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E_1929_Zeitung_Nr.028

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14 AUYOMUblUKEVUC

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Einzig erhältl. bei der Apotheke zur Traube, Schaffhausen 7. steigen würde —», und diesen Gedanken Bis Jack, der Rechtsanwalt, halb lachend, setzte sie im gleichen Augenblick in konkrete Tat um! «Wenn ein Angeklagter gar nicht mehr halb ärgerlich hinwarf: Lautlos öffnete sich die hintere, dem Lenkersitz gegenüberliegende Türe, Jessie barg an nichts!» aus und ein weiss, sagt er, er erinnere sich sich im breiten Fond — der Wagen setzte Daraufhin ging in Jessies Gesicht ein sich in Bewegung — sie fuhr! ganz grosses Licht auf und sie sagte: Ich habe schon einmal gesagt, lieber Le- «Jack, eine blinde Henne hat ein Korn ser, es wäre ganz müssig, nach dem Ur-gefundensprung dieses Ereignisses zu forschen. Ihre mit einem berühmten Psychiater verhei- Wozu bin ich denn schliesslich gesamten tiefschürfenden psychologischen ratet? Und wozu langweilt mich mein Mann immer mit den Erzählungen von seinen .Fällen'?» Und sie entwickelte Jack folgenden Plan: Sie würde... Erfahrungen würden Sie im Stiche lassen. Das beste ist, Sie nehmen es als vollendete Tatsache zur Kenntnis. Uebrigens war Jessie nicht einmal erschrocken. Sie dachte: «Wenn er hält, bücke ich mich, damit er mich nicht sieht, und wenn er im Haus oder im Geschäft oder meinethalben in der Fabrik verschwunden ist, steige ich auf der anderen Seite aus.» Mit diesem tröstlichen Gedanken gab sie sich dem Reiz der Situation hin, malte sich aus, dass sie ihren Zufallschauffeur ausfindig machen würde — ihm nachher schreiben würde — und spann sich sonst in allerhand Gedanken ein, die in einer jungen Frau angesichts eines schönen jungen Mannes angeregt werden. Man sieht es einem Autokoffer schliesslich nicht von aussen an, ob er gepackt ist oder nicht —! Der Wagen fuhr. Durch die Stadt, durch die Vorstädte, weiter, ins Land, eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden ... Jessie sass mit aufgerissenen Augen und klopfendem Herzen da und wagte es nicht, sich bemerkbar zu machen. Ihre erfreulichen Phantasien waren Schreckbildern gewichen; sie sah sich als Hochstaplerin, als Diebin verhaftet, ausserstande, die Sache zu erklären, sah ihren Mann in einen Skandal verwickelt, ihre Familie in Schmach und Schande gestürzt — sie war hilflos verzweifelt! Erst gegen Mittag hielt der Wagen vor einem Dorfgasthof, und der Lenker liess sich ein Glas Bier bringen. Da fragte der beflissene Wirt mit einer Kopfbewegung nach dem Fond des Wagens: «Vielleicht eine Tasse Tee für die Dame?» Der unbekannte Entführer wandte den Kopf und sah hinter sich eine sehr hübsche junge Frau sitzen, die ihn fassungslos erschrocken ansah. «Um Gottes willen, Fassung!» dachte Jessie dabei, «jetzt platzt die Bombe!» Aber weshalb sollte ich eine Ueherraschung vorwegnehmen? '' Genau zwei Wochen nacli ihrem Verschwinden kam Jessie nach Hause, am gleichen Wochentag, zu gleicher Stunde und in gleicher Kleidung, nur ohne Hut. Auf alle die ersten entsetzten Fragen der erschrokkenen Hausleute erwiderte sie erstaunt, sie sei in der Gymnastikstunde gewesen wie immer!? Beim Ausziehen bemerkte sie das Fehlen ihres Hutes, das sie sich nicht erklären konnte. Als ihr Gatte, telephonisch benachrichtigt, nach Hause gestürzt kam, verstand sie zunächst überhaupt nicht, was er von ihr wolle? Sie sei in der Gymnastikstunde gewesen und sei doch ganz pünktlich nach Hause gekommen! Dabei sah sie auf ihre Armbanduhr und stellte zu ihrem neuerlichen Erstaunen fest, dass sie stehen geblieben war! Als ihr Gatte ihr nun erklärte, dass sie zwei Wochen fort gewesen war, erschrak sie fürchterlich, glaubte zunächst an einen Anfall von Geistesstörung bei ihm und wollte sofort einen seiner Kollegen rufen lassen. Erst als die Dienerschaft seine Worte bestätigte, Hess sie sich überzeugen, und dann wurde ihre Aufregung so heftig, dass sie sich niederlegen musste. Man konnte sie an diesem Tage nichts mehr fragen, weil man sie zur Ruhe kommen lassen musste. Für die Oeffentlichkeit wurde sofort eine Nachricht gebracht von einer unvorhergesehenen Reise zu einer kranken Verwandten und einem verlorengegangenen Brief.. Aber auch die folgenden Tage brachten kein Licht in Jessies Abwesenheit. Alle HANDELSABTEILUN G Fragen, die Professor Brower an seine Gattin richtete, blieben ergebnislos. Sie erinnerte sich an die Gymnastikstunde — die Statt dessen öffnete der junge Mann den Schlag und fragte: ' vor zwei Wochen stattgefunden hatte, wie «Darf ich dir etwas bringen lassen, Liebling?» nichts mehr. Kein Erinnerungsblitz erhellte festgestellt worden war — und dann an Institut Lemania, Lausanne Moderne Sprach- und Handelsfachschule mit Jessie konnte nur den Kopf schütteln, jemals diese Dunkelheit. Und Jessie sah, abschliessendem Diplom. Gründliche Erlernung der junge Mann zahlte und weiter ging's. ihren Mann bei seinen Fragen jedesmal so des Französischen sowie rationelle Vorbereitung auf den kaufmänn. Beruf. Französische Draussen auf der Landstrasse hielt er herzzerreissend traurig an, dass er die Ferienkurse in den Bergen: Sport. Internat den Wagen an und sagte lächelnd: Quälerei schliesslich sein liess. u. Externat für Schüler von 15 Jahren an. «Madame, es ist entzückend von Ihnen, Und so kam es, dass einige Monate später Professor Brower in einer kolossal ge- mich zu begleiten, aber darf ich jetzt wissen, seit wann, wieso und mit wem ich das lehrten Gesellschaft: Scientifical Society for Alpines Landerziehungsheini Vergnügen habe?» Psychoneurotical Phenomens, einen Vortrag hielt über einen «Fall von Entrückung, ("Walliser Alpen) Champery (1070 m ü. M.) Jessie hatte sich eine lange Geschichte für Knaben von 8—15 Jahren. Idealer Aufenthalt und sorgfältige Erziehung; reichliche statt dessen stotterte sie jetzt die Wahrheit ausgedacht, die sie ihm erzählen wollte; verbunden mit vollständigem Gedächtnisausfall». Nahrung; Hand- und Gartenarbeit; Sport. heraus, überzeugt, dass er ihr kein Wort Primär-, Sekundär- und Handelsabteilung. Er führte in seiner Rede aus, dass Menschen in diesem Zustand von Entrückung glauben würde. Man verlange Prospekte. Lieber Leser, Sie werden sich an Wunder gewöhnen müssen. Jack glaubte ihr sen machten, an die sie sich nachher über- lange Wanderungen, ja sogar grosse Rei- bei L us nn alles, war entzückt und lachte. Sei es, dass haupt nicht erinnern konnten. Er sprach YVERDON 'SCHWEIZ) er die Sache wirklich verstand, sei es, dass von dem bekannten Beispiel des französischen Arztes, der eines Tages auf der Reede Töchterpensionat «LEMANOIR» ihm Jessie viel zu gut gefiel, als dass er Gründliche, erstklassige Ausbildung in Französisch sich lange hätte mit Zweifeln abgeben wollen. Ueberdies hatte er eben eine zweiwönung zu haben, wie er hingekommen sei. von Bombay erwacht war, ohne eine Ahchige Urlaubsfahrt angetreten, und Sie Zwar seien, fuhr Professor Brower in u. modernen Sprachen; Handelsfächer, Musik; praktische u. Kunstarbeiten. Diplom-Lehrerinnen. Familienleben, vorzügliche Verpflegung, grosser Park, Seebäder. Beste Referenzen von Eltern. Prospekt. Direktion: Frau Gaydou-Cholly. „LA GHATAIGNERAIE" COPPET bei GENF Land-Lrziehungsheiin für Knaben von 8-19 Jahren Edison-Dick. ege de la Grande Boissietfe Printemps-Automne: GYMNASIUM, INDUSTRIE, und HANDELSSCHULE hh 1.1.; Columba-Magenpulver Stiches Kaliwag sind erstklassig werden selbst zugeben müssen, dass man sich kaum ein reizenderes Omen für einen Urlaub hätte wünschen können! Für di^ Weiterfahrt setzte sich Jessie neben Jack — und sie bereute ihren Streich immer weniger! ' Er hatte versprochen, sie bei der nächsten Bahnstation abzusetzen; doch schien die «nächste» nur eine fagon de parier gewesen zu sein, denn sie machten erst gegen Abend in einem entzückenden kleinen Nest Halt! ' Beim Imbiss im Gasthof sprachen sie noch öfters über Jessies Heimfahrt. Als der letzte Zug weggefahren war, Hessen sie dieses Thema endgültig fallen. Sie verlebten zwei wundervolle Wochen miteinander. Nicht einmal die spaltenlangen Berichte über die Nachforschungen, die Jessies Gatte anstellen liess, beunruhigten sie. Es bestand keine Aussicht, dass sie gefunden würde; denn erstens hatte sie sich sofort neue Kleider gekauft und zweitens suchte man nach einer Frau und nicht nach einem Pärchen auf Hochzeitsreise. Schliesslich war ihr Gatte ihrem Herzen viel zu gleichgültig und ihr kurzes Glück mit Jack viel zu stark, als dass sie sich um irgend etwas in der Welt hätte graue Haare wachsen lassen! In den letzten Tagen ihres Beisammenseins machte ihnen das Problem von Jessies Heimkehr viel Kopfzerbrechen, ohne dass sie zu einer Lösung kommen konnten. : seiner Rede fort, diese Fälle von Entrükkung nicht häufig, aber bei seiner ausgedehnten praktischen Erfahrung war ihm die Diagnose nicht schwer gefallen, zumal, wie er hervorhob, Simulation bei dieser Erkrankung völlig ausgeschlossen sei. Als Besonderheit dieses Falles betonte er, dass der Kranke noch im Dämmerzustand den Weg nach Hause zurückgefunden habe und dort erst «erwacht> sei; eine Tatsache, die vom Standpunkte der Wissenschaft ein neues Licht auf diese Erkrankungen werfe. Der Vortrag machte viel von sich reden — und fand grossen Beifall! Der Gelehrte hatte es selbstverständlich" in taktvollster Weise vermieden, auch nur ahnen zu lassen, wer der «Patient» war; um so mehr, als seine hübsche junge Gattin es sich nicht hatte nehmen lassen, dem Vortrag beizuwohnen. Als sie als eine der letzten den Saal verliess, traf sie beim Ausgang mit einem jungen Mann zusammen, bei dessen Anblick sie ihr Täschchen fallen liess. Er bückte sich danach, reichte es ihr und fragte (da niemand in Hörweite war) leise und rasch:' «Glauben Sie nicht, dass sich solch ein Anfall von ,Entrückung c wiederholen ! könnte?» «Nein>, antwortete Jessie ernst und feierlich; «so etwas erlebt man nur einmal — sonst würde man mich unter Aufsicht stellen! Aber im Herbst will ich für ein paar Wochen meine alte Tante in Schottland besuchen!» (Aus Wiener «MoccaO

28 - 1929 ÄUTOMOBFL-REVUC 15 Gummiplantagen in Europa. Der Iberühmte amerikanische Erfinder Edison, der trotz seiner zweiundachtzig Jahre genau so wie vor einem halben Jahrhundert Tag für Tag zehn Stunden in seinem Laboratorium arbeitet, übergab, laut «Neues Wiener Journal», seine jüngste Erfindung, die er als ein Geschenk an die ganze Menschheit bezeichnete, im Rahmen einer Feier, die seine Freunde dieser Tage ihm zu Ehren veranstalteten, der Oeffentlichkeit. Edison hielt bei dieser Feier, von seiner sonstigen Gewohnheit abweichend, eine kleine Rede und erklärte, dass dank seiner jüngsten Erfindung nunmehr Gummipflanzen, die Gummi und Kautschuk liefern, nicht mehr nur in den Tropen, sondern überall in Europa und in Amerika angebaut werden können. Nach dreijähriger Suche sei es ihm gelungen, eine bisher von der Industrie unberücksichtigt gebliebene Pflanzenart zu finden, deren Fasern reichlich Kautschuk enthalten und eine industrielle Verarbeitung ermöglichen. Das Material, das aus dieser Pflanze gewonnen werden kann, komme billiger zu stehen, als dies bisher bei Kautschuk der Fall war. Bei dem enormen Verbrauch der modernen Industrie an dieser Materie, schloss Edison seine Rede, glaube er, einen guten Dienst der Menschheit erwiesen zu haben. Ueber Edisons Bestrebungen, eine neue Kautschukpflanze zu finden, ist in der Weltpresse in den letzten zwei Jahren wiederholt berichtet worden. Nur wusste man nicht recht, wie weit seine Arbeiten gediehen sind, da der berühmte amerikanische Erfinder seiner Art entsprechend jeglicher Frage aus dem Wege ging. Edison hatte indessen einen ganzen Stab von Mitarbeitern und Assistenten engagiert, die ihm bei der Lösung des Problems behilflich waren. Mehr als vierzig Forscher sandte er in alle Richtungen der Windrose aus, um auf Landstrichen, die ihm hierzu besonders geeignet erschienen, nadh der neuen Gummipflanze zu suchen. Soweit man bisher orientiert ist, wurde diese Pflanze schliesslich in Mexiko gefunden. Der Mann, der die geeignete Pflanze gefunden und Edison gebracht hat, ist ein ehemaliger Lehrer von Chicago. Die Pflanze, deren Ka/utsdhukgehalt auch bisher bekannt, aber niemals industriell verwertet! wurde, heisst mit ihrem wissenschaftlichen Namen Artemisia argentata. Die Pflanze lässt sich ausserordentlich leicht anbauen, bedarf nicht der Hitze der tropischen Sonne, kann einfacher als die meisten landwirtschaftlichen Pflanzen gesät werden, da sie den Vorzug ihat, einen mehrjährigen Wurzelstock zu besitzen. Man wird also nach der Ankündigung Edisons bald Gummiplantagen in Amerika und in Europa entstehen sehen. Es soll em grosse9 Interesse insbesondere in Frankreich, aber auch in Deutschland für diese Erfindung bestehen, und es ist sehr wahrscheinlich, dass in Kürze die deutsche Industrie sich dieser Erfindung bemächtigen wird. Man erfährt, dass die Gummipflanze, beziehungsweise deren Bearbeitung, das 1005. Patent Edisons darstellt. 1005 Erfindungen hat der grösste Erfinder der Jetztzeit der Menschheit geschenkt! Unter ihnen freilich manche, die sich später als Nieten erwiesen (zum Beispiel die gegossenen Betonhäuser, deren Kunde damals ungeheures Aufsehen erregte, deren praktische Bedeutung jedoch äusserst gering blieb). Der weitaus grössere Teil dieser enormen Anzahl von Erfindungen sind jedoch aus dem Bilde der modernen Technik nicht mehr wegzudenken. Unter ihnen besonders drei, die Edisons Ruhm bilden: das Grammophon, das Mikrophon und die elektrische Glühlampe. Man wird nun sicherlich fragen, was der unermüdliche elektrische Zauberer jetzt, nachdem die Arbeit an der neuen Gummipflanze abgeschlossen ist, im Sinne hat? Eingeweihte wollen es wissen, dass Edison beabsichtigt, sich nun an die Lösung eines gewaltigen Problems heranzumachen. Das Problem der drahtlosen Uebertragung der elektrischen Kraft. Bisher sind alle Versuche, bedeutende elektrische Energie drahtlos weiterzuleiten, gescheitert. Man erinnert sich noch an den englischen Ingenieur' Grindell Matthews, den letzten in der Reihe der Erfinder, die vorgaben, das Problem gelöst zu haben. Seine sogenannten Teufelsstrahlen, die sich als ein geschickt inszenierter Schwindel erwiesen, sollten eine Lösung dieser Frage bringen. Im Zusammenhang mit Edisons Arbeiten ist freilich nicht an die drahtlose Uebertragung elektrischer Energie zu kriegerischen Zwecken gedacht. Sie sollen vielmehr die Lösung der Frage bringen, wie man etwa elektrische Beleuchtung ohne Leitung, also gewissermassen eine drahtlose elektrische Lampe herstellen könnte Automobilist und Automobilist. Ich gehe über die X-Brücke. Grosses Geschrei höre ich aus einem dichten Menschenknäuel mir entgegenschallen. Kräftige Schimpfworte treffen mein Ohr. Ich eile hinzu und dränge mich durch die Menge. Oh, ein AutozusammenstossJ Die Autos stehen zwar ruhig und wie mir scheint unbeschädigt — einen kleinen Bück im hintern Schutzblech des einen Wagens kann ich wahrnehmen — im Menschenhaufen drinnen. Es scheint mir viel eher ein Zusainmenstoss der Führer stattzufinden, die mit kräftigen Schimpfworten wutschnaubend einander anfahren. Der junge Bursche mit der frech ins Genick geworfenen Mütze scheint nicht die geringste Achtung vor dem grauhaarigen Mann zu besitzen, der seinerseits seinen Gegner mit «grüner Junge, noch nass hinter den Ohren, frischgebackener, rücksichtsloser Bengel» betitelt. Der «grüne Junge» hält seinen Sprachschatz auch nicht verschlossen und der ältere Herr muss allerlei Unangenehmes hören, wie: «Solchen alten Leuten, denen die Augen mit Moos bewachsen sind, die ins Altersasyl gehörten, sollte man einfach keine Fahrbewilligung geben.» Das Publikum, das immer grösser wird, lacht, schreit, hilft bald dem einen, bald dem andern und freut sich von Herzen, dass zwei Autobesitzer einander in die Haare fahren. Ich schäme mich ein wenig für die Automobilisten und geh© weiter. Ein anderer Tag; wieder ein Autozusammenstoss... Menschenauflauf mitten auf einer belebten Strasse. Ich dränge mich hinzu. Zwei Autos haben innig© Bekanntschaft miteinander gemacht, beide sind stark verbeult. Vor mir stehen zwei Männer, ein älterer und ein jüngerer. Ich glaube zuerst, es seien neugierig© Zuschauer. Doch ich hab© mich geirrt; es sind die Besitzer der Autos, wie ich aus ihrem Gespräch entnehmen kann. Beide sind ruhig, keiner sagt dem andern ein unihöfliches Wort, trotzdem beide innerlich höchst aufgeregt sind, wi© sich aus ihren Augen lesen lässt. Aber si© haben eben den gewissen «Autlerstolz», der ihnen verbietet, sich gegenseitig anzufahren und anzuschnauzen. Sie wissen, ein solcher Zusammenstoss kann vorkommen — auch dem besten Automobilisten kann das passieren. Sie wissen aber auch, dass'beide Männer sind und dass es sich für solche nicht geziemt, einander wie kleine Jungens ins Haar zu fahren. Sie wechseln ihre Visitenkarten, reichen sich die Hand, worauf der eine zur Telephonkabine läuft, der andere ruhig seinen Geschäften nachgeht. Die gaffende Menge löst sich auf, erbost über diese ruhigen Automobilisten. Leser, zu welchen Automobilisten willst du dich zählen, zu den ersteren oder zu den letzteren? z. H Die Geschichte vom Chef der Verkehrspolizei. Der Budapester Polizeioberinspektor Thomas Kappel besass ein Motorrad. Ein Motorrad mit Beiwagen. Und wie es bei den Besitzern von Motorrädern mit Beiwagen üblich ist, pflegte er bisweilen auch Freunde mitzunehmen. Dass er dabei nicht besonders auf das körperliche Wohlsein dieser Freunde bedacht war, bewies eine Gerichtsverhandlung, die vor wenigen Tagen stattfand. Die Anklage lautete auf fahrlässige Tötung. Der Polizeioberinspektor fuhr mit seinem Motorrad vom Schwabenberg herunter und hatte noch drei Personen mit. Im ganzen sassen asla auf dem Rad vier Personen, obwohl die Maschine nur für drei Platz bot. Im Beiwa-, gen sass der Rechtsanwalt Dr. Szücs und hielt seine Frau auf dem Schoss, die dritte Person sass auf dem Soziussitz. Der Schwabenberg bei Budapest bietet für Motorradfahrer einige Schwierigkeiten; der Polizeioberinspektor fuhr aber trotzdem so schnell, dass Frau Szücs ihn flehentlich bat, das Tempo zu massigen. Sie schrie ihm zu, dass sie nicht sterben wolle, aber der Polizei- Oiberinspektor schien es sehr eilig zu haben. Kurz — das Rad schlug um, begrub die drei Mitfahrenden unter sich; Rechtsanwalt Szücs erlitt einen Schädelbruch und starb sofort, während seine Frau eine schwere Nervenstörung davongetragen hat. Die Verhandlung gestaltete sich mehr als dramatisch. Alle Zeugen sagten gegen den Polizeioberinspektor aus. Sie erklärten, dass er viel zu schnell gefahren, das Rad überlastet gewesen sei, wogegen der Verteidiger geltend machte, dass der Angeklagte seit Jahrzehnten im Dienste der Polizei stehe und sich grosse Verdienste erworben habe. Das BESITZER! Wünschen Sie Ihre Immobilien umzusetzen t Wenn ja: Lassen Sie diese sofort einschreiben ohne Verpflichtung and ohne Spesen beim Service Immobilier de I« „SUISSE ACTUELLE" GENP 6, rae Petitot kjcud&n Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Kurhaus am Hallwilersee Der ideale Ort für Ruhe* und Erholungskuren. Automobil- Ausflugspunkt. Garage. 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