Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1929_Zeitung_Nr.034

E_1929_Zeitung_Nr.034

lÜTOMOBlt-RBVUE

lÜTOMOBlt-RBVUE 1929 - N°H Züricli - Ziirieli(see Empfehlenswerte Garagen Gürtelstrasse 206, beim Bahnhof, Telephon 6.91 Reparaturen, Benzin, Oel, Pneu HinTril Sämtliche Reparaturen tn Normal- nnd Rlesenpneamatlk und Schläuchen Pneumatik nur erster Marken! Telephon 75. E. HIUQOLER. Reparatur fast unsichtbar, neuwertig. Prima Referenzen GARANTIE — YERZUGSFREI Schwamendingen (Zürich) GARAGE mit Spczial - Reparaturwerkstätte O. SCHWEIZER & Cie. Auto-Keparatur-Werkstätte — Platz 20 Wagen Vertretung Opel-Werke Telephon 261 H. Pjfonnlnger-'Weberi. Secfcldstr.305. Tel.L.9S.78 Rep.-Werkstätte,Huto-Taxi. Vertretung d. ßulck, Oldsmobile und Suere. werden Sie haben bei sofortiger Bestellung eines solchen Feldes. CENTRAL-GARAGE Dampf-Vulkanisieranstalt Oberrohrdorf bei Baden, Thalwil. Garage Grob Patent-Auspufftopf Spezialwerkst. f. Auto-Spenglerei. Tank. Kühlerrep. W. WETTER. WETZiKON Tel. 196, vorm. L. N. Anderson, mech. Autospenglerei BAHNHOFGARAGE Zürich Garage siegle Erfolg A. Oswald, Zürich 5 Plingstweidstrasse 40 (hinter Maschinenfabriken Escher Wyss) Cebernahme v. Neulacklerungen, flusbesserung-en, Spez. amerlk. Spritzverlahren, wie Erneuerungen des Farbüberzuges von Weymann - Carrosserien. Fachmännische; prompte Bedienung bei äusserst vorteilhaften Preisen. Telephon: Werkstatte Uto 34.58 Bureau Hott. 13.44 (auch ausser Geschäftszeit) SpeziMparaHUe für flnsal Ziiiicli 4 Telephon Limmat 8438 Reparaturen, Revisionen, Michelin-Stoclc — Telepu. 330 n. 383 Langjährig bestbewahrter Wetziikon Zürich 5 Josefstrasse 200 ALUMINIUM-LÖTEREI speziaiwerhsiBHe iilr Auiospengierei H. BENTELE-JAENICKE Badenerstrasse 154 (Engelstrasse) Tel. Sei. 94.90 Reparaturen Reparations de magnetos et dynamos de toutes fabricaüons. Aimentation, bobinage prompte et & priz modöres. Travail soignö. EICHENBERGER FRERES. FRIBOURG. Tel. 14 Grosses Bestandteillager. Tel. Selnau 7411. Klingler & Picco. LÜfBi BERNA 2Ü Tonnen Nutetest m nener Pneubereif &, irisch revidiert and mit elektr. licht, umständehalber eu günstigem Preise zu verkaufen Zahlungserlelchterungen können zugestanden werden. — Anfragen unter Chiffre 10690 aa die Automobil-Revue. Bern. AMILCAR 2pl., Grand-Sport, 6 HP im Zustand wie neu, ganz polierte Aluminiumkarosserie, äusserst billig sofort zu verkaufen inkl. Versicherung a. Bewilligung pro 1929. Offerten unter Chiffre 39837 an die Automobil-Revue. Bern. Fiat 505 Torpedo Sechsplätzer, sehr starl gebauter Wagen, m. lade brücke, wie neu, mit Garantie, zu Fr. 5000.—. J. MINIKUS, Garage, WEINFELDEN.570 A vendre Conduite Interieure Chevrolet modele 1927, etat de neu roule 15000 km, parfai etat de marche, malle, roues de rechange, "impo et assurance payes poui 1929. Serait cedee avaritageusement pour cas imprevu. — Ecrire ä Casi postale 3143, Sonviliei (Jura bernois). 3983! Zu mieten gesucht von langj., sicherem Eahrer für die Monate Mai bis Ende Oktober, gut., zuvcrl J^~ Personenwagen 1 4/5pl., offen od. geschloss. Sachgemässe Behandlung zugesicheit, da im gleichen Geschäft noch mehr Wagen vorhanden., Bei Konvenienz ev. späterer Kauf nicht ausgeschl. (Standort Thun). Offerten mit Bedingungen, ev. Photo, unt. Chiffre M. 905 T. an Pu blicitas, Thun. 39793 OCCASION! Guter, schöner WAGEN CHENARD & WALCKER 8 PS, 4-Plätzer, komplett ausgerüstet, mit Ballon pneus, Duplo-Licht, elektr. Bosch, sehr billig zu verkaufen. — Offerten unter Chiffre 39798. an die Automobil-Revue, Bern, Zu verkaufen CAR ALPIN 20plätzig offen u. geschlossen, Niederrahmenchassis, Vierrad-Servobremsen, elektr. Licht und Anlasser, fabrikneu, umständehalber % unter Preis. — Auf Wunsch Teilzahlung oder Vermietung. Offert, unt. Chiff. Z 1356 an die Auto- I _.LII n_....._ n_._ «•«_• _n. MMMl General-Agent: AUTO-PIECES S. A. aUer Art üetern in aauberer Austflhnaig FOChS &CO.,l00 Telephon 104 Die beste amerikanische Auto-Batterie. E. Kupferschmid Bern Erlachstrasse 7 Falcon-Knight Aus Privat vorteilhaft zu verkaufen wegen Nichtgebrauch eine schöne Limousine, 4/5plätz., 4türig, 6 Zyl, 13 PS, neuer Zustand, garantiert fahrbereit, mit allem Zubehör. Taxe u. Steuern pro 1929 bezahlt. Wirkliche Gelegenheit — Offerten unter Chiffre 39662 an die Automobil-Revue. Bern. Zu verkaufen 6-Plätzer-AUTO (Schweizer Marke), starker Wagen und Motor, geeign. für Brücke, in gutem, fahrbereitem Zustand, wegen Platzmangel z. Preis von Fr. 1500.—. 39788 Alois Kaufmann, Adler, Kägiswil (Obwalden). Grand Garage Capitol Zürich Stampfenbachstr. 12 &•••• MERCEDES 8/22 PS, 4/5-Plätzer, offen, vollständig durchrevidiert und neu lackiert, mit Garantie, auegerüstet mit elektr. lieht nnd Anlasser Bosch, prima Schweizer Karosserie. Fr. 3000.— Ev. ZaMungserleichterungen. MERCEDES-BENZ-AUTOMOBIL A.-G., Zürich. Badenerstrasse 119. TeL: üto 1693. rour macaniciens ei Laueurs Bottes-sooques haut. 28 cm Sabots faoon Derby, non doublea, 7^5 Sabots Bernois, f eotre blano, ä boucles, Expedition contre remboursement Grande Gordonnerie J. KDBTH, GENEVE Senden Sie den Coupon an: Lumina A.-G., Zürich .Verlag, Administration, Druck nnd GUchirit: HALLWAO A^G, Halluacht Bnchdraclwiel nnd Wunerscfae VerkcMuuUtt, Bern.

. Blatt der „Automobil-Revue** Im heutigen « Autler-Feierabend »: Seite Die Geschichte eines Schwertes s « * « • : 13 Der Kim des Professors . s t * » a » B 13 Die Seite der Frau , » s , B a Moderne Mütter . i s a * » u Ja oder nein? s » B « 1 B I * i s i i S i ä i Carl Benz-Anektode * « •. « « a i i Bunte Chronik aus aller Welt , « 0 „ « B Unser Kreuzworträtsel , t „ » „ a « B £ Touristischer Sprechsaal » * 4 * » » » « H u m o r . . - , . . s v B j s ; : < , - . »Bürgerliche"Kunst in der Literatur Thomas Mann. Väs Theater birgt immer unbürgerliche Gefahr. Tragödie ist immer Beschwörung des Schicksals. Bürgerliches Theater ist »icht möglich. Ibsen, der eine bürgerliche Welt schilderte und dabei bürgerliche Ideale vertrat, wenn auch hochbürgerliche, sprengte doch auch die Bürgerlichkeit. Der gute Bürger sah ihn immer noch mit lautem oder leisem Einspruch — wenigstens eben da, wo er wirklich mehr als bürgerlich war: Gespenster, Nora, Rosmersholm —, und seine Wirkung in die Breite verdankt er mehr als allem andern diesem Protest. Deshalb ist die Form der Kunst, die, ohne an künstlerischer Qualität dabei einzubüssen, bürgerlich werden kann, die erzählende Kunst. Sie hat dann einen nicht zu grossen Weltrahmen, ist von stillem, ernstem oder mit Humor gewürztem Rhythmus, der in reiner, bei den Besten meisterlich beherrschter Sprache dargeboten wird. Unter den altern Erzählern gehören als die bekannteisten hierher Gottfried Keller, Adalbert Stifter, unter den Zeitgenossen Wilhelm Schäfer, Jakob Schaffner und als typisches Beispiel Thomas Mann. Typisch ist Thomas Mann, weil er den Kampf des Künstlers mit dem Bürger oder vielmehr deren Aussöhnung zu seinem künstlerischen und menschlichen Problem gemacht und die Vereinigung beider in Leben und Werk zu gestalten unternommen hat. So zeigt sein Werk als markantestes Beispiel jene dem letzten Grauen und der letzten Seligkeit in gleicher Weise ausweichende Gestaltung, die, weil sie von scharfgeschliffenem Geist beherrscht und von E U I L V TON Der Film des Professors. von Franz Carl Endres. Nicht allzu weit von der Stelle, an der der Ohio in den Mississippi mündet, liegt eine mittelgrosse amerikanische Industriestadt, in der sich das Unerhörte, das Nochnichtdagewesene zutrug, das den Inhalt unserer Erzählung bildet. Diese amerikanische Industriestadt lebte, obgleich ausserordentlich reiche Menschen zu ihren Bürgern zählten, obgleich grosse Stiftungen sie mit Theatern, Bibliotheken, Instituten aller Art versehen hatten, doch gewissermassen im Schatten der Weltmeinung. In Europa kannte man kaum ihren Namen, und in Amerika selbst spielte sie keine Rolle. Mit einem Schlage aber stand sie in der Mitte des allgemeinen Interesses. Das war die Tat John Henri Bruces, des reichsten Mannes dieser Stadt, der ein König der Könige im Getreidehandel war und den der Für Ihr Automobil verwenden Sie Vertrauensprodukt, anerkannt das beste der Welt. Reinigt, unterhält und poliert Lack u. Simili-Leder ohne sie anzugreifen. Geringste Auslage. Verlangen Sie Beschreibung bei PETITPIERRE FIIS & CO., NEUCHATEL Einige Ortsvertretungen sind noch zu vergeben. Referenz: Nouvelle S. A. des Automobiles Martini, St. Blaise. 15 15 16 16 17 17 hohem künstlerischem Formwillen gelenkt ist, zwar nirgends warm werden lässt, aber überall fesselt. Eben dies hat ihm in unserer Zeit wohl die verbreitete Anerkennung und Würdigung gebracht. Es ist symptomatisch, wie im Zauberberg an der Stelle, wo der junge Hans Gastorp, von der Welle des Gefühls erfasst, auf den Höhepunkt einer Art Hingerissenheit gewirbelt, nun zur Erschütterung selber gesteigert werden könnte, wie gerade in dieser allen Gefahren •der Tiefe und des Sentiments ausgesetzten Zuspitzung der Autor sich in raffinierter Weise der letzten Ekstase seiner selbst und seines Helden durch einen Kunstgriff entzieht, der nicht eo leicht einem andern Künstler zur rechten Zeit eingefallen wäre: Er lässt ihn seine Liebeserklärung an Madame Chauchat französisch machen; er verfällt in eine fremde Sprache, zudem in eine, die klassischer, rhetorischer, kühler ist; er entwindet sich also in letzter Minute dem Arnold Höllriegel, der Weltbummler und Schriftsteller-Journalist, hat auf einem seiner Streifzüge nach Afrika in der Stadt Ondurman in einem niedrigen Hause aus getrocknetem Lehm Sir Abderrahman-el- Madhi besucht, den Sohn des grossen Mahdi, der vor vierundvierzig Jahren den Sudan mit seinen kriegerischen Horden unterworfen und den englischen General Gordon getötet hat: eine würdevolle weisse Papstgestalt mit europäischen Lackschuhen. Während dieses Besuches machte der Deutsche eine wunderliche Entdeckung. Tee trinkend sitzt der Geladene dem orientalischen Hofstaat gegenüber, und der Sohn des grossen Eroberers erzählt aus dem Leben seines Vaters. Höllriegel, immer Journalist, füllt sein Notizbuch mit Ereignissen und Daten, die sich der Sayid Seite für Seite vorlesen lässt. «Denn,» sagt er, «man weiss in Europa nicht, dass mein Vater ein 'guter" Mann war.»" Jedesmal," wenn Höllriegel eine Seite seines Notizbuches vorgelesen hat, benützt er die Zeit des Ueberseteens, um in das Nachbarzimmer zu sehen, in dem ein mächtiger goldener Krummsäbel hängt. « Endlich bemerkt der Sayid meinen verlangenden Blick,» schreibt Höllriegel im « Berliner Tagblatt» und fährt fort: «Nein,» sagt er, «das ist nicht das Schwert, mit dem mein Vater den Sudan erobert hat. Diesen Säbel habe ich in Lon- Zugriff des Gewaltigen ... und das Sentiment und die Verzückung läuft aus in das mit verschweigender Grazie alles ins Unekstatische wendende Sätzchen: « N'oublie pas de me rendre mon crayon.» Meisterlich fürwahr und schon aus dem Bürgerlichen ins Weltmännische hinüberwechselnd. Besonders aber deshalb bewundernswert, weil der Künstler in den Gestalten der Madame Chauchat und des Holländers Peperkorn, dieses ekstatisch-viagabundischen Zweigestirns und seiner tragisch schillernden Beziehung zum Bürger Gastorp, andeutet und mehr als nur andeutet, nämlich schämen und aufglühen lässt eine andere, ganz und gar unbürgerliche Welt, um die er wohl Bescheid weiss, an die er den Leser wohl gemahnt, der er sich aber im letzten Augenblick entzieht, die nicht zum Thema wird, nicht hereinbricht, nicht Angelegenheit ist, die uns angeht, uns Bürger. (Auszug eines Aufsatzes von Otto Gmelin.') Die Geschichte eines Schwertes» don getragen, als der König von England mich dorthin eingeladen hatte. Ich habe ihm den Säbel dargeboten und er hat ihn berührt und mir zurückgegeben, damit ich ihn in seinem Namen führe. Das Schwert meines Vaters » Er gibt einen Befehl, ein alter Diener kommt nach einiger Zeit, küsst dem Sayid die Hand und hält ihm ein funkelndes Etwas hin, ein ungeheures Schwert, aussen ganz aus Gold. Es ist das Schwert, an das Slatin gedacht hat, als er schrieb: «Feuer und Schwert im Sudan.» Das Schwert des Mahdi, das halb Afrika verwüstet hat, Gordon besiegt, den Sudan fünfzehn Jahre lang von Aegypten getrennt. Mit einer grossen Bewegung in meinem Herzen betrachte ich es. * Dieses Schwert Mohammed Ahmeds sieht, jobwohl.es nicht gekrümmt .ist, yoa.ausse — Da las ich weiter, und mählich trug des Dichters Wort Uns weit von dieser Erde fort Und griff auch Dich mit seiner süssen Macht.«, Da nahmst Du meine Hand. Und sacht Hielt ich sie fest und beugte mich zu Dir Und küsste Deinen Mund. Du lächeltest: «Da. Schlimmer! » — — Weisst Du noch, jener 'Abend in dem blauen Zimmer...! Ko. diese Waffe aus grösserer Nähe sehen. Ich frage nicht mehr, beuge mich darüber. Sieht aus wie der Zweihänder eines Landsknechts! Aber ich sehe eine Inschrift in arabischen! Zeichen auf der Klinge. « Koranspruch ?» frage ich. « Nein, » sagte der Sayid, « es sind! die Namen der Sultane von Dajfur, die. die-» ses Schwert vor dem Mahdi geführt haben.» —• « Und das ?» Ich schreie beinahe. Ich habe unter dem arabischen Text auf dieser Klinge ein Wappenzeichen gesehen, den Doppeladler des alten Römischen Reiches ! Und jetzt lese ich mit starrenden] Augen auf diesem Schwert des Mahdis Mo-< hammed Ahmed Buchstaben in der Fraktur* schrift der Renaissance. Unter dem Doppeladler steht, kunstvoll graviert: John Henri aus, habe auch einen Film angekündigt, sei aber darauf bestanden, dass, der Film ohne vorher geprüft zu werden^ am 50. Tage nach der letzten Konkurrenz-^ Vorstellung laufen solle. Er werde nur we-. unermüdlichen Menschenfreunde als ein Zeichen ihres Dankes zu genehmigen und ich bitte, dass diejenigen unter Ihnen, die anderer Ansicht sind, sich von ihren Plätzen erheben.» Das ganze Theater blieb sitzen und Ein ;i Auto-Kof £ er hilft mit, eine Reise in Ihrem Wagen angenehm zu gestalten. MODELLE AM LAGER. SPEZIALANFERTIGUNGEN. AUVEDJcHMID LEDERWAREN.» REISEARTlK£k ST.GAUEN SPEISERGASSE