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E_1929_Zeitung_Nr.021

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Zähle man noch den manelnden guten Willen zur Betätigung hinzu, so gelange man zu einer Ziffer von vier Millionen Menschen^ die theoretisch Höflichkeitsbolde, praktisch aber reine Lümmel seien. Manchen Erdenbürgern, und vor allem solchen, die noch nicht lange in Uebersee leben, sei die wahre Höflichkeit sozusagen angeboren. Gisborne nennt sie «Intuitiv-Höfliche». Er schätzt ihre Zahl in den Vereinigten Staaen auf etwa 600,000 Seelen. Bei 300,000 Menschen führe ihr Weltbürgertum oder ihre hohe Intelligenz zur guten Form. All das unterstützt er durch reiche Belege, die ihm nur eine sehr grosse Gruppe von Mitgliedern geliefert haben kann. Die^Sünden. Interessanter, besonders für den Europäer, der ja schliesslich die Statistik nicht nachprüfen kann und die Ziffern ziemlich teilnahmlos hinnimmt, ist der zweite Teil des Werkes, der eine Art Wörterbuch darstellt und an Hand mannigfacher Situationen des Alltags die einzelnen Verstösse aufzählt. Wir hören da, dass es eine Flegelei sondergleichen sei, in einem Lift den Hut auf dem Kopfe zu behalten, wenn eine Dame, und sei sie noch so unbekannt, eintrete ; oder dass man vergesse, den Handschuh abzustreifen, bevor man jemanden die Hand reiche; oder dass man dem andern die inke Hand darbiete. Ueberhaupt die Hand ! Mit der sündige man vielleicht mehr als mit dem Munde. «Verbrechen» nennt es Gisborne, was man sich da oft leiste. Die schlecht erzogene Hand verrate am leichtesten den gesellshaftlichen Barbaren. Worte mögen oft aufs Temperament zurückzuführen sein, die in der Hosen- oder Rocktasche beim Sprechen belassene Hand sage jedoch viel mehr. Oder die in der Luft herumfuchtelnde obere Gliedmasse! Zur Illustration des Gesprächs habe die Zunge und die Lippe zu dienen und nicht die Hand. Das sind natürlich Dinge, die nur den Mann 'betreffen, mit dem der sittenstrenge Generalsekretär am ausgiebigsten zu Gericht geht. Er verschont aber durchaus nicht das weibliche Geschlecht. Hier findet er es einfach als abscheulich, ein Bein über das andere zu schlagen. Eine Geschmacklosigkeit, deren sich eine Lady niemals schuldig machen sollte, zumal eine solche, «tiefen Schmerz verursachende» Handlungsweise der «Nationalschande» um nicht viel nachstehe, die Beine auf den Tisch zu setzen und Gummi zu kauen (was selbstverständlich nur eine männliche Unsitte ist). Hier aber gewinnt der Europäer wieder das verlorene Selbstvertrauen. Kommt es also wirklich noch so häufig vor, dass der ameri- Sie machten sich auf. Es legte sich weich um ihre Bretter, kleine Kügelchen rollten von ihrer Spur den Hang hinunter. «Stark links halten, Josy, es ist da unten ein kleines Felsbändchen eingezeichnet, das wir umgehen sollten.» Schräg fuhren sie die Flanke hinunter. Straff spannte sich das Seil zwischen den Fahrern. Mitten im Hang fühlte Balz, dass der Schnee unter ihm wich. Ein Blick nach oben zeigte ihm, dass die ganze durchfurchte Flanke über ihnen ins Rutschen kam. «Josy — wir haben eine Laue gelöst! Abwärts — Schuss!» gellte ein Schrei. Im gleichen Augenblick warfen sie die Bretter herum, senkrecht zum Tal. Hinter ihnen war Rauschen und Rieseln. In sausender Fahrt jagten die beiden die Bergflanke hinunter, bald nebeneinander, bald hintereinander. Geduckt wie zwei fliehende Tiere fielen sie in die Tiefe. In ihrem Rücken schwoll das Donnern. «Das Felsband», jagte es durch Balzens Kopf, «wenn einer stürzt, stürzen beide — dann — erreicht sie uns!» Ein Blick nach dem Freund — der fuhr sicher, wie ein Teufel, sehnig in den Knien, das Gesicht wie in Eisen gegossen, den Pickel in beiden Händen zur Seite. So fuhr auch er Ṡchnee stob auf, schlug nass in ihre Gesichter. Kälte schnitt schneidend um ihre Ohren. Wie lange sie so dahinflogen, wusste keiner, es schienen Stunden, während es Bruchteile von Sekunden waren. Die glatte Flanke des Berges teilte sich vor ihnen. Balz sah: Links der Gletscher, die Rettung — der Auslauf dieser wahnsinnigen Schussfahrt. «Links!» gellte er. Der Freund hörte nicht. kanische Gentlemen die Füsse auf den Tisch postiert? (Das Gummikauen würden wir ja noch verzeihen.) So häufig, dass Mr. Gisborne von einer «Nationalschande» spricht? Dana ist ja wieder alles all right, dann gewinnt ja das alte, vertraute Bild vom Yankee, wie es etwa Philipp Berges in seinem «Amerikana» malte, Leben und Farbe. Dann stelt er ja wieder vor uns, der x-mal in einem Satze «Verdammt » rufende, schiessende, spuckende Kraftmensch, dessen gigantischen Aufstieg man seinerzeit nicht ahnte. Dann zerfliessen wir ja nicht mehr willen- und urteilslos vor dem edelmuttriefenden Gentlemen des modernen amerikanischen Grossfilms und denken uns bloss: «Jedes Land hat seinen Geschmack. » Dabei fahren wir Europäer aber nicht am schlechtesten. Dieser Knigge von Uebeisee war also auch für uns eine gewisse Notwendigkeit Wird der Schnurrbart wieder grosse Mode? Seit einigen Jahren versuchen massgebende Friseure in London und Paris den bisher verpönten Schnurrbart wieder zur Geltung zu bringen. Bisher sind alle diese Bestrebungen ergebnislos verlaufen; der üppige Schnurrbart und der wallende Bakkenbart passen nicht mehr zur Erscheinung des modernen Mannes. Um nun die Meinung der englischen Herrenwelt zu erforschen, hat eine grosse Londoner Zeitung eine Umfrage an ihre Leser gerichtet. Dabei hat sich herausgestellt, dass etwa 10,000 männliche Leser in der Theorie für die Einführung des Schnurrbartes sind, wenn sie ihre Ansicht auch nicht in die Praxis zu übertragen wagen. Merkwürdige Gründe werden von den , Befragten für ihre Antwort angegeben: 69 wollen einen Schnurrbart haben, weil sie sich jdann nicht so häufig zu rasieren brauchen; 32 sind der Ansicht, dass ein üppiger Schnurrbart das beste Vorbeugungsmittel gegen einen Schnupfen sei; 5 Herren wollen ihre schlechten Zähne hinter einem Bart verbergen; ebensoviel glauben, dass ihre Nase weniger abstossend wirken würde, wenn ein stattlicher Schnurrbart unter ihr sprösse. Wenig Nationalstolz besitzen die 24 Engländer, die einen Schnurrbart haben wollen, um nicht im Ausland als Engländer erkannt zu werden. 6 junge Leute halten den Schnurrbart für notwendig, weil sie in die Armee einzutreten wünschen; 22, tragen ihn aus Gewohnheit, weil sie beim Militär gedient haben. Weniger verständlich ist es, wenn 29 Engländer einen Schnurrbart haben wollen, weil sie wie Künstler auszusehen wünschen. Eine ganze Anzahl glaubt, dass ein Bart gesundheitsfördernd wirke, und 5 Herren sind der Ueberzeugung, dass man einen Bart tragen müsse, wenn man eine schwache Lunge habe. Eigenartige Ansichten scheinen tue- 29 Befragten zu haben, die einen Bart tragen wollen, um die Atmungsluft zu filtrieren. 77 Herren haben sich die Antwort bequem gemacht, denn sie erklären, dass ein Bart . der Gesundheit dienlich sei. Am aufrichtigsten sind aber 475 Männer, die einen Bart tragen wollen, weil ihn die jungen Damen lieben. (Was man sehr bezweifeln kann!) Immerhin ist nicht abzuleugnen, dass der verpönte Schnurrbart in letzter Zelt selbst bei ganz jungen Männern immer häufiger zu finden ist. «Linksü» — er hörte nicht. Ein Riss am Seil, Josy stürzte. Balz sauste links vorbei, bis das Bremsen des Gestürzten auch ihn zu Boden riss. Zwanzig, vierzig, sechzig Meter flogen, überschlugen, kollerten sie. Dann wurde es still, während rechts vom teilenden Bergkamm die Laue zu Tal donnerte. _ Taumelnd und mit wirren Sinnen suchte sich Balz zu erheben, kroch zum ohnmächtigen, blutüberströmten Freund. «Josy!» — keine Antwort. «Josy!» — bleich und regungslos lag er da. Mit Schnee wusch ihm Balz Gesicht und Schläfen, flösste ihm Branntwein ein. Endlich kam schwaches Leben zurück. Aus weit aufgerissenen Augen starrte die Frage: «Die Lawine! Balz — wo ist sie?» Mit einer Bewegung deutete jener ihren Weg an; da kam ein glückliches Lächeln über Josys braunes Gesicht. Nach zwei Stunden fuhren die beiden zu Tal, langsam und vorsichtig und mit vielen Rasten. In der Talsohle reichten sich die Freunde die Hände und sahen sich in die Augen. Es war nicht ihre letzte Bergfahrt gewesen. G. R. Seh. Läkerole» outes. munodesmfizierendes Vorbeuqunqsmiifel Oriaina I-Packunaeiiv.90u.1.50

N° 21 — 1029 AUTOMOBIL-REVUE roreDQ HD a BE s_uir_ JEFER/^X Frühling lässt sein blaues Band... Glaubt ihr's nicht? Rümpft die Naschen Note. Zu ihm passend: die kleine Wagnerkappe. Für den Tourenwagen wählen wir die in der Morgenkälte ? Natürlich müsst ihr erst zweifeln ! Wie könnte es denn ein charakteristische Autokappe mit dem Nackenschutz. Wunder sein, wenn man es nicht anzweifelte? Frühling, ja, das grösste, schönste Wunder ! — Die Natur wechselt ihr Kleid und Kleid mit dem Mantel in Stil und Farbe in Stillschweigende Bedingung ist, dass das Frau Mode arbeitet fieberhaft. 0, sie hatEinklang steht. Jumperkleid aus Tweed oder schon den ganzen grimmen Winter über ihre Jersey bewährt hier von neuem seine besonderen Tugenden: das schmiegsame Gewebe Gedanken in den Mai geschickt. Und nun, da der Damenautomobilclub seine Appelle ins hinterlässt keinerlei hässliche Druckstellen Land hinausschleudert, wie sollte da eine und Falten, die so leicht einen ungepflegten Frau nicht an ihr Kostüm denken? Eindruck machen. i lei Geschlechtes als Null figurieren. Wenn es ihr gelang, eine Pluszeichenzahl zu erreichen, welche die der Minuszeichen überstieg, dann strahlte meine liebe Freundin. Dann werden sich wenigstens alle jungen Damen austanzen — sagte sie voll Zufriedenheit. Aber letzthin erlebte sie einige Male bittere Enttäuschung. Die angemeldeten Tänzer trafen wie ein Mann ein, jeder von ihnen ass wie zehn, jeder von ihnen trank wie zwanzig, aber sie tanzten nur — mit wem sie zu tanzen Lust hatten. Das heisst also selten. Alle weniger hübschen und weniger gut tanzenden jungen Damen sassen wie angeklebt in den Sesseln. Zum Uebermass alles Bösen fand einer von den Gästen jene unglückselige, mit mathematischen Zeichen versehene Gästeliste und brachte sie in Umlauf. Alle waren tödlich über die allzu weit blickende Gastgeberin Schminke berührten Teint. Sie tanzen mit und ihre guten Absichten beleidigt. Seit allen mit der gleichen Annehmlichkeit, jener Zeit veranstaltet meine Freundin freuen sich über den riesigen Erfolg und nicht mehr Tanzversammlungen und be-vergnügehauptet voll Bitterkeit, dass die Vorkriegs- Phase bleiben sie nur kurze Zeit, nicht sich ausgezeichnet. In dieser jugend bedeutend besser erzogen war. Niemand widersprach. werden sie schon ein wenig gelangweilt länger als die Hälfte des Karnevals, dann und Der Zukunftstänzer. ' Ich habe den Eindruck, dass der Tag bereits nahe ist, an dem ein genialer Erfinder die Menschheit beglückt, indem er ihr das Wunder der neuzeitlichen Technik schenkt — den mechanischen Tänzer. Es wird ein grossartig gewachsener und untadelhaft angekleideter Mannequin sein. Er wird sich mechanisch verbeugen und automatisch lächeln. Er wird wundervoll tanzen, soviel und mit wem es nötig sein wird. Er wird wie ein Grammophon aufgezogen sein, er wird nichts zur Abendmahlzeit essen, er wird sich nicht betrinken (sehr wichtig für die Dame des Hauses), er wird die Tänzerinnen nicht auf das Dekolletee küssen (sehr wichtig für den Herrn), kurz, er wird alle Vorzüge und keine Fehler besitzen. Die Tänzerinnen. Die Tänzerinnen teilen sich in solche, die schon tanzen, in solche, die tanzen und in solche, die noch tanzen. Die, die schon tanzen, erkennt man an dem flimmernden Entzücken in ihrem Blick und an dem samtenen, von keinem Puder und keiner ein wenig blasiert. Tanzend glauben sie, einen Gipfel zu bilden, einen Gipfel, um den sich immer weniger Liebhaber bemühen. In der kompakten Masse der Fräcke bemühen sie Sich, ein anderes, einziges Gesicht zu entdecken. Sie finden es nicht. Oder, wenn sie es finden, dann nicht das, was sie suchten. Vitznau Eröffnung 16. März Beliebtes Week-End u. Tourenziel Brauner Sportmantel, mit Pelzgainitur, für die Uebergangszeit. Mantel aus beiger Kunstseide mit Fuchskragen, sehr elegant für den Nachmittag. Die Automobilkleidung hat ihren eigenen Scharm ; die Mode bleibt auch auf diesem Gebiete niemals müssig — sie ist unerschöpflich in neuen Einfällen und löst mit allerhand Variationen das schwierige Problem immer wieder auf reizvolle und doch zweckentsprechende Weise. Das Unentbehrlichste: der Mantel, äusserst vielseitig und vollendet in Form und Farbe. Haltbar und praktisch: aus braunem Näppaleder, den Einflüssen des Lichts am besten gewachsen. Zarter, sehr frühlingshaft: in lichtem Beige. Von bisher nie gekannter Weichheit: Gazeldaleder, eine Art verfeinerten Wildleders. Das eigenartige Plaidfutter hebt noch den Reiz dieser sportlichen Hülle. Haben wir Blau zu unserer Lieblingsfarbe erkoren, so brauchen wir dieser Königin unseres Herzens auch im Auto nicht untreu zu werden. Entzückt wenden wir uns dem Mantel aus blauem Näppaleder zu, mit Leichtes Frühlingskleidchen in beig und grau. Weicher Filzhut. letzter Blick in den Spiegel, der es uns bestätigt: sportgerecht. Schon sitzen wir am dem Kragen aus beigefarbenem Leder. DieVolant, der Motor wird angekurbelt — hinaus! Farbenbindung blau - beige kehrt noch einmal wieder an den aus schmalen Lederbändchen geflochtenen Taschen. Originell: der Verwandlungsmantel, doppelseitig zu tragen. Darf ich Sie bitten Fräulein.... Innen Kasha beige, aussen braun Näppaleder. Die Innenseite ist imprägniert, trozt (Ballsaal-Silhouetten.) also auch den Launen des Wettergottes. Es 1 Von J. Kiewnarska. handelt sich bei diesem kleinen schneiderischen Kunstwerk tatsächlich um zwei Die Tänzer. Mäntel, die vollkommen gleichartig gearbeitet und aufeinandergenäht sind. Im Rücken aber zunächst unter den Ballsaal-Silhouet- Ich bin eine fanatische Feministin, lasse die Sattelpasse mit Spitze und zwei lang ten, ohne zu zaudern, die Tänzer an die eingesetzte Blenden. Reihe kommen. Sie sind das Salz des Ballsaal-Lebens. Ich denke dabei nicht an die Neben diesen dekorativen Lederhüllen behaupten sich immer noch der Kamelhaarmantel im kleidsamen Havannaton, mit dem sie noch existieren. Vielleicht wird gerade Berufstänzer, denn ich bin nicht sicher, ob flotten, breiten Stoffgürtel und den grossen in dem Augenblick, wo ich diese Worte Taschen. Der Schal aus der leichten Mohairwolle, im grossen, bunten Karomuster — schreibe, der letzte von ihnen, nach dem rot, grün, gelb — gibt dem ganzen Dress, lustig im Frühlingswind flatternd, eine bewegte | Handels-Sdiule Widemann Gegr. 1876 BASEL Kohlenberg 13 Fachschule für Handel und Sprachen Höhere Handetsausbildung mit Diplomabschluss. Deutschkurs für Fremdsprachige. Privatsekretärinnen-, Stenotypisten- u. Hotelfachkurse. Alle Fremdsprachen. Semesterbeginn: Mitte April PROSPEKTE DURCH DIE DIREKTION. raos i Unverkennbare Merkmale wahrer Eleganz der Selbstfahrerin: der feine Wollstrumpf, den man ja heute auch in den zartesten Tönungen findet — der Seidenstrumpf ist hier keinesfalls am Platze und darum auch nicht Ausdruck guten Geschmacks —, und der Schuh mit dem flachen Absatz, der kräftigen Leder- oder der Kreppgummisohle, Der Lederhandschuh, farblich abgestimmt zum Gesamtton der Kleidung —, mit Riegelverschluss. Die innere Handfläche in schmalen Rillen abgesteppt, ähnlich dem Reithandschuh. Frühlingsfahrt — die Vorbereitungen sind getroffen, alles liegt bereit, wir brauchen nur hineinzuschlüpfen in das leichte und doch wärmende Rodierkleidchen, den rassigen Mantel überzuwerfen, die kleine Kappe mit jenem winzig unnachahmlichen Etwas auf das Köpfchen zu stülpen, — noch ein Vorbild seiner Vorgänger, eine etwas exotische, berückend schöne und anwidernd reiche Fürstin heiraten, worauf er natürlich zu tanzen aufhört. Ich schreibe von den gewöhnlichen, alltäglichen Tänzern, die nur für ihre eigene Annehmlichkeit tanzen und, sofern sie gut erzogen sind, was immer seltener vorkommt — auch für die Annehmlichkeit anderer. Ich wünschte, dass ich von jenen, die zur grössten Qual ihrer Tänzerinnen tanzen und den völligen Untergang wundervoller Schuhgedichte verursachen, nicht zu schreiben brauchte. Leider erlischt das Geschlecht (jener Tänzer und nicht der Schuhgedichte) nicht. Die Tanzliste. Ich besitze eine gute Bekannte, eine Frau von früherem Zuschnitt, die bei Ballveranstaltungen die Gästeliste in der Weise anordnete, dass sie bei den Namen der tanzenden Damen ein Minus-, bei den Namen der Tänzer ein Pluszeichen machte, während die nicht tanzenden Personen beider- Bestempfohlene Institute aus der Französi&clteii Schweiz ICOLE NOÜVELLE „LA CHATAIGNERA1E" COPPET bei GENF Laboratorien. — Handfertigkeit. — Sport. VERTIEFTES STUDIUM DER FRANZÖSISCHEN SPRACHE. - Direktor: E. Scuwartz-Bnys. am VlIA Kl A ly n Neuenburgersee