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E_1929_Zeitung_Nr.023

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Hohes Anzugsmoment und

Hohes Anzugsmoment und Steigvermögen, überraschende Wendigkeit kennzeichnen die Fahreigenschaften des « Adler-Favorit». Original Lockheed Oeldruck - Vierradbremse, Bowen Einpedaldruckschmierung, Betriebsstoffilter gehören zur Standardausrüstung. Der Motor mit einem Inhalt von 1930 ccm erreicht maximal 3400 Umdrehungen pro Min. Er ist in 4 Punkten aufgehängt. Der Nockenwellenantrieb erfolgt durch geräuschlose Kette. Die Kupplung ist vom bewährten Typ der trockenen Einscheibenkupplung. Der Wagen weist, obwohl auf möglichst einfache und sachliche Konstruktion abgestellt, alle technischen Merkmale des Klassewagens auf und präsentiert sich mit den aus den Ambl- Budd-Werken stammenden Karosserien äusserst vorteilhaft. 1 Mit ausserordentlichem Interesse wurde bereits am Berliner Salon der — nach gründlichster Erprobung in schwierigstem Gelände — ebenfalls gezeigte « Adler Standard 8 » empfangen. Der Achtzylinder - Reihenmotor besitzt bei 75 mm Hub und 110 mm Bohrung 3861 ccm St.-Vol. und leistet 70 effektive Pferdestärken. Die Zylinder sind in einem Graugussblock, der Zylinderkopf ist abnehmbar. Die stehend angeordneten Ventile werden durch die mittels völlig geräuschloser Rollenkette angetriebene Nockenwelle gesteuert. Die Kurbelwelle liegt in neun Gleitlagern, das Kurbelgehäuse ist aus Elektron- Metall. Als Vergaser wurde « Original Stromberg» gewählt Dieser Achtzylinderwagen weist ebenfalls Original-«Lockheed»-Oeldruck-Vierradbremse mit Bremsausleich als Fussdruckbremse auf, während die Handbremse auf das Getriebe wirkt; ferner Original-«Bowen»-Einpedaldruck-Zentralschmierung, gesonderten Brennstoff-, Oel- und Luftfilter sowie alle weiteren verfeinerten Vervollkommnungen des modernsten Fahrzeuges. Die allgemeinen Konstruktionsgedanken des «Adler Standard 6» sind mit den entsprechenden Vervollkommnungen auf den Achtzylindermotor und alle Aggregate übertragen worden. Auch die Normaldrehzahl mit 2400 Umdrehungen in der Minute und Maximaldrehzahl von 3300 Umdrehungen wurden beibehalten. Die Abmessungen des Fahrzeuges zeigen den grossen Reisewagen, allerdings in Anbetracht der ungemein reichen Verwendung von Leichtmetall und der besonders ingeniösen Konstruktion zu dem Proportionen zur Leistung ganz ungewöhnlich günstigen Gewicht von 1225 kg des Chassis. Die Pullman-Luxas- Reiselimousine weist wirklieb jeden Komfort auf, den der verwöhnte Autotourist von einem Reisewagen grossen Stils erwarten darf und wird sicher auch bei uns bald ihre Liebhaber finden. Cadillac. Ein Cadillac ist für den Kenner seit jeher der Inbegriff des besten, was auf dem amerikanischen Markt geboten wird. Einzig durch zähe, stille Arbeit haben dt© Cadillac- Ingenieure ihr Werk von Jahr zu Jahr zu grösserem Ruhm geführt. Dank der Genialität des ersten Wurfs konnte dabei der Grundaufbau des Wagens immer beibehalten werden. Nach und nach wurde aber jeder Teil der Vollkommenheit soweit genähert, wie es der Menschenhand überhaupt nur möglich ist. Heute ist an dem prächtigen Achtzylindermotor in V-Form kein Punkt mehr zu finden, der auch nur den leisesten Anhalt zur Kritik böte. In der Wirkungsweise zeigt dieser Motor eine absolute Vibratibnsfreiheit bei allen Tourenzahlen, was zum guten Teil auf die V-Stellung der Zylinder, die aperiodische Kraftimpulse ergibt, zurückzuführen ist. Die Ventile werden mit Stössel und Rollen betätigt, eine Konstruktion, die ein weiches Arbeiten des Motors garantiert und immer mehr bei Motoren von der Qualität von Cadillac verwendet wird. Speziell erwähnenswert ist der Vergaser eigener Konstruktion, der in seinem Bau den spezifischen Erfordernissen des Cadillac streng angepasst ist Die Kompaktheit des Motors erlaubt dem Karosseriekonstrukteur die denkbar grössten Freiheiten in der Raumausnützung. So kommt es, dass die Cadillac-Karosserien an Schönheit der Linienführung und Luxus der Innen- Ausstattung immer vor allen andern hervortreten. Durch die neue Kühlerform wird der Adel des Fahrzeugs noch gehoben. Die «custom-builts-Karosserien sind geradezu fabelhaft in ihrer Vornehmheit. Als wertvollste der diesjährigen Neuerungen bringt Cadillac das «synchromesh»-Getriebe, bei dem zum ersten Mal vor dem Schalten auf sichere, zwangsläufige Weise eine automatische Synchronisation der miteinander in Eingriff zu bringenden Zahnräder stattfindet Ein schlechtes Schalten wird ausgeschlossen und zum Kinderspiel. Drei prächtig© Musterwagen veranschaulichen im Genfer Stande die hohe Klasse der Wagen von Cadillac: ein Sport-Phäeton, ein Itnperial Sedan und ein Sedan, die beiden letztgenannten siebenplätzig karossiert. AUTOMOBiL-KEVUE 1929 — N ß 23 Röhr. Beim Röhr-Wagen kommt zum ersten Mal an Stelle eines Profilblech - Rahmens ein Chassis-Rahmen aus Kastenholmen zur Anwendung. Die Holme sind dabei durch einen Blechhoden verbunden, der zugleich den Boden des Fahrzeuges bildet. Eine Querversteifung durch zahlreiche Traversen schliesst jegliches Verschwinden des Rahmens aus. Ein Tunnel zwischen den Fondsitzen fällt beim Röhr-Wagen weg, da die Hinterachse durch eine tiefliegende Schnecke angetrieben wird, die Kardanwelle also auch aussergewöhnlich tief gelagert ist. Die Hinterachse Die Schwingachse vom Röhr ist als Schwingachse konstruiert, wobei das Differentialgehäuse mit dem abgefederten Chassis zusammenhängt. Die Abfederung der gelenkig in das Differential eingesetzten Achshälften geschieht durch sehr lange Cantileverfedern, deren Angriffspunkt in der Mitte des Radstandes liegt. Erzielt wird mit dieser Konstruktion eine starke Verminderung der unabgefederten Massen und eine vorzügliche Eigendämpfung, die man aber trotzdem durch Einbau von Band-Stossdämpfern noch gesteigert hat. Aus dem oben erwähnten Grund wird auch auf die bisher übliche durchgehende Vorderachse verzichtet. Die Vorderräder werden durch zwei übereinanderliegende Querfedern geführt. Abgesehen davon, dass jedes Rad unabhängig vom andern abgefedert ist, wird es auch unabhängig durch eine eigene Lenkschubstange gelenkt. Shimmy-Erscheinungen sind deshalb hier gänzlich ausgeschlossen. Eine weitere, hochinteressante Konstruktionseigenheit besteht darin, dass durch das Lenkgestänge gleichzeitig die Bremsen betätigt werden. Der Röhr-Motor ist ein obengesteuerter Achtzylinder - Reihenmotor mit 60 mm Bohr rung, 100 mm Hub und 50 PS Bremsleistung bei 2800 Touren pro Minute. Die Kurbelwelle aus Chromnickelstahl ist neunmal gelagert, besitzt Gegengewichte bei jeder Kröpfung, sowie einen Torsion - Schwingungsdämpfer. Dank der Kompaktheit des Achtzylindermotors und des grossen Radstandes war eine besonders vorteilhafte Raumeinteilung der Karosserie möglich. In ihrem eigentlichen Aufbau stellen die Röhr-Karosserien Vorzügliches dar. Abgesehen von ausserordentlich bequemen offenen und geschlossenen Ausführungen weisen die Cabriolets das bewährte Aerable-Monobloc-System auf. Steyr stellt auf dem Stand 70 vier Wagen aus, wovon zwei der Type 20- als Weymann-Innenlenker, bzw. Stahl - Innenlenker karossiert einen der .Type 16, ebenfalls mit geschlossenem Aufbau und ein allerliebstes Cabriolet der Type 12. Ferner erregt ein im Betrieb gezeigtes Modell der bekannten Steyr-Schwingachse das Interesse des Publikums. Die grossen Beanspruchungen, die das Schweizer Gelände an ein Automobil stellt, haben den kraftvollen, robusten Steyr-Wagen seit jeher eine grosse Beliebtheit bei unseren Käufern gesichert. Die unzähligen Trophäen, die während jeder Saison mit Steyr-Wagen an den schwierigsten Bergrennen herausgefahren werden, stellen einen weiteren schlagkräftigen Beweis für seine Qualität dar. Unentwegt arbeiten die Steyr-Werke immer weiter an der Vervollkommnung ihrer Produkte. Mit seinen durch obenliegendo Nockenwelle gesteuerten Motoren stehen sie in den ersten Reihen des Fortschritts. Die Kurbelwelle läuft bei allen Steyr-Motoren in Kugellagern, die praktisch keiner Abnützung unterworfen sind. Zur Zündung dient eine Zündlichtanlage mit automatischer Zündzeitpunktverstellung. Der Luftzutritt zum Kühler kann durch eine vom Instrumentenbrett aus einstellbare Kühlerjalousie geregelt werden. Eine besondere Annehmlichkeit bildet die sinnreiche Anordnung der Bedienungshebel für die Signalapparate auf dem Lenkrad. Motor, Kupplung und Getriebe werden zentral geschmiert. Die Schwingachse der kleinen Typen ergibt diesen infolge der Verminderung der unabgefederten Massen die Fahreigenschaften eines schweren Luxuswagens. Im Karosseriebau schaffen die Steyr- Werke besonders mit ihren Cabriolets geradezu Unübertreffliches. Es überrascht deshalb wohl kaum, dass sich besonders auch die Damenwelt für den Stand interessiert, sind doch die Steyr-Cabriolets geradezu für die Lenkung durch zarte Hand prädestiniert und eignen sich sich gleicherweise für Stadtfahrten als auch für Fahrten über jedes Gelände. PNEUS BAUOM GENEVE 11, rue G&neral Dufour Stand UM Securite a toutes les vitesses Super-conf ort sur toutes les routes Dans tous les bons garages et maisons de pneus Exigez-les sur la voitare que vous acheterez au Salon! ZÜRICH 30, Löwenstrasse Telephon äelnau 86.58

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