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E_1929_Zeitung_Nr.006

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10 AUTOMOBrUREVUC

10 AUTOMOBrUREVUC 1929 — N° 6 Wagenwäsche. «irischer Dreck ziert den Wanderer!» lautet ein altes, derbes Sprichwort. In übertragendem Sinne hat diese Behauptung auch für ein Motorfahrzeug Geltung. Wenn man aber weiter denkt, so sind naturgemäss gewisse Arbeiten notwendig, um ein Motorfahrzeug nach längerer oder kürzerer Fahrt wieder instand zu setzen, piese Arbeiten werden zusammengefasst als Wagenwäsche bezeichnet, und es wird einmal nötig sein, sich mit der Wagenwäsche an einem Motorfahrzeug auseinanderzusetzen und einige nützliche Winke und Ratschläge zu erteilen. Die Wartung eines Motorfahrzeuges hat einen doppelten Zweck. Zunächst soll sie das Fahrzeug (und seinen Besitzer) stets als flotte Erscheinung präsentieren lassen. Macht der Wagen einen sauberen, gepflegten Eindruck, so kann man leicht auch dasselbe von dem Besitzer annehmen. Der zweite Grund geht aber noch weiter : Wird das Fahrzeug immer sauber gehalten, gut geschmiert und in jeder Hinsicht gut behandelt, so wird sich seine ^Lebensdauer verlängern und seine Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit während der Betriebsdauer erhalten. Für das Waschen und Abschmieren des Wagens treffe man besondere Vorkehrungen, die diese Arbeiten erleichtern sollen. Der Platz soll mit einem Wasseranschluss versehen sein, damit ein Schlauch mit Brause verwendet werden kann. Ferner muss das Wasser leicht und ohne dass es lange auf dem Boden steht, abfliessen können. Zum Oelen und Fetten der Reibungsstellen des Wagens sind die hierfür bestimmten Schmiermaterialien zu nehmen. Obgleich die zu verwendenden Mengen nicht vorher bestimmt werden können, so gewöhne man sich an reichliche Schmierung ohne offenbare Verschwendung. Ueberfliessendes Oel wird von den Schmierstellen sofort entfernt, weil sich sonst daran Staub- und Schmutznester bilden. Der Platz zur Wagenwäsche soll überdacht sein, damit der Wagen im Schatten steht, bzw. im Winter vor der Einwirkung der Kälte geschützt ist. Alle Schmutzstellen werden zunächst mit der Brause ausgiebig unter Wasser gesetzt. Man löst sie dann mit einem nassen Schwamm völlig ab und trocknet die Karosserie mit einem weichen Leder nach. Es gibt auch für die Karosseriewäsche im Handel besondere Reinigungsmittel, die den schönen Glanz der Lackierung erhalten und schnell und gründlich jeden Schmutz beseitigen. Der Besitzer, der etwas auf sein Fahrzeug hält, wird sich dieser Reinigungsmittel bedienen. Auf dem Lack darf kein Wasser zurückbleiben. Darauf ist besonders zu achten. Es entstehen sonst hässliche helle Flecken, die" nicht wieder zu beseitigen sind. Der Wagen soll nicht eher gewaschen werden, als bis sich der Motor völlig abgekühlt hat, und zwar gilt das insbesondere für die Motorhaube, deren Lackierung andernfalls Risse bekommen kann. Man hüte sich davor, Lichtmaschine, Anlassmotor, Zündeinrichtung u. dgl. bei der Wäsche des Wagens unter Wasser zu setzen, da dadurch leicht die Funktion dieser Einrichtungen gestört wird. Benzinhaltiges Wasser oder gar reines Benzin bezw. Benzol sind bei der Wagenwäsche und der Behandlung der lackierten Karosserie strengstens zu vermeiden, weil dadurch der Lack angegriffen wird. Ist die Lackierung wieder blank und sauber, so kann man sie von Zeit zu Zeit mit •einem guten, säurefreien Polierwasser nachpolieren. Hierzu verwendet man am besten Watte, mit der man das Poliermittel aufträgt und langsam in kreisender Bewegung einreibt. Auch Polierwasser gibt es im Handel, doch sei man bei der Auswahl vorsichtig und verwende nur ein bewährtes Fabrikat. Nach der Lackierung sind die übrigen Teile des Wagens in ähnlich sorgsamer Weise zu reinigen und nachzuarbeiten. Alle Nickel- oder vernickelten Teile können hin und wieder mit einer einwandfreien Putzpomade abgerieben werden. Man kann ein Putzmittel auch selbst aus feingeschlämmter Kreide und Wasser bereiten. Ist der alte Glanz wieder hergestellt, so bedeckt man die Teile mit geringen Mengen Vaseline. Man kann diese gegebenenfalls mit Benzin verdünnen, wodurch ihre Ergiebigkeit grösser wird. Wagenteile aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen können mit Benzin oder Benzol behandelt werden. Ein weiteres, gut brauchbares Aluminiumputzmittel, das speziell für blanke oder polierte Flächen zu empfehlen ist, besteht aus fünf Teilen Schlämmkreide und zehn Teilen Salmiak in 75 Teilen Wasser. Poliert wird mit welchem Lederlappen. Die Leder- oder Stoffpolsterung der Sitze oder die Innenverkleidung des Wagens reinigt man am besten mit Benzin und einer schwachen warmen Seifenlauge. Befinden sich in dem Leder oder in dem Stoff Flecken, so sind diese mit einem guten Fleckenwasser zu beseitigen. Damit das Leder nicht vorzeitig brüchig und hart wird, empfiehlt es sich, es hin und wieder mit reinem Olivenöl abzureiben. Man kann auch hierzu Klauen- oder Knochenöl nehmen, doch ist das erstgenannte besser. Ist das Leder durch längeren Gebrauch matt und unansehnlich geworden, so lässt es sich leicht mit Eiweiss auffrischen. Man reibt das Eiweiss mit einem weichen Lappen kräftig ein und wird bald den Erfolg feststellen. Befinden sich im Wagen Gummimatten, so dürfen diese (wie auch die Gummibereifung) niemals mit Fett, Oel oder Benzin in Berührung kommen, weil sie dadurch zerstört werden. Gummi darf auch nicht übermässiger Kälte oder Hitze ausgesetzt werden, weil es sonst schadhaft wird. Sehr hässlich sieht es aus, wenn Stahlteile am Wagen Rostansatz haben. Am besten ist es natürlich, wenn man es gar nicht erst zum Rosten kommen lässt. Einige Rostschutzmittel sollen hier, folgen: 55 Teile Wachs und ein Teil wasserfreies Wollfett werden bei massiger Erwärmung in ebensoviel Teilen Terpentinöl aufgelöst. Die entstandene Paste streicht man nicht zu dick auf die zu schützenden Teile auf. Ein ebenso gutes, rostschützendes Mittel bereitet man aus acht Teilen reinem, wasserfreiem Wollfett und fünf Teilen flüssigem Paraffin. Auch Wachs in Benzin oder Benzol aufgelöst verhindert bei regelnlässiger Anwendung das Rosten. Hat sich bereits Rost gebildet, so muss er beseitigt werden. Ein leichter Rostanilug wird mit Fett oder besser noch Mohnöl abgerieben. Ist die Oxydation schon weiter vorgeschritten, so sind geeignete Rostlösemittel anzuwenden. Solche sind : 5 Gramm Tragant-Gummi in 200 Gramm Wasser vollständig aufgeweicht. Zinkstaub in einer Lösung von 100 Gramm Aetznatron und 1 Liter Wasser. Auch Zinkchlorür in starker Lösung entfernt Rost. Nach Anwendung vorgenannter Rostentfernungsmittel sind die Teile mit Ammoniaklösung und danach mit reichlich klarem Wasser nachzuwaschen, worauf man sie einfettet, zweckmässig mit vorerwähnten Rostschutzmitteln. N. Vergiftungsgefahr in Garagen. Vielfach trifft man auf die Meinung, dass das giftige Kohlenoxydgas sich nur über dem Boden einer Garage, in Putzgruben, überhaupt an den tiefsten Stellen des betreffenden Raumes aufhalte und dass infolgedessen ein Aufenthalt im betreffenden Raum ungefährlich sei, wenn man sich nicht bücke. Durch Oeffnen eines Fensters glaubt man die Gefahr vollends beseitigen zu können, weil ja dann das Kohlenoxyd «abfliessen» kann, bevor es die Atmungshöhe erreicht. Diese falsche Auffassung ist darauf zurückzuführen, dass Kohlenoxydgas vielfach als spezifisch schwerer als Luft bezeichnet wird. Das stimmt aber nicht. Kohlenoxyd wiegt nur 0,967 mal so viel als Luft, es ist also leichter als diese. Es hält sich infolgedessen schwebend und hat sogar eine leichte Tendenz zum Aufsteigen. Man trifft wohl häufig Vergiftete am Boden liegend an; sie werden aber in den meisten Fällen aufrecht stehend vergiftet worden und dann plötzlich zusammengestürzt sein. Ausgesprochen an den tiefsten Stellen hält sich dagegen das ebenfalls dem Auspuff entströmende Kohlendioxyd auf, das 1,529 mal so viel wiegt wie Luft. Dieses Gas ist aber lange nicht so gefährlich wie Kohlenoxyd. Es ruft mehr nur vorübergehende Erstikkungserscheinungen hervor, während Kohlenoxyd die roten Blutkörperchen zerstört und damit die lebenswichtige Sauerstoffaufnahme in den Lungen unterbindet. Hinzu tritt beim Kohlenoxyd eine spezifische Giftwirkung auf das Nervensystem. Bei einer Konzentration von 0,3 % Kohlenoxyd tritt der Tod schon nach 15 Minuten ein, wogegen erst 25 %• Kohlendioxyd in der gleichen Zeit zur Katastrophe führen. Man kann also sagen, dass das leichtere Kohlenoxyd ungefähr 80 mal giftiger wirkt. Da das Kohlenoxyd den ganzen Atmungs j bereich eines Raumes bis zur Decke erfüllen kann, sei hier dringend geraten, sich nie mit einem laufenden Motor in einem geschlossenen Raum aufzuhalten, sei es auch nur für noch so kurze Zeit. Die sonst auftretenden Kopfschmerzen zeigen Kohlenoxyd schon in geringer Menge an, aber leider kann dann die Vergiftung des Blutes schon weit fortgeschritten sein. Selbst in Fällen tödlicher Vergiftung wurde kurz vor dem Zusammenbruch auch nichts anderes als ein leichten Kopfschmerz verspürt. m. 23,000 Itixis ä travers l'-Afrique: c'est ce qu'a re'alise' la celebre 10 cv Cette formidable randonne*e aecomplie en 103 jours est une vdritable de*monstration d'endurance et de re*- gularite\ Une fois de plus la F.N. a prouve d'une faejon e*clatante la supe'riorite' de sa construetion. CONFORT — ELEGANCE — ROBUSTESSE ET LONGEVITE

N ß 6 — 1929 ÄTJTOMOB!L-FEVU£ 11 T«*dhi Sp Frage 7028. Spezialgiesserei für Autozylinder. Kann mir ein Leser die Adresse emer Spezial- Giosserei für Autozylinder empfehlen? A. S. in Z. Frage 7029. Gebrauch alten Oels. 1. Ich möchte Sie anfragen, ol> man das Oei, welches herausgelassen wird nach langem Fahren, auf eine billige Art raffinieren kann zum Wiedergebrauch? 2. Wie ist die Batterie zu behandeln, wenn man den Wagen den Winter hindurch nicht benützt? 3. Kann man ein Hörn von 12 Volt auf 6 Volt abändern? Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir über diese Fragen Aufschluss geben könnten. H. R. in N. Antwort- Es gibt bis jetzt kein Verfahren, das dem Privatmann erlaubt, gebrauchtes Oel wieder verwendungsfähig zu machen. Die bis jetzt dazu bekannten Verfahren eignen sich nur für grösserc Betriebe, da die erforderlichen Anlagen einen Betrieb im kleinen unrentabel machen würden. Die Batterie muss mindestens monatlich einmal aufgeladen werden, auch dann, wenn sie gar nicht benutzt wird. Andere Massnanmen sind nicht erforderlich. Es ist durchaus nicht ratsam, die Abänderung eines Harns von 12 Volt auf 6 Volt selbst vorzunehmen. Die Wicklungen müssen dazu ausgewechselt und neu abgestimmt werden. Uebertragen Sie die Umänderung dem Vertreter, der die erforderlichen Ersatzteile direkt zur Hand hat und deshalb am billigsten wird arbeiten können. th. Frage 7030. Gefrierschutz. Die Urteile von Autofachleuten über Beigabe von Glyzerin und Sprit in das Autokühlerwasser zur Verhinderung des Einfrierens sind oft sehr verschieden, d. h. nicht immer günstig überzeugend und ich gestatte mir daher, die Anfrage an den Leserkreis zu richten: Wirkt eine Beigabe von Glyzerin und Sprit in das Kühlerwasser gegen das Einfrieren absolut ? Gegebenenfalls, in welchen Mengen muss diese Mischung, auf einen 6 Zyl. 14 PS. Motor vorgenommen werden ? Besteht keine Gefahr, da.ss sich diese beiden Zusatzmittel bei längerem Mchtgebrauch des Wagens wieder aus dem Wasser ausscheiden und von neuem Gefriergefahr entsteht ? Wirken diese Mittel in keiner Weise schädlich auf die Motorteile ? Der betreffende Wagen ist in einer leicht gemauerten Garage untergebracht, in welcher keinerlei Heizmöglichkeit besteht. A. A. in T. Antwort: Wenn Alkohol oder Glyzerin in ge- :iiigi;nd grosser Menge dem Kühlwasser beigemischt werden, ist ein Gefrierschutz praktisch sicher gewährleistet. Der Gefrierpunkt sinkt um so tiefer, je mehr Alkohol oder Glyzerin beigemischt werden. Praktisch genügt ein Alkoholzusatz von 30% oder ein Glyzerinzusatz von 50%. In beiden Fällen ist das Kühlsystem noch bei einer Kälte von 20 Grad Celsius unter Null vor dem Einfrieren sicher. Alkohol und Glyzerin können dem Wasser auch zusammen beigemischt werden, z. B. im Mischungsverhältnis von 60% Wasser, 15% Alkohol und 15% Glyzerin. Das Gemisch ist bis hinunter zu —18 Grad Celsius frostsicher. Wenn Alkohol beigemischt wird, muss mit der leichten Verdampfung dieses Stoffes gerechnet und durch periodisches Nachfüllen von Alkohol das richtige Konzontrationsverhältnis konstant gehalten werden. Die Schwierigkeit, ein Zuviel oder Zuwenig dabei zu vermeiden, stellt einen Nachteil de« Alkohols als Frostschutzmittel dar. Glyzerin verhält sich in dieser Hinsicht besser, weil es nicht verdunstet. Es ist aber beträchtlich teurer, wenn auch sein Preis in den letzten Jahren beträchtlich heruntergegangen ist. Eine Entmischung findet bei Anwendung keines der beiden Mittel statt. Schädigungen des Motors sind nicht zu befürchten, wenn beim Einkauf speziell säurefreies Glyzerin verlangt wird. Alkohol (in der Form von Sprit) ist ohnehin harmlos. th. Frage 7031. Rollwiderstand und Luftwiderstand. Wie verhalten sich bei einem Automobil der Rollwiderstand und der Luftwiderstand gegeneinander? Welcher ist im allgemeinen grösser und wie können diese Widerstände berechnet werden? H. G. in B. Antwort: Die in der beistehenden graphischen Darstellung eingezeichneten Verlustleistungskurvon geben Ihnen ein klares Bild von der Grosse des Rollwiderstandes und des Luftwiderstandes bei den verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten. Sie zeigen, dass der Rollwiderstand (R) bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 50 Stundenkilometer den Luftwiderstand überwiegt, dass aber von hier an der Luftwiderstand (L) rasch selir stark zunimmt und schliesslich bei 120 Stundenkilometer Geschwindigkeit fast das Fünffache des Rollwiderstandes bo^ trägt. Der Rollwiderstand nimmt proportional mit der Geschwindigkeit zu, während der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst. Die Kurven stellen das Ergebnis eines Versuches mit einem 1,9 Tonnen schweren Wagen dar, der der Luft eine W T idofstandsfläche von 2 Quadratmetern bot. Die RollwiderstandSizahl u ist hauptsächlich von der Art der Strasse abhängig. Sie stellt die Anzahl kg dar. die notwendig sind, um ein Gewicht von 1 Tonne in Bewegung zu halten. Die Leistung des Rollwiderstandes berechnet sich nach der Formel V . G . u r 3.6 . 75 worin V die Geschwindigkeit in Stundenkilometern und G das Wagengewicht in Tonnen bedeuten. Für u kann der Erfahrungswert 16 kg angenommen werden, der einen Durchschnitt darstellt. Der Luftwiderstand ist abhängig von der Fahrgeschwindigkeit, der dem Wind dargebotenen Fläche des Wagens und dessen Form. Als Windfläche F ist der Querschnitt des Wagens in m 2 anzunehmen. Der Luftwiderstand berechnet sich dann nach der Formel ze = 0,0052 x- F . c, wobei c von der Form des Wagens abhängt. th. Frage 7032. Garagenbau. Ich beabsichige, fünf Autoboxen zu erstellen. Wie lang und wie breit werden solche im Minimum gewöhnlich berechnet und was für Einfahrtoie sind beliebt? K. Fü. Antwort Die praktisch angewandten Masse schwanken zwischen 2,5 X 5 m und 4 X 8 m Breite und Länge und zwischen 2,0 bis 3,6 m Höhe. Eine Breite von 2,5 m, Länge von 5 m und Höhe von 2,5 m'sollte nicht unterschritten werden, wenn die Boxen verschiedenartige Fahrzeuge aufnehmen können sollen. An Boxenvorschlüssen steht Ihnen eine ganze Anzahl verschiedener Lösungen zur Verfügung. Bei der Auswahl unter ihnen werden wohl die örtlichen Verhältnisse den Ausschlag geben. So spricht z. B. ein sehr beschränkter Raum für den Rolladenverschluss usw Ohne nähere Kenntnis der Einzelheiten hat es keinen Sinn, Sie hierin beraten zu wollen. Ein Urteil über die Bewährung der verschiedenen Ausführungsarten überlassen wir dem Leserkreis. M. Frage 7033. Kilometerkosten. Ich bin seit einigen Tagen Besitzer eines Sechszylinderwagens, Modoll 1929. 15,2 Steuer-PS., Karosserie Coach. Ich reise mit dem Wagen für ein Zürcher Geschäft und muss der Geschäftsleitung die in ihrem Auftrag gefahrenen Kilometer verrechnen. Ich ersuche Sie nun um Mitteilung, wie hoch ich diesen Selbstkostenpreis für den gefahrenen Kilometer einsetzen soll, unter folgenden Voraussetzungen: 1. Total gefahrene Kilometer pro Jahr: 10000 bis 12 000. 2. Verbrauch für 100 km: 15 Liter Benzin. Verbrauch für 1500 km: 6 Liter Oel. 3. Der Wagen ist vollkommen fabrikneu. Ich will denselben in fünf Jahren abschreiben. Neupreis des Wagens: 10 350 Fr. 4. Die Garagemiete beträgt per Monat 60 Fr. 5. Ich bin für den Wagen nur die obligatorische Haftpflichtversicherung eingegangen. Auf eine Kaskoversicherung glaube ich verzichten zu können, da ich schon seit sechs Jahren Selbstfahrer bin. M. W. in Z. Antwort Sie worden bei den von Ihnen erwähnten Voraussetzungen mit einem Kilometerpreis von rund 45 Cts. zu rechnen haben. Dieser verhältnismässig hohe Betrag ist auf die proportional zum jährlichen Gebrauch etwas zu kurzfristig bemessene Amortisation zurückzuführen. Eine Nach- Prüfung und Korrektur dieser Betriebsrechnung auf Grund weiterer Erfahrungen ist notwendig. th. Frage 7034. Kühlung der Auslassventile. Zu welchem Zweck bringt man bei wassergekühlten Motoren kleine Kerzen mit Kühlrippen an? Wie arbeiten diese Kühlkerzen? A.V.inR. Antwort Diese Kerzen sind ganz einfach kleine Kühlorgane, die in den Teilen des Motors angebracht werden, die einer starken Erhitzung während des Betriebes ausgesetzt sind. Grosse Erhitzungserscheinungen zeigen sich vor allem, üi der Nähe der Auslassventile. Gewöhnlich wird der Wassermantel bei diesen Motoren in der Nähe der Auslassventile grösser dimensioniert, damit das Auslassventil durch Ueberhitzimg nicht zu früh Schaden leidet. Mit einem kleinen Trick lässt sich die Erhitzung in der Nähe der Auslassventile leicht herabmindern, indem man eine Kerze, wie wir sie in der Abbildung zeigen, als Kühlorgan benutzt. Ihre Verwendung ist aber aus technischen Gründen nur bei seitlich gesteuerten Motoren möglich. Die Kühlkerzen sind bei einzelnen Konstruktionen über dem Ein- und Auslassvontil angebracht, um die Symmetrie zu berücksichtigen. Die Kühlkerzen bestehen aus einem zylindrischen Hohlkörper der in seinem obern Teil mit Kühlrippen und unten mit einer Verschraubung vorsehen ist. Die Kühlrippen sind gleich gebaut wie die Kühlrippen von Motorradzylindern.. Im Hohlraum der Kühlrippen ist eine Flüssigkeit eingeschlossen, die den Raum gut zur Hälfte ausfüllt. Die Kühlung vollzieht sich nach dem Prinzip der Kondensation. Die Flüssigkeit entwickelt unter der Einwirkung der Wärme der Umgebung Dämpfe, die im Innern der Zündkerze aufsteigen. Diese Dämpfe werden im obern Teil ahgekühlt, denn die obere- Partie mit den Kühlrippen vermag die Wärme rasch an die Aussenluft weiter zu geben. Die Flüssigkeit kondensiert sich an den Wänden und läuft wiederum in den untern Teil zurück. So entsteht im Innern der Zündkerze eine Art Kreislauf, die den Wärmeaustausch vermittelt. wlt. Habt ein Nachsehen mit alten Leuten und nehmt es ihnen nicht übel, wenn sie sich den heutigen Verkehrsverhältnissen ungsrne anpassen wollen. Gegen fixe Ideen ist kein Kraut gewachsen. agerw«rke3.Schmid-Roojt.A.-G..0erlikor> &ROI1EMAGER äHÄNGElAGER QCCASION! MfiTHIS Torpedo, äJteres Modoll, mit elektr. Licht und Anlasser, guter Läufer, neu bereift. Preis Fr. 700.—. Daselbst: 7180 BERLIET Torpedo, mit olektr. Licht und Anlasser, gut bereift, in fahrbereitem Zustd., zu nur Fr. 900.—. Offorten gefl. unt. Chiffre 10774- an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen Lasfwanen in gutem Zustand, Preis Fr. 700.— gegen bar. 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