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E_1929_Zeitung_Nr.016

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AUTUMUtJlL-KriVUfi N u

AUTUMUtJlL-KriVUfi N u 16 der Automobil-Revue. Unter diesem Stichwort bringen wir alljährlich auf den Genfer Salon eine Zusammenstellung aller Au!omobümarken, die im laufenden Jahre aut den Markt kommen. Diese Jahresscoau bildet sozusagen das literarische Extrakt des Genfer Salons, dessen unentbehrliche Ergänzung sie geworden ist. Jede Automobilmarke ist mit ihren wichtigsten Kennr zeichen der Konstruktion dargestellt; von den verschiedenen Typen von Fahrzeugen sind deren Abmessungen und besondere Einzelheiten festgehalten; dazu wurde die technische und anschauliche Illustration weitgthendst herangezogen, so dass der Leser der Jahresschau über alle Merkmale der in unserem Lande gehandelten Fahrzeuge unterrichtet ist. Änschliessend an die Fahrzeuge treten die wichtigsten Zubehörteile in Erscheinung, so dass der Leser alles, was sich auf unserm heimischen Markt im Verkauf bewährte und was an Neuheiten seit dem letzten Jahre dazugekommen ist. als abgeschlossenes Bild in dieser Sondernummer der Äutomobil-Revue vor sich hat. Diese Zusammenstellung erfreut sich seit ihrem Erscheinen bei Tausenden von Automobilisten besonderer Beliebtheit. Sie ist die einzige Yergleichs- Grundlage, um die verschiedenen Arten der einzelnen Marken kennenzulernen, sie leistet besonders allen denjenigen wichtige Vorteile, die sich im Laufe des Jahres zu einem Wagen-Änkauf entschliessen und infolgedessen ein absolut zuverlässiges und getreues Spiegelbild der Charakteristiken vor sich sehen wollen. Der textlichen und bildlichen Ausstattung der Sondernummer wird auch heuer wieder besondere Sorgfalt zugewendet. Im letzten Jahre wurden in dieser Nummer 93 Automobilmarken und Typen beschrieben und dieser Beschreibung 100 Abbildungen beigefügt; der Umfang der Nummer betrug damals 138 Seiten. Bei der diesjährigen Zusammenstellung der Jahresschau 19-9 werden wir infolge der Fülle des verarbeiteten Materiales voraussichtlich noch eine Erweiterung des Umfanges vornehmen müssen. Der Preis dieser Sondernummer ist im Abonnement der illustrierten fffonalsawgabe inbegriffen, al^ Einzelnummer bezogen kostet sie im Buchhandel und Kiosk Fr. 2. —. Wir hoben uns enlf difosf en, ollen Abonnenten unserer Wochenausgabe die Nummer zum Vorzugspreis von nur fr-1.- abzugeben, vorausgesetzt, dass die Nummer vor dem 2. flärz bestellt wird. Der Ausgabe-Termin der Jahresschau 1929 ist auf den 8. März festgesetzt, von diesem Zeitpunkte hinweg werden die Besteller sukzessive nach dem Datum des Eim anges ihrer Bestellung bedient. Spätestens am 15. März ist Schluss des Versandes. Wir hoffen, dass die Abonnenten unserer Wochenausgabe von diesem Vorzugs-An gebot Heissig Gebrauch machen, je rascher uns deren Bestellung zugeht, um so, schneller kann die Zusendung erfolgen. (In offenem Couvert mit der Aufschrift „Drucksache" versehen und mit 6 Rp. frankiert der Administration der Automobil-Revue einzusenden.) Der unterzeichnete Abonnent der Wochenausgabe der „Automobil- Revue" wünscht Zustellung von Expl. Jahrosschau 1929, Sondernummer der „Automobil-Revue" zum Ausnahmepreis für Abonnenten von Fr. 1.— (statt Fr. 2.—). Der Betrag ist per Nachnahme mit Porto-Zuschlag zu erheben. _ Administration der . Automobil-Revue, Bern. Bücherzettel den Das Plakat des Genfer Salons 1929. Mit einer gewissen Spannung erwarteten diejenigen, denen ein der Würde der Veranstaltung angemessenes Plakat am Herz«n lag, den durch einen Wettbewerb unter unseren einheimischen Künstlern angekündigten Neuentwurf für die erste Serie der diesjährigen Ausstellung. Die Anstrengungen des Organistionskomitees wurden um so lebhafter begrüsst, als das Plakat der letzten Jahre auf einer sehr massigen Stufe stand. Mit einem feuerroten Pferd als Blickfänger ist der neue Entwurf dieser Tage aus dem Druck hervorgegangen. Wie man sich selbst überzeugen kann, stellt die nebenstehende Affiche auch dieses Mal weder in heraldischer noch in sinnbildlicher, kurz künstlerischer Hinsicht etwas Aussergewöhnliches dar. Verwundern muss es, dass die Leitung einer Ausstellung, die den modernen Zeitgeist geradezu verkörpert, zum Besuche der Ausstellung nicht durch ein wirklich modernes, ernst und streng aufgebautes Plakat einladen kann. Ein Saurer-Denkmal. Wie aus Arbon gemeldet wird, besteht dort seit einiger Zeit eine Denkmal-Kommission» welche sich mit den Vorarbeiten für ein Adolf Saurer-Denkmal befasst. Die Gemeindebehörde hat bereits auf der Quaianlage einen besonders geeigneten Platz bezeichnet und der Kommission zur Verfügung gestellt Als Denkmal ist ein grosser Naturstein vorgesehen, der mit dem BrustreÜef des verstorbenen Chefs des heute weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt gewordenen Unternehmens geziert sein wird. z. Das Präsidium des Automobilclubs von Deutschland ist pro 1929 neuerdings dem Grafen von Arnim anvertraut worden. Zu Vizepräsidenten wurden einstimmig gewählt die Heren Fritsch, von Meister, von. Radowitz und Czermak. TOURISTIK mm Stand der Alpenstrassen. Das Plakat des Genfer Salons 1929. :.V #' wieder ohne Ketten passierbar, wegen eventuellem Festfahren beim Ausweichen Mitnehmen derselben, weiterhin empfohlen. Albis: Ketten. Hirzel: Ketten. Schwyz: Zufahrtsstrassen vom Zürichsee nach Eineiedeln jut fahrbar, Ketten empfohlen. Strassa Einsiedeln—Ibergeregg mit mittleren Wagen bis Oberiberg fahrbar; grössere Wagen mit über 1,20 Spurweite nur bis Unteriberg (nicht empfehlenswert). Strasse ins Wäggital mit Ketten bis Innerthal Ġlarus : Talstrzsse Näfels—Glarus—Linthal bis Linthal (Ketten). Sernftal bis Elm. Kerenzerberg breit gepfadet, gutes Fahren. Strasse Weesen— Amden mit Ketten. Unterwaiden : Strasse Hergiswil—Brünig bis Lungern mit Personen- und Lastwagen fahrbar. Strasse nach Engelberg bis Wolfenschiessen, Fortsetzung bis Grafenort in einigen Tagen wieder gut fahrbar. Strasse auf den Bürgenstock unpassierbar. Strasse nach Seelisberg nur bis Beckenried passierbar. St. Gotthard : Nordseite mit Ketten bis Amsteg (bessere Verladern öglichkeiten in Erstfeld), Südseite ab Airolo ohne Ketten. Entlebuch: Von Wolhusen bis Langnau durchgehend fahrbarr. Ketten. Uobergänge vom Aare- ins Rheintal: Bötzbe-rg, Staffelegg, Hauenstein, Oberer Hauenstein, alle gut fahrbar, Ketten empfohlen. GraubGnden: Prättigau von Landcruart bis Küblia schwierig fahrbaT; Strasse Chur—Lenzerheide—Tiefencastel durchgehend bTeit gepfadet (Ketten), Oberhalhstein bis Mühlen. Ketten ; Stras« sen Tiefenkastei—Alvaschein und Tiefenkastel—< Filisur mit Wagen schmaler Spurweite passierbar; Unterengadin eingeschneit, Oberenpradin ab Bever» fahrbar; Mscloja durchwegs breit gepfadet, reger Automobilverkehr ; Strasse Beichenau—Flims— Ilanz bis Waldhaus-Flims (Ketten): Strasse Chur—« Arosa gegenwärtig nur bis Ma-laders: Strasse Thusis—Andeer (Schams) wegen Holzfuhren Befahren nicht, ratsam. Berner Oberland : Strasse Interlaken—Lauter-* brunnen offen. Strasse Zweilütschinen—Grindelwald ungeeignet, gegenwärtig nur bis Lütschentharl; Strasse im Kandertal bis Mitholz besteht weiterhin ein Lastwagenverbot, Verkehr mit Personenwagen wegen Schnee blockiert; Frutigen—Adelboden gut fahrbahr; Simmentaistrasse mit Personen- und Lastwagen bis Zweishnmen. Strecke Zweisimmen—Saanen polizeilich gesperrt; Strasse Gür-i betal—Riggisberg—Gurnigelbad mit Ketten, Grimselstrasse mit Ketten bis Guttannen. Berner und Neuenburger Jura: Sämtliche Strassen gepfadet oder ausgeschaufelt. Etwas schwierig ist das Fahren mit Camions auf der Strecke Montfaucon—La Fernere und am Pierre- Pertuis. Waadfländer Jura : Yverdon—Ste. Croi-x—Pon- vom 22. Februar 1929. Der Straßenzustand hat sich seit einer Woche tarlier via Col des Etroits mit Ketten. Ste. Croix— nicht wesentlich verändert. Während in denFleurier mit Ketten. Strasse Vallorbe—Jougne—Les Städten das Mitführen von Schneeketten nicht mehr Hopitaus-Pontarlier mit Ketten. Molendruz fahrbar. nötig ist, ist es bei Ueberlandfahrten noch dringend Stiasse Nyon—La Cure bis St-Cergue ohne Ketten geboten. Im Jura und in den Voralpen ermöglicht fahrba-hr. St-Cergue—Morez, Ketten. Montreux-Caux ein harter Schneebelag gutes Vorwärtskommen, im bar. Strasse Nyon—La» Cure ohne Ketten fahrbar, Mittelland ist die Schneehöhe nur gering und zeitweise aufgeweicht (Schleudergefahr). schwer fahrbar, Strassenstück Glion—Caux von 9— St-Cergue—Morez mit Ketten. Montreux—Caux Appenzeilerland: Sämtliche Hauptstraßen sind 18 Uhr polizeilich gesperrt. Montreux—Les Avanta mit Schneeketten gut fahrbar, die Bergstrassen mit Ketten. Aigle—Le Sdpey mit Ketten. Strassen über den Stoss, Ruppen und Wasserfluh sind stellenweise vereist, jedoch ohne Mühe fahrbar. Rhonetal bis Mörel schneefrei. Simplonstrasse ab nach Charmpery und Morgins (Dorf) mit Ketten, Toggenburg: Durchgangsstrasse Wildhsus— Brig unpassierbar. Le Sepey—Leysin mit Ketten Garns durchwegs breit gepfadet. Ketten. Ricken nun wieder fahrbar.

1929 AUTOMOBTL-RFVUE Verkehrserschütterungen und ihre. Messung. unter den Problemen der neuzeitlichen Strassenforschung steht die Frage der einwandfreien Beurteilung einer gegebenen Strassendecke auf ihr© Eignung für den Motorfahrzeugverkehr an erster Stelle. Die schlechte Strasse beansprucht durch ihre grosse cStosshaftigkeit» nicht nur das Fahrzeug ausserordentlich stark, sie führt auch zu Bodenerschütterungen, die in der Nachbarschaft fühlbar werden und das Qefüg© der Strassen und Gebäude lockern. In Anbetracht des zunehmenden Motorfahrzeugverkehrs ergibt sich die Notwendigkeit, die Grosse dieser Einwirkungen in Abhängigkeit von der Art der Strassendecke und ihrem Zustand näher kennenzulernen. Bemerkenswerte Un- einer Strassendecke massgebend ist nnd in diesem Sinne eine Wertungszahl der Strasse darstellt, ist für die Beurteilung von Verkehrserschütterungen in erster Uni« die höchste auftretende Beschleunigung wichtig. Man ermittelt sie aus den Aufzeichnungen der Beschleunigungsmesser durch die Extrapolation und hat für ihre Aenderung mit der Fahrgeschwindigkeit folgende Zusammenhänge aufgefunden: die höchsten Bodenbeschleunigungen wachsen schneller an als die Fahrgeschwindigkeit; bei der Stadtstrasse ist diese Zunahme geringer als bei der Landstrasse. Sie nehmen schnell mit der Entfernung von der Erregerstelle ab, bei der Stadtstrasse ist der Abfall schwächer als bei der Landstrasse. Ein Pferdefuhrwerk mit Eisenbereifung erregt bei sechs Kilometer Stundengeschwindigkeit auf der Landstrasse tersuchungen von Prof. Langer und Dr. etwa die gleiche höchste Bodenbeschleunigung wie ein Lastwagen mit stark abgefah- Thorne (Laboratorium für Kraftfahrwesen an der Technischen Hochschule Aachen), rener Vollgummibereifung bei 30 Kilometer über die in dem Sonderheft «Kraftfahr- Geschwindigkeit im gleichen Abstand von der Erregerstelle. Bei guter Pneubereifung und gleicher Fahrgeschwindigkeit ist die höchste Bodenbeschleunigung nur etwa ein Drittel so gross. wesen» der Zeitschrift des V. D. J. berichtet wird, haben ergeben, dass die seismographischen Verfahren zur Ermittlung der Höchstbeschleunigung der Bodenbewegung wenig brauchbar sind. Die genannten Forscher haben auf Grund längerer Vergleichsversuche ein zuverlässiges Verfahren zur Bestimmung der Verkehrserschütterungen entwickelt. Sie gewinnen ein Mass für die Stärke der Verkehrserschütterungen nicht aus dem höchsten Wert der senkrechten Bodenbeschleunigung, die ein Motorwagen bei bestimmter Geschwindigkeit hervorruft, weil dieser Wert durch zufällige grössere Unebenheiten leicht beeinflusst werden kann, sondern aus der Grosse derjenigen senkrechten Bodenbeschleunigungen, die auf 1000 Meter Fahrweg hundertmal auftreten. Diese Grosse, die rrfit Hilfe federnd vorgespannter Gewichtspendel gemessen werden kann, bezeichnen sie als den Stossgrad der Strasse. Ihre Dimension ist die der Beschleunigung (m/s 2 ). Bei Messungen in der Stadt Essen ergaben sich, wie die «Fr. Ztg.» berichtet, z. B. folgende Stossgrade: Sehr schlechtes Grosspflaster 58,0 m/s 2 Schlechtes Kleinpflaster 31,0 < Mittleres Grosspflaster 30,0 Gutes Grosspflast. mit Fugenvenguss 21,0 Teermakadam 16,0 Hartgussasphalt 12,5 Gutes Kleinpflastef 11,5 Während der Stossgrad für die Beurteilung s» Anfrage 732. Haftung der Versicherung. Ich bin letzten Monat mit einem Lastwagen in D. zueammengestossen, wobei beide Wagen sehr stark beschädigt wurden. Der Wagen, welchen ich gefahren habe, gehört aber nicht mir. An demselben Wagen hatte ich aber meine Kollektivnummer, wofür ich eine gewöhnliche Haftpflichtversicherung besitze. Ist jetzt die Versicherung verpflichtet, den Wagen zu bezahlen, da er ja nicht mein Eisentum ist, auch wenn ich gerichtlich schuldig gesprochen würde ? Ich wurde vom Eigentümer das Wagens ermächtigt, den Wagen zu fahren. Er waT beim Unfall selbst bei mir. R. C. in Z. Antwort: Die Hauptsache ist. dass Sie mit Bewilligung des Wa-gen-Eigentümers gefahren sind. In diesem Falle haftet die Automobilhaftpflichtversicherung des Wageneigentümers. Die Nummer spielt hier an und für sich keine Rolle. Sollte sich aus einem hierseits nicht bekannten Grunde die Versicherungsgesellschaft des Wageneigentümers sträuben, die Versicheruns zu bezahlen, so wäre in Frage zu ziehen, ob die Versicherung Ihrer Kollektivnummer andernfalls haftbar würde. Immerhin ist der richtige und rechtlich einfachste Weg der erstbezeichnete, d. h. Haltbarmachung der Versicherungsgesellschaft des Wageneigentümers. Die Gesellschaft kann eich ihrer Haftpflicht nicht entziehen, wenn Sie vom Eigentümer dea Wagens ausdrücklich zum Fahren desselben ermächtigt worden sind, und er zudem selbst persönlich anwesend eewesen ist. * Anfrage 733. §lstlemng einer Versicherung. Ich bin seit vielen Jahren Im Besitze einer Autohaftpflicht-Police für meinen Wagen, nebenbei bemerkt, ohne jemals den geringsten Unfall gehabt zu haben. Ich stehe gegenwärtig in Unterhandlung betreffend einer Villa im Tessin. um meinen Wohnsitz vorübergehend zu verlegen. Da die Regelung der dortigen Garagebaute noch auf diverse Hindernisse stösst, müsste ich zweifellos den Wagen vorläufig hier belassen. Demzufolge gedenke ich die Verkehrsbewilligung bis nächsten Juli hieroru nicht mehr zu lösen und habe diesbezüglich die Versicherung auf Neujahr benachrichtigt. Dieselbe verlangt nun ein Suspensationsgesuch. von mir unterzeichnet, und ich lege Ihnen ein Doppel davon bei, da ich dieses nicht benötig«. Hat die Versicherung das Recht, wegen 9u*pendierung vom Vertrage zurückzutreten oder ist sie gehalten, wenn keine andern Gründe hinzutreten — wie Schadenfall, Zahlung&rückstäudigkeit, staatliche oder private Erhöbung der Hapftpflichtsummen (keiner dieser Fälle kommt hier vorläufig in Betracht) —, die derzeitige Police bis nach deren Ablauf innezuhalten ? Die Agentur Luzern berichtet mir mit Schreiben, dass, falls ich ü Jahr Suspendierung nehme, der neue Kartelltarif mit Fr. 141.— jährlich zur Anwendung komme. Bis jetzt zahlte ich für 11,8 PS. Fr. 104.— mit Fr. 100 und 10% Eigenhaft bei Sach- und Personenschaden. Die Erhöhung auf Fr. 141 scheint mir übergriffen. H. W Antwort: Wenn Sie Dar Automobil für das erste Halbjahr 1929 nicht in Betrieb setzen, müssen Sie, um Steuern und Versicherungskosten zu ersparen, die Nummern beim kantonalen Automobilbureau hinterlegen. Die Versicherung wird dann solange sistiert. bis Sie wieder mit Fahren beginnen. Der ursprüngliche Vertrag wird nicht aufgelöst, sondern eben bloss sistiert, d. h. er ruht solange, als das Automobil im Betrieb eingestellt ist. und lebt nach dessen Inbetriebsetzung unverändert wieder auf. Es handelt sich hier nicht um eine Vertragsänderung, sondern um eine Weiterführung des ursprünglichen Vertrages nach zeitweiliger Unterbrechung. Wir 6ind daher der Auffassung, dass Ihre Versicherungsgesellschaft nach erfolgter Sistierung nicht höhere Prämienaasätze in Rechnung bringen darf, wenn die Versicherung unverändert, unter den gleichen Bedingungen und unker gleichbleibenden Verhältnissen weitergeführt wird. Wir glauben daher, dass Sie die Ansprüche der Versicherung auf höhere Piämie unbedingt ablehnen können, sofern die soeben erwähnten Voraussetzungen vorliegen. Wir würden Ihnen zudem empfehlen, solange hierüber eine Auseinandersetzung und Einigung nicht erfolgt ist, den Danen von der Versicherung" unterbreiteten Antrag nicht zu unterzeichnen. Es genügt, wenn Sie der Versicherungsgesellschaft schriftlich mitteilen, dass Sie den Betrieb Ihres Automobils unter Hinterlegung Ihrer Nummern eingestellt haben und dass Sie der Versicherung bei Wiederinbetriebsetzung Kenntnis geben werden, damit der ursprüngliche Versicherungsvertrag nachher wieder unverändert und zu den gleichen Prämianansätzen weitergeführt werden kann. * Anfrage 734. Kaufvertrag. Ich erwarb im taufe des letzten Sommers einen gebrauchten Wagen, laut Kaufvertrag in gutem, fahrbereitem Zustande, mit üblicher Zubehör. Während der Fahrschule wurde ich vom FahrJeiter der verkaufenden Firma auf die mangelhafte Beschaffenheit des zweiten Ganges aufmerksam gemacht. Bei der üebernahme dea Wagena machte Ich die Verkäufer auf die« aufmerksam, erhielt aber die lakonische Antwort, ich soll diesen Gang möglichst wenig verwenden. Bei der ; gegenwärtigen Revision zeigt «ich, dass die Wechselräder «ehr stark abgenützt, beim zweiten Gang die Zähne sogar am Abbrechen sind. Nach den Üebernahme hatte ich Anstände mit der Bremse, mit dem Anlasser und auf einer Fahrt verlor ich einen Bolzen der Steuerung infolge mangelhaften] Gewindes und entging knapp einem Unglück. Auf den» Vertrag wurde mir ferner bemerkt; dass der Wagen laut Police seit 1924 im Betrieb sei; in der Verkehrsbewiligung ist aber als Erstellungsjahr 1919 vermerkt. Der Motor hat sich bis jetzt, trotz Klopfen und Klappern, gut bewährt und wir hoffen, die Mängel mit der Revision beseitigen zu können. Kann nun der Verkäufer, gestützt auf den Vermerk • in gutem, fahrbereitem Zustande > und meine Beanstandungen sowie betreffend Erstellungsjahr, haftbar femacht werden für Ersatz der Wechselräder des zweiten Ganges. Die erste Verkehrsbewilligung wurde, laut dem gegenwärtigen Ausweis, 1924 erteilt. L. in W. , Antwort: Es handelt sich rorliegendenfalls tnn einen Kaufvertrag. Der Verkäufe! ist dafür verantwortlich, daes die Kaufsache diejenigen Eigenschaften, welche er Ihnen nachweisbar zugesichert hat. aufweist. Es ist nun selbstverständlich, dass beim Ankauf gebrauchter Automobils nicht die gleichen Anforderungen gestellt werden! können wie beim Ankauf von neuen. Der Käufer eines gebrauchten Automobils muss eich bewusst sein, dass er ein gewisses Risiko auf sich nimmt und Deberraschungen zu gewärtigen hat. Dafür zahlt er aber einen reduzierten Kaufpreis. Vorliegendenfalls handelt es sich um eine Expertenfrage, d. h. ein technischer Sachverständiger hätte zu beurteilen, ob der Zustand des Wechselgetriebes derart war. dass der Wagen die Eigenschaften « gut und fahrbereit» nicht verdient hat. Immerhin ist zu bemerken, dass offenbar Ihrerseits nie eine richtige Mängelrüge erhoben worden ist. Wenn festgestellt wird, dass eine Kaufsache den gemachten Zusicherungen nicht entspricht, oder wenn sonstwie irgendwelche Fehler oder Mängel an derselben! festgestellt werden, so sind dieselben dem Verkäufer! gegenüber sofort zu rügen. Sie hätten, als Sie bemerkt haben, dass der zweite Gang nicht richtig funktionierte, den Wagen eben nicht bedingungslos kaufen sollen. Damals wäre der Moment gewesen, die Sache genauer zu untersuchen, und es wära dann abei der Zustand des Wechselgetriebes richtig feststellbar gewesen. Wenn Sie eich natürlich mit der Antwort des Verkäufers, den zweiten Gang möglichst wenig zu verwenden, zufrieden erklärt haben, so haben Sie eben damit den vorhandenen Mangel genehmigt. Anders verhält es eich damit, wenn Ihnen unwahre Angaben bezüglich der Maschine gemacht worden sind. Selbstverständlich ist es nicht gleichgültig, ob ein Automobil aus dem, Jahre 1924 oder aber aus dem Jahre 1919 stammt. Wenn Ihnen der Wagen als Modell 1924 verkauft worden ist und wenn der Verkäufer wissen konnte, dass der Wagen bedeutend älter war, so handelt es eich hier um eine absichtliche Täuschung, gestützt auf welche der Kaufvertrag für Sie unverbindlich wird. In diesem Falle haben Sie binnen; Jahresfrist dem Verkäufer zu eröffnen, dass Sie den Vertrag für unverbindlich betrachten und den Kaufpreis Ton. ihm zurückfordern, • j 2$S Tonnen Nutzlast mit neuer Pneubereifg.. frisch revidiert und mit elektr Licht, umständehalber ru günstigem Preise zu verkaufen Zahluneserleichteruneen können ragestanden wer dea. — Anfragen unter Chiffre 1059O an die Automobil-Revue, Bern. UNUNTERBROCHEN IN DER LUFT mit MAGNETOS Std. 46 m:n. .QUESTION MARK' SCINTILLA lielnpi BERÜA 1928 erbaut, nur ca. 8000 km gefahren, in allen Teilen absolut wie neu, öfach bereift, Vierradbremsen, elektr. Licht, mit Anlasser Bosch. 7720 Fr. 7500.— utomotiil-j OPEL, 6 Zyl. 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