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E_1929_Zeitung_Nr.029

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6 AlHOMUBiL-KEVUE

6 AlHOMUBiL-KEVUE 1929 — N" 2 Die Ergänzung der kantonal-zürcherischen Verkehrsvorschriften. (Bericht über die behördliche Rundfrage vom 30. November 1928). Zu Ende letzten Jahres liess die züreberische Polizeidirektion, wie erinnerlich, ein Rundsehreiben an sämtliche Verkehrsorganisationen ergehen, in welchem die Verbände aufgefordert wurden, zu einer Reihe vorgesehener Ergänzungen der kantonalen Verkehrsgesetzgebung Stellung zu nehmen. Das Departsment vertrat dabei von Anfang an die Auffassung, es könne sich nur um Bestimmungen handeln, die auf dem Verordnungswege neu geregelt weiden können, während von einer Aendeliing der kantonalen oder gar der Konkordatsvorschriften keine Rede sein könne. Das auf die Rundfrage eingegangene Material ist nun verarbeitet worden und gibt ein Bericht des Departementsvorstehers vom 15. März, der vor wenigen Tagen den angefragten Verbänden zugestellt wurde, Kenntnis von den Ergebnissen, sowie den von der Regierung daraus gezogenen Schlüssen. In den Antworten nehmen die begrüsston Organe die nachstehend resümierte Stellung tin: Der Vorschlag einer obligatorischen, psyohotechnischen Prüfung aller Motorfahrzougführer wird abgelehnt. Die bisherige Praxis, nach welcher nur in besonderen Fällen, d. h. bei wiederholtem Nichtbestehen der Fahrprüfung, nach Kollisionen usw., eine psychotechnische Untersuchung anzuordnen ist, wird allgemein gutgeheissen. Eine Aendorung der bestehenden Vorschriften ist deshalb nicht notwendig. In der Frage der Ausbildung der zukünftigen Fahrer ist man fast einstimmig dazugekommen, eine Verpflichtung zum Besuch einer Fahrschule abzulehnen. Dagegen wurde von verschiedener Seite empfohlen, ein bestimmtes Minimum an absolviertem Fahrunterricht zu verlangen. Die Behörde will deshalb prüfen, ob und in welcher Weise von Kandidaten zukünftig der Nachweis gefordert werden kann, dass er während einer bestimmten Zeit bei einem qualifizierten Führer Fahrunterricht genossen hat. Dies kann ebenfalls ohne Aenderung der bisherigen Bestimmungen geschehen. Ueber die Beleuchtungsvorschriften für Autos, Motorräder und Velos äussern sich verschiedene Antworten in dem Sinne, dass die Bestimmungen fies Konkordates bei zeitgemässer und strenger Auslegung genügen sollten. Die Prüfungsexpsrten und die Polizeiinstanzen sollen deshalb auf dem Wege einer Instruktion darüber aufgeklärt werden, welche Beleuchtung im Sinne der Vorschriften zugelassen werden kann. Die «genügende» Beleuchtung der Fahrbahn, wie sie im Konkordat vorgesehen ist, wurde bisher so ausgelegt, dass dars Tempo der Reichweite des Lichtes anzupassen sei. Der heutige Stand der Technik berechtige aber umgekehrt vom Licht eine minimale Reichweite zu verlangen, die einer angemessenen Geschwindigkeit entspricht. Es soll für echnellfahlonde Vehikel eine doppelte Beleuchtunsanlage voruesehen werden, die eine mit weitreichenden Scheinwerfern, die andere mit Abblendunsvorrichtung. Diese muss bezüglich der Abblendung die Vorschriften über die beiden konkordatsmässigen Lieh- ter erfüllen, d. h. die Fahrbahn noch auf ca. 30 Meter nach vorn genügend erhellen, damit innerhalb , dieser Distanz jedes Hindernis sofort erkannt werden kann. Das Departement glaubt hier auf gewisse Schwierigkeiten zu stossen, weil die Fahrzeuge nur während der Tageszeit abgenommen und geprüft werden. Wir möchten die Behörde daran erinnern, dass man beispielsweise in einzelnen deutschen Städten besondere geschlossen« Hallen erstellt hat, die ohne natürliches Licht bleiben und in denen auch tagsüber die Wirkung der Scheinwerfer genadi geprüft werden kann. Der Bau einer solchen Prüfungshalle wird nicht allzuteuer sein und dürfte sich wohl lohnen, da gerade bei richtiger Beleuchtung manches Unglück vormieden werden könnte. Die zuverlässige Kontrolle des Lichtes bei Tageszeit wird nie befriedig-mdo Ergebnisse zeitigen, so dass die Errichtung geeigneter Prüfungsräume zur Notwendigkeit wird. Für die Motorräder werden ähnliche Beleuchtungsvorschriften, wie für Automobile, erlassen werden müssen. In dieser Auffassung decken sich die meisten Eingaben mit dem behördlichen Standpunkt. Die Schlussbeleuchtung der Motor- und Fahrräder wird allseitig gefordert. Die notwendige Vorschrift wird auf dem Verordnungswege.,erlassen werden. Die Benörde beabsichtigt für alle Motorräder und nicht nur wie bisher für die mehrplätzigen, ein geeignetes Schlusslicht vorzuschreiben. Für Velofahrer genügt nach Ansicht des Departementes ein obligatorisch vorgeschriebener Reflektor. Wir sind nun allerdings der Auffassung, dass bezüglich der Reflexwirkung und auch der Placierung des Reflektors bestimmte Forderungen aufgestellt werden müssen. Wenn man sich mit jeder billigen Glaslinse begnügt, die höchst unzuverlässig sein kann und, sich auch nicht darum bekümmert, wo das Katzenauge angebracht wird, dann muss sich die vom Obligatoriutn. erwartete Wirkung bestimmt als illusorisch erweisen. Die Notwendigkeit der Abschaffung von Vollgummireifen wird von keiner Seite eigentlich bestritten. Es wird einzig gewünscht, den Termin zu verlängern, während welcher den Lastwagenbesitzern die Möglichkeit der Umstellung geboten wird. Es sollen vom 1. Oktober 1929 an keine neuen Wagen mit dieser Bereifung zugelassen werden und ab 1. Januar 1931 würde das generelle Verbot der Verwendung von Vollgummireifen in Kraft treten. Das Verbot muss auf dem Verordnungswege ausgesprochen werden. Die fernerhin geprüfte Verlängerung der Gültigkeitsdauer für Fahrradausweise ist fast durchwegs abgelehnt worden. Soweit die Ergebnisse der Rundfrage und die Stellungnahmen der Regierung zu den eingelaufenen Antworten. Das offizielle Schreiben ersucht die interessierten Verbände zu den Schlussfolgerungen der Behörde Stellung zu nehmen und diese wissen zu lassen, wenn eine Konferenz zur endgültigen Bereinigung der einzelnen Punkte als notwendig erachtet würde In dem vorgesehenen Rahmen wird die Rundfrage zweifellos zu einer Besserung der bestehenden Verhältnisse beitragen. Bedauerlich ist nur, dass sich das behördliche Interesse auf wenige Fragen beschränkt hat und Probleme, welche den Motorfahrzeugbesitzern ebensosehr, wenn nicht noch mehr am Herzen liegen, einfach mit der platonischen Erklärung beiseite gelassen wurden, dies müsse der eidgenössischen Gesetzgebung vorbehalten bleiben. Das. Polizeidepartement ist dabei zwar der Meinung, die eidgenössische Verkehrsgesetzge-v bung werde demnächst in Kraft treten, so dass «diese verhältniemässig kleine Spanne Zeit der Hinausschiebung in .der Feststellung bleibender Normen wahrscheinlich nur von gutem sein könne». Wir können uns nun nach den bisher gemachten Erfahrungen, leider diesem Optimismus nicht anschliessen. Das Inkrafttreten eines eidgenössischen Gesetzes dürfte im günstigsten Falle wenigstens 2 Jahre auf sich warten lassen und es ist den Motorfahrzeugbesitzern kein sonderlicher Dienst erwiesen, wenn dringende Fragen, wie die des Innorortstempos, der Signalgebung etc. soweit zurückgelegt werden, währenddem die unaufhaltsam ansteigende Verkehrsinteusität eine möglichst prompte Abklärung erforderlich machen würde. Die Vernehmlassung des Departementschefs gibt zu, dass durch eine umfassende Neuregelung der Dinge etwas gewonnen werden könnte, glaubt aber dennoch nicht darauf eintreten zu können, weil sonst die kantonale Zersplitterung in der Verkehrsgesetzgebung noch mehr gefördert würde, was als ein weit grösseres Ue'oel anzusehen wäre. Das kantonale Kunterbunt ist bereits derart, dass ein weiterer Beitrag durch die zürcherischen Behörden die Tragik dieses Sammelsuriums nicht mehr verstärken könnte. Zudem sei nur daran erinnert, dass einzelne Kantone, wie Bern, die Vorschriften über das Innerortstempo bereits abgeändert, und die 30 km Höchstgrenze vorgesehen haben. Ob sich also der Stand Zürich von der veralteten Konkordatsvorschrift lossagt oder nicht, spielt insofern keine Rolle, als das Prinzip der maximalen 18 km ja doch bereits durchbrochen worden ist. Im übrigen möge sich die Behörde nur darüber klar werden, dass die Zwitterstellung, in welche die Automobilisten durch die besonderen Vorhältnisse in Zürich gedrängt worden sind, noch viel ungesünder ist als eine kantonale Neuregelung. Bekanntlich toleriert die Polizei in den Städten ein Tempo bis zu 30 km, und die Verkehrspolizei hält die Molorfahrzeugführer zu einem beschleunigten Fahrtempo, das auf alle Fälle 18 km überschreitet, an, währenddem sich einzelne Gerichte konsequent auf den Boden des Konkordates stellen und die von der Polizei selbst veranlasste Geschwindigkeitsüberschreitung (sofern man beim modernen Fahrzeug bei 18 km überhaupt von Geschwindigkeit reden kann) je nach dem Falle strenge ahnden. Der Motorfahrzeugführer weiss heute tatsächlich nicht, welche der behördlichen Auffassungen massgebend ist, insbesondere als sich in komplizierten Fällen jede Instanz die Hände rein waschen möchte. Es will uns deshalb scheinen, dass die rasche Beseitigung dieses unhaltbaren Zustandes wohl wichtiger wäre, als das vergebliche Bemühen an einem bereits durchlöcherten Prinzip festzuhalten. Wir möchten daher in aller Anerkennung der von der Behörde ergriffenen Initiative zu einer gegenseitigen Aussprache und Beratung dringend empfehlen, sich nicht durch die noch Ungewisse Aussicht auf ein kommendes eidgenössisches Gesetz an der Bereinigung kantonaler Verhältnisse hindern zu lassen, welche Massnahme eine kommende zentrale Gesetzgebung übrigens ja nicht beeinträchtigen kann. B. Zur Hebung der Strassensteubbekämpfung am Thunersee ist kürzlich eine Genossenschaft gegründet worden, als deren Präsident Herr Bauvorsteher Wölfli in Tbun bezeichnet wurde. Die rechtsufrige Thunerseestrasse soll inskünftig mit Sulfitablauge bespritzt werden. ry. T. C. S. AUTO-SEKTION ST. GALLEN -APPENZELL DES T. C. S. Untergruppe App. Vorderland und Rheintal. Die Kommission hat die Hauptversammlung auf den 14. April, nachmittags 2 Uhr, ins «Bad Balgach:», festgesetzt und bittet die Mitglieder, diesen Tag zum vornherein für unsere Sache zu reservieren. Nebst der Erledigung wichtiger Traktanden, u. a. auch Erweiterung der Kommission auf .sieben, oder acht Mitglieder, wird anschliessend auch für den gemütlichen Teil Zeit verfügbar. Für Unterhaltung wird gesorgt; es sollen daher auch die verehrten Damen und Familienangehörigen nicht zu Hause gelassen werden. Für den Monat Mai ist eine Bluestfahrt rund um den Bodensee geplant. Mitglieder, welche sich daran zu boteiligen wünschen, aber das Triptyk noch nicht besitzen, sind gebeten, bis zur Hauptversammlung darum nachzusuchen. Weitere Halbtag-Touren werden durch dia Hauptversammlung bestimmt. Aus d«sa« Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH. Monatsver- Sammlung, den 3. April 1929, im Vereinslokal, «Weissos Kreuz», Stadelhofen, abends punkt 8% Uhr. Bei dieser Versammlung haben alle Aktiv-Mitglieder zu erscheinen, insbesondere, um die endgültige Liste der Mitglieder, welche zum Gratisbezug, der Automobil-Revue berechtigt sind, aufzustellen. Es gelangen ferner die Jahres-Programme zur Verteilung. Zahlreiches tmd pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Neueintretonde herzlich willkommen. Vorirag vom 15. März. Im Rahmen des Chauffeur-Vereins Zürich hielt am 15. März im Zunfthaus zur Waag, die Firma Robert Bosch A.-G. durch ihren bestbekannten Herrn Volk, einen Vortrag über «Die Zündungen im Verbrennungsmotor». Der verehrte Herr Referent verstand es in ausgezeichneter, leichtfasslicher Weise, in einer fast zweistündigen Abhandlung, unterstützt durch zahlreiche interessante Lichtbilder und schematische Darstellungen, die stattliche Anzahl der erschienenen Zuhörer mit dem Zweck, Wesen, der Arbeitsweise und den vorkommenden Störungen der Zündung, von der Abreisszündung bis zur heutigen hochentwickelten Zündlichtmaschine, vertraut zu machen. Es würde selbstverständlich an dieser Stelle zu weit führen, all die verschiedenen lehrreichen Ausführungen und Abschnitte zu behandeln. Der Referent äusserte sich im besonderen auch zu der Niederspannungsabreisszündung, welche bis zum Jahre 1902 massgebend war, die Hochspannungsbatteriezündung und die Magnetzündung, welch letztere zum grössten Teil auch heute noch führend ist. Ferner behandelte der Vortragende die Wahl der richtigen Zündkerze, das genaue Einstellen des Magnetes zum Motor, das Wesen des Ankers mit seinen Wicklungen, den Unterbrecher, die Zündpunktverstellung, den Verstärker oder Summer, und endlich den Magneten mit feststehendem Anker. Ein Kapitel für sich bildet die Anlass-Vorrichtung, von der die Abschnappkuppelung vermittelst Foder besonders erwähnt wurde. J. S. Am 20. März sind die Preise für Keep Smiling with Kellys PERSONENWAGEN-PNEUS neuerdings ermässigt worden. Der neue Preisabschlag beträgt zirka ll /Q Profitieren Sie von den neuen, vorteilhaften Preisen und decken Sie Ihren Bedarf jetzt I In allen guten Garagen erhältlich. Generalvertretung für die Schweiz: JOS. 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NO 29 — 1929 Bau einer Riesengarage in London. Kürzist der Bau der grössten überdachten Parkanlage Londons in Angriff genommen worden. Dieselbe befindet sich auf der Südseite von Vauxhall Bridge in der Nähe des Kennington Oval. Sie liegt unmittelbar an der Hauptverkehrsstrasse von Victoria nach Margate, Dover, Eastbourne, Brighton und Portsmouth. Die Anlage besteht aus einem Eingaragsgebäude mit 250 Fuss langer Front, in welchem Restaurants, Bureaus und 'Warteräume eingerichtet werden, und der eigentlichen, 850 Fuss langen und 200 Fuss breiten Garage, die Raum für 200 Automobile gewährt. Die Garage trägt ein Glasdach, ist gut ventiliert und gegen Feuergefahr durch eine Sprengeinrichtung geschützt. Amerika wirft sich aui den Flugzeugbau. Nach den italienischen Blättern nimmt das Flugwesen in den Vereinigten Staaten solche Dimensionen an, dass nach aller Voraussicht die Flugzeugindustrie in einigen Jahren die beiden Riesenindustrien des Automobilis- •mus und des Kinos erreicht haben werde. Das liege daran, dass das Interesse der Geldmächte sich auf diese Industrie nun mit dem gleichen Fanatismus werfe wie seinerzeit auf die genannten andern Industrien, weil man eine ebensolche phänomenale Entwicklung ahne, ja sicher voraussehe. Nach den Hetzten von Otis & Cie. in Cleveland gesammelten Daten wurden letztes Jahr in den Vereinigten Staaten 15,000 Flugzeuge gebaut, während es im Jahr 1927 noch nicht viel über tausend waren, und man nehme an, dass diese Proportion in den nächsten Jahren noch anschwellen werde. Die berühmtesten Flieger setzen die Heroenkrone auf den Tisch und werfen sich aufs Geschäft. So Lindbergh, der technischer Direktor einer grossen Unternehmung für den Ausbau von Fluglinien geworden ist. Bert Acosta, der 1927 berühmt wurde durch den transozeanischer Flug zusammen mit Byrd, der jetzt den Südpol «erforscht, fabriziert Flugzeuge eigener Erfindung. Seine Gesellschaft, die unter dem Titel Acosta Airkraft Corporation geht, will für Private Flugzeuge fabrizieren von speziellem Charakter, «amphibisch», so dass sie je nach Bedürfnis auf dem Wasser oder, auf dem Land absteigen können. Darüber hinaus will die- Gesellschaft Flugzeuge liefern für kommerzielle Linien, streng standardisierte Apparate mit einem Radius von Aus aller Welt 3000 Kilometern Autonomie und mit einem oder mehreren Motoren von 300 Pferdestärken, h. Der Weltbestand an Automobilen. Wie die «National Automobile Chanrber of Commerce» der U. S. A. verkündet, weist der Weltbestand an Automobilen auf Ende 1928 31,919,411 Wagen auf, was gegenüber dem Bestand auf Ende 1927 eine Zunahme von 2,290,000 Automobilen entspricht. Eine Verteilung auf die einzelnen Erdteile zeigt folgende Bestände: Es zirkulierten in Afrika 278,000, in Amerika 26,408,000, in Asien 416,000, in Australien 707,000 und in Europa 4,318,000 Wagen. Die prozentuale Zunahmein den einzelnen Kontinenten beträgt für das Jahr 1928 für Afrika 21,4 Prozent, für Ame^ rika sechs Prozent, für Asien 19,5 Prozent, für Europa 17 Prozent und für Australien 11,7 Prozent. Relativ genommen zeigen demnach Afrika, Asien und Europa die grössten Fortschritte in der Motorisierung ihrer Länder. Natürlich kann sich die prozen-i tuale Zunahme der Automobile in den U.S.A. infolge der grossen Zahl vorhandener Wagen nicht mehr so stark auswirken. Dagegen steht Amerika, absolut genommen, mit der ziffernmässigen Automobilzunahme weitaus an der Spitze, indem sich die Wagenzaibl auf Ende 1928 um 1,050,719 höher stellt als im gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Es Ist damit zu rechnen, dass auch im Jahre 1929 die zunehmende Motorisierung sich in gleichem Masse durchsetzen wird wie im letzten Jahr. -t. AUTOMOBIL-REVUE Lastwagensalon an der Malländer Messe. Wie schon berichtet wurde,, hat Italien dieses Jahr nach dem Salon in Rom keine zweite Automobilausstellung mehr, ausser dass auf dem grossen Mustermarkt in Mailand die Lastautoindustrie eine eigene und grosse Abteilung haben wird. Diese Ausstellung wird von sämtlichen italienischen Fabriken beschickt werden, die in dieser Branche arbeiten und alle Typen werden da ver- autos der Mode unterworfen sind. Hingegen sind alle Verbesserungen angekündigt, die sieh auf die Reduktion des Benzinverbrauches, auf die Tragfähigkeit und die Solidität beziehen, welche letztere Forderung hierzuland besonders in Betracht kommt angesichts der oft mangelhaften Strassen und der Erfordernisse der Uebergänge über die Alpen und die Apenninen. h. Das Strassennetz in der Ukraine. Auf einem kürzlich in Charkow veranstalteten ukrainischen Kongress des Vereins «Autostrassen», auf dem 75,000 Mitglieder und 240 Delegierte vertreten waren, wurde die Förderung der Motorisierung unter der Bevölkerung sowie ein rascher Ausbau und Verbesserung des Strassennetzes beschlossen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen nach dem Plan der Hauptverwaltung 33,000 km Strassen für den Autoverkehr ausgebaut werden, gr. Stvassenvc^vk^kv Jaunpass frei. Wie uns telephoniert wird, ist die Strecke Boltigen-Jaunpasshöhe auch ohne Ketten fahrbar. :—: Gesperrte Strassen Kanton Strecke Bemerkungen Bern Uümmenen Die Saanenbrtlcke f. Lastwagen gesperrt. Für leichte Wagen im Lokalverkehr offen von 12— 13 Uhr und von 17"— 20 Uhr. Bern IM Roggwfl, Boggwtlstr. Ab 12. März für eta l St. Urbanstrasse Monat. Straasenbrüoke über Für Auto* u. schwere Führdie Beuss in Atting- werke ab 2. April für ca. hausen. 8-14 Tag« gänzlich ge»p. «ürlcü Watziton, Straase Ab 1. Janaar bia am , Pion-Stigw-Ober- welter«. wetiikon Zürich ainlbrugg-Bui Für StotorlastwagMi ab l. Jau. bis auf weiteres Zürich Bülach, Kasernenstr. Ab Mitte Mira wegen Canallsation? bauten cesperrfc. Zürich Zürich 1 Dietikon, Neue Ueber- Ab 1. April Jür den Motorlandstr. zwischen lasttragenverkehr bis auf Badenerstrasse und Weiteres, neuer Unterführung unter der S. B. B. Kilchberg bei Zürich, Ab 1. April bis auf Bontlerstr. von der weiteres. Dorfutr. bis Grenze Ktbchlikon. Zürich Mcbterawl), Seestr. Wegen Neubau der Mühlebachbrücke. Ab 1. April bla auf weiteres. Zürich Züt;ich .. Stäfa, Befgstr. vom Ab 1. April bis auf Bahnübergang bis weiteres. Bttwies. Uster, Nlederusterstr. Wegen Neubau der Aabach- und Kanalbrücke ab 1. April bis auf weiteres. Kontrollierte Strassen Kanton 8treekt Bemerkungen Attfui tfricü stopyortflsonoroue auf 3ÜU Matei Aargan fibenifeldeo Versteckte Kontrollo Aargau Dättwil, Bahnhol Versteckte Kontrolle oei der Kurve. Aarfau HoazenMtnril Versteckte Kontrolle Aaigaa Balemrll Versteckte Kontrolle Die Qotthardstrasse scheint bis Göschenen fahrbar zu sein. Drei Automobilisten gelang es am 19. März, trotz der Schneemassen zwischen Amsteg und Gurtnellen, Göschenen zu erreichen. Da an der Freilegung der Strasse eifrig gearbeitet wird, kann damit bestimmt gerechnet werden, dass bis Freitag abend der Autoverkehr nach Göschenen frei ist. :—: Osterfahrt nach Engelberg. Das eingetretene Tauwetter läumt nun auf der Talsohle rasch mit dem Schnee auf, während auf den Höhen, wie z. B. Trübsee, Jochpass etc., frische Schneefälle zu verzeichnen sind. Diese Zustände gestalten sich speziell günstig mit Rücksicht auf das am. 81. März stattfindende II. Osterskirennen auf Trübsee, das der diesjährigen Wintersaison einen glänzenden Abschluss verleihen soll. Es ist beinahe mit Bestimmtheit zu erwarten, dass die Autostrasse Luzern—Engelberg bis zu diesem Zeitpunkt wieder dem Betrieb übergaben werden kann, so dass eine Autotour ins Engelbergertal bis zum Fusse des noch tief verschneiten Hochgebirges über die Osterfeiertage köstliche Genüsse verspricht. Das Programm des II. Osterskirennens auf Trübsee umfasst: Vormittags 11 Uhr Abfahrtsrennen Jochpass-Trübsee, nachmittags. 2 Uhr Sprungkonkurrenz für Senioren und Junioren an dem neu erstellten Sprunghügel ob "dem Trübsee, 4 Uhr Preisverteilung im Hotel Trübsee, nachher gemütliche Talfahrt. Bereits haben sich eine grosse Anzahl guter Läufer und Springer angemeldet, so dass die Teilnahme an diesen Veranstaltungen^ sehr rege sein wird, die auch für Zuschauer manch interessante Phase versprechen. Die Stansstad-Engelberg-Bahn hat sich in Verbindung mit der Drahtseilbahn Gerschnialp und der, PersonenluftBeilbahn Trübsee entschlossen, dio verbilligten Sonntagsbillette Stansstad-Trübsce über die Osterfeiertage bereits vom Karfreitag an her-! auszugeben. Diese Billette sind an der Stationskasse Standsstad erhältlich und haben Gültigkeit zur Hinfahrt am Karfreitag, Samstag oder O&tersonntag, zur Rückfahrt am Ostersonntag und Montag. Die Taxen betragen: Stansstad-Trübsee und zurück III. Klasse Fr. 8.—, II. Klasse Fr. 11.—, Für Skifahrer, die die Strecke Trübsee-Engelborg mit den Skiern zurücklegen, reduzieren sich vorstehende Taxen um Fr. 1—. hk. «Man sagt, wenn ein Mann wirklich etwas in sich hat, so bringt das Reisen es heraus.» «Stimmt. Ich habe das gleich am ersten Tag auf dem Meer gemerkt.» Fournitures en gw» ponr Automobiles Mtlion ipieials ponr Joints mätalloplutiqaes E. KUPFERSCHMID BERNE Erlachstrasse 7 Telephone Bollwerk 40.64 Achetez avec facilites de payement l'automobile treten sein, von den grossen Touristenwagen mit dreissig bis vierzig Plätzen zu den Camions und zu den Autospritzen und Krankenwagen bis hinunter zu den kleinen Lastwägelchen, auf denen die Presse ihr© Zeitungen durch die Städte sendet. Hier werden nur verhältnismässig Wenig Typen zu finden sein, da die Lastautos nicht wie die Personenque vous dgsirez quelle qu en soit la marque par l'intermediaire de l'Union Bancaire Industrielle et Commerciale T