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E_1929_Zeitung_Nr.007

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AUTOMOBTL-REVim

AUTOMOBTL-REVim 1929 — N" 7 Automobilstalistik der Schweiz Ende 1928 (nach den Angaben des kantonalen Automobil-Bureau). Kanton Personenwagen LastwagenTotal der Automobile^JJ *Motorräderwoöner »mTotal Motorfahrzeugniur pro" E i n w o h n e r u n d L a s t w a g e n v a b t k i l u o t o r - a d T i M k e l 1926 | 1927 | 19281926 j 1927 | 19281926 | 19271928 19281926 | 1927192819281926| 1927 [ 19281928 Aargau AppenzeU A.-Rh. . . Appenzell I.-Rh.. Baselstadt. . . . . . Baselland Bern, deutsch . . . . Freibarg, deutsch Glaras . Graubünden. . . . . Luzern . . . . . . . St. Gallen Schaffhausen . . . . Schwyz. • « « « • • Solothura Thurgau . . . . . . Unterwaiden . . . . OWalden üri Wallis, deutsch . . . Zug Zürich Total Fnbourg Gen6ve Neuohätel Vaud Valais Jura bernois . . . . Total Tessin Ganze Schweiz ... 1. Im Kanton Bern hat sich die Zahl der Lastwagen dadurch vermindert, daes die Camionnetten von einer Tonne dieses Jahr von der Kategorie Lastwagen in die Kategorie Tourenwagen versetzt wurden. 2. Zum erstenmal wurde eine genaue Statistik für den Kanton Wallis aufgestellt: die Zahlen der vorhergehenden Jahre waren approximatif. »ehe Polizeidirektor auf den gleichen Standpunkt wie der bernische, indem er betonte, dass eine wirksame Automobilkontrolle nur von der Polizei in Zivil ausgeübt werden könne und das Anhalten des fehlbaren Automobilisten eine Kontrolle verunmöglichen würde. Wir müssen diesen Standpunkt auf das entschiedenste missbilligen. Was in einer Reihe von Kantonen durchführbar ist, sollte auch in dem sonst so fortschrittlichen Kanton Zürich ebenfalls möglich sein. Zürich braucht sich an Bern kein Beispiel zu nehmen. Die schönste Aufgabe des Verkehrspolizisten ist zu erziehen und nicht zu strafen. Die versteckten Kontrollen sind und bleiben etwas Unmoralisches. Für ihre Beseitigung sollten sämtliche Ratsmitglieder zu haben sein. Es ist klar, dass der Eisenbahnvertreter, Herr Kantonsrat Knaegi, für weitgehende Einschränkung des Nachtverkehrs votierte. Es ist Jedoch zu hoffen, dass der zürcherische Kantonsrat einsichtig genug ist, um die stark zunehmenden Motorfahrzeugbesitzer im Kanton Zürich von einer Schikane und einer eigentlichen praktischen Unmöglichkeit, wie sie das Nachtfahrverbot darstellt, zu verschonen. Wir haben Einschränkungen genug, wir brauchen keine neuen mehr, die alten haben zu fallen, und was speziell das Nachfahrverbot anbetrifft, ist es in Anbetracht der fortgeschrittenen Technik gar nicht mehr zu verantworten, -t. Zur Reduktion der Gütertaxen. zum Protest der Basler Motorfahrzeugbesitzer betreffend Automobilhaftpflicht. \ Der gewaltige Aufmarsch der Basler Motorfahrzeugbesitzer gegen die geplante Neuregelung der Automobilhaftpflicht hat ihren ersten Erfolg gezeitigt. Im Kantonsblatt erlässt dsa Polizeidepartement eine Bekannt- In Ölten tagte vor einigen Tagen der Verband schweizerischer Anschlussgeleise- und Privatgüterwagen - Besitrer. Ueber hundert Mann hatten sich zu dieser bedeutsamen Tagung eingefunden. Da dem Verbände die weitaus grössten Frachtzahler der Schweiz angehören, kommt der Versammlung vermehrte Bedeutung zu. Herr Generaldirektor Niquille referierte über die Vorschläge der Generaldirektion der Bundesbahnen betreffend die Ermässigung der Gütertaxen. Wie vorauszusehen war, huldigte die Versammlung der Ansicht, dass es bei diesem ersten Schritt nicht bleiben könne, sondern dass eine weitere Ermässigung durch Herabsetzung der Ausnahmstarife für wirtschaftlich wichtige und urentbehrliche Rohstoffe, wie Kohle, Eisen, machung betreffend Holz, Baumaterialien usw. eintreten müsse. Die Versammlung sprach die Erwartung aus, dass die Bundesbahnen sich den volkswirtschaftlichen Erwägungen des Verbandes nicht \erschliessen, sondern denselben bei dem von ihnen in Aussicht genommenen Taxabbau Rechnung tragen werden. Automobiltechnische Kurse am kantonalen Technikum in Biel. Unsere Leser werden sich erinnern, wie wir im letzten Jahre verschiedentlich der Wichtigkeit der Einführung automobiltechnischer Kurse an unsern technischen Mittelschulen das Wort redeten. Erfreulicherweise ist der Gedanke im Kanton Bern durch die Direktion des Innern als auch durch die Direktion des Technikums Biel aufgenommen worden. Ein Entwurf ist ausgearbeitet, der am Technikum Biel die Einführung von automobiltechnischen Kursen vorsieht. Es ist nicht daran zu zweifeln, dass die Aufsichtskommission den Plan gutheissen wird. Wir beglückwünschen den Direktor des Technikums Biel, Herrn Svayer, als 240.7761.6601.9 ) 5 2 . 2 9 9 5 1 9 5 6 5 6 8 9 2 1 . 7 9 2 . 5 6 0 2 . 9 8 8 J 80.52.5503.1203.80463.24.7295.6808.79235.7 5 5 . 3 5 4 3 3 5 4 2 7 4 3 2 4 6 4 6 5 3 3 8 1 4 7 3 4 8 5 1 1 4 . 1 2 0 3 2 4 0 3 5 2 1 5 7 . 2 5 8 4 7 1 3 8 3 7 6 6 . 1 1 4 . 6 1 4 3 6 4 4 4 9 1 4 3 3 7 4 8 5 2 2 8 1 2 4 3 4 4 3 3 3 9 . 7 6 1 8 2 9 5 1 5 3 . 8 140.7081.6012.0092.4887869439772.3872.9523.46540.67601.0061.132124.23.1473.9584.69730.6 8 2 . 3 9 0 6 6 8 8 6 4 9 4 1 ' 2 5 7 2 9 1 4 7 7 9 2 5 1 . 1 5 5 1 . 4 1 8 5 8 . 1 6 4 5 9 1 8 1 . 1 8 8 6 9 . 4 1 . 5 7 0 2 . 0 7 3 2 . 6 0 4 3 1 . 6 635.2205.1816.1547.1591.0261.2481.1236.2077.4028.28264.63.6754.7276.50997.19.88212.12918.79138.8 3 7 . 5 4 9 2 3 0 2 6 8 3 2 4 1 8 2 1 2 8 2 4 8 2 8 9 8 5 ? 1 0 6 . 6 1 0 3 1 1 9 2 8 0 1 3 . 4 3 5 1 4 0 8 6 3 2 5 9 . 4 3 3 . 8 3 4 2 0 6 2 2 7 2 5 0 5 1 6 0 7 0 2 5 7 2 8 7 3 2 0 1 0 5 , 7 7 7 9 6 1 1 9 3 3 4 3 8 3 4 3 9 7 7 1 1 9 . 8 5 4 2 7 8 3 9 5 6 2 5 1 9 2 0 3 9 2 9 7 4 1 5 6 6 4 1 8 0 . 6 2 7 5 4 3 2 6 9 8 1 7 1 . 5 5 7 2 8 4 7 1 . 3 6 2 8 7 . 9 177.0731.4861.8821.9903044987431.7902.3802.73364.71.0051.3501.650107.32.7953.7304.38340.4 295.5431.9002.3112.7224354835532.3352.7943.27590.29441.4741.839160.73.2794.2685.11467.7 6 0 . 4 2 8 3 9 9 4 6 8 5 5 4 9 0 1 0 2 9 9 4 8 9 5 7 0 6 5 3 7 7 . 2 3 3 5 4 5 7 5 4 0 9 3 . 3 8 2 4 1 . 0 2 7 1 . 1 9 3 4 2 . 2 6 9 . 7 3 1 3 6 3 3 9 3 4 5 8 6 9 8 4 8 8 4 1 2 4 7 7 5 4 8 1 0 9 . 3 2 7 4 3 6 2 6 0 0 1 1 9 . 4 6 8 6 8 3 9 1 . 0 4 6 6 7 . 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Und 36.9 I auch Herrn Regierungsrat Joss für ihre Initiative und für den Weitblick, den sie für automobilistische Fragen bekunden. -t. Die Aktion der Basler Motorfahrzeugbesitzer in der Versicherungsfrage ist bis zum Punkt gediehen, dass die Verkehrsbewilligungen von der kantonalen Automobilkontrolle nun ausgegeben werden, entweder nach Vorlage des von den konzessionierten Versicherungsgesellschaften erteilten Ausweises oder gegen Vorlage einer Prämienquittung zu einer Versicherungspolice, in der die Garantiesummen von Fr. 30,000 bei einer verunglückten Person, Fr. 100,000 bzw. Fr. 50,000 bei mehreren verunglückten pej^ sonen und Fr. 5000 bei Sachschaden enthalten sind. Es ist dies das, was das Aktionskomitee von den Behörden verlangt hat. Unmittelbar bevor stehen nun weitere Verhandlungen mit den Versicherungsgesellschaften des Konzerns, die den neuen Tarif in vollem Umfang überall in den Policen zur Anwendung bringen möchten, in denen die Garantiesummen erhöht werden müssen. Das Aktionskomitee verlangt dagegen, dass der neue Tarif bloss für die eigentliche Erhöhung eintreten soll und dass bis zur Grenze der alten Summen die bestehenden Verträge respektiert werden müssen, widrigenfalls den Versicherungsnehmern empfohlen wird, bei den bisherigen Gesellschaften sich bloss in der Höhe der alten Garantiesummen zu decken und für die verlangte Mehrleistung bei einer ausserhalb des Konzerns stehenden Versicherungsgesellschaft eine Zusatzver- -sicherung abzuschliessen. Ueber das Ergebnis wird wahrscheinlich in nächster Nummer berichtet werden können. Q Ein erster Erfolg. Haftpflichtversicherung der Motorfahrzeuge, von der die Versiche : rungsnehmer gewiss mit grosser Genugtuung Kenntnis nehmen werden. Die Verordnung lautet: «Unter Widerruf des von den Versicherungsagenturen an die Motorfahrzeugbesitzer versandten Zirkulars der kantonalen Automobilkontrolle vom Dezember 1928 wird folgendes bekanntgegeben: Die Verkehrsbewilligung für Motorfahrzeuge wird erteilt, wenn dur Nachweis für den Abschluss einer Haftpflichtversicherung erbracht wird, die- fol^ gende Bedingungen erfüllt: Sie muss den Bestimmungen des Artikels 11 des Konkordates über eine einheitliche Verordnung betr. den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vom 7. April 1914 entsprechen. Hierzu gehört auch der Einschluss der Haftpflicht jener Personen in die Versicherung, die gelegentlich oder dauernd im Auftrag oder im Einverständnis des Versicherten das Fahrzeug lenken. Sie muss den Verordnungen vom 4. und 22. Dezember 1928 entsprechen, also für mindestens folgende Beträge abgeschlossen sein: für eine verunfallte Person Fr. 30,000 für das Unfallereignis: für ein Motorrad > 50,000 für einen Motorwagen » 100,000 gegen Sachschäden für das Unfallereignis > 5,000 Für die Höhe der Versicherungssummen für Ausserdem werden auf Wunsch Lotsen Autooannibusse und für Lastautos, die zur Personenbeförderung verwendet werden, gilt Artikel 5 vermittelt. Auch die Organisation eines des Beschlusses des Regierungsrates vom 1. November 1921 betreffend Ergänzung des Konkordates über tounfällen und der Nachweis von Reparatur- Sonntagsdienstes für Hilfeleistungen bei Au- eine einheitliche Verordnung betreffend den Verkehr stellen, die ausserhalb der üblichen Geschäftszeit geöffnet sind, soll in den Aufgabenkreis mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern. Die in Artikel 11 des vorgenannten Konkordates enthaltene Vorschrift, wonach bei jedem Unfall ein der Automobilstationen gehören. Die Autostationen sollen ausser in München in allen Teil des entstandenen Schadens von der Versicherung ausgeschlossen ist und vom Versicherten selbst grösseren bayrischen Städten und an den getragen werden muss, gilt nicht für die Versicherung gegen Sachschaden. Wird eine solche Klausel auch bezüglich des Sachschadens in den Versicherungsvertrag aufgenommen, so darf der nichtgedeckte Betrag Fr. 50 nicht übersteigen. In bezug auf die Anwendung des Art. 14, Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag gilt die dem Polizeidepartement im Sommer 1928 abgegebene Erklärung der Versicherungsgesellschaften. Die Aufnahme einer ihr entsprechenden Bestimmung in den Versicherungsvertrag (Police) ist nicht erforderlich- ' "; " Der Nachweis, dass'ein-diese Bedingungen erfüllender Versicherungsvertrag abgeschlossen worden ist, kann erbracht werden durch die Vorlage der von einer Versicherungsgesellschaft unterzeichneten Bescheinigung, für welche die Versicherungsgesellschaften die Formulare von der Automobilkontrolle erhalten haben, oder durch Vorlage des Versicherungsvertrages (Police) und der für das Jahr 1929 gültigen Prämienquittung.» Es bleibt vorläufig für die Versicherungsnehmer also alles beim alten, sofem die Policen die erhöhten Garantiesummen enthalten. Bekanntlich wurde dagegen keine Opposition gemacht. Der Weg zu ruhigen Verhandlungen ist nun frei; die Polizeidirektion Basel hätte sich, sofern sie rechtzeitig mit den interessierten Verbänden in Verbindung getreten wäre, die für sich gewiss unangenehme Geschichte ersparen können, -ei- Betriebsergebnisse bernischer Dekretsbahnen. mehr leiden kann, ist nur dann möglich, wenn Die Betriebsergebnisse pro 1928 der ber-dinischen Dekretsbahnen weisen folgende Zah- Stadt einmal weiss, wie sich die dortigen len auf: Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn: Total der Betriebseinnahmen für Bahn und Schiff: Fr. 12,416,209 (Vorjahr Fr. 12,019,516), Betriebsaugaben : Fr. 8,541,547 (Vorjahr 8,419,949). — Bern-Neuenburg-Bahn: Betriebseinnahmen Fr. 2,229,583 (Vorjahr 2,072,423) ; Betriebsausgaben Fr. 1,743,701 (Vorjahr 1,908,540). — Bern-Schwarzenburg- Bahn: Betriebseinnahmen Fr. 626,733 (Vorjahr 598,819), Betriebsausgaben: Fr 454,713 (Vorjahr 481,771). — Gürbetalbahn: Betriebseinnahmen Fr. 1,664,405 (Vorjahr 1,623,643); Betriebsausgaben: Fr. 1,139,094 (Vorjahr 1,120,100). Wie aus diesen Zahlen zu ersehen ist, haben auch die bernischen Privatbahnen, das Grüpplein Sorgenkinder der bernischen Regierung, auf der ganzen Linie besser abgeschnitten als im Vorjahre. Ein Beweis mehr, wie die Bahnen bei richtiger Führung und in Verfolgung kaufmännischer Prinzipien trotz des Automobils vorwärtskommen können, -t. «Autostationen» an den Münchner Einfallstrassen. Der Bayrische Automobilclub hat seiner Geschäftstelle ein Zentral-Touristen- Bureau angegliedert, das durch Errichtung von Auskunftskiosken an den Einfahrtsstrassen der Städte erweitert werden soll. In diesen Kiosken, die als «Autostationen» bezeichnet werden sollen, wird der fremde Automobilist einen Stadtplan mit besonders gekennzeichneten Eihfahrtsstrassen, eine Zusammenfassung der Verkehrsvorschriften usw. erhalten. Landesigrenzen errichtet werden. An den Grenzstationen erhalten die nach Bayern kommenden Automobilisten vor allem auch Aufschlüsse über die günstigsten Fahrstrassen, über die Strassenverhältnisse etc. rdv» Zürcherische Projekte für Verkehrsverbesserungen. Die Diskussion über Verkehrsfragen ist mit dem Problem des Bahnhofumbaues wieder stark in Fluss gekommen, weshalb der Zürcher Pressverein es für zweckmässig erachtete, seine Mitglieder durch einen kompetenten Fachmann über den Stand der Dinge orientieren zu lassen. Herr Arch. Hippenmeyer stellte sich in verdankenswerter Weise zur Verfügung und gab anlässlich der letzten Versammlung einen vorzüglichen Ueberblick über die verschiedenen Projekte, welche die städtischen Behörden zurzeit beschäftigen. Bei der Würdigung der verschieb denen Vorschläge für den Bahnhofumbau, wobei vor allem das Projekt Gull, das unsern Lesern bekannt ist, eingehend dargestellt wurde, wies der Referent mit Nachdruck daraufhin, wie notwendig ein baldiger endgültiger Entscheid in dieser Angelegenheit ist. Ein« befriedigende Verkehrsregelung am Bahnhof-* platz, deren Neugestaltung keinen Aufschub Platzverhältnisse künftig gestalten werden. Solange dies nicht bekannt ist, tappen die Behörden im Ungewissen, sind an der Durchführung der vorgesehenen Massnahmen behindert und riskieren, dass grössere Summen für Arbeiten ausgelegt werden, die sich, je nach dem Entscheide der S.B.B, in der Bahnhoffrage, eventuell als unnötig oder doch als unzweckmässig herausstellen könnten. Wenn auch demnächst eine Einigung bezüglich des Projektes Gull erreicht werden könnte, so vergehen doch noch einige Jahre, bis zu dessen vollständiger Verwirklichung. In der Zwischenzeit muss aber unbedingt etwas vorgekehrt werden, da die derzeitigen Verhältnisse den Verkehrsbedürfnissen bei weitem nicht mehr entsprechen. Es sind für die Verkehrsregelung am Bahnhofplatz drei grundsätzliche Lösungen möglich: Einmal könnte rund um den Bahnhof eine breite Insel gelegt werden, in der sich auch die Tramschienen befinden. Daran würde sich erst der Fahrstreifen für den Durchgangsverkehr anschliessen. Für die Fussgänger und Strassenbahnen wäre dies günstig, da auf diese Weise die Umsteigestellen nahe zusammengelegt werden könnten und die Strassenbahnbenützer nicht erst die Fahrbahn durchaueren müssen, bevor sie die Tramways erreichen. Es verbliebe aber nur sehr wenig freier Raum für parkierende, an- und wegfahrende Wagen, ein Nachteil, der bei dem intensiven Autoverkehr in jenem Gebiet schwer ins Gewicht fallen müsste. Es könnte aber auch der gesamte Fahrverkehr durch die Strassenbahn getrennt werden, indem deren Schienenanlagen in die

N° 7 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE Mitte des Platzes verlegt werden, so dass sich der Fahrverkehr auf beiden Seiten nur je in einer Richtung abwickelt. Dies würde aber den Nachteil bringen, dass der durchgehende. Verkehr unmittelbar an den Bahnhof herangerückt wäre und die Fussgänger beim Ausgang aus dem Gebäude unmittelbar in die Fahrbahn hineingeraten, wie dies schon heute der Fall ist. Wohl der beste Ausweg ist die dritte Variante, die auch der Referent bevorzugt, durch welche der Platz so aufgeteilt wird, dass an das Bahnhofgebäude anschliessend der Bahnhofverkehr sich abwickeln kann. An diesen Streifen grenzt der Schienenstrang der Strassenbahn und vom Bahnhof am weitesten abgelegen würde der Durchgangsverkehr abgewickelt. In der anstossenden Gessnerallee kann für genügend Raum für stationierende Autos und Taxis gesorgt werden. Der Verkehr selbst würde in einzelnen Hauptabschnitten im Kreiselsystem organisiert und abgewickelt. Was die Bahnhofstrasse anbetrifft, so sind die verschiedensten Möglichkeiten, die Fahrbahn verbreitern zu können, geprüft worden. lieber diese Untersuchungen äusserte sich in der nachfolgenden Diskussion vor allem Herr Stadtrat Kruck, der in einem vorzüglichen Votum das Referat ergänzte. Die Verwaltung hat vor allem daran gedacht, die untere Bahnhofstrasse vom Tramverkehr vollständig zu befreien und den Strassenbahnverkehr via Seidengasse-Löwenplatz nach dem Bahnhof zu leiten. Die für die Umleitung in Frage kommenden Strassen sind aber teilweise selbst so schmal, dass neben dem Tram kaum noch ein anderes Vehikel dort verkehren könnte. Es bleibt demnach vorläufig kein anderer Ausweg, als doch die beidseitigen Baumreihen allmählich zu beseitigen. Demnächst soll der Anfang gemacht werden, indem von der « Trülie » bis zum Bahnhof auf einer Seite vorläufig die Bäume gefällt werden, um die Verbreiterung wenigstens einer Fahrbahn zu ermöglichen. Es folgt sodann die rechte Seite der Strecke zwischen Schützengasse und Bahnhofplatz. Die heutige Fahrbahn von neun Meter Breite wird dergestalt auf zwölf Meter verbreitert und die Trottoirs von je 6,5 Meter auf fünf Meter reduziert. Bei diesen Fahrbahndimensionen wird es endlich möglich sein, beidseitig der Schienen einen Fahrstreifen für Autos etc. anzulegen. An bestimmten Orten würden Inseltrottoirs eingelassen, die den Fussgängern und Trarrtbenützern als Stützpunkte dienen können. Es ist zweifelsohne bedauerlich, wenn die Allee dem Verkehr geopfert werden muss, um so mehr, als auch eine Verbreiterung der Fahrbahnen der Strassenüberlastung nie gründlich abhelfen wird. Die einzig richtige Lösung scheint uns nach wir vor die Verlegung der Strasenbahnen, denn im Mittelpunkt des Verkehrs, im eigentlichen Herz einer modernen Stadt hat das Tram mit seiner verkehrshindernden Betriebsweise keine Berechtigung mehr. Die Aenderung des Schienennetzes wäre freilich eine leichtere Sache, wenn der Schanzengraben bereits zur zweistöckigen Verkehrsader ausgebaut wäre, welches Projekt vom Referenten ebenfalls noch gestreift wurde. Die früheren Stadtgräben haben zum grössten Teil bereits dem Wachstum der Stadt weichen müssen, und es ist kein ernstlicher Grund vorhanden, die jetzige Restanlage bestehen zu lassen, da sie nur noch in geringem Masse zur Verschönerung des Stadtbildes beiträgt und auch vom wassertechnischen Standpunkt aus keine besondere Bedeutung mehr hat. Es sind deshalb bereits Pläne ausgearbeitet worden, den Schanzengraben trokken zu legen, in seinemVerlauf etwas zu korrigieren und als zweistöckige Verkerrrsstrasse auszubauen. Das Souterrain, das an Stelle des früheren Grabenbettes treten würde, soll dem schnellen Verkehr vorbehalten bleiben. Auf Niveauhöhe schliessen an beiden ehemaligen Ufern die Strassenbahnen sowie ein Strassenzug für den übrigen Verkehr an. Dieser supermoderne Verkehrszug würde sich trefflich in das bestehende Netz der Hauptstrassen einfügen und wäre sehr geeignet, die aus der Bahnhofstrasse verbannte Strassenbahn aufnehmen. Die Fülle der angeschnittenen Probleme bewies, wie es einer weitblickenden Behörde nie an Studienmaterial mangelt, und haben Vortrag wie Diskussion ergeben, dass die Zürcher Stadtverwaltung den Verkehrsfragen jene Aufmerksamkeit zukommen lässt, die sie erfordern und tatsächlich auch verdienen, z. Schweizerische Flugtouristik. Vortrag Mittelholzer. Auf Einladung des Handwerker- und Gewerbeverbandes und des Handels- und Industrievereins von Bern hielt Herr Direktor ilittelholzer am Mittwoch abend im Bürgerhaus in Bern einen Lichtbildervortrag über die schweizerische Flugtouristik. Der Referent verstand es ausgezeichnet, die Genüsse, die Freuden und Leiden eines Flugpassagiers zu schildern. Immerhin stehen die Leiden in keinem Verhältnis zu den Freuden, denn die Technik hat dafür gesorgt, dass man nun so bequem wie nur irgend möglich durch die Lüfte gondeln kann. Herr Mittelholzer führte die Hörer in einem der becpiemen Passagierflugzeuge der Ad Astra über die prächtigen Landschaften der Nord- und Ostschweiz, von Dübendorf ausgehend über das Gebiet von St. Gallen und Appenzell, über Cbur und die rätischen Berge bis ins schöne Veltlin und ganz nahe an das mächtige Massiv des Monte Disgrazia und zurück über Splügen und Greinapass wieder nach Dübendorf. Andere Bilder zeigten uns die Schönheiten des Tessin, und der Vortragende meinte, es sei nur noch ein Katzensprung nach Genua, und der Flugverkehr habe die Aufgabe, unser Land mit dem Weltmeer zu verknüpfen, unsere Städte gewissermassen zu Vorstädten der grossen Hafenstadt Genua zu machen. Im zweiten Teil seines Vortrages zeigte uns der hervorragende Flieger und Fliegerphotograph wundervolle Bilder aus seinen Alpenflügen über die Walliser Alpen, besonders über dem Gebiete von Zermatt. Mehr als 150 Passagiere haben im letzten Sommer mit Mittelholzer das Matterhorn umflogen, und alle waren entzückt und begeistert von dem Einblick in die Gletscherwelt des Monte Rosa und der übrigen Viertausendex um Zermatt. Dann kehrten wir im Flugzeuge zurück in unsere heimatlichen Berge, ins Berner Oberland. Wem schlug da nicht das Bergsteigerherz, als er die mächtige Gruppe von Eiger, Mönch und Jungfrau unter sich und neben sich erblickte? Dem Flieger zeigt sich die Welt von einer neuen, unbekannten Seite; das Erlebnis eines Alpenfluges ist mit keinem andern zu vergleichen an Mächtigkeit und Tiefe des Eindruckes. Mittelhoher gab dem projektierten Berner Flugplatz eine gute Prognose, denn kein Ort der Schweiz sei geeigneter als Bern zu einem Ausgangspunkt für Alpenflüge. Auch ist nach seiner Erfahrung nirgends der Unterschied von grünen Matten . und Wäldern zu mächtig ansteigenden Schneeriesen so imposant wie im Berner Oberland. Rauschender Beifall lohnte den trefflichen Vortrag unseres sympathischen Fliegers. Der Sekretär des Aktionskomitees für den Flugplatz Bern gab darauf Kenntnis von nachfolgender Resolution: Nach Anhörung eines auf Einladung des Handwerker- und Gewerbeverbandes der Stadt Bern, der Sektion Bern des kantonal-bernischen Handels- und Industrie-Vereins, sowie des Verkehrsvereins der Stadt Bern gehaltenen Lichtbildervortrages von Direktor Walter Mittelholzer, Zürich, über schweizerische Flugtouristik, in welchem der Redner besonders die günstige Lage Berns für dieselbe hervorhob, gibt die stark besuchte Versammlung einmütig der Meinung Ausdruck, dass auf Grund der bisherigen Vorarbeiten mit allen zu Gebote stehenden Kräften an die unverzügliche Verwirklichung des Berner Flugplatz-Projektes geschritten werde, dies um so mehr, als bekannt ist, dass Bern von diesem Frühjahr ab durch die internationale Touristen-Fluglinie Genfersee-Wien bedient wird und dadurch Anschlnss an das europäische Luftrerkehrsnetz erhält und ferner neben touristischen Alpenflügen auch die Organisation von Verbindungsflügen nach andern wichtigen Zentren der Schweiz von Bern aus geplant ist. Diese wurde von den Anwesenden einstimmig angenommen. Wie wir vernehmen, soll der Betrieb auf dem Flugplatze Bern schon Ende Februar 1929 aufgenommen weiden. Gr. Kein Schleudern mehr! SPORTLICH ES Das Bergrennen am Marchairuz. Die beiden Sportkommissionen der Sektionen Genf und Waadt des A. C. S. werden voraussichtlich noch im Verlaufe dieser Woche in gemeinsamer Besprechung die Organisation des Rennens vorbereiten. lt. Sternfahrt nach Monte Carlo. Es war vorauszusehen, dass nach den Schwierigkeiten auf der Fahrt zum Startort sich den Konkurrenten weitere Hindernisse in den Weg stellen werden. Besonders im Norden und Südosten Europas waren verschiedene Fahrer gezwungen, sich ihren Weg unter recht erheblichen Schwierigkeiten durch den Schnee mit der Schaufel, mit einiger List und viel Glück zu bahnen. So wurden aus Stockholm, Athen und Riga verschiedene Absagen nach Monte-Carlo gesandt. Einige Fahrer Hessen sich an der polnischen Grenze einen Schein ausstellen, worauf die Unpassierbarkeit, der Strassen wegen allzu hohen Schnees bescheinigt war. Spezielle Schwierigkeiten verursachten den Wagen mit grosser Spurbreite die tiefen Furchen kleiner Schlitten. Dennoch trafen die Teilnehmer, die bis zum Startort durchgehalten hatten, am Abend des 20. Januar in bester Laune die letzten Vorbereitungen. Der Start in Riga erfolgte am letzten Montag zwischen 12 Uhr 40 und 3 Uhr morgens. Dreizehn Wagen starteten in Abständen von fünf Minuten und schössen munter in die verschneite Winternacht hinaus, um in drei Tagen das frühlingswarme Monte-Carlo zu erreichen.- Je mehr die Fahrer nach dem Westen gelangten, änderten sich zu ihrer Ueberraschun-g die Wegverhältnisse zum Guten. Der Schnee verschwand immer mehr und mehr. In der Gegend von Aachen und Düsseldorf fanden sich nur noch vereiste Strassen vor. Von Westfalen bis gegen Belgien war das Wetter frühlingsmässiig. Doch unerwartet stellte sich an der belgischen Grenze wieder sehr hoher Schnee ein. Erst in der Gegend von Soisson verschwand der Schnee von den Feldern und das Eis von der Strasse, so dass die Strecke nach Paris wieder in einem flotten Tempo genommen werden konnte. Di© Tatsache, dass ein schneller Wagen für die Strecke Brüssel-Paris, d. h. rund 300 km, neun Stunden brauchte, gibt einen bescheidenen Begriff von den winterlichen Hindernissen der Monte-Carlo-Fahrt. Beachten Sie die flache, breit aufliegende Lauffläche mit dem zähen, griffigen Gleitschutz-Profil I Sicheres, geschmeidiges und geräuschloses Fahren, unbedingte Zuverlässigkeit und höchste Kilometerleistung Bessere Reifen gibt es nicht! -PNEUS ERHALTLICH IN ALLEN GUTEN GARAGEN UND SPEZIALGESCHÄFTEN ROYAL CORD IMPORT A.-G. Telephon 1080, 1081, 1082 DORNACHERSTR. 10 DEPOT BASEL: Albanvorstadt 42, Telephon Safran 58.57 DEPOT ZÜRICH: Fabrikstrasse 39, Telephon Selnau 89.97 DEPOT GENF: 1, Rue Pierre Fatio, Telephon Stand 40.25 Die A.C.S.-Strasseninformation. Der Schweizerische Automobil-Club wird in Zukunft periodisch, d. h. 20mal im Jahr, eine Karte mit genauen Mitteilungen über den Zustand der Strassen herausgeben. Eine Neuerung, die gewiss für alle Automobilisten, auch wenn sie dem A. C. S. nicht angehören, wertvolle Dienste leisten wird. Der A. C.S.• Strassen -Information stehen wertvolle technische Mitarbeiter der Vereinigung schweizerischer Strassenfachmänner beiseite, so dass die Veröffentlichungen auf genauen und zuverlässigen Informationen beruhen, stammen doch die Mitteilungen direkt aus den Bureaus der kantonalen Strassenbauingenieure. Die Mitteilungen begnügen sich jedoch nicht nur mit eigentlichen Strasseninformationen, sondern sie werden auch den Automobilisten wertvolle Auskünfte geben über schweizerischen und ausländischen Automobiltourismus. Das Format wurde so gewählt, dass die A. C. S.-Strasseninformation als Strassenkarte praktischste Verwendung finden wird. Auf die A. C. S.-Strasseninformation kann Jederzeit bei der Administration der « Automobil-Revue» abonniert werden. Der Abonnementspreis beträgt nur Fr. 5.—. Die Abonnenten der « Automobil-Revue » erhalten zudem auf den Abonnementsbetrag 20% Rabatt. Ebenso ist Gelegenheit gegeben, auf der Rückseite der Strasseninformation Insertionsmitteilungen aufnehmen zu lassen. Die letzte Tagesetappe, von der uns noch keine genauen Meldungen vorliegen, führte auf sonnigen und schneefreien Strassen der südlichen Stadt entgegen, wo man yon mittags an die Fahrer erwartete. In Monte-Carlo gelangten, im Anschluss an die Sternfahrt, Donnerstags und Freitags weitere Konkurrenzen zum Austrag: Am 24. Januar zwei Runden auf dem Circuit du Col de Braus (160 km), am Freitag ein Wettbewerb über Automobilkomfort. Auf Samstag ist auf der Strecke in Mont-des-Mules (3 km) ein Bergrennen vorgesehen. Die Preisverteilung findet erst am nächsten Dienstag statt. lt. Schwerer Zusammensioss bei der Monte Carlorahrt. Anlässlich der Sternfahrt nach Monte Carlo ist es letzten Dienstag zu einem bedauerlichen Unfall gekommen. Der Unfall ist wohl in allererster Linie dem starken Nebel und den schlechten Strassenverhältnissen zuzuschreiben. In der Nähe von Paderborn kam den beiden Wagen von Caracciola und den Brüdern Birnholz ein Lastwagen entgegen, der Caracciola zum Stoppen veranlasste. Der hinter ihm liegende Birnholz hatte die Situation wohl nicht rechtzeitig genug erkannt und fuhr mit voller Wucht auf den Wanderer-Wagen, so dass der erstere sich drehte und einen 15 Meter tiefen Abhang hinuntersauste. Die beiden Brüder Birnholz kamen mit Schnittwunden davon, während ein mitfahrender Presseberichterstatter und ein Monteur Schulterbrüche erlitten. Der Wagen Caracciola wurde seitlich gegen den Lastwagen gequetscht; Caracciola selbst erlitt Arm- und Brustguetschungen. Sein Mitfahrer Burggaller flog durch ein Fenster hinaus und erlitt Quetschungen und eine leichte Gehirnerschütterung. Der nachfolgende Wagen Bernett nahm sich der Schwerverletzten an und führte sie in das Krankenhaus der «Grauen Schwestern» nach Tirlemont. Bernett und Caracciola haben ihre Weiterfahrt nach Monte Carlo angetreten, jedoch ausser Konkurrenz. Die Pariser Kontrolle für die Teilnehmer an der Sternfahrt nach Monte Carlo ist Mittwoch. 18 Uhr, geschlossen worden, nachdem von den 63 Wagen, deren Weg über Paris führen sollte, im Ganzen nur 28 durchgekommen sind. Die zuletzt aus Brüssel in Paris eingetroffenen Fahrer haben für die 350 km lange Strecke 7 Stunden gebraucht. —ei-^ Alle Midinetten rüsten sich! Vierzehn Tage werden verfliessen und ihr Fest wird plötzlich vor ihnen stehen. Auf den 9. Februar konzentrieren sie all ihr Sehnen, das sich zwischen den tausend und abertausend Nadelstichen ihres ewig gleichen Alltags in den kleinen lebensdurstigen und frohen Herzen ballt. Auch ihnen ist das malerische Fest im Cafe du Dom geweiht. Wer wollte diese herrlichen Geschöpfe vergessen, die durch einen ereignislosen Tag gleichförmiger Arbeit den Mut der Sehnsucht in frohe Abende hineintragen. Sie gehören zwischen die Türme der « Moulin Rouge > und werden sich in leicht beschwingter Art in das Leben der Pariser Boheme finden. Sie kommen aus allen Gauen, denn auch die Stillen in unserem Lande werden nach stadtfernen Wochen mit allen Fasern sich in das Gewoge der Boheme gezogen fühlen. Der grosse Kasinosaal, ein bunter Ausschnitt aus dem innersten Paris (der Bejahung des sprühenden Lebens!), wird am 9. Februar das lebendige Bild einer ungezwungenen Welt sein. Wer wagt es, dem Maskenball der Sektion Bern des A. C. S. fernzubleiben? Der Abend findet in geschlossenem Kreise statt. Jedes Mitglied darf für sich persönlich eine Frei^ karte beziehen, sowie Angehörige und seine Freunde mitnehmen, die er auf seinen weiten Touren kennen und schätzen lernte. Gäste aus andern Sektionen, durch Mitglieder eingeladen, werden willkommen sein. Angehörige und Gäste von Mitgliedern haben das Recht, Karten zu Fr. 6.— im Vorverkauf zu beziehen. Der Vorverkauf der Karten findet vom 4. bis zum 8. Februar im Touristikbureau der Berner Handelsbank statt. Karten an der Abendkasse kosten 10 Franken. Legitimationskarten sind zum Kartenbezug mitzubringen. Wie steht's mit den Kostümen? Haben Sie schon eine bunte und originelle Tracht für sich ausgedacht? Wissen Sie, was die Hauptsache ist? Farben! Bunte, sprechende Farben. Originelle schmissige Gewänder, wie sie auf dem Programm angedeutet sind. Wer in 'Verlegenheit ist. dem wird in den nächsten Tage Hilfe zuteil werden. lt.