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E_1929_Zeitung_Nr.030

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36 Äi'fnvöi'fi 1929 — N° 30 Ja oder nein Sollen Damen einem Club angehören? Eine Frage, über die man sich streiten kann. Wir erhielten am 28. März eine Einsendung, die sich zur Existenzberechtigung von Damen- Automobil-Clubs kritisch äussert. Ohne mit den Ausführungen unserer sehr geschätzten Leserin in allen Teilen einig zu gehen, erfüllen wir gerne ihren Wunsch nach Veröffentlicluing, handelt es sich doch um eine Frage prinzipieller Natur, die sicher das volle Interesse unserer Leserinnen und Leser finden wird. Wir stellen unsere Spalten gei'ne einer Diskussion zur Verfügung. Die Redaktion. Sehr geehrte Redaktion der Automobil-Revue! Man wird im Leben hie und da stutzig, nicht wahr? Besonders in unserem modernen Zeitalter, wo sich die Ereignisse nur so überstürzen und man kaum mehr zur Besinnung kommt. Das Ich verflüchtigt sich im Kino, im Sport, im Tanzsaal, im Teekränzchen, in der Organisation, im Club, in der Gesellschaft und dergleicehn mehr. Gerade das Wort Organisation ist zum allmächtigen Diktator unseres zung sein können. Wir besitzen in unserem Lande glücklicherweise zwei Organisationen, die das Interesse des Automobilisten mit grossor Zielsicherheit und Tatkraft verfechten. Es sind dies der Schweizerische Automobil-Club und der Schweizerische Touring-Club. Weitere Organisationen auf diesem Gebiete sind meiner Ansicht nach vollständig überflüssig. Die Interessen der Automobilistinnen sind die Interessen der Automobilisten im allgemeinen. Und was die gesellschaftliche und sportliche Tätigkeit anbelangt, so bin ich der Ansicht, dass eine Zersplitterung nur dem Ganzen schaden muss. Die Frau sondere sich nicht ab; viel besser wäre es, in den bestehenden Organisationen ihren Einfluss geltend zu machen und Schulter an Schulter mit dem Manne für die Interessen und für die Ausdehnung eines vernünftigen Automobilwesens zu arbeiten. Ich sehe die grosse Gefahr für uns Frauen kommen, sie liegt in der Zersplitterung, in der Bildung verschiedenster Interessengemeinschaften und in der Entfraulichung unserer Frauen. Was uns aber nottut, das sind nicht Frauenrechtlerinnen ä outrance, nicht Automobilistinnen pure sant, sondern Frauen, die entgegen dem Manne, das Ganze im Auge zu behalten vermögen. So wenig wir eine « Frauen-Automobil-Revue » benötigen, ebenso wenig brauchen wir vermehrte Frauen-Clubs. Man möge mir diese offenen Worte verzeihen, gerne lasse ich mich belehren. Ich weiss, dass die Redaktion der « Automobil-Revue * jederzeit bereit ist, dieses Thema in ihren Spalten erschöpfend behandeln zu lassen. Ich nehme an, dass sicli dazu nicht nur Frauen, sondern auch Männer Lebens geworden. Unauflässlich hämmert es auf uns ein. Dabei ist die Seele heimatlos geworden. Dieser Gedanke hat mich in letzter Zeit stark verfolgt und zwingt mich, heute an Sie zu gelangen. Mit grossem Interesse verfolge ich Ihre Zeitung und zähle ich wohl unter ihre eifrigsten Leserinnen. Und da hat mich in den letzten Tagen wieder etwas stutzig gemacht. Las ich da jüngst in Ihrem geschätzten und mir lieb gewordenen Blatte von der zum Worte melden werden. Gründung eines Damen-Automobil-Clubs, von den Statuten, dem Zwecke und den Zielen dieser Organisation. Da hätten wir also glücklich wieder eine dieser Organisationen, und zwar eine Damen-Organisation ! Eine Organisation von Autlerinnen, die (»drängte, sieh zu einem eigenen Club zusammenzSicJjliesson. Darf ich Ihnen meinen Eindruck und meine Ansicht anvertrauen? Ich weiss wohl, dass ich damit, sollten Sie diese Zeilen veröffentlichen, auf Widerstand und Opposition stossen werde. Aber man spricht heutzutage so viel von uns « tapfern » Frauen. Und da meine ich, dass man auch den Mut haben sollte, an der Oeffentlichkeit eine Sache zu verurteilen, die meiner Ansicht nach wirklich zu verurteilen ist. Es ist dies viel besser, als wenn man nur in kleinen Kränzchen über die lieben Mitschwestern aburteilt. Dabei will ich die guten Absichten aller derjenigen Damen, die- sich bereits zu einem solchen Automobil- Club zusammengeschlossen haben oder im Begriffe M'n-d, « tätige » und « fördernde » Mitglieder zu werden, anerkennen. Aber einmal müssen wir Frauen uns doch Rechenschaft ablegen, ob wir mit diesen Organisationen, die wir unsern lieben Männern abgucken und nachahmen, auf dem richtigen Wege sind. Meine Zweifel darüber werden immer grösser. Die Frau kämpft heute um ihr Hecht. Sie will dem Manno auf allen Gebieten des Lebens gleichgestellt fin. Sie zeigt dies auch durch ihr äussercs Auf- Meten, durch ihro Vermännlichung. Dienen wir < ! imit unserem Gcschlechte und unserem Volke? Nach reiflicher Ueberlegung muss ich diese Frago vorneinen. Um falschen Annahmen vorzubeugen, möchte ich zugleich betonen, dass ich nicht in einem irldabgelegenen Dorfe wohne. Allein meiner Ansicht nach übertreibt die Frau auf der ganzen Linie. Mohr frauenhafte Zurückhaltung wäre besser und würde unserem Geschlechte besser dienen. Doch darauf möchte ich vorläufig nicht näher eingehen. Einen Damon-Automohil-Club jedoch empfinde ich als total überflüssig. Ich weiss wohl, dass i wir Frauen das Volant erobert haben. Ich selbst bin leidenschaftliche Fahrerin und geniesse die Bequemlichkeiten des Autos und das Gefühl, den starken Motor selbst meistern zu können, in vollen Zügen. Tausende von Frauen teilen heute bereits schon mit mir dieses Gefühl. Allein überlassen wir dem Manne, was dem Manne wohl ansteht, und beschränken wir uns auf diejenigen Aufgaben, wo wir dem Manne eino wertvolle Stütze und Ergän- Hochachtend Z., den 28. März 1929. Frau J B.-S. Automobilisten und Papiergeld. Der revolutionäre Einfluss des Autos erstreckt sich auch auf Dinge, deren Zusammenhang mit ihm nicht gerade augenfällig ist. So berichtet die «Modern Mechanics», dass früher das amerikanische Papiergeld durchschnittlich ein Jahr in Zirkulation blieb. Heute muss es schon nach einem halben Jahre durch neues ersetzt werden. Dafür ist das Auto zum grössten Teil verantwortlich. Der Autofahrer gebraucht für seine Ausgaben für Benzin, Oel, Reparaturen usw. mehr und mehr Papiergeld. Dieses geht durch beschmierte, oft ölige Hände und wird in schmutzigen Taschen aufbewahrt. (Der Amerikaner steckt meistens sein Papiergeld zusammengerollt in die Tasche.) Fett und Oel aber sind die Hauptfeinde von Papiergeld. mmer kürzer wurde dessen Umlaufzeiti Während der letzten Jahre mussten die Vereinigten Staaten jährlich nicht weniger als 1200 Tonnen verbrauchtes Papiergeld durch neues ersetzen. Da gingen Papierfachleute und Chemiker an die Arbeit. Als Resultat produzierten sie Papiergeld, das gegen die inflüsse von Oel und Fett grosse Widerstandskraft hat. Dieses neue Papiergeld wird noch im Laufe des Jahres in Zirkulation gesetzt werden. Der Einbrecher. Einbrecher (in der Nacht überrascht vom heimkehrenden Ehepaar): «Diese späte Polizeistunde ist der Ruin der menschlichen Gesellschaft!» (London Opinion».) Viel Vergnügen mit den Elsässern! General Gouraud, der einarmige Gouverneur von Paris, der am Ende des Krieges als Erster mit seinen Truppen in Strassburg einzog, ist einer der populärsten Generale. Er pflegt, wie ein Pariser Wochenblatt berichtet, gern folgende Episode aus dieser historischen Zeit zu erlartinanj Viel eleganter, praktischer und billiger Bunte Chronik aus aller Welt» Amerikanische Reklame. Eine New-Yorker Schuhfirma hat eine neue Methode im Kampfe gegen überalterte Schuhe ausgebildet. Sie überschreibt nämlich ihre Inserate mit dem Satze: «Schicken Sie uns einen Ihrer alten Schuhe, und wir werden Ihnen sagen, wer Sie sind.» Pariser Strassensänger verboten. Der Moloch des Verkehrs hat abermals eine pittoreske Erscheinung im Pariser Strassenteben verschlungen. Die Strassensänger, die während der Mittagsstunden den kleinen Midinetten die modernsten Schlager beibrachten und immer einen ungeheuren Zulauf zu verzeichnen hatten, sind verboten worden. Immerhin will man ihnen gestatten, sich künftig in den Anlagen dem Unterricht ihrer Kundschaft hinzugeben. Mussolinis Polier. In einer Zuschrift aus dem Leserkreise erzählt das «Allgäuer Tageblatt», dass Mussolini in seiner Maurerzeit auch in Kempten tätig war, und zwar vor rund 25 Jahren. In der Salzstrasse wurde damals eine Schmiede gebaut, wobei 130 italienische Arbeiter beschäftigt waren, darunter Mussolini. Der noch lebende italienische Polier der Firma kann sich seines früheren Kollegen heute noch gut erinnern. Das umstrittene Herz. In Nantes wird sich demnächst ein sehr interessanter Prozess abspielen, dessen Streitobjekt das Herz der vor 400 Jahren verstorbenen Königin Anna von Bretagne, der Gemahlin Ludwigs XII., ist. Auf dem Sterbebette verfügte sie, dass ihr Herz dem Körper entnommen und nach der Bretagne entführt werde. Jahrhundertelang hat es im Museum des Departements Bas-Loire geruht. Nun hat die Stadt Nantes selbst ein Museum gebaut und will, da das Departements-Museum die Herausgabe des Herzens verweigert, vor Gericht ihren Anspruch geltend machen. Ein gesunder Präsident Mit Herbert Hoover zieht in das Weisse Haus wieder einmal ein Präsident mit gutem Appetit, wie man ihn seit Taft nichteriebt hat. Hier ist das Menü eines typischen Frühstücks: eine ganze Grape-Fruit, gehacktes Lammfleisch, gebackene Eier mit Schinken, drei Paar Würstchen, Toast, Kaffee mit Sahne. Der Chronist versäumt nicht, hinzuzusetzen, dass dieses Menü nicht nur verzehrt auch in recht beträchtlichen Portionen auf wird, sondern dass die einzelnen Gerichte den Tisch kommen. Der Gipfel der Sparsamkeit Amerika, noch immer das ölreichste Land der Welt, hat äusserste Sparsamkeit im Verbrauch seiner Oelvorräte eingeführt. Die Verwaltung der Great Western Railway hat eine Verordnung für ihre Angestellten erlassen, nach der das Maschinenpersonal wöchentlich die Arbeitskleidung an besonders eingerichtete Reinigungsanstalten abliefern muss, in denen die Kleider nach eigenem Verfahren entölt werden. Das daraus gewonnene Oel kann sodann im Betrieb wieder benutzt werden. alswandregulateure sind meine Der verbotene Pyjama. Die vor einigen Tagen vom Kremser Gericht von der Anklage des Mordes freigesprochene Hildegard Lenhart war in einer Sonderzelle in der Männerabteilung während der Untersuchungshaft untergebracht Eines Tages überraschte sie der Gefängniswachtmeister, als sie mit einem Pyjama bekleidet auf dem Bette sass und eine Zigarette rauchte. Unbeschreiblich gross war das Erstaunen des Gefängnisbeamten, dem diese Art «Sträflingskleidung» noch nicht bekannt war. Er erklärte sie für unzulässig, denn das Pyjama würde die Sittlichkeit der übrigen Häftlinge gefährden. Dagegen protestierte nun Frau Lenhart aufs heftigste und drang auch mit ihrem Protest durch, da eine im Augenblick einberufene Konferenz mit dem Sieg der Pyjama-Anhänger endigte. Haben Sie eine Stadt zu verkaufen? «Eine Million Pfund Sterling und aufwärts sind zur Anlage frei. Wir wünschen eine Stadt irgendwo in England zu kaufen.» Das ist der Text einer Anzeige, die in grossen Londoner Blättern fast tagtäglich zu lesen ist. Man glaubte zuerst an irgend eine Mystifikation, jedoch stellten Detektive von Scotland Yard fest, dass das Kapital tatsächlich bereit liegt und der Besitzer der zu kaufenden Stadt seinen Namen beilegen will. Eine Coue-Börse. In England hat sich vor einiger Zeit eine Aktiengesellschaft gebildet, die die Lehre Coues durch Bücher, Grammophonplatten, Zeitungsanzeigen und Radio verbreitet. Die Aktien sind nunmehr an der Londoner Börse zugelassen worden. Hoffentlich geht die Selbstheilungsmethode nach dem Grundsatz: «Unsere Aktien steigen von Tag zu Tag» auch in Erfüllung. Weg mit dem Smoking! In London scheint auf dem Gebiete der Abendkleidung für Mariner eine Revolution ausgebrochen zu sein. Man ist nämlich auf dem besten Wege, den Smoking einfach abzuschaffen. In den Theatern, in Kinos und in jener Art von Tanzlokalen, in die man bloss geht, um von der Galerie aus andere tanzen zu sehen, sowie an allen anderen Vergnügungsstätten, an denen ein Gentleman, der sich selbst respektiert, früher nie anders als im Smoking erschien, sieht man nun die vornehmsten Engländer in einem gewöhnlichen dunkelblauen Sakkoanzug. Sogar die Söhne des Königs und der Bruder des Königs von Spanien wurden kürzlich um 10 Uhr abends in einem der elegantesten Tanzlokale mit Galerie in einem Sakkoanzug wahrgenommen. Die ganze auf die Mode eingestellte oder für die Mode massgebende Männerwelt ist revolutioniert. Für jeden Wagen-Typ schaffen wir Autokoffer mit staub- und wasserdichtem Verschluss MT^ Pendulerie in feinster Ausführung und allen Holzarten. Die Uhr für das vornehme Appartement. C. Barbier, interiahcn VERLANGEN SIE PREISLISTE PFAUEN vis-ä-vis Kunstbaus n. Schauspielhaus. Vorzügliche Küche und Keller. Grosser Billardsaal. K. HERZOG. Verlangen Sie Prospekt O. 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30 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 17 zählen: Am Abend vor dem Tag, an dem er von der elsässischen Hauptstadt Besitz ergriff, schickte er eine seiner Ordonnanzen zur deutschen Kommandatur. Der abgesandte französische Offizier trat einem preussischen Obersten entgegen, der wunderbar französisch sprach. Die Unterhaltung war ebenso höflich wie kurz, und der Abzug der deutschen Truppen ging in schnellem Tempo vor sich. Auch der Oberst machte sich zur Abreise bereit. Als er von dem französischen Offizier Abschied nahm, grüsste er diesen ironisch mit folgenden Worten: «Viel Vergnügen mit den Elsässern, meine Herren Franzosen!» Krösusse unter Schriftstellern. Eine englische Zeitung veröffentlichte kürzlich eine Liste der englischen Schriftsteller, die mit ihren Büchern das meiste Qeld verdienen. An der Spitze der Tabelle steht Hall Caine; er bezieht jedes Jahr an Autorentantiemen eine Summe, die in österreichischem Geld ungefähr zweieinhalb Millionen Schilling ausmacht. Nach ihm kommt Sir James Barrie, der sich mit der Hälfte dieses Betrages, also eineinviertel Millionen Schilling, begnügen muss. Den dritten Platz nimmt Bernard Shaw ein. Er befindet sich in noch grösserem Abstand von Hall Caine, denn er erhält durchschnittlich jährlich «bloss» etwa 600000 Schilling. Man braucht ihn darum nicht zu bedauern, hat er doch ein Vermögen von fast 17 Millionen Schilling gesammelt, •das zum grössten. Teil in Häusern und Ländereien angelegt ist. An vierter Stelle ist Wells zu nennen, dessen Autorentantiemen im Jahr ungefähr 500 000 Schilling ausmachen. Besser als die Romanschriftsteller sind mehrere Bühnendichter daran, die jährlich fast 3 Millionen Schilling an Tantiemen bekommen. Ein Denkmal der Geduld. Die berühmte Skulptur des russischen Bildhauers Wrubel wurde, wie gemeldet, von einem Besucher des russischen Museums in Moskau, wo sie aufgestellt war, mit einem Hammer zerschlagen. Die meisten Sachverständigen waren der Ansicht, dass das Kunstwerk durch diese vandalische Tat, die es in einen Trümmerhaufen verwandelt hatte, so zerstört sei, dass es nicht mehr restauriert werden könne. Trotzdem gab die Regierung den Auftrag, den Versuch zu unternehmen, die Skulptur wieder herzustellen. Die Arbeit wurde dem Restaurator von Plastiken L. W. Krestkowsky zugewiesen. Sie erforderte begreiflicherweise reine schier unerschöpfliche Geduld und die brachte Krestkowsky tatsächlich auf. Das Kunstwerk, das den Kopf eines «Dämons» darstellte, war in mehr als vierhundert Stücke zerfallen, von denen viele sehr klein waren, Krestkowsky sammelte alle Bruchstücke und fügte sie zu einem einheitlichen Stück wieder zusammen. Demnächst wird der «Dämon» von einer Kommission besichtigt werden, worauf man ihn auf seinen früheren Platz im Museum zurückstellen wird. Wrubels Skulptur wird nun ein Denkmal der Geduld sein. Dialog (In einem unmöglichen Dialekt.) Nusch hat sich ein Auto gekauft und spricht darüber mit Grimsch. Grimsch meint: «Wenns nu mah nich fährd?» « Wie meensdn das ? » « Wenns gabudd iss! » « Warum solldn das gabudd sinn? » «Warum solldesdn nich gabudd gehn, ä chehds Auhdo gehd doch emah gabudd! > « Mains gehd nich gabudd. * « Das weessde doch chedsd noch nich.» « Na glahr, e neies, fungelnachelneies Auhdo — das gehd nich so leichds gabudd! » « Na chah, ahwr kesedsd dähn Fall, dassdes mah gabudd gehd, -newahr, also ich meene, wenns mah nich mähr weihdrfährd, wenns reenewegg nich vondr Schdälle ze griehchn iss —» « Nu, da gibbds immer a Middl! » « Na chah, das meen ich doch, ahwr wass issn das for e Middl? » « Das weess'ch dir doch chedsd noch nich, da mussch erschd sahn, was iehwrhaubd los iss —» «So meen ich das gahr nich! Nusch, bass doch emah off, nu schdell dir bloss emah vohr, eenes Mohrchns, wennste grahde gefriehschdiggd hassd un gommsd inde Karahsche un willsd losfahrn midn Waahchn — unn da gehdr nich! > «Mensch, was dengsdn du dir vonne Auhdo? Dass iss doch nich wie bein Fährde, dasses grangg werdd —» « Nuneh doch,, währ rehd'n vonne Fährde — ich meene bloss, wenn dei Auhdo off eemah nich gehd, wennste nich anleiern gannst, wenn nicht seifist fahren* .Wagen* und.-..-Personal unter dem nämlichen Dach unterbringen können. Für die Zimmer mit Garage wird ein Einheitspreis vorgesehen. An die Garage angeschlossen ist eine Reparaturwerkstätte und Servicestation, wo die eingestellten Wagen wieder zur Weiterreise bereitgestellt, wenn nötig auch repariert werden können. Für die in einem der drei Bau-Blöcke untergebrachte und vollkommen in sich abgeschlossene Garage sind die modernsten Sicherheitsmassnahmen, um Feuer- und Explosionsgefahr ausZ'Uschliessen, vorgesehen. Die Ein- und Ausfahrt der Wagen würde durch eine acht Meter breite und 15 Meter lange Vorfahrt erfolgen, die selbst überbaut ist. Im ersten Stock wären Reisebureaux, Gesellschaftssäle etc. vorgesehen, damit die Schlafzimmer ja gegen jeglichen Lärm aus der Garage isoliert sind. Sofern die zurzeit schwebenden Verhandlungen betr. der Finanzierung zum Abschluss kommen, wird noch dieses Jahr mit dem Bau begonnen. Der duftende Tod (Sohluss) Sie schreiten einen Borgpfad hinan iSieil wundert sich: ein so zartes, blasses Mädel, mit grossen Augen und kraftlosen Händen, hatte sein flammendes, kraftvolles, sieghaftes Herz vollkommen ausgefüllt! Der von den Bergen herabkommende Italiener Arigo geht an ihnen grüssend vorüber und sein böser Blick bohrt sieh wie ein Stilett in ihre in der Umarmung verschlungenen Hände. Vincenta hält still und presst die Hand aufs Herz. Sie ist bereits ermüdet. Und Neil, der diese in der Welt einzige Zartheit liebt, trägt die kleine, so plötzlich traurig gewordene Braut auf seinen Armen hinab. Zwei Tage später findet ihre Hochzeit statt. O'Dwan gedachte, etwas Prachtvolles zu arrangieren und in den Zeitungen bekannt zu geben, zusammen mit einer diskreten Reklame. Obwohl dies überflüssig ist. Denn der «Letzte Traum» duftet auch so in der ganzen Welt. Aber die jungen Leute wünschen es nicht. Sie lachen leise und wollen mit allen einen Schabernack spielen, die auf Gepränge und lauten Widerhall warten. Darüber hinaus lässt sich Vincenta von sichs nich vondr Schdell© riehrd — waseiner gewissen Delikatesse leiten; wozu soll machsdn da? » man die verspotten, die sie so sehr und so «Ganz eefach — da dähd'ch nich fahrn! » hoffnungslos geliebt hatten? Hatte nicht Balthasar. Arigo dort oben im Walde zu ihren Füssen geweint? Hatto er nicht Rache dafür geschworen, dass sie ihn angelächelt und Das Auto-Hotel. Zu den interessantesten doch nur getäuscht hatte, und dann fortging, um für einen anderen zu blühen? Neubauprojekten, die gegenwärtig in Berlin diskutiert werden, gehört der Vorschlag eines sogenannten Auto-Hotels, das als Monu- O'Dwan, der die Herzen der Frauen be- Das ganze Land bewunderte und hasste mentalbau in einem Vorort des Westens erstellt werden soll. Das Hotel würde im Parren und schwülen Duft seiner Parfüme entrauschte und ihre Sinne mit dem schweterre praktische und bequeme Garageräumlichkeiten für 150 Wagen bieten, so dass den flammte. Autotouristen Gelegenheit geboten ist, ihren ^- Man darf nicht in Versuchung führen, man darf nicht... — flüsterte Vin- Wagen im gleichen Hotel wo sie selbst Quartier nehmen, unterzubringen. * Daneben centa und küsste unmerklich das kleine sind ein© Reihe- der Zimmer als Chauffeurzimmer gedacht, damit auch jene Gäste, die am goldenen Kettchen am Halse hängende Kreuz. * . * Im See liegt eine Insel. Im kleinen. Pavillon sitzen Neil und Vincenta. Sie sind z. Bei Familie Schröder meldet sich eine Dame zum Besuch, deren Kommen nie grosse Begeisterung erweckt. «Sind alle zu Hause?» fragt sie das Mädchen. «Nein, gnädige Frau — sind alle aus!». «Oh, das tut mir aber leid, ich hätte wenigstens gern Fräulein Anni gesprochen.» «Bedaure, gnädige Frau, aber Fräulein Anni ist erst recht nicht zu Hause.» Vincentas Wangen glühen: in einer Stunde sinkt die Dämmerung herab. Am nächsten Tage ist ein Feiertag. Ein Gewitter zieht herauf, ein gewaltiger Sturmwind bläst und trägt ganze Vorhänge blitzender, kleiner Tropfen zum Pavillon. Er bläst vom Pestland zur Insel — wie gewöhnlich. Neil und Yincenta werden heute nicht heimkehren können. Das schadet nichts. Sie würden auch so bleiben. Wenn es O'Dwan erfährt — wird ihm keine Empörung und keine Wut helfen! Aber O'Dwan ist in diesem Äugend blick fern ujid berechnet in dem steifen Kabinett den Umsatz der ganzen Woche. Auf dem Hofe wiederum ist nur noch ein Mensch. Im schwarzen Gummimantel, denn bald werden Regenmassen herabströmen; er stemmt sich mit aller Kraft gegen den zerrenden Wind. In unbeugsamer Düsterheit hält er vor den riesigen Stahlfässern Wacht, in denen träge, das dicke, goldene Oel des «Letzten Traumes» schläft. Und als die Nacht herabsinkt und seine Augen in höllischem Schmerz aufschreien, nichts sehen, kein Licht in keinem Fenster des Pavillons auf der Insel,. — da zieht er aus der Tasche einen untrüglichen Bohrer. Er durchlöchert ein. Fass nach dem anderen und blickt mit gehässigem Zähneknirschen auf die in das Wasser hinabrinnende träge, goldene Flüssigkeit. Arigo! Er wollte Vincenta nicht töten — nein! Er wollte sich nur rächen, seinen Schmerz irgendwie betäuben und solches Unrecht tun, wie man es ihm angetan hatte. Er vergeudete nur ihren Reichtum — ihren Tod wollte er nicht, Madonna, c nein! Aber der Wind blies und es ereignete sich das Fürchterliche und Unfass< bare. Der Pavillon war wie ein kleiner Käfig auf dem Wasser die ganze Nacht hindurch vom Sturm umhüllt. Zwölf Stunden lang blies der Wind und trug mitleidlos, gram sam und unerbittlich die Woge ersticken« den Duftes zu dem Fenster des Zimmers, Der vom Glück geblendete und bewusst* aus der Kirche zurückgekehrt und nunlose Neil wusste nicht, was geschah und schon Mann und Frau. Neil sitzt am dächte, er schlafe vor Ermüdung ein. Vin-< Schreibtisch und Vincenta auf der Lehne cente aber fühlte, wie ihre Gedanken erloschen, wie die gemordeten Lungen nicht seines Sessels. Sie lachen Tränen vor Erregung und Glück und schreiben auf kleine Pergamentkärtchen an hundert fremde giftiger Düfte einzuatmen — und begann! mehr fähig waren, die furchtbare Wogo Personen und an die ganze Welt: heut um wie ein Kind zu weinen; sie streckte did fünf Uhr Nachmittag fand in der kleinen kraftlosen Hände aus und wollte mit ihnen Kapelle der Madonna della Sedia... Nur von sich und von dem schlafenden Neil das sie wissen es, der Geistliche, Zufallszeugen grausame und bezaubernde Verderben des und Arigo, der zufällig in der Kapelle war. «Letzten Traumes» verscheuchen. * Warum noch länger dulden ? SLOAN'S LINIMENT schafft sofortige Hilfe. Die heilbringende Flüssigkeit wird nur leicht aufgetragen und die Schmerzen lassen sofort nach. Anzuwenden bei Rheumatismus, Ischias, Muskelkrampf, Kreuzweh, Hexenschuss. SLOAN'S LINIMENTist absolut .unschädlich, und dabei sehr billig im Gebrauch. In Apotheken d. Flasche Fr. 2.50. SUDANS UNIMENT "TTT1B Vervielfältigungen. 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