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E_1929_Zeitung_Nr.017

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Das Anspringen des

Das Anspringen des Motors Der Motor will nicht laufen. Gibt es heute, nach bald 30 Jahren Entwicklung hn Automobilbau, noch Motoren, die nicht soiort anspringen? Man sollte auf diese Rundschau der Technik. Frage ein kategorisches «Nein» erwarten. Und doch kann man tägücji immer wieder beobachten, wie Automobilisten sich minutenlang erfolglos mit dem Anwerfen abrakern. Mancher Automobilist ist dabei über den schüesslichen Ausgang seiner Bemühungen so im Ungewissen, wie ein Verliebter beim Orakelblumen-Zerzupfen, wo man auch erst am Schluss erfährt, ob sie einem «von Herzen», «mit Schmerzen», «ein wenig» oder «gar nicht» liebt. Wie reimt sich das zusammen? Die Motoren unserer modernen Wagen sind laut Prospekt so absolut vollkommen, dass man eigentlich die Konstruktionsbureaux getrost schliessen könnte. Dutzende von Zubehör- Apparaten garantieren ein sicheres Anspringen des Motors, selbst am Nordpol, «ä quart de tour». Abgesehen davon sind die sämtlichen guten Eigenschaften dieser Zusatzapparate schon von vornherein in sämtliche modernen Vergaser hineingebaut, beim einen immer noch etwas sämtlicher als beim andern Konkurrenten. Nun? Des Rätsels Lösung ist, dass wir es trotz allem doch immer mit Maschinen zu tun haben. Maschinen verlangen Bedienung. Und Bedienung erfordert Verständnis. Schlusfolgerung: Wer seinen Motor nur schwer anbringt, macht einen Bedienungsfehler; und er macht den Bedienungsfehler, weil ihm das Verständnis für physikalische Vorgänge fehlt. Wohl wäre es möglich, durch weitere Automatisierung der erforderlichen Bedienung das Verständnis noch mehr auszuschalten. Aber der Konstrukteur hütet sich, in dieser Beziehung allzuweit zu gehen: Die Verfeinerung des Mechanismus bringt unvermeidlich grössere Komplikation und Empfindlichkeit mit sich, und versagt dann ein Glied in der Kette der Zusammenhänge, so ist der verständnislose Automobilist erst recht am Hag. Eine schematisch auswendig gelernte Bedienungsweise ersetzt das Verständnis nicht. AU Sie hat immer nur unter ganz eng begrenzten Umständen Geltung und versagt, wenn neue andere Umstände auftreten. Allgemeine Bildung des Automobilisten. Die Kenntnis der allgemeinen Wirkungsweise eines Viertaktmotors gehört zu der allgemeinen Bildung eines Automobilisten unseres technischen Jahrhunderts, sie ist selbstverständlich. Ein Reiter, Droschkenlenker oder Fuhrmann muss aber nicht nur wissen, dass ein Pferd Muskeln, Knochen, Fleisch und diverse regulierende Organe besitzt, er muss auch wissen, was man dem Pferd zu fressen gibt, damit der ganze Organismus seine volle Leistungsfähigkeit entfaltet. Die Zubereitung des Futters spielt dabei eine grosse Rolle. Es kommt nicht auf's gleiche heraus, ob man dem Pferd Hafer in gewöhnlicher Form zu fressen gibt oder ob man ihm diesen Hafer beispielsweise zu riesigen, steinharten Würfeln ä la Maggi-Suppenwürfel komprimiert» vorsetzt. Mit den Suppenwürfeln könnte das Pferd beim besten Willen nichts anfangen. Ganz ähnlich verhält sich ein Automobilmotor. Es genügt nicht, dass man ihm einfach Benzin zu fressen vorsetzt: Das Benzin muss auch richtig zerkleinert sein, damit er es fressen kann. Wir müssen den Benzin- Suppenwürfel sozusagen in einzelne Benzinkörner zerteilen. Mit dieser Aufgabe wird der Vergaser betraut. Er bereitet aus dem flüssigen Benzin tin Benzin-Gas, d. h. ein Gemisch aus Luft und fein zerteilten Benzintröpfchen. Das Gemisch kann prozentual mehr oder weniger Benzin enthalten, es kann — automobilistisch gesprochen — mehr oder weniger benzinreich sein. Dem Motor zuträglich ist aber nur ein Fressen von ganz bestimmtem Mischungsverhältnis, nämlich ein Gemisch von 12,5 Kubikmeter Luft pro Kilo Benzin. Ferner müssen die Benzin-«körner» in diesem Gemisch fein genug zerteilt sein. Unter normalen Umständen vermag man diesen Anforderungen in ziemlich hohem Grade zu entsprechen. Durch Wahl einer passenden Düsenweite (die «Düse» ist das feine Röhrchen, das das Benzin in abgemessenem Quantum der grösseren Luftmenge zugibt) erreicht man ohne weitres das korrekte Mischungsverhältnis, und durch Anwendung besonderer Formen der Saugleitung erzielt man eine leidlich gute Zerteilung des Benzins. Was nun aber störend in Erscheinung tritt, das sind die wechselnden Einflüsse der Aussentemperatur und der atmosphärischen Luftdichtigkeit. Ein für die Normaltemperatur richtig eingestellter Vergaser ergibt beim Fallen der Temperatur ein Gemisch mit gröberer Benzinzerteilung. Der Motor frisst dieses Gemisch nur mit Widerwillen, was er dadurch äussert, dass er es von Zeit zu Zeit in den Vergaser zurückspuckt. Das gröbere Gemisch ist für ihn auch schlecht verdaulich, es lässt sich nicht entzünden — was man an Aussetzern erkennt — oder verbrennt doch nur träge und ohne grosse Kraftabgabe, ganz ähnlich, wie es ein zu benzinarmes Gemisch täte. Einfluss der Temperatur. Was nun? Drei Möglichkeiten sind denkbar. Man könnte die vom Motor angesaugte Luft von vornherein auf die Normaltemperatur erwärmen. Diese Massnahme ist aber erst dann ohne Umstände durchführbar, wenn der Motor schon angelaufen ist und nun Wärme in Hülle und Fülle zur Verfügung steht. Sie wird auch oft angewendet, hilft aber nicht über die Ablass-Schwierigkeiten bei kaltem Motor hinweg. Man könnte weiter den ungünstigen Einfluss der niedrigen Lufttemperatur dadurch unschädlich machen, dass man durch irgend ein Mittel die Benzintröpfchen nachträglich nochmals zerkleinerte. Leider ist dieser Vorgang nicht so einfach durchzuführen. Wenn aber das zu wenig zerkleinerte Benzin im Gemisch die Wirkung eines zu benzinarmen Gemisches hat, wäre es dann nicht möglich, seine Nachteile durch eine Anreicherung des Gemisches zu vermeiden? Doch. Und hierin besteht das Mittel, das auf einfachste Weise zum Erfolg führt. Um das Gemisch reicher zu gestalten, könnte man die Düse durch eine grössere auswechseln Da aber das reichere Gemisch' nur während deri ersten Betriebsminuten notwendig ist, wäre das zu umständlich. Man sorgt daher dafür, dass man die Düse vom Führersitz aus leicht verändern kann, oder man verändert, was noch viel einfacher ist, einfach den Querschnitt, welcher der angesaugten Luft beim Einströmen zur Verfügung steht. Durch eine solche Verengung des Luft-Einströmquerschnittes wird die Menge der einströmenden Luft vermindert und damit der Prozentgehalt des Gemisches an Benzin erhöht. litt» — N ü 1? Der «Common sens» der Amerikaner. Wie unglaublich weit — nach unseren europäischen Begriffen — der Common sens in Amerika entwickelt ist und das Motto: «Leben und leben lassen» Nachachtung findet, erzählt ein Berichterstatter der «Prager Presse» anhand einiger Beispiele. In einer Automobilfabrik wurden bereits ein Jahr lang hydraulische Bremsen gebaut, die ein mehr oder weniger getreues Abbild der Bremsen einer anderen Wagenmarke waren. Trotzdem wollte die Sache nicht recht klappen. Der Direktor der Konkurrenz soll das erfahren, sieh ans Telephon gehängt und gefragt haben: «Warum plagt Ihr Euch? Wir senden Euch gerne Ingenieure, die die Geschichte in Ordnung bringen. Wir wollen, dass alle hydraulischen Bremsen gut sind, nicht nur die unsern. Dann verkaufen wir beide gut.» Der Amerikaner hat eben schon erkannt, dass es auf die Dauer schädlich ist, den Gewinn auf Kosten eines andern einzuheimsen. Auch auf dem Gebiet de« Patentwesens wurden durch gegenseitige Verständigung grosse Vorteile erzielt. Seit dem «Cross Licensing Agreement» sind alle Patentstreite verschwunden. Gesetzlich geschützte Erfindungen werden kostenlos gegenseitig ausgetauscht. An 700 Patente haben bisher so ihren Besitzer gewechselt, nur Patente prinzipiellen und revolutionären Charakters sind von dieser Behandlung ausgeschlossen. Auch Produktionsbulletins werden monatlich ausgetauscht. Das gleiche «Agreement» regelt die Beziehungen zwischen dem Erfinder und dem Fabrikanten. Als wertvollsten Erfolg der Verständigung schätzt man aber den Fortfall der Industriespionage. Die eigentliche Konkurrenz zwischen den amerikanischen Äutomobilfabriken besteht nur in bezug auf Gesamtanordnung, Baustil, werkmännische Vollkommenheit, Organisation und Initiative im Betrieb. Patente spielen eine Nebenrolle. Für den Reklamemann gilt als höchstes Gebot, dass der Name eines Konkurrenten ohne dessen Zustimmung niemals in einer Anzeige genannt werden darf. Ziffern dürfen keine Konkurrenzartikel bekämpfen. Psychologische Werbung ist zu vermeiden, wenn sie schwache Stellen des Konkurrenten blossstellen könnte. Das Gebot der Nächstenliebe befo'gt eine Automobilfirma sogar so weit, dass sie am Schluss ihrer Markenempfehlung noch eine Reihe weiterer Konkurrenzmarken der gleichen Preiskategorie aufführt. «Sollten Sie sich entsch Hessen, unseren Wagen nicht zu haben wir in Zürich die modernste errichtet. Wir reparieren mit Garantie sämtliche Huto- u. Lastwagenreifen aller amerikanischen und europäischen Marken nach dem berühmten Goodyear - Original - Vulkanisier- System Ein unverbindlicher Besuch wird Ihr Vertrauen gewinnen. Autobereifungen: Wir halten ein reich assortiertes Lager der führenden Weltmarke „GOODYEAR" und liefern sämtliche andern Marken erster Qualität. Telephon: Pneumatik- Service-Station 33 Mainaustrasse ZÜHCli 8

No17 — 1920 kaufen, so kaufen Sie wenigstens einen der xinten angeführten Konkurrenzwagen. Denn einen Wagen brauchen Sie unbedingt.» Ob hinter dieser harmlosen Gutmütigkeit nicht ebensoviel Raffinement steckt? Der Erfolg lässt es erwarten. m. T«a* Sp Frage 7093. Spezlalglesserei fOr Autozylinder. Kann mir ein Leser die Adresse einer Spezial- Giesserei für Autozylinder empfehlen? A. S. in Z. Frage 7094. Roots-Kompressor. Kann mir ein Leser der < Auto-Revue > mitteilen, wo der RooU> Kompressor bezogen werden kann und wo eventuell Literatur erhältlich ist, die über jedes Detail des Kompressors Aufschluss erteilt ? E. L. in Z. Frage 7095. Einrichtung zum Laden von Autobatterien. Welches ist beute die beste Einrichtung für einen größeren Garagebetrieb zum Laden von Autobatterien? Es sollten mindestens vier Akkumulatoren miteinander geladen werden können. H. H. in R. Frage 7096. Ersatz der Kolben? Ich habe im August 1D27 einen neuen amerikanischen Vierzylinder gekauft und war anfänglich damit zufrieden. Nlin zeigen sich aber verschiedene Ueberraschungen, die z. T. zum «Verleider» führen. Der Wagen hat bis jetzt 35 000 km geleistet und wurde dreimal gerusst. Oelpatrone und Zündpatrone erneuert, dreimal Ventile eingeschliffen usw. Das Oel ist fleissig erneuert worden, und ich habe als fünfjähriger Fahrer den Wagen meist selbst bedient und nur ganz ausnahmsweise Zweitpersonen ans Steuer gelassen, und zwar immer in meinem Beisein. Nun kam es vor, dass sogar zur Sommerszeit Ventile kleben blieben und ich zeitweise selbst bei geringen Steigungen herunterschalten musste. Sofort Hess ich die Ursache untersuchen, die Ventile nachschauen, schleifen und russen. Gleich nach solcher Frozedur zeigte es sich, dass der Wagen am Berge wieder sehr träge arbeitete und einfach koine Basse hatte, zu viel Benzin brauchte und Kompreseionsverlust hatte. Nun ging ich zu einem andern Mechaniker, und es stellte sich dort heraus, dass zwei Ventile nicht richtig eingestellt waren oder Sicherungsschrauben losgegangen sein müssen. Nun wurde der Wagen wiederum gerusst, Ventile eingeschliffen, mit neuem Oel versehen, und seitdem ist der Teufel los. Gleich darauf zeigte sich Oel um die Zündkerzen herum, was vordem nie der Fall war. Seitdem ist trotz Zündkeizenpackungen der Motorblock oben immer ölig. Auch war sofort ein lästiges « Bengeln » im Motorinnern zu vernehmen. Da das Oel eich schnell verbrauchte und schwärzlich wurde, liess ich es sofort ab und Hess Winteröl einfüllen, da es im Momente kalt wurde. Nun liess das « Beng£ln » aber nicht nach, und ich entleerte auch dieses Oel wieder und probierte auf Empfehlung hin ein Einheitsöl. Jetzt war das « Bengeln • tatsächlich beseitigt, aber Oelverbrauch und Benzinverbrauch sind gegen früher viel zu gross. Die Vertreter wissen mir nicht anders zu raten, als neue Kolben einzubauen, was bei 35 000 km normal wäre. Ein anderer Mechaniker dagegen behauptet, dass ich nur neue Kolbenringe einbauen lassen solle. Zudem ist der Antrieb mit Handkurbel fast unmöglich, indem menschliche Kraft nicht genügt, dafür ist alle acht Tage der Akkumulator zu schwach, so dass ich ihn oft 2—3 Tage laden muss. Vor acht Tagen habe ich eine Philipslampe mit 50 Kerzen einbauen lassen, was wahrscheinlich der Akkumulator auch nicht auf die Dauer verträgt, und so werde ich wohl wieder mit 25 Kerzen zufrieden sein müssen. A. S. in Z. Antwort: Ihr Motor scheint ziemlich ernsthaft erkrankt zu sein. Das « Bengeln » deutet fast sicher darauf, dass die Kolben oder Zylinderlaufbahnen ausgelaufen sind (.wenn ea sich nicht um Vorzündungsklopfen handelt, das aber leicht festzustellen wäre). Der Ersatz der Kolbenringe genügt in diesem Fall nicht mehr, die Zylinder müssen ausgeschliffen und die Kolben ersetzt werden. Die gegenwärtigen undichten Kolben erklären auch den hohen Oel- und Benzinverbrauch, den Mangel an Kompression und das schlechte Ziehen und bis zu einem gewissen Grad das Steckenbleiben der Ventile. Eine so starke Abnützung nach erst 85 000 km ist allerdings nicht normal. Sie könnte darauf zurückzuführen «ein, dass der Wagen während der Einlaufperiode (die ersten 2000 km) nicht genügend geschont wurde, dass das verwendete Oel ungeeignet war, oder dass die Schmierung sonstwie nicht richtig funktionierte. Es kann vorkommen, dass die Gegenmuttern der Ventilstösseleinstellung sich während das Betriebes lösen; die Abnützung der Kolben hat aber hiermit nichts zu tun. Die Tatsache, dass der Motor jetzt von Hand fast nicht mehr anzukurbeln ist, deutet auf die Verwendung eines zu dirkflüssigen Oels. Wenn die Batterie nicht durch allzu lange Ueberbeanspruchung schon geschädigt ist, sollten die 25-Kerzen-Lampen ohne weiteres durch 50-Kerzen- Lampen ersetzt werden können. Andernfalls ist wahrscheinlich ein Ersatz der Platten nicht zu umgehen, at. Frage 7097. Zubereitung von Lötwasser. Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, wie man sich selbst Löl- Wasser zubereiten kann. F. D. in T Antwort: Man beschafft sich vorerst einen halben, Liter Salzsäure und giesst sie in ein metallenes Gefäss, um sie abzubrennen (Aluminium- und Zinkgefässe sind auszuschliessen), zerklopfe dann etwa 30 Gramm Salmiakslein in kleine Stücke und AUTOMORTL-REVUE suche sich ein Stück Zinkblech (alte Fensterbleche, Regenrinnen, Badwannen, Waschjjefässe usw. sind oft aus Zinkblech). Das Zinkblech schneide man in Stücke und werfe es dann zusammen mit dem Salmiak in die Salzsäure, die sofort zu brodeln anfangen wird. Die sich entwickelten Gase entzünde man, um sie zu vernichten, gehe dabei aber vorsichtig vor und unternehme die ganze Zubereitung nur im Freien. Ist die Säure abgebrannt, was nach etwa 20 Minuten der Fall sein wird, ÄO untersuche man, ob noch ungelöste Zink- odsr Salmiakstücke darin vorhanden sind. Wenn ja, dann ist das Lötwasser nach einer Filtration durch einen Leinenlappen gebrauchsfertig. 'Wenn nicht, dann muss nochmals Zink und Salmiak zugesetzt werden, bis die Salzsäure davon gesättigt ist und nichts mehr auflöst. Das so zubereitete Lötwasser muss in Glasgefässen oder irdenen Gefässen aufbewahrt werden und darf ausser beim Gebrauch nicht mehr mit Metall in Berührung kommen. M. |—•»•«#, Si»»»odh»a«al Anfrage 735. Mäklervertrag. Ich erhielt im Anfang des Jahres 1928 vom Verkaufsbureau einer Firma den Auftrag, einen gebrauchten 14—15- plätzigen Car Alpin, Modell 1927, mit Vierzylinder- Motor, zu verkaufen, resp. für denselben einen Käufer zu suchen. Der betreffende Wagen blieb aber in der Garage der betreffenden Firma und wurde von mir nie benutzt und auch nie berührt. Ich trat in der Sache auch direkt mit betreffender Firma in direkte Korrespondenz wegen des betreffenden Wagens, da der betreffende Herr, der das Verkaufsbureau inne bat, abwesend war. Ausserdem bestand der betreffende Auftrag schriftlich vom Verkaufsbureau für den betreffenden Wagen an mich. Es gelang mir auch, einen Interessenten für den betreffenden Wagen beizubringen und es kam zu einem Kaufsabschluss. Allerdings kaufte betreffender Interessent nicht diesen gebrauchten 14—15- plätzigen Car Alpin, sondern er kaufte von betr Firma einen ganz fabrikneuen 18-plätzieen Car Alpin. Modell 1928, mit Sechszylinder-Mötor, da dieser für seine Zwecke besser passte. Betreffende Firma will mir nun die betreffende Provision nicht zahlen, indem sie behauptet, ich hätte für diesen 18-plätzigen Sechszylinder keinen Verkaufsauflrag gehabt, daher sei sie auch nicht verpflichtet, mir eine Provision zu zahlen. Diese Auffassung betreffender Firma kann ich nun nicht teilen und zwar aus folgenden Gründen : Im Automobilhandel ist es doch Usus, dass die Autointeressenten meist nicht das kaufen, was sie vielleicht anfangs beabsichtigt hatten. Z. B. man führt einen Interessenten in einen Automobilraum, indem ein ganz bestimmter Wagen mit noch andern steht, seien es nun neue oder gebrauchte Wagen. Für den bestimmten Wagen hat betreffender Interessent vor Betreten des Raumes Interesse. Nun tritt er in den Raum und besichtigt diesen Wagen; er gefällt ihm event. nicht übel, aber noch besser gefällt ihm ein anderer Wagen, und er kauft nun den andern, der ihm besser gefällt. Nun scheint mir dies sehr ungerecht, dass dann der Vermittler dieses Kaufes deshalb leer ausgeben soll, weil der betreffende Interessent einen andern Wagen des gleichen Besitzers gekauft hat und der betreffende Vermittler hierfür keinen Verkaufsvertrag hatte, der betreffende Besitzer abei doch den Verkauf mit betreffendem Interessenten gemacht hat. Ich habe schon verschiedenen Firmen Wagen verkauft und auch Käufer zugehalten, in den wenigsten Fällen wurde jeweils der Wagen, gekauft, der die betreffenden Kaufsinteressenten zuerst interessierte, sondern meist wurden andere Wagen gekauft. Deshalb hat mir noch nie eine Firma die Provision verweigert, sondern stets anstandslos bezahlt. Wie ist der rechtliche Standpunkt in einem solchen Fall, wo also geltend gemacht wird, es bestehe kein Verkaufsvertrag für betreffenden Wagens In meinem Fall wurde betreffender Wagen inneit einigen Tagen nach der Besichtigung gekauft und war ein glattes Geschäft, ohne dass ein gebrauchter Wagen vom Käufer in Zahlung genommen werden musste. Der betreffende Kauf wäre niemals zustande gekommen, wenn nicht ich den betreffenden Käufer gebracht hätte, denn betreffendem Käuler war die betreffende Firma gänzlich anbekannt. Der Verkauf ist nachweisbar nur durch meine Vermittlung zustandegekommen. R. in A. Antwort: Es handelt sich vorliegendenfalls um einen Mäklervertrag, d. h, um einen Vertrag, durch welchen der Mäkler verpflichtet wird, gegen eine Vergütung Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages nachzuweisen oder den.- Abschluss eines Vertrages zu vermitteln. Der Mäklerlohn ist verdient, sobald der Vertrag infolge des Nachweises oder infolge Vermittlung das Mäklers zustande gekommen ist. Der Mäklerlohn entsteht weder mit dem Nachweis einer Vertragsmöglichkeit, noch mit der Vermittlung, sofern dies nicht so vereinbart wird, sondern erst mit dem Vertragsabschluss selber. Es steht im freien Belieben des Auftraggebers, den Vertrag abzuschliessen oder nicht Voraussetzung für den Maklerlohn ist, das« der Vertragsabschluss als Folge der vereinbarten Bemühungen des Mäklers' zustande gekommen ist. Hierzu gehört also, dass der Mäkler überhaupt tätig war und dass diese Tätigkeit zum Abschluss des Vertrages kausal war. Musste er nun den Nachweis von Gelegenheit verschaffen, so genügt, das* er dem Auftraggeber die Adresse des Gegenkontrahenten gegeben bat, auch wenn z. B die Verhandlungen vom Auftraggeber ganz allein geführt worden sind. Grundlage des Mäklervertrages ist die Auftragerteilung an den Mäkler. Im vorliegenden Falle ist dieselbe allerdings nur für einen bestimmten Wagen erfolgt. Wenn aber Ihrerseits der Nachweis erbracht werden kann, dass, gestützt auf diese Bemühungen, ein anderer Wagen des gleichen Eigentümers verkauft worden ist, so sind wir der Auffassung, dass Ihnen der Mäklerlohn nicht vorenthalten werden sollte Sollte Ihnen der Mäklerlohn nicht zuerkannt werden, so sind Ihnen jedenfalls die Auslagen für Ihre Bemühungen zu ersetzen. * Automobilgesellschaft Rottal A.-G.. Ruswll. Der Verwaltungsrart genehmigte in seiner letzten Sitzung die von der Betriebsleitung vorgelegte Rechnung und Bilanz pro 1928. Die Totaleinnahmen pro 1928 betragen Franken 522,323.36 (1927: 465^394.25) und die Totalausgaben betragen Fr. 426.50170 (1927: 379,704.75). Der Betriebsüberscbuss beträgt demnach pro 1928 Fr. 96,821.66 (1927: 85.689.50); lo vollere qne vom cherchiez, la Derby-six 6, 7, 8 ou 9 eh., 4 vltesses, est ä unpHx qul vous surprendra Itolor-Import S. A., Gen&ve. 9, nadeleine. Tei. Sl. 19.25 lacal d'cxpasition: 6, Conrs d« Rive BAUMBERGER & FORSTER Bureau, Werkstätte und , Ausstellung im Hinter- Gebäude Löwenstr. 17, ZÜRICH Teloph. 8.9M0 Autolackiererei Marcel Fasnacht Murten (Muut eller) Besorgung aller dnsohlftgigen Arbeiten, vom einfachen bis zum modernen Laraswagen. Gediegene AustUhrung. Grosse Haltbarkeit. Spritzverlabren la. Referenzen - Mlsslge Preise Telephon 159 GARAGE SCHWERZMANN, LUZERN Kanffmannweg 22—24 Telephon 484 PLATZ FÜR 80 WAGEN TAG- UND NACHTBETRIEB AUTO-REPARATURWERKSTÄTTE ALLER MARKEN MECHANISCHE WERKSTÄTTE BESTANDTEILE, BENZIN, OELE, PNEUS Die rieütige Ueberiegio Die teure Polsterung geschlossener Wagen ist so stark allen möglichen Beanspruchungen ausgesetzt, dass es wob wohl lohnt, sie durch einen vom Fachmann angepaasten Polster- Ueberzug zu schützen. — Der Originalstoff bleibt darunter wie neu, und der Ueberzug kann nach Bedarf herausgenommen u. gewaschen werden. Unsere Offerte einholon, macht wenig Mühe und kostet nichts. 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