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E_1929_Zeitung_Nr.022

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Einzelheften über

Einzelheften über Segraves Weltrekordversuche. Sowohl die Tages- als Fachpresse hat am 12. März den neuen Weltrekord des Engländers Segrave gemeldet (« Automobil-Revue » Nr. 21). Wie es bei derartigen Sensationen, namentlich in Amerika, zu gehen pflegt, sind heute mehrere zum Teil widersprechende Meldungen über die Leistung des « Goldenen Pfeiles» in Umlauf. So ist die genaue' Zahl der erreichten Stundenkilometer noch nicht festzustellen. Man wird hiezu die offizielle Bekanntgabe der Chronometreure abwarten müssen. Sicher ist, dass Segrave eine Geschwindigkeit von 370 km erreicht hat. (Die erste Meldung lautete auf 372,56 Stundenkilometer.) Gewissen Telegrammen zufolge wird überhaupt bestritten, dass Segrave einen neuen Weltrekord erzielt habe, da er die genannte Geschwindigkeit von 370 km nur in einem Lauf erreicht habe. Bekanntlich sind zur Homologierung von Rekorden zwei Läufe, nämlich hin und zurück, erforderlich. Alle Berichte sind sich indessen in dem Punkte einig, dass Segrave nochmals zu einem Rekordversuch starten wird, sei es, um seine Geschwindigkeit zu verbessern, sei es, um den noch fehlenden zweiten Lauf zu erledigen. Wir veröffentlichen nachstehend mit allen Vorbehalten folgende Einzelheiten : Ia Anwesenheit seiner Frau hat Major Segrave heute, am 12. März, in Daytcm Beach, um 9 Uhr abends europäischer Zeit den Versuch unternommen, mit seinem Wagen «Golden Arrow» den von White mit einem Triplex-Wagen auf 207,5 eng]. Meilen gebrachten Geschwindigkeitsrekord für Automobile zu brechen. Segrave erklärte vorher, er rechne damit, mindestens eine Stundengeschwindigkeit von 220 engl. Meilen (352 km pro Stunde) zu erzielen. Die Beschaffenheit der Sandbahn und der Wind seien weniger günstig als vor zwei Jahren. Auf die Frage, ob er nervös sei, antwortete der Engländer: «Ich bin Fatalist, aber ich halte die Wahrscheinlichkeit, mit heilen Gliedern davon zu kommen, für besser als 10:1.» Der erste Versuch glückte gleich vollkommen. Segrave teilte sein Rennen in zwei Läufe ein, und fuhr zuerst mit vier Meilen Anlauf von Süden nach Norden und dann in entgegengesetzter Richtung. Bei dem ersten Lauf durchfuhr er die abgesteckte Meile gegen den Wind in 15.15 Sekunden, erreicht© also eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 231,51 Meilen pro Stunde. Beim Rücklauf, bei dem man eine noch bessere Zeit erwartete, kam er auf 231,21 Meilen pro Stunde. Die Durchschnittsgeschwindigkeit für die Gesamtstrecke beträgt 231,362 engl. Meilen pro Stunde gleich 370,1792 km. Segrave wurde nach seiner sensationellen Leistung von den an die 100000 zählenden Z-uschauem stürmisch gefeiert. Er erklärte, dass er seinen neuen Rekord nur verteidigen werde, wenn dieser gebrochen werde, ehe er Daytona Beach verlasse. Andernfalls würde er niemals wieder ein Rckordronnen unternehmen. In Telephongesprächen gab der Rekordmann an, dass die Bedingungen für den Versuch sehr schlecht waren, da die Erdoberfläche des Strandes sich als sehr uneben erwies. Obgleich der «Golden Arrow» sich wunderbar bewährte und während des Versuches keinerlei Maschinendefekt erlitt, habe er kurz vor Beendigung der ersten Fahrt eine sehr ungemütliche Zeit gehabt. Der Hahn der Kühlwasserleitung brach, "wodurch kochendes Wasser sich über die Knie des Fahrers ergoss. Eine Zeitlang wurde er durch den Dampf geblendet und konnte nicht sehen, welchen Kurs der Wagen nahm. Infolgedessen habe der Wagen ein- oder zweimal geschleudert. Es sei ihm jedoch Major Segrave, der schnellste Rennfahrer der Welt. möglich gewesen, dies sofort zu regulieren. Die Hitze sei furchtbar gewesen und er habe von dem im Vorderteil des Wagens angebrachten Eiskasten Gebrauch machen müssen, um die Kühlung zu verbessern. Der Rennwagen sei nach Beendigung des Rennens in bester Verfassung, nur Wassertank und der Eiskasten wären leer. Die Reifen zeigton keinerlei Verbrauchszeichen. Wenn der Wagen neu gefüllt sei, sei er zu einem neuen Versuch startbereit. Und schon die ersten Todesopfer... Der Amerikaner Bible, der Segraves neue Weltrekordleistunig schlagen wollte, überschlug sich mit seinem Wagen bei einer Geschwindigkeit von 202 Meilen und blieb tot auf dem Platze. Der Rennwagen überfuhr einen Filmoperateur, der ebenfalls augenblicklich tot war. Der Weltrekord bestätigt! Wie wir in letzter Stunde erfahren, wird der Rekordversuch des Engländers Segrave AUTOMOBIL-REVUE 1929 — N° 22 mit 372,340 Stundenkilometern bestätigt. Segrave hat also die beiden vorschriftsgemässen Läufe absolviert. Es wird gemeldet, dass der bekannte deutsche Raketenautofahrer Valier Segrave mit einer Million Mark herausgefordert habe, mit einem viel billiger konstruierten Raketenwagen eine grössere Stundengeschwindigkeit zu erreichen. Ein Strassenhilfsdienst des T. C. S. Sidecar-Patrouillen für erste Hilfe bei Unglücksfällen und Pannen. • Ein kurzes Gespräch mit Herrn "James Quinclet, dem Generalsekretär des T. C. S., anlässlich des Jahresfestes der Sektion Bern, Hess die Vermutung zur Gewissheit werden, dass der Schweizerische Touring-Club für 1929 grosse Dinge im Sinne habe. Je mehr die Rede auf den letztes Jahr mit Erfolg eingeführten Grenzdienst des T. C. S. kam, desto spärlicher fielen die Antworten. Und der T. C. S., in heimtückischer Stille arbeitend, hat nun plötzlich einen wunderbaren Plan unterbreitet. Es handelt sich um nichts Geringeres als um die Einrichtung eines ständigen Patrouillen-Dienstes für erste Hilfe bei Unglücksfällen und Pannen auf unseren Strassen. Die Anregung dazu war in unserem Blatte des öftern gefallen, jedesmal, wenn es die herrlichen Erfolge des englischen Strassen- hilfsdienstes zu kommentieren galt. Dass natürlich der Touring-Club diesen Dienst vorerst nur versuchsweise einführt, ist taktisch nur klug. Dies hat sich schon beim Grenzdienst erwiesen. Praktisch ist die Arbeit dieses Patrouillendienstes wie folgt vorigesehen: Mit Beginn der Saison zirkulieren auf unseren grossen Durchgangsstrassen nach einem genauen Tagesfahrplan 2 Sidecars, der eine in der französichen, der andere in der deutschen Schweiz. Diese in den Motosacochewerken zu diesm Zwecke besonders konstruierten Sidecars sind sowohl mit einer grossen Apotheke ausgerüstet, die alles enthält, was die erste Hilfe bei Unglücksfällen erfordert, als auch mit einem Werkzeugkasten, Oel und Benzinkannen, wichtigen Ersatzbestandteilen, wie Kerzen etc. zur Behebung von Pannen. ingeniöser Weise erlaubt die Konstruktion der Sidecars ausserdem eine Umwandlung des Seitenwagens in eine Bahre zum Transport von Verwundeten. Die beiden Agenten des T. C. S. sind routinierte Mechaniker und gleichzeitig erfahrene Sanitätler. Sie dürfen für ihre Hilfeleistungen keinerlei Trinkgeld entgegennehmen. Selbstverständlich stehen sie den Automobilisten auch zu Auskünften zur Verfügung. Die Mitglieder des T. C. S. erhalten jegliche Hilfeleistung vollständig kostenlos, während die übrigen Automobilisten eine angemessene Entschädigung zu entrichten haben. Wenn auch der Patrouillendienst dieser ersten beiden Sidecars selbstredend im allgemeinen Verkehr noch nicht spürbar sein wird, so werden doch, die gesammelten Erfahrungen genügen, um den Hilfsdienst auf breiter Basis wirksam zu organisieren. Dies ist es, was der Touring-Club beabsichtigt und wozu wir ihm nur gratulieren können. Die T. C. S.-Hilfsdienst. Sidecar zum Verwundetentransport umgewandelt. AUTO-OEL von DÜNN-MlTTEt-XUCKFLÜSSlG DASBESTE SCHMIERDEL DER GEGENWART IN BESSEREN GARAGEN ERHÄUUCH Vertretung hir dieJCäntone S&ern und Solothurn. LANZ&CIE.BERN AaAergergassel6.MMwerk31ä6 TIMKEN absolut harz- u. säurefrei, universell in seiner Leistungsfähigkeit. ,. bei Temperaturen bis 100° wird es nicht dünnflüssig ,. „ wie Honig legt es sich um das Getriebe . .. „,, sämtliche Stellen sind beständig mit einer Fettschicht umwickelt „ „ es zersetzt sich nicht und ist daher sehr sparsam im Gebrauch ... es ermöglicht eine spielend leichte Umschaltung. 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