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E_1929_Zeitung_Nr.021

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8 ÄUTOMOBTL-RFVUB

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Ü.S.L-Batteris Jahresproduktion 2 Millionen fung einer oder mehrerer Strassen, die unmittelbar von der deutschen bis zur italienischen Grenze führen — jedoch mit dem Hinzufügen, dass das ProSekt der « Hafraba » bei weitem nicht so ernst zu nehmen sei wie viele Leute glauben. Für diese Strassenbauten und die Durchführung der Projekte stehen dem Kanton Zürich aus den bisher im ordentlichen Budget vorgesehenen Summen, aus den Einnahmen der Motorfahrzeugkontrolle, aus dem Anteil am Benzinzoll und nach dem Abzug der an die beiden Städte Zürich und Winterthur zu leistenden Beiträge jährlich rund neun Millionen Franken zur Verfügung. Das scheint viel zu sein — aber die Kosten sind auch sehr hoch; so kostet beispielsweise die Pflasterung von einem Kilometer auf einer Breite von nur fünf Metern bereits 100000 Franken. Rechnet man alle Ausgaben zusammen, so stellt sich der Kilometer korrigierter Hauptstrasse auf 2—300 000 Franken. Der Kanton Zürich ist, wenn er diese Aufgaben erfüllen will, insofern gegenüber anderen Kantonen in einer glücklicheren Lage, als er seine Eisenbahnschmerzen bereits vor einem halben Jahrhundert durchgemacht, seine Aktienbeteiligungen an Strassenbahnunternehmungen längst abgeschrieben hat und keine Dekretsbahnen besitzt, die immer nur Sorgen bereiten. So hat er freie Bahn vor sich für die intensivere Förderung der wichtigen Verkehrsauf gaben. R.V. Sind die Messungen der bernischen fliegenden Autokontrolle zuverlässig? Die bernischen Gerichte anerkannten bis anhin die Chronometrierung durch zwei Polizeibeamte als zuverlässig und glaubten, durch dieses Kontrollsystem alle nötigen Garantien für die richtige Zeitmessung in den Händen zu haben. Ein gerichtliches Ereignis vor dem Amtsgericht des Bezirkes Laupen wirft Streiflichter auf das System der fliegenden Kontrollen, die seine Zuverlässigkeit in Zweifel setzen. In Frauenkappelen, an der Strasse Bern- Murten, notierte die vierköpfige fliegende Autokontrolle 9 Uebertretimgen, die vor dem Amtsgericht Laupen zur gerichtlichen Behandlung kamen. Nach einer Prüfung der Angaben der Polizeibeamten ordnete das Gericht, auf den Vorschlag der beiden Verteidiger der 9 Beklagten, eine Expertise über das Kontrollsystem der fliegenden Polizei an. Das Gericht' wohnte der Expertise bei und sprach in der Gerichtsverhandlung nach Anhörung der Plädoyer der Verteidiger sechs von den neun Beklagten frei. Alle von der Kontrolle gemessenen Zeiten, die sich an der obern Grenze eines Fehlerbetrages von 30% befanden, kamen für die Verurteilung als Geschwindigkeitsübertretung nicht in Betracht. Die drei andern Fahrer, deren Geschwindigkeit man innerorts an einem Sonntag mit 45 bis 48 km eruierte, wurden nur deshalb verurteilt, weil die Richter die Auffassung hegten, dass die sonntägliche Ortsgeschwindigkeit von 25 km auf jeden Fall übertreten worden sei. Nach der Vernehmlassung des Urteiles legten die Verteidiger, Herr Dr. R. von Stürler für die ersten acht Beklagten und Herr Marti für den neunten Beklagten, Berufung an das bernische Obergericht ein. Dem Gerichtshof war die Berufung insofern angenehm, als die Amtsrichter einmal Klarheit zu erhalten wünschen, was sie von der Zuverlässigkeit des Kontrollsystems der bernischen fliegenden Autokontrolle zu halten haben. Die energische Tätigkeit der beiden Fürsprecher (der erstere ist der Rechtsberater der Sektion Bern des A. C. S.) ist im allgemeinen Interesse sehr zu begrüssen. go. Stf. C Notizen Bescheidenes Ergebnis! Wie wir nachträglich erfahren, fand zwischen dem Chef des kantonalen st. gallischen Polizeidepartementes und Vertretern der Lastwagenbesitzer, des st. gallischen Gewerbeverbandes, des Kaufmännischen Direktoriums und dem Sägereiverband eine Konferenz statt, die sich mit den so überaus harten Bestimmungen der neuen Verkehrsordnung befasste. Von den Vertretern der Verbände wurde u. a. eine Reduktion der Steuern für Lastwagen und Anhänger, der Taxe für Verkehrsbewilligung und der Versicherungsansätze, Zulassung einer grösseren Belastung von Dreiachswagen verlangt. Ferner wiesen die Verbände auf die unberechtigte Bevorzugung staatlicher und städtischer Betriebe auf Kosten der Privatunternehmung hin. Ein klassisches Beispiel ist ja die Post, welche die Strassen mindestens ebensosehr in Anspruch nimmt wie jeder private Transportunternehmer, die aber weder von drückenden Steuern noch von durch Benzinzoll verteuertem Benzin belastet ist. Endlich wurde auch das Nachtfahrverbot als wirtschaftsschädigend bekämpft. Der Vertreter des Regierungsrates versprach gleiche Behandlung der privaten und der staatlichen Wagen, doch bezieht sich dies nur auf Maximalbelastung und Karosserieausmasse, da die kantonalen Kompetenzen diesbezügilch nicht weiter reichen. Bezüglich des Nachtfahrverbotes wurde einzig das Zugeständnis gemacht, dass Lastwagenführer, die sich über eine eingetretene Störung, einen Unfall oder Verspätung durch Hilfeleistung etc. ausweisen können, nicht bestraft werden sollen, auch wenn sie nach der vorgesehenen Zeit noch auf Kantonsgebiet fahren. Weiter wurde eine Erklärung abgegeben, die Regierung werde die Wünsche der Interessenten im Zusammenhang mit den Ladevorschriften nach Möglichkeit berücksichtigen. Ueber eine eventuelle Aufhebung 1 des Nachtfahrverbotes oder eine Erleichterung der Steuern wurde allerdings kein Wort verloren. So muss das Ergebnis dieser Verhandlungen als sehr bescheiden taxiert werden und es ist wirklich bedauerlich, dass ein Kanton wie St. Gallen, der vorab an einer ausgebildeten Verkehrswirtschaft Interesse hat, für die Bedürfnisse des modernen Verkehrs so wenig Verständnis aufbringt. Bei der fiskalischen Beanspruchung des Motorfahrzeuges ist man allerdings nicht halb so ängstlich! z. Zü»ch«~ Notizen Das Podium für Verkehrspolizisten, das während wenigen Monaten auf dem Paradeplatz aufgestellt gewesen war, hat sich zweifelsohne glänzend bewährt. Der Verkehrspolizist hat einen weit besseren Ueberbllck über den Platz, der ihm, so lange er noch auf ebener Erde stand, fast ständig durch die heranfahrenden Tramways benommen war, und der Motorfahrzeugführer sowie auch der Passant (sofern er sich ein wenig bemüht), brauchen den Beamten nicht erst im Strassengetümmel zu suchen, sondern erblicken ihn schon auf weite Distanz. Wir haben in letzter Nummer davon berichtet, dass das Podium am Paradeplatz beseitigt wurde, weil es zu nahe den Strassenbahngeleisen postiert gewesen war. Die Einrichtung hat sich aber so gut eingebürgert, dass sie wohl niemand mehr missen möchte und die massgebenden Instanzen haben deshalb entschieden, den «Verkehrsturm» in anderer Form und den bestehenden Bauvorschriften gemäss wieder erstellen zu lassen. Er wird alsdann den gesetzlichen Abstand vom Tramgeleise haben und in der Form dem Podium gleichen, das jüngst auf dem Leonhardsplatz errichtet wurde und den diensttuenden Verkehrspolizisten beherbergt. Da diese Estraden auf den vorhandenen Verkehrsinseln aufgebaut worden sind, behindern sie den Verkehr in keiner Weise. Es ist erfreulich, dass sich Zürich in vermehrtem Masse die fn ausländischen Städten erprobten Institutionen zur Verkehrsregelung zu Nutze macht. Bleibt nur zu hoffen, dass man auch für wichtigere Fragen, wie Verkehrsvorschriften für Tramways, Vorfahren an Strassenbahnen, Höchstgeschwindigkeiten innerorts etc. nicht mehr allzulange am alten Zopf festhält. z. AUSLAND Zur Ausbildung der Richter im Ausland. Wie uns seinerzeit aus Wien gemeldet worden war, haben die dortigen Automobilverbände gemeinsam dem Bundesministeriüir für Justiz ein Gesuch unterbreitet, es möge den richterlichen Funktionären, die mit zivilund strafrechtlicher Rechtsprechung in Automobilsachen betraut sind, gestattet werden, sich in praktischem und theoretischem Automobilwesen ausbilden zu lassen. Das Ministerium hat die Zweckmässigkeit einer solchen Ausbildung anerkannt und dem Gesuche stattgegeben. Auf die erlassene Rundfrage meldete sich eine überraschend grosse Zahl von Richtern für die Kurse, welche von den Automobilverbänden gemeinsam durchgeführt werden. Bis jetzt haben bereits 120 Richter diesen Spezialunterricht zum Teil absolviert, teilweise begonnen. Auf alle Fälle dürfte Wien sich rühmen, in Bälde die Grossstadt zu sein, in der die grösste Anzahl von Richtern über praktische Kenntnisse im Automobilfach verfügen, was auf die künftige Erledigung der Automobilsachen vor Gericht nicht ohne Einfluss bleiben wird. z. Die amerikanische Automobilelnfuhr 1928. Die Vereinigten Staaten haben im verflossenen Jahre insgesamt 566 Automobile und Chassis im Werte von 1 201 323 Dollar aus dem Auslande bezogen, ein Rückgang gegenüber dem vorhergehenden Jahre mit einem Import von 635 Einheiten im Werte von 1218938 Dollar. Eine nicht unwesentliche Zunahme der Einfuhr von Einzelteilen (ausschliesslich Automobilreifen), und zwar dem Werte nach von 1 146 265 auf 1 597 729 Dollar, hat jedoch zur Folge gehabt, dass der Gesamtimport gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme um 14 Prozent aufzuweisen hat. iw.

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