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E_1929_Zeitung_Nr.017

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MERCEDES-BENZ Der neue

MERCEDES-BENZ Der neue leichte Sechszylinder 2,6 Liter Typ „Stuttgart erschüttert auch die letzten Vorurteile derjenigen Automo* bilisten, die heute noch glauben, gute und preiswerte Ge. brauchsautomobile könnten nur in Amerika gebaut werden. Dieses neue Mercedes*Benz*Modell, welches als mittelstarker Sechs* zylinder zwischen den auch in der Schweiz bestbewährten Zweiliter Sechszylinder und den Achtzylinder Typ Nürburg tritt, stellt das non plus ultra dessen dar, was es an Wagen in dieser Preislage gibt. Sein 13*steuerpferdiger Motor gibt dank günstiger Gestal* tung des Kompressionsraumes eine zuverlässige Leistung von 50 effektiven Pferden auf der Bremse, eine Leistung, wie sie von weit grösseren amerikanischen Zylinderiahalten oft nicht annähernd erreicht wird. Daher eine Maximalgeschwindigkeit von 105 km. und eine ausserordentliche Kon* stanz der Leistung, die auch am Berge nicht abfällt. Vergünstige Kompressionsraum derTypeJtuttgart-- Der Motor wird bei der Conduite int£rieure nur mit einem Wagengewicht von 25 kg pro Bremspferdekraft belastet. Daher ein phänomenaler Anzug und eine Kraftreserve, die in Verbindung mit der sorgfältigen Konstruktion aller Einzelteile dieses Motors einen hervorragend ruhigen Gang gewährleistet. nimmt die Schubkraft Her Hinterachse auf Die Federn sind ronden Schubkriften völlig entlastet und haben nur vijedem: ßuteStwsmhiltimi'. Für die Uebertragung des Schubs der Hinterachse wurde die kostspielige Kardanverbindung mit Kugel und Schubrohr der grossen Luxuswagenmodelle übernommen. Daher die unglaubliche Strassenhaltung, die erstaunliche Durchschnittsgeschwindigkeiten ergibt und selbst wesentlich stärkeren Amerikanerwagen spielend vorzufahren gestattet Mit diesem Wagen brauchen Sie weder bei Tage mit brennenden Lichtern, noch nach langem Stehen mit glimmenden Lampen zu fahren. Eine, allerdings kostspielige, Spannungsregulierende Dynamo jerbürgt ^Konstanz der Auf ladung der Batterie. Der grosse Wirkungsbereich des Boschhchts gestattet Ihnen auch bei Nacht die Wagengeschwindigkeit voll auszunutzen. Nur durch Verzicht auf hohe Fabrikations* und Verkaufsgewinne ist es möglich, einen Wagen von dieser Qualität zu so niedrigen. Preisen zu liefern. 2 pl. Sport Fr. 12,400.- 4 5 pl. offener Tourenwagen Fr. 12,550— 4/5 pl. Innensteuer . . . . Fr. 13,200.— CEDES.BENZ Automobil A.*G., ZÜRICH, Badenerstrasse 119 / Tel. Uto 16.93 MER VERTRETER DT TEN ALB CHMIDT >se28 / A. GERMANN, ST. GALLEN, Langgasse 2 FREY & von FELBERT, . GENEVE, 6, rue du Leman / MOTTA & BIFFONI, Automobiles, LOCARNO

N»17 II. Blatt BERN, l.März 1929 N°17 II. Blatt BERN. 1. März 1929 Das Reglement der Schweiz. Automobilmeisterschaft 1929. Das Reglement ist soeben erschienen. Da die diesjährige Meisterschaft nach neuen Grundsätzen ausgearbeitet worden ist, veröffentlichen wir nachstehend das neue Reglement in extenso : In der Absicht, die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen zu fördern, tdeht die Nationale Sportkommission die Austragung einer c) Für alle Klassen mit _ geringerem Zyhnderinhalt als diejenige, in der die beste Zeit der betreffenden Kategorie erzielt wurde, wird diese Zeit um 5 Prozent erhöht, für alle Klassen mit höherem Zylinderinhalte um 5 Prozent reduziert. d) Diese Zeiten stellen alsdann für die verschiedenen Klassen einer Kategorie diejenigen Zeiten dar, denen die Punktzahl 100 zukommt. e) Denjenigen Bewerhern, die unter dieser Zelt blieben oder sie überschritten, wird eine ihrer Leistung entsprechende prozentual berechnete Anzahl Punkte zugesprochen. (Siehe Beispiele am Ende des Reglementes.) f) Die Schlussklassierung erfolgt nach der Totalpunktzahl der besten Resultate von vier Rennen; der Titel der Schweiz. Automobilmeisterschaft 1929 einer Kategorie wird demjenigen Bewerber zugesprochen, der die grösste Anzahl Punkte erreicht. Der zweitklassierte Bewerber wird zum zweiten Meisterfahrer der betreffenden Kategorie ernannt usw. (gemäss Art. 2). g) Bei Gleichheit der Totalpunktzahl ist die im fünften Rennen erzielte bessere Punktzahl rriassgebend. Art. 5. — Bei der Vergebung des Meisterschafts*' titeis wird kein Unterschied zwischen den verschiedenen Fahrerklassen (Herrenfahrer, Experte, Be- Schweizerischen Automobil-Meisterschaft für das Jahr 1929 nach folgenden Bestimmungon vor: Art. 1. — Zu der Schweizarischen Auto-nobil- Meisterschaft sind alle in der Schweiz wohnhaften Mitglieder des A. C. S. zugelassen. Art. 2. — In jeder der drei Wagenkategorien (Touren-, Sport- und Rennwagen) wird die Schwsiz Automobilmeisterschaft nur an eine gewisse Zahl von Konkurrenten vergeben, indem von je fünf zur Meisterschaft angemeldeten Fahrern nur einer den Meisterschaftstitel erlangen kann. Wenn aber die Tourenwagen- und Sportwagenkategorie auch nur je drei Nennungen und die rufsfahrer) gemacht. Rennwagenkategorie nur zwei Nennungen auf- Meisterschaftstitel. weisen sollten, wird der Meisterschaftslitel dennoch je einem Bewerber dieser drei Kategorien zugesprochen werden, sofern diese die gestellten Bedingungen erfüllen. Für jeden Bruchteil von fünf Bewerbern ist gleichfalls ein Meistersjhaftstitel vorgesehen. Wenn Z. B. eine Kategorie sieben Nennungen aufweist! so hat dieselbe ein Anrocht auf zwei Mcisterschaftstitel. bei vierzehn Nennungen ein solches auf drei Meisterschaftstitel. Art. 3. — Um auf den Meisterschaftstitel Anspruch zu erheben, müssen die Bewerber an mindestens vier Prüfungen teilnehmen, die sie unter den im Jahre 1929 veranstalteten nationalen Rennen auswählen können. Die Meisterschaftsbewerber können auch an sämtlichen nationalen Rennen teilnehmen; bei der Wertung kommen die vier besten Ergebnisse in Betracht. Die Bewerber sind nicht verpflichtet, all» Rennen mit dem gleichen Fahrzeug auszufahren. Es steht ihnen daher frei, für jedes Rennen, an dem sie teilnehmen, ein anderes Fahrzeug zu benutzen, nur müssen sie mit denselben stets in der gleichen Kategorie fahren, wobei es ihnen aber freigestellt ist, eventuell in einer andern Klasse der nämlichen Kategorie zu starten. Wertung. Art. 4. — Die Wertung erfolgt in jeder Kategorie durch Zuerteilung von Punkten auf folgender Grundlage: a) Für "die Wertung werden — mit Ausnahme der nicht in der Schweiz wohnhaften Bewerber — alle Teilnehmer der betreffenden sportlichen Veranstaltung miteinbezogen. b) Der Bewerber, der die beste Zeit de? Kategorie fuhr, erhält 100 Punkte zugeteilt. Art. 6. — Den Siegern wird der Titel eines'- Schweizerischen Automobilmeisterschafts-Fahrers für das Jahr 1929 zugesprochen. Die Vergebung des Titels ist mit der Abgabe eines Ehrenzeichens verbunden. • Nennungen. Art. 7. — Die Bewerber werden ersucht, sich ms zum 1. Juni 1929 durch Einsendung des ausgefüllf ten und unterzeichneten offiziellen Anmeldeformulars beim Sekretariate der Nationalen Sportkommission, 16 rue du Mont-Blanc, Genf, anzumelden. Diejenigen, die am nationalen Kilometerrsnnen in Genf (mit stehendem Start) am Sonntag, den 17. März 1929 teilzunehmen gedenken, haben ihr Anmeldeformular für die Meisterschaft bis zum 10. März einzusenden. Die Anmeldung zum Meisterschaftsbewerbe erfolgt kostenlos, ohne Bezahlung eines Nenngeldes. Die Berechnung der für die Schweizerische Automobilmeisterschaft zuerteilten Punkte. Beispiele. 1. Die beste Zeit der Sportkategorie wird in einem Rennen von einem Bewerber gefahren, dessen Fahrzeug der 3000- bis 5000-ccm-Klasse angehört; die beanspruchte Zeit beträgt 276 Sekunden. Diesem Bewerber werden 100 Punkte für die Meisterschaft zuerteilt werden. ~ 2. Ein Fahrer der gleichen Klasse hat die Strecke in 282 Sekunden zurückgelegt. Die Berechnung der ihm zukommenden Punktzahl gestaltet sich folgendermassen: . . ". -- 00 X 3. Ein Bewerber durchfährt die Strecke mit einem Fährzeuge, das einen geringeren Zylinder- inhalt (1100—1500 ccm beispielsweise) aufweist als diejenigen der Klasse, in der die beste Zeit der Kategorie gefahren wurde, in 292 Sekunden. Diesem Fahrer wären 100 Punkte zuerteilt worden, wenn er die Strecke in 276 Sekunden, der besten Zeit der Kategorie, d. h. unter Zurechnung der bei Fahrzeugen niedrigeren Zylinderinhalts zuzuzählenden 5% in 290 Sekunden zurückgelegt hätte. Die ihm zu erteilende Punktzahl ergibt sich wie folgt: 100 X 290 4. In der gleichen Klasse (1100—1500 ccm) bemeUtert ein Fahrer die Strecke in 286 Sekunden. •Ihm werden zuerteilt: 5. Der Bewerber hat. einen Wagen, der einen höheren Zylinderinhalt (5000—8000 ccm beispielsweise) aufweist als diejenigen der Klasse, in der die beste Zeit der Kategorie gefahren wurde. Dieser Fahrer hat die Strecke in 288 Sekunden durchfahren. Er würde 100 Punkte bekommen haben, wenn er die Strecke in 276 Sekunden, der besten Zeit der Kategorie, d. h. unter Abrechnung der bei Wagen höheren Zylinderinhalts zum Abzug kommenden 5% in 262 Sekunde'n zurückgelegt hätte. Ihm werden folglich zuerteilt werden. Punkte. 101,3 Punkte. = 90,9 Punkte Die Polizei als Erzieher. Seit einigen Wochen steht Berlin bekanntlich unter dem Regime einer neuen Verkehrsverordnung, deren vielfach sehr fortschrittliche Bestimmungen verschiedentlich in unserem Blatt kommentiert worden sind. Natürlich,ist für manche Strassenbenützer die Neuordnung noch in manchen Punkten unklar oder ungewohnt, woraus sich noch zahlreiche, absichtliche oder unwissentliche Uebertretungen der Verordnung ergeben. Die Behörde Will aber nichts Unmögliches von den Stadtbewohnern verlangen und überträgt deshalb einem Teil der Verehrspolizei die Rolle des Pädagogen. Unterrichtsfach: Verkehrverordnung. Schulzimmer : ein möglichst verkehrsreicher Platz. Jedermann (natürlich auch jede Dame) wird alsbald angehalten, wenn das Verhalten nicht den Vorschriften entspricht. Mit gewinnendem Lächeln und in höflichem Jone .wird der Zögling in Verkehrssachen auf den begangenen Fehler aufmerksam gemacht. Efst wenn die Karenzzeit samt den Lektionen vorbei ist, wird die Behörde einen strengeren Massstab anlegen und solchen, die ganz schwer von Begriff sind, eine etwas deutlichere Nachhilfsstunde erteilen. Die mit der Belehrung beauftragten Beamten haben, um System in ihren UntemJit zu bringen, einen zum voraus bestimmten Lehrplan aufgestellt. Es wird demnach nicht einfach von Fall zu Fall instruiert, indem dem einen Passanten dieses und einem andern jenes korrigiert wird, sondern die Beobachtung der Polizei erstreckt sich im Laufe eines Tages nur auf einen oder zwei der üblichen Fehler. So wird an einem bestimmten Tag beispielsweise ausschliesslich kontrolliert, ob die Fussgänger tatsächlich nur dann die Fahrbahn überqueren, wenn das rote Signal aufleuchtet. Am folgenden Tag wird wieder ein anderes Gebiet bearbeitet und vielleicht speziell die Fahrzeuglenker unter die Lupe genommen. Das Berliner Polizeipräsidium erklärte, dass man auf diese Weise wohl am ehesten dem Publikum die nötige Zeit und Gelegenheit zur Einfühlung in die neue Sachlage biete. Die Polizeiorgane seien dabei angewiesen, jeden Konflikt mit den Strassenbenützern auf alle Fälle zu vermeiden und darauf bedacht zu sein, ohne Strafen oder doch mit möglichst geringen Strafen auszukommen. Gerade in der Schweiz, wo man auf kantonalem Boden gegenwärtig mit veränderten und speziellen Bestimmungen und Verboten nur so um sich wirft, dürfte dieses Exempel als nachahmenswertes Beispiel zitiert werden. Bei uns beruft man sich kurzerhand darauf, dass der betreffende Erlass an einem bestimmten Datum im Amtsblatt ordnungsgemäss erschienen ist, d. h. dass der Amtsschimmel seinen vorschriftsmässigen Schritt nach vorwärts gehunken ist, und dann fühlt man sich bereits berechtigt, Fehlbare durch Bussen etc. zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn das Publikum einer Riesenstadt, das in Verkehrssachen sicher praktisch besser gebildet ist als die Bevölkerung schweizerischer Städte, noch Unterricht über die Strassenordnung benötigt, wieviel mehr müssten da unsere einheimischen Instanzen für Beleh-iing und Aufklärung sorgen. Dabei ist natürlich vorausgesetzt, dass dies mit der nämiiclien Höflichkeit und dem gewinnenden Lächeln zu geschehen hätte, wie dies beim Berliner Schupomann der Fall ist. z. La nouvelle a obtenu le plus formidable succes parce que: supeneure eile est la voiture americaine qui aecuse la plus petite cylindree eile paie le minimum d'impots et d'assurances eile est la plus economique 10 modeles 4 et 6 cyl. (7 paliers) W. RAMSEIER, GENEVE Lausanne: F.Meylan, Rue des Entrepots 2 Hverdon: Lindic Mooser, Garage d'Yverdon Chaux-de Fonds: Guttmann & Gäcon, Serre 108 Neudlätel: £. Patihey, Rue du Seyon, 56 Bienne: Ch. 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