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Das Hoheitsgefühl seiner Würde teilt sich dem Schreitenden — ja, jetzt schreitet er wieder, und schon dieses Schreiten ist nach viel zu langem Gehen, Eilen, Laufen, Rennen eine innere Umwälzung — bei jedem Schritte mit, jeder Schritt lässt das neue Gefühl dieses Besitzes durch den Körper rinnen und jeder erinnert durch stechenden oder brennenden Schmerz, der bald zur Wollust wird, an die Auserwähltheit der Läsion, die zu dem Besitz verholten hat. Das Rätsel der Sphinx war gut: frühmorgens auf vier, mittags auf zwei, abends auf drei Beinen. Sie vergass nur zu sagen,'dass es eine Höherentwicklung ist. Alle, die am Stock gehen, sind königlich. Sie alle sind die Erben alter Adelskulturen, und keine wirkliche Adelskultur gibt es, die den Stock, die Krücke nicht geliebt hätte, das Werkzeug des Schreitens. Das Bewusstsein dieser Zusammenhänge dämmert auch noch in dem Ladenschwengel, der den Korso mit seinem Malakka-Prügel bezieht. Auch andere heben sich sichtbar von der Menge ab, die Buckligen und Verwachsenen EDEEDQ HDH DE Das Rezept einer 63jährigen. Die amerikanische Schauspielerin Edna Wallace Hopper ist eine Vorläuferin des zukünftigen Frauentypus, jenes heranwachsenden weiblichen Geschlechts, das mit sechzig und siebzig Jahren noch gekleidet sein wird wie mit zwanzig Jahren, noch Tennis oder Golf spielen und den Begriff Alter aus seinem Wörterbuch gestrichen haben wird. Edna Wallace Hopper ist dreiundsechzig Jahre alt, hat sich aber ein junges Gesicht und eine jugendliche Gestalt zu bewahren gewusst, treibt allerlei Sport und lebt wie ein Mädchen im Backfischalter. In einer amerikanischen Zeitschrift, die dem Sport und der Gesundheit gewidmet ist, erzählt sie, wie sie es gemacht hat, um sich so ausgezeichnet zu konservieren. Alter äst ein Wort, sagt sie, dass ich nicht kenne und nicht zu kennen wünsche. Ich denke nie mit Schrecken im Herzen an die Zeit, die verstreicht. Ich lebe von einem Tag zum anderen und denke nicht daran, was kommen kann. Das ist, glaube ich, der hauptsächlichste Grund, weshalb ich nicht alt werde. Als Kind hatte ich durchaus nicht das Verlangen, schon erwachsen zu sein. Auf die langen Röcke, die meine Freundinnen so sehr herbeisehnten, gab ich nicht das mindeste. Die meisten Leute nennen mich ein Wunder, obwohl ich wirklich nichts Besonderes getan habe, um meine Jugend zu erhalten. Die Sache liegt ganz anders. Ich habe mehr Beharrlichkeit gezeigt als die meisten Frauen, die jung bleiben wollen. Nie habe ich, wie so viele meiner Geschlechtsgenossinnen, mich mit Kleidern allein beschäftigt, nie habe ich geseufzt, dass alle meine Uebungen und meine Mühe umsonst waren. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Ich wollte, als ich zwanzig war, einfach nicht älter werden und ich habe meinen Willen durchgesetzt. Ich habe nie an die alten Tage gedacht. Von all dem Schönen und Angenehmen, das das Leben bietet, habe ich stets mit Freuden genossen, und peinliche Erfahrungen trachtete ich so bald als möglich zu vergessen. Wer jung und schön bleiben will, muss sich in erster Linie vor Augen halten, dass nur diejenigen, die keine Sorgen kennen, Aussicht auf ewige Jugend besitzen. Fast ebenso wichtig ist eine entsprechende Diät. Wie viele Frauen sind sich dessen bewusst, dass die meisten Speisen Einfluss auf ihren Teint, ihre Haare und ihre Gestalt haben ? Gewiss, es gibt rauen, die der Versuchung, die von Süssigkeiten und Delikatessen ausgeht, widerstehen können, aber gewöhnlich dauert ihre Standhaftigkeit nur einige Monate oder höchstens in Jahr. Dann finden sie es zu lästig, sich an einen bestimmten Speisezettel zu halten und essen wieder alles ruhigen Herzens. Und doch kann ich einer jeden, die eine zu starke Gestalt hat, oder an einer glänzenden Nase etwa, deren Antlitz oft genug von der tödlichen Verachtung der Andersgearteten für die Geschöpfe der Norm überglänzt ist. Aber hier wurde nur eine tiefe Wunde qualvoll kompensiert. Es ist gewiss ein anderer Zustand als die innere Situation des Mannes, den nur ein unsichtbarer Körperschaden zu dem Segen des Stockes verurteilt. Zu dem Segen des Stockes. Denn der Stock muss dabei sein, er entscheidet, nicht das Hinken. Es gibt Unselige, die den Leibesschaden einer verkümmerten Sehne, eines dauernd verzerrten Sprunggelenks heroisch überwinden und hinkend, ohne Stock, durchs Leben gehen. Sie bekommen Herzfehler, werden Pessimisten und Neurastheniker, Parias vor sich selbst. Ihr Los ist kläglich. Der Mann am Stock bleibt Fürst des Lebens. Alle, die am Stocke gehen, kleiden sich besonders sorgfältig, haben herrliche blanke Schuhe, sind Grafen vom Scheitel bis zur Sohle, solange ein Minimum äusserer Lebensumstände es halbwegs erlaubt Nur* trostloser Rationalismus denkt da an die leichtere Sauberhaltung. In Wirklichkeit ist es der innere Adel, der nach aussen dringt. Zärtlich schliesst sich die Faust um den Stock. Er wäre nicht mehr nötig, die Hautstelle ist vernarbt, die Sehne sitzt wieder in ihrem alten Fleischbett, die Muskelgeschwulst hat sich verloren. Es schmerzt nur noch wie ein Abschiedsseufzer nach. Der Mann am Stock aggraviert. Noch spielt er das Fürstliche aus sich heraus. Dann ist er eines Tages vollends wiederhergestellt, wieder auf seine zwei Beine gestellt. Der alte Plebeier bricht durch. Er stellt den Stock in die Vorzimmerecke, ratscht die Treppe hinab, rennt der Strassenbahn nach und versinkt, der noch gestern Schreitende, unrettbar in dem Gewühl jener, die nur noch laufen. JEFEJQ/IXIU Wie bleibe ich jung? oder an mattem Haar oder an sonst einer Unvollkommenheit leidet, nicht dringend genug anraten, sich einer genauen Diät zu unterwerfen. Esset vor allem Obst und Gemüse! Besonders Salat und Sellerie sind zwei hervorragende Schönheitsmittel. Grünes Gemüse, sowohl gekocht, als auch roh, nutzt dem Aeussern mehr als «ein Dutzend Schönheitspräparate. Auch Orangen, Zitronen, Grapefrüchte und Aepfel kann ich bestens empfehlen, denn sie machen teure Kuren in Schönheitssalons überflüssig. Von grosser Bedeutung sind Leibesübungen. Jede Frau soll täglich Gymnastik oder Sport treiben, um ihre Muskeln systematisch zu gebrauchen. Ein Spaziergang allein genügt nicht. Diejenige, die ihre schmalen Hüften und die wohlgeformten Waden behalten will, die ein Doppelkinn verabscheut und vor molligen Armen zurückschreckt, muss rechtzeitig dafür sorgen, dass alle diese Symptome des Alterns verschwinden, indem sie Arm- und Beinbewegungen macht, tanzt und springt und sich so viel als möglich in frischer Luft sportlich betätigt. Täglich ein kaltes Bad ist gesund für die Nerven und übt einen guten Einfluss auf die Haut. Leider ziehen die meisten Frauen ein heisses Bad vor. Was den Schlaf betrifft, so bin ich bald fertig. Ich selbst brauche nur wenig Schlaf; ein paar Stunden Ruhe genügen mir vollständig, damit ich mit neuem Mut an die Arbeit gehe. Das ist aber eine Frage persönlicher Art. Natürlich muss tiari, sobald man sich mit der Bettdecke zudeckt, alle Gedanken, die das tägliche Getriebe hervorgerufen hat, von sich abstreifen, denn sonst ruht man nicht ausreichend aus und erwacht morgens mit einem Gefühl der Müdigkeit und des Zerschlagenseins. Aber man darf nicht glauben, dass ich nichts von Schönheitsmitteln wissen will. Jede Frau soll dankbar dafür sein, dass sie die Möglichkeit hat, die Natur ein wenig zu korrigieren. Aber ich empfehle nicht kosmetische Mittel, um eine ungepflegte Haut (utinoi* U&ntJtat OupiiüUf EUGEN KELLER 33afinfiofstrasse 16 ZÜRICH

NQ 25 - 1929 AUTOMOBIL-REVUE 28 oder einen unreinen Teint zu verbergen. I» Gegenteil! Die Frau, die unter der Schichte Creme und Puder eine hässliche Haut versteckt, beweist, dass sie gleichgültig ist und sich nicht darum kümmert, wie sie aussieht, wenn sie nicht hergerichtet ist. Die Frau, die so denkt, darf nicht erwarten, dass sie ihr jugendliches Aussehen lange bewahren wird. ScMiesslich erklärt Edna Wallace Hopper, si© sei entschieden dagegen, dass Frauen rauchen, finde jedoch die Mod© der kurzen Haare sehr schön, praktisch und hygienisch. Die unmodernen Augenbrauen . . . Si© alle kennen doch die letzte übertriebene Forderung der tyrannischen Mode: keine Augenbrauen mehr . . . oder doch so wenig, dass diese in Acht und Bann getanen Attribute weiblicher Schönheit nicht mehr der Erwähnung wert sind. Versuchen Sie nicht zu protestieren, meine Damen, oder gar, sich dagegen aufzulehnen. Es ist so, Ritchett hat es gewollt, der Wille Ritchetts geschehe. Ritchett ist ein besciteidener Hilfsregisseur in einem Filmatelier in Los Angeles, der scheinbar eines Tages einen genialen Eintall hatte: nämlich die Augenbrauen abzuschaffen, die angeblich den Glanz des Blickes, die Deutlichkeit des Ausdrucks beeinträchtigen ... ein EinfalV der an das Ei des Kolumbus gemahnt. Unsere Kinostars unterwerfen sich bereitwillig diesem gebieterischen Befehl und wenn es nötig wäre, würden sie nächstens auch ihre Wimpern und ihre Augenlider opfern. Die Antiaugenbrauenpropaga