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E_1929_Zeitung_Nr.030

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s AUfUMÜDlL-KfcV »0 verwendet, oder gar der ganz aus Aluminium gegossene Wagen der «Schwäbischen Hüttenwerke». fedin. Spsvech Frage 7128. Ersatz der Ventilfedern. Ist es nötig, dass man die Ventilfedern alljährlich ersetzt, •wie mich kürzlich ein Freund belehren wollte? Woran erkennt man, ob die Federn ausgebraucht sind? Hängen die vorkommenden Brüche mit der Gebrauchsdauer zusammen? F. Z. in G. Antwort: DU Lebensdauer der Ventilfedem Längt von ihrer Beanspruchung ab. Bei hochtourigen, obengesteuerten Motoren ist dabei diese Beanspruchung meist beträchtlich höher als bei seitlich gesteuerten Tourenmotoren. Auch leiden im ersten Fall die Federn mehr unter der Hitze. "Wenn man eine Feder, die längere Zeit im Gebrauch gestanden hat, mit einer neuen Feder bezüglich der Länge in entspanntem Zustand vergleicht, erkennt man leicht, ob sie sich schon «gesetzt» hat oder nicht Beträgt die Verkürzung mehr als etwa einen Achtel der ursprünglichen Länge, so ist ein Ersatz angezeigt. Durchschnittlich dürfte bei einem obengesteuerten Motor die Erneuerung der Ventilledern etwa alle 15 000 km angezeigt sein, bei einem seitlich gesteuerten Motor etwa alle 20000—25000 km. Ist man im Zwiefel, dann nehme man lieber den Ersatz vor, denn die dadurch verursachten Kosten sind ja gering. Von der Gebrauchsdauer hängt die Brüchgefahr der Feder nur sehr wenig ab. Uebersteht .die Feder die ersten 5.000 km, dann hält sie meist fast unbegrenzt ohne zu brechen. at. Frage 7129. Zündkerzenprüfer mit Resonanzschwingungskrels. Ich interessiere mich für den beistehend abgebildeten Zündkerzenprüfer, der nach dem Prinzip des resonanzfähigen schwingenden Stromkreises das Deberspringen von regelmässigr a Funken an der Zündkerze anzeigt. E. A. in F, Frage 7130. Vergastrdefekt Seit zwei Jahren besitze ich einen kleinen Wagen, der mich im allgemeinen fast rwüos befriedigt; nur mit dem Vergaser habe ich sehr viel Anstände. Kurz nachdem der Wagen in meinem Besitze war, musste ich die Düsen gegen kleinere vertauschen, da der Benzinverbrauch pro 100 km gegen 20 Liter betrug. Darauf sank er auf durchschnittlich 10 Liter, was nach meiner Ansicht immer noch zu viel ist. Auf einer Ausfahrt im letzten Herbst setzte der Motor plötzlich aus. Obwohl er sofort wieder ansprang, brachte der Motor den Wagen kaum zehn Meter weit. Dann setzte der Motor wieder aus, unter den gleichen Anzeichen wie bei Benzinmangel. Als Anfänger stand ich der Sache ziemlich hilflos gegenüber. Ich brachte den VergaseT zum Ueberfliessen, ich entleerte ihn, reinigte Filter und Düsen. Es nützte alles nichts, bis ich schliesslich auf den Einfall kam, die Luftklappe vollständig zu schliessen, worauf der Motor wieder sehr gut zog. Nur konstatierte ich von da an wieder einen bedeutend grösseren Benzinverbrauch. Seither hatte ich den Wagen schon oft in der Garage, ohne dasa der Fehler hätte behoben werden können. Der eine Mechaniker gab dem Benzin schuld, der andere behauptete, der Motor sauge falsche Luft an, ein dritter meinte, die Nockenwelle sei nicht gut gelagert. Es wurden wieder grössere Düsen eingesetzt und sonst alles mögliche probiert, ohne dass es etwas geholfen hätte. P. E. in B. Antwort: Aus Ihrer Schilderung können wir nur das Eine mit Sicherheit ersehen: dass das Gemisch nicht stimmt Weshalb ? Es gibt hier so viele Möglichkeiten, dass es kaum Wert hat. sie alle aufzuzählen. Auf alle Fälle glauben wir, dass der Mechaniker, der « falsche Luft» vermutet, der wirklichen Störungsursache am nächsten kommt. Wenn das Fahren mit den kleinen Düsen einmal möglich war, dann muss solange gesucht werden, bis es auch in Zukunft wieder möglich ist. Der von Danen erwähnte Fall, wobei der Motor plötzlich stillstand und den Wagen erst wieder weiterbrachte, nachdem die Luftklappe geschlossen worden war, beweist, dass ganz plötzlich eine Gemischveränderung eingetreten sein muss. Die nächstliegende Annahme war natürlich die Ihre: dass die Gemischverändsrung einer Hemmung der Benzinzufuhr zuzuschreiben s«i. Eine Verstopfung konnte aber weder in den Düsen noch in der Benzinleitung odt,r im Filter festgestellt werden. Daneben bestand aber noch eine Möglichkeit: Haben Sie untersucht, ob das Luftloch in der Benzinbehälterverstfhraubung freiliegt ? Ein plötzlicher Eintritt von falscher Luft könnte durch eine Undichtigkeit am Vergaseranschluss, durch ein steckengebliebenes Ventil oder eventuell auch durch eine Verschiebung im Nockenwellenantrieb verursacht worden sein. s P Anfrage 74. Prämienerhöhung. Wir haben laut beiliegender Versicherungspolice Nr. 96132 eine Haftpflichtversicherung laufen, die allerdings mit 31. Dezember 1926 abgelaufen ist, jedoch, da bis heute nicht gekündigt, um jeweils ein Jahr weiter läuft. Nun ist von Seite der Behörden ab 1. Januar 1929 die obligatorische Versicherungssumme für Sachschäden auf Fr. 10000 erhöht worden. Die Police muss daher entsprechend geändert bzw. die bisherige Summe von Fr. 5000 auf diesen Betrag erhöht werden. Wir wollen nun nur die Mehrprämie für diese Fr. 5000 bezahlen und sonst die alte Police als solche in Kraft lassen bis Ende dieses Jahres. Die Versicherungsgesellschaft versucht nun, diese günstige Gelegenheit benützend, die ganze Police zu erneuern und hierfür die neuen Prämiensätze in Anrechnung zu bringen. ! Wir haben dieses Ansinnen strikte abgelehnt, dies um so mehr, als wir mit der VersicherungsgesellschäftT möglichst nichts mehr zu tun haben wollen. Wir fragen nun höfl. an, ob wir auf Grund der beiliegenden Police und event. der versicherungsgesetzlichen Vorschriften gezwungen werden können, trotzdem die alte Police in Kraft ist und erst auf 31. Dezember 1929 gekündigt werden kann, die erhöhte Prämie für den ganzen Versicherungsbetrag von Fr. 150000, 50 000, 10000 auf Grund der neuen Prämiensätze zu bezahlen. Wir sind allerdings der Meinung, dass wir hierzu keinesfalls gezwungen werden können; wir können nur dazu verhalten werden, die Mehrprämie für die Fr. 5000 zu den neuen erhöhten Prämiensätzen zu bezahlen, wogegen wir uns auch nicht sträuben. Es geht u. M. nicht an, das3 eine behördliche Vorschrift seitens der Versicherungsgesellschaften dazu benützt werden darf, bestehende Verträge einfach aufzuheben, und wir können ein solches Vorgehen nur als unreelles Geschäft bezeichnen. W. in R. Antwort: Bei der Beantwortung Ihrer Anfrage ist von folgendem auszugehen: Ihr Vertrag mit der Versicherungsgesellschaft läuft bis zum 81. Dezember 1929. Eine Kündigung des Vertrages ist nur auf diesen Zeitpunkt möglich Die beiden gesetzlichen Auflösungsgründe der Art. 54 (Handänderung des Versicherungsobjektes) und Art. 42 (Teilschaden) kommen hier nicht in Frage. Der Vertrag besteht also zu Recht bis Ende 1929; er könnte allerdings innert der Dauer seines Bestandes abgeändert werden, wenn beide Parteien ein Uebereinkommen treffen würden. Nun haben bekanntlich seit dem 1. Januar 1928 alle Versicherungsgesellschaften die Prämien erhöht. Sie können aber nicht ohne weiteres von sich aus in einem jeden Versicherungsverhältnis einfach von einem gewissen Zeitpunkt an ein Mehr an Prämien fordern! Sie sind vielmehr an ihre Verträge gebunden und natürlich auch an die darin festgelegten Bedingungen. Nun hat die Behörde eine Vorschrift erlassen, nach welcher vom 1. Januar 1929 an eine Erhöhung der Versicherungssumme auf. Fr. 10000 stattfinden muss. Diese Vorschrift ist zwingend, sie richtet sich an den Versicherten, der ihr nachkommen muss. Dadurch wird aber das privatrechtliche Verhältnis zwischen der Versicherungsgesellschaft und dem Versicherten nicht im geringsten berührt; d. h. der bereits bestehende Versicherungsvertrag existiert weiter unter denselben Bedingungen zu Recht; er ist weder aufgehoben noch abgeändert worden durch diese öffentlichrechtliche Vorschrift. Nun muss, wie gesagt, die Versicherungssumme erhöht werden, d. h. es muss zu der bereits bestehenden Versicherung eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Es besteht also bereits ein Vertrag auf die Summe von Fr. 5000. Sie haben somit bloss für Fr. 5000 eine neue Versicherung abzuschliessen. Für diese müssen Sie allerdings die neuen Tarifansätze bezahlen. Sie sind aber frei, sich unter Umständen für diese Fr. 5000 bei einer anderen Versicherung zu versichern. Die Hauptsache ist, dass Sie sich über total Fr. 10 000 Sachschadenversicherung ausweisen können. Natürlich ist nicht zu vermeiden, dass die Vorsicherung auf den 31. Dezember 1929 den alten Vertrag mit den für Sie günstigeren Bedingungen kündigen wird. Da alle Versicherungsgesellschaften ihre Prämien erhöht haben und da eine Versicherung obligatorisch ist, so müssen Sie von 1930 an die erhöhten Prämien bezahlen * Pferde in Ordnung? So tönte es zu der Postkutsche vergangener Zeiten. Sind Sie in der Lage, zu beurteilen, ob Ihre „technischen Pferde" auf die Fahrsaison hin all right sind? Alle nötigen Anleitungen enthält unsere Autotechnische Bibliothek: AUTOMOBIL- KALENDER i.\ Notiz- und Naohsohlagewerk des Automobilfahrers mit Verzeichnis der Personenwagenbesitzer. Populäre Einführung in die technischen Grundlagen der Fahrpraxis. 600 Seiten mit 400 Abbildungen, f. Auflage. Taschenbuch für mobilfahrer Ein theoretischer Lehrgang mit 200 S. Inhalt u. 130 Zeichnungen des Verfassers. Autorisierte deutsche Bearbeitung. Darstellung der Entstehungsursachen der Pannen und der Mittel zu ihrer Behebung. 200 Seiten. 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