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E_1929_Zeitung_Nr.030

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Automobil-Verband-Koffer

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Zur Aufmunterung würde. «Was Sie da sagen», erwiderte Dumas. «Mein Vater ist sechzig Jahre alt und trank er schnell zwei Gläser Wein leer. Worauf es ihm war, als ob er mit dreihundert Kilometer Stundengeschwindigkeit im das soll ein Argument sein?» fuhr ihn Augu- raucht noch immer den ganzen Tag.» — «So, Kreise herumgedreht würde. stine an. «Wenn er nicht so viel geraucht «Nicht zu denken, dass John Peppermint hätte, würde er jetzt noch viel älter sein.» jemals geflunkert hätte. Peppermint war die Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit selber. Er wäre sonst nicht mein bester Freund gewesen, denn Lügner — verdammt nochmal f — kann ich auf den Tod nicht aus- Sir Adam Fergusson schildert einen Mor- Walter Scott bei derA rbeit stehen. ' genbesuch, den er Walter Scott in Abbotsford John Peppermint hatte Ehrgeiz. Man machte: Es war zur Zeit, in der Walter Scott könnte beinahe sagen, der Rekordfimmel sich gerade seinen schönen Landsitz an dem hatte ihn so ein bisschen in den Krallen. reizenden Ufer des Tweed ausbauen Hess. Abbotsford war noch unvollendet und wimmelte War ja eigentlich selbstverständlich bei seinem Motor, den er sich natürlich auch von Zimmerleuten, Malern und Maurern. in seine Privatmaschine hatte bauen lassen. Ich 6age Ihnen, das Biest ging los wie Besucher sass, befand sich noch in rohem Zu- Selbst das Zimmer, worin Scott mit seinem der Teufel. Hundert Meilen? Lächerliche stand. Das neue, erst halbfertige Kamin Sache. John gab Zündung und futsch rauchte unerträglich und draussen vor der war er. Tür war der ganze Raum ein Chaos von Ziegelsteinen, Schieferplatten, Mörtel und Ge- Damals telegraphierte er mir, ich möchte doch mal zu einem Trip nach Oran, das rüstbalken. Ein schwerer Nebel hüllte das liegt da oben irgendwo in der afrikanischen liebliche Tweedtal ein und tröpfelte bald als Wüste, heraufkommen. Ich sass nämlich kalter, feiner Regen herab. Maida, der Lieblingshund des Dichters, schlüpfte beständig gerade in Kapstadt und langweilte mich. In Oran treffe ich John. Er war gerade zur Türe herein und heraus. Walter Scott dabei, neue Reifen aufzuziehen. Wir sagen sass am Schreibtisch und rief alle fünf Minuten: Ei, Adam, das arme Tier möchte gern uns nett guten Tag, reden dies und das, und mit einmal kommt es heraus: hinaus! oder: Ach, Adain, das arme Geschöpf John Peppermint wollte seinen eigenen möchte gern herein! Der Besucher öffnete Rekord brechen.» ' dann jedesmal die Tür, um den durchnässten «Well. Wir knobelten also eine feine Hund herein- oder hinauszulassen, wobei jedesmal die nasskalte Luft ins Zimmer strich. Rennstrecke aus. Peppermint setzte sich auf seine Maschine. Ausgemacht war eine Der Dichter sass dabei mit geschwollenem Gesicht, denn er hatte Zahnweh und hielt die Rundfahrt durch die Sahara. Ich hatte die Stoppuhr in der einen und den Revolver in der anderen Hand. Gleichzeitig rend er mit der rechten die unnachahmlich linke Hand gegen die Wange gepresst, wäh- drückte ich beide ab. humoristischen Anfangskapitel seines «Antiquars» schrieb. Blatt für Blatt füllte sich in Startschuss und erste Explosion des Dum-Dum-Motors waren ein Krach. Old rascher Folge und von Zeit zu Zeit schob er John ging ab, dass mir vor Schreck die die beschriebenen Blätter seinem Freunde zu Luft wegblieb. Die Maschine musste mindestens einen Zehnmeilensprung gemacht mit den Worten: « Nun, Adam, wie gefällt's dir, ist es gut so? » haben. John war futsch, ausradiert, weggewischt widrigsten Umständen arbeitende Dichter! Ein merkwürdiges Bild, dieser unter den Na, denke ich, lange kann es ja nicht Bauleute, Kaminraucli, Zahnschmerzen, der dauern. Brauchst dich gar nicht erst hinzusetzen, Samuel. Aber wie Peppermint luft, Besuch — und er arbeitet, arbeitet, g. s. unruhig auf und ab laufende Hund, kalte Zug- nach fünf Minuten noch nicht wieder zurück ist, werde ich unruhig. Ich will es kurz machen, meine Herren. Ausserdem möchte ich jede überflüssige Rührung vermeiden. Ich fand von Old John nur noch die Reifen. Die waren abgesprungen. John selber muss einen Riesensatz in die Stratosphäre gemacht haben. Anders kann ich mir die Geschichte nicht erklären. Ich habe meinen lieben, alten Freund Peppermint nie wiedergesehen.» Und Samuel Wonderboom wischte sich mit dem Handrücken eine herabgekullerte Träne aus der Bartfräse. „Sie rauchen zu viel! tt Mark Twain hatte soeben seine schöne neue Villa bezogen und spazierte morgens stillvergnügt vor dem Haus auf und ab, behaglich eine Zigarre rauchend. Da trat ein schwarz gekleideter Herr auf ihn zu, hielt ihm mit feierlicher Gebärde ein Schriftstück vor die Nase, auf dem zu lesen stand : « Weg mit allen Giften, welche die Volksgesundheit bedrohen!» und begann den berühmten Autor einer Art Prüfung zu unterziehen. Nach einer Weile hatte der Agitator gegen die Volksgifte die niederschmetternde Feststellung gemacht, dass Mark Twain in seinem langen Leben mindestens 50 000 Zigarren im Rauch hatte aufgehen lassen oder, wenn man die Jugendjahre abrechnete, 1000 Stück jährlich. «Tausend Zigarren jährlich,» erklärte der Mann, und das ein halbes Jahrhundert lang! Das ist entsetzlich! Stellen Sie sich einmal vor, mein Herr, was das bedeutet. Welch eine Schädigung Ihrer Gesundheit und daneben auch welch eine Geldverschwendung! Wenn Sie das viele Geld, das Sie für die Zigarren ausgegeben haben, sparsam aufbewahrt hätten, wenn Sie es auf Zinsen angelegt und von Zinsen wieder Zinsen bezogen hätten, wissen Sie, mein Herr, was Sie dann heute besitzen würden?» — «Nein, das weiss ich nicht, sagen Sie es mir», erwiderte Mark Twain. «Sie hätten», begann der andere mit viel Pathos, «Sie hätten... Sie hätten... nun zum Beispiel nicht mehr und nicht weniger können sein als der Eigentümer der prächtigen Villa, vor der wir gerade stehen.» Worauf Mark Twain, die personifizierte Liebenswürdigkeit, antwortete: «Es tut mir sehr leid, mein Herr, dass ich Ihnen eine arge Enttäuschung bereiten muss, aber als ehrlicher Mensch darf ich Ihnen nicht verschweigen, dass ich trotz der fünfzigtausend Zigarren doch der Eigentümer des von Ihnen so gepriesenen Hauses geworden bin. Eine lustige Anekdote ähnlichen Inhalts erzählt man sich von einer der berühmten Schwestern Brohan. Einmal ging Auguste Brohan in Begleitung des jüngeren Dumas ins Theater. Der Dichter rauchte eine Zigarre, die nicht mehr sehr angenehm roch. «Sie rauchen zu viel», bemerkte Augustine, in der Hoffnung, dass ihr Freund den Wink verstehen Zuverlässigkeit über Schnelligkeit Zwei entgegengesetzte Ereignisse im Auromobilwesen haben sich in den letzten Tagen mit paradoxer Gleichzeitigkeit vollzogen: Segrave fuhr 400 Kilometer in der Stunde mit seinem Auto, während am gleichen Tage der Reichsverband der deutschen Automobil - Industrie den Beschluss fasste, sich künftig nicht mehr an Automobil-Rennen zu beteiligen. Ganz richtig hebt das « Berliner Tageblatt » aus diesem Anlass hervor, dass dieser Beschluss die Zukunftswege des Automobilismus andeutet. Nicht mehr um Erzielung immer höherer Schnelligkeit handelt es sich, sondern um immer höhere Zuverlässigkeit. Nicht der schnellste, sondern der zuverlässigste Wagen wird nunmehr das Ziel sein. Was nützen 400 km Stundengeschwindigkeit, da doch auf keiner Landstrasse der Welt ein solches Tempo gefahren werden kann? Der Gebrauchswagen braucht selbst in Ländern mit idealen Strassenverhältnissen kein höheres Tempo als 90 bis 100 Kilometer, und auch dies wird nur ein Ausnahmstempo sein. Der Retinsport im Automobilwesen wird künftig zu einer Privatleidenschaft eines Kreises von Sportleuten werden, ohne seine bisherige Bedeutung für die praktische Vervollkommnung des Motorfahrzeugs aufrechtzuerhalten. An seine Stelle werden in dieser Hinsicht immer mehr die Zuverlässigkeitswettbewerbe treten — die auch den durchschnittlichen Autokäufer gewiss mehr interessieren werden als sensationelle Geschwindigkeiten. Geteilter Schmerz. Karlchen (zu einem Kameraden): «Gestern habe ich dem Onkel Stecknadeln in seinen Lehnsessel gesteckt und —» Paulchen (lachend): Könnt' er darauf sitzen?» Karlchen (seufzend): «Nein, aber ich kann jetzt auch nicht sitzen.» HOTEL HOFER Neu renoviert. 50 Zimmer mit fliesendem Wasser. 75 Betten. Appartements mit Bad und W. C Garage. — Zivile Prei*«. • am HauptDahnhoi Besitz«-: A. R CUSTEB btferne äcn/rme I inarosterfiumabl I Tfeparaturen prörripi • romoouml

N° 3» — 1929 AUTOMOBTL-RFVUE 15 EDKIP. BDB QE Ein blondes Mädel, Von Frank Smetana. Die Dame, nicht mehr Backfisch und nicht mehr junges Mädel, sondern ein junges und scharmantes Fräulein, raucht Zigaretten, knabbert Keks und Pralinen und lässt sich im Zuge von den jungen Herren, die viel Verstand und Bildung beweisen, aufs interessanteste unterhalten. Die Herren haben erfahren, dass die Dane Ingrid mit Vornamen heisst, sie wissen, dass sie in der Hauptstadt wohnt. Beide sind entzückt von diesem Blondhaar, von diesem entzückenden Mund, der so kluge, weise und erfahrene Worte zu sagen weiss, und sie bewundern das blonde Mädel, das ihnen schön, klug und gut erscheint. Sie bitten um ein Wiedersehen, sie versichern, dass ihnen allein die Unterhaltung mit einer so entzückenden, lebenslustigen und lebensmutigen Frau ein Genuss sei. An der Aufrichtigkeit dieser Beteuerungen ist nicht zu zweifeln. Die Herren sind gebildet und taktvoll genug, nicht weiter in sie zu dringen, als sie die letzte inständige Bitte ablehnt: « Ich muss Sie enttäuschen, meine Herren, ich werde am Bahnhof abgeholt.» Sie beschränken sich für den Rest der Fahrt darauf, das Loblied der modernen Frau zu singen. Die Fahrt wird durch die gegenseitige lebhafte und vergnügliche Unterhaltung ein Genuss. Der Zug fährt in der Bahnhofhalle ein. Die Herren haben sich der zwei kleinen Koffer der blonden Dame bemächtigt und helfen ihr beim Aussteigen. Da stürzt ein hübscher junger Mann auf die Dame zu, er ist kaum über zwanzig Jahre alt und hat noch die köstliche Frische der Jugend im Gesicht, küsst ihr die Hand und begrüsst sie lebhaft: «Gott sei Dank, Mama, ich befürchtete schon, ich würde dich verpassen.» Zärtliche Ehegatten. Vor Jahren starb in London ein Mr. Dickenson. Er hinterliess seiner Frau ein Vermögen von 600,000 Pfund, aber er verdarb ihr die Freude über diese Erbschaft durch folgende Bedingung: « Wenn ich daran denke, dass die einzige glückliche Zeit in meiner Ehe die war, wenn meine Frau schmollte, so muss ich gestehen, dass ich ziemlich glücklich war, denn sie schmollte fast immer. Darum will ich auch Apartes Nachmittagskleid ans blauem Crep, Bänder aus dnnkelm Blau und Silber, ebenso der Gürtel. Aennelgarnitur aus Fuchspelz. Konzerthaus Uhler \i H^ * 1 Modernst eingencht. Gesellschaltsliaus am Platz, ff. Küche und Keller. Zürcher Löwenbräu. Günstiger Ausstellungsplatz. Mit höfl. Empfehlung Telephon 31.86 A. Bommer-Ledergerber« ttheemelden Telephon 47 Hoiel 3 Könige Restauration — Garagen A. C. S. A. SPIEGELHALDER, T. C. S. BEBTT fiE EFERvOftinj den Widerwillen überwinden, den mir der Anblick ihres Gesichtes stets verursachte, und ihr mein Vermögen unter der Bedingung hinterlassen, dass sie tagaus, tagein zwei Stunden an meinem Grabe zubringt. Mit diesen Besuchen soll sie zehn Jahre lang fortfahren, und zwar in Begleitung meiner Schwester, die sie noch weniger leiden konnte als mich. » Ein ähnliches Testament hinterliess William Darley in Ash, nur mit dem Unterschiede, dass es sich um ein ziemlich kleines Vermögen handelte. Er hinterliess seiner Gattin einen Schilling mit dem Bemerken: er täte das nur aus Anerkennung für die Gewandtheit, womit sie sich all die kleinen Summen aus seinen Taschen angeeignet hatte, deren sie habhaft werden konnte. Im nördlichen England teilte ein Grossgrundbesitzer sein bedeutendes Eigentum an Bodenwerten zwischen seiner Frau und seiner Schwester, die sich so schlecht miteinander vertrugen, dass sie jahrelang kein einziges Wort miteinander gesprochen hatten. Aber er velangte, dass sie in jedem Jahre einen Monat zusammenleben und sich ausserdem jährlich sechs Besuche gegenseitig abstatten sollten; ausserdem mussten sie sich bei dieser Gelegenheit dreimal umarmen und küssen. Ein anderer Herr, ein leidenschaftlicher Raucher, dessen Fau allen Tabak hasste und ihm ob seiner Leidenschaft häufige Szenen machte, hinterliess ihr die Hälfte seines beträchtlichen Vermögens unter der Bedingung, dass sie jeden Tag sechs Zigarren rauche, gs. Die Strumpfmode. In der letzten Saison kamen neue Strumpffarben auf. Man schien der hellen Beine 'überdrüssig. Kanonenmetall war die besonders lancierte Farbe. Und man nahm sie an, wenigstens zum Nachmittagskleid. Damen mit etwas modellierteren Beinen sehen darin vorteilhafter aus. Die Pariserin hat diese Farbe angelehnt. Sie trägt den dunkler getönten rosenholzfarbenen Strumpf weiter zum schwarzen Kleid, sonst, je nach der Nuance des Kleides etwas heller, mehr ins Rosa oder Gelb schattierend. Dunkle Strümpfe tragen nur alte Damen, jedenfalls solche, die sich endgültig zum Alter bekennen, öder Trauernde, denen er pikanter erscheint als der tief schwarze Strumpf. Das sei festgestellt, aber nicht unbedingt nachgeahmt. Es ist modern. Es ist modern, tiefsinnige Vergleiche oder Betrachtungen aufzustellen zwischen Autos und Frauen, wenn man gerade nichts Besseres anzustellen weiss. Beide beliebten Sorten von Zeitgenossen sind ganz nach Bedarf nervös, temperamentvoll oder ohnmachtsnahe. Beide verzuckern sie uns Männern das Leben, erleichtern sie uns das Dasein, die Autos sogar das Da- und Dortsein. Es ist modern, mit schönen, gutgewachsenen Autos, die der Korso bietet, zu kokettieren, sie anzuhimmeln, mit den Augen zu streicheln, ganz so, als wären es Frauen. Ja selbst die auf Blasiertheit punzierte Riviera steht zuweilen Kopf, wenn ein neuer Rolls im Gewände von Saoutchic (Irrtum vorbehalten, dieser Pariser Autotailleur hat seine Privatorthographie) seine undefinierbar-undechiffrierbaren Farben und Formen entlang der Avenue für Snobbismus, der Promenade des Anglais in Nizza, spazierenführt Freilich, es muss schon eine ästhetische Gourmandise sein, ein Anders-als-die-anderen-Wagen, ansonsten wundert sich der Rivieraloge prinzipiell nicht Es ist modern, diese Wagen entzückend einzurichten mit allem Boudoir-Komfort: Parfümzerstäuber in den Ecken, Bonbonnieren, die sich automatisch auffüllen, Berge von Kissen. Und eine Beleuchtung darin, die beinahe keine mehr ist. Auch Seidenvorhänge, in Westindisch-Bananisch gehalten, sind de rigueur. Es ist modern, im Scheinkabriolett zu fahren als Autophilosoph des «als ob>. Ueber das wirkliche Kabriolett lacht man hierorts. Es hat seinen letzten Sinn verloren in dem Augenblick, da landschaftliche Schönheit, reizvolle Gegend, Bergspitzen, die den Himmel kitzeln, aufhörten, Bedarfsartikel zu sein für uns Luxusexpressler der Landstrasse. Es ist modern, die Taille seines Wagens zu betonen* sei es durch eine markante Farbengrenze, sei es durch einen schmalen Gürtel in zartestem Jaune, Lila, Beige, Havane. Man sieht, hier weicht die Frauenmode sanft ab von der Automode unserer Zeit Es ist modern, die Puppen, Putztiere, Fetische auf Dauerurlaub zu schicken. Nur ganz Autokulturlose lassen sie auch weiterhin vor ihrem Rückenfenster baumeln, das klar und rein zu sein hat. Gute Aussicht mithin für Karosseriefenstergticker, wie sie auf einsamen Wegen hinter zweisamen Wagen daherfahren. sind änssorst unangenehm. 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