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E_1929_Zeitung_Nr.031

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Das tschechoslowakische

Das tschechoslowakische Automobil 1918-1928 Die Entwicklung der Automobilindustrie eines Landes steht in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der Technik überhaupt und mit dem wirtschaftlichen Aufschwung. Der nachstehende Artikel deckt diese Zusammenhänge am Beispiel der Tschechoslowakei in interessanter Weise auf. Die mannigfaltigen Kriegsverwendungsmöglichkeiten haben die Bedeutung des Motorfahrzeuges seit der Entstehung des jungen tschechoslowakischen Staates wesentlich gesteigert, was einerseits auf den allgemeinen Aufschwung des Automobilismus, anderseits auf die beschleunigte Entwicklung der Industrie zurückzuführen ist. Die neuen Verhältnisse brachten es mit sich, dass das Automobil, welches in der schwersten Zeit so wertvolle Dienste geleistet hat, bestimmt ist, nicht Produkt einer Luxusindustrie zu sein, sondern vornehmlich als Werkzeug des täglichen Lebens, der Durchschnittsbedürfnisse betrachtet zu werden. In diesem Geiste wurde auch die ganzen Jahre hindurch an der Vervollkommnung der automobilen Erzeugung systematisch gearbeitet. So machte das Automobil den steilen Aufstieg der tschechoslowakischen Motorfahrzeugindustrie, die Entwicklung vom Sporti wagen und Fahrzeug für Spitzenleistungen zum typischen Transportmittel für stabile Durchschnittsleistungen, zur Oekonomie der auf hohe technische Vollendung gebrachten Motoren und zum komfortablen Ausbau der Karosserien, vom Luxusfahrzeug zum Kleinwagen in einem kürzeren Zeitabschnitt als in andern Ländern. Der Begriff des Nutzfahrzeuges hielt die Erzeuger zur Wahrung des Prinzips des niedrigsten Verkaufspreises und der höchsten Betriebswirtschaftlichkeit ihrer Produkte an. Die Verwirklichung dieser Postuiate konnte nur im Wege einer entsprechend durchgeführten Serienerzeugung erreicht werden. Der Abbau der handwerklichen Arbeitsmethoden, so führt ein Mitarbeiter der « Prager-Presse » aus, der wir diese Ausführungen entnehmen, konnte allein das Ideal des modernen Fahrzeugsbaues, den Kleinwagen, schaffen. Es ergibt sich aus den natürlichen Voraussetzungen, welche die Entwicklung in wirtschaftlichen Verhältnissen der Nachkriegszeit vorfand, dass sich das ganze Streben der tschechoslowakischen Konstrukteure fast ausschliesslich auf die Kreierung des Fahrzeugs für den «kleinen Mann» konzentrierte. Zu den Wirren in Mexiko. Der Aufschwung der bedeutendsten Automobilfabrik «Praga», welche im Jahre 1926 ihren 10 OOOsten Wagen und bereits nach zwei Jahren den Wagen mit der Fabriknummer 20 000 herausbrachte, hat seine Begründung in der aufmerksamen Verfolgung des Kleinwagenproblems. Die kleinen Wagentypen « Alfa » und « Piccolo» bildeten seit jeher den eigentlichen Kern der Fabrikation «Praga». Die richtige Einschätzung des Problems bei diesen Werken kann man gerade an diesem Beispiel vorteilnaft verfolgen, wenn man das Tempo des Wachstums der Betriebsstätten und der Absatzmöglichkeiten zahlenmässig festhält. Die «Praga» brachte im Jahre 1923 512 Wagen bei 635 Arbeitern heraus. Im nächsten Jahre mustse sie die Arbeiterzahl auf 1013 erhöhen und stellte 799 Fahrzeuge fertig. Im Jahre 1925, als der kleine «PiccOlo» bereits ein Jahr lang draussen war, stieg die Produktion auf 2050 Wagen bei 1567 Arbeitern, erreichte 1926 die Zahl 3300 (2007 Arbeiter), 1927 bereits 5000 (bei 2800 Arbeitern) und kommt heuer auf 8000, mit 3800 Arbeitern, Ziffern, welche im nächsten Jahr schon bei weitem überholt sein werden. Der kleine Wagen war es, welcher den Ruhm der Marke « Tatra» begründete. Die geistvolle Konstruktion des rahmenlosen Chassis kam im Jahre 1923 heraus und stellte sich als ein in technischer Hinsicht durchaus AUTOMOBTL-RFVUC Jedes Auto wird in der Nabe von Mexiko City durch Offiziere der regierungstreuen Truppen kontrolliert. überraschendes Debüt der durch die Interessengemeinschaft der Ringhofferwerke und der seit dem Jahre 1897 Motorfahrzeuge bauenden Nesselsdorfer Fabrik entstandenen Erzeugung heraus. Der kleine, luftgekühlte Zweizylinderwagen hat sich nicht nur bald nach seinem Entstehen auf den zahlreichen Preisfahrten bewährt, sondern wurde auch als typisches Herren- und Nutzfahrzeug über die tschechoslowakischen Grenzen hinaus powulär. Auf die Bedeutung des Volkswagens allein i 1929 — N» St stützte sich die Brünner Waffenfabrik, als sie sich im Jahre 1926 entschloss, das wassergekühlte Zweizylinder-Zweitaktmodel] « Z » auf rahmenlosen Chassis mit sehr bequemer Karosserie zu schaffen. Der flotte und ziemlich ökonomische Wagen rollt bereits in tausend Exemplaren. In diesem Zusammenhang sollen übrigens auch andere Versuche, einen billigen, wirtschaftlichen Wagen zu bauen, Erwähnung finden. Es sind insbesondere die Namen * Wikov» (Wichterle & Kovarik) und «Start» (Nejedly-Dvur Kral), welche den Gedanken neben den grossen Fabriken zu verwirklichen trachten. Die erhöhten Anforderungen, welche an das Automobil gestellt werden, ziehen übrigens auch neue Konstruktionstendenzen nac'i sieh. Der kleine Wdgcn wird bequemer gebaut und verlangt auch einen stärkeren Motor. So nähert sich diese Kategorie allmählich den Mittelklassen. Aus dem luftgekühlten Zweizylinder wird ein sechssitziger Vierzylinder. Auch der Zylinderinhalt des «Picoolo »-Wagens wird auf ein Liter gebracht und der Wagen weiter ausgestaltet Die Wandlung zum Sechszylinder trifft zwar auch einen Wagen der mittleren Klasse, « Praga Alfa », bezieht sich jedoch vornehmlichi auf die Entwicklung der höchsten Kategorie bei sämtlichen führenden Marken. Der erste Sechszylinder entsteht im Jahre 1921 bei Laurin & Klement, den Begründern der tschechoslowakischen Automobilindustrie. Die serienweise Erzeugung von Sechszylinderwagen wurde allerdings erst im Jahre 1926 in den Tatrawerken durch Schaffung der Type 17 von 9/40 Pferdekräften Leistung verwirklicht. Vorausgegangen waren die Skodawerke, welche im Jahre 1924 die Lizenz der berühmten Hispano-Suiza übernahmen und die Bauart dieser Sechszylindertype einführten. Auch die weitere Entwicklung des Automobilmotors zum Achtzylinder fand Anhänger. Während die Pionierarbeit für die konstruktive Idee V. Klement bereits vor sieben Jahren leistete, entschloss sich die « Praga » allein und als erste, im Vorjahr an die serienweise Fabrikation von Achtzylinderwagen zu schreiten. Ein weiteres Achtzylindermodell ist bei der «Tatra» in Vorbereitung. Der Schiebermotor fand zwar bereits in früheren Jahren einen Vorkämpfer in den Laurin & Klement - Werken wurde jedoch durch die vorteilhafte Ausgestaltung des Ventilmotors in den Hintergrund gedrängt Der Riccardokopf wurde allgemein und die obengesteuerten Ventile zum Teil als Konstruktionsprinzip anerkannt. Es ist insbesondere die Märke «Walter», welche sich die minutiöse konstruktive Durcharbeitung des Wagens als höchste Aufgabe stellt. Indem sie ihre Präzisionserzeugung vom Flugzeugmotorenbau ableitet, trachtet sie, durch eingehendste Vervollkommnung von Chassis. Motor und Karosserie, den individuellen Wert des Wagens den Tendenzen der Serienerzeugung entgegengesetzt zu begründen. So entstehen Modelle höchster Leistungsfähigkeit, modernster Bauart, jedoch fast ausschliesslich für hohe Anforderungen bestimmt. An dem Lastwagen- und Autobusbau haben sich die erstklassigen Marken sämtlich mit Erfolg beteiligt. Führend ist die Bauart «Praga», welche den Ruf ihres Namens der AUTOnOBILBISITZIR! Die Nerhmole einer finnige TSSS. tähigen Stils sind diese zweiarmigen, hydraui., drehbaren Wagen - Hebevorrichtungen BelpatnAM 24 Telephon Bollwerk 17.48 Wenn nicht, so verlangen Sie kostenlose Beratung und Offerte über Abänderung derselben bei Spezicdflrma für Einbau und Reparaturen elekir. Lacht- und Anlasser-Anlagen • Bern Laser in sämtlichen elektrischen f ournnuren iUr Auias Zürich 2 Trinkt alkoholfreie Trauben- u. Obstweine Hostettler & Co., Bern C. Schaef er AUTO ä vendre Fante d'emploi par particulier une jolie limousine FALCON-KNIGHT. 4/5 places, 4 portes, 6 cylindres, 13 CV, comme neuve. peu roule, tous les aeeessoirs, marche garantie. 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N» n - 1029 AUTOMOBIL-REVUE 13 allgemeinen Beliebtheit ihrer Nutzfahrzeugtypen verdankt. Während der Gedanke des Niederrahmenchassis bei sämtlichen führenden Werken Eingang fand, beteiligte sich an der Lösung des Dreiachsenchassis vornehmlich die Tatra, auch Laurin & Kletnent, später Walter. Der Ausgestaltung der Karosserien ging unter allmählicher Einführung moderner Arbeitsmethoden nach bewährten fremden Mustern vor sich und erreicht heute ein Niveau, welches den strengsten Massstab verträgt. Auch im Motorradbau schreitet die tschechoslowakische Industrie vorwärts; die Marken BD, Premier, Orion, Itar, MB gewährleisten Qualität und moderne Bauart. Der Motorfahrzeugbau steht in der Tschechoslowakei mitten in der Umgestaltung zur Vereinheitlichung der Typen, zur Fliessarbeit, zum Preisabbau. Da sich das Entwicklungstempo in den letzten Jahren wesentlich beschleunigt hat, ist damit zu rechnen, dass die Verluste der Nachkriegszeit in wenigen Jahren einen Ausgleich finden werden. Gute Aussichten für das Exportgeschäft mit China. Einem amerikanischen Konsulatsbericht zufolge verkehrt der chinesische Automobilimportmarkt zurzeit in einer ungewöhnlich regen Haltung. Im Hinblick auf die sehr starke Nachfrage nach leichten Personen- wie Lastkraftwagen und im Zusammenhang mit der Tatsache, dass in allen Provinzen des Landes dem Ausbau des Landstrassennetzes sehr viel Interesse entgegengebracht wird, ist der Importhandel bezüglich der Geschäftsaussichten für das laufende Jahr sehr optimistisch gestimmt. P. Eine Stadt ohne Strassenbahnen! Wiesbaden ist die erste deutsche Stadt, die ihre Strassenbahnen vollständig durch Omnibusse ersetzt hat. Auf Ostern dieses Jahres wurde zum ersten Mal der Strassenbahnverkehr völlig eingestellt und durch bequeme Autobusse ersetzt Trotz der starken Belastung über die Feiertage funktionierte der Autobusverkehr vorzüg'ich und konnte sogar den Dreiminutenverkehr während der Spitzenbelastung ohne Störungen durchführen. Habt ein Nachsehen mit alten Leuten und nehmt es ihnen nicht übel, wenn sie sich den heutigen Verkehrsverhältnissen ungerne anpassen wollen. Gegen fixe Ideen ist kein Kraut gewachsen. Automobilwesen und Wegebau in Russland. Die 100,000-Wageniabrik. — Eine Automobilanleibe? — Wagen und Weg. — Ausländisches Kapital für den russischen Wegebau? (Von unserem Moskauer Sonderberichterstatter) Moskau, im März 1929. Durch diesen Beschluss hat die Sowjetregierung endgültig mit denjenigen Tenden- Während der stellvertretende Vorsitzende des obersten Volkswirtschaftsrats der zen gebrochen, die noch vor einigen Jahren Sowjetunion, Meshlauk, und der russische in leitenden russischen Wirtschaftskreisen Staatsbankpräsident Scheinmann in Amerika sehr stark vertreten waren und eine Lösung mit Ford und General Motors über deren des Automobilproblems in Russland durch Beteiligung am Ausbau der russischen Automobilindustrie verhandeln, hat die Sowjet- dem Auslande erreichen wollten. Das Ver- einen umfangreichen Automobilimport aus regierung bereits den seit langer Zeit geplanten Bau einer grossen Automobilfabrik in noch vor wenigen Jahren einen Fünfjahrplan kehrskommissariat der Sowjetunion hatte Russland «mit eigenen Kräften» beschlossen. für die Automobileinfuhr aufgestellt, der 150 Die Leistungsfähigkeit der neuen Fabrik soll Millionen für den Bezug ausländischer Automobile vorsah. bei einer Arbeit In zwei Schichten 100 000 Automobile im Jahr betragen. Die neue Fabrik soll Automobile mit %, 1 und l 1^ Für die Personenwagen, die von der neuen Tonnen Tragfähigkeit bauen und dürfte entweder Fordauto als Muster dienen, da nach Ansicht Fabrik hergestellt werden sollen, soll das bei Moskau oder bei Nishni-Nowgorod (Wolgagebiet) errichtet werden. Für die Ausar- Fordwagen in den russischen Verhältnissen der russischen Automobilsachverständigen die beitung des Bauprojektes der Fabrik soll in den geeignetsten Automobiltyp darstellen. Moskau eine besondere Abteilung des staatlichen Instituts für die Projektierung neuer Tonne Tragfähigkeit sollen nach dem Muster Auch die kleineren Lastautos mit % bis 1 Metallfabriken «Gipromes» eingerichtet werden. Die Baukosten der grossen Automobil- Lastautos mit \ x /± Tonnen Tragfähigkeit eine der Fordwagen gebaut werden, während die fabrik werden auf 200 Millionen Rubel veranschlagt, wozu noch 100 Millionen Rubel für fabrik «i4mo» darstellen sollen. In späteren Neukonstruktion der russischen Automobil- die Ausrüstung von Hilfsbetrieben und An-Jahren ist die Fabrikation eines dreiachsigen lagen hinzukommen werden. Die Mittel hierzu will die Sowjetregierung entweder durch eine besondere Automobilanleihe oder durch die Bildung einer staatlichen Aktiengesellschaft herbeischaffen, deren Aktien durch sehr niedrige Stückelung auch breiten Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werden sollen. Die Automobilstrasse Mailand—Bergamo. Lastautos mit 3V 2 Tonnen Tragfähigkeit geplant. In russischen Automobilkreisen glaubt man, dass der Bau der neuen grossen Automobilfabrik sich nur durch Errichtung mehrerer Betriebe lösen lassen wird, die zu einem «Kombinat» zusammengefasst werden sollen, Viadukt über die Adda. d. h. zu einem kombinierten Grossbetrieb des Automobilbaues. Der Fabrik sollen auch mehrere Werkstätten für Zusammensetzung von Automobilen in den verschiedensten Gegenden der Sowjetunion angeschlossen werden. Der Preis eines Wagens soll sich je nach der Tragfähigkeit auf 1000 bis 2500 Rubel stellen. Ein besonderes staatliches Bauamt der Automobilindüstrie, «Awtostroj», soll für die Vereinheitlichung des Fabrikbaues Sorge tragen. Nun ist man sich auch in Kreisen der Sowjetwirtschaft im klaren darüber, dass der Ausbau der russischen Automobilindustrie zahlreiche schwierige Fragen aufwirft. In erster Linie handelt es sich hier um die Herstellung von Automobilzubehör und Gerät, das bisher in Russland so gut wie gar nicht fabriziert worden ist, sodann aber um die Erweiterung der Benzinproduktion. Die Produktionsmöglichkeiten von Benzin sind gegenwärtig infolge Mangels an Raffinerien beschränkt. Hinzu kommt noch die Rücksicht auf den Export, so dass die Ueberführung der Automobile auf Benzol und andere Brennstoffe geplant wird. Eine bedeutsame Frage für die Zukunft der russischen Automobilindustrie ist der Wegebau in Russland sowie der Zustand der gegenwärtig bestehenden Chausseen und Wege in der Sowjetunion. Russland verfügt gegenwärtig nur über 725,500 Kilometer Wege, von denen höchstens 26000 Kilometer auf Chausseen entfallen, während die andern Wege sogenannte Naturstrassen sind, die im Frühjahr und im Herbst zumeist unpassierbar sind. Hinzu kommt noch, dass von den Chausseen sich 65% in sehr schlechtem Zustand befinden, von den .andern Wegen 65 bis 95 %. Gegenüber den andern Ländern der Welt ist Russland mit seinen 725 500 Kilometer Wegen sehr stark zurückgeblieben. Die Vereinigten Staaten verfügen beispielsweise über 4 910700 Kilometer und sogar Frankreich steht nur um ein geringes hinter Russland mit 708200 Kilometer zurück. In der Sowjetunion entfallen auf je 100 Quadratkilometer nur 3,3 Kilometer Wege, gegenüber 62,7 Kilometer in den Vereinigten Staaten. 186 Kilometer in Holland, 44 Kilometer in Deutschland, 127 Kilometer in England usw. Das Verhältnis der Kunststrassen zum ungeheuren Gebiet des Sowjetstaates ist noch ungünstiger, und zwar entfallen auf je 100 Quadratkilometer nur 0,1 km usw. Die Kosten des Transports auf den russischen Chausseen und Wegen stellen sich ausserordentlich hoch, wodurch dem Staate viel- SIGNUM S.A., Wallisellen Division: Signaux routiers ALLES FUDJHRE 3P O) E3 © tad nUSSTRTTUNG GENNHEIMER cXo ZflHRINGERSTR. 32 ZÜRICH Le sens interdit esst Signale par le signa.1 convenHonije] de denvatfon (disque). La mauvaise visibilit£ dans les villes düe a l'intentite du trafio, au brotüllard, ä la proximite' de lumierea et d'enseignes, etc. est compensee par le renforcement du signal constitue oonventionnellement par an feu oligaotant de cooiear neutre. KRAFTVOLL „IMPORTEURE DIE GUTE MARKE" TRISTAN. AC r.FMr SPARSAMKEIT I Austro-D almler Mod. 26, 13 SU-PS, 6 Zyl., Bosch-Anlage, 6-PL, mit allen Schikanen. 4800 Fr. Zürich, Postbureau 14, Fach 12784. S9610 Falcon-Knight Aus Privat vorteilhaft zu verkaufen wegen Nicbtgebrauch eine schöne Limousine. 4/5plätz., 4türig. 6 Zyl., 13 PS. neuer Zustand, garantiert fahrbereit, mit allem Zubehör. Taxe u. Steuern pro 1929 bezahlt. Wirkliche Gelegenheit — Offerten unter Chiffre 39662 an die Automobil-Revue, Bern. Cars Alpin belies occaslons ä vendre: 1 SAURER. 12 places. Fr. 4500,— 1 SAURER. 25 places. Fr. 9000— 1 SPA.25pi, Fr. 16 000.— 1 ROCHET-SCHNEIOER. 15 places. 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