftlich schlecht stehen. Die Rorschach—Heidon- Bergbahn will aus diesem Grunde die Elektrifikation durchführen und die Appenzeller-Bahn soll demnächst versuchen, ihre Situation durch die Einführung von Motorwagen zu verbessern. Die Appenzeller-Strassenbahn, die eich von dex Säntiü-Bahn und der Appenzeller-Bahn gelöst hat, studiert die Frage, ob durch die Einführung eines Autobetriebes an Stelle des Bahnbetriebes bessere Resultate erz.elt werden könnten. Die Direktion der Appenzeller-Strassenbahn hatte zu diesem Zwecke Herrn Ingenieur Hohl in Kilchberg beauftragt, ein Gutachten über dio Frage der Ersetzung des Dampfbetriebes durch einen Autobusbetrieb auszuarbeiten. Dieses gründliche und recht umfangreiche Gutachten spricht sich deutlich für den Autobusbetrieb aus. Obschon der Wagenpark, um dem Verkehr eirugermassen gerecht zu werden, aus 11 Omnibussen, 5 Lastwagen, 12 Anhängern und einem Tourenwagen bestehen müsste. und die Anschaffung all dieser Wagen eine Summe von über 800,000 Franken verlangt, dazu für die gesamte Umstellung des Betriebes noch ein neu erforderliches Aktienkapital von über 1 Million Franken käme, ergäbe die vom Experten errechnete Betriebsrechnung einen Ueberschuss der Betriebseinnahmen von 186,200 Fr. Hierzu kämen noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zirka 17,000 Fr. Zinsen von Wertschriften und Bankguthaben pro Jahr, so dass sich die Einnahmen auf 203,000 Fr. belaufen würden. Die Abschreibungen (89,700 Fr.) und Verzinsungen de3 Obligationenkapitals (60,000 Fr.) wurden mit 149,700 Fr. eingesetzt, so dass ein Reingewinn von 53,500 Fr. verbleiben würdo. Diese Summe könnte für die Ausschüttung einer Dividende von zirka 5% auf das Prioritätsaktienkapital von 1,1 Millionen Franken, das neu voll einzuzahlen wäre, voll genügen. Der am Verkehr interessierten Bevölkerung der zu bedienenden Gegend würde die neue Betriebsart nicht nur keine Nachteile, sondern wesentliche Vorteile bieten, die beim Personentransportdienst in der besseren Anpassungsmöglichkeit des Betriebes an die Verkehrsbedürfnisso, beim Güterverkehr aber in erster Linie in der Möglichkeit der restlosen Domizilbedienung liegen würden. Ea wird nun den Instanzen der Appenzeller-Bahn überlassen bleiben, müssen, diese Schlussfolgerungen aus der an sich zur Reorganisation ermunterden Empfehlung zu ziehen. R. Zur Frage der Bergtaxen-Zuschläge. Wie wir schon zu berichten Gelegenheit hatten, ist durch die Neuordnung der Verteilung des Benzinzoll-Anteils an die Kantone die Frage der Alpenstrassentaxen in der Weise geregelt worden, dass Art. 4 die ausdrückliche Bestimmung einer Nichtigkeitserklärung der Durchgangsgebühren und Strassentaxen enthält. Die bis dahin erhobenen Einreise- und Alpenstrassentaxen fallen somit dahin. Die Kantone Unterwaiden, Tessin und Graubünden haben bereits die seinerzeit erhobenen Taxen auf 1. Januar in Wegfall gebracht. Für die Kantone Glarus Bob Sagreve konnte bei dieser Frage ein kleines Lächeln nicht unterdrücken, trotz der eigenartigen Situation, in der sich beide Männer befanden. «Wir haben in den amerikanischen Henderson-Werken Ihre Maschine gebaut und voll bestätigt gefunden, dass die Konstruktion phänomenal ist; mein Kompliment, Mr. Sagreve!» «Mein Motor hat den Weltrekord errungen, von dem die Journale voll sind, nicht wahr?» «Das ist vollkommen richtig,» bestätigte Anatole Etienne, «der Weltrekord ist von einem Henderson-Wagen mit einem Sagreve- Motor errungen worden, das-sei zugegeben. Doch auf einen kleinen, nicht unwesentlichen Umstand gestatte ich mir aufmerksam zu machen: Der Sagreve-Motor gehörte rechtlich der Henderson-Company — das müssen Sie zugeben! Die Verträge waren zwischen Ihnen und einem Bankkonsortium, hinter dem die Hendersons standen, notariell geschlossen worden! Letzten Endes haben sich die Hendersons — wenn auch auf nicht realem Wege — das zurückgeholt, was ihnen gehörte. Ich habe mich überzeugen lassen, dass diese Darstellung stimmt!» Bob Sagreve überlegte lange, ehe er die folgenden Worte erwiderte: «Selbst zugegeben, dass Sie, mein Herr, den Tatsachen gemäss unterrichtet sind, muss ich Sie aber darauf aufmerksam machen, dass man mit dem Besitz meiner Motorkonstruktion ernstlich niemals beabsichtigt hat, den Motor auch zu bauen und seine Prinzipien bei den Serienwagen der Gesellschaft zu verwerten! Ich habe deshalb eigenmächtig und weil auf anderem Wege eine Aufhebung des Vertrages nicht zu erzielen war, die Pläne wieder an mich gebracht, und bin schliesslich mit der World-Company in Fühlung getreten. Aber sagen Sie mir, Etienne, wie der Weltrekord mit dem grandiosen Ergebnis von 333 Kilometern zustande gekommen ist. Wer ist der Colonel Miller, der als Fahrer des Rekordwagens genannt wurde, unter so eigenartigen Umständen aufgetaucht und unter ebensolchen wieder verschwunden ist?» Anatole Etienne war vor innerer Erregung wieder aufgestanden und ging nervös auf und ab. Lange zögerte er mit der Antwort, und plötzlich schrie es förmlich aus ihm heraus: «Ich, ich war der Fahrer, ich Etienne, den man betrogen hat, dem man alle möglichen Versprechungen gemacht hat, um sie hinterher nicht zu halten. Daran hat man auch wohl nie gedacht; William Henderson ist ein Schuft, ein ganz grosser Schuft!» Dieser Gefühlsausbruch schien echt zu sein, das sagte sich auch Bob Sagreve, der jetzt so etwas wie Mitleid mit dem Rivalen empfand. Schliesslich musste er bei seinem starken sportlichen Empfinden die hervorragende Leistung, die Etienne bei dem gelungenen Rekord gezeigt hatte, anerkennen. Und so strekte er dem früheren Gegner die Hand hin, in die Anatole Etienne mit einem befreienden Aufatmen einschlug. «Gehen wir zusammen, Etienne, gehen wir zusammen gegen die Hendersons und entreissen wir ihnen den Rekord, den sie unberechtigt an ihren Namen geknüpft haben!» «Topp, es gilt, Bob Sagreve, ich stehe zu Ihnen!» Und in dem erwachenden Morgen stand in einer gegenüberliegenden Toreinfahrt Jonathan Stups, stand dort, nachdem er Anatole Etienne getreulich bis zu seinem Zusammentreffen mit Bob Sagreve verfolgt hatte. Mit grösster Unruhe hatte der erfahrene Kriminalist dieses mehr als eigenartige Zusammentreffen beobachtet und schliesslich auch gesehen, dass sich der Franzose in das Haus Sagreves begab. Endlich kam Etienne heraus. Auf seinem Gesicht war unverkennbar der Ausdruck grösster Befriedigung zu lesen. Jonathan Stups fühlte instinktiv, dass sich hier eine neue Teufelei vorbereitete. Und er gab sich das Versprechen, die Augen offen zu halten und ein ähnliches Unheil wie das erste zu verhindern. (Fortsetzung folgt.).

N° 8 — 1929 AUTOMOBIL-REVUt und Uri sind einzig noch zwei Formalitäten Auch Segrave rüstet sich! Am 22. Januar war der neue Rennwagen von Kapitän Segrave zum zu erfüllen. Qlarus hat den Landsgemeindebeschluss, Tessin den Grossratsbeschluss abdener Pfeil >. Ein grosser Andrang zeigte sich ersten Malo ausgestellt. Der Wagen heisst «Golzuwarten. Der Kanton Tessin stellt die Beseitigung der für ihn einzig in Betracht -falpräsident Baldwin bewunderte das Rennungetüm, schon zu Beginn der Ausstellung. Auch Ministerlenden Taxe für die Gotthard- und Lukmanierstrasse auf Beginn der kommenden Fahr- im März in Daytona Beach in Florida stattfinden. mit dem Segrave den Rekord auf 240 Stundenmcilon hinaufzutreiben erhofft. Der Versuch soll bereits saison in Aussicht. Für den Kanton Olarus lt. fällt einzig die Klausenstrasse in Betracht. Da jedoch mit der Oeffnung dieser Strasse T. C. S. erst auf Mitte Mai zu rechnen ist, dürfte der noch ausstehende Beschluss der Aufhebung AUTO-SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL von Seiten der Landsgemeinde praktisch keine Unannehmlichkeiten nach sich ziehen. Dies um so mehr, als die Regierung der Ansicht ist, dass bei früherer Oeffnung der Klausenstrasse die Strassentaxe unter Vorbehalt der nachträglichen Genehmigung durch die Landsgememde nicht mehr zu erheben sei. Auch der Kanton Bern hat dem lich eingeladen. Eine flotte Tanzmusik nebst humorgehören, auf diesem Wege ebenfalls kameradschaft- Bundesrat zu wissen getan, dass auch er die vollen und interessanten Einlagen werden den Taxen für die Grimselstrasse mit Beginn der Abend zu einem genussreichen gestalten. Reservieren Sie den 2. Februar für den T. C. S.- Fahrsaison fallen lassen werde. Ebenso hat Abend. K. sich der Kanton Wallis von seiner ersten Idee, die Aufhebung seiner Autostrassentaxen mit der temporären Auszahlung seines Anteils zu verquicken, fallen gelassen und sich dem Bundesbeschluss vom 21. September 1928 gefügt, so dass auch die Walliser Taxen als aufgehoben erklärt werden können. Demnach steht denn auf der ganzen Linie der Auszahlung von Seite des Bundes nichts mehr im Wege. -t. s •» o I C H E S Die Sternfahrer von Monte Carlo am Ziel Vergangenen Mittwoch, morgens 10 Uhr, traf der erste Sternfahrer unter lautem Beifall in Monte Carlo ein. Gegen Mittag häuften sich die ankommenden Wagen. Zwanzig Sekunden vor drei Uhr traf in dichtem Nebel der 24. Wagen ein, der noch in die Wertung kam. Eine Anzahl Fahrer vermochte das Ziel nicht in der vorgeschriebenen Zeit zu erreichen. Nachstehend geben wir die Liste und die Nummern der Fahrer, die klassiert wurden: 10. Otün (Delage), Lyon. 57. Visser (Lancia), Holsingborg. 53. Meilheura (ßallot), Berlin. 42. Laurent Louis (Voisin), Charleville. 51. Van Tuyll (Lancia), Amsterdam. 81. Smit (Ford), Amsterdam. 222. Cezcna (Sunbeam), John 0. Groats. 3. Pommier (Talbot), Berlin. 4L Szmick (Weiss Manfred), Bukarest. 43. Van Rijck (Graham Paige), Stockholm. 22. Cezens (Sunbeam). John O'Groata. 75. Mme Schell (Talbot), Berlin. 14. Baronin Van Lawick (Horch), Amsterdam. 17. Dickson (Steyi), John O'Groats. 5. Pass (Sunbeam), John O'Groats. 40. Morillon (Peugeot), Gibraltar. 9. Prinz Schaumburg-Lippe (Horch), Wien. 28. H. V. N. Vredenburch (Chrysler), Neapel. 27. Samuelson (M.G.), John O'Groats. 66. Baron Vay (Buick), Helsingborg. 93. Baron Vay (Buick), Helsingborg. 93. A. Berlesco (Citroen), Bukarest. 72. Blin d'Orimont (Lancia), Berlin. 7. F. C. Magnier (Voisin), Bou- Iogne. 38. Petit (Licorne), Warschau. Ein lebhaftes Treiben und eifriges Diskutieren bei der Ankunft zeugte von den ausserordentlichen Schwierigkeiten, die von den Sternfahrern unterwegs zu bestehen waren. Das Bergrennen am Mont des Muhles (drei Kilometer mit stehendem Start) schloss am Samstag das internationale Meeting in Monte Carlo ab. Die Sternfahrer führten am Freitag ihre Wagen in einem Schönheitswettbewerb vor, der eine prächtige Augenweide war. Als Preisträger figurierte in der Klasse der geschlossenen Wagen Ottin (erster Preis), während Van Vredenburgh in der Klasse der offenen Wagen den ersten Platz belegte. Das Bergrennen am Mont des Muhles gestaltete sich zu einer interessanten Konkurrenz, an der auch Fahrer, die in der Sternfahrt nicht mehr zur Beurteilung zugelassen .wurden, teilnehmen konnten. Wir notieren die nachstehenden Ergebnisse: Offizielle Konkurrenz, Kategorie 750—1100 cem: 1. Henri Petit (La Licorne), 5 :05,6 (Stundenmittel- 35,240 km). Kategorie 1500—2000 cem: 1. Meilhaurat (Bailot), 4:26,8 (40,479 km); 2. Frau Schell (Talbot), 4:43,2. Kategorie 2000—S000 cem: 1. Visser (Lancia). 3 : 47,6, beste Tageszeit (47,451 km). Kategorio 5000—8000 cem: 1. Van Vredenburgh (Chrysler), 4:11,4 (42,959 km). Inoffizielle Konkurrenz, Kategorie 500—750 cem: 1. Macher (D.K.W.). Kategorie 750—1100 cem: 1. Healey (Triumph). Kategorie 1100—1500 cem: 1. Capriel (Renault). Kategorie 2000—3000 cem: 1. Frau Lotte Bahr (Steyr). Kategorie 3000—5000 cem: 1. Butculesco (Buick). Das offizielle Generalklassement der 24 Fahrer, die innert reglementarischer Frist in Monte Carlo eintrafen, ist folgendes: 1- Dr. Sprenger Van Eijek (Graham Paige), Start in Stockholm, Stundenmittel 39,887 km. 308 Punkte 2963 km in 74 Std. 17 Min. 2. Ingenieur Szmick (Weiss Manfred). Start in Bukarest, Stundenmittel 40,696 km, 304 Punkte, 2939 km in 72 Std. 13 Min 3. Visser (Lancia), Start in Hälsingborg, Stundenmittel 40,568 km, 302 Punkte, 2355 km in 58 Std 03 Min. ]t " Grosser Preis von Amerika. Die Vereinigten Staaten von Amerika gedenken den alljährlichen Grossen Preis von Indianapolis, das klassische amerikanische Rennen, als Grossen Preis von Amerika zu organisieren. Das bestehende Reglement des Rennens wird in einigen Punkten abgeändert, ohno jedoch — was sonderbar anmutet — ganz die Bestimmungen das internationalen Automobil-Clubs zu berücksichtigen. lt. Der Wclirekordversuch von Campbell soll in der Nähe der Oase Verneuk Pan. mitten in der südafrikanischen Wüste, stattfinden. Die Besucher sollen durch Extrazügo an die nächste Eisenbahnstation geführt werden. Für dio letzten 145 Kilometer, d. h. die Entfernung der Oase von dor Eisenbahnstation, wird eine Autobuslinie geschaffen. H. DER T. C. S. Die Ortsgruppe Wil und Umgebung wird den diesjährigen Touring-Glub-Abend mit Maskenball, am 2. Februar, im flott dekorierten Saale des Hotel Schwanen in Wil durchführen. Alle Mitglieder der Ortsgruppe werden schriftlich zu diesem Anlasse eingeladen, dagegen sind T. C. S.-Mitglieder, welche unserer Gruppe nicht an- AUTOMOBIL-SEKTION GLARUS DES T.C.S. Der Vorstand hat in seiner letzten Sitzung die diesjährige Generalversammlung auf kommenden Sonntag, den 3. Februar 1929, auf 14 Uhr, im Clublokal, Hotel Schweizerhof in Glarus, festgesetzt. Unsere Sektion hat sich im verflossenen Jahr erfreulich entwickelt und zählt schon bereits 120 Mitglieder. Alle Veranstaltungen, speziell die schöne Engadinerfahrt, dann unser Unterhaltungsabend und nicht zuletzt dio schöne Wohltätigkeitsfahrt mit den Krankenschwestern des Kantonsspitals, hat die Teilnehmenden aufs beste befriedigt. Hoffen wir, dass auch im kommenden Jahr sich unser Club zu unserer und anderer Freude weiter entwickeln möge. Darum auf zur Generalversammlung ! Eine reiche Traktandenliste harrt ihrer Erledigung. Auf Wiedersehen am 3. Februar im Clublokal. A. S. Traktanden: 1. Verlesen des Protokolls der letzten Hauptversammlung vom 12. Februar 1928. 2. Jahresbericht des Präsidenten. 3. Abnahme der Jahresreehnung 1928. Bericht der Rechnungsrevisoren. 4. Bestimmung des Sektionsbeitrages pro 1930. Antrag des Vorstandes, den Sektionsbeitrag von Fr. 8.— wie bisher zu erheben. 5. Wahl des Vorstandes und 2 Rechnungsrevisoren. 6. Behandlung der Anträge des Vorstandes: a) Erneuerung des Kollektivabonnements mit der t Auto-Revue » pro 1929 zu Fr. 7.— und Abgabe der Zeitung an die Mitglieder wie bis anhin zu Fr. 5.— pro Jahr. b) Finanzielle Unterstützung des neugeschaffenen Verkehrsbureaus Glarnerland und Warllensee. Die Höhe des Beitrages wird von der Versammlung bestimmt. 7. Arbeltsprogramm pro 1929. Antrag des Vorstandes: a) Eine Frühjahrs-Tagestonr. b) Eine Zweitagestour im Somtzwr. c) Wintervortrag. TOUJOURS PLUS PARFAIT TOUJOURS PLUS BEAUÜ Seul Chrysler pouvait battre Chrysler dans le domaine de l'e*le*gance et du gdnie mdcanique — La mode nouvelle d) Clubabend. e) Eventuelle Wohltätigkeitsfahrt 1929. 8. Verschiedenes: a) Vortrag von Herrn Sekretär Vogel, von der Motorfahrzeugkontrolle, aus seiner Arbeit. Die Entwicklung der Motorfahrzeuge im Kanton Glarus in den letzten 20 Jahren, mit den sehr interessanten gesetzlichen Erlassen und Vorschriften während dieser Zeitperiode. b) Lichtbilder aus den Touren von 1928. Im Anschluss an die Versammlung, gemütliches Beisammensein der Clubmitglieder. Für Unterhaltung ist gesorgt. Wir geben der angenehmen Hoffnung Ausdruck, unseto Mitglieder an dieser Hauptversammlung recht vollzählig begrüssen zu können. Der Vorstrad. AUTOMOBIL-SEKTION AARGAU DES T.C.S. Unsern verehrten Clubmitgliedern diene hiermit zur gefl. Kenntnisnahme, dass die diesjährige Generalversammlung Samstag, den 2. März 1929, 20 Uhr, im Clublokal, Hotel Löwen in Aarau, stattfinden wird. Wir möchten Sie heute schon ertuchen, diesen Abend für den T. C. S. zu reservieren. Gleichzeitig können wir Ihnen mitteilen, dass der Vorstand beschlossen hat, um den Wünschen zahlreicher Clubmitglieder nachzukammen, Samstag, den 9. Februar 1929 einen Maskenball durchzuführen. Der Ort dieser Veranstaltung, wozu wir unsere werten Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden heute schon herzlich einladen, wird Ihnen noch bekannt gegeben. Wir hoffen, dass auch Sie am guten Gelingen dieses ersten Maskenballes durch Ihr Erscheinen mit Ihren Angehörigen in humorvoller Stimmung mithelfen werden. Der Vorstand. Internationaler Automobilsalon in Genf. (Mitg.) Da der Orgamsationsausschuss des Internationalen Automobilsalons zu Genf Anmeldungen in an Zahl und Bedeutung weit das Mass der Vorjahre übersteigendem Grade erhalten hat, sah er sich veranlasst, seine Ausstellung in zwei Serien zu teilen: die erste bleibt auf die Zeit vom 15. bis 24. März 1929 festgesetzt und enthält nur Automobile, Autokarosserien und sämtliche Autobestandteile, Ersatzstücke, Brennstoffe, Oele, Autoreifen usw. Die zweite Serie, welche für die Frist vom 27. April bis 5. Mai angesetzt ist, um jedo Gleichzeitigkeit mit der Basler Mustermesse zu vermeiden, wird die Schwergewichte gruppieren: Lastwagen, Autocars, Industriewagen und dio Karosserien dieser Serie, Velos, Motorräder, Motoren, Maschinen und deren Werkzeuge, verschiedene Bedarfsartikel, Sportausrüstungen usw. Wir erinnern an die Serienteilung, welche die Salons von Paris und London bereits seit langem Vorgenommen haben und die auch Brüssel im Jahre 1928 eingeführt hat Endlich wird die internationale Ausstellung von Sport- und Verkehrs-Flugzeugen, welche nöchst sehenswert «ein wird, an die zweite Serie angeschlossen. si plaisante lancee pour 1929 par n'est pas un hasard de la creation, eile est bas&e sur les regles de i'art classique ancien TYPES - 55 - 65 - 75 - 80 Agents Regionaux: de 7 700 fr. a 40000 fr. Catalogues franco W. Zweigart, Lausanne; J.Roth, Yverdon; Locatelli et fils, Le Pont; Garage Moderne, Territet; H. Vulliens, Vevey; ViscarJi et Ci2, Bex; H. Robert, Neuchätel; A. Kirchhofer, Bienne; Jss, Porrentruy AGENCE GENERALE: