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E_1929_Zeitung_Nr.028

E_1929_Zeitung_Nr.028

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wen; denn auf den internationalen Tourismus ist das Hauptaugenmerk gerichtet. Erst in zweiter Linie kommt der Ausbau der Strassen, die die oft von den Städten weit abliegenden Bahnstationen mit diesen Städten verbinden sollen, dazu die eigentlichen Autostrassen Turin—Mailand—Venedig und kleinere über das ganze Land hinweg. An diesem Riesenwerk beteiligt sich lebhaft auch der italienische Automobil-Club. In dem zu diesem Zweck bestellten Sonder, ausschuss führte unlängst der Präsident aus, dass es ausser Zweifel stehe, dass mit Gern Jahr 1930 « drei grosse Arterien von aussergewöhnlicher Wichtigkeit dem grossen nationalen und internationalen Touristenpublikum erlauben werden, die Halbinsel in ihrer ganzen Länge auf erstklassigen Strassen zu befahren». Und da eine klassische Reminiszenz sich immer gut ausnimmt, so wurde in der gleichen Sitzung beschlossen, auf Kosten des Nationalen Auto-Clubs in Rom einen «goldenen Meilenstein » (miliarium aureum) zu stiften, auf dass wie im Altertum von diesem auf dem Forum Romanum abermals zu placierenden zentralen Punkt alle Distanzen der 20 000 Kilometer Staatsstrassen abgemessen werden können. H. Zur Uebernafime die Opelaktien durch die General Motors. Di© vor etwa einer Woche bekanntgewordene Tatsache, dass die General Motors Co. etwa zwei Drittel der bisher im fast ausschltesslichen Besitz der Familie Opel sich befindlichen Aktien erworben habe, hat vorab in deutschen Wirtschaftskreisen berechtigtes Aufsehen erregt. Die Transaktion wurde um so mehr diskutiert, als bekanntlich die Opel-Werke zu den finanziell am besten fundierten deutschen Automobilfabriken zählten und also nicht aus innerer Zwangslage heraus der Besitz preisgegeben wurde. Sehr interessant sind die Erörterungen der massgebenden deutschen Handelspresse, die sich eifrig damit beschäftigt. Die «Frankfurter Zeitung» äussert sich, in einem Leitartikel ungefähr wie folgt: Der Einbruch der General Motors, der grössten Automobilfabrik der Welt, in den deutschen und europäischen Markt war beschlossene Sache. Die Aussichten für eine Absatzerweiterung in Amerika waren beschränkt. Europa war, im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Kaufkraft, wohl trotz der bestehenden Montagewerkstätten und Absatzorganisationen das relativ am wenigsten • abgegraste Gebiet. Der Ankauf der Opelmajorität bedeutet den Verzieht auf den Ausbau einer eigenen Grossfabrikation in Europa, sei es in Deutschland oder anderswo, bedeutet wohl auch den Verzicht auf Forcierung der eigentlichen Ausfuhr über den Ozean hinweg. Denn es ist nicht anzunehmen, dass wesentliche Vorprodukte des Fertigfabrikats Automobil nunmehr in grösserem Umfange aus Amerika bezogen werden, da dies kaum wirtschaftlich sein könnte. Man kann sich im Gegenteil vorstellen, dass der durch die verstärkte Kapitalkraft des Rüsselsheimer Unternehmens warscheinlich wachsende innerdeutsche Absatz schon deswegen eine verstärkte Beschäftigung der deutschen Zubringerindustrie nach sich ziehen wird. Die innerdeutsche Absatzerhöhung wird von dem Käufer des Aktienpakets an seiner Rechnung offenbar recht hoch bewertet. Die erhöhte Kapitalkraft wird in Verbindung mit der Umschlagsvermehrung Preissenkungen ermöglichen, wird ferner zum Ausbau der Absatzfinanzierung führen können. Dennoch wird man sich, werden sich auch die General Motors kaum darüber täuschen können, dass die Massstäbe der amerikanischen Entwicklung der Jahre vor 1927 hier nicht angelegt werden dürfen. Man kann dabei von der augenblicklichen, durchaus unerfreulichen deutschen Wirtschaftslage ganz absehen — die Amerikaner rechnen zweifellos mit weiten Zeiträumen und erwarten sicherlich eine Erleichterung der deutschen Absatzes gerechnet werden, wenn ein gutes positives Ergebnis der Pariser Verhandlungen. Aber die gewaltige Prosperität Amerikas steht, was auch immer kommen mag, für absehbare Zeit in Deutschland nicht zu erwarten. Und es spielt ausserdem aus einer Reihe von Gründen das Automobil für den Deutschen nun einmal eine zwar ständig wachsende, aber doch nicht annähernd so grosse Rolle, wie es sie sich in Amerika erobert hat. Immerhin kann, wie gesagt, wenn auch nicht mit einer Vervielfachung, so doch mit einer erheblichen Vergrösserung des deutschen Absatzes gerechnet werden, wenn man einen längeren Zeitraum ins Auge fasst. Der daraus entstehende Mehrerlös wird, soweit er Arbeitslohn und Bezahlung der Vorprodukte darstellt, der deutschen Volkswirtschaft verbleiben. Mit diesen deutschen Möglichkeiten ist nun allerdings die Bedeutung der Transaktion keineswegs erschöpft. Di© Möglichkeiten des Exports nach dem übrigen Europa (und vielleicht auch nach dem nahen Osten) sind dafür sicherlich mindestens in gleichem Masse bestimmend gewesen. Gerade die Länder Osteuropas, die übrigens bereits das entscheidende Absatzgebiet für den in letzter Zeit hoffnungsvoll entwickelten deutschen Automobilexport gewesen sind, sind wahrscheinlich angesichts ihrer relativ schwachen Kaufkraft ähnlich wie Deutschland am ehesten für Kleinwagen aufnahmefähig. In diesem Zusammenhang© kann die Wahl der Opelwerke als Ausgangspunkt der amerikanischen Expansion für die deutsch© Volkswirtschaft sehr positiv© Ergebnisse zeitigen. Denn gerade für den Export nach diesen kapitalschwachen Ländern war die Schwierigkeit der Kreditgewährung die entscheidende Hemmung bei der Erweiterung des deutschen Absatzes. Diese Hemmung wird nun fortfallen. Vielleicht kann dies wirklich zu einer Absatzsteigerung von grössten Ausmassen führen. Auch hier käme der Mehrerlös zu einem grossen Teil der deutschen Volkswirtschaft zugute: deutschen Arbeitern, deutschen Lieferanten. Und so muss man denn die Erwartung aussprechen, dass die massgebenden Leute sich mit aller Anstrengung bemühen, den Vorgang zu einem Plus für die deutsche Volkswirtschaft werden zu lassen. Das Plus müsste gross genug sein, um den dem Land© künftig verloren gebenden Unternehmergewinn zu übertreffen. Vor dem zweiten Salon 1929. Die Einweihung der zweiten Serie des Genfer Salons wird sich in würdigem, wenn auch einfacherem Rahmen als anlässlich der ersten Serie abspielen. Ehrengäste und Presse werden sich am 25. April. 10.30 Uhr morgens, im Salon einfinden, wo sie vom Organisationskomitee empfangen we.den Nach dem Rundgang durch die Stände wird ein Lunch in der Taverne die Geladenen vereinigen. Zweifellos werden bei dieser Gelegenheit die offiziellen Reden gehalten. Wie berichtet wird, soll Bundespräsident Haab sich bereit erklärt haben, das Ehrenpräsidium der zweiten Serie zu übernehmen. Ob er indesen nach Genf reisen wird, steht noch nicht fest. Ein früherer Salon 1930? Die Motorrad-Aussteller sind dieses Jahr mit dem nach ihrer Ansicht späten Datum der zweiten Serie recht unzufrieden. Das Organisationskomitee gedenkt deshalb das Datum der ersten Serie nächstes Jahr um acht Tage vorzurücken, so dass auch die zweite Serie noch in den Monat März placiert werden kann. Das Autostrassenproblem der Vereinigten Staaten. Da gerade dieses Problem in letzter Zeit in der Schweiz einen der meist umstrittenen Zeitungsschlager bildete und hauptsächlich bei den Bernern infolge des Automobilstrassen-Projektes Bern-Thm gegenwärtig viel Staub aufwirbelt, dürfte sicher nachstehender Bericht über die Erstehung und Zukunft der amerikanischen Autostrassen, den wir zum Teil einer Januar-Ausgabe des « Manufacturers Record» entnehmen, für einen Augenblick die Aufmerksamkeit unserer Leser verdienen. Am Ende des letzten Jahres liefen in den Vereinigten Staaten rund 24,750,000 Automobile, wobei schätzungsweise über 25 Milliarden Dollar zur allgemeinen Unterhaltung und Förderung des Automobilverkehrs ausgegeben worden sind. Vor allem galt die Hauptaufmerksamkeit der Erstellung tadelloser Autostrassen; denn noch vor weniger als 20 Jahren glichen die I.-Klass-Strassen der Vereinigten Staaten ungefähr unseren heutigen II.- und III.-Klass-Feldwegen, da die ersteren damals in Amerika hauptsächlich den Pferdebetrieb zu bewältigen hatten. Fünf bis zehn Jahre später wurden dann daran die nötigsten Umänderungen vorgenommen, um von den nach und nach erscheinenden privaten «Luxus-Automobilen» benutzt werden zu können. Dabei war allerdings stets die grösste Vorsicht notwendig und laut einiger Ueberlieferungen war darauf eine Geschwindigkeit von mehr als 35 Stundenkilometern absolut unmöglich und lebensgefährlich. Erst durch die unaufhörlich fortschreitende Entwicklung der Automobilindustrie, di© hauptsächlich während den letzten vier Jahren für die Vereinigten Staaten von umwälzender wirtschaftlicher Bedeutung wurde, sah man sich drüben dann plötzlich gezwungen, zur Bewältigung dieses überhandnehmenden Automobilverkehrs die nötigen Vorkehrungen zu treffen, und so wurde dann z-ur Inangriff- AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N°28 nahme dieser grossen Aufgabe geschritten, die heute schon in verschiedenen Gebieten schöne Resultate aufweisen kann, für deren Lösung aber noch enorme Opfer an Geld und Arbeit gebracht werden müssen. Noch kurz nach dem Kriege genügten die Strassen von 4 bis 5 Meter Breite vollständig, um den damaligen Automobilverkehr zu bewältigen. Heute wird nun aber eine Autostrasse, deren Fahrbahn weniger als 7 bis 8 Meter breit ist, als absolut ungenügend betrachtet. Die meisten der in den letzten zwei Jahren in den Vereinigten Staaten fertiggestellten Autostrassen sind so gebaut, dass sie zu jeder Zeit eine Höchstgeschwindigkeit erlauben. Die gutausgebauten Kurven, deren Anzahl man auf ein Minimum reduziert hat, sind so übersichtlich wie nur möglich angelegt und die Strassenkreuzungen wurden beinahe ganz vermieden. In New Jersey wird zum Beispiel gegenwärtig an einer ca. 90 km langen Autostrasse gebaut, auf deren ganzen Länge nicht eine einzige Kreuzung vorhanden sein wird. Sie beginnt am Ausgang des berühmten New Yorker Hudson Tunnels und führt von Jersey City nach Trenton. Die 20 km lange Anfangsstrecke von Jersey City nach Elizabeth wird fünf verschiedene Fahrbahnen nebeneinander aufweisen, was einer Breite von ca. 20 Meter entsprechen durfte, und für die übrigen 70 km ist eine Fahrbahn von ca. 10 bis 12 Meter vorgesehen. Die ganze Strecke ist ohne jegliches Hindernis, und um sämtliche Kreuzungen zu vermeiden, werden unzählige Unterführungen notwendig sein. Doch nicht nur die Nord- und Oststaaten können sich dieser günstigen Entwicklung rühmen, sondern auch im Süden und Westen sind sehr grosse Fortschritte zu verzeichnen. So betrug zum Beispiel im Jahre 1928 die vom Staate Maryland zur Herstellung besserer und neuer Autostrassen ausgegebene Summe ungefähr fünf Millionen Dollar, wovon die Bundesregierung etwas über eine halbe Million Dollar vergütete, währenddem der Staat Maryland den Hauptteil von \V* Millionen Dollar durch offizielle Staatsanleihen selbst zu decken hatte. Ferner wurden ca. 150 km weitere im Staate Maryland liegende Autostrassen verbreitert und verbessert sowie ungefähr 800 km neu mit Makadam etc. belegt. Diese Ausgaben wurden dann aber von den während 1928 für diesen Zweck erhobenen Behzinsteuern gedeckt, und zwar beliefen sich dieselben während der erwähnten Zeitspanne in obigem Staate auf fast 4% Millionen Dollar, Von den 16 Südstaaten beHefen sich wäh rend 1927 und 1928 die Ausgaben für Autostrassen im Staate Oklahoma mit ca. 16 Millionen Dollar am höchsten. Während dieser Zeitspanne wurden zum Beispiel fast vier Millionen Dollar für Brückenmaterial und Arbeiten ausgegeben. Es wurde für über fünf Millionen Dollar an Betonstrassen gearbeitet und bei den Asphaltstrassen stiegen die Kosten für Material und Arbeit auf beinahe 2K Millionen Dollar. Ferner beliefen sich alle weiteren Ausgaben, die mit dem Strassenbau zusammenhingen, auf über 4^ Millionen Dollar. Wie wir den Zeilen des «Manufacturers Record» weiter entnehmen, beliefen sich während dem letzten Jahre die Totalkosten der von den 16 amerikanischen Südstaaten ausgeführten Strassenbauarbeiten auf ca. 400 Millionen Dollar. Auch hier galt die Hauptaufmerksamkeit der Erweiterung bestehender Strassen, um sie damit mehr und mehr dem Verkehr mit grossen Autobussen und Lastwagen zugänglich zu machen, sowie deren Unterhalt im allgemeinen. Heute scheint man sich nun aber in den Vereinigten Staaten tnit der Erstellung tadelloser Autostrassen nicht mehr zu begnügen, denn man hat nun drüben schon mit dem Bau einer Uebersee - Autostrasse begonnen, wie bis jetzt etwas Aehnliches noch nie erstellt worden sei. Es handelt sich nämlich um ein© Verlängerung der berühmten Autostrasse von Miami nach Florida City, und zwar von der Südspitze der Florida-Halbinsel über die Inselgruppe «Florida Keys> bis nach Key West. Der Bau dieser Ueberseestrasse ist eines der bedeutendsten Projekte, welches je von den Vereinigten Staaten von Nordamerika unternommen worden ist. Mit seiner Vollendung entsteht die Möglichkeit, im Automobil von New York durch die Florida - Halbinsel den südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten, die Insel Key West, erreichen zu können. Dies© originelle Autostrasse mit ihren vielseitigen Abwechslungen ist für Amerika einzig dastehend. Man stelle sich eine Strasse vor, welche auf einer Strecke von 210 km eine Gruppe von 18 kleinen Inseln passiert, von denen die grösste nicht mehr als 45 km lang ist und di© kleinste nicht länger als 2 km. Auf der einen Seite werden dies© Eilande vom Atlantischen Ozean bespült und auf der andern erstreckt sich der Golf von Mexiko. An vielen Stellen sind die Inseln so schmal, dass der dahinfahrende Automobilist bei klarer Sicht auf der einen Seite die hochaufspritzende Brandung des Ozeans und auf der andern die bleiernen Wogen des Golfes von Mexiko sehen kann. An andern Punkten war di© Errichtung von Brücken notwendig, um die Strasse über die unzähligen Wasserlachen von einer Insel zur andern hinweg zu führen. Die gesamten Erstellungskosten der Uebersee-Autostrass© von Florida bis nach Key West belaufen sich schätzungsweise auf 15 bis 16 Millionen Dollar. In diesem Betrag sind die Kosten für die noch nicht erstellten drei Brücken, wo gegenwärtig noch ein Fährenbetrieb herrscht, inbegriffen. Diese Brücken allein kosten nämlich 13,5 Mülionei? Dollar und sind sehr wahrscheinlich vom Staat© zu erstellen, da im betreffenden Gebiet bis auf weiteres die nötigen Mittel nicht vorhanden sein werden. Es kann noch nicht gesagt werden, wann diese Autostrasse vollständig fertig sein wird, doch wenn man in Betracht zieht, dass mit dem Bau der bestehenden Streck© erst vor drei Jahren begonnen worden war, so wird man annehmen dürfen, dass die Vollendung nicht mehr allzulange auf sich warten lassen wird. SPORTLICH ES De Paolo, der bekannte amerikanisch© Rennfahrer, welcher 1925 das grosse Rennen von Indianapolis gewann und letztes Jahr einen schweren Automobilunfall erlitt, kehrt wieder zum Rennsport zurück. Er hat die Fabrik Boyle Valve um die Autorisation angefragt, einen ihrer Wagen im diesjährigen Indianapolis-Rennen zu führen. Nordafrikanische Tourenlahrt. Der Grosse Tourenpreis von Tunis-Tripolis über ? 60 km, der am Donnerstag von dem Automobil-Club von Tunis durchgeführt wurde, endete mit dem Siege des italienischen Fahrers Mazzacorati auf einem 1500-ocm-Lancla, der den glänzenden Stundendurchschnitt von 85,262 Kilometern erreichte. Zweiter wurde Levani auf Alfa Romeo mit einem Stundendurchschnitt von 75,005 km. Neue Rakatenwagenversuche. Am Ostermontag, nachmittags 14 Uhr 30, wird der bekannte Ingenieur Kurt C. Volkhart, der Erste, der ein Raketenfahrzeug gefahren hat, auf dem Nürburg-Ring erneute Versuche mit Rakenfahrzeugen anstellen. Zuerst wird er mit seinem bereits auf der Avus erprobten Raketenwagen und dann mit einem Raketenrade starten. Anschliessend wird Volkhart eine zweite Fahrt mit dem Raketenwagen vorführen, bei der er die Wendigkeit des raketenangetriebenen Fahrzeuges besonders zeigen wird. Zu allen Fahrten werden Sander'sche Raketen verwandt. Vor der Targa Florio 1929. Wie wir schon vorausblicken Hessen, wird die diesjährige Targa Florio ein mit grosser Spannung erwartetes Duell zwischen Bugatti (Conelli, Divo, Minoia, Wagner) und den italienischen Marken, namentlich Alfa Romeo (Campari, Brilli Peri, Arcangeli) und Maserati bringen. Offiziell wird denn auch die Einschreibung dieser drei grossen Firmen bestätigt. Neben den Fabrikteams wird die Nennung des Pragers Bittmann aufBugatti gemeldet Sich irgend ein Bild des Beteiligungsfeldes zu machen, wäre heute indessen verfrüht. Soviel steht fest, dass die Veranstaltung wie alljährlich internationalsten Charakter haben wird. Zur Feier des zwanzigsten Austrags der Targa plant der italienische Automobil-Club besondere Ehrungen für den Präsidenten der Sportkommission und Schöpfer der sizlllanischen Renen Vincenzo Florio. v. Rund nin Sizilien. Das slzilianische Rundrennen, das letztes Jahr den klaren Sieg unseres Landsmannes Probst auf Bugatti brachte, gelangt dieses Jahr vom 27.-28. April zum Austrag. Für das über 975 km führend© Rennen sind für den Sieger 40,000 Lire, für den absoluten Zweiten 30,000, für den Dritten 20,000, den Vierten 10,000, den Fünften 9000 etc. bis auf 5000 Lire für den Vierzehnten ausgeschrieben. Den Klassenersten der Klasse 1100 cem winken ausserdem noch Speziaipreis©. Das Rennen, dessen Reglement soeben vom italienischen Automobil-Club herausgegeben worden ist, ist insgesamt mit 180,000 Lir© dotiert, v. Vermehrter Autobedarl in Spanien. Nach dem Bericht der spanischen Regierung wurden während der ersten elf Monate 1928 27,199 Automobile registriert, darunter 19,845 Personenwagen und 7345 Lastwagen und ander© Motorfahrzeuge. Die spanische Industrie ist an der Deckung dieses Bedarfes nur in geringem Umfang beteiligt. Die amerikanischen Lieferungen sind gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres von 55 auf 62 Prozent gestiegen. Für 1929 ist mit einem steigenden Bedarf zu rechnen. gr. New York setzt die Automobllsteuer herab. Nach der neuesten Meldung wird im Staate New York die Automobilsteuer, die bisher 60 bis 130 Franken betrug, abgeschafft und statt dessen eine Gebühr von 26 Franken für jeden polizeilich registrierten Wagen sowie ein© Verbrauchssteuer von drei Rappen auf den Liter Brennstoff eingeführt. Nach diesen Taxen würde die Belastung für einen Sechszylinderwagen von 10/45 PS bei einer Jahresleistung von 15,000 km 70 Franken, zuzüglich 26 Franken, also insgesamt 96 Franken betrafen. ?r.

— 192» AUTOMOBIL-REVUE Vovtväl^e A.C.S. SEKTION BERN. An unsere Mitglieder I Es ist uns gelungen, auf Mittwoch, den 27. März eine besondere interessante Veranstaltung zu bieten. Herr Ing. Lawrence, ein Fachmann auf dem Gebiet des Automobil- und Verkehrswesens in den Vereinigten Staaten, wird um 20 Uhr im Uemmgesaal des Casino folgende sehr interessante Filme vorführen: ' i i i ( '« a) Vexkehrsfilm in Stadt und Land der Vereinigten Staaten; b) Die wirtschaftliche Rolle des Automobils in den UÄA.; o) Konstruktion und Technik im amerikanischen Automobilbau. Die interessante Filmvorführung ist für Mitglieder und Gäste unentgeltlich und laden wir zu zahlreichem Besuche freundlich ein. Die rfämliche Filmvorführung wird auch in Genf, Lausanne und in mehreren Sektionen der deutschen Schweiz stattfinden. Termine und Lokale •werden seinerzeit bekannt gegeben. T. C. S. Generalversammlung der Autosektion Seeland des T.C.S. Die vierte ordentliche Generalversammlung der Autosektion Seeland des T.C.S. fand am letzten Samstag, den 23. März, im Hotel Bahnhof in Ly&3 Statt. Besonders zahlreich waren die Mitglieder dieser eich prächtig entwickelnden Sektion leider nicht erschienen. Aber immerhin waren 22 Mann da, als der Vorsitzende, Herr Direktor Strebler, um 21 Uhr 10 die Versammlung eröffnete und die Anwesenden begrüsste. Besonderen Grass entbot er dem Vertreter der « Automobil-Revue >. Aus dem vom Präsidenten bekanntgegebenen Jahresbericht ist zu entnehmen, dass im Jahre 1928 zehn Voretandssitzungen stattgefunden haben. Für die Vorstandsmitglieder war das abgelaufene Clubjahr ein sehr arbeitsreiches und es war oft nicht leicht, die mannigfachen Interessen der Sektion richtig zu •wahren. Der Mitgliederbestand der Seeländer-Sektion betrug,Ende Dezember 1028 260 Mitglieder. Ueber die voraussichtliche Entwicklung im laufenden Clubjahr kann man nicht viel sagen. Wegen verschiedener Auswüchse seitens der Polizei gegenüber Automobilisten wurde am 29. Dezember 1928 an die Polizeidirektion des Kantons Bern eine Eingabe gemacht, aber auf diese ist bis zur Stunde keine Antwort gegeben worden. Das ist zwar nicht besonders verwunderlich, wenn man weisa, dass man auch heute noch eine Antwort auf eine vor gut anderthalb Jahren «n die Baudirektion des Kantona Bern gemachte Eingabe erwartet. « Nume nid gschprängt», sagt bekanntlich der Berner, aber man hofft doch auf das Verständnis der Behörden. Im abgelaufenen Clubjahr fand keine Monats - Versammlung und auch keine außerordentliche Generalversammlung 6tatt. Allgemein wird es von den Mitgliedern lieber gesehen, wenn der Vorstand die Geschäfte erledigt. Es sollen atier im laufenden Jahr doch wieder Monatsversammlungen stattfinden und zwar will man damit — wenn immer möglich — unterhaltende "und belehrende Vorträge verbinden. Der Voreitaende, Herr Direktor Strehler. referierte, nachdem er sich über die flotte Entwicklung des T.G.S. geäussert hatte, noch über die Strassenverkehrsinitiative. Er gab den vom Verwaltungsrat des T.G.S. vor kurzem gefassten Beschluss bekannt und erteilte Auskunft darüber, aus welchen Motiven heraus derselbe gefasst wurde. Auch die Pressefrage wurde vom Präsidenten in seinem Jahresbericht kurz gestreift: obwohl die hübschen Illustrationen der jetzt in einen anderen Verlag übergegangenen T.CS.-Zeitschrift anzuerkennen seien, könne dieselbe für die Sektionen doch nicht als richtiges Publikationsorgan in Betracht fallen. Vor einem Jahr traf die Sektion Seeland des T.C.S. ein Abkommen mit der « Automobil-Revue > und man sei mit dieser führenden Fachzeitung sehr zufrieden. Ea liegö also kein Grund zu einem Wechsel vor. Aus dem Programm für 1929 seien folgende Daten festgehalten: am 19. Januar fand bereits das Jahresfest statt, dem nun am 23. März dje Generalversammlung folgte. Für den 5. iMai ist ein halbtägiger Bluestbummel mit den Solothurner Freunden vorgesehen und man wird sich jedenfalls in Pieterlen oder im Bucheggberg treffen j an Pfingsten und am Pfingstmontag soll eine kleine Auslandsfahrt durchgeführt werden, die voraussichtlich nach dem Schwarzwald eehen wird. Für den Sommer ist eine Zusammenkunft mit den Fraiburgern in Murten geplant. Eine Brennstoffkonkuirens! soll am 4. oder 11. August veranstaltet werden. Als Abschluss der Saison sind für den Herbst eine Berneroberlamd-Fahrt und eine .Fuchsjagd, verbunden mit einem Sauserbummel an den oberen BieJersee, geplant. Zu dem Jahresbericht des Präsidenten wurden keine Bemerkungen gemacht. Die Versammlung genehmigte denselben unter Verfasser. Den Verdankung an den Kassabericht erstattete Herr Meyer, der bekanntgab, dass die Rechnung pro 1028 besser abschliesse als jene von 1927. Die Totaleinnahmen, inklusive Saldovortrag, teliefen sich für 1928 auf Fr. 5256.45, während die (Ausgaben Fr. 3664.09 betrugen, so dass sich ein Saldo von Fr. 1592.86 ergibt. Die Rechnung wurde von einem der anwesenden Rechnungsrevisoren zur [Annahme empfohlen und von der Vorsammlung flankend genehmigt. Der Jahresbeitraq 8er in den letzten Jahren Fr. 5.— betrug, wurde auch für 1929 auf derselben Höhe belassen. So geschickt wie die bisherigen Verhandlungen, tanzen auch die Wahlen llott vor sich! Die Vorstandsmitglieder, die nicht 'demissioniert hatten, deren Amtsdauer aber abge- Jaufen war, wurden auf weitere zwei Jahre bestätigt Infolge der •unerfreulichen Kontroverse mit den in Biel wohnenden Mitgliedern der Sektion hatte ein bisheriger Vizepräsident. Herr Feldmann, idemissioniert. Er wurde durch den bisherigen Beieitzer, Herrn Robert Gerber (Lyss) ersetzt. Auch Herr Dr. Adolf Lempen (Biel) hatte, infolge überaus starker beruflicher Inanspruchnahme, seine Demission als Beisitzer eingereicht. An seine Stelle xvurde Herr Wildi (Biel) gewählt. Da durch die rWahl des bisherigen Beisitzers Hrn. R. Gerber zum Vizepräsidenten ein weiterer Beisitzer zu wählen war, wurde Herr Walter Ami (Lyss) als solcher vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Damit hat der Vorstand zwei eebaffensfreudige Mitglieder gewonnen und er setzt sich für 1929 folgendermassen zusammen: Präsident: Herr Direktor Strehler; Vizepräsidenten: Herren Rycbner und R. Gerber; Sekretär : Hqrr Leiser, Postverwalter ; Kassier • Herr Meyer ; Beisitzer : die Herren Friedrich, Heller. Hänni, Wildi und Ami. Unter Diversem wurden noch verschiedene Wünsche betr. Aufstellen von Warnungstafeln und Strassenverbesserungen laut und Herr Direktor Strehler gab, auf Anfrage hin, nochmals dje Gründe, die zur ablehnenden Haltung des Verwaltungsrales des T.C.S. gegenüber der Strassenverkehrsinitiative führten, bekannt ; er selber hatte in Genf der Initiative zugestimmt. Um 22 Uhr 45 schloss der Vorsitzende, dessen grosses Geschick, eine Versammlung mit seltener Ruhe schneidig zu leiten, immer wieder Anerkennung und Bewunderung verdient, die Sitzung und man sass dann noch bei einem kleinen Imbiss gemütlich beisammen. Wir wünschen der unter tüchtiger Leitung stehenden Seelander-Sektion des T.G.S. auch weiterhin flottes Gedeihen !... R. AUTO-SEKTION WALDSTÄTTE DES T.C.S. Nächsten Sonntag, den 31. März 1929, findet die Osterfahrt nach Willisau statt (bei jeder Witterung). Abfahrt 2 Uhr (14.00) beim Klublokal Hotel Engel. Sammlung 3.30 Uhr in Willisau, Zobig im Hotel Mohren. Empfang und Begrüssung durch unser Vorstandsmitglied, 'H. Gemeindeammann Schürch. Gemütliches Zobig mit Musikbegleitung. Verproviantierung mit Willisauerringli. 6 Uhr Rückfahrt via Sursee mit fakultativem Halt in der «Eisenbahn» und im «Schwanen» für jene, die es nicht eilig haben. Jedermann wird auf seine Rechnung kommen, es sei nur erinnert an den guten Geist, welcher jeder unserer Veranstaltungen zu fröhlichem Humor und gutem Gelingen verhelfen hat,- im besonderen möchten wir den urgemütlichen Abend, den wir mit den Entiebuchern und Hinterländlern letzten Herbst in Schüpfheim verbracht haben, unsern Touringclüblern ins Gedächtnis zurückrufen. Der Vorstand erwartet daher zahlreiche Beteiligung zu einer würdigen Eröffnung der diesjährigen Fahrsaison. Dr. R. Z. AUTO-SEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Generalversammlung vom 23. März, im Hotel Baur en ville.- Wer sich der letztjährigen Generalversammlung erinnert, wo lebhafte Diskussionen, Vorschläge und Gegenvorschläge einander nur so ablösten, die Resultate der verschiedenen Abstimmungen mit gespanntestem Interesse jeweilcn erwartet wurden, der war blass erstaunt ob der pazifistischen Einstellung, welche die dieszährige Generaltagung kennzeichnete. Berichte und Geschäfte wurden fast scheffelweise genehmigt und diskussionslos verabschiedet, so dass manche Traktanden einer reinen Formalität gleich kamen. Wenn wir uns zwar kei- INCROYABLE RECORD DES neswegs an grossen und hitzigen Redeschlachten begeistern können, so fragen wir uns doch, ob eine derart kritiklose Erledigung der Jahresgeschäfte im Interesse der Sektion liegt. Gerade die Diskussion Über das Clubblättchen illustrierte so recht, wohin eine vorbehaltlose Zustimmung, dio an Interesselosigkeit grenzt, führen könnte. Zuerst war alles männiglich bereit, den Bericht betr. das Cluborgan geradeso sang- und klanglos zu verabschieden, wie manches andere interessanto Thema, bis plötzlich einer dig Opposition ergriff und einige sehr berechtigte Bemerkungen und Wünsche anbrachte. Es bedurfte nur dieses Anstosses, um einige Votanten auf den Plan zu rufen und die Versammlung davon zu überzeugen, dass bestimmte Verbesserungen ganz am Platz© wären und siehe da: flugs wurde der Vorstand beauftragt, zum Rechten zu sehen! Trn Anschluss an diese Vorbetrachtung wollen wir uns nun in der Berichterstattung genau an die Traktandenliste halten, die nach einer kurzen Begrüssung der Versammlung durch Herrn Präsident Fehr gleich in Angriff genommen wurde. Das Protokoll der letzten Generalversammlung, wie auch der ausgezeichnete Jahresbericht des Präsidenten, der Ortsgruppen, des Rechtsberaters und weiterer Vorstandsinstanzen wurden genehmigt, nachdem die eingangs erwähnte Diskussion betr. Clubblatt gewaltet hatte. Es wurde mit Recht gerügt, dass der Textteil im Verhältnis zu dem für Inserate eingeräumten Platz, zu kurz kommt und so das Organ seinen eigentlichen Zweck, der Unterhaltung und gegenseitigen Aussprache zu dienen, nicht mehr ganz zu erfüllen vermöge. Ferner wurde unter anderem gewünscht, dass über die Sektionsanlässe mehr in Form von Originalartikeln, als mit Berichten, die bereits anderswo publiziert worden sind, aufzuwarten sei. Der Vorstand versprach die nur allzuberechtigten Anregungen zu berücksichtigen i7Ti(j den Rodakteur entsprechend zu verständigen. *Die Jahresrechnung, sowie das Budget, schienen die Gemüter auch nicht besonders zu erregen und keiner wollte sich irgendwie in einzelne Posten der Rechnung besonders vertiefen. Hätte nicht der Vorsitzende gerade bezüglich des Vermögensbestandes und dessen Ausweis einige recht wissenswerte Mitteilungen ergänzender Art gemacht, wäre auch das Kassawesen ohne weiteres als erledigt betrachtet worden. Die strikte verfolgte Spartendenz hat es ermöglicht, trotz der vielgestaltigen Inanspruchnahme der Sektion, die Kasse pro 1928 mit einem Vorschlag von rund Fr. 20 000.— abzuschliessen. Das Vermögen ist bei mehreren Banken in erstklassigen Papieren angelegt. (Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass sich darunter eine schöne Anzahl S. B. B.-Obligationen befinden, die, wie der Präsident lachend beifügte, aus reiner Sympathie zur Bahn (!) übernommen wurden). Das Budget sieht auch für nächstes Jahr keine ausserordentlichen Ausgabeposten vor und soll gemäss der bisherigen Geschäftsverwaltung, wenn möglich wiederum mit einem Vorschlag abgeschlossen werden. Der Jahresbeitrag pro 1930 wird auf der nämlichen Höhe, d. h. Fr. 20.— pro Jahr, belassen. Die Wahlgeschäfte erweisen sich ebenfalls als erdenklich einfach und schmerzlos. Der gesamte llgliedrige Vorstand stellt sich der Sektion wiederum zur Verfügung und insbesondere der allseitig verehrte Präsident Fehr hatte sich erfreulicherweise bereit erklärt, sein schwieriges Amt, das er ja mit so grossem Geschick «nd einem gesunden Humor zu bewältigen versteht, auf eine weitere Amts- Apres avoir battu le record des ventes pour la moyenne des 7 derniers mois ä Geneve, Apres avoir fait Ie meilleur temps toutes catdgories tourisme, le meilleur toutes cate'gories sport amateur et remporte* la coupe destinde ä la voiture amdricaine la plus rapida, ä la Course Nationale du Kilometre, ä Geneve, bat ä Montlhery le HEURES en couvrant aveo son type 75, cate'gorie 3 ä 5 litres, la distance formidable de 2795 km, soit plus de 116 km de moyenne TOUT COMWENTAIRE SERAIT SUPERFLU Agence generale Flaoe des Alpes G-eneve Agents dans tons les cantons dauer zu übernehmen. Die Mitteilung wurde mit einhelligem Beifall und sichtlicher Freude von sämtlichen Anwesenden entgegengenommen. Durch Erheben von den Sitzen wurde der gesamte Vorstand in globo bestätigt, wobei diese Ehrung wohl besonders dem so populären Präsidium galt. Wenn dieser Modus der spontanen Wiederwahl sicherlich, recht erfreulich ist, so wäre vielleicht die statutengemässe Erledigung dieses Geschäftes ebenso zweckmässig gewesen. Die RechnungsTevisoren, dio ihr Amt vorbildlich verwaltet hatten, wurden ebenfalls wiedergewählt das Kollegium um einen Bankfachmann erweitert. Die Sektion war bis anhin durch drei Mitglieder in der Verkehrsliga, welche alle massgebenden Verkehrsverbände des Kantons gruppiert, vertreten. Eine Anzahl von verkehrstechnischen Fragen wurde aber jeweilen auch direkt von den Autoniobilverbäiiden beraten und erledigt, wobei erfreulicherweiseeine harmonische Zusammenarbeit mit der Sektion Zürich des A. G. S. möglich war. Um nun diesen Problemen noch vermehrte.. Aufmerksamkeit zu schenken, schlägt der Vorstand vor, eine eigentliche Verkehrskommission zu gründen, der die bisherigen drei Vertreter in der Verkehrsliga sowie zwei neue Mitglieder angehören würden. Diese Kommission würde dann jeweilen von sich aus einen Delegierten zu den Beratungen der Liga entsenden. Der Vorstand hatte denn auch bereits zwei Herren in peto, die natürlich gemäss der bisherigen Erledigung der Geschäfte stillschweigend beliebten. Eine Zwischenfrage: Wäre es nicht zweckmässig, gerade in Verkehrsfragen auch die Presse einzubeziehen, die besonders auf diesem Gebiet als Sprachrohr an die Oeffentlichkeit und die Behörden wertvolle Dienste leisten würde? Man nimmt sie doch auch gerne für die Propaganda bei Anlässen in Anspruch, warum sollte sie nicht bei viel bedeutungsvolleren Aufgaben auch mithelfen können? Auch die Unterhaltungskommission erfährt eino ehrenvolle Wiederwahl (es war wohl jeder herzlich froh, dass sich die bisherigen Herren für ihr vielfach undankbares Amt wieder zur Verfügung stellten, und stimmte man hier doppelt gerne zu). Bedeutungsvoll war die genaue Abgrenzung ihrer Aufgaben und Kompetenzen, wodurch zukünftig allo Missverständnisse zwischen der Kommission undi dem Vorstand ausgeschaltet werden. Das Vergnü- gungskomitee ist nämlich ausschliesslich für die Unterhaltung zuständig. Die Organisation von sportlichen Anlässen, die früher teilweise noch in ihr Ressort gehörte, fällt nunmehr ausschliesslich dein Vorstand zu. Ueber die Osterfahrt rund um den Genfersea vom 29. März bis 1. April ist nicht mehr zu berichten, als dass die Fahrt bei schönem Wetter zweifellos zu einem Genuas werden wird. Diejenigen Mitglieder, denen nur zwei Tage zur Verfügung stehen, ist die Möglichkeit geboten, die übrige Reisegesellschaft am zweiten Tag in Vevey zu erreichen. Unter Diversem wird ein Antrag gestellt, dem. Organisationskomitee des eidg. Schützenfestes eine Ehrengabe zur Verfügung zu stellen. Nach einer kürzeren Diskussion wird unter Akklamation beschlossen, Fr. 800.— für diesen Zweck zu verausgaben. Herr Hasler, als Vertreter der A.S.P.A., nimmt in einem ausführlichen Votum Stellung zu den kommenden Regierungsratswahlen sowie auch zur Abstimmung 1 über dio Verkehrsinitiative. Er fordert die Automobilisten auf, sich einmal ihrer Stärko als Stimmbürger zu besinnen, anstatt immer nur die Faust im Sack zu machen. Ein Club in der Grosse dos T.G.S. Zürich hat begreiflicherweise Mühe, geeignete Clublokaiitätea zu finden. Nun wäre dem Club die Möglichkeit geboten, den Kursaal Zürich samt Immobilien füc zirka 1,4 Millionen Fr. anzukaufen. Der Restaurationsbetrieb würde wie bis anhin weitergeführt, wogegen 'die weitern Räumlichkeiten als eigentliche Clublokalitäten in Frage kämen. Den Mitgliedera wäre die Möglichkeit geboten, sich als Aktionäre an diesem Unternehmen zu beteiligen. Eine erste Anfrage unter den anwesenden Mitgliedern zeigte, dass sofort 120 Mitglieder sich zu einer Aktienzeichnung von 80 000 Fr. bereit erklärten. Der Vorstand erhielt deshalb den Auftrag, dio Frage über die Zweokmässigkeit des Unternehmens weiterhin zu prüfen, um nachher dem Club definitive Vorschläge zu unterbreiten. Mittlerweile hatten flinke Geister die Tische für die obligate kalte Platte gedeckt, die mit bestem Appetit genehmigt wurde. Es sei ein Novum, das ungeteilten Anklang fand, noch besonders und gebührend erwähnt: das Doppelquartett der Sektion ! Es erfreute durch seine frischen Ueder- und Jodlervorträge, die der ganzen Veranstaltung ein besonderes Gepräge gaben. b. «Automobil-Revue »und Genfer Salon. Die «Automobil-Revue» hat dem Genfer Salon dieses Jahr acht Sondernummern gewidmet. Die Totalseitenzahl für die deutsche und französische Ausgabe dieser Nummern beträgt nicht weniger als 324 Seiten. Wir glauben behaupten zu dürfen, dass diese Zahl ein beredtes Zeugnis darstellt für unser grosses Interesse an der Förderung des Genfer Salons und der Automobilindustrie überhaupt. Im letzten Jahr erreichte die totale Seitenzahl von «Automobil-Revue» und «Motorrad» 404 Seiten. Die Zahl war damals schon eine Rekordleistung. Nehmen wir dieses Jahr das « Motorrad », deutsche und französische Ausgabe, und die den wertvollen Markenkatalog enthaltende «Illustrierte Automobil-Revue » dazu, so kommen wir auf die hübsche Zahl von 508 Seiten! Dabei ist nicht zu vergessen, dass der Salon 1929 in zwei Serien durchge* führt wird, unsere Salonnummern also noch keineswegs abgeschlossen sind. Auch die «Illustrierte Automobil-Revue » wird anlässlich der zweiten Serie eine reichillustrierte Sondernummer über das Nutzfahrzeug herausbringen. Unsere nächste Nummer erscheint infolge der Ostertage schon am Donnerstag Redaktion und Administration