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E_1929_Zeitung_Nr.028

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Ausgäbet Deutsche Schweiz. BERN, Dienstag 26. März 1929 Nummer 20 Cts. 25. Jährgang. — N° 2S ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL - ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrs-Interessen ABONNEMENTS-PREISE: Erscheint Jeden Dienstag und Pnitafl - Monatlich „Gelb* littof* Halbjährlich Fr. 5.—, Jährlich Fr. 10.—. Im Ausland unter Portozuschlag, Entern nicht postamtlich bestellt. Zuschlag für postamtliche Bestellung im ADMINISTRATION: Brettenrainstrasse 97, Bern In- und Ausland 30 Rappen. Postcheck-Rechnung 111/414 Telephon Bollwert 39.84 Teletramm-Adrej»«: Aatorevue, Bern INSERT1ONS-PREIS: Die aehtgespattene 2 mm hohe Grundzeile odef deren Raum 43 Cts. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Cts. GrBssere Inserate nach Seitentarif. Inseratensohlnss 4 Tone vor Erscheinen der betreitenden Nnmmer Zu einer kleinen Anfrage und eine schiedsgerichtliche Erledigung ist nicht einmal eingeleitet. Das politische Departement ist über die Angelegenheit unterrichtet und hat beim Diplomaten Vorstellungen erhoben, aber ohne jeden Erfolg. Hält der Bundesrat nicht dafür, dass im Die «Automobil-Revue» war schon zu Interesse des Publikums und der Diplomaten wiederholten Malen im Falle, auf einen wunden Punkt in unserm schweizerischen Auto- selber verlangt werden sollte, dass sämtliche Diplomaten, die in der Schweiz stehende .mobilverkehrswesen hinzuweisen. Es ist dies Automobile besitzen, Haftpflichtversicherungen eingehen müssen? die auffallende Verschiedenheit, wie bei uns schweizerische und fremde Automobilisten Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass behandelt werden. Während man bei Ueberschreitungen der Gesetze den Ausländer mei- er beim Missionschef darauf dringen sollte, dass die Opfer des auf zehn Monate zurückgehenden Unfalles in kürzester Frist schadstens, wenn nicht immer, laufen lässt, bleibt der Schweizer gewöhnlich in den Maschen los gehalten werden?» der Gesetzgebung hängen, aus denen er sich Mit Spannung warten die schweizerischen ohne grösseren Bussentribut nicht mehr befreien kann. Wir erinnern heute an dasrates. Sie kann ihnen nicht Automobilisten auf die Antwort des Bundes- gleichgültig schwere Automobilunglück, das sich am 19. sein. Zuviel hängt davon ab. Heute fragt Mai 1928 zwischen Bern und Thun infolge man sich nicht nur in der Automobilistenwelt, sondern in der ganzen schweizerischen einer unverantwortlichen Unvorsichtigkeit eines Diplomaten ereignet hat. Trotzdem die Bevölkerung, warum dieser Diplomat — es Schuld des fremden Automobilisten nachgewiesen ist, sind die Betroffenen bis zurUruguay, der schon verschiedentlich handelt sich dabei um den Gesandten von als Stunde ohne Schadenersatz geblieben. Es ist deshalb von Herrn Nationalrat Vallotton mit Recht in der letzten Bundessession eine kleine Anfrage an den Bundesrat eingereicht worden, die folgenden Wortlaut besitzt: «Am 19. Mai 1928 hat der Chef einer diplomatischen Vertretung in Bern auf der Kantonsstrasse Bern-Thun mit dem von ihm geführten Auto ein schweres Unglück herbeigeführt. Die amtliche Untersuchung hat ergeben, dass der Unfall ausschliesslich der Unvorsichtigkeit des Diplomaten zuzuschreiben ist, und die Polizeidirektion des Kantons Bern entzog ihm die Fahrbewilligung. Der Missionschef fuhr aber fort, seinen Wagen zu führen. Der Diplomat, der auf die Immunitätsrechte nicht verzichtet hat, war im Augenblicke des Unfalles nicht haftpflichtversichert. Während bei anderen Unfällen, bei denen Wagen von Diplomaten verantwortlich waren, die Wiedergutmachung mit grösster Raschheit und völlig einwandfrei erfolgte, warten die Opfer des Zusammenstosses vom 19. Mai 1928 heute noch auf Schadenersatz, Rekordfiebei*. Ein Sportroman von Alfred Nauck. (27. Fortsetzung) Als das grosse Rennen angeläutet wurde, drang die Sonne durch. Die World-Wagen, mit Houghton und dem Iren O'Cotmor am Steuer, hatten die Startnummern zwei und drei. Die Innenseite hielt der Fiatwagen mit der Startnummer eins. Neben dem Worldfahrer O'Connor lag der Schweizer Haussenberger auf Franca und ganz aussen hatte der Raige mit dem Amerikaner Becett Aufstellung genommen. Gleich nach dem Start zog Girengo aus seiner günstigen Position in mächtigem Anzug an die Spitze, dicht gefolgt von dem Schweizer, der sein Fahrzeug ebenfalls schnell auf Touren hatte. Die beiden Worlds lagen zusammen mit weitem Abstand, der sich immer mehr vergrösserte, an vierter und fünfter Stelle. Der Amerikaner hatte bereits nach der ersten Runde soviel Terrain eingebüsst, dass er fast aussichtslos im Rennen •rücksichtsloser Fahrer aufgefallen ist — ohne Haftpflichtversicherung zirkulieren kann. Im weitern ist es für