Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1929_Zeitung_Nr.020

E_1929_Zeitung_Nr.020

halben Jahrhundert

halben Jahrhundert errungene unbestrittene Monopolstellung der Eisenbahn ist in den letzten Weltkriegsjahren in sich zusammengebrochen; seit 1914 hat sich in unserem Lande der Bestand an Personenautos verzehn-, derjenige an Lastautos sogar verelffacht. Unnötig, zu sagen, dass solcher elffacht. Unnötig, zu sagen, dass solcher Konkurrenz selbst die stählernen Schienenstränge der Bahn nicht gewachsen waren. Der Freimut, mit dem die Vertreter der Bundesbahnen dies heute zugestehen, ist der beste Beweis für den Sieg des Automobils; denn auch in dem Satz «Eisenbahn und Auto» schlummert noch ein letzter Rest von jenem Monopol-Aristokratismus, der sich der TJebermacht nur ungern gebeugt hat und jetzt nach dem einträglichsten Kompromiss sucht. Nichts konnte diese Ueberzeugung besser erhärten, als ein sehr gut fundierter iy2stündiger Vortrag, der am Dienstagabend im Kreise der Kursteilnehmer für staatsbürgerliche Bildung in Zürich von Dr. Locher, Direktor der «SE- SA», gebalten wurde. Das an sich bekannte Thema der «Beziehungen zwischen Eisenbahn- und Strassentransport» gewann durch die Einstreuung unerfüllter Geständnisse zugunsten des Kraftfahrzeugs an zeitlichem Interesse, und der Kern des Vortrags lässt sich am besten in einer Anthologie solcher Aussprüche herausnehmen: Die Transportfragen stehen heute kaum zurück hinter den Produktionsproblemen. Die Bahnunternehmungen wurden nur deshalb so leistungsfähig, weil sie dank des ihnen verliehenen Expropriationsrechts ihre Anlagen verkehrspolitisch günstig trassieren konnten. Den grössten Vorsprung sicherte sich der Kraftwagen gegenüber der Bahn, indem er keinem Tarifzwang und keiner Transportpflicht unterworfen ist. Die Arbeitszeit für das Bahnpersonal ist gesetzlich begrenzt; die Kraftwagenführer unterstehen bisher weder dem Arbeiterschutz noch dem Fabrikgesetz (ein Manko, das man zu beseitigen anstrebt. Der Ref.). Die Gefahr für das Transportgut ist in der Regel beim Auto geringer als bei der Bahn, weil beim Auf- und Abladen geschultes Spezialpersonal hilft. In Sicherheit, Schnelligkeit und Pünktlichkeit kommt der Autotransport dem der Bahn gleich. Erst in den letzten Jahren hat der Kraftwagen j eeine Gebrauchsfähigkeit auch bei jeder Witterung, vor allem auf Schnee, bewiesen; die eidgenössische Postverwaltung, unter Verwendung von Raupenautos und Schneeschleuder-Pflügen, darf das Problem des Winterautodienstes im Gebirge als gelöst ansehen. Sollen die allgemeinen volkswirtschaftlichen Interessen gewahrt werden, so müssen die Beziehungen zwischen Eisenbahn und Auto eine Zusammenarbeit und gegenseitige Ergänzung darstellen. Ein gegenseitiger Vernichtungskampf darf nicht geführt werden. -y. Kasko-Versfcherung. Man schreibt uns: In Nr. 15 der «Revue» wird in einem Artikel nachzuweisen versucht, dass es für den Automobilbesitzer vorteilhafter sei, Kaskoversicherungen nicht auf längere Dauer, sondern nur von Jahr zu Jahr abzuschliessen, da auf diese Weise die Prämie der Entwertung des Wagens angepasst werden könne. Zutreffend ist, dass im Totalschadenfalle, d. h. bei einer 100% igen Beschädigung des Automobils, der von der Versicherung ausbezahlte Betrag nie höher ist als der Wert des Automobils im Zeitpunkt des Schadenfalles. Diese Praxis der Versicherungsgesellschaften stützt sich auf den aus allgemeinen Erwägungen berechtigten Grundsatz, dass der Versicherungsnehmer mit seiner Versicherung kein Geschäft machen soll. Es könnte zu grossen Missbräuchen führen, wenn der Automobilbesitzer für seinen verbrannten alten Wagen den Neupreis des Wagens erhalten würde. Das Eidgenössische Versicherungsamt hat die Aufstellung dieses Grundsatzes, der übrigens in der Feuer-Versicherung allgemein gilt, genehmigt. Die Ausführungen in dem genannten Artikel gehen aber insoweit fehl, als darin die Auffassung vertreten wird, dass die Leistung der Versicherung von Jahr zu Jahr mindestens um 20%, entsprechend der Entwertung des Wagens, zurückgehe. Der Herr Einsender übersieht, dass das Risiko des Totalschadens nur einen verhältnismässig kleinen Teil des Kaskorisikos ausmacht. Bei weitaus dem grössten Teil der Schäden handelt es sich um sog. Teilschäden, die durch Reparaturen, Ersatz-Anschaffungen usw. behoben werden können. Nun ist es aber klar, dass Ersatzteile genau gleichviel kosten, ob sie an einem neuen oder an einem gebrauchten Wagen angebracht werden müssen. Ja, sehr oft kosten Ersatzteile zu einem alten Wagen viel mehr, weil sie nicht auf Lager sind und daher besonders angefertigt werden müssen; je älter der Wagen, um so grösser ist diese Gefahr. Es ist weiter eine bekannte Tatsache, dass Reparaturen an einem älteren Wagen zum mindesten nicht billiger ausgeführt werden können als an einem neuen Wagen; im Gegenteil bedingt bei dem älteren Wagen ein Schadenfall sehr häufig mehr und höhere Reparaturen, als dies bei einem noch neuen Wagen der Fall wäre. Da nun diese Teilschäden über 90% aller Schadenzahlungen ausmachen und, wie ausgeführt, sich bei einem älteren Wagen eher höher stellen als bei einem neuen Wagen, dürfte es ohne weiteres verständlich sein, dass die Dauer, während der ein Wagen in Gebrauch war, für das Kaskorisiko keine wesentliche Rolle spielen kann. Ausschlaggebend für die Prämienbemessung ist der Neuwert des Wagens und seiner Ersatzteile. Die Versicherung muss daher für die Prämienberechnung auf diesen Neuwert (Katalogwert) abstellen, derart, dass sie bei gebrauchten Wagen die Prämie durch Alterszuschläge auf annähernd diejenige Höhe bringt, wie sie sich auf Grund des Katalogwertes ergeben würde. Mehr als eine Differenz von 10% gegenüber der Neuwertprämie wird von den Versicherungs-Gesellschaften im allgemeinen nicht toleriert. In einzelnen Ländern, so z. B. in Deutschland, wird für die Prämienbemessung in der Kaskoversicherung überhaupt nicht auf den Wert des Wagens, sondern nur auf dessen Stärke (PS) abgestellt; unterschieden wird dabei lediglich nach geschlossenen und offenen Wagen. Aus alldem ergibt sich, dass der Kaskoversicherte kein Interesse daran hat, nur einjährige Versicherungsverträge abzuschliessen, indem die Prämie sich nicht entsprechend der Wagenentwertung reduziert. Zudem erheben die meisten Versicherungs-Gesellschaften für weniger als 3jährige Verträge 10% Prämienzuschlag. H. Strassenbaufragen vor dem Thuner Stadtrat Ueber die Korrektion der Steffisburgstrasse Tom Berntor bis Hübeli (Gemeindegrenze) referierte anlässlich der Stadtratsitzung vom 1. März Herr Bauvorsteher Wolfli, indem er das Projekt erläuterte. Der Strassenbelag soll nach System Warlter vorgenommen und das Trottoir verbreitert werden. Der Staat wird die in seinem Besitz sich befindliche Strasse von sich aus korrigieren, verlangt jedoch einen Beitrag der Gemeinde von 3975 Franken. Die Kosten des Trottoirs mit 17,500 Fr. fallen der Gemeinde zu lasten. Ausserdem muss der Strassenbahn für Anschaffung von Schienen und für den Unterbau des Geleises ein Vorschuss von 14,000 Fr. bewilligt werden. Der AnstösserbeitraS soll mit 20 Prozent festgesetzt werden 1929 — N° 20 (3500 Fr.). Namens der Geschäftsprüfungskommi^ sion befürwortete Herr Galeazzi Eintreten auf die Vorlage, wünschte jedoch Reduktion des Vorschusses an die Strassenbahn auf die Kosten des Geleiseunterbaues (3500 Fr.), nicht aber die Beschaffung von neuem Schienenmaterial. Wünschenswert wäre die Weiterführung der Korrektion nach Steffisburg. Der Antrag des Gemeinderatea wurde genehmigt. Ueher die Korrektion der Hotstettenstrasse teilte der Bauvorsteher mit, dass der Kanton Bern an die auf 440,000 Fr. veranschlagten Baukosteq gemäss Projekt III a 173 626 Franken zusichert, Trotzdem die Korrektion ein dringendes Bedürfnil wäre, hält der Gemeinderat diesen Staatsbeitrag ajs ungenügend. Aus der Gemeinde Thun wird eine Automobilsteuer von jährlich 125.000 Fr ge» leistet, der Kanton bekommt ausserdem seinen schönen Anteil vom Benzinzoll. Es wäre deshalb eine bessere Beteiligung des Staates am dringend notwendigen Umbau der Strasse angezeigt. Neue Verhandlungen mit den Kantonsbehörden sollen angebahnt werden. Herr Fürsprech Galeaazi teilte mit, dass die Geschäftsprüfungskommission die Meinung des Gemeinderates hinsichtlich des ungenügenden Staatsbeitrages und auch hinsichtlich der Aufnahme von neuen Verhandlungen teile. Die kantonalen Baubehörden haben offenbare kein« richtige Auffassung von der Bedeutung dei Strasse. Der Lauenen - Hofstettenleist verlang! eine Verbreiterung der Quais, was vom Gemeinderart ebenfalls geprüft werden sollte. —ey. Rege Tendenz auf dem spanischen Automobilmarkt. Im Zusammenhang mit der nunmehr seit bereits zwei Jahren zu verzeichnenden, ausserordentlich günstigen Entwicklung von Industrie und Handel in Spanien bewegen sich auch die Umsätze auf dem Automobilmarkt in ständig aufsteigender Richtung. Das verflossene Jahr hat eine neue Höchstziffer der Umsatztätigkeit in Motorfahrzeugen mit sich gebracht. Einem spanischen Regierungsbericht zufolge sind innerhalb der ersten elf Monate des Jahres 1928 insgesamt 27 199 Automobile registriert worden und zwar 19 845 Personenwagen und 7354 Lastwagen, Lieferwagen, Zugmaschinen u. dergl. Motorfahrzeuge. Der Anteil der amerikanischen Industrie an diesen Verkäufen hat gegenüber demselben Zeitraum des vorhergehenden Jahres eine Steigerung von 55,8 auf 62,7 Prozent erfahren. Es steht mit Sicherheit zu erwarten, dass die ungemein rege Tendenz auf dem spanischen Automobilimportmarkt auch im laufenden Jahre anhalten wird. yk* Locarno-Ascona. Der Grosse Rat des Kantons Tessin hat einen Kredit von Fr. 225,000 für die Konstruktion einer Strasse durch das Delta des Maggiaflusses zwischen Locarno und Ascona bewilligt. Der Bund unterstützt das Projekt mit Fr. 150,000. ±o AU SALON DE GENEVE expose ses nouveaux modales 1929 La voiture de sport ideale La voiture de tounsme incomparable REPRÄSENTATION G£N£RALE POUR LA SUISSE: G* SABAT1NI & C9, LUGANO 10 Neuchätel 3706 En passant par Neuchätel ne manquez pas de vous arr§ter ä la Patisserie Tea- Room R. LISCH ER. Rue de la Treille, pour y goüter de gateau au beurre chaud ä toute heure, spöcialite' de la maison. Glaces - Gäteaux - Patisserie toujours fraiche. Tel. 1148. FIAT 501 4 Zylinder, Grand Luxe, 4/5-Plätzer, mit neuer Bereifung, ganz neuem Verdeck, komplett, mit allen Neuerungen, in ganz la. Zustand, gegen Kassa zu verkaufen. — Offerten unt. Nr. C 3702 an das Annoncenbureau Paul Schnering, SL Gallen. 39239 ZU VERKAUFEN: &USURN bplätzig, Limousine 1 D6DGE senior Modeil 1928 nur Fr. 12,000.— AUeURM 2plätzlg nur Fr. 5000,— 4türig, 6 Cyl., Modell 1927, Fr. 6000.— Sedan CHRYSLER FIAT 501 CIT1OEN nur Fr. 2800.— Modell B 14. Sadan Fr. 3000.— Alle Wagen sind in bestem Znstande und werden mit Garantie abgegeben. H. GAEWYLLER, ZÜRICH Weinberestrasse 11 Tel. H. 20.04 n. H. 78.58 -I BERN** 5 Tonnen Dreiseiten • Motorkippwagen, Modell 1928. infolge Umstellung tn revidiertem Znstand zu günstigen Bedingungen abzugeben; t» mit Zahlnngserleichteron- «en. — Anfragen unter Chiffre 10480 an die Automobil-Revue. Bern. ERSKINE geschlossen ganz neu, Luxus-Ausführung, sehr vorteilhaft. Offerten unter Chiffre 39269 an die Automobil-Revue. Bern. J'acheterais automobile, contre fohange de travaux de me'canJQue de pre'cislon. construction, etc Adresser offres sous chiffre G. 1137 ä la Revue Automobile, Geneve. 39224 La meilleure batterie amäricaine. Agent gßnfsral: Representants: AUTO-PlECES S. A. E. Kupf erschmid Grand Garage Capitol Albert Schweizer Geneve Zürich Baie nie Buandene Erlachstrasse 7 Stampfenbachstr. 12 Güterstrasse 282 für den Automobilisten die Stunde dar fldvim&tf' Verlangen Sie Gratis-Prospekt von PHYLAX Cie., LA CHAUX-DE-FONDS Camion d'occasion de 2, 3, 4 et 5 tonnes, en bon 6tat. a eöder a conditions f avorables. Demandes s chiff Z 1270 ä la Revue Automobile, bureau de Zürich. FIAT 503 Limousine Mod. 28, 4türig, 2 Reserveräder, Sim-Kolben, Zu stand wie neu. Preis Fr. 5200. — Fiat-Garage, Laupen. TeL 2. 7743 Billig zu verkaufen vier Stück guterhaltene Holzräder eines Martinl-2-T.- Wagens, mit Vollgummi- Bereifung. Zwei davon sind Doppelräder, passend für Anhängewagen. J. Iten, Brüggli, Zug. Tel. 5.22. 39270 Kolbenbolzen verriebenen Tausch! BUICK mit starkem prima Motor« neu revidiert, 5-P1., rassiger Bergsteiger, geg. kleineren, älteren FIAT umzutauschen geSUCht. 89MI Alph. Zipfel & Co, Lachen a. See. Zu verkaufen: 1 FIAT 501 Modell 24. 1 FIAT 501 Lux, 1925. 7743 1 CITROEN 10 HP, 4-Plätzer. FIAT-GARAGE LAUPEN. Telephon 2. SGittiGSt Sie uns Ihren von Zylinder/ Wir reparieren die Ruien binnen 24 Stunden — notfalls scheller — billig, garantiert zuverlässig, nach dem bewährten „Economo"- V erfahren. 119 Keine Aenderung der Bohrung. Dieselben I Kolben und Bolzen wieder verwendbar! Ver- Hl lungerte Lebensdauer! Kein 8ohweissen, kein Verziehen eto. Reparatur-Kosten nur ca. Er. 60.— bis 80.— A. BÖHME- DEVAUX, BASEL Gerbergässli 23 Reparatur-Werkstatt« in NEU-ALLSCHWIL, bei Basel Baslerstrasse 345 Telephon B. 16.46 Lizenzen kantonsweise zu vergeben 1

N° 20 — 192«> ÄUTOMOBTL-REVUC 13 Tedi s» Frage 7111. Spritzapparat und dauerhafter Lack. Ich habe ein Occasionsauto gekauft. Dasselbe ist neu gespritzt, jedoch gefällt mir die Farbe der Schatzbleche nicht, so dass ich denselben selbst eine andere Farbe geben möchte. Auf welche Weise mache ich dies am rationellsten ? Wo erhalte ich den dauerhaften Lack und den dazu gehörenden Spritzapparat ? J. B. in 0. Frage 7112. Kapazitätsmesser für Batterie. Kann uns ein Leser des Blattes mitteilen, wo man den nebenstehend abgebildeten Kapazitätsmesser, der den jeweiligen Ladezustand der Batterie angibt, beziehen kann? E. A. in P. Frage 7113. Auspuffheizung. Ich trage mich mit dem Gedanken, in meinem geschlossenen Wagen eine Auspuffheizung einrichten zu lassen. Genügen derartige Anlagen und besteht nicht die Gefahr, dass giftige Auspuffgase in den Wagen strömen? R. W. in B. Antwort: Di© Auspuffheizungen bewähren sich im allgemeinen sehr gut, wenn sie natürlich auch mehr nur als Fusswänner betrachtet werden müssen. Eine allzu starke Heizung im Innern eines geschlossenen Wagens ist nämlich gar nicht wünschbar, weil sonst sehr rasch die Scheiben anlaufen und dem Fahrer die Sicht veruninöglichen. Wenn bei der Einrichtung der Heizung genügend Sorgfalt beobachtet wird, besteht gar keine Gefahr, dass Gase ins Wageninnere gelangen. at. Frage 7114. Vorzündung. Ich habe mir auf Neujahr einen Wagen angeschafft und die dazugehörige Gebrauchsanweisung gehörig studiert Die Wirkungsweise des Motors ist mir nun War Dagegen finde ich in dem Büchlein noch ein Rezept, das ich nicht verstehe. Es beisst nämlich, man soll mit der Zündung «dem Motor nachgehen» Wie ist das zu verstehen? ( A. G. in B. Antwort: Die Vorschrift bedeutet, dass man bei sinkender Tourenzahl (also zum Beispiel bei Bergfahrt) allmählich auf Mittelzündung zurückgehen soll, wogegen man, wenn der Motor an Tourenzahl gewinnt, im selben Masse auf Vorzündiin;; geht. Sie müssen dazu wissen, dass die Explosion des Gasgemisches nicht zeitlos, schlagartig erfolgt, sondern fortschreitend. Natürlich ist das immer noch ein ganz kurzer Moment, in dem das Gasgemisch verbrennt, aber Zeit erfordert es immerhin. Deshalb nehmen wir ja Vorzündung, weil dann im Augenblick der höchsten Wirksamkeit, also wenn der Kolben den oberen Totpunkt erreicht, die ganze Gasmenge entflammt ist. Je kleiner der Zylinder, desto schneller erfolgt die Verbrennung; je reicher das Gasgemisch, um so hurtiger ist das Gemisch explodiert. Umgekehrt bedarf es bei grossen Zylindervolumen längerer Zeit, ehe das Gas restlos verbrennt; und armes Gemisch entflammt träger als reiches. Diese Verzögerung macht sich bei hoher Tourenzahl stärker geltend als bei niedriger Tourenzahl. Bei gedrosseltem Motor und geringer Füllung der Zylinder ist die Verzögerung grösser als bei offener Drossel und voller Füllung. Die richtige Vorzündung wird in jedem Falle diejenige sein, die dem explodierenden Gemisch bei Berücksichtigung aller dieser Umstände den Höchstdruck gerade im oberen Totpunkt erreichen lässt und dadurch dem Motor die höchste Kraft verleiht, die bei der jeweiligen Drosselstellung möglich ist. Zu geringe Vorzündung hat erhöhten Brennstoffverbrauch und Heisswerden der Zylinder zur Folge. Hingegen ermöglicht es gutes Losziehen von niederer Tourenzahl weg. Darum ist es geraten im Stadtverkehr mit massiger Vorzündung zu fahren Lange Zeit mit Nachzündung zu fahren ist dem Motor abträglich: er wird heiss und die Ventile brennen aus. Bei zuviel Vorzündung, namentlich, wenn der Motor noch auf kleiner Tourenzahl ist, zeigen sich leicht Symptome beginnenden Klopfens. Die geringere Kolbengeschwindigkeit macht sich insofern geltend, als bei zu starker Vorzündung das Gasgemisch nicht erst im oberen Kolbentotpunkt vollständig entflammt ist, sondern schon ein wenig früher, so dass die ganze Kraft der Explosion auf den noch aufwärtsgehenden Kolben schlägt Deshalb verliert der Motor in solchen Fällen auch an Leistung, abgesehen davon, dass dabei auch die Kerzen Schaden leiden, dass die Elektroden glühend werden und sich aufbiegen können. Wir wissen jetzt also auch, weshalb man die Zündung der Tourenzahl anpassen soll. Will man schneller fahren, so öffne man zuerst die Drossel und gehe erst mit bereits wachsender Tourenzahl auf Vorzündung. Fährt man eine Steigung, so nehme man, sobald die Geschwindigkeit und die Tourenzahl sinkt, die Zündung bis auf Mittelzündung zurück. Das ist der Sinn der weisen Lehre, mit der Zündung dem Motor nachzugehen, th. Frage 7115. Spezifische Nutziastung. Was versteht man unter der « spezifischen Leistung » eines Motors ? Man findet diese Bezeichnung in Beschreibungen und Katalogen der letzten Zeit ziemlich oft. A E in K. Antwort: Die spezifische Nutzleistung eines Motors ist diejenige Leistung, die der Motor pro Liter Hubvolumen (ZylinderinhaJt) abgibt. Leistet z. B ein Dreiliter-Motor an der Bremse 60 PS., so beträgt seine spezifische Leistung 20 PS. Die modernen Toureranotoren ergeben als spezifische Leistung durchschnittlich 15 bis 20 PS., während man bei Rennmotoren 100 PS. pro Liter bereite überschritten hat. at Frage 7116. Zündkerzenprüfer mit Resonanzschwingungskreis. Ich interessiere mich für den beistehend abgebildeten Zündkerzenprüfer, der nach dem Prinzip des resonanzfähigen schwingenden Stromkreises das Ueberspringen von regelmäßigen Funken an der Zündkerze anzeigt. E. A. in F Frage 7117. Magnetantrieb mit Motortourenzahl. Bei einem Unfall ist an keinem Kleinwagen der Magnetantrieb sehr stark beschädigt worden. Teils, um Kosten zu sparen, teils aus Neugier frage ich mich nun, ob man den Antrieb nicht einfach direkt von der Motorwelle abnehmen könnte. Die Einrichtung eines solchen Antriebes käme weit billiger zu ßtehen, als die Reparatur des früheren. Auch liesse sich dann der Magnet geschützter unterbringen. Ich denke dabei an einen Antrieb mit Motortourenzahl, trotzdem es sich um einen Viertaktmotor handelt. Glauben Sie, dass der praktischen Brauchbarkeit dieses Gedankens etwas im Wege steht? A. S. in B. Antwort: Wenn der Magnet anstatt mit der halben mit der vollen Motortourenzahl angetrieben wird, ergibt er natürlich auch doppelt so viel Funken. Abgesehen vom Funken am Ende des Kompressionshubes, wird deshalb auch ein Funken am Ende des Auspuffhubes überspringen. Wir sehen aber nicht ein, wie dieser Funkea schädlich sein könnte. Höchstens die Abnützung der Platiakontakte und der Zündkerzenelektroden wird grösser sein, aber das spielt wohl praktisch keine Rolle. Eine grössere Abnützung der nun mit doppelter Tourenzahl beanspruchten Ankerlager tst wohl ebenfalls ohne Bedeutung, da es sich hier ja um äusserst langlebige Kugellager handelt. Ist der Motor nicht besonders hochtourig, so wird auch der Unterbrecher bei der gegenüber früher verdoppelten Tourenzahl noch einwandfrei arbeiten. Wir sehen also nicht ein. weshalb Sie nicht wenigstens die vorgeschlagene Anordnung versuchsweise anwenden sollten. Zugunsten dieser Antriebsart spricht noch, dass die Zündungen bei niedrigen Motortourenzahlen viel kräftiger sein werden als früher, was umgekehrt das Anlassen des Motors erleichtern und seinen Langsamlauf verbessern wird. Zwei Dinge sind dabei allerdings zu berücksichtigen: Der Magnet wird bei der neuen Antriebsart vielleicht in der umgekehrten Drehrichtung angetrieben, was ihm dann nicht behagen würde. Ferner müsste der Zündpunktverstellmechanismus anders eingestellt werden, weil Siei sonst gegenüber früher die doppelte Vorzündunjf erhalten. Es wird die Leser dieses Blattes gewiss interessieren, über den Ausgang Ihres Versuches Näheres zu erfahren. m. ©ie Same aum (Genfer 2fufomobif*u feine 6orge 311 rjaben. 2Benn JOu ba$ enfsütfenbe neue 2Rerrebed«:Sen3utf £>u feinen Sfugenbticf met)r im 3tt>eifet fein. (Sin 33ijou ber 2Iufomof>iu3aufunff, unb fo teid)f unb angenehm su fahren I £>er £raum jeber JDame, bie efuxtf uon 3ttafdf)ine unb 8a* rofferien öerffefjf! — (3uf, bann fetjen toir un$ am 15. Man in (Senf auf 6tanb 21. Minerva, 6 Zyl. 90/140, 6 7-Plätzer Limousine dem., extra Wintertüren mit versenkbaren Scheiben, Sommerverdeck, Schweizer Karosserie mit pirma Lederpolster, offen oder Beschlossen zu fahren, 6 Drahtspeichenräder mit fast neuer Bereifung, Vierradbremsen, elektr. Duplo-Iicht, Kilometerzähler, Uhr etc. etc. Der Wagen, sehr wenig und nur vom Eigentümer gefahren, wird zu sehr günstigem Preis abgegeben. Ev. Zahlungserleichterung. Garantie für tadellosen Zustand. Anfragen unter Chiffre 39254 an die Automobil-Revue. Bern. Aussergewöhnlich billig zu verkaufen in Bern eine kompl. Duco-Spritzanlage 3 Mon im Gebrauch, tadellos funktionierend Anfragen unter Chiffre 89098 an die Automobil-Revue, Bern. Zu kaufen gesucht als Ocacsion. aber in sut.Zust. MOTOR 1 BERNA Marke FIAT 18 P. ram Einsetzen in Lastwagen Fiat 18 P, Tragkraft 2 Tonnen. — Offerten mit Preisangabe an J. Gamba, Entrepreneur. Auvernier- Neuchätel. 39211 Motor- Lastwagen 4 Tonnen Nutzlast auf Pneus (neue Pneus), friich durch die Fabrik revidiert eufolge anderer Dispositionen tu vorteilhaftem Preis zu verkaufen Anfragen unter Chiffre 10600 an die Automobil-Revue. Bern. BLANC & L. PAICHE, PLACB DES ALPES, 6 & 8 RUE THALBERG, GENBVB AMAG AUTOMOBIL & MOTOREN. A. G., BAHNHOFSTRASSE 10, ZÜRICH, * GRAND GARAGE MONBIJOU A. G., MONBIJOUSTRASSE, BERNE DIETRICH FORCART, AUTOMOBILES BRUNNGASSE 9, BALE R1TZ1 & WAGNER, AUTOMOBILES, MRISWIL & ST GALLEM FERRARI &. SOLDATI, AUTOMOglLES, LUGANQ JP* MI^ __^__ •üa.fi.A.I.M haben Ihre Inserate in der bestbekannien Grossen erfosg AUTOMOBIL-REVUE