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E_1929_Zeitung_Nr.010

E_1929_Zeitung_Nr.010

[Argentinien mit 8,0 und

[Argentinien mit 8,0 und Neuseeland mit 20,0 Gallonen pro Kopf der Bevölkerung. Nach der Statistik konsumieren die Verteinigten Staaten somit 5mal mehr Benzin als alle übrigen Länder miteinander. Während der amerikanische Eigenbedarf im Ijahre 1914 noch 1255 Millionen Gallonen betrug, stieg er auf 4251 Millionen Gallonen im Jahre 1920, auf 7780 Mill. Gallonen im Uahre 1924 und auf 9362 Mill. Gallonen im Jahre 1925. Im Jahre 1924 (betrug der Benzinkonsum in allen europäischen Ländern rund 1300 Millionen Gallonen, wovon 65% von Grossbritannien und Frankreich konsumiert wurden. Kanada verbrauchte 260 Millionen Gallonen, Südamerika 125 Mill. Gall., Asien und Australien 160 Millionen Gallonen. Welch wichtigen Faktor der Automobilbestand auf den Benzinkonsum darstellt, ergibt sich aus der Tatsache, dass im Durchschnitt auf ein Automobil rund 2000 Liter Benzin jährlich entfallen, wobei berücksichtigt werden muss, dass dieser Mittelwert in den erdölproduzierenden Ländern noch bedeutend überschritten wird. In Würdigung dieser Verbrauchsziffern müssen wir uns die Frage stellen, wie es der Oelwirtschaft möglich ist, diese enorme Nachfrage zu befriedigen. Es sind vornehmlich zwei Komponenten, welche die Nachfragedeckung ermöglichten: 1. Steigerung der an sich schon 'hohen Erdölförderung; 2. Steigerung der Benzinausibeute durch Zersetzungsdestillation der schweren Oele. Der erste Punkt setzt sich aber wiederum aus zwei Ursachenkomplexen zusammen, welche eine Erhöhung der Erdölausbeute hervorriefen: a) Bedeutend geringeres Zurückgehen der alten Quellen, als angenommen wurde, und b) Aufschluss ergiebiger junger Quellen durch Neubohrungen. Ist das recht? Die Automobilisten wissen zur Genüge, in welch schwerwiegender Art das Berner Dekret sich seit dem Herbst 1927 ausgewirkt hat. Heute stehen wir soweit, dass ausserkantonale Verbände an die Realisation des Boykotts des Kantons Bern zu schreiten gedenken. Spürbarer als alle andern hat aber das Dekret die Gesellschaftswagen-Besitzer im Kanton Bern getroffen. Ganz besonders das ominöse Nachtfahrverbot hat diese Klasse Gewerbetreibender in ihrem Gewerbe, namentlich während der Wintermonate, ganz empfindlich geschädigt. Die Wagen sind für ein halbes Jahr zur Untätigkeit verurteilt. Im Winter kommt für die Car Aipin-Besitzer ganz besonders die Beförderung von Gesellschaften in der Nachtzeit in Frage- Diese einzige Erwerbsmöglichkeit jedoch fällt durch das Nachtfahrverbot dahin. Warum die Gesellschaftswagen unter das Nachtfahrverbot gefallen sind, kann heute kein vernünftiger Mensch begreifen. Einzig die Privatbahnen, für die, wie es heute scheint, in erster Linie der bernische Eisenbahndirektor aufzukommen hat, könnten Bescheid wissen. Der Gesellschaftswagen kommt heute als lärmendes Verkehrsobjekt nicht mehr in Frage. Durch die Fortschritte der Technik, durch die Pneubereifung und die allgemein moderne Konstruktion verursachen Clifferton wurde, aufmerksam. Das, was Baker bis jetzt vorgetragen, entsprach nicht voll den Tatsachen. Gewiss hatte es Schwierigkeiten gegeben, die aber Bob Sagreve — und er ganz allein — durch Aenderungen und Umkonstruktionen überwunden hatte! Schon wollte Clifferton durch eine kurze Zwischenbemerkung den Irrtum richtigstellen, als Baker fortfuhr: «Wir waren in den Werken nicht alle von den Sagreve-Konstruktionen eingenommen. Allerdings wurden auch die einzelnen leitenden Herren in einer ganz unverständlichen Weise nicht genügend über die neue Maschine unterrichtet. Immerhin habe ich in meinem Ressort die Konstruktion, soweit das nach dem vorhandenen Modell möglich war, prüfen und durchrechnen lassen. Es hatten sich dabei einige sehr schwerwiegende Irrtümer ergeben, die meines Erachtens wohl genügt hätten, von der Sache ganz abzusehen! Anlässlich einer Konferenz des Direktoriums habe ich auch auf diese Angelegenheit hingewiesen. Mr. Clifferton hatte damals den von ihm besonders protegierten Sagreve — » Der Redner machte eine Pause und räusperte sich. die Gesellschaftswagen heute nicht mehr Lärm als ein modernes Personenautomobil im Rahmen der erlaubten Grosse. Einen Nachteil allerdings weisen sie auf. Er liegt eben darin, dass diese Wagen auch zur Nachtzeit fahren können, währenddem der Eisenbahndienst stillgelegt ist. Objektiv betrachtet ist dies jedoch kein Nachteil, sondern eher ein Vorteil. Es ist nicht nur eine Verletzung unserer Bundesverfassung, sondern eine bedauerliche Rücksichtslosigkeit gegenüber diesem Gewerbestande, dem man seine freiheitliche Auswirkung mit dem Dekreterlass verunmöglichte. Was die Arbeitszeit der Chauffeure anbelangt, so ist hervorzuheben, dass die Chauffeure der Gesellschaftswagen die diesbezüglichen Vorschriften keineswegs zu überschreiten brauchen, da sie gewöhnlich am Tage nicht zu fahren haben. Dann sei ferner festgestellt, dass die im Kanton Bern ansässigen Gesellschaftswagen-Besitzer gegenüber den ausserkantonalen im allgemeinen durch das Nachtfahrverbot in Nachteil versetzt wurden. Die umliegenden Kantone, wie Luzern, Solothurn, Baselstadt, Baselland haben in weitsichtiger Weise von einem Nachtfahrverbot abgesehen, da sie genau dessen Schädigungen und Nachteile erkannt haben. Es ist übrigens volkswirtschaftlich durchaus verkehrt, dass die vorhandenen festgestellten 40 Gesellschaftswagen, in denen ein bedeutendes Kapital investiert liegt und welches jeden einzelnen Betrieb ausserordentlich stark belastet, während langer Monate einfach ausser Betrieb gesetzt sind und sich derart nicht einmal zu verzinsen vermögen. So ist es ja nicht verwunderlich, dass kraft des Automobildekretes, und das war wohi auch, nebenbei gesagt, der Zweck des Durchzwängens, diese Gesellschaftswagen-Besitzer ganz einfach nach und nach ruiniert werden. Wir besitzen allerdings im Dekret einen Artikel IV, § 4, der festlegt, dass Ausnahmen von dieser Vorschrift vom Regierungsrat gestattet werden können, sofern dafür besondere Gründe vorlägen- Es ist nur zu hoffen, dass von diesem Ausnahmerecht immer mehr Gebrauch gemacht werde, bis der bernische Regierungsrat selbst zur Einsicht gelangt, dass das im Jahre 1927 angenommene bernische Dekret einer gründlichen Revision bedarf. Die Verhältnisse sind gegenwärtig derart, dass eine solche nicht zu umgehen sein wird. Bringt der Regierungsrat die Initiative nicht von sich aus auf, so muss dafür gesorgt werden, dass der Anstoss aus dem Grossen Rat kommt, damit endlich die einschränkenden Fesseln fallen und die Automobilisten im Kanton Bern die gleichen Rechte gemessen können wie ihre Kollegen andernorts, -t. Verkehrsunfälle. In diesem Augenblick stand Cliferton mit einem Ruck auf und rief mit starker, erregter Stimme: «Diese Auslassungen des Mr. Baker sind mir völlig unverständlich! Nicht allein, dass absolut falsche und unsachliche Argumente im Brustton der Ueberzeugung vorgebracht werden, lege ich auch entschieden Verwahrung dagegen ein, dass zum Zwecke einer durchsichtigen Stimmungsmache Sachen vorgebracht werden, die längst überholt und überwunden sind!» Einen unverständlichen Zwischenruf Barkers tat Clifferton mit einer Handbewegung ab. «Hüten Sie sich, Mr. Baker,» donnerte er los und Hess sich jetzt von seiner berechtigten Entrüstung fortreissen, «hüten Sie sich, weiter wie bisher gegen mich zu-arbeiten! Denken Sie daran, dass ich der Leiter der World Motor-Car Company bin, vorläufig und in diesem Moment noch bin! Ich bin nicht gesonnen, gegen mich und meine Dispositionen wühlen zu lassen! Und nun, meine Herren, kommen wir zu dem Kernpunkt dieser gewiss unerquicklichen AUTOMOBIL-REVUE 1929 — N° 10 Wie immer bringt der Winter nicht nur Freude, sondern auch schweres Leid. So haben sich in letzter Zeit schwere Verkehrsunfälle gehäuft, die samt und sondeTs auf die Unvorsichtigkeit der betreffenden Sportsleute zurückzuführen sind. Wir wollen aus der Reihe der Unglücksfälle nur zwei für uns typische hervorheben. Der eine betrifft das Unglück bei Goldiwil, wo Schüttler ein Lastautomobil als «Zugpferd» glaubten verwenden zu können. Die Gefährlichkeit eines solchen Unternehmens springt in die Augen. Die Strasse ist glatt, der Wagen hat Mühe sich zu halten, der Motor hat schwere Arbeit zu bezwingen, der Atem kann ihm ausgehen, der Chauffeur hat seine ganze Geistesgegenwart auf das Volant zu richten und nicht Zeit sich darum zu kümmern, was hinten an seinem Wagen geschieht, eine Kleinigkeit, ein Ausschnaufen des Motors und das Unglück ist geschehen. Drei blühende Menschen sind dem Tode verfallen. Man kann daher nicht genug warnen vor dem unvorsichtigen Beginnen, Schlitten oder Handwagen an Lastwagen anhängen zu wollen- Es ist die gleiche Unsitte, wie sie eine Zeitlang von den Velofahrern getätigt wurde. Sie sollte verboten und bei Nichtbeachtung polizeilich bestraft werden. Ein anderer Unfall, bei Meggen. Man schüttelt auf einer Strasse, die die Kantonsstrasse kreuzt. Eine Kantonsstrasse aber ist eine Hauptstrasse. Diejenige, die über Meggen nach Küsnacht führt, ist besonders stark befahren. Der Verkehr leidet trotz des Schnees keinen Unterbruch. Das sollte die Schüttler zur Vorsicht mahnen. Aber auch hier schien man sich wenig um das Gefahrmoment zu kümmern. Es wird sogar erhöht, indem der einfache Schlitten den jungen Leuten zu wenig bietet und deshalb mit dem Bobsleigh vertauscht wird. Diese rasenden Vehikel jedoch gehören auf keinen Fall auf eine einfache Schlittenbahn, ganz besonders dann nicht, wenn diese, wie gesagt, Hauptstrassen kreuzt Der Bobsleigh ist in voller Fahrt, der Zufall will, dass an der Kreuzung im gleichen Augenblick, da der Bobsleigh diese erreicht, auch ein Automobil zur Stelle ist. Das Unglück ist geschehen, wenn auch nicht mittödlichem Ausgang, so doch mit starken Rippenbrüchen und Quetschungen. Durch solche Fahrlässigkeiten, wie die beiden geschilderten, geraten die Automobilisten in unliebsame und peinliche Situationen. Sie könnten vermieden werden, wenn an zuständiger Stelle Ordnung in den Strassenverkehr gebracht würde. Der Bobsleigh gehört auf eine ihm eigens zugerichtete Bahn, wo er auch unter den übrigen Schüttlern kein Unheil anzurichten vermag. An Stellen, wo Kollisionen mit Fuhrwerk und Motorfahrzeug leicht möglich sind, sollte das Kreuzen durch Sanden überhaupt verunmöglicht werden. Dieses Verlangen ist wohl nicht übertrieben, so gut der Gemeindepolizist für das Eintreiben von Automobilbussen zu haben ist, so sollte er auch dafür zu haben sein, Verkehrsunfälle dieser Art durch das rechtzeitige Treffen richtiger Massnahmen zu verhindern. Ein dritter bedauerlicher Verkehrsunfall, der einem wohlangesehenen wackern Geschäftsmann das Leben gekostet hat. Ein Gipsermeister, der mit seinem Automobil nach Hause fahren wollte und dabei die vor seiner Liegenschaft befindliche Birsigtallinie kreuzen musste, muss jedenfalls den um 23.45 Uhr von Bottmingen kommenden Zug nicht bemerkt haben, so dass ihm dieser mit der grössten Fahrgeschwindigkeit in die Flanken fuhr und das Autofnobil über 50 Meter vor sich her stiess, bevor der Zug zum Halten gebracht werden konnte. Ueber die näheren Details des Unglückes schweigt man sich noch aus; aus den Meldung in jedenfalls ist herauszulesen, dass der Zug auch bei der betreffenden Strassenkreuzung seine Fahrgeschwindigkeit beibehielt, ansonst der Zug schneller hätte zum Stehen gebracht werden können. Das Unglück ist wiederum ein Beweis mehr, wie heutzutage die Bahn einfach nicht mehr auf die Strasse gehört and ihr eigenes Trasse haben sollte. Dies umsomehr, als wie es scheint, gewisse Bahnen sich immer noch als souveräne Verkehrsmittel betrachten, die auf die übrigen Strassenbenfitzer und auf den übrigen Verkehr keine Rücksicht glauben tragen zu müssen. «Wir sind die ersten auf dem Plan gewesen und damit basta. Alles andere hat sich nach uns zu richten!» Wir glauben, dass es höchste Zeit ist, eine solche Mentalität endgültig zu durchbrechen. Solange die Bahnen im Gefühl ihrer Monopolstellung die Strassen befahren können, ohne dass ihnen jemand etwas vorzuschreiben hätte, werden solche bedauerlichen Unglücksfälle nicht aus der Welt zu schaffen sein. K. *USEL*NB> Auseinandersetzung. Ich habe Anweisung gegeben, dass Ihnen heute nachmittag der neue Rekordwagen des genialen Konstrukteurs Bob Sagreve vorgeführt wird und zwar auf unserer Uebungsbahn. Ich möchte dabei gleich darauf aufmerksam machen, dass unsere Bahn ein Ausfahren des Wagens nicht im entferntesten zulässt. Trotzdem werden Sie, wie ich hoffe, einen kleinen Begriff bekommen von den hervorragenden Eigenschaften des Wagens, seines schnellen Antriebes, kurz, seiner einzigartigen Konstmktionsdurchbildung!» Mit grossem Beifall wurden diese entschiedenen Worte aufgenommen. Nur einige Unentwegte, der Kreis um Konsul Shuman herum, enthielten sich jeder Zustimmung. Mit betont ruhiger Stimme setzte Shuman die Tagesordnung fort. Gegen sechs Stimmen wurde der geforderten Kapitalerhöhung stattgegeben. Clifferton hatte einen inneren Sieg erfochten, der ihm die frohe Zuversicht gab, sein Werk, das Werk Bob Sagreves, zu einem glücklichen Ende zu führen — trotz der Widerstände, die sich dem von allen Seiten in den Weg stellten! Russland will eine Automobilfabrik. Gegenwärtig führt der Aafsichtsratvorsitzendc der russischen Staatsbank in New York Verhandlungen, um den Bau einer grossen russischen Automobilfabrik einzuleiten. Handhupen In Polen. Znr Vermeidung Obermassigen Lärms haben die Verwaltungen einiger polnischen Städte den Entschluss ge« fasst, in Zukunft das elektrische Hupen zu verbieten und nur noch Handhupen zn gestatten, Welche durch ihren einheitlichen Klang den Signallärm erträglich gestalten sollen. Ungarn will die Automobileinfuhr erdrosseln. Die ungarische Regierung hat an alle Behörden das Verbot ergehen lassen, ausländische Automobile anzukaufen. Das Verbot erstreckt sich aber auch auf sämtliche Privatunternehmungen, die in irgend einer Weise mit den Behörden in Verbindung stehen. Es ist klar, dass unter diesen Umständen der ungarische Automobilhandel in eine schwierige Situation gerät. Dies um so mehr, da die ungarische Automobilindustrie den Anforderungen des Marktes noch in keiner Weise genügen kann. Wir denken, dass die scharfe Massnahme der ungarischen Regierung von den automobilausführenden Ländern nicht ohne weiteres geschluckt werden wird- -ei- Autotransporte nach England. Um den Transport von Automobilen nach England möglichst zu erleichtern und zu verbilligen, hat die Firma Townsend Brothers in London einen neuen Transportdienst über den Kanal geschaffen, für den folgender Fahrplan vorgesehen ist: Dover ab: 10.30 Uhr; Calais an: 13 Uhr; Calais ab: 15 Uhr; Dover an: 17.30 Uhr. Das Automobil kann am Quai Paul Devot in Calais auf das Ferry-Boat verladen werden und wird in der Ostrade des Hafens von Dover wiederum zur Verfügung seines Besitzers gestellt. Der Transport muss 24 Stunden zum voraus angemeldet werden. Die Tarifansätze sind abgestellt auf den Radstand des Wagens und variieren von zwei Pfund Sterling für einen Radstand von 2,60 m bis zu 6 Pfund Sterling für einen solchen von 3,20 m für die einfache Fahrt. Für die Hin- und Rückfahrt beträgt der Retourpreis 3,5-10 Pfund Sterling. Im Versicherungsfalle kommt hiezu noch die Schiffsversicherungsprämie. Die Retourbillette haben eine Gültigkeit von 30 Tagen. s. Zahlen aus dem englischen Motorfahrzeugwesen. Die bereinigten Ergebnisse der auf 30. September 1928 abgeschlossenen Motorfahrzeugkontrolle sind vom Verkehrsministerium in einer kleinen Publikation kürzlich bekanntgegeben worden, die in Zahlen den enormen Aufschwung im englischen Verkehrswesen festhält. Eine Gegenüberstellung der Ergebnisse mit denjenigen des Vorjahres wird besser als jeder Kommentar die rapide Zunahme an Motorfahrzeugen aller Art dokumentieren. Zahl der verkehrsberechtigten Fahrzeug«. am 30. Sept. am 30. Sept< 1923 1927 Pereonenfahrzeuj« 884.645 786.610 Motorräder 712.583 681.410 Last- u. Lieferungswagen 305.744 282 905 Taxameterautos 95.412 95 526 Total 1.998.384 1.846.451 Die Gesamtzunahme innerhalb Jahresfrist beträgt demnach rund 152,000 Motorfahrzeuge, wobei die Personen wage/i weitaus an erster Stelle stehen. Interessant ist, wie die Zahl der Taxis stationär bleibt, was wohl auch dadurch begründet wird, dass durch die vermehrte Zahl an Selbstfahrern die Nachfrage nach Taxameterfahrten entsprechend nachlässt. Zudem ist den Taxametern mancherorts, so vorab in London,' die sogenannte Kundensuche mittels Piratenfahrt untersagt Um nicht an bestimmten Plätzen auf die Fahrgäste warten zu müssen, pflegte ein grosser Teil der Chauffeure in ganz langsamem Tempo durch die Hauptverkehrsadern za btrmmeln bis sie von Passanten angehalten nnd für irgend eine Fahrt verpflichtet worden.- Um den Verkehr zu entlasten, haben die Behörden aber diese Bummelfahrten zwecks Kundenwerbung verboten. Da natürlich auf die Hauptstadt der Löwenanteil am Fahrzeugzuwachs entfällt, so kann man sich vorstellen, vor welch gewaltige Aufgaben die Verkehrspolizei und Verwaltungsbe- Der Nachmittag auf der World-Bahn wurde für die meisten Herren, die den Sagreve- Wagen in Fahrt sehen konnten, zu einem Erlebnis. Bob Sagreve, der seinen blauen Wagen selbst steuerte, wurde stürmisch gefeiert. Und hinter einer Ecke der grossen Starttribüne stand Anatole Etienne, stand mit geballten Fäusten und wutverzerrtem Gesicht. «Mein ist der Rekord, mein bleibt er!» murmelte er zwischen zusammengebissenen Zähnen. Der Rekardwagen wurde in seine Halle geschoben. Langsam zerstreuten sich die Zuschauer. Mit grossen Schritten wandte sich auch endlich Etienne von seinem Beobachtungsort und verschwand bald hinter den Werkanlagen. Jonathan Stups blickte mit unbeweglichem Gesicht dem Davoneilenden nach. Dann ging er langsam und als letzter dem Ausgang zu. Hinter ihm verklang allmählich der Lärm in den Werkstätten rings um die Worldbahn. (Fortsetzung folgt.)

MO 10 _ IQ'MI ähörden gestellt werden, wenn sie der unaufhaltsam steigenden Verkehrsintensität Herr werden sollen. bi. Das Gericht mit besonderer Abteilung jür Verkehrsfälle. Die unvollständige und stark veraltete Verkehrsgesetzgebung zwingt den Richter, in vielen Fällen nach eigenem. Ermessen zu entscheiden. Da aber der Mehrzahl der Richter die Verhältnisse im Strassenverkehr und die Bedürfnisse des Motorfahrzeugwesens nur theoretisch und auch liier nicht immer sehr durchgreifend bekannt sind, so häuften sich überall Entscheide, die für weite Kreise unverständlich waren. Die Verkehrsverbände ergriffen deshalb 'die Initiative, um den Gerichtsinstanzen, sei es durch theoretische Kurse, sei es durch Anschauungsunterricht als Selbstfahrer oder Passagier, das Wesen des modernen Verkehrs vertrauter zu machen. In vielen grossen Städten des Auslandes sind derartige Kurse mit grossem* Erfolg durchgeführt worden. Allein diese Massnahme gibt noch nicht genügend Gewähr, dass nun von den betreffenden Richtern nach einheitlichen Grundsätzen und mit dem nämlichen Verständnis Für Verkehrsangelegenheiten geurteilt wird. Man ging deshalb noch einen Schritt weiter und forderte besondere Gerichte, deren Notwendigkeit bei der Stets zunehmenden Zahl von gerichtlich auszutragenden Fällen, die mit dem Verkehr in Beziehung stehen, ernstlich wohl kaum bestritten werden kann. Den Berlinern war es vorbehalten, im 'deutschsprachigen Gebiet bahnbrechend hier vorzugehen. Seit Anfang dieses Jahres besteht beim Amtsgericht des Kreises Berlin- IMitte eine besondere Zivilabteilung für Verikehrssachen. Es sollen noch weitere Gerichte vom nämlichen Rang in gleicherweise erweitert werden und auch die Landgerichte "werden in absehbarer Zeit über eine, spezielle Kammer für Verkehrsstjaffälle verfügen. Der Vorsitzende des ersten Spezialgerichtes besitzt den Führerschein als Automobilist und als Strassenbahnführer und verfügt deshalb nicht nur über eine als Passagier erworbene Erfahrung in Verkehrssachen. Bei uns in der Schweiz es all die Behörden und Instanzen wohl noch Jahre erdauern müssen, bis man auch hier zu der so notwendigen Reorganisation resp. Ergänzung 'der Rechtssprechung in Verkehrssachen kommt. Dafür sind wir so fortschrittliche Demokraten und die in Berlin . . . .! z. Nicht nur die Richter, sondern auch die (Mitglieder der Verkehrsausschüsse müssen jmtofahren lernen — aber bitte nicht bei nns In der Schweiz, das kommt vielleicht auch ieinmal, sondern in Preussen. Nachdem die Spreussische Justizverwaltung angeordne.t hat, dass die vornehmlich mit Verkehrsunfällen beschäftigten Richter das Autofahren erlernen müssen, gedenkt nun auch der preussische Minister des Innern für die Mitglieder des Reichstages, die sich mit Automobilverkehrsfragen zu befassen haben, in der staatlichen Polizeischule für Technik und Verkehr in Berlin einen Lehrgang zur Erlernung des Autofahrens einzurichten. Der Gedanke ist zu begrüssen, denn über Sachen urteilen zu müssen, die man nicht kennt, fällt schwer. Der praktische Anschauungsunterricht dürfte auch hier nicht ohne gute Folgen sein. -t. SPORTLICHES Der erste grosso Preis von Monte-Carlo wird am 14. April stattfinden und den Namen tragen: «Grosser Preia der Geschwindigkeit von Monte- Carlo», lt. Sternfahrt nach Wien. Der österreichische Äutomobjlclub gedenkt unter Mitwirkung der Fremdenverkehrskommission vom 3. bis 9. Juni dieses Jahres eine grosszügig angelegte Sternfahrt nach Wien durchzuführen. Die Sahara als Rennbahn. Nachdem durch verschiedene Saharadurchquerungen die Möglichkeit des Automobilbotriubes in der Wüste erwiesen wurde, be- «chloss dfe algerische Regierung, im Jahre 1930 in der Sahara ein frosses Automobil-Rennen auf einer Rundstrecke von 7000 km in 5 Etappen austragen zu lassen. Das Rennen soll ais «Gros^er Preis der Sahara» bezeichnet werden. lt. Schweiztrische Automobilmeisterschaft 1929. Es wird den Mitgliedern des Automobil-Clubs der Schweiz mitgeteilt, dasa das Reglement für die schweizerische Automobilmeisterschaft 1929 nächstens den Interessenten durch die Nationale Sportikommission zugesandt werden wird. Dieses Regletnent wird ausserdem in der schweizerischen Sportpreise veröffentlicht werden. r Wie bereits gemeldet, wurde die Reglementierung ider diesjährigen Meisterschaft nach neuen Grundsätzen aufgestellt, und wir zweifeln nicht daran, dass die neue Formel den Beifall der zahlreichen lAnhänger des Automobilsportes finden wird. Gtbrauchswertprüfung 1929 des A.D.A.C. Die technische Kommission des Allgemeinen Deutschen iAutomobil-Clubs hat nach eingehenden Besprechungen und als Resultat der Auswertung der Gebrauchs, nnd Wirtschaftlichkeita-Prüfung des Vorjahres nunmehr die Autschreibung für die II. A.DAC.-Gebrauchswertprüfung 1929 fertiggestellt. In Deutschland, sowohl in der Industrie als auch in den Kreißen der Verbraucher, und besonders der Grossverbraucher, erwartet man die neue Ausschreibung mit besonderem Interesse. Die Veranstaltung die auf breiteste Basis gestellt werden wird, umfasst 4ie Beteiligung von Personenwagen, Motorrädern mit und ohne Seitenwagen, Dreiradwagen, Omnibussen und Lastwagen und wird vom 4. bis 7. Juni 1929 zur Durchführung kommen. lt. Winter-Sternfahrt nach Garmiseh-Parienkirchen. Der traditionelle Winterwettbewerb des Bayrischen Automobil-Clubs war der erste grössere Auftakt der deutschen Autosportsaison 1929. Er darf neben dem von Wiesbaden als der wichtigste deutsche Zielfahrt-Wettbowerb angesprochen werden. Die Sternfahrer hatten die Aufgabe, innerhalb 96 Stunden eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Dio Lüftlinie diente als Wertungsgrundlage. Ein Fahrer durfte jedoch täglich nicht mehr als 600 km zurücklegen. Wie die Monte-Carlo-Fahrer hatten auch die Sterafahrer nach Garmisch-Partenkirchen mit ausserordentlichen winterlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Innerhalb den vier Fahrtagen schwirrten die Fahrer a-us allen Zipfeln Europas heran. Ein Wagen kam gogar aus Brest im Westen Frankreichs. Obschon dieser Fahrer in Frankreich viel mit Glatteis zu kämpfen hatte, erwies sich seine Startortberechnung als die beste. Mit 1170 km Luftlinie fuhr Hermann Prinz zu Leiningen auf seinem Mercedes-Benz die weiteste Strecke. Der zweite Preisträger, J. F. Wessel, ebenfalls auf Mercedes- Benz, startete in Skagen an der äus'sersten N'ordspitze Jütlands. Die beiden Mercedes-Benz-Wagen des Prinzen zu Leiningen und von Wessel erreichten mit dem Inhaber des 6. Ranges, des D.K.W.-Fahrers Simons, pünktlich um 3 Uhr nachmittags bei Garmisch das Ziel. Das Ergebnis der Sternfahrt lautet: 1. Hermann Prinz zu Leiningen (Mercedes- Benz), Abfanrtsort Brest, Luftlinie 1170 km; 2. J. F. Wessel (Mercedes-Benz), Abfahrtsart Skagen in Dänemark, 1150 km; 3. Frau Lotte Bahr-Berlin (Steyr), Abfahrtsort Tarragona, 1030 km; 4. Siegfried Dörschlag-Berlin (Mercedes- Benz), Abfahxtsort Braunsberg in Ostpreussen. 985 km; 5. Kurt Andersen-Starnberg (Opel), Abfahrtsort dänische Grenze bei Flensburg, 840 km; 6. Simons-Berlin (D.K.W.-Wagon), Startort Flensburg- Stadt. 830 km. lt. Ausstellungen Vor dem Genfer Salon. Wir stehen 6 Wochen vor der Eröffnung des Salons. An der erheblichen Arbeit des Sekretariates lässt sich erkennen, dass sich der Salon auch dieses Jahr eines grossen Zuspruches erfreuen wird. Die Zweiteilung des Salons erschwerte allerdings in bestimmten Beziehungen die Arbeit der Organisatoren. Verschiedene Zubehörfabrikanten haben sich noch nicht entschlossen, ob sie schon im ersten Teile oder erst im zweiten ihre Erzeugnisse ausstellen werden. Das «Syndikat der importierenden Motorradfirmen> ist mit der Verlegung des Motorradsalons Ende April nicht einverstanden und stellte daher an das Komitee das Gesuch, ihm für den ersten Salon einen Anbau, speziell für Motorräder, erstellen zu lassen. Das Syndikat vortritt eino Gruppe von 25 Marken, gegenüber 79 Marken, dio in der Schweiz vertreten sind. Es ist nicht anzunehmen, dass das P A AUTOMOBIL-REVUE Organisationskomitee des Salons diesem Begehren entsprechen wird. Für die Sternfahrt nach dem Genfer Salon sind bereits die ersten Anmeldungen eingetroffen. Dafi Organisationskomitee wird, um einen Ueberfluss von Anmeldungen zu vermeiden, für jeden Etappenkopf eine Maximalzahl von Einschreibungen zum voraus fixieren. Damit lässt sich das Total der Einschreibungen für jeden Etappenkopf und die genaue Liste der Fahrenden frühzeitig genug bestimmen. Die Vorbereitungsarbeiten wurden vom Präsidenten der A. C. S.-Sektion Genf, Hrn. Albert Chantre, und den Herren Brieger und Grolimond in Angriff genommen, lt. Akademisches. Der Präsident des Initiativkomitees für den Bau einer Automobilstrasse Bern-Thun, Herr M. Nytfeler, hat vor einigen Tagen an der Universität Bern die Doktorprüfung als Dr. rer. pol. mit Erfolg bestanden. Seine Dissertation lautet: «Die Wirtschaftlichkeit eines schweizerischen Automobilstrasisennetzes». Wir entbieten Herrn Dr. M. Nyffeler unsere herzlichsten Gratulationen. waltung einen Beitrag von 70 000 Franken zugesichert hat. -ey.^ An die Korrektion der Staatsstrasse Thun-Hilter- hat der Regierungsrat des Kantons Bern Frankreich und seine Autostrassen. Derfingen, französische Verkehrsminister gibt sich alle einen Maximalbeitrag von 173 600 Franken, oder Mühe, um den automobilistischen Touristenverkehr in verstärktem Masse in sein Land wäre nun die dringend nötige Instandslellung der 35 Prozent, zugewiesen. Dieser Beitrag soll als Loskaufsumme von der Erhaltungspflicht gelten. Damit zu ziehen. Da zum Unterhalt der französischen Autostrassen die Gelder des stark benützten Strasse gesichert, doch hat noch staatlichen Fiskus nicht genügen, hat die französische Kammer beschlossen, auf einen Hektoliter Benzin eine Abgabe von zehn Franken vorzuschlagen. Mit dieser Benzinsteuer hofft die Kommission, jährlich 160 Millionen Franken einbringen zu können. Die französischen Automobilisten werden sich über den neuen Beutezug weidlich freuen! f Packard I LAristocrate Americaine Geschmeidigkeit, | M. Guyot, Chaux-de-Fonds Albert Schmidt S. A., Genf R. Volz, Thun Die Autopostkursfrage im Domleischg scheint nicht vom Fleck kommen zu wollen, so sehr die Talschaft in der Hauptsache das neue Verkehrsmittel begrüssen würde! So scheint auch die Postverwaltung Bedenken in die Rendite dieses Kurses zu haben. Jedenfalls würde man von den Gemeinden an dio Betriebsdefizite keine Beiträge erwarten dürfen. Das Dorf Feldis aber würde diesen Autopostkurs sehr begrüssen, denn diese sonnig und erhaben gelegene Gemeinde hat eine unbestreitbare Zukunft als Kurort des Mittelstandes und infolgedessen auch ein begreifliches Interesse an guten Postverbindungen, wie sie die veraltete Pferdepost leider nicht zu vermitteln vermag. —ey. Wegen dem Anhalten und Stehenlassen des Automobils am linksseitigen Trottolr, wurden seinerzeit vom Gerichtspräsidenten in Biel verschiedene Automobilisten zu Bussen und Kosten verurteilt Gegen dieses Urteil bat dann, wie wir seinerzeit bereits Kraft und Formenschönheit ist 1 in den Packard-8-Zylinder- | Wagen vereinigt, die den §• Automobilkonstruktionen | der ganzen Welt als Vor- [ bild dienen. r f Ash the man who oum one Werner Risch, Zürich [C K AI R D kurz gemeldet haben, der Kechtskonsulent der Sektion Seeland des A. C. S., Herr Oberst Römer, Fürsprecher in Biel, an das bernische Obergericht appelliert. Die erste Strafkammer desselben hat nun dieses Urteil aufgehoben und dem Staate auch dis Kosten des Verfahrens und der Verteidigung auferlegt. Dieses Urteil ist von weitgehender Bedeutung, um so mehr, als noch ca. 70 Strafanzeigen gleichen Inhaltes gegen Bieler und auswärtige Automobilisten beim Riehterarrt in Biel pendent sind. Dieselben dürfen nun nach dem vorerwähnten obergerichtlichen Urteil als erledigt angesehen werden. Unter Beachtung eventueller ortspolizeilicher Vorschriften dürfen die Automobilisten in Biel also auch inskünftig wieder ruhig an beiden Strassenseiten anhalten, ohne sich dadurch eines Verstosses gegen die Fahrvorschriften schuldig zu machen. -ey. Strassen An die Kosten der Erstellung einer Zufahrtssfrasse zur neuen Rheinbrücke Salez-Ruggell ist der Gemeinde Sennwald ein Staatsbeitrag von 15 Prozent, im Maximum 15 000 Franken, zugesprochen worden. Dieser Strassenbau bedeutet für die Gemeinde Sennwald eine grosse Leistung und es i3t anerkennenswert, dass die eidgenössische Zollver- die Gemeinde Thun zu diesem Entschluss Stellung zu nehmen. -ey. Das Strassenprojekt Samaden-Punt-Muraigl durch die breitgelagerte Campagnoebene ist anlässlich der Budgetberatung in der Gemeindeversammlung von Samaden besprochen worden. Dieses Projekt stammt bekanntlich vom schweizerischen Automobil-Club. Die geplante acht Meter breite Rennstrasse, die im Hinblick auf das nächsten Sommer zur Durchführung gelangende grosse Automobilrennen geschaffen werden soll, wird von der Shell- Gesellschaft auf eigene Kosten gebaut. Jedoch muss die Gemeinde den Boden und das Material gratis abgeben. Sowohl der Gemeinderat als auch die Gemeindeversammlung von Samaden haben dem Projekt zugestimmt. —ey. Der Motorfahrzeunverkehr auf der Axenstrasse wird sich in der kommenden Saison, nach Aufhebung der Autotaxen im Gebiete des Kantons Uri ganz beträchtlich vermehren. Die Hauptlast wird als Zufahrtsstrasse in den Kanton wohl die Axenstj;asse tragen müssen. Diese, wegen ihrer Naturschönheiten in der ganzen Welt berühmte Strasse, wird nun ohne Zweifel den neuen, vormehrten Verkehrsverhältnissen augepasst und in guten Zustand gestellt werden müssen. Vor allem ist es nötig, dass die Staubbekämpfung durch eine Teerung der Strasse gefördert wird. Die ganze Strasse sollte staubfrei werden. Der kantonale Bauverein von Uri trägt sich mit dem Gedanken, durch grosse Warnungstafeln quer, über die Strasse bei der Landesgrenze in Sisikon, an der Teilplatte und bei Flüelen die Höchstgeschwindigkeit für Motorfahrzeuge bekannt ca. geben, tun Unglücksfälle nach Möglichkeit zu verhüten. Wegen den im letzten Jahr passierten Verkehrsunfällen wird auch die Vergröeserung der Kurve durch Wegsprengen der hindernden Felsen, überall durchgeführt werden müssen, -ey, Kantonale Abstimmung in Schwyz. Di© kantonale* Vollziehungsverordnung zum Konkordat über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern, wogegen die Automobil- und Motorradverbände das Referendum ergriffen hatten, ist am 3. Februar 1929 mit 3034 Ja gegen 1649 Nein angenommen worden. Bekanntlich ist vor der Abstimmung zwischen den Vertretern der Motorfahrzeugbesitzer und der Regierung eine Einigung erfolgt, dahingehend, dass den Ansprüchen der erstem in den wesentlichsten Punkten entsprochen werden soll, so dass diese keinen Anlass mehr hatten, gegen die Vollziehungsverordnung Stellung zu nehmen. Das Referendum konnte nicht mehr zurückgezogen werden. Die dennoch erreichte bedeutende Zahl von Nein wird der schwyzerischen Regierung den Beweis erbracht haben, dass ohne vorhergehende Einigung die Vollziehungsverordnung vom Schwyzervolke jedenfalls bachab geschickt worden wäre. -t. A- C. S. A. C. S. BERN. Maskenball vom 9. Februar. Der Vorverkauf der Karten im Touristikbureau der Berner Handelsbank hat gestern begonnen und wird bis zum 8. Februar dauern. Wir erinnern, daran, dasa die Karten im Vorverkauf nur Fr< 6.— kosten, an der Abendkasse hingegen Fr. 10. , Der Abend ist als geschlossene Veranstaltung unter der Devise « La Boheme ä Paris » gedacht. In einem Zirkular, das allen Mitgliedern zugesandt wurde, ist die Kostümfrage näher erörtert worden. Am Abend ist für die Teilnehmer ein Coiffeur, ein Photograrph und ein Kostümvermieter im Kasino zur Verfügung. Auf dem Kasinoplatz und in der Kesslergassa wird der Autopark der Teilnehmer bewacht. ]t. A. C. S. TESSIN. Die Generalversammlung wird am 17. Februar im Hotel Biaggi in Lugano stattfinden. Den Mitgliedern der Sektion ist eine freie Rückfahrt aus Italien in den Kanton Tessin zu jeder Nachtzeit zugesichert, sofern sie sich zuvor beim Sekretariat in Lugano oder beim Vertreter des A.G.S. in Chiasso einschreiben lassen. lt Generalversammlung der Syndikalkammer der Automobil-, Fahrrad- und Zubehörindustrie. Am nächsten Freitag, den 8. Februar, werden im Bürgerhaus Bern, die Mitglieder der Syndikalkammer der Automobil-, Fahrrad- und Zubehörindustrie zusammentreten, um ihre Generalversammlung abzuhalten und das 25jährige Jubiläum zu. feiern, lt,