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E_1929_Zeitung_Nr.004

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Einigungsverhandlungen

Einigungsverhandlungen im Kanton Schwyz. Am 10. Januar fand zwischen einer Abordnung des Regierungsrates des Kantons Schwyz und dem Referendumskomitee betreffend der Einführungsverordnung zum Automobilkonkordat eine Konferenz statt. Dabei konnte eine Einigung über alle wesentlichen streitigen Punkte der angefochtenen Verordnung erzielt werden in dem Sinne, dass diese regierungsrätliche Abordnung der Regierung vorschlägt, in der nächsten Kantonsratssitzung die Revision der Verordnung zu beantragen gemäss den vereinbarten Abänderungen; ferner soll die Zustimmung der Fraktionsvorstände des Kantonsrates zu der vorgesehenen Abänderung eingeholt werden. Sofern die Regierung und die Fraktionsvorstände die Zustimmung erteilen, würde der Kampf gegen die Verordnung eingestellt. Da die Verfassung einen Rückzag des Referendums nicht vorsieht, muss die Abstimmung, die auf den 3. Februar angesetzt ist, doch durchgeführt werden. //. Zur Ergänzung der Zürcher Verkehrsvorschriften. Es ist an dieser Stelle bereits einlässlich über das Kreisschreiben des Polizeidepartementes des Kantons Zürich an die Verkehrsinteressentenverbände, Statthalterämter, Polizeidirektionen der Städte Zürich und Winterthur etc. betreffend verschiedene revisionsbedürftige Punkte der Vollziehungsverordnung vom Jahre 1923 berichtet worden. Wie zu erwarten war, haben nun die der Liga der Verkehrsinteressenten des Kantons Zürich angeschlossenen Verbände gemeinsam zu den verschiedenen zur Diskussion gestellten Problemen Stellung bezogen und in einer gemeinsamen Antwort der kantonalen Polizeidirektion die Auffassung der Verkehrsinteressenten bekannt gegeben. Soweit wir orientiert sind, wurde hiebei zu den einzelnen Fragen wie folgt Stellung genommen: 1. Psychotechnische Prüfung. Die Verbände lehnen die Einführung der psychotechnischen Prüfung für alle die Fahrprüfung bestehenden Kandidaten einmal der finanziellen Konsequenzen wegen (Minimalkosten der Prüfung 35 Franken) und dann auch wegen der dadurch bedingten starken Verzögerung in der Ablegung der Prüfung und in der Ausgabe der Pahrbesvilligung ab. Sie sind auch der Ansicht, dass das psychotechnische Institut in Zürich noch nicht derart eingerichtet und speziell für die Prüfung hinsichtlich des Strassenverkehrs zugeschnitten ist, als dass die bezüglichen Prüfungsbefunde als absolut massgebender Ausweis für die Eignung der Kandidaten erklärt werden könnten. Die Vornahme psychotechnischer Prüfungen soll daher nur in Ausnahmefällen (Wahrnehmung körperlicher oder geistiger Mängel bei der Fahrprüfung, bei schweren Unfällen etc.) vorgenommen werden, wobei aber noch der Befund eines kompetenten Spezialarztes beigezogen werden soll. Aber auch dann soll das Urteil der psychotechnischen Prüfung nicht definitiv für die Erteilung oder den Entzug der Fahrbewilligung in die Wagschale fallen dürfen. 2. # Ausbildung der Fahrprüfungskandidaten. Die'verschiedenen Verbände sind der Ansicht, dass heute im Kanton Zürich genügend Möglichkeiten bestehen, um durch die Fahrlehrer oder andere bewährte Fahrer sich eine möglichst gute Ausbildung im Motorfahrzeuglenken anzueignen. Aus diesem Grunde sei davon abzusehen, den Besuch einer obligatorischen Fahrschule vorzuschreiben. Um aber ihre tatkräftige Mitwirkung für eine möglichst gute Ausbildung der Kandidaten zu bekunden, weisen die Verbände speziell darauf hin^ wie sehr die heute im Kanton Zürich übliche Fahrprüfung einer Erweiterung bedarf, indem der Prüfling in vermehrtem Masse auch über den verkehrstechnischen Teil und das Verkehrsgefühl des Fahrers examiniert werden soll. Zu diesem Zwecke ist die Ausgabe einer verkehrstechnischen Anleitung, die alles Wissenswerte enthält und an alle Kandidaten vor der Prüfung abzugeben wäre, durch die kantonale Motorfahrzeugkontrolle vorzusehen und eine bezügliche Instruktion der Experten zu veranlassen. Die Verbände halten es zudem als wünschenswert, dass der Fahrunterricht wenn möglich stets durch solche bewährte Fahrer erteilt werde, die den. Fahrausweis schon seit zwei und mehr Jahren besitzen. 3. Beleuchtung der Fahrzeuge. Erwartungs- Die Produktion der englischen und amerikanischen Henderson-Werke war auf Monate hinaus restlos ausverkauft. — Die World-Motor-Car-Company hatte eine entscheidende Sch'appe erlitten. Die Welt stand in dieser Zeit im Zeichen der Hendersons! — Und der Sagreve-Motor war als Sieger aus diesem Ringen hervorgegangen, als Sieger, von dem die Welt nichts ahnte. — (Fortsetzung folgt.) Eine in Solothurn wohnhafte Automobilistin überfuhr am 14. Juli 1928 auf der Strasse Avenches-Payerne einen Fussgänger, der dabei tödliche Verletzungen erlitt. Der Friedensrichter von Avencfws nahm unverzüglich eine Untersuchung vor und protokollierte deren Ergebnisse. Hierbei stellte er an die Autofahrerin die Fragen, ob sie in dieser Angelegenheit die Urteilskompetenz der Waadtländer Gerichte anerkenne und ob sie einer allfällig später zugestellten Vorladung Folge leisten wolle. Beides wurde mit Ja beantwortet; Frage und Antwort sind — natürlich in französischer Sprache — in dem Untersuchungsprotokoll aufgezeichnet, welches vom Friedensrichter und der Automobilistin unterzeichnet wurde. Hierauf konnte die Autofahrerin, wieder nach Solothurn zurückkehren. Einige Tage später schrieb sie dem Friedensrichter von Avenches, dass sie die Anerkennung des waadtländischen Gerichtsstandes in dieser Angelegenheit sowohl hinsichtlich des Zivilpunktes als des Strafpunktes widerrufe. Sie machte in ihrem Briefe geltend, dass das hier in Betracht fallende Vergehen der fahrlässigen Tötung ein Auslieferungsdelikt sei und der Kanton Waadt vor Einleitung eines Strafverfahrens ein Auslieferungsbegehren stellen müsste. Da sie jedoch in Solothurn wohne und Bürgerin von Solothurn sei, verlange sie bezüglich eines ihr allfällig wegen des Autounfalles zur Last gelegten Deliktes von den Solothurner Gerichten beurteilt zu werden, gestützt auf Art. 1, Absatz 2 des Auslieferungsgesetzes: « Die Auslieferung von Personen, die in einem Kanton verbürgert oder niedergelassen sind, kann... verweigert werden, wenn der Kanton sich verpflichtet, dieselbe nach seinen Gesetzen beurteilen und bestrafen... zu lassen.» Der Brief blieb jedoch ohne Wirkung, denn der Friedensrichter von Avenches beendete die begonnene Untersuchung und verfügte hierauf die Verweisung der Autofahrerin vor das Bezirksgericht Avenches. Die derart unter Anklage Gestellte rekurrierte an das Bundesgericht wegen Verletzung des AusHeferungsgesetzes. (Die Auslieferung unter den Kantonen regelt das Bundesgesetz betr. die Auslieferung von Verbrechern oder Angeschuldigten vom 24. Juli 1852.) Sie behauptete, ihre bei der Untersuchung prote^ kollierte Anerkennung des waadtländischen Gerichtsstandes sei nicht verbindlich. Das Bundesgericht (staatsrechtliche Abteilung) war zunächst darüber einig, dass es sich im vorliegenden Falle um ein Auslieferungsdelikt handle, da Art. 2 des Auslieferungsgesetzes die fahrlässige Tötung unter den Auslieferungsdelikten nennt. Dagegen gingen die Meinungen darüber auseinander, ob die Rekurrentin eine gültige Erklärung über die Anerkennung des waadtländischen gemäss sprechen sich die Verbände für den Erlass möglichst einheitlicher Beleuchtungsvorschriften aus, wobei sie aber auch strikte verlangen, dass die Polizeibehörden für deren Beobachtung durch die Fahrzeuglenker zu sorgen haben, so dass z. B. die Unsitte des Fahrens mit nur einem Licht bei Automobilen verschwindet. Die Beleuchtungsart der einzelnen Fahrzeugkategorien wird irn übrigen wie folgt vorgeschlagen: Automobile: vorn zwei weisse Lichter, hinten ein rotes Schlusslicht; Motorräder: vorn ein weisses Licht, hinten ein rotes Schiuss- Ucht; Motorräder mit Seitenwagen: ausser dem einen weissen Licht vorn am Motorrad ist auch der Seitenwagen vorn mit einem weissen Licht zu beleuchten; hinten ein rotes Schlusslicht. Die vorstehend genannten Zahlen von Beleuchtungskörpern sollen ein Minimum darstellen, wobei andererseits aber auch angeregt wird, dass die Fahrzeuge und speziell die Automobile nicht mit einer zu hohen Zahl gleichzeitig brennender Lichter, d. h. im Maximum nur mit vier gleichzeitig brennenden Lichtern versehen sein sollen. Eventuell wird angeregt, dass bei den Autos der Abstand der beiden weissen vordem Lichter bestimmt, resp. mit der Breite des Wagens in Beziehung zu bringen sei. Was die Abblendungsfrage anbetrifft, wird vorgeschlagen, es seien von der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle unter Zuziehung kompetenter Fachleute diejenigen Bedingungen aufzustellen, welche für die Zulassung der verschiedenen Beleüchtungssysteme unbedingt zu verlangen sind. Die bestehenden Systeme sollen alsdann an Hand dieser Minimalanforderungen einer Prüfung unterzogen und in Form eines Verzeichnisses bekanntgegeben werden. 4. Vollgummibereifung bei Motorfahrzeugen. Im Hinblick auf die stärkere Beanspruchung der Strassen durch Fahrzeuge mit Vollgummibereifung erklären sich die Ver- ÄtrrOMOBTL-RFVUB 1929 — N° 4 Ein Auslieferungsbegehren wegen eines Autounfalles. Aus dem Bundesgericht. Gerichtsstandes abgegeben habe; eine Minderheit war geneigt, dies zu bejahen. Die Mehrheit des Gerichtshofes hielt dagegen die protokollierte Erklärung für rechtsungültig. Die Rekurrentin ist, wie von den Waadtländer Behörden nicht in Abrede gestellt wurde, nach ihrer Behauptung des Französischen nicht völlig mächtig, auch hatte sie der Autounfall in grosse Aufregung versetzt; sie konnte daher bei ihrer Abhörung die vo.le Tragweite der beiden vom Friedensrichter gestellten Fragen nicht erkennen. Eine Unterwerfung unter den Gerichtsstand des Begehungsortes darf aber nicht leichthin angenommen werden, sondern sie hat. nur dann Gültigkeit, wenn derjenige, welcher eine selche Erklärung abgibt, weiss^ dass er strafrechtlich verfolgt wird und welches Deliktes man ihn beschuldigt Deswegen schreibt das Auslieferungsgesetz in Art 8 ausdrücklich vor, dass demjenigen, dessen Auslieferung verlangt wird, zu eröffnen sei, dass, von wem und warum er ausgeschrieben sei, worauf zu gewärtigen ist, ob er gegen die Auslieferung Einsprache erhebt oder nicht Diese Voraussetzungen einer gültigen Anerkennung des Gerichtsstandes waren bei der Abgabe der protokollierten Erklärung nicht gegeben, weil die Rekurrentin noch gar nicht wusste, ob sie überhaupt des Unfalles wegen strafrechtlich verfolgt werde und wie die Anklage lauten werde. Liegt aber keine rechtsgültige Unterwerfung unter den Gerichtsstand des Begehungsortes vor, so kann der Kanton Waadt kein Strafverfahren einleiten, bevor er an Solothurn ein Auslieferungsbegehren gestellt hat. In diesem Sinne wurde der Rekurs vom Bundesgericht mit 5 gegen 2 Stimmen geschützt. Die Behandlung eines Autounfalles als Auslieferungsdelikt erscheint freilich recht umständlich, Ist aber eine Folge der kantonalen Souveränität in Strafsachen. Der vorliegende Entscheid könnte leicht dazu führen, dass künftig bei Autounfällen häufig die Verhaftung der Beteiligten verfügt wird, die dann nur gegen Kaution freigelassen würden. Durch den Uebereifer lokaler Untersuchungsbehörden könnten da recht unerfreuliche Zustände heraufbeschworen werden. Der Fall zeigt wieder einmal mehr, wie wünschbar eine baldige bundesgesetzliche Regelung des Strassenverkehrs ist Hoffentlich lässt diese nicht mehr lange auf sich warten, nachdem im letzten Dezember die eidgenössischen Räte zwar die Strassenverkehrsinitiative zur Verwerfung empfahlen, dafür aber den Bundesrat zur Ausarbeitung eines Gesetzes einluden, das «die Verkehrsregelung auf alle Strassenbenützer erstreckt In dem Umfange, als ein Zusammenhang mit der Strassenbenützung durch Automobile und Fahrräder besteht.» W. kehrsinteressentenverbände mit deren sukzessiven, vollständigen Beseitigung einverstanden. Immerhin soll die Frist vom 31. Dezember 1929 um ein Jahr auf Ende 1930 hinausgeschoben werden, um so den Wagenbesitzern genügend Zeit zur kostspieligen Umstellung auf Pneubereifung zu geben. Andererseits soll der Termin für die Zulassung weiterer Fahrzeuge mit Vollgummibereifung vom 1. April 1929 auf den 1. Februar 1929 vorgerückt werden, um zu vermeiden, dass noch zahlreiche neue solche Wagen in Betrieb genommen werden. Das definitive Verbot der Vollgummibereifung ab Ende 1930 soll aber zur Voraussetzung haben, dass neben der Pneubereifüng alle andern gleichwertigen Bereifungsarten, wie Hohlkammerreifen oder andere mindestens gleichwertige Reifen etc., ebenfalls zugelassen werden, allerdings aber nur für Wagen über drei Tonnen. 5. Leuchtzeichen oder Licht hinten am Fahrrad und Motorrad. Die Verbände schlagen für Motorrad und Sidecar hinten das rote Schlusslicht vor, für die Fahrräder eine gute, sichtbar anzubringende rote Linse (Katzenauge). Die letztere soll aus Gründen einer erhöhten Verkehrssicherheit für alle Fahrräder obligatorisch erklärt werden. 6. Ausdehnung der Gültigkeitsdauer der Radfahrerbewilügungen. Nach Konsultierung der Radfahrerinteressenten glauben die Verbände die Ausdehnung der Gültigkeitsdauer der Radfahrerbewilligungen auf zwei oder drei Jahre ablehnen zu müssen. Da zudem anzunehmen ist, dass in den nächsten Jahren ein eidgenössisches Automobil- und Fahrradgesetz das Licht der Welt erblicken wird und da dann diese Frage auf eidgenössichem Boden geregelt wird, ist die Sache an sich auch nicht so dringender Natur. In ihrer Antwort an die kantonale Polizeidirektion stellen sich die verschiedenen Verbände auf den Standpunkt, dass ihres Erachtens noch verschiedene andere Vorschriften der Vollziehungsverordnung vom Jahre 1923 ebenso überlebt und revisionsbedürftig sind, wie die in Diskussion gestellten sechs Punkte. Sie erwähnen hiebe! nur die Erhöhung des Innerortstempos von 18 auf 30 km, das Vorfahrtsrecht gegenüber der Strassenbahn etc. Es ist denn auch zuzugeben, dass noch eine Reihe ebenso massgebender Vorschriften ihrer Abänderung harren und dass es wohl eher ganze Arbeit bedeuten würde, wenn die gesamte Vollziehungsverordnung vom Jahre 1923 in Diskussion gestellt und bei deren Revision den beteiligten Verkehrsinteressentenverbänden Gelegenheit gegeben würde, bei der Totalrevision tatkräftig mitzuarbeiten. s. Der sechste Genfer Salon der. wie be-reits gemeldet, in zwei Teilen organisiert wird, umfasst als Neuerung eine internationale Ausstellung von Touren- und Sportilugzeugen, die dem zweiten Teil angegliedert wird. Der erste Teil der Ausstellung (vom 15. bis 24. März), schliesst folgende Kategorien in sich: 1. Personenwagen und komplette Chassis, 2. Automobilkarosserien, 3. Zubehör und Einzelteile, 4. Räder und Reifen. Der zweite Teil des Salons (vom 27. April bis 15. Mai) setzt sich aus den nachgenannten Gruppen zusammen: 1. Schwergewichte und Industriefahrzeuge aller Arten; 2. Karosserien für Schwergewichte, Autobusse und Industriefahrzeuge; 3. Maschinen mit Motoren für landwirtschaftliche und industrielle Verwendung, Bootsmotoren, Flugzeugmotoren; 4. Motorräder und Fahrräder; 5. Zubehör und Einzelteile; 6. Räder und Bereifung; 7. Verschiedene Werkzeuge und Werkzeugmaschinen; 8. Ausrüstungsgegenstände, Sportbekleidung und technische Literatur. In einem Annex zum Reglement veröffentlichte das Organisationskomitee die Standpreise. lt. Amerikanische Projekte für Riesen-Autostraden. Wie aus New York gemeldet wird, befasst man sich in technischen und Regierungskreisen mit zwei Autostradenprojekten von riesigem Ausmasse. Quer über den Kontinent sollen vom Atlantischen Ozean zum Stillen Ozean zwei grosse Autostrassen angelegt werden, die jede mehrere Fahrbahnen für Motorfahrzeuge mit verchiedener Geschwindigkeit haben. Die Kosten des Baues der nördlichen Strasse, die von Boston nach Portland laufen und 5390 Ki.ometer lang sein wird, werden auf 2^ Milliarden Dollar, die der südlichen von Savannah im Staate Georgia nach Los Angeles mit einer Länge von 4505 Kilometer auf 2,1 Milliarden Dollar geschätzt. Jede dieser beiden cSuper-Highways>, wie die Amerikaner diese Ueberlandautostrassen nennen werden, wird durch Betonmauern von dreissig Zentimeter Dicke und sechzig Zentimeter Höhe in vier Fahrbahnen zerlegt Die Gesamtbreite der Strasse wird mehr als 75 Meter betragen. Die Fahrbahnen an den Aussenseiten werden ca. zwanzig Meter breit sein und ausschliesslich für schnellfahrende Wagen dienen, die eine für die Richtung Ost-West, die andere umgekehrt. Dazwischen liegen zwei Bahnen von ungefähr je siebzehn Meter Breite für Autobusse und Lastwagen. Zu beiden Seiten der Innenbahnen sind etwa dreissig Zentimeter über die Fahrstrasse hinausragende Fusssteige von nicht ganz zwei Meter Breite vorgesehen. An zwei Meter hohen Zäunen werden Reklamen angebracht werden können. Nach je einer Meile sind Oeffnungen in len Betonmauern, so dass man von einer Fahrbahn in die andere hinüberlenken kann. In Abständen von je zehn Meilen wird Gelegenheit geboten sein, vom gewöhnlichen Strassennetz auf die Super-Highways überzugehen. Das Stoppen und Umkehren wird nur an bestimmten Stellen möglich sein. An diesen Punkten wird man sich mit Brennstoff, Oel, Lebensmitteln usw. versorgen können. Die Super-Highways, die für den durchgehenden Verkehr berechnet sind, können natürlich nicht ins Innere grosser Städte führen. Sie werden deshalb die Ansiedlungen umgehen und durch Abzweigungen mit diesen verbunden werden. Die Riesensumme von 4,6 MilMarden Dollar, welche der Bau der beiden Strassen erfordert, ist ohne Hufe oder Garantie des Staates kaum aufzubringen. Der Kongress wird die entsprechende Garantie für die Anleihen genehmigen müssen. Sobald die erforderliche Sicherheit vorhanden ist. können auch die Zufahrtstrassen aus den Städten, die für die Rentabilität der Super-Highways notwendig sind, gebaut werden. Man beabsichtigt, für die Benutzung der Strasse von Küste zu Küste für ein fünfplätziges Personenauto eine Gebühr von ungefähr zwanzig Dollar zu erheben, die je nach Grosse der Wagen und Länge der durchfahrenen Strecke abgestuft ist. Die Abgaben der Lastwagen werden nach Massgabe ihres Gewichtes berechnet werden. Aber man wird nicht a'leln auf diese Einnahmen angewiesen sein. Die Reklamen entlang der Strasse werden Gewinn abwerfen, al'erlel Unternehmungen, wie Hotels und Büffets, werden an der Strasse entstehen und Pachtzinse zahlen und schliessüch wird der staatliche Flugpostdienst etwas zu den Kosten beisteuern, denn die Super-Highways werden nachts beleuchtet und dadurch ein ausgezeichneter Wegweiser für die Postflugzeuge darstellen. Z,

N r 4 — 1929 *. c. s. A. C. S. SEKTION BERN. Ermutigt durch den beispiellosen Erfolg dos letzten Jahres veranstaltet die Sektion am 9. Februar im Kasino wiodorum einen Maskenball ond zwar ist dieses Mal nicht mehr dor Burgerratesaal, sondern der grosso Saal für den Ball belegt worden. Diese Tatsache wird dem Feste den 3Ia»s6ta-b geben. Die Devise « La Bobemo ä. Paris » fiffnet der Kostümfrage ein Fold roizvollstor Einfälle, denen die Dekoration, welche nichts anderes als die Placc dich? in Paris darstellt, den Rahmen für eine gesellschaftliche Veranstaltung ersten Banges verleihen wird. Dio Eintrittskarten gelten nur für Mitglieder, deren Angehöngo und die von Mitglfodern eingeführten Gäste. Ueber deren Bezug «oll noch Näheros berichtet werden v. A.C.S. SEKTION LIECHTENSTEIN. Die IV. ordentliche Generalversammlung der Sektion ist auf den 13./19. Januar a. c im Clublokal der Sektion, im Gasthaus zur « Linde » in Schaan, einberufen. Dio Traktandenliste umfasst aus-ser den Üblichen Jahrestraktanden wie Jahresbericht, JahrssrochnuDff, Budget, Festsetzung dea Eintrittsgoldes und Jahresbeitrages u. ft. auch die Revision der Sektionsstatuten in Anpassung an dio neuen Zentralstatuten des A. C. S. Aas dem letzteren Grunde ist die Generalversammlung für zwei Abende einberufen worden. Am 1. Ahend kommt In erster Linie dio Statutenrevision zur Behandlung Diejenigen Traktanden, welche an diesem Abend keine Erledigung mehr finden können, sollen am 19. Januar behandelt werden. DIE A.C.S. SEKTION BASEL hat in ihrer letzten Vorstandssitzung dio Generalversammlung auf Samstag den 26. Januar festgesetzt. Diese wird im Hotel Engel in Liestal abgehalten und von einem zweiten Akt gefolgt Bein, für dessen Gelingen die LancUchäftler alle Minen springen lassen, um die S. B. B. nicht zu überbürden oder gsr die Führung eines Extrazuges zu veranlassen, hat der lieben Präsidenten der Sektion Zürich des T. C. S. Solidarität freudig gewertet wurde, Herrn Fehr, den Vorstand ein Abkommen getroffen, wonach die — er hatte die nächtlich-kalte Bahnfahrt (trotz etadtbaslerischen Mitglieder einen ad hoc eingerichteten Aufccar-Dienst benützen können, dessen von der Patensektion Seeland und schliesslich die Mascotte-Abend t) nicht gescheut! —, Herrn Leiser Fahrplan in besonderm Zirkular mitgeteilt wird. Presse. Ernster Unterton der Jahresfeier: Herr Ausserhalb der üblichen Traktanden wird der Generalversammlung ein Projekt für dio Schaffung kehrspolitischen Ueberblick die Rückständigkeit der Präsident Baumgartner beleuchtete in einem ver- eines eigenen Zentralbureaus mit eigenen Klubräumen vorgelegt, worüber vorläufig aus bestimmten derte gerechtere Versteuerung, Einführung des Ver- autoinobili^tischen Bewegung im Kanton Bern, for- Gründen noch keine nähern Angaben gemacht werden können. Immerhin hat der Vorstand fest be- zum Zusammenschluss aller Automobilisten in den kehrsunterrichts in den Schulen. Mit einem Appell schlossen, diesen Schritt zu wagen, um den Mit-Clubs — sei ea im T. C. S. oder im A. C. S. — zur gliedern dio Vorteile zu bieten, wie sio bei der Inanspruchnahme einer Auskunftstello beim heutigen Mitgliederbestande geboten werden müssen. Einen wesentlichen Teil der letzten Vorstandseitzung nahm die Verslcherunosfraue in Anspruch Dio Basler Automobilisten wurden vor einigen Tagen mit einem Zirkular der Automobükontrolle überrascht, dem ein weiteres der verschiedenen Versicherungsgesellschaften beilag Dio Quintessenz bildete die Erhöhung der bisherigen Prämien im Betrage bis zu 100 Prozent, auch für diejenigen Mitglieder, die mit den Gesellschaften mehrjährige Verträge abgeschlossen hatten. Tatsächlich steht die Erhöhung in keinem Verhältnisse mit den gebotenen Mehrleistungen, sondern ca wurde bei der Gelegenheit versucht, auch den Inhabern mehrjähriger Verträge die neuen Prämienansätze zuzumuten, wobei ferner in Betracht fällt. da-ss das Vorgehen der Behörden vom rechtlichen Standpunkte aus. unhaltbar ist. Es kann Im Rahmen diese.-* Berirhtee nicht auf Einzelheiten eingetreten werden. Verschiedene Herren vom Vorstand der Sektion Basel wurden dclppiprt in das Aktionskomitee, äits gegen die ungerechtfertigte Erhöhung der Prämien und die Uebergriffp der behördlichen Instanzen Stellung nehmen soll und sich aus allen Vertretern de.* baslerischen Motorfahrzeugwesens zusammensetzt lieber den weitem Verlauf soll später ausführlich referiert worden. Bei dor Besprechung des sportlichen Programms Von 1929 wurden hauptsächlich zwei erössere Veranstaltungen in Aussicht genommen Erstens eine Ballonverfolgungsjagd, die auf Anfang Mai angesetzt würde und in dem Sinne international sein wird, das« auch französische« oder deutsches Gebiet betreten werden muss und dor Wettbewerb sich nicht mif baslprische Konkurrenz b*«chrnnVpT> sondern für sämtliche Sektionen des A C. S offen sein soll Voraiwiohtlich wird es sich dabei um einen Equipen-Wettbewerb handeln Im Juni voranssirhfMch wird sich eine Autavia an-whlipssen DI« beiden Veranstaltungen sind so gut als sicher doch möchten wir mit der Pelcinnfsrabe weiterer Einzelheiten zuwarten, bis das Programm auch von den mitbeteiligten Vereinisninsren und der Mili- {ämviafilc in atten Teilen festgelegt ist. f) i i . --O Die Errlohtunn einer Autofähre Gersau-Beckenried wird von der Sdiiffbaufirma Waser in Stansstad geplant. Die Linie Ostschweiz-Ensre!- berg und Brfinig könnte dadurch ganz merklich abgekürzt werden. Man plant die Erstellung eines speziellen Dampfers sowie dfe -notwendigen Ein- und Aus'adevorrichtungen in Gersau und Beckenried. In seiner letzten ausserordentlichen Sitzung hat der Bezirksrat Gersau die Sache eingehend besprochen und er steht dem Projekt sehr sympathisch gegenüber. R. Kölner Frühjahrsmesse. In Verbindung mit der vom 17.—20. März stattfindenden Kölner Frühjahrsmesse wird der Reichsverband des Motorfahrzeughandels und -gewerbes eine vom 17.—24. März dauernde Sonderausstellung cAutomobil-Reparatur und -Zubehör» veranstalten. Der Kern der Sonderschau ist eine Muster-Reparaturwerkstatt, um die nötige Rationalisierung der Automobilreparatur, die einerseits Senkung der Unterhaltungskosten für Automobile, anderseits Rentabilität der Reparaturwerkstätten bedeutet, praktisch vor Augen zu führen. Eine Hfiftpflicht-Versicherunn für Slrassenbe nützer — die erste in der Schweiz — ist dor Kanton Baselland abzuschliessen im Begriff Der Reßierungsrat hat dio Baudirektion ermächtigt, eine Haftpflichtversicherung gegenüber Drittpersonen für Unfälle und Sachschaden auf dem kantonalen Strasaongebiet einzugehen, —ey. (12 Januar 1920). Von den « Webern » über den t Schweizerhof » zum Kasino, das ist das äussore Bild der Entwicklung des, wie in der offiziellen Ansprache betont wurde, spät aufgestandenen, aber nun in machtvoller Entwicklung begriffenen Berner Cluba. Vier schwindelnd lange weisse Tischreihen, Schulter an Schultor dichtbesetzt, eine Perlenschnur, deren Buntheil durch die Launen des allgütigon, gewollten odor ungewollten Zufalls bedingt war: das Gold. Blau, Rot, dio ganze Farbenwelt des Abendkeides vom Reseda zum raffiniertesten Rosa, eingefasst vom korrekten illusionslosen Schwarz des Fracks und Smokings. Zu den Klängen des vollzähligen Quodlibetorchesters, in der üblichen, nicht minder liebenswürdigen Gesellschaft kollegialer Geister mit dem kritisch-träfen Blick (lies Presse), Seite an Seite mit Berns grösstem Humoristen der Comedia (lies Ruedi Ott) mehr noch: face cn face mit einem König (aus der gleichen Fabrik wie weiland Mussolini!), der sein Reich wie einen Hirsebrei gegen ein Monokel eingetauscht hatte, bankettierte männiglich, pries das delikate Menü, seine Tischnachbarn und sich selbst. Das Bild einer einträchtigen Familie 1 Mit über fünfhundert Gliedern I Die grosse Pause vor dem traditionsgemäß mil Tamtamdefile servierten Dessert brachte den Auftakt: Frau Dora Garraux, die neu aufstrebende, vielversprechende Sopranistin, sang zwei Schubertlieder, mit dem schlichten und reinen Ausdruck ihrer Stimme den weiten Saal bannend. Herr Präsident Baumgartner begrüsstc die Gäste: Herrn James Quinclet. Zcntralsekretär des T. G. S., der zum ersten Male im festlichen Kreise der Berner weilte, Herrn Dr. Perlet, den Repräsentanten der Sektion Bern des A. C. S., deren nicht minder erstmalige Vertretung als Zeichen automobilislischcu Bildung einer führenden Macht im modernen Verkehrsloben schloss er seine Begrüßungsansprache, die Verlesung eines Jahresberichts den bevorstehenden geselligen Stunden opfernd. Geselligt Stunden heisst im T. C. S. zu Bern: Papa Hofstetter. Dem mit unendlicher Mühe und Liebe zur Sache zusammengestellten Programm gelang es, jedem Einzelnen gerecht zu werden Keiner, der vom bunten Reich der Scheinwerferwelt nicht entzückt war. Die Polonaise war die grosse Vorstellungsparade: es ist eine Revue altvertrauter und neuer Gestalten, eine Revue der schönen Frau. Ja, und wie man das verfolgen kann, da stelzt daa eine oder andere Töchterchen, vor drei Jahren eine vagabundierende Tanzrange noch, sittsam an der Seito des Erwählten. Schon beginnt man im Rah-. Das T. C. S. JAHRESFEIER DES T. C. S. BERN men des Clubs den Wandel der Generationen zu verspüren ! Streng nach Programm ging's nicht, dafür war der Ueberraschung das Feld nur geweitet. Die einzelnen Nummern purzelten fröhlich durcheinander, ich weiss die Reihenfolge selbst nicht mehr. Konzentration ? Unmöglich ! Bitte: da wurde getanzt, getanzt, so recht mit Leib und Soele. ausgetanzt würde man dem sagen, wenn man 03 nicht am Katerbummel besorgt hätte. Da galt es, der Kunstakrobatik des sich Dilettant nennenden, leider mit artistischen Allüren auftretenden Berners Herrn Isonschmid zu folgen, der mit seinem siebenjährigen Tcehterohcn durchschlagenden Erfolg erntete; da rauschte vor unseren Augen da? zierlich abgewogene Farbenspiel dea Rokoko-Menuettes dor T.C S.-Töchteichen vorüber — vom Erfolge zur Neuauflage befohlen —, dann wieder stand der Zulligerbueb auf don Brettern und lioss mit seinem hohen Stimmlein das vielaummige Stimmengewirr eines halben Hundert verstummen, und dann das Touring-Doppelquartett, stand da in ernstestem Schwarz und gewann sich den Beifall des weiten Saales, und dann der Pilger aus dem gelobten Land mit dem transportablen Raritätonmuseum, Herr Pomerell« — und dann und dann — Himmel, ist das ein langer Satz, sehen Sio, da reicht ja kaum der Atom zum Schreiben hin. während erst in Wirklichkeit. . 1 — ja, dann war schliesslich noch eine ganz grosso Kanone aufgefahren: der Operettentenor Ruedi Ott mit einem zwerchfellerschütternden, halb automobilistischen, halb allzu menschlichen Stimmungssalat. Seine Produktion damit beschränken zu wollen, wäre ein Verbrechen: was Ott im Laufe des ganzeu Rummels zum Höhenflug der Laune beigetragen, häuft sich zu einer Schuld, die der T. C. S. nie abtragen wird. Zu diesen dritte: der dos persönlichen Geselligkeitskreises, und für den war Herr Hofstetter nur indirekt verantwortlich. Es wurde halb fünf Uhr. Es wurde eine Heerechlango zum prosaischen, unvermeidlichen Büffet. Man merkt: es wurde früh. Gibt es ein besseres Zeichen für den Schwung einer Fete, als wenn die Leute nicht nach Hauso wollen ? Selbst dio « abgestumpfte » Presse nicht ? Auf meinem Pult liegen die Reliquien: ein Saxophon, oine Papierkappe, ein Fächer. Glauben Sio. dass ich zu viel sage, wenn ich behaupte: dio Jahresfeier war ein Glanzpunkt in der Geschichte des Berner T. C. S.? Katerbummel-Schauplatz war der überheizte Saal des « Sternen » zu Muri Wiederum Vollbetrieb. Papa Hofstetter der Unermüdliche, startete heiss umstrittene Tanzkonkurrenzen, deren Zahl zu derjenigen der Preise im umgekehrton Verhältnis stand. Nach der lotzten Grammc-phonplatte lichteten sich AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S. Cabaret- Abend vom 11. Januar im Mascotto. Den Organisatoren der verschiedenen Club-Anlässe braucht oa entschieden um deren Besuch und das Intersse von Seiten der Mitglieder nicht zu bangen. Vor wenigen Wochen füllte eino zahlreiche T. S. C-Runde das Cabaret im Motropol, um eich vom bewährten Routinier Sedlmeyer und dessen Truppe durch ein kurzweiliges Programm unterhalten zu lassen; dies- : mal ist das Mascotte, wo Rot/ Ronay das Szepter zeigt ganz aussergewöhnliche Qualitäten, wie selbst teurere Marken sie nur selten besitzen. Blitzschnelles Anfahren Geschwindigkeit bis fiO km Enormes Steigvermögen Ganz müheloses Steuern Cüeschmeidiaer, geräuschloser Motor Unübertreffliche Bremsen Grosse Ausdauer (naoh stundenlangem Fahren im 100-km-Tempo zeigt der neue Essex keine Spur von Ueberanstrengung). Und trotz grosser Wertzunahme erstaunlich niedrige Preise: Coach 5pl. Fr. 7600.-; Coupe 2/4pl. Fr. 7800.-; Sedan 5pl. Fr. 8250.- Vertreter in aDon Kantonen! ÄUTOMOBrL-RFVUE Mustergültiges Ersatzteillager! Wer Wer ist der Eigentümer dieses oder jenes der 50,000 Personenwagen? Das sagt Ihnen jetzt und in dar kommenden Fahrsaison der Automobiikalender 1929. dieses zum eisernen Bestand jedes Wagenführers gehörende Buch noch nicht bestellt hati beeile sich nun, der Vorrat geht zur Neige, ein Nachdruck ist ausgeschlossen. Preis mit dem Besitzer-Verzeichnis nur Fr. 6.—, für Abonnenten nur Fr. 4.S0. Verlag cAutomob3!-Revue>, Bern. führt, bis zum letzten Platz wiederum besetzt, und was uns an diesen Veranstaltungen immer gut gefällt: Man trifft immer wieder alto Bekannte, gute Freunde, wenn auch der Sprudel der reichen Mitghedeniuello stets eine Menge neue Gesifihter bringt! So findet man immer Anschluss an einer gemütlichen Tafelrunde, und es braucht nur ein artistisches hors d'a'uvres vom R. Ronay, uin Vorgeschmack seiner sprühenden Conference, um gleich in der freien Cabaret-Stimmung zu sein. Das Programm' Es darf sich entschieden sehen lassen; aber wenn wir es genau nehmen wollevi, fco gab es eigentlich nur eiaea geeigneten Hintergrund für den Conferencier ab. Rolf Ronay üb«rrascht so durch saine Vielseitigkeit und den feinen Humor, dass, obwohl er «von Amtes wagan» die zwei Konzontrationspunkten kam der einzelnen Nummern nur einführen soll, dio Conference zur Hauptattraktion wird, um die sich, dossil dio verschiedenen Darbietungen scharen. Als Automobilist uud Clubmitglied ist er wie kein anderer berufen, ein automobilistisches Kunterbunt von Stapel zu lassen, das die Raketen und Leuchten seines Feuerwerkes generös zwischen das Programm hineinprasseln lässt. Dass wir Automobilisten noch nicht die hartgesottenen Sünder sind, als die wie vielerorts gellen (ich warne vor Schwyz! Der Conferencier), Zuwies das Interesse und der wohlverdiente Applaus, welcher sowohl der sehr geschulten Violinsolistitx als auch dem violsprachigen Bariton galten In der Diseuse fanden die Habitues der T. C. S -Abende eino Bekannte vom Metropol wider, dii trotz des Decorumwechsels mit der nämlichen Picanterie von allerlei Aventuren und gar noch von der Elektrowisfenschdft berichtete (Dio Damen von T.G.S lern, welche die Motoronkurse besuchen, mögen aber beruhigt sein. Letzleres Thema wird dort in einer immerhin harmloseren Variante behandelt!) die Reihen Die Sesshaftesten landeten um 11 Uhr Eine Kunst, die wohl ein besonderes Verständnis erheischt, stellen die von einer Vertreterin Hes wiederum im Kasino. Damit war dor Vierundzvranzigstundenkreis sinngemäsa geschlossen. Vit magischen Indiens gebotenen Tänze dar Wahrscheinlich hat dabei der eine oder andere an dio gruselige Geschichte Ronays vom verbrennen gedacht. Von den übrigen Nummern, die gleichfalls mit anerkennendem Beifall aufgenommen wurden, gefiel vorab noch der vielseitige Musikant, der sich, trotz des englischen Zwiegespräches mit dorn Conferencier, bald als waschechter Zürihegel entpuppte^ In seiner Art erinnerte er etwas an Grock und beherrschte sein Mundstück ebensogut wie all seino verschiedenen Instrumente Blaker, der von der «Erdenschwore losgelöste Tänzer», brachte mit seinem Matrosen, als auch mit dem Tanz der Soubrette, zwei wirkliche humoristische Schlager Dea Mechanismus seiner Glieder weiss er mit Raffinement auszunützen, den er durch ein entsprechendes Mienenspiel trefflich ergänzt Auf den vielversprechenden Einakter warfota man zwar vergeblich, allein der nach Beendigung des offiziellen Programmes einsetzende frohe Tanzund Barhetrieb, der unter der Aegide des rassigen. Jazz-Band und im Scheine diskreter Beleiiehtungseffekte stand, bot wohl trefflichen Ersatz und lie-s uns bald die Programmänderung (welche sich alle Direktionen bekanntlich vorbehalten) vergessen Noch künrteto ein stattlicher Wagenpark vor dem Corsoge! äudo von dem Anlass der Auto nohilisten, als wir bereits lange nach mitternächtlicher Stunde die gemütlichen Räume verliessen. z. AUTOSEKTION BASEL DES T. C. S. Die. wio bereite angekündigt, am 22. Januar 1929 at>ends 20 Uhr 15. im Hotel Metropol stattfindende VIII. ordentliche Generalversammlung umfasst folgende Traktanden: 1. Protokoll der letzten ordentlichen Generalversammlung. 2. Bericht des» Kassiers und der Rochnungsrevisoren. 3. Jahresbericht d?s Präsidenten. 4. Neuwahl des Vorstandes, der Sportukommission und der Rechnnngsrevisoren 5. Beschlußfassung über den Sektion«jahroaboitrag. 6 Diverses. Herr Polizeilputna-nt Sommer Chef der fcsntonalen Automobükontrolle hat sich in liebenswürdiger Weise zur Verfügung Bestellt, im Ansi-hhisa an die Generalversammlung zur Frage der Automobil-Haftpflicht zu sprechen. AUTOSEKTION BASEL DES T. C. S. Das zweite Dancing dos T C. S. Base! findet am 27 Januar 1920 zur gpwolmton ZPÜ im kleinen roten. Parterre-Saal der Mustermesse statt. Der letzte Bosueh dieser vorzüglich frrransriertpn Veranstaltung 1 lässt auch diesmal wiederum zahlreiche Teilnehmer erwarten. För den Ausbau der Staatsstrassen I. Klasse im Gebiet der Gemeinde Egnach benötigt der dortige Gemeinderat einen Kredit im Betrage von 162 000 Franken; darüber soll die Gemeinde am 20. Januar abstimmen. Der Strassenausbau soll wie folgt vor sich gehen: Baujahr 1929: Strecke von der Grenze Amriswil bis Ebnat, Länge: 2760 Meter; Art des Belages: Pflasterung oder Beton. — Bahnhofstrasse: Vom Gemeindehaus Neukirch bis «Ilge». 245 Meter. Mex-i phalt. — Von «Ilge» bis Ende Halde. 482 Meter, Pflasterung. — Von Ende Halde bis Kreuzstrasse Egnach, 700 Meter, Waltherbelag. — Seestrassa (1930). Von Grenze Salmsach (Hepbach) bis Grenze Frasnacht, 3140 Meter, Pflasterung. — Neukirch-i Winden (1931). Von «Schäfli» Neukirch bis'Gristen, 382 Meter, Pflasterung. Von Gristen bis Klösterli, 1150 Meter, Waltherbelae. Von Klösterli bis Kantonsgrenze, 1905 Meter, Pflasterung. — (1932.), Strecke bei Ballen, 440 Meter. Pflasterung. Die dabei für die Gemeinde entstehenden Kosten] belaufen sich auf 189.100 Fr., eine Summe, die so hoch angesetzt wurde, damit sie genügend Spielraum für unvorhergesehene Ausgaben, die sich beim Strassenausbau orgeben können, freiläatst. R