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E_1929_Zeitung_Nr.016

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10 AinuMUÜlL-KfcVUC

10 AinuMUÜlL-KfcVUC 1929 — N° 16 immer von neuem beobachten, dass die Konstrukteure bei derartigen ursprünglich verkleinerten Grosswagen mit der Zeit wieder grössere Motoren einbauen und damit automatisch zum Mittel- oder Grosstahrzeug zurückkehren. Die Betriebskosten müssen beim schematisch verkleinerten Wagen deshalb zu hoch ausfallen, weil der Mechanismus verhältnismässig zu viel Teile aufweist. In den Betriebskosten stellen die Amortisation und der Brennstoffverbrauch die Hauptposten dar. Die Amortisation hängt wieder zur Hauptsache von den Herstellungskosten und der Abnützung ab, während beim Brennstoffverbrauch die zu bewegende Masse von ausschlaggebender Bedeutung ist. Es ist ohne weiteres klar, dass die Herstellungskosten und damit der Verkaufspreis um so niedriger werden, je kleiner die Anzahl der zu bearbeitenden Teile ist und dass sich mit der sinkenden Zahl der Teile auch die Abnützung verringert, solange dabei die Beanspruchung der einzelnen Teile innerhalb gewisser Grenzen bleibt. Schon bei der Beobachtung dieses Grundsatzes im Motorenbau allein Hessen sich bedeutende Ersparnisse erzielen. Der ausgesprochene Zweck- Kleinwagen kann ruhig und mit Vorteil einoder zweizylindrig ausgeführt werden, wobei man gleichzeitig noch einen besseren Wirkungsgrad erzielt. Eine wesentliche Verringerung der mitzuschleppenden toten Massen ist nur möglich, wenn die bei grossen Wagen übliche Bauform verlassen wird. Der schwere, für eine gute Abfederung ungünstige Kegelrad-Hinterachsantrieb müsste umgangen und das Fahrzeug schon allein durch eine starke Verkürzung erleichtert werden. Das macht wieder eine Umgruppierung des Passagierraumes und der Motoranlage notwendig. Eine weitere Gewichtsverminderung wäre zu erzielen, indem man den Chassisrahmen durch eine tragende Karosserie ersetzte. Bei Ausnutzung aller Erfahrungen des modernen Automobil- und Flugzeugbaues und unter Berücksichtigung reiner Zweckmässigkeit sollte der Bau eines wirklichen Kleinwagens, der auch dem Minderbemittelten zugänglich ist, schon heute möglich sein. Bevor jedoch das diesem dargebrachte Vorurteil nicht beseitigt ist und kein wirkliches Bedürfnis der breiten Volksschichten nach einem solchen Wagen besteht, wird keine Fabrik das Wagnis seiner Massenherstellung übernehmen wollen. Massenherstellung ist aber im Hinblick auf die Preisgestaltung Bedingung. Ted« «•» Frage 7090. HüfsinstrumenL Kann mir vielleicht ein Leser die Adresse einer Firma mitteilen, die Hü£sinstrumente für geräuschloses Schalten, liefert? A. K. in D. Antwort auf Frage 7071/78. Wagenkauf. Ihre Anfrage hat mein Interesse geweckt, weil mir bekannt ist, wie schwer die verschiedenen Serietypen unserer Automobilfabrikanten mit Spezialwünschen in Einklang zu bringen sind. Ich habe mich bereits öfters mit den Schwierigkeiten der Auswahl einer passenden Wagentype journalistisch auseinandergesetzt und möchte auch in Ihrem Falle nicht verfehlen, meine Meinung zu sagen. Da dio Geldfrage eine hervorragende Rolle spielt, taten Sie gut. Ihr Budget bekanntzugeben. Der Betrag langt vollauf, Ihre Wünsche zu befriedigen. Wenn Sie offen und geschlossen fahren wollen bei vier, im Notfall fünf Plätzen, gibt es mehrere Wege, diesen Anspruch einwandfrei zu befriedigen. 1. Ein All wetterwagen: Allwetterkarosserien werden heute bereits so geliefert, dass auf Jahre hinaus jedes Klappern ausgeschlossen ist. Mit dieser Konstruktion befassen sich ausschliesslich europäische Finnen. Dabei ist allerdings der fünfte Platz weniger ausgesprochen als bei den Amerikanern. 2. Eine Limousine (Sedan, Innenlenker) normaler Bauart: Das Dach kann nachher in einem unserer Karosseriewerke zum öffnen eingerichtet werden, entweder als toit deoouvrable (ciel ouvert, auch arenable), wobei Hinterwand, Seitenwände und Windschutzscheibe fest bleiben, oder als Kurbelverdeck, bei dem auch die Hinterwand fortfällt. Für Ihren Fall dürfte dies genügen, diese Konstruktionen sind auch leichter im Gewichte als die vorerwähnte, und das Oeffnen bzw. Schliessen geht rascher von sich. 3. Das Wichtigste am Wagen ist immer das Chassis und der Motor mit Kraftübertragung und nicht die Karosserie. Bereits im Falle 2 haben Sie freie Wahl der Marke. Allen Ihren Wünschen gerecht werden können Ihnen unsere erstklassigen grossen Karosseriewerke. Sie kaufen das Chassis einer Ihnen zusagenden Marke in entsprechenden Ausmassen und lassen sich eine Schweizer Karosserie nach Ihren Wünschen bauen. Auch hieT werden Sie mit dem budgetierten Betrage auskommen können, um so mehr, wenn Sie mit den vorgesehenen Steuer-PS, ein wenig zurückgehen. Ich finde — unmassgeblich —, für Sie als Geschäftsmann,- der wahrscheinlich auch für sich resp. seine Firma reisen will oder muss, bei der heutigen Technik im Motorenbau den Ansatz etwas hoch wegen der Kosten (Benzinverbrauch etc.) und auch 15 PS. noch mehr als genügend zur Fortbewegung einer einzelnen Person, wenn nur ausnahmsweise noch vier Personen mitgenommen werden sollen. Was das bequeme Sitzen anbelangt, käme bei Ihnen auch ein verstellbarer Vordersitz in Frage, wie ihn einzelne Europäer auch an den Serienwagen haben. Bei den meisten Wagen lässt sich der Vordersitz leicht zurücksetzen. C. H. in Z. Frage 7091. Oelhahnen für grosse Kannen. Kann mir ein Leser die Adresse des Lieferanten eines neuen praktischen Oel-Hahnens für grosse Kannen, wie auf beigefügter Skizze, mitteilen ? F. St. in B. Fräse 7092. Spritzapparat und dauerhafter Lack. Ich habe ein Occasionsauto gekauft. Dasselbe ist neu gespritzt, jodoch gefällt mir die Farbe der Schutzbleche nicht, so dass ich denselben selbst eine andere Farbe geben möchte. Auf welche Weise mache ich dies am rationellsten ? Wo erhalte ich den dauerhaften Lack und den dazu gehörenden Spritzapparat ? J. B. in 0. Handel u. Industrie Weitreichendes Fernlicht und wirksame Abblendung. Von den Autozubehören, die in erster Linie der Fahrsicherheit dienen, bieten die Scheinwerfer schwierige Probleme, denn auf der einen Seite ist man durch gesetzliche Bestimmungen und die Konstruktionsbedingungen am Automobil gebunden, andererseits aber BOII eine Fahrbahn-Beleuchtung vorhanden sein, die bei Nacht hohe Geschwindigkeiten gestattet. Der Lichtfleck eines Scheinwerfers tanzt infolge der Schwingungen des Wagens auf der Strasse herum, liegt bald ganz in der Ferne und bald nahe am Wagen. Das Auge des Fahrers ermüdet dabei rasch, weil es sich auf die verschiedenen Lichtverhältnisse umstellen mu3S. Zudem liegen die Ränder der Fahrstrasse in der Nähe des Wagens im Dunkel, wodurch vor allem ein sicheres Durchfahren von Kurven ausgeschlossen ist. Wenn auch eine leichte Verbesserung dieses Zustandes durch die Wahl entsprechender Glühlampen erzielt wird, ergibt sich aber ein voll befriedigendes Licht erst durch eine planmässige Ausbildung der Glasscheibe, die das Scheinwerfergehäuse vorn abschliesst. Eine solche Scheibe ist mit Prismen ausgestattet, die Teile des Lichtes aus der ihm vom Reflektor aufgezwungenen Richtung ab« lenken, so dass eine gleichmässige Fahrstrassen- Beleuchtung nebst ausreichender Aufhellung der Strassenränder entsteht. Hier zwei Scheinwerfer mit solchen patentierten Spezialglasscheiben: Entgegenkommende Lancktrassenbenützer waren aber mit diesem gleichmässigen, weitreichenden Licht nicht zufrieden. Damit kommen wir zu dem andern massgebenden Gesichtspunkt für die Kon* struktion, zur Abblendung, dio für die Fahrsicherheit ebenso wichtig ist wie die ausreichende Beleuchtung. Was ist als Blendung zu bezeichnen? Sie beginnt schon bei der leichten Störung der Sicht durch eine schwache Lichtquelle, die verhindert, dass man klar erkennt, was hinter dieser Lichtquelle vorgeht, kann sich aber mit wachsender Stärke der blendenden Lichtquelle so steigern, dass der Geblendete schliesslich jedes Richtungsgefühl verliert, woraus sich beim Fahrer ein Zustand höchster Gefährdung ergibt. Die Blendwirkung ist aber nicht allein durch die Stärke der blendenden Lichtquelle bestimmt, sondern hängt in hohem Masse von der Beleuchtungsstärke ab, auf die seine Augen im Augenblick der Blendung eingestellt sind. Weiter aber hängt die Blendung noch ab von der Entfernung, dem Durchmesser der Scheinwerfer usw Ein wirklich brauchbares Ergebnis wurde erst durch Verwendung der Bilux-Lampen zusammen mit entsprechenden Scheinwerfergläsern herbeigeführt. Die Bilux-Lampe enthält zwei Fäden, von denen der. Hauptfaden ein starkes Fernlicht erzeugt, dessen Verteilung nach den Seiten der Strasse zu und auf die Fahrbahn durch die Prismengläser erzielt wird. Der zweite Faden sitzt aussernalb des Brennpunktes und ist ausserdem auf der einen Seite gegen die Reflektorparabel durch einen kleinen lichtundurchlässigen Schirm abgedeckt. Die von dem zweiten Faden austretenden Strahlen werden alle schräg nach unten geworfen und es tritt oberhalb der Mittelachse des Scheinwerfers kaum eine Beleuchtung ein. Damit ist die Möglichkeit unterbunden, dass die starken reflektierten Strahlen das Auge des entgegenkommenden Fahrers treffen und ihn blenden. Der Hilfsfaden ist so bemessen, dass die Lichtstärke unmittelbar vor dem Wagen nur annähernd die gleiche ist wie beim Fernlicht, so dass die Notwendigkeit der Umstellung für das Auge des Fahrenden nicht vorhanden ist. Wie das erzielte Licht in der Praxis aussieht, zeigen die Bilder in dieser Nummer. Man erkennt die grosse Reichweite und die gute Beleuchtung der Fahrstrassenränder. Das Abblendlicht ist weitreichend und breit, und man ist deshalb nicht gezwungen, das gesamte Lichtbündel zu neigen. adj für das neue (Kältensse etc.) werden Lizenzen und Apparavon Fr. 2000.— tur zum Preise abgegeben. Werke für Metallisierung Tel. Uto 23.15 ZÜRICH Hardlurmstr. 78 Ah! cette batterie Toujours epuisee! A qui la faute ? puisque vous hesitez encore ä employer I' afin qu'en toutes clrconstances la dynamo ou le chargeur suffisent ä maintenir votre batterie en Charge et en bon ötat, toujours prete aalimenter le demarreur, le klaxon, les phares, etc., ou encore votre poste de T. S, F. 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Auf 112 Seiten wird alles gesagt, was der Automobilist von der technischen PS wissen muss, spielend vermittelt ihm dieses Werkchen das gesamte Wissen vom Automobil. Es nimmt namentlich auch die innern. Gründe der Verkehrsvorschriften für Motorfahrzeuge in seinen Behandlungskreis auf und offenbart dem Fahrer in dieser Beziehung manch neue Beleuchtung. 123 Fragen und Antworten stempeln es überdies zu einem eigentlichen Katechismus der Fahrpraxis, den sich jeder Fahrer in einer freien Stunde zu Gemüte führen sollte. Wir haben den Preis des bei uns erschienenen Büchleins sehr massig angesetzt, er beträgt nur Fr. 2.—, worauf wir Abonnenten auch die üblichen 20% Rabatt gewähren. Verlag Automobil-Revue, Bern In Zürich kann das Büchlein auf unserem Büro, Lflwenstrasse 51 abgeholt werden. Hier ausschneiden Nur 5 Rp. Porto koste» Sie dieser JendenXLe BQohlein vom Auto nun regui. Prell, nun Abonnent enpratt •»••••••••

Schnee und Bauernregeln Trotzdem wir so viel Schnee haben, dass wir ihn nicht mit der Diogenes-Laterne zu suchen brauchen, wie im vorigen Winter, oder vielleicht gerade deswegen, mag es nicht Fachschule für Handel und Sprachen war man bestrebt, diese Arbeit um Dreikönig zu beschliessen. Dies gelingt schon seit vielen Jahren nicht mehr, zum Leidwesen der Skileute, die im allgemeinen keine Freunde ganz uninteressant s-ein, einiges von ihmvon befahrenen «Ziehwegen» sind. Im Gegensatz zum Skiläufer sieht es der Bauer gern, bezw. von seinen Beziehungen zu den Menschen und zu den Dingen zu sagen. Jedenfalls wenn der Schnee immer wieder rasch vergeht, weil dadurch das Eindringen des Was- können heuer sowohl die Skiläufer und Winterbergsteiger wie die Landwirte mit ihmsers ins Erdreich gefördert wird. Das drückt zufrieden sein, wobei die Anforderungen der er sehr originell aus: «Acht Tage dient der letzteren sich ja allerdings nicht immer mit Schnee als Mutter, dann wird er zur Schwiegermutter». Von dieisem Standpunkt aus denen der Skileute decken. Nach alten Bauernregeln, die nicht nur für müsste der Schnee jetzt — wenigstens im das Gebirge, sondern auch für das ganze europäische Tiefland gelten, soll es im Winter Flachlande — bald vorübergehend verschwinden. Dezember- und Novemberschnee sind bei tüchtig schneien, womöglich schon im No- den Landleuten und selbstverständlich bei den Wintersportlern sehr beliebt. Einer der dieses andeutenden Sprüche lautet: «Dezember mit recht viel Schnee gibt Korn und Gras in jeder Höh'». Dass Januar der Sahneemond sein soll — in unseren Breiten — ist so selbstverständlich, dass man es ihm 1928 als grobe Pflichtvergessenheit angerechnet hat, mit der Spendung des ersehnten Stoffes solche Zurückhaltung geübt zu haben. vember, um einen guten, d. h. fruchtbaren und ertragreichen Sommer und Herbst zu zeitigen. Das hat seine besonderen Gründe: vor allem fördert ein schneereicher Winter die Durchtränkung des Feldes mit Feuchtigkeit, der ein noch so trockener Sommer nichts anhaben kann. Unter den auf Schnee im allgemeinen bezüglichen Redensarten und Wettersprüchen sind zu erwähnen: «Viel Schnee viel Korn». Im Vogtland wird das noch, wie eine deutsche Zeitung meldet, verdeutlicht, indem man sagt: «.Es schneit Brot». Auch gibt es einen Spruch: «Der Schnee ist für die Saaten, was die Betten für die Menschen». Mit diesen Sprüchen und Regeln, die ja nur Wort gewordene Wünsche sind, geht der Was aber ist mit dem Februar? Dieser Hornung soll noch ein ganz richtiger Wintermonat sein. Auch hier geht der Wintersportmensch, der sich im Sommer meist in einen Bergsteiger verwandelt, wenn er es nicht vorzieht, mehr auf den Wässern der Niederung in Falt- oder andern Booten zu schwimmen, Bauer einig mit dem Skiläufer, dem dereinig mit dem Bauern; der sagt nämlich: Schnee nicht früh genug kommen kann und «Bringt der Februar Schnee und Eis, wird der auch bezüglich der Menge desselben der Sommer fruchtbar und heiss». Selbst im durchaus zur Unbescheidenheit neigt. Der April nehmen die Landleute den Schnee noch Land- und Forstmann im Gebirge wünscht mit in Kauf — wieder ein schönes Beispiel schon deshalb frühen Schnee, um die Holzabfuhr zeitig vollenden zu können. Früher fern, denn letztere verschmähen auch trotz der Eintracht zwischen Bauern und Skiläu- der üblichen Papperei einen Neuschnee in dieser späten Jahreszeit nicht. Sie glauben, er vermehre die Schneedecke und verlängere noch um einige Tage oder gar Wochen die Herrschaft des Skiwinters. Dem scheint aber nicht so zu sein. Nach des Gebirgsbauern Ueberlieferung soll jeder Neuschnee im April Handels-Sthule Widemann Gegr. 1876 BJtSÜL Kohlenberg 13 Höhere Handelsausbildung mit DiplomabschJuss. Deutsollkurs für Fremdsprachige. Privatsekretärinnen-, Stenotypisten- u. Hotelfachkurse. Alle Fremdsprachen. Semesterbeginn: Mitte April PROSPEKTE DURCH DIE DIREKTION. Ergrau&es Haar erhält seine frühere Farbe wieder durch Birken - Briilan t/n e Kein neues Präparat, 40jähr. Erfahrung. Verbürgt Wirkung und Zuverlässigkeit Generaldepot: Telephon H 6010 SffiSUJft £sA*ui£c GLaeiUUf Asvlstrasse 7(1 TAPETEN ÜGESCHÄFT ST.6AUEN.WEBERGASSE FÜR JEDEN ZWECK DAS PASSENDE DESSIN beim Abschmelzen die gleiche Menge von Altschnee mit fortnehmen. Dass der Landmann den Schnee im April nicht mehr fürchtet, drückt er in den Sprüchen aus: «Schnee im April kann kommen so oft er will» und «Auf Aprilflocken folgen Maienglooken». Aber, wie gesagt, man wünscht ihn nicht als Dauergast, denn «Schnee im April darf nicht lang währen, soll er die Knospen nicht verzehren». Der bekannteste auf den Schnee bezügliche Spruch ist: «Grüne Weihnacht — weisse Ostern» oder umgekehrt. Diese Regel entbehrt aber — im Gegensatz zu vielen anderen — des gesunden Sinnes und sie beruht nicht auf überlieferter Erfahrung, schon weil Ostern ein bewegliches Fest ohne astronomischen Bezug zur feststehenden.Weihnacht ist; der Ostertermin schwankt innerhalb vier Wochen. ^EUll Rekordfieber. Ein Sportroman von Alfred Nauck. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt) Sie zögerte und schaute die beiden Fremden an. Der kleine Schwarze mit den lebhaften Augen überlegte nicht lange: «Wir kommen morgen gegen Mittag und holen uns Ihren Bescheid — auf Wiedersehen!» Sie verfolgt© die beiden mit den Augen, bis sie hinter der grossen Düne verschwanden. Ein unerklärliches Gefühl blieb ihr zurück und mahnte sie zur Vorsicht. Bei sinkender Sonne kehrte die Flottille heim. In langer Reihe folgte ein Kutter dem anderen und machte am Kai fest. Schweigend, ernsthaft kamen die Männer an Land und bargen den Fang; die Beute war gering — der Nutzen klein, wie meist in diesem unglücklichen Jahre. Anna erwartete ihren Mann an seinem Lagerplatz hinter der Mole. Er hatte an Pieter Lyns Kutter Anteil — zu eigenem Boot hatte es bisher noch nicht gereicht, seitdem das alte ausrangiert werden musste. Mit einem Satz sprang er in den weichen Sand, das schwere Netzwerk über den Schultern. Seine Augen leuchteten, als er sie sah: «Gut Dag, Deern,» rief er fröhlich und rückte an der Kappe. Von den unglaublichen Dingen, die in den Tagen der grimmigen Kälte geschahen und zu was für herrlichen Erigötzlichkeiten sie führen konnten, erzählt Sidonie Lorm in der «B. Z. am Mittag» in ihrer trefflichen Art. Wir lassen die amüsante Szene folgen, ohne dabei auf den schlagfertigen «Berlinismus» — trotz unseres Schweizertums! — verzichten zu wollen. Es ist eisig kalt. Eisig. In die Ecke eines Autos gedrückt, durch Alkohol innerlich etwas temperiert, schaukle ich um drei Uhr morgens nach Hause. Ganz weit draussen. Zahle, entlasse den Chauffeur, versuche mit frosterstarrten Fingern das Haustor zu öffnen — es geht nicht. Die Tür ist durch die Kälte verbogen, das Schloss klemmt. Was tun? Den Portier wachzuklingeln ist zwecklos; denn der wohnt ja meistens im Hinterhaus, damit er nicht gestört wird. Hilflos sehe ich mich nach allen Seiten um. Kein Mensch weit und breit, kein Wächter, kein Schupo. Zähneklappernd stehe ich eine Viertelstunde, eine halbe, die Strasse ist leer, ausgestorben. Nach einer Ewigkeit höre ich auf dem knirschenden Schnee Schritte. Zwei nett aussehende junge Leute von biederem Beamtentyp, Aktentaschen unter dem Arm, kommen des Weges. Ich stürze auf sie zu: «Meine Herren, würden sie so liebenswürdig sein, mir zu helfen, — ich erfriere!» «Aber gewiss doch, meine Dame! Warum auch nicht,» sagte der Blonde chevaleresk «das wer'n wir gleich haben!» Vertrauensvoll drücke ich ihm meine Schlüssel in die Hand und mit jugendlichem Elan geht er an die Arbeit. Eine Taschenlampe blinkt auf, noch eine, — ich staune. Trägt jeder Mensch in Berlin so eine Taschenlampe mit sich herum? Wie praktisch! Da kann man sehen, wie nützlich so ein Ding sein kann. Ich bin glücklich über meine zwei Männer mit den Lampen. Ja, ich bin geradezu gerührt über die Selbstlosigkeit und unendliche Geduld, mit der sie arbeiten. Umsonst. Das Schloss widersteht den verzweifelten Anstrengungen. Sie hob winkend die Hand: «Tag, Tag, min Jung', wie war der Fang?» Er wandte den Kopf zum Kutter zurück, wo der alte Lyns hantierte. «Schlecht, min Deern, schlecht,» meinte er achselzuckend und kraute sich den blonden Schopf. Plaudernd schritten sie der Hütte zu. Er erzählte von seinen Sorgen, von der Kumpanei mit Pieter Lyns, dem Alten, Wunderlichen. Dann machte er eine lange Pause und nun hatte sie Zeit, ihm zu berichten. Lange antwortete er nicht. Hinter seiner schweren Stirn kamen und gingen die Gedanken, kamen und gingen und wollten sich nicht zu Worten formen. «Was sind das für Fremde?» fragte er endlich und streifte sie mit scheuem Seitenblick. Sie stutzte und presste unwillkürlich seinen Arm fester. «Sie wollen einige Wochen hier bleiben — zur Erholung — die Gegend gefällt ihnen — sagte der eine!> «So, so — einige Wochen — unter meinem Dache — so, so —» «Ich dachte, wir könnten ihnen die Kammer oben zurecht machen,» sagte die Frau zögernd. «Ja, ja, die Kammer —» «Wir können das Geld sehr gebrauchen, Joseph, desto eher hast du deinen eigenen Kutter!» Er gab keine Antwort und blieb auch den ganzen Abend einsilbig und in sich gekehrt. (Fortsetzung folgt.) Die Helfer. Ein Beispiel erlebte man im vorigen Jahr. 1927 konnte man ausser in den Hochgebirgslagen sicher nicht von weisser Weihnacht sprechen, sie war tatsächlich fast überall schneefrei, also das, was man im Winter «grün» nennt. Und Ostern 1928 brieten wir im Sonnenschein zwischen knospenden Sträuchern sogar im Gebirge. Noch manches Hesse sich über den Schnee sagen, z. B. dass er, wie das Wasser, von dem er Aggregatzustand ist, die Eigenschaft hat, zu fliessen, was je nach der Neigung der Unterlage, auf der dies geschieht, Lawinen zeitigt. Alle sind heimtückisch und bergen Tod und Verberben für den, der ihnen nicht auszukommen weiss. Mit dem Lawinenproblem sollten sich Skiläufer wie Bergsteiger besser vertraut machen, als es gewöhnlich geschieht. — Dass es viele Schneearten gibt, davon weiss der Skiläufer ein Lied zu singen, und dass es durchaus keine ausgemachte Sache ist, dass der Schnee «weiss» ist, wissen Maler und richtig beobachtende Skiläufer. Alle, Erwachsene, Kinder und... die jungen Hunde freuen sich beim ersten Schnee; und die Freude ist ebenso gross, wenn er nach langem Währen dem anstürmenden Lenz weicht. Dazwischen sucht ihn jeder für seine besonderen Zwecke auszunützen und das hat — aus den ursprünglich praktischen Bedürfnissen der schneereichen Länder — unseren Schneesport geboren. Da sagt der Schwarz© ganz fachmännisch: «Max, nimm doch einfach den N-Haken!> Ich spüre eine leise Schwäche in den Knien, frost- und angsterstarrt sehe ich zu,, wie Max den N-Haken ausprobiert, zucke nicht mit der Wimper und sage leise und liebenswürdig: «Meine Herren, Sie werden mir doch hier keine Unannehmlicheiten machen?» «Unannehmlichkeiten? Nee, meine Dame», antwortet Max. Er scheint ein Mann von Welt. Nach einer weiteren halben Stunde sind alle gesellschaftlichen Schranken gefallen, der blonde Max und der schwarz© Emil sind meine besten Freund©. Ohne Scheu wird der Inhalt der Aktentaschen vor mir ausgebreitet und ein Werkzeug nach dem andern angelegt. Das Schloss gibt nicht nach. Max ist wütend: «So wat is ma ooch noch nicht passiert! Das war' ja gelacht!> Ich kann das verstehen, der Mann ist in seiner Berufsehre gekränkt. Plötzlich gellt eine Alarmglocke durch die Nacht, grell und anhaltend. Max und Emil erschrecken: Hx \n . * Trinkt alkoholfreie Trauben- u. Obstweine Hostettler & Co., Bern Besuchen Sie ans, bitte, bei Ihrer Durchfahrt in Bern. Sie finden bei uns die grösste Auswahl japanischer und chinesischer Spezialitäten, wie Seidenstoffe, Kimonos, Teeservioea, Elfenbeinschnitzereien, Kuriositäten. Direkter Import aus Ostasten. Albert Gasser & Co. Ales Ld U V U II L die alten an en um! Wir vergüten Fr. 25.— und liefern den neuesten Andrea Hand-Atlas ä Fr. 87.50 statt Fr. 112.50, mit 430 Karten und 320,000 Ortschaften. LEOBUCHHANDLUNG st.Gauen