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E_1929_Zeitung_Nr.008

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Eisenbahn und

Eisenbahn und Motorlastwagen J II. Kapitel. Automobil, Handelsbilanz u. Volkswirtschaft. Ein weiteres Argument, das von den Bahnen immer wieder angeführt wird, lautet dahin, dass der Bezug ausländischer Automobile und ausländischen Betriebsstoffes unsere Handelsbilanz verschlechtern. Gegen diese Behauptung ist folgendes in Erwägung zu ziehen: Die Schweiz ist an und für sich ein rohstoffarmes Land. Sozusagen unsere gesamte Industrie ist auj, die Einfuhr der nötigen Rohprodukte angewiesen und sogar unsere Bahnen müssen für den Bau und für den Betrieb ihrer Unternehmungen diese Rohprodukte aus dem Ausland beziehen. Wir haben nur eine einheimische Triebkraft: Die Elektrizität. Diese wird nun in immer grösserem Masse produziert, wobei es auffallend ist, dass der billigere Strom ins Ausland wandert, während wir mit dem teurem vorlieb zu nehmen haben. Aber nicht nur Rohprodukte, sondern auch Halbfertigprodukte in. Staatseinnahme geworden sind, die der eidgenössische Fiskus heute gar nicht mehr entbehren könnte, wogegen Kohle und andere bei den Bahnen verwendete eingeführte Produkte dieser Zollbelastung nicht unterliegen. Im übrigen handelt es sich für uns in der Hauptsache wohl nicht darum, über das « Was » und « Wie viel» eingeführter Produkte zu streiten. Hauptsache für uns ist, dass wir mit diesen Produkten wirtschaften und leben können, und dass unsere Einfuhr dazu angetan ist, unser Gewerbe, unsern Handel und unsere Industrie neu zu beleben und lebenskräftig zu erhalten. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet darf füglich und mit aller Prägnanz die Behauptung aufgestellt werden, dass unsere Volkswirtschaft ohne Automobil überhaupt nicht mehr auskommen könnte und dass sich deshalb die durch den Bezug von Automobilen und von Benzin dem Ausland abgelieferten Summen ohne weiteres rechtfertigen las- werden in grosser Menge aus dem Aus-senland bezogen. Das gilt sowohl für die Bah- wie sich der Verband der Transportgesell- Es ist uns heute noch unverständlich, nen als für die Automobile. Schienen, Schwellen, Rohmaterial für die Lokomotiven, Wadirektoren-Konferenz zur Behauptung verschaften in seiner Eingabe an die Polizeigen, Leitungen, die Kohle, alles dies stammt steigen konnte, dass das Automobil in allen aus dem Ausland. seinen Arten für uns und unser Wirtschaftsleben überflüssig sei. Diese Behauptung Mit unendlicher Energie arbeitet unsere steht übrigens im grellsten Gegensatz zur Automobilindustrie daran, den Automobilaussenhandel zu unseren Gunsten zu verbessern. kennt, dass ohne das Motorfahrzeug auch die Ansicht der Postverwaltung, die offen aner- Beliefen sich beispielsweise die Einfuhrziffern primitivsten Verkehrsbedürfnisse nicht mehr im Jahre 1927 noch auf rund 79 Millionen befriedigt werden könnten. Franken, so sanken sie im Jahre 1928 auf 75,9 Millionen Franken herunter, was eine Einfuhrabnahme von 3,8 Millionen Franken aus- Es ist wohl überflüssig, an dieser Stelle noch weiter den Beweis erbringen zu wollen, macht. Im Gegensatz dazu gelang es unserer Industrie, die Ausfuhr um 13,5 Millionen zu erhöhen und den Wert von 5,2 Millionen Franken im Jahre 1927 auf 18,7 Millionen zu steigern. Die Verbesserung der Bilanz im Jahre 1928 belief sich deshalb auf 17,3 Millionen Franken, eine Zahl, die gewiss gewertet sein will. Man darf im übrigen wohl als sicher annehmen, dass die für die Bahnen eingeführten Produkte eine wesentlich höhere Summe ausmachen, als die Einfuhrprodukte der Automobilwirtschaft. Der wesentliche Unterschied wird wohl nur darin bestehen, dass die Automobile und der Betriebsstoff einer sehr hohen Zollbelastung unterworfen und damit die Ursache einer beträchtlichen •) biehe Auto-Revue No. 5 und 6. dass Handel und Industrie das Automobil nicht mehr entbehren können. Dagegen möchten wir betonen, dass auch für das Gewerbe und die Landwirtschaft je länger je mehr das Motorfahrzeug zum unentbehrlichen Hilfsmittel werden wird. Sowohl für den Landwirt als auch für den Gewerbler hat das alte englische Sprichwort seine Berechtigung: «Time is money». Der Gewerb!er im schweren Konkurrenzkampf mit den Warenhäusern, mit der Grossschlächterei oder Grossmetzgerei oder mit irgend einem Grosslieferanten, ist direkt auf das Motorfahrzeug angewiesen. Nicht nur die vielerwähnte Rationalisierung des Betriebes, sondern die schnelle und gute Bedienung der Klientschaft, die rasche Erledigung der Aufträge und die Sicherung eines grössern AUTOMOKn-REVUE 1929 — N n 8 Aktionsradius, wofür ihm das Motorfahrzug ausgezeichnete Dienste leistet, kann ihn konkurrenzfähig erhalten. Das gleiche gilt für unsere Landwirtschaft. Hilfsmassnahmen bleiben Hilfsmassnahmen und sind vorübergehender Natur. Ein angemessener Zollschutz und vorübergehendes Schliessen der Grenzen werden dem Bauern eine Plattform erspriesslicher Arbeit geben können. Daneben aber kommt das von den Bauern immer und immer wieder betonte «aus eigener Kraft». Diese eigene Kraft liegt unter anderm in der bessern Organisation des Absatzes und in der Wiedereroberung des inländischen Marktes. Dazu kann auch der Bauer das Automobil nicht mehr entbehren. So wie die landwirtschaftlichen Genossenschaften beispielsweise dazu gekommen sind, eigene Zuchtstiere zu halten, so liegt es in ihrem vitalsten Interesse, mit eigenen Automobilen ihre Produkte so rasch als möglich frisch und in gefälliger Form auf den Markt zu bringen. Es führte im Rahmen dieser Arbeit zu weit, näher auf das Problem «Automobil und Landwirtschaft» einzugehen. Für jeden weitsichtigen Volkswirtschafter steht wohl fest, dass ohne Automobil als Hilfsmittel der Aufstieg der Landwirtschaft nur schwer wird erfolgen können. Referendum zur Va'lziehungsverordnung zum Automobilkonkordat Im Kanton Schvvyz. Das Aktionskomitee zum Referendum hatte auf Sonntag, den 20 Januar 1929 nach Einsiedeln eine öffentliche Versammlung einberufen, um dort über die erfolgten Schritte bei der Regierung auf Abänderung derVerordtiung und die erzielten Resultate Aufschluss zu erteilen. Diese Versamm'ng hat dann nach langer Diskussion die Schritte des Komitees und der Verbandsvorstände gutgeheissen und einstimmig bei einigen Enthaltungen beschlossen, gestützt auf die erhaltenen Zusicherungen die Vorlage nicht weiter zu bekämpfen. Die Regierung hat schriftlich erklärt, im nächsten Kantonsrate die Abänderung der neuen Verordnung in folgenden Punkten mit Nachdruck zu beantragen: 1. Hohlvoügummibereifung wird der Pneubereifung gleichgestellt. 2. Der G&bührenzuschlag von 20 Prozent bei Vollgummibereifung wird gestrichen. Dafür wird eine Bestimmung aufgenommen, dass Hartvollgummibereifung nur noch bis zum 31. Dezember 1932 gestattet ist. 3. Die Taxe für Anhänge- und Seitenwagen bei Motorrädern wird von Fr. 40.— auf Fr. 20.— reduziert, wobei der Soziussitz mitbezahlt ist. 4. Die Gebühren für Anhängewagen an Traktoren werden von Fr. 100.— für den zweiten Einachser auf Fr. 75.— und von 200 Franken für den zweiten Zweiachser auf 150 Franken reduziert. 5. Anhängewagen an Personenautos, die in der Vorlage gänzlich verboten waren, sind nur für Personentransport verboten. 6. Wettfahrten ' können vom Regierungsrate gegen eine Gebühr bis zu Fr. 500.— gestattet werden. Damit soll auch den Radfahrern, entgegen der bisherigen Praxis, geholfen werden. 7. Das zulässige Gewicht des Lasteazuges wird von 12 Tonnen auf 15 Tonnen erhöht. 8. Die maximale Breite des Motorfahrzeuges mit Last wird von 2,2 m auf 23 m erweitert. Da auch die Fraktionsvorstände des Kantonsrates zugesichert haben, im nächsten Kantonsrat für diese mit der Regierung vereinbarten Abänderunigen einzutreten, darf erwartet werden, dass diese Abänderungen im Kantonsrate angenommen werden. Dank dem Verständigungswillen der Regierung und den Initianten der Referendumsbewegung wird also im Kanton Schwyz nun kein Kampf stattfinden. Es ist das namentlich auch deswegen zu begrüssen, weil damit nun auch der Boden geebnet ist für den in Aussicht gestellten Strassenausbau. Die Hoffnung, dass es in dieser Hinsicht nun auch vorwärts gehe, ist umsomehr berechtigt, als von massgebender Seite mitgeteilt worden ist, dass die konservative Partei, entgegen der ursprünglichen Pressemeldung, auch für einen Ausbau im Rahmen der Mittel (Autogebühren und Benzinzoll) eintrete. H. Neue Verkehrsverordnung iür Winterthur. Vor wenigen Tagen ist nun auch in Winterthur die vom Grossen Gemeinderat besch'ossene revidierte Verkehrsordnung in Kraft getreten. Sie stützt sich bezüglich der Verkehrszeichen und -tafeln auf die vom Schweizerischen Städteverband aufgestellten Normalien. Damit wären wir der Vereinheitlichung der Verkehrszeichen in der Schweiz wiederum einen Schritt näher gerückt. Durch die Neuordnung werden einzelne besonders schmale oder steile Gässchen in Winterthur für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt und gleichzeitig einzelne Strassenzöge als Einbahnstrassen erklärt z. MMMIMIIIWIIMmiHMMIMIIIW Ah! cette batterle Toujours epuisee! A qui la taute ? puisque vous hesitez encore ä employer I' afln qu'en toutes circonstances la dynamo ou le chargeur suffisent ä maintenir votre batt< rie en Charge et en bon etat, toujours prete ä alimenter le dfemarreur, le kiaxon, les phares, etc., ou encore votre poste de T. S. F. L'ELECTRQLYSINE est en vente dans les garaies et magasins d'accessoires. Laboratoires Auto - Progres, S. A. - Genkve - Eaux-Vives die grofse Fabrik europäischer Qualitätswagen, deren Karosserien das Entzücken der Kenner bilden, beehrt sich, anzuzeigen, dass sie in der »Schweiz ihre eigene Niederlage errichtet« L'H UI LE est tres economique ä l'usage, de'ploie la force du moteur au plus baut degre* et prolonge sa vie. De ce fait l'huile Castro! est tres bon marche. Elle a fait ses preuves puisque 239 fabricants d'automobiles et de motocyclettes la recommandent officiellement. STEYR-WERKE Verkaufsgesellschaft für die Schweiz A.-G. Telegramm *W B a DI fk U Telephon Steyrauto fc •#•••%#•• ümmat 23.12 Falken strasse 4 Rep resentants generaux pour la Suisse: KUH KE & Co., ZÜRICH Telephone: Selnau 46.77 Departement: Huile pour moteurs

N» 8 — 1929 ÄUTOMOBTL-REVUE x.c Die Generalversammlung der Sektion Basel des A. C. S. • Die 30. Generalversammlung der Sektion Basel, Bio am letzten Samstag in Liestal abgehalten wurde, iwar von zirka 150 Mitgliedern besucht und bot durch ihren Verlauf die Gewähr, dass sich die Ent- •mcilung der Sektion auch künftig in sichern Bahnen bewegen wird. Präsident Imhoff erstattete den Jahresbericht, wonach dio Sektion in Jahresfrist von 777 auf 801 Mitglieder angewachsen ist (1920: 259 Mitglieder). lin Anschluss daran referierte Dr. Grüningen über das Vorgehen der Sektion Basel in der Versicherungsangelegenheit, dio seit einigen Wochen dio Gomüter der Basler Automobilisten so etark erregte, und stellte fest, dass die ersten Schritte zur Lösung des Konflikts von der Sektion Basel des A. G. S. ausgegangen sind. Einen grossen Teil der Verhandlungen nahm daa Traktandum «Schaffung einea eigenen Sekretariats> in Anspruch. Die Anträge des Vorstandes wurden genehmigt, und vom 1. April 1929 an wird sich das eigene Sekretariat auf dein Zentralbahnplatz 13 befinden, gleichzeitig auch die Triptykausgabestelle. Ein entsprechender Betrag ist im Budget für 1929 vorgesehen. Dass sich die Sektion zu dieser Massnahmo entschloss. rechtfertigt schon der Umstand, dass die Sektion Basel im Jahre 1928 allein 2200 Triptyks ausgestellt hat. Bei don Wahlen wurde die gesamte Kommission, mit Präsident Imhoff an der Spitze, diskussionslos in offener Abstimmung bestätigt. Ausserhalb des Budgets •wurde der Vorstand ermächtigt, an die Kosten für die Kampagne zu Gunsten der Verkehrsinitiative einen Beitrag in der Höho von 1000—2000 Franken zu bewilligen, in der Meinung, dass auch dio übrigen Sektionen durch ähnliche Verfügungen sich für den Erfolg der Initiative einsetzen werden. Im Jahresprogramm 1929 wurden folgende Veranstaltungen vorgesehen: fünftägige Tourenfahrt Rboin-Mosel-Eifel (Nürburgring), BaUonverfolgungsjagd, Autavia, Zuverlässigkeitsfahrt für Sektionsmitglieder, Familienabend, zwei Vortragsabende, Clubball im November, St. Nikolausessen mit Lichtbildervortrag. Ein gediegener, gemütlicher Teil folgte den Verhandlungen. Nach ernsten und weittragenden Traktanden ist es stets schwierig, die eifrigsinnenden Gedanken abzulenken und eine gemüUichbeschwingte Stimmung auszulösen. Mit einem aparten Programm haben sich die Leiter des Geseihgen durchgesetzt. Herr Jakob Meyer aus Liestal, der diesen Abend als Chef des Geselligen betreute, sicherte sich dio Mitwirkung der Liestaler und hatte Glück damit. Ohne die einzelnen Produktionen nach ihren Werten zu vergleichen, muss gesagt sein, dass die Lautenkünstlerin Agnes Delsarto durch eine Fülle dezenter und schmissiger Li«der die Aufmerksamkeit souverän fesselte. Mit einer prächtigen Modulationsfähigkeit der Stimme, einer lebhaften und ausdrucksvollen Vortragsweise ihrer Lautenkunst gewann sie im Nu Blick und Ohr aller. Als zufälliger Partner im Liedersingen, dem man erfreut volle Bewunderung aussprechen darf, gesellte sich Herr Carl Affolter, der über ein Repertoire und eine Stimme 'verfügt, dio sonst nur Künstler von Beruf ihr eigen nennen können. Ein «Krambolägschli», von Moritz Ruckhäberle, Episoden beim Verkehrspolizist. Ein Lautsprecher vor einer spanischen Wand, dahinter der Verfasser mit seiner Frau und einem Mitspieler, die zusammen sechs Rollen spielten. Ein dramatisches Stück, das keine szenischen Sorgen bereitete und keinen Aufwand an Kräften erforderte und doch die Unterhaltung in seiner Art bereichert hat. Von den Produktionen der Liestalox nennen wir zuerst den Walzer und die Tanzhumoreske. von zwei jungen Damen vorgeführt. Die rhythmische Darstellungskunst der beiden Damen zeugte von einem sichern Können. Der herzliche Beifall war redlich verdient. Ganz originell, so wie es eben nur Basler mit ihrem ausgesprochenen Sinn für ein munteres Fastnaohtstreiben zustande bringen können, war der Reigen der zwölf Clowns. In Gruppen von je vier besonders gekleideten Clowns haben die zwölf Liestalex Turner in flotter Manier einen Reigen ausgeführt, der uns den männlichen Frohsinn und die bezwingende Lebhaftigkeit des Basier Fastnachtstreibens eindringlich vor Augen führte. Nach dieser Produktion lichteten sich die Reihen der getreuen Teilnehmer bald, um durch die winterliche Nacht der Stadt Basel zuzustreben Der Abend hat einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. La. A.C.S. SEKTION ZÜRICH. Die zahlreich eingegangenen Anmeldungen liessen wohl zum voraus sehen, dass dem Clubball der Sektion Zürich des A, C. S. vom 26. Januar 1929 ein sehr schöner Erfolg beschieden sein werde. Es waren wohl gegen 450 Personen in den festlich geschmückten Räumen des Grand Hotel Dolder beisammen, als Herr J- Guallini, der Präsident des Vergnügungskomitees, den Willkomm des Vorstandes entbot und mit der Abwicklung des reichhaltigen Programms begann. Droben im grossen Saal standen drei Vehikel, lies Kleinautos, bereit, mit denen die Konkurrenten und Konkurrentinnen in forscher Fahrt eine kleine Geschicklichkeitsprüfung mit etlichen Schikanen und einem eingelegten Kilometer-Lancö zu absolvieren hatten. Die bekannten Zürcher Renngrössen hatten denn auch reichlich Gelegenheit, hier ihre besondern Fahreigenschaften brillieren zu lassen. Und wirklich holte sich denn auch Herr Schlotterbeck jun. den ersten Preis des stattlichen Gabentisches, derweilen sich Frau Schnyder als beste Damenfahrerin auswies. Derweilen hatte in der grossen Halle ein flotter Baubetrieb eingesetzt, wo das Orchester Ammonini aufspielte, während in der Bar das Orchester Cattaneo einen frohen Bar- und Tanzbetrieb entfaltete. Man amüsierte sich allerorts trefflich, beteiligte sich am eingefügten Ballontanz und belustigte sich aktiv oder passiv an der fidelen Konkurrenz «Das trokkene Amerika». Noch vor Mitternacht starteten verschiedene Künstler des Zürcher Stadttheaters in einer unter der Conference von Berti Tomming stehenden Bunten Bühne, wo die Damen Trude Hörn und Paula Brosig sowie Herr Melzer mit humoristischen Rezitationen und stimmungsvollen Liedervorträgen aufwarteten, derweilen die Damen Ingeborg und Carola, vom Ballett des Stadttheaters. zwei schöne Tanzdarbietungen vorführten. Köstliche Augenblicke bereitete das traditionelle mittelalterliche Turnierspiel, wo die mit Kissen bewaffneten Konkurrenten auf hohem Holzbock zum Ergötzen der Zuschauer um die ausgesetzten Preise • fochten. Die vorzügliche, belebto Stimmung, die den ganzen Abend beseelte, hatte zur Tolge. dass man erst sehr spät an ein Auseinandergehen dachte. Noch 5 Uhr morgens harrte ein sehr stattliches Kontingent des über 150 Wagen zählenden Autoparkes schneebedeckt ihrer Insassen. Wenn der Clubball 1929 einen solch fröhlichen und allseits befriedigenden Verlauf genommen hat. so ist dies besonders dem unermüdlichen Maitre de plaisir, Herrn Guallini, und, last but not least, der vorzüglichen Aufnahme durch Herrn Direktor Krähenbühl vom Grand Hotel Dolder zu verdanken, der u. a. ein exquisites kaltes Büfett bereitgestellt hatte. Und nun Glückauf zum Clubball 1930: Man munkelt schon, dass der Vorstand beschlossen habe, diesen Aalasa nächstes Jahr als Maskenball in Form eines besonders amüsanten Sujets durchzuführen. Bis dahin stehen aber noch verschiedene andere Veranstaltungen vor der Tür. worunter als besonderes Ereignis die im Monat Mai 1929 stattfindende 25. Jahresfeier, in Verbindung mit der Sommer-Delegiertenversammlung des A. C. S., zu erwähnen ist. D» ordentliche Generalversammlung 1929 des A. C.S. findet Donnerstag den 21 März 1929, im Hotel St Gotthard in Zürich statt. Ausser den ordentlichen Traktanden, Jahresbericht, Jahresrechnung, Wahl des Vorstandes, der Rechnungsrevisoren und der Delegierten für die Delegiertenversammlungen des A. C. S., wird sich die Versammlung speziell auch mit der Revision der Sektionsstatuten, resp. der Anpassung derselben an die neuen Zentralstatuten. zu befassen haben. Wie gewohnt, wird sich an die Versammlung ein geselliger zweiter Teil anschliessen. s. A. C. S. SEKTION BERN. Auto in Stadt and Land der Sowjet-Union. Anlässlich der Mitglieder- Zusammenkunft, Montag, den 4. Febrnar, 20 Uhr, im Clubheim, wird Herr Hermann Schneider, Zürich, über seine Erlebnisse während einer letzten Herbst und Winter ausgeführten Reise in Sowjet- Russland einen Vortrag mit Lichtbildern halten. Der Vortragende, der ein guter Russland-Kenner ist und als Automobilist das Land bereist und Vor allem alles, was den Automobilismus betrifft, eingehend studiert hat, bietet Gewähr für interessante Ausführungen. Es ist ja ausserordentlich schwierig, heutzutage wirklich zuverlässige Nachrichten aus Sowjet-Russland zu bekommen und besonders, was den Automohilismus in der Sowjet- Union anbetrifft, sind die Vorstellungen, die wir darüber haben, unklar. Umso erfreulicher ist es. von so berufener Seite etwas Authentisches erfahren zu können. Es sei nur nebenbei verraten, dass der Referent einen grossen Teil Europas, Nordamerikas und des Kaukasus schon mit dem Automobil bereist hat. , Es wird mysteriös. « Aeh, bon soir, Herr M. Au no e chlv i dr Stadt ?» * Guete Abe, Herr Dr. Wie geits ?» c Gang, gäng — es muess. I ha grad no es paar B'sorgige. I verreise in-e-re Wuche. > «Dir sägid. Aber nid öppe nach Paris?> « Aeh usgfechnet. I muess gleitig zum Schröder. » * Dr erlanbid. i ha de glich Gang.» «Aeh äh, dr weit doch nid öppe au noch Paris »? « paieb wou 1» «Hähähä — dl heits wic-n-ich l Dr weit is Casino nach Paris — hähähä 1» « Akurat a Maskeball 1 Im Vertraue: dr heit doch öppe nid «'gliche Kostüm ? I bi-n-a russische Landschaftsmaler, Futurist, Spezialist uf em Eifelturm!» « Hähähä — dr müesst kei Angst ha um Konkurrenz: i chume als Gipsbildhauer für Kühlerfigure! Ja frili — Auto hät's damals au scho ka I Dr wüsset doch, dass dr Adam mit e-mene Ford...» Der Maskenball der A. C. S. Sektion Bern findet in geschlossenem Kreise statt. Jedes Mitglied darf für sich persönlich eine Freikarte beziehen, sowie Angehörige und seine Freunde mitnehmen, die er auf seinen weiten Touren kennen und schätzen lernte. Gaste aus andern Sektionen, durch Mitglieder eingeladen, sind willkommen. Angehörige und Gästo von Mitgliedern haben das Recht, Karten zu Fr. 6.— im Vorverkauf zu beziehen. Der Vorverkauf der Karten findet vom 4. bis zum 8. Februar kn Touristikbureau der Berner Handelsbank statt. Karten an dor Abendkasse kosten Fr. 10.—. Legitimationskarten sind zum Kartenbezug mitzubringen. ^ ,V, A.C.S. SEKTION AARGAU. Die Generalyersanrmlung vom 26. Januar 1929 war trotz der wichtigen Verhandlungsgegenstände, nur von 31 Mitgliedern besucht. Der Voranschlag für das Jahr 1029 wurde mit unwesentlichen Aenderungen angenommen und 'der Bezug eines Jahresbeitrages von Fr. 40.—, wovon Fr. 20.— der Zentralkasse abzuliefern sind, beschlossen. Der Einzug wird sofort erfolgen und wir bitten die Mitglieder um Einlösung der Mandate. Protokoll, Jahresbericht und Rechnung passierten ohne Bemerkung. An die Versammlung schloss sich das übliche Jahresessen und ein instruktives Referat des Herrn Ing. Guanter aus Zürich über «Das Abblendproblem». L. A.C.S. SEKTION LIECHTENSTEIN. Die Sektion veranstaltet ihren diesjährigen Clubball am Freitag, deD 1. Februai a. c, abends 8 Uhr. im Hotel « Adler » in Vaduz, wozu alle Mitglieder dos A. C. S. herzlich eingeladen sind. Eintrittsgeld: Damen Fr. 2.—, Herren Fr. 3.—. Anmeldungen zwecks Tischreservierung nimmt entgegen: Sekretariat Sektion Liechtenstein A.C.S., Hotel « Adler », Vaduz, Tel. Nr. 69. Für Bewachung der Parkplätze ist gesorgt. t-st. Unbeleuchtete Fahrzeuge bilden für den Verkehr eine grosse Gefahr! Wir haben des öftern an dieser Stelle verlangt, dass man im Interesse einer vermehrten Verkehrssicherheit nicht nur für Motorfahrzeuge, sondern auch für Fuhrwerke eine gute Beleuchtung vorschreiben sollte. Dem Umstände, dass das bis heute noch nicht vorgeschrieben wurde, ist es in der Hauptsache zuzuschreiben, dass sich kürzlich auf der Staatsstrasse in der Nähe von Thun ein tödlicher Unglücksfall ereignete, indem ein Velofahrer In ein auf der linken, also falschen, Strassenseite fahrendes Holzfuhrwerk hineinfuhf und auf der Stelle getötet wurde. Weder der Radfahrer noch das Fuhrwerk hatten, trotz des dichten Nebels und der beginnenden Dunkelheit, ein Lichtl Es wäre Pflicht der Behörden, auch gegen solche grosse Verkehrsgefahren Vorschriften zu erlassen, die eine bessere Sicherheit, namentlich auch für Motorfahrzeuge, bieten könnten. -ey. 23,000 I&xxis a travers rAfrique: c'est ce qu*a rtSalise* la celebre 10 CV Cette formidable randonnde aecomplie en 103 jours est une v&itable d&nonstration d'endurance et de re*- gularitd Une fois de plus la F.N. a prouve* d'une faejon eklatante la smxMorite' de sa construction. CONFORT — ELEGANCE — ROBUSTESSE ET LONGEVITE