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E_1929_Zeitung_Nr.012

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Denn obwohl die heutigen Konstrukteure das mechanische Fortbewegungsmittel, das wir Automobil nennen, zum Wunder der Präzisionstechnik ausgebaut haben, so dass es zu dessen Inbetriebsetzung lediglich der Aneignung einiger Handgriffe bedarf, so will der standesbewusste Automobilist doch hinter das Geheimnis der motorischen Fortbewegung kommen. In der Hast des modernen Lebens findet er aber wenig Zeit, ausführlichen oder gar komplizierten Erörterungen zu folgen, die Aufnahme der nötigen Motorkenntnisse muss sozusagen spielend vor sich gehen. Unsere Neuerscheinung « Das Büchlein vom Auto» will nun diese bisher bestandene Lücke ausfüllen. Seine Stellung in der Fachliteratur ist gegeben: Es will keine neuen Kenntnisse vermitteln, sondern das, was man zu wissen nötig hat, auf die denkbar kürzeste Art erklären, ohne Indessen die zur vollständigen Erfassung des Themas nötige Klarheit ausser Acht zu lassen. Dabei wird kein besonderes technisches Wissen vorausgesetzt, sondern der Inhalt ist von jedermann, der mit dem Auto in nähere Berührung kommen will, ohne weiteres zu verstehen. Aus jeder Zeile stiebt aber ein die Materie vollständig beherrschender Fachmann hervor^ Der Verfasser, Karl Hess, blickt auf eine langjährige praktische Tätigkeit im Aütomöbilfacb zurück, er ist ferner technischer Mitarbeiter der « Automobil-Revue». Wer sich in kürzester Zeit die theoretischen Grundlagen der Fahrpraxis aneignen will, greife zu diesem Büchlein, es führt ihn auf nur 112 Seiten, durch mehrere Abbildungen erläuterten Text, mühlos zum Ziel. Er kann sodann die Probe aufs Exempcl machen, da ihm der Verfasser am Schlüsse seines Werkleins 123 Fragen aus Technik und Strassonverkehr stellt, zu denen die den Inhalt der Schrift rekapitulierenden Antworten indessen vom Verfasser selbst geliefert werden. Inhaltsverzeichnis des «Büchleins vom Auto» von Carl Hess. I. Allgemeine Beschreibung des Automobils — Karosserieformen — Das Chassis. II. Technische Beschreibung des Motors und seiner Nebenorgane: Der Viertaktmotor mit Ventilen — Der Schiebermotor — Pferdestärken, Hub, Bohrung, Zylinderinhalt — Der Vergaser — Die Benzinzufuhr durch Unterdruckförderer — Magnetelektrische Zündung — Batteriezündung — Die Kühlung — Die Schmierung des Motors. III. Die Kraftübertragung: Die Kupplung — Das Getriebe — Das Schalten der Gänge — Hinterachsbrücke und Differential — Räder und Bereifung. IV. Die Bremsen: Einregulierung. mechanischer Vierradbremsen. V. Die Lenkung. VI. Beleuchtung und Anlasser. VII. Die Pflege des Wagens: Schmierung des Chassis — Die richtige Behandlung des Wagens. VIII. Fahr- und Verkehrstechnik. IX. Die Dokumente. X. Welchen Wagen kaufe Ich? Verlag Automobil-Revue Genf Bern Zürich Croix d'or 12 Hallwaghaus Löwenstrasso 51 Versand per Nachnahme, Botern nicht Abholung vorgezogen wird. Hier ausschnei den verlas, Administration, Druck und Chchene; BALL WAG A.-Q. Hallersche Buchdruckerei und Wagnerscno Verlagsanstalt, Bern, Preis des Büchleins nur Fr. 2.- Abonnenten erhalten daran! noch 20% Rabatt Im Anhang enthält die Schrift: 123 Fragen und Antworten. Schnittansicht eines modernen Sechszylinder-Chassis. Pannen und deren Behebung. Nur 5 koste» dieser Rp. Sie Büchlein vom Auto zum regut. Preis, zum Abonnentsprrti

III. Blatt der Automobilverordnung (Eine Fastnachtshumoreske von Alions von Streng.) Liebwerte Untertanen! Wir, der Grossmongul und Regierungsrat des löblichen Standes «An der Thur» unterbreiten euch hiermit die bereinigte neue Verordnung betr. den Verkehr mit Motorfahrzeugen, Velofahrrädern und anderen Möbelwagen. Dieselbe lautet: § 1. Die Fahr- und Verkehrsbewilligung wird nur an solche Personen erteilt, deren Gehirn und Leumund man vorerst genügend durchleuchtet und untersucht hat Leute, bei denen das kantonale Laboratorium einen Wasserzusatz von über 99 Prozent im Schädel feststellt, dürfen ohne Bewilligung fahren. Bewerber, deren Gehirnsubstanz im Staatsdienst bereits nahezu ausgetrocknet ist, werden nur auf Ford fortgelassen. § 2. Es muss nicht jeder Kalberhändler meinen, er müsse ein Auto haben. § 3. Die Bewerber haben sich einer Prüfung zu unterziehen. Als Prüfungsexperten werden die jeweiligen Redaktoren des «Schnörrewagner» bezeichnet. Der Kandidat muss sich darüber ausweisen, dass er das Säuglingsalter definitiv zurückgelegt hat; ferner, dass er in allen vier Dimensionen sich ungezwungen blamieren kann, in allen Gräben, Ränken und sonstigen Gemeinheiten zu Hause ist und unwillkürlich den Rückwärtsgang einschaltet, wenn ihm der Experte sagt: Hüü! — Wem es nicht schon bei der ersten Probefahrt (gegen Gerliken hinauf) gelingt, mindestens eine Telephonstange oder einen Pappelbaum oder Scheunentor mitzunehmen, scheidet aus. Nach bestandener Prüfung erhält jeder Kandidat einen Schluck Kalchrainer (Staatsdomäne) zur Stärkung, ferner eine Ehrenmeldung vom letzten Schwingfest ein genaues Verzeichnis mit Photogravieh sämtlicher thurgauischer Tschugger und ein Mittel gegen Haarausfall. Hat er sich gebührend verabschiedet, so mag er den Auspuff aufmachen. § 4, Alle Schaltjahre findet im ganzen Land eine periodische Nachprüfung darüber statt ob das gelöste Auto auch bezahlt ist. § 5. Autofahrer, die mit der Zeit die Eigenschaften der Pneus ihrer Wagen angenommen haben, d. h.: aufgeblasen und schwer zu behandeln sind und nur vom Pumpen leben, werden nur noch auf Staatsstrassen I; Klasse zugelassen. Im sogenannten «Hinteren Thurgau» gibt es keine solchen Strassen. Es gibt aber dort auch keine Autofahrer dieser Art. Im Zeichen des Karnevals § 6. Jeder Autofahrer muss gegen alles lermeisterverband angehören und im übrigen Ungeziefer, das sich auf den Strassen bewegt, genügend versichert sein. Ein Motor- § 13. Das ist eine unglückliche Zahl. Die selbst auch fahren können. charrefahrer, der eine sog Freundin hinten Autofährer haben sonst genug Pech, mit aufladet, muss sich zudem darüber versichern, dass seine Frau nichts dagegen hat. § 14. Jedes Auto muss die leserliche Auf- Bussen- etc. Gehen wir also weiter. Ansonst erhält er beim ersten Halt mit einem Vollgummiknüttel 25 auf den Hintern Schwiegermutter tragen. Bei Velos genügt schrift' seines Eigentümers und dessen und ebensoviel auf den Soziussitz, alles mit die Firmatafel der Stiefmutter Thurgovia, 100 Prozent Selbstbehalt. eventuell der Grossmutter Helvetia. Ferner § 7. Wer ein Auto benützt, das nicht muss der Preis bzw. Wert des Autos irgendwo zu lesen sein, damit es nicht mehr vor- ihm gehört, ist no lang nöd de dümmst Ch...b. kommt, dass einer in guten Treuen einen Karneval in Nizza. Prinz Karneval ist In" diesem Jahr "in. dem Garten der Hesperiden cingadrungen. Er hält seinen Einzug in Nizza auf dem Rücken des überwältigten Drachen, .in einem mit Orangen gefüllten Korbe sitzend und. einen, der eroberten «goldenen Apfel» in der Hand haltend. Ein Vogel aus dem Garten der Hesperiden sitzt auf seinem Helm und zwitecht, das Lied des Karnevals 1929. • l : | 8. Die Besitzer von Automobilen, die ihr Domizil wechseln, haben das im Schiessbüchlein eintragen zu lassen. § 9. Die Hundetaxen für Hilfsmotoren betragen zurzeit ein Napoleon pro Pferd. § 10. Wechselt ein Chauffeur seine Stelle, so kann man bei den heutigen Mietzjnspreisen nicht viel dagegen haben. § 11. Für die Berechnung der Pferdekräfte ist der jeweilige Tarif des internationalen Rossmetzgerverbandes massgebend. Massgebend für die Taxenberechnung sind im übrigen bekanntlich die nichtvorhandenen Steuer-PS. Bruchteile einer Steuer-PS sind sofort zu reparieren. Ist das ganze Auto ein Bruch, so hört alle Gemütlichkeit auf. § 12. Fahrunterricht dürfen nur solche Personen erteilen, die im Besitze eines Sekundarlehrerpatentes sind (aber nicht von Bichelsee au Lac! — die Red.), dem Spengalteii. Opel gegen eine« Heuen Chüngelistall eintauscht, oder umgekehrt § 15. Der Kontrollschild ist jeden Morgen mit Persil oder Ovomaltine sauber zu putzen und zwar gleich nach dem Aufstehen, bevor man auch nur die Nase putzt oder seiner Frau einen Kuss gibt. § 16, Wer unterwegs den Kontrollschild oder das Auspuffrohr oder seine Hosenträger oder auch nur seinen Leumund verliert, ist auf alle Fälle fein raus. § 17. Internationale Fahrausweise nach Afghanistan werden erst wieder ausgestellt, wenn man weiss, was mit dem Gemeinde- Ammann-Ullah eigentlich los ist § 18. Der Regierutigsrät ist ermächtigt, das Nachtlärmverbot auf alle sog. Wandervögel auszudehnen. Männerchörler, die von der Probe erst spät heimkehren, sind mit Schalldämpfern auszurüsten. § 19. Die Geschwindigkeit ist stets allgemein zu reduzieren, wenn ein hübsches Mädchen des Weges kommt. Aus dem gleichen Grunde haben wir verordnet, dass jedes Auto mit einem Spiegel zu versehen ist. < § 20. Alle Strassenbenützer haben sich bei einem Rendezvous im Strassengraben genügend Raum zu geben. Tram, Lastwagen und Telephonstangen haben gerissenen Autofahrern auszuweichen. § 21. Bei Strassenkreuzungen hat das noblere Auto den Vortritt. Wer mitten in einer Strassengabel sich mit dem Messer die Fingernägel säubert, ist ein Löffel! § 22. Bei Nacht müssen alle Motorfahrzeuge mit Licht versehen sein. Für Besitzer von Fuhrwerken, die gerade aus dem Wirtshaus kommen, genügt jedoch eine rot-glühende Nase. Sucherlampen sind nur zugelassen, wenn sie nicht funktionieren. § 23. Vor der Autorität des Regierungsrates haben ale Untertanen ihr Geisteslicht abzublenden. § 24. Die Zivilstandsbeamten dürfen von heute an nur noch solche Säuglinge ins Register A oder B eintragen, die mit einem, roten Schlusslicht versehen auf die Welt kommen. Werden diese Säuglinge später einmal Kantonsräte, so wird ihnen vor der Vereidigung zudem noch ein Kilometerzähler an der Zunge befestigt. § 25. Traktoren für landwirtschaftliche Zweke wird die Taxermässigung nur zugestanden, wenn sie im Hä'rdöpfelacker stekken bleiben, ohne die Staatsstrasse zu benutzen. § 26. Wenn der Signore Rossi damals mit einer Citrone gefahren wäre, so wäre es ihm besser ergangen, denn er wäre nicht bis Campione gekommen. § 27. Das Bruttogewicht für Lastwagen darf, zehn Festmeter nicht übersteigen. Wer einen Anhänger mitführt, ist sozusagen verheiratet Wenn ein Gerneinderat Auto fährt, so ist dessen Nutzlast besonders zu berechnen, i § 28. Wer auf einem Velo seine ganze Familie mitführt, hat die soziale Frage gelöst, bis er im Graben liegt. § 29. Uebertretungen dieser Vorschriften werden im nächsten « Schnorre wagner» publiziert und gebührend an den Pranger gestellt. § 30. Diese Verordnung tritt mit einem Tempo von über 100 km sofort in Kraft. Indem wir euch diese Verordnung zur Kenntnis bringen, benützen wir die Gelegenheit, euch, liebwerte, getreue Eidgenossen und Untertanen, in den Machtschutz der Autokreditbank und der Kaskoversicherung zu empfehlen. Der Regierungsrat des Standes «An der Thur». Aas der Geschichte des Karnevals Der Karneval ist eines der ältesten Feste und sein Ursprung in den alten Religionen Attikas und Roms zu suchen, worüber wir besonders bei Ovid genauere Schilderungen finden. Verkleidungen und Masken zeigten sich zum ersten Male während des Brotund 'Weinfestes. Während der sogenannten «Dionysien» und «Antisterien» zogen ganze Reihen von mit saftigen Reben gefüllten Wagen durch die Gassen und an diesen feierlichen Tagen verbrüderten sich Herren und Sklaven, die, um sich unkenntlich zu machen, als Satyr und Faun verkleidet waren. Aus Griechenland kamen diese Umzüge nach Rom, wo sie zu Ehren Jupiters, der Venus, der Juno und des Saturn «Saturnalien» und «Bacchanalien» genannt wurden. Bei Ovid heisst es auch, dass ein in Arkadien wohnhaftes Hirtenvolk dieses Fest rlie «Februalien» nannte, die sich in der Folge in die Luperkalien umgestalteten («Lupercus»: Schimpfname für Faun). Dieser Ritus beruhte auf der Äusteiluncr gegenseitiger Peitschenschläe'e für begangene TTpbprtretungen und wurde in rler Nacht bei Vollmond ausgeführt. Eine charakteristische Tatsache in der ersten Zeit des Christentums war die Mühseligkeit, einige heidnische Sitten auszutreiben, und vor allem solche, bei denen die öffentlichen Vergnügen oder Schaustellungen die Hauptrolle spielten. Die Kirchenväter mussten zu bestimmten Kompromissen ihre Zuflucht nehmen, indem sie wenigstens das Datum mancher Festlichkeiten beibehielten, deren Charakter, wenn auch, bedeutend modifiziert, dennoch manche Merkmale früherer Zeiten trug. Statt der Luperkalien setzte man damals das sogenannte «Carnelevamen-Fest» ein. Dieser Name wandelte sich mit der Zeit in Karneval um. Diese Feiertage, die sich auf die letzten der Fastenzeit vorangehenden Tage bezogen, wurden ähnlich wie die Luperkalien bei allgemeiner festlicher Stimmung der Massen begangen. Die charakteristischsten Karnevalsumziige treffen wir im Mittelalter in Rom. An diesen Tagen veranstaltete man am' Corso Wettrennen von Kindern, Greisen und. .. Juden, die nackt zum Ziele laufen mussten, wo sie ein Stück Tuch erhielten. Die unterwegs angesammelte Menschenmenge prügelte natürlich ganz fanatisch die ... Juden, angeblich, um sie an die ewige Busse zu erinnern, die sie für die Christus zugefügten Marter erdulden müssen. Bei Rabelais und Montaigne findet man eingehend Schilderungen dieser Feiern, während deren das sich gegenseitige Bewerfen mit Gegenständen gleichfalls eine grosse Rolle spie'te. Anfangs waren es Eier, die man entleerte und mit Sand ausfüllte: man verwandte später auch Pfeffer mit Wasser, statt Sand und schliesslieh nahm man an Stelle der Eier infolge Teuerung alle möglichen Gegenstände: Reis, Kartoffeln, Sellerie, rngefaultc Früchte und selbst Kehricht. Die Italiener liebten ausserdem noch Schaustellungen, die für sie den «Clou» des Programms bedeuteten. Diese Schaustellung beruhte auf verschiedenen Formen der Hinrichtung von Verbrechern. Wilde Szenen spielten sich während der Abwicklung dieses Programnipunktes ab, da die berauschte Menge die erschütterten Nerven nicht im Gleichgewicht behalten konnte, sich zu regelrechten Blutrausch-Orgien herabliess und die Köpfe der Hingerichteten lärmend dui'ch die Strassen trug. Regelrechte Schlachten fanden zwischen den Anhängern dieser oder iener Gesetzesübertreter statt und da die Gerechtigkeit in diesen Tagen beurlaubt zu sein pflegte, benutzte mancher die Gelegenheit, um alle persönlichen Abrechnungen mit dem Stilett zu liquidieren. Soviel vergossenes Blut und so furchtbare Beweise rler Verrohung führten zur Abschaffung der öffentlichen Exekutionen und dann auch der Nacktwettrennen und schliesslieh zum Verbot dos Waffentragens am Corso und des Sichbewerfens mit Gegenständen. Und da man auch unzulässige Lieder bekämpfte, tat man alles, um die ursnrüngliche Form des Karnevals abzuschaffen. Die Erneuerung der Karnevalssitten in Rom erfolgte erst im 17. Jahrhundert. Die Vorliebe des Volkes für öffentliche Vergnügen ist zu stark, als dass man nach dieser Richtung eine Beschränkung einführen könnte. Wozu auch übrigens? Wenn sich diese Festlichkeiten nur im Rahmen des Zulässigen abspielen. So hatten also die neuen Karnevalssitten nichts mehr von den mittelalterlichen Merkmalen, sondern eher künstlerischen Charakter. Reiche Zurschaustellung von Kostümen, farbige Mriskenumz%e, Theater, in denen antike Märchen gespielt wurden, Tänze mit Tausenden von Teilnehfnern — alles das vereinte sich zu grossartigen Schauspielen, die durch dio Fülle künstlerischer Einfälle imponierten. Beschreibungen solcher Feste findet man vor allem bei Byron, Goethe, Madame do Stael und vielen anderen. «Das ganze Volk von Rom — schreiM Madame de Stael — wird von ungewöhnlichem Fieber, von der Furie des Vergnügens, beherrscht, das nirgends in der Welt auch nur ähnlich anzutreffen ist. Die ganzo Stadt vermummt sich; in den Fenstern sieht man traditionelle Masken, die stundenlang beobachten, was auf den Strassen der Stadt geschieht. Und an diesen Karnevelstagen ist wirklich etwas zu sehen. Uebertroibung und Karikatur sind überall als wesentliche Voraussetzungen der Vergnügen anerkannt, woraus die allerkomischsten Szenen entstehen. Häufig ist es eine Groteske, die sich über aufgeblasenen Ernst lustig macht: andere wiederum schöpfen ihren Stoff aus alten mythologischen Sagen: und noch andere spotten über Gesellscbafts-Probleme. In Rom kann man Masken treffen, wie sonst nirgends auf den