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E_1929_Zeitung_Nr.007

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AUTOMOBIL-REVUE

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W7 II. Blatt BERN, 25. Januar 1029 Technische Rundschau Eine neue mechanische Servobremse. Das Bremssystem eines modernen Automobils muss ein Maximum von Sicherheit bieten, da einerseits die Geschwindigkeiten, die im Verkehr zugelassen werden und nötig sind, immer bessere Bremsen erfordern, und anderseits der stets dichtere Verkehr einen ständigen Wechsel zwischen Langsam- und Schnellfahren erfordert. Sichere und schnell- Jtbb. 1. In der obern Figur wird die Bremsung ohne Servoapparat dargestellt. Die übertragene Kraft ist gleich gross wie die aufgewendete Fusskraft. In der untern Figur setzt sich die übertragene Kraft aus der aufgewandten Fusskraft und der Spannkraft der Feder (Federn = Sinnbild der Elastizität des Gestänges), zusammen. wirkende Bremsen gehören zu den wesentlichsten Bedingungen der Verkehrssicherheit eines modernen Wagens. Die vergangenen Jahre brachten eine bedeutende Verbreitung der Servobremsen, Arten von Servobremsen. Ein Servoapparat ist eine Vorrichtung, die entweder parallel oder in Serie in das bestehende Bremssystem eingebaut ist und die Anstrengungen des Fahrers zur Bedienung der Bremse unterstützt oder vervielfacht. Die Mehrzahl der heute in Anwendung stehenden Servobremssysteme arbeiten nach dem unterdruck- oder Vakuumsystem, d. h. ihre Wirksamkeit beruht auf der Druckdifferenz zwischen dem Druck der Atmosphäre und dem Druck in einem Zylinder, der mit der Saugleitung des Motors in Verbindung steht Ein weiteres Servosystem basiert auf dem Reibungseffekt, der sich bei Innenbackenbremsen an der drehenden Bremstrommel ergibt. Hat bei diesem System die Bremswirkung an dem einen von drei Backen begonnen, so wird die Bremskraft durch den Druck des ersten Backens automatisch auf die weitern Backen verstärkt. Je höher die Geschwindigkeit des Fahrzeuges, desto kräftiger die Bremswirkung. Eine neue mechanische Servobremse erschien zum erstenmal im Salon zu Paris und wurde kürzlich dem Markte zugänglich gemacht Sie verbindet mit der erstaunlichen Einfachheit der Konstruktion eine intelligente Lösung der Servobremsung. Ihre Arbeitsweise. Das metallische Gestänge der Bremsen besitzt eine bestimmte Elastizität und erfordert daher bei der Bedienung durch den Führer eine Zusatzanstrengung, die nur den Zweck Abb. 2. Schnittansicht der neuen mechanischen Servobremse: das Gehäuse mit dem Gestänge. Im Innern ist die Rolle und der Oberteil der Kraftspeicherfeder zu erkennen. hat, das Gestänge zu strecken. Entspannt sich dagegen das Bremsgestänge, so geht die darin enthaltene Spannkraft verloren. Der Erfinder verwendet nun eine kräftig dimensionierte Feder, um die Kraft des gespannten Gestänges zu erhalten und sie zum Bremsen heranzuziehen. Wird das, Fusspedal niedergedrückt, so entspannt sich die Feder und unterstützt den Fuss des Führers beim Bremsen. Abb. 3. Die Betätigungsorgane der neuen Servobremse: Rechts Stange zum Bremspedal, links Stange zur Bremstrommel. Das Gehäuse ist im Betrieb mit Oel gefüllt. Nimmt man die Fusskraft, die zur Bedienung der Bremse notwendig ist, zu hundert Einheiten an, so ist die Kraft, die an der Bremstrommel ohne Servoapparat zur Auswirkung gelangt, gleich hundert Einheiten, abzüglich die Reibungsverluste in den Bremsachsen und Bremsgelenken. Die Spannkraft aber, die das Gestänge einer Bremse erträgt, kann dreimal grösser sein, als die Kraft des Fusses. Der Konstrukteur sah daher in seinem System eine Feder vor, welche eine derart grosse Kraft aufzuspeichern imstande ist. Lässt nun der Fahrer das Bremspedal los, so wird durch das Gestänge eine Kraft von vierhundert Einheiten entwickelt, die mit Leichtigkeit eine Wiederspannung der Feder von dreihundert Einheiten bewirken kann. Im Moment der Bremsbedienung gestattet das Gelenksystem eines Spezialgestänges (Abb. 1) und die Einschaltung einer Rolle der Feder, ihre dreihundert Krafteinheiten, die sie aufspeicherte, zugunsten der Bremswirkung von sich zu geben. Die Anstrengung des Führers wird dann vierfach auf die Bremstrommel übertragen. Oder bei einer verlangten festen Bremswirkung hat der II. Blatt BERN, 25. Januar 1929 Führer eine viermal geringere Kraft auf das Pedal abzugeben. Das Prinzip dieses neuen mechanischen Servobremsapparates ist einfach: Die Elastizität des metallischen Bremsgestänges wird zum Spannen einer Feder benützt, die hierauf ihre aufgespeicherte Spannung der Bremswirkung zugute kommen lässt. Der Apparat funktioniert automatisch, d. h. sobald er einmal gespannt ist kann er unendlich oft zur Unterstützung der Bremsbetätigung verwendet werden, ohne dass irgend eine andere Hilfskraft notwendig ist. Jede Bremsauslösung spannt die Feder des Apparates für, die nächste Bremsung. Neben dem Vorzug der Einfachheit der neuen Konstruktion tritt noch der Vorzug minimen Unterhaltes augenfällig zutage, da die Schmierung durch ein Oelbad, mit dem das Gehäuse des Apparates ausgefüllt ist, garantiert ist. wlt. Eine neue Äuspuffturblne als Kompressorantrieb. Schon öfters wurde mit mehr oder weniger Erfolg versucht, die lebendige Kraft der Auspuffgase durch eine Turbine auszunützen und zum Antrieb eines Kompressors heranzuziehen. Im Flugmotorenbau hat man denn auch solche Turbinen bis zur Fabrikationsreife durchentwickelt. Die Empfindlichkeit und Kompliziertheit solcher Anlagen verboten aber bisher ihre Anwendung am Automobil. Besonders die genügende Kühlung der Turbinenschaufeln machte dabei Schwierigkeiten. Eine praktisch einwandfreie Lösung des Problems scheint nun dem deutschen Ingenieur Lorenzen gelungen zu sein. Lorenzen erzielt ausreichende Kühlung des Turbinenlaufrades, indem er dieses hohl ausführt und durch Schaufeln, die im Hohlraum angebracht sind, zum Rotor eines Zentrifugalgebläses macht. Während so auf beiden Seiten des Laufrades die heissen Abgase auf die Tur-i binenschaufeln einwirken, strömt kontinuierlich ein grosser Luftstrom durch das Innere des Laufrades und transportiert die Wärmemengen, die dem Material gefährlich werden können, ab. Je stärker dabei die Einwirkung der heissen Antriebsgase ist, um so schneller, dreht sich das Laufrad, um so grösser ist 23,000 a travers l'Afrique: c'est ce qu'a realise* la celebre Cette formidable randonne*e aecomplie en 103 jours est une ve"ritable de*monstration d'endurance et de r£gularite". Une fois de plus la F.N. a prouve* d'une faejon e*clatante la supe'riQrite' de sa construction. CONFORT — ELEGANCE — ROBUSTESSE ET LONGEVITE