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E_1929_Zeitung_Nr.037

E_1929_Zeitung_Nr.037

Züvdie* Notiz Die

Züvdie* Notiz Die zürcberischen Strassenverkehrsuniälle. Ueber die Verkehrsunfälle in der Stadt Zürich während den Monaten Oktober bis und mit Dezember 1928 berichtet das letzte Heft der Statistischen Nachrichten. Die Gesamtzahl der Unfälle hat gegenüber der nämlichen Periode des Vorjahres wiederum eine Vermehrung erfahren^ Glücklicherweise — sofern dieser Ausdruck hier überhaupt berechtigt ist — entfällt die hauptsächlichste Zunahme auf Kollisionen mit reinem Sachschaden, von denen sich 465 gegenüber 428 im Vorjahre ereigneten, während solche mit Personenverletzungen nur unwesentlich von 226 auf 230 anstiegen. Bezüglich der Art der Verletzung halten sich die Fälle wiederum fast die Wage, indem 131 Personen leicht und 127 schwerer verletzt wurden. Die Zahl der Todesfälle ist von 6 auf 5 zurückgegangen. Obwohl die Kollisionen mit Sachschaden stärker zugenommen haben, ist der dadurch verursachte Schaden um 4000 Fr. geringer und beziffert sich auf 177600 Fr. Ob die Zusammenstösse nun weniger schwer waren oder ob die Schadenforderungen einfach in geringerem Umfange berücksichtigt wurden, kann aus den Unterlagen nicht ersehen werden. Die Verkehrsunfälle ziehen in vermehrtem Masse andere Strassenbenützer als die Fussgänger in Mitleidenschaft. Wahrscheinlich werden hauptsächlich Führer und Passagiere von Motorfahrzeugen betroffen. Die Statistik scheidet unter den verletzten Personen nur die Passanten aus, deren Zahl an Verletzten gegenüber dem Vorjahre mit 85 genau gleich geblieben ist. Die Statistik der Unfallbeteiligten bestätigt übrigens die Tatsache, dass die Unfälle sich mehr unter Fahrzeugen abspielen, ohne Fussgänger zu benachteiligen. An den 655 Unfällen des letzten Quartals 1928 waren beteiligt: 449 Personenautos, 262 andere Autos, 86 Motorräder, 154 Velos, 135 Strassenbahnwagen, 84 andere Fahrzeuge und 94 Fussgänger. Abgenommen hat die Beteiligung einzig bei den Velofahrern, Tramways sowie den Passanten. Diese letzteren Zahlen besagen allerdings bezüglich der Verschuldensfrage gar nichts, so dass also daraus keineswegs ein Schluss auf das Verschulden gezogen werden dürfte. Die Resultate des 1. Stadtkreises, der eigentlichen City, welche jeweilen noch gesondert aufgeführt werden, ergeben eine Abnahme der Unfälle mit Personenverletzun- I gen. Es scheint nns dies die Erfahrungstatsache zu bestätigen!, wonach ein geringerer Verkehr, wie er in andern Stadtkreisen herrscht, gerade am gefährlichsten ist, weil sich dann die Strassenbenützer, und vorab die Fussgänger, mehr oder weniger in Sicherheit wiegen, dadurch in ihrer Aufmerksamkeit nachlassen und Anlass zu Unfällen geben. Die festgestellte Zunahme der Unfälle ist bei Berücksichtigung der gleichzeitigen Vermehrung der Fahrzeuge keine aussergewöhnliche. Sie darf aber deswegen keineswegs vernachlässigt oder unterschätzt werden. Es gilt nach wie vor alle Massregeln zu ergreifen, die zu einer erhöhten Verkehrssicherheit irgendwie beitragen könnten. z. ne Iflittetfun^ön 70 Automobile verbrannt. Laut einer Meldung der «Morning-Post» wurden in Leicester durch eine Feuersbrunst in einer Garage 70 Automobile vernichtet. Der Schaden beläuft sich auf 30,000 Pfund Sterling, mg. Eine schweizerische Betonstrassenkommlssion. Der Betonstrassenbau setzt sich in der Schweiz nur sehr langsam durch. Nach den ersten gelungenen Versuchen, welche die harte Probe des aussergewöhnlich strengen Winters gut überstanden haben, wird nun in mehreren Kantonen im Laufe dieses Jahres der Betonstrassenbau gefördert. Die Berufsleute beschäftigen sich schon länger recht eingehend mit den einschlägigen Fragen, welche hauptsächlich auch im Schoss der Vereinigung schweizerischer Strassenfachmänner immer besondere Beachtung fanden. Es wurde deshalb von diesem Verband eine Spezialkommission eingesetzt, der fünf Herren angehören und der die Aufgabe übertragen wurde, das Problem nach allen massgebenden Gesichtspunkten zu studieren* z. Eine gewisse Erleichterung im Lastwagenverkehr bringt eine Schlussnahme des St Galler Regierungsrates, der sich mit der Anwendung der Bestimmungen aus der neuen AUTOMOBTL^REVUE 192» - No 37 Vollziehungsverordnung befasst. Nach dem genauen Wortlaut der Verordnung soll die Höchstbreite für alle Motorfahrzeuge, inklusive Ladung, 2,20 m betragen und die Lastwagen und Anhänger dürfen nur so beladen werden, dass die Last maximal 1 m über die Hinterkante hinausragt. Es wird nun verfügt, dass gegenüber Sägereien, Holzhandlungen, Baugeschäften und Eisenwarenhandlungen gewisse Rücksichten zu nehmen sind, peritzufolge werden bestimmte Fuhren nicht beanstandet werden, auch wenn ihre Ladung das gesetzliche Maximalausmass überschreitet, vorausgesetzt, dass der Verkehr dadurch nicht gefährdet wird. z. Ein Schulbeispiel für die abereifte Berichterstattung bei Verkehrsunfällen haben wir jüngst wieder anlässlich eines Unfalles bei Grenchen erlebt. Die Mehrzahl der Tagespresse verbreitete eine ag.-Meldung, die von einem Unfall berichtete-, wobei sich ein mit drei Personen besetztes Auto überstürzt habe und die beiden Passagiere schwere innere Verletzungen erlitten hätten. Wie nun in der «N. Z. Z.» richtig gestellt wird, handelte es sich um einen ganz harmlosen Unfall eines Fahrschülers, der mit einem Fahrlehrer seine ersten Versuche am Volant absolvierte. Infolge falscher Steuerung fuhr der Wagen über eine Böschung hinaus. Der angehende Automobilist zog sich dabei einige ganz unbedeutende Quetschungen zu und der zweite Insasse blieb absolut unverletzt. Eine dritte Person hatte im Wagen überhaupt nicht Platz genommen! Wir brauchen wohl nicht besonders darauf hinzuweisen, wie ungeschickt und schädlich derartige übereilte und übertriebene UnfaHsmeldungen sind, die gewöhnlich in einer beträchtlichen Zahl von Tagesblättern die Runde machen und zahllose Leser alarmieren. Es ergibt sich aus solchen Meldungen immer eine gewisse Animosität dem Motorfahrzeug gegenüber und veranlasst mit der Zeit weite Kreise, ein bestimmtes Vorurteil wegen der Gefährlichkeit des modernen SStrassenverkehrs und der Schuldfrage zu fassen. Es ist zu erwarten, dass es sich einmal alle Blätter, welche die Falschmeldung weitergaben, zur Pflicht machen, mit der nämlichen Promptheit, mit welcher der aufgebauschte Unfall •publik gemacht wurde, auch'die Berichtigung aufzunehmen. Ferner darf gehofft werden, dieses Beispiel veranlasse einige Redaktionen, solche Unfallmären etwas näher unter die Lupe zu nehmen und eher die Ergebnisse amtlicher Feststellungen abzuwarten, als um der prompten Berichterstattung willen Mitterlungen weiterzugeben, die sich nachher als eitles Geflunker entpuppen und nur dazu geeignet sind, das Ansehen der Fahrer als auch des Motorfahrzeugverkehrs zu beeinträchtigen, z. Der Fahrer beträgt sich aal der Strasse so, wie er wünscht, dass steh der andere betragen sott. fo Wärt Generalversammlung der Scfniilla A.-G., Solothurn. Die von der Generalversammlung genehmigte Jahresbilanz schlissst mit einem Gewinn von Fran* ken 535 863.—. Es wurde eine Dividende von 6%, wie sie auch im Vorjahre ausbezahlt wurde, gutgeheissen, und namhafte Zuweisungen an die Reserve beschlossen. Ueber die Geschäftstätigkeit aus-» serte sich der Delegierte des Verwaltungsrates, Herr Schnyder, und gab »einer Befriedigung über den Geschäftsgang im abgelaufenen Jahr Ausdruck. Der Umsatz hat sich gegenüber 1927 um rund 45% erhöht Auch der seitherige Bestellungseingan g ist erfreulich, beträgt doch die Vermehrung des Produktion in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres 1929 bereits 45% des jesamten Jahresumsatzes von 1028 und ist für vier weitere Monate die volle Beschäftigung des Unternehmens gesichert. Während anfangs 1928 rund 750 Angestellte and Arbeiter beschäftigt werden konnten, beträgt der Personalbestand heute 1150 Mann, so dass in absehbarer Zeit bauliche Vex-, grösserungen vorgenommen werden müssen. Wesentlich zu diesem Aufschwung hat der sorgfältige Ausbau der ausländischen Verkaufsorganisationen beigetragen, die Notwendigkeit ihrer weiteren Pflege ergibt sich aus dem Umstand, dass nicht weniger als 95% der Produktion der Scintilla exportiert werden müssen. Leider wirkt sich der aus-» serst harte Kampf zwischen der europäischen und der amerikanischen Automobilindustrie für dia Preisgestaltung höchst ungünstig aus; Anzeichen, dass in nächster Zukunft hierin eine Wendung zum Bessern eintreten werde, liegen leider nicht vor, es muss gegenteils noch mit einer Verschärfung dieser Preiskonkurrenz gerechnet werden. Bezüglich der Aviatik-Apparate freilich hat sich dia Scintilla mit der weltbekannten Qualität ihrer Magnetos nach und nach eine Vormachtstellung er* roingen, die nicht so bald geschlagen werden dürftej Fortwährend ist das Unternehmen bestrebt, weitere Vervollkommnungen, die die Automobile- und Aviatiktechnik verlangt, anzubringen und gleichzeitig durch Rationalisierungsmassnahmen und Reduktion der Gestehungskosten den Markt auch ia Zukunft sicherzustellen. Dies gilt auch gegenüber dem von einem Aktionär zur Beachtung empföhle» nen Aufkommen der Batterie-Zündungen an Stella der Magnetos-Zündungen und der Ersetzung der Explosivmotore durch Dieselmotors für Lastwagen und Autobusse. Personelles: UGA UTO Garage Automobil A.-G., Zürich.. P. Dapples ist infolge Todes aus dem VeTwaltungsrat ausgeschieden und eein9 Unterschrift erloschen. Als weiteres Verwaltungsratsmitglied ohne Unterschriftsberechtigung wurde neu gewählt Dr. jmrj Ad. Spörri, Zürich. Der Verwaltungsratspräsident E. Diggelmann bekleidet nunmehr auch das Ami eines Delegierten und Direktors. Kollokationsplan: Paul Hess, Autokarosserie, Biel-Madrotsch. Au« fechtungsfrist bis 30. ApriL Nachlassstundung: C. I. P. S. A., Handel in Benzin und sOel, Gent, Eingabefrist bis 10. Mai. Gläubigerversammlung 3. Juni in Genf. Aktenauflage bis 24. Mai. Solution du Probleme de l'Automobile i Une nouvelle voiture europeenne Peu de chevauxä l'impöt. - SO HP au frein nouveau moteur: arbre ä cames en tSte Silencieuse ä toutes allures de consommation economique freins hydrauüques Carrossene basse et confortable. - Voiture construite par les plus g ran des usines europeennes Renseignements seufement pour les agents eh Suisse Case postale Mt-Blano 49.05 GENEVE S

N» 37 — 1929 A. C. S. • A. C. S. BERN. Es ist uns gelungen, Herrn Flietjerleutnant Inihof, welcher kürzlich zusammen mit Herrn Oskar Käser einen hochinteressanten Flug von der Schweiz nach Indien zurücklegte, zu einer «Plauderei über Erlebnisse auf dem Indien-Flug» au gewinnen. Herr Leutnant Imhof versteht es, seine Erlebnisse in packender, interessanter W«ise zu schildern und können wir unseren Mitgliedern am Montag den 6. Mai, 20 Uhr, im Clublokal einen schönen Abend in Aussicht stellen. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Gäste willkommen. Der Vorstand. Bei dieser Gelegenheit machen wir heute schon darauf aufmerksam, dass unsere diesjährige Generalversammlung am Samstag, den 11. Mai, im Hotel «Löwen» in Worb stattfindet. Nähere Mitteilungen hierüber gehen unseren Mitgliedern nächster Tage zu. A.C.S., SEKTION ZÜRICH. Als Gegenbesuch zu der von der Sektion Zürich im Mai 1928 unternommenen Bluestfahrt an den Bodensee hatte die Sektion Thurgau anfänglich eine Fahrt ins Zürcher Oberland geplant. Es ist nun aber in Aussicht genommen, dass beide Sektionen eine gemeinsame Fahrt ins Appenzellerland ausführen und zwar an den Tagen des 4./5. Mai 1929 (bei schlechter Witterung am 11./12. Mai 1929). Das mit Hilfe von Herrn Kantonsingenieur Schläpfer in Herisau ausstudierte Fahrtprogramm sieht folgende Tour vor: 4. Mai: Fa-hrt Zürich, Dübendorf, Hegnau, Turbenthal, Eschlikon, Wil, Gossau. St. Gallen, Speicher, Trogen, Wald, Haggen, Oberegg, Heiden, woselbst abends gemeinsames Nachtessen und Tanzvergnügen im Hotel Freihof. 5. Mai: Fahrt Heiden, Thal. Walzenhausen, Altstätten, Gai«, Appenzell, Weissbad, woselbst Mittagessen, zusammen mit den Mitgliedern der Sektion Thurgau des A. G. S. Die Heimfahrt ist über Appenzell, Urnäsch, Homberg, Wattwil, Ricken. Rapperswil, Zürich vorgesehen. FahrÜeiter ist Herr Direktor R. Steiger, Zürich. s- A.C.S. SEKTION THURGAU. Generalversammlung vom 13. April 1929. Die diesjährige Generalversammlung erfreute sich eines ordentlichen Besuches. Das Präsidium, Herr Dr. med. J. Rietmann, begrüsste die Anwesenden. Die Jahresgeschäfte wurden in rascher Folge erledigt. Der vortrefflich abgefasste Jahresbericht gab Aufschluss über die grosse Arbeit des Vorstandes im verflossenen Jahre und es harren auch für 1929 diverse Aufgaben der Erfüllung. Die Arbeit auf dem Sekretariate hat sich ebenfalls erfreulicherweise vermehrt Es wurden total 1280 Triptyks und Grenzpassierscheinhefte ausgestellt gegenüber 458 vor zwei Jahren. Auch in bezug auf die Touristik wird das Sekretariat immer mehr in Anspruch genommen. Dio Kassarechnung ergab leider wiederum ein Defizit. Auch die Rechtsauskunftsstelle erstattete einen interessanten Bericht. Der Vorteil dieser Institution wird von den Mitgliedern immer mehr erkannt. Alle diese Berichte wurden einstimmig genehmigt und dankbar anerkannt. Das Traktandum «Wahlen» ging dank der guten Vorbereitung des Vorstandes sehr rasch von Stapel. Infolge Wegzuges und Ableben waren drei Sitze neu zu besetzen, Mit Einstimmigkeit wurden neu gewählt: die Herren Dr." Alphons von Streng, Fürsprech in Sirnach. Dr. jur. Rudolf Huber, Redakteur der «Thurgauer-Zeitung», iFrauenfeld, und Hans Löw, Fabrikant, Oberaach. Der Entwurf der neuen Statuten erhielt mit ganz wenigen Abänderungen die Genehmigung der Versammlung. Als Zwischenpause wurde ein kleiner Imbiss aufgetischt. Nachdem sich dio Anwesenden neu gestärkt hatten, kam als letztes Traktandum der Vortrag unseres Rechtskonsulenten Herrn Dr. Eder über «Das Automobil und der Staat >. In prägnanter Kürze, dafür um so meisterhafter, entledigte sich der Referent seiner Aufgabe. Der Referent ermahnte sämtliche Automobilisten, sich einem Verbände anzuschliessen. der die Interessen des Automobilwesens fördert. Jeder Automobilist sollte nicht nur im Lande herumfahren, sondern auch an allen einschlägigen Fragen teilnehmen, um als Glied eines grossen Ganzen an der Lösung dieser wichtigen Aufgabe mitzuhelfen. Dieses treffliche Referat wurde mit grosser Begeisterung aufgenommen und vom Präsidenten herzlichst verdankt. Wenn wir diesem Wunsch des Herrn Referenten um Erstarkung der Sektion Folge geben, möchten wir die Mitglieder noch daran erinnern, dass ihnen mit der Einladung eine iflotte Broschüre beigegeben wurdo «Was jeder Automobilist über den A. G. S. wissen muss». In dieser Broschüre ist ein Aufnahmegesuch-Formular enthalten, und es wäre sicherlich nichts Unerhörtes verlangt, .wenn jedes Mitglied einen Freund oder Bekannten zum Eintritt in die Sektion animierte, denn die Aufgaben werden immer grösser und deren Bewältigung kann nur durch eine starke Sektion erreicht werden. Also frisch ans Werkl S. K. T. C. S- AUTOSEKTION ST. GALLEN-APPENZELL DES T. C. S. Für die Frühlingsausfahrt am 28. April nach Pfäffikon hat sich in liebenswürdiger Weise der Pplizei-Männerchor St. Gallen bereit erklärt, ans mit einigen Liedern zu erfreuen. Um den Sängern recht zahlreiche Fahrgelegenheit zu geben, möchten wir alle unsere Mitglieder bitten, Ihre Wagen zur Verfügung zu stellen und solche mit Angabe der freien Plätze bis spätestens 23. April bei unserem Sportpräsidenten H. Burk, Unionplatz, St. Gallen, anzumelden. Diese Ausfahrt findet nur bei günstiger Witterung statt. Die Mitglieder von St. Gallen und Umgebung sammeln sich um 12M Uhr am Blnmenfaergplate und solche von Wil und Umgebung um 1 Uhr beim «Schwanen» in Wil. Bei zweifelhafter Witterung gibt Telephon 422 St. Gallen Auskunft. AUTOSEKTION BASEL DES T.CS. Ausfahrt am Mittwoch, den 1. Mai 1929, nach Bad Sulzburg— Badenweiler. Der grosse Erfolg der letztjährigen Mai-Ausfahrt hat die Sport- und Unterhaltungskommission bewogen, einem vielseitig geäusserten Wunsche entsprechend, auch dieses Jahr wiederum den auferlegten neuen Feiertag, den 1. Mai, zu einer schönen Ausfahrt zu benützen und hofft, dass sich an genanntem Tage eine grosse T.C.S.-Gemeinde zusammenfinden wird. Die Abfahrt ist auf morgens 9 Uhr ab Grenze Otterbach festgesetzt, und zwar geht dann die Fahrt über Kandern, Liel. Schlierigen. Müllheim nach Seefeld, wo rechts abgezweigt wird, um nach Sulzburg zu gelangen. Im Bad-Hotel Sulzburg findet um 13 Uhr ein gemeinsames Mittagessen statt. Der Preis des Menüs pro trockenes Gedeck stellt sich auf ca. Mk. 4.— bis Mk. 5.— Nachmittags wird eine Höhenfahrt durch wunderbare Gegenden nach Badenweiler ausgeführt, allow noch bis zum Abend genügend Unterhaltung zu finden ist. Es ist unumgänglich, dass sich jeder Teilnehmer bis längstens am 29. April beim Sekretariat anmeldet Dies ist im Interesse aller Teilnehmer, damit das Servieren des Mittagessens im Bad Sulzburg geordnet vor sich geben kann. Bei dieser Gelegenheit möchte die Kommission nicht verfehlen, die Mitglieder darauf aufmerksam zu machen, da3s der Vorstand beschlossen hat, dieses Jahr eine äusserst geschickt zusammengestellte dreitägige Pfingsttour zu veranstalten, und zwar mit Endziel Stuttgart. Die näheren Details über diese Ausfahrt werden später bekanntgegeben An die Mitglieder des T.CS. Basel. Sehr geehrte Herrenl Wir gelangen nachstehend in einer Sachs an Sie, die von höchster Bedeutung ist. Es handelt sich um die am 27. und 28. April 1929 stattfindenden Grossratswahlen. Wie Ihnen bekannt tet, werden die am Automobilismus Interessierten im Grossen Rat sehr ungenügend vertreten. Anderseits wurde von verschiedenen Organen unserer Behörden gegenüber den Automobilisten eine Haltung eingenommen, die bofremdlich ist. Wir erinnern nur an die sogenannte Versicherungsangelege&heit, die ohne entschiedene« Auftreten der Automobilisten (Protestversammlung in der «Safran» etc.) sehr zuungunsten des Motorfahrzeuginhabers verlaufen wäre. Es gilt nun, unsere Interessen auch bei den bevorstehenden Wahlen für den Grossen Rat energisch zu wahren und für diejenigen Kandidaten einzutreten, welche gewillt sind, für die Modernisierung und Sanierung unseres baselstädtischen Strassenverkehra einzutreten, und diejenigen zu bekämpfen, die unseren Bestrebungen entgegentreten. Dabei verhalten wir uns gemäss unseren Statuten politisch absolut neutral. Wir empfehlen Ihnen, die nachstehend aufgeführten Kandidaten unabhängig von Ihrer Parteizugehörigkeit dreimal zu kumulieren (d. h. noch zweimal handschriftlich aufzuführen neben dem vorgedruckten Namen, eventuell auf Ihrer Liste dreimal zu schreiben und dafür zwei weitere Kandidaten zu streichen). Diejenigen Männer, die als Mitglieder des Tour ring-Clubs der Schweiz für unsere Sache eintreten, sind folgende: Gross-Basel Ost Liste 1 (Liberale Partei): 1. Otto Bösch-Steiner, Bauunternehmer. 2. P. Eduard Schöni, Architekt. 3. Wilhelm Strau'mann-Hipp, Baumeister. Liste 3 (Bürger- und Gewerbepartei); 1. Lukas Böhme-Meyer, Küfermeister. 2. Max Hintermann. Malermeister. 3. Dr. Karl Ibach, Advokat und Notar. 4. Dr. Max Spreng, Arzt und Zahnarzt, Universitätsdozent. 5. J. Vogt-Ammann. Stukkateur. Gross-Basel West. Liste 1 (Liberale Partei): 1. Eugen Berli-Rosenslock, Baumeister. 2. Friedrich Reinhardt-Strahm, Buchdrucker. 3. Dr. phil. Jakob Sulser-Hübscher, Versicherung*- Generalagent. Liste 2 (Radikal-demokratische Partei): 1. Arnold Peter, Bankbeamter. 2. Walter Stämpfli, Buchhalter. Liste 3 (Bürger- und Gewerbepartei): 1. J. Finsterbach, Spenglermeister. 2. Charles Körner, Malermeister. 3. Rene Levaillant. Kaufmann, Präsident d. T.C.S., Automobilsektion Basel, Vorstandsmitglied der Basler Verkehrsliga. 4. Ernst Schlotterer, Metzgennelster. 5. Emil Schneiderhan, Bäckermeister. 6. Dr. med. Paul Theile, Arzt. 7. Dr. Walter Wellauer, Advokat, Rechtskoneulent des T. C. S. Automobilsektion Basel und Sekretär der Basler Verkehrsliga. Liste 7 (Katholische Volkspartei): 1. Karl Lanz-Meier, Spezereigeschäft. Klein-Basel. Liste 1 (Liberale Partei): 1. Nikiaus Riggenbach-Hegar, Kaufmann. 2. Emil Gutekuncst-Limburg. Architekt. 3. Walter Hasler-Lehmann, Werkmeister. Liste 3 (Bürger- und Gewerbepartei): 1. Gustav Vollmer. Spenglermeister. Liste 7 (Katholische Volkspartei): 1. Karl Albiez-Knauss, Malermeister. 2. Wilhelm Lipps-Portmann, Fubrhalfer. 3. Leo Mensch jun., Maler und Gipser. Dreimal kumulieren I Neben dem Vordruck noch zweimal handschriftlich aufführen, dafür zwei wei- AUTO-SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL DES T.CS. Auf die Einladung des T. C. S.. Ortsgruppe Rorschach, hat sich ein Aktionskomitee für die Abstimmung über die Verkehrsinitiative vom 12. Mai gebildet. Dem Komitee gehören neben dem T. C. 8., Ortsgruppe Rorschach, Arbeiter Radfahrer und der Velo-Club der Stadt Rorscharch, der Motor-Club Rorschach sowie der Arbeiter-Motororadfahrer-Verein Rorschach an. Es wird versucht, durch Aufklärungen in der Presse für die Annahme der Initiative zu werben und ferner ist eine öffentliche Versammlung mit einem Referat vorgesehen. tere Kandidaten streichen. AUTOSEKTION BASEL DES T.CS. Plingstfahrt nach Stuttgart. Nähere Details folgen. Reservieren Sie bitte heule schon diesen Tag. AUTOMOBIL-REVUE Falls der betreffende Kandidat auf der von Ihnen gewählten Liste nicht figuriert, ist derselbe dreimal handschriftlich aufzuführen unter Streichung drei weiterer Namen. Wir empfehlen Ihnen, in Ihrem eigenen Interesse und im Interesse des Automobilismus. sich an unsere Parole zu halten und dadurch für eine ver-, nünftige Regelung unseres Strassenverkehrs einzutreten. In vorzüglicher Hochachtung: Touring-Club der Schweiz Automobilsektios Basel. Basel, den 24. April 1929. Klarheit ist das erste Prinzip einer einwandfreien Verkehrsregelung. Glaube nicht, dass jemand Freude an dir hat, wenn du dich mit schnoddrigen Armbewegungen durch den Verkehr drängst. Wenn schon jede elegante Dame sorgfältig ihre Modistin, ihren Schneider nnd ihren Schuster auswählt, wird sie um so grösser 0 Aufmerksamkeit der Wahl ihres neuen Wagens widmen. Au 8 einer ausgedachten Zusammenarbeit zwischen Ingenieur und Karossier ist der wunderbare Wagen, den der neue „400" 6 Zyl. darstellt, entstanden. Bei massigem Preis vereinigt er alle Eigenschaften der guten Ausführung, des Luxus und des Komfortes in sich. Sie, verehrte Frau, werden ihn seiner bemerkenswert leiohten Steuerung wegen, und Sie, geehrter Herr, seines leisen Ganges und geschmeidigen Motors und seiner tadellosen Strassenhaltung wegen schätzen. Diese Eigenschaften machen aus dem neuen „NASH" einen Wogen erster Klasse. GENF) 8. A. Perrot, Ouval & Cie. GENF: Grand Garage de l'Athenee, 8. *• LAUSANNES Garage Wlrth & Cle. FREIBURG: Garage de Perolles M ART ION Y: Emile Falsant LUGANO: Garage Oentral LA CHAUX-OE-FONDS: O. Peter * Ole.; 8.A. LIESTAL! Konrad Peter & Cle., A.-G. BIEL: Konrad Peter & Ole., A.-Q. BAAR (Zug). Th. Klaus SCHAFFHAUSEN: HQrllmann * Guy an A utomobilistes ! Etes-vous bien sör den avoir un? II est si simple de le faire poser. ZOFINGEN: P. Erlsmann BASEL: Autavia A.-Q. ZÜRICH: Blnelll & Ehrsam BERN: Lanz