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E_1929_Zeitung_Nr.013

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AUTUMUBiL-KbVUß A.T19

AUTUMUBiL-KbVUß A.T19 dem praktischen Liondön Die Markierung gefährlicher Strassenecken durch Eisenpfähle genügt, um den an den Verkehr gewöhnten Grossstädter zu warnen. Es sind keine käfigartigen Einzäumungen nötig! Die sogenannten Hettungsinseln auf der Mitte des Fahrdammes sind an allen Ecken mit Stein- oder Eisenpfeilern versehen, die in der ganzen Stadt einheitlich mit Aluminiumbronze gestrichen, und daher von den Fuhrwerken bereits auf weite Distanz deutlich erkennbar sind. «SSESfe'ä Die Zugänge zu den Untergrundbahnhöfen liegen in Häusern und nicht mitten auf der Strasse, wo sie den Verkehr hindern. IÄS Dia unterirdischen Strassenkreuzungen vermeiden: Unfälle Jund ersparen Schutzleute. Die auf das Pflaster mittels Aluminium geschriebenen Buchstaben, geben Anweisungen, und ersparen dadurch ein Heer von Verkehrsschulzleuten. an Modelle für jeden Bedarf und Verwendungszweck Ensuite de deces, ä vendre excellente machine, 4/5 places, construction 1924, parfait 6tat de marche. possede. pont et malle-arriere, voiture de toute confiance. prix tres raisonnable. — Pour visiter et traiter, s'adresser ä Veuve F. Curchod, buffet de la eure, ä Echallens, au bureau de recouvrements F. Chevallaz. au dit lieu. 38901 BENZ, 1922, mit elektr. Licht und Anlasser bowch, 6fach bereift, tadellos hergerichtet,• mit schriftlicher Garantie. 7720 Besichtigung und Probefahrt bei MERCEDES-BENZ-AUTOMOBIL A.-G., ZÜRICH 4, Badenerstr. 119. Tel.: üto 16.93. Anlagen Kessel-Bau in allen Grossen vorm. Altorler, Lehmann A: Cie. Zotingen, St. Gallen, Bern, Luzern OONNET-ZEDEL 11 Steuer-PS, 7 Plätzer Fr. 3500.— I^t^L.J\T3Xr&i Komplettes Lager m Konradleter offizielle rord-vertretunt Tel »320 folothunr liiiniiiiiii Nur ein Dritte! des Anschaffungspreises xostet die Neugummierung ihres Pneu. Neue Pneus in allen ersten Marken. das vorzügliche Autoöl! UJALTER TFI tj neno ZÜRICH 7 fiyioiäGKier-uieriistatt Paul Wegmann Spritz- Thun-Dürrenast Telephon 10.21 Schuistrasse 298 Stärkster, von Messe zu Messe sich steigernder, Ausländerbesuch, aus 16 Staaten. Luxus- und Gebrauchsartikelmesse, Bedarfsausstellung für das Hotel-, Gastwirt- nnd Kaffehausgewerbe, Papier- und Büro bedarfs messe. Musikinstrumentenmesse, Möbelmesse, Reklamemesse, Textilmesse, ßekleidun

N* 13 — 1929 ÄUTOMOBTL-REVUE 17 Eine Million Autos und kein Lärm New York, die Stadt der Ruhe und des Lichts. Als ich nach New York reiste, ging ich nicht hin, um dort Athen, Konstantinopel oder Bagdad zu sehen. Ich liebe Rembrandt, aber als ich zum erstenmal einen Picasso gesehen habe, habe ich nicht ausgerufen : «Schrecklich, nichts von Rembrandt!», sondern ich habe gesagt: «Wie schön ist das, doch!» Mein erster Eindruck von New York war so stark, dass ich nicht daran denke, ihn zu erklären oder zu verteidigen. Mein Führer, ein amerikanischer, Journalist, entschuldigte sich bei jeder Strassenecke. Er glaubte, ich würde über so viel Hässlichkeit erschrecken. Was mich aber überraschte, war er selber. Später habe ich mich an die unwissende Bescheidenheit der Amerikaner gewöhnt. Verständnis ist eben nicht ihre Sache, Business steht ihnen schon näher. In den meisten Fällen haben sie schon so viel Länder gesehen, dass sie über die ewigen Vergleiche erhaben sein könnten. Ich fand in New York nichts, was ich in allen Grossstädten Europas gesehen hatte. Die Stadt ist ganz neu. Eine Stadt, die nichts von anderen entlehnt und Auto- und Traktor-Anhänger Jeder Art und für jeden Zweck erstellt Karl Müller, Wagenbau, Timn ster öffnen oder auch bei geschlossenen Fenstern ruhig nachdenken? Hat nicht jeder schon wie ich von einem Gesetz geträumt, das allen Chauffeuren äusserste Ruhe zur Pflicht machte? Nun, in New York dagegen habe ich vier Jahre hindurch kein Auto hupen gehört. Ich erfinde nicht, ich lüge nicht. Und doch sah ich von meinem Zimmer tausende Automobile die Stadt durchqueren; aber sie gaben keinen Laut von sich. Der Verkehr geht so langsam und ist derart «verstopft», dass man sich fragt, warum denn die Fussgänger nicht einfach auf den Dächern der Wagen gehen, anstatt auf den engen Bürgersteigen? Aber auch das wird nicht notwendig sein dank dem amerikanischen Erfindungsgeist, denn man will ja in Stockwerkhöhe neue Strassen bauen, um so doppelten Platz zu gewinnen. Man wird dann die Wahl haben zwischen den licht- und luftleeren Strassen und denen, die jedem Wetter ausgesetzt sind wie bisher. New York baut eben nach oben, da es sich nicht dehnen kann Aber auch das Geheimnis der Stille kann auf ganz natürliche Weise gelöst werden. Alle zweihundert Meter steht ein kleiner Strassenturm, auf dem sich ein Polizist befindet, der den Verkehr durch Lichtzeichen derart regelt, dass es sich für die Automobile vollkommen erübrigt, noch zu hupen. Aber damit geben sich die New Yorker noch nicht zufrieden. Da jetzt sehr viele neue Wolkenkratzer aufgeführt werden, streben sie an, dass auch so leise und ruhig gebaut wird, andernfalls fühlen sie sich in ihrer wohlverdienten Ruhe bedroht.