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E_1929_Zeitung_Nr.039

E_1929_Zeitung_Nr.039

Welche Gsschwind'gkeit

Welche Gsschwind'gkeit ist beim Ueberholen eines Trains zulässig? Ueber diese sich wohl jedem Fahrer alltäglich stellende Frage hat das Bezirksgericht Zürich IV. Abt. am 19. März folgendes Urteil gefällt. Dasselbe stellt erfreulicherweise die Interessen des Verkehrs und nicht den Buchstaben eines längst nicht mehr zeitgemässen Gesetzes in den Vordergrund und beweist, dass bei einigermassen guten Willen so eine viel bessere Lösung gefunden werden kann, und zwar juristisch und wirtschaftlich. Interessant ist auch, dass es immer noch Fragen gibt, die den Fahrer als Selbstverständlichkeit erscheinen, aber von der Polizei, die Bezeichnung Verkehrspolizei scheint mir hier nicht am Platze zu sein, ganz anders behandelt werden und schliesslich erst dann für die Allgemeinheit abgeklärt werden, wenn ein Gebüsster die Kosten nicht scheut, die ein mehrfaches der Busse ausmachen und auch bei einer Aufhebung derselben eben nicht vergütet werden. Für solche Fälle zeigt sich der Vorteil der Rechtsschutzversicherungen, wie auch hier die DAS die Durchführung besorgt hat. Das Bezirksgericht führte nach eingehender Beratung folgendes zur Begründung der Aufhebung der Busse aus: «Bei der Beurteilung des vorliegenden Falles ist davon auszugehen, dass den Motorfahrzeugen nach den Vorschriften der Verkehrsordnung für den Kanton Zürich das Ueberholen von Tramzügen grundsätzlich gestattet ist, und zwar ist links vorzufahren, sofern nicht der Fahrstreifen auf der rechten Seite hiezu genügend Raum bietet. Ein Ueberholen des Tramfahrzeugs liegt bei städtischen Verhältnissen aber auch im Interesse einer reibungslosen, fliessenden Verkehrsabwicklung, denn jodes Stoppen hinter einem Tram gibt Anlass zu einem Verkehrshemmnis. Andererseits versteht es sich von selbst, dass das Vorfahren nur da geschehen darf, wo die besondern lokalen Verumständigungen dies gestatten. Erforderlich ist vor allem eine vollständige freie und gerade verlaufende Fahrbahn, ein genügend breiter und freier Fahrstreifen zwischen Tram und linkem Trottoir, sowie eine gute Uebersicht, so dass durch das Ueberholen nicht irgend eine Gefährdung des Verkehrs zu befürchten ist. Wenn tiun aber unter den gegebenen lokalen Verhältnissen ein Vorfahren an und für sich erlaubt ist, so muss folgerichtig der Fahrer eines Motorfahrzeuges auch berechtigt sein, die zum Ueberholen des Tramzugs erforderliche Geschwindigkeit einzuhalten. Da heute die Tramzüge, wie allgemein bekannt ist, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zirka 30 Stundenkilometer fahren, so muss dem Fahrzeuglenker notgedrungen auch das Recht der Ueberschreitung der vorgeschriebenen Maximalgeschwindigkeiten von 18 bzw. 25 Stundenkilometer zugebilligt werden. Welche Höchstgeschwindigkeit in solchen Fällen als zulässig zu erachten ist, kann jedoch nicht ohne weiteres festgesetzt werden, sondern hängt von den besondern Umständen des Einzelfalles langt ferner, dass die Fahrzeuge keinen Lärm, Rauch oder Dampf verursachen dürfen, auch müssen sie mit Heizvorrichtungen versehen sein, die in Tätigkeit gesetzt werden, sobald die Temperatur unter null Grad liegt. Der obligatorische Verkehr auf sämtrnussten zur Pohzeistation. Im Hof standen etwa zehn Polizisten, und wir glaubten erst, es gäbe jetzt böse, feindlicho Blicke. Es kam ganz anders. Der eine interessierte sich für den Motor, der andere probierte interessiert die Polsterung aus, der dritte war entzückt über die «petite villa», wie er sagte, der nächste erkundigte sich, wie stark der Wagen sei und wieviel Kilometer er leiste, kurz, der «Mersädäs», der in Frankreich seit Jahrzehnten der Inbegriff des deutschen Automobilbaues ist, war der einzige Gesprächsstoff, an dem sich zum Schluss auch der Polizeikommissär beteiligte. Zuerst wurde der Wagen mit Kennerblick von hinten, vorn, oben, unten, innen und aussen begutachtet. Dann erst kam ein kurzes Verhör (es war der elfte Unfall des Tages!). Man richtete an uns die Frage, ob wir Schadenersatzansprüche stellen wollen, und als wir verneinten, strahlte das Gesicht des Uebeltäters. Dann gab der Polizeikommiseär uns allen die Hand, auch dem Chauffeur, und wünschte uns gute Weiterreise; beinahe hätte er sich noch ausserdem entschuldigt, dass uns in Frankreich etwas zugestossen war... Wie wichtig der Automobilismus für den Fremdenverkehr bereits geworden ist, geht aus folgender Beobachtung hervor: Infolge der vorzüglichen Beschaffenheit der Strassen reist alles im Auto. Es gibt besonders geschaffene Schnellomnibusse zwischen Paris und der Riviera, zwischen Paris und Rom; selbst bis London fahren die «Busse». Als wir die französisch-italienische Grenze durchfuhren, wurden die Strassen staubig, eng und waren holperig. Der Automobilverkehr, an der französischen Riviera Selbstverständlichkeit, hörte plötzlich auf, die ab. Immerhin darf dabei die Geschwindigkeit des Motorfahrzeuges nicht beliebig gesteigert werden, sondern nur soweit, als zum Ueberholen des Tramzuges unbedingt notwendig ist. Im vorliegenden Falle ergibt sich aus den Akten, dass der Gebüsste dem Tramzug links überholen durfte, da die Fahrbahn gerade verlief, übersichtlich und frei war, so dass das Vorfahren ohne Gefährdung geschehen konnte. Da die Tramzüge auch bei Einmündung von Nebenstrassen ohne Verminderung der Geschwindigkeit zufahren dürfen, so kann auch dem Lenker eines Motorfahrzeuges das Vorfahren an solchen Stellen gestattet werden, sofern die lokalen Umstände dem nicht entgegenstehen. Wie der Polizeirapport ergibt, hatte der fragliche Tramzug im Momente des Vorfahrens eine Geschwindigkeit von 30 bis 35 Stundenkilometer. Der Gebüsste musste daher auch eine entsprechend erhöhte Geschwindigkeit einschlagen, um das Tram überholen zu können. Ob er das hiefür erforderliche Mass wesentlich überschritten hat, lässt sich an Hand der Akten nicht feststellen. Da sich jedoch der Vorfall ohne Gefährdung des Verkehrs abspielte, rechtfertigt es sich auch nach dem Vorstehenden, die Busse aufzuheben. Immerhin möchte das Gericht betonen, dass damit kein Freibrief dafür gegeben t Baron von Wenzel-Moosau. Der bekannte deutsche Mercedesfahrer ist den Verletzungen des wurde, dass das Ueberholen eines Tramzuges mit jeder Geschwindigkeit und an je-Stendaler-Rennen erlegen. in der letzten Nummer gemeldeten Unfalles am der Stelle gestattet sei. Vielmehr sind hiefür jeweilen die Verumständungen des reichste deutsche Mercedesfahrer, der sich besonders Von Wenzel war nehen Caracciola der erfolg- durch seine rege Beteiligung an ausländischen Rennveranstaltungen einen Namen gemacht hat. Schon Einzelfalles massgebend.» Dieser Appell an die Vernunft der Fahrer 1928 hatte er am Genfer Kilometerlance die beste ist bezeichnend und zeigt, wie sehr die unvernüfügen Fahrer eine derartige Praxis fahren, eine Leistung, die er am Kilometer arretö Zeit der Sportwagen im internationalen Rennen ge- dieses Jahres wiederholte. der Gerichte erschweren, damit der guten Sache schaden und Verhältnisse schaffen, Die Genfer Autavia, an der sich am letzten Montag 12 Equipen beteiligten — es waren zu diesem die auch durch das beste Verkehrsgesetz anlässlich der zweiten Serie des Salons stattfindenden sportlichen Event ausschliesslich Mitglieder der nicht befriedigend erlegt werden können. Dr. Meyer-Wild. Sektionen Genf und Waadt des A. C S. zugelassen — wurde unter schwierigen Umständen ausgetra- Allgemein wurde die gestellte Aufgabe, Regelung des Automobilverkehrs In Est-gen. nament- land. Nach Meldungen estländischer Presseorgane ist nach Inkrafttreten des estländischen Automobilgesetzes vom estländischen Ministerium für Verkehr ein© Verordnung über den Bau, den Verkehr und die Besteuerung des Kraftwagenwesens ausgearbeitet, worden, in der u. a. die Fahrgeschwindigkeit der Kraftwagen im ganzen Lande vereinheitlicht wird, während sie bisher in den Grenzen der einzelnen Kommunalverwaltungen eine sehr verschiedene war. Nach der neuen Verordnung wird die Fahrgeschwindigkeit der Kraftwagen in allen Städten und Flecken auf 40 km für Fahrzeuge mit pneumatischen Reifen und auf 15 km für solche mit Vollgummireifen festgesetzt, in den übrigen Teilen des Landes für Autobusse auf 50 km, Lastautos auf 40 km und für Kraftwagen mit Vollgummireifen auf 15 km. Die Einteilung der Fahrzeuge in Kategorien erfolgt auf Grund der Zahl der Sitze derselben. Falls ein Fahrzeug bis acht Sitze hat, wird es zu den Autos gezählt, ist die Zahl der Sitze jedoch grösser, wird es schon als Autobus betrachtet. Die Verordnung ver- Strasse lag öde da, und das schöne San Remo kam uns gegenüber Mentone und Nizza wie ein totes Dorf vor. Erst in der Schweiz wurde der Automobilverkehr wieder lebhafter, dank der ausgezeichneten Strassen. Eine Statistik hat ausgerechnet, dass dem Fremdenverkehr in der Schweiz jährlich etwa 100 Millionen Franken mehr zufliessen, seit dem Automobil durch Erleichterung der gesetzlichen Bestimmungen und durch Schaffung geeigneter Strassen fallt mindestens ein Preis. Fahrer, die keinen Preis die Wege geebnet sind. Am Sonntag die Targa Florio! erringen, erhalten eine Erinnerungsmedaille oder einen Erinnerunjsbecher. Wieder stehen wir vor einer Targa Florio, der Dass in einem Land wie Frankreich mit XX. Der Name des Rennens allein bedeutet im internationalen Automobilismus Gewähr für einen Sektion Zürich des A. C. S. zu richten, wo das Alle Anmeldungen sind an das Sekretariat der seinem grossen Automobilverkehr Disziplin und Kameradschaftlichkeit herrschen, ist Grosskampftag. Die Strecke gilt als einer der schönsten und schwersten überhaupt. Die Organisation schluss zu einfachem Nenngeld ist am 6. August Rennsekretariat installiert ist. Erster Nennungs- selbstverständlich. Die Bauernfuhrwerke ist seit Jahren hervorragend. Und an der Beteili- hat es im rennfreudigen Italien, heute weniger tem Nenngeld am 10. August 1929, 18 ühr. Daa 1929, 18 Uhr, zweiler Nennungsschluss zu doppel- fahren dort — es ist ein Wunder! — vor-gunschriftsmässig rechts, alles weicht sofort aus; überall erhält man freundliche Auskunft. Das Automobil ist in Frankreich der Freund, nicht der Feind des Volkes. Als einmal ein Wagen eines Herrenfahrers wegen Panne auf der Landstrasse stand, hielten sofort zwei vorbeifahrende französische Wagen und boten ihm ihre Hilfe an. Diese Kameradschaft auf der Landstrasse war das eindrucksvollste, was ich auf dieser Fahrt erlebt habe. Wie in Paris, so konnte man auch auf den Landstrassen die Beobachtung machen, dass 90% aller in Frankreich fahrenden Wagen nationalen Ursprungs sind. Das liegt zweifellos hauptsächlich daran, dass die französische Kleinwagenindustrie den Bedarf und den Ansprüchen der Massen durchaus nachkommen kann. Aber es liegt dem Franzosen auch weit tiefer als dem Deutschen, in erster Linie die Produkte des eigenen Landes zu bevorzugen. AUTOMORTL-REVUn 1929 - 39 liehen Autobuslinien muss am 15. Mai eröffnet werden, doch hat er bereits jetzt auf den grösseren Linien, wie Reval-Loksa, Ober Pahlen-Laisholm u. a. begonnen. Die j Gesamtzahl der Autobuslinien, die in diesem Jahre ihre Tätigkeit eröffnen werden, übersteigt 50, ist also im Vergleich zum Vorjahre wieder gestiegen. SPORTLICHES Rund um Frankreich. Der gegenwärtig stattfindende Raid hal seine fünfte Tagesetappe hinter sich gebracht. Es sind noch insgesamt 64 Teilneh- ) mer im Rennen. Die einzige Frau, die sich an dem Rennen beteiligt, ist unterwegs am Volant eingeschlafen und landete mit ihrem Peu?eot zwischen zwei Bäumen im Strassengraben, glücklicherweise ohne sich zu verletzen, so dass sie ihre Fahrt fortsetzen konnte. Die sechste Etappe führt von Bayonne nach Bordeaux (259 km) und von dort nach Niort. Stuck schlägt Caracciola. Gegen 60,000 Personen wohnten dem tschechischen Königssaal-Bergrennen bei, das einen spannenden Austrag und fünffachen Rekordsturz brachte. In der Tat wurde Heussers Strecken-Bestzeit von 2 Minuten 59,9 Sekunden von nicht weniger als fünf Fahrern unterboten: Von Stuck auf Austro-Daimler, der mit 2 Minuten 45,8 Sekunden den neuen Königssaal-Rekord aufstellte, von Caracciola mit 2 Minuten 57,5 Sekunden, der sich vor Stuck glatt geschlagen bekennen musste und durch drei Motorradfahrer. lich, da es sich um die erste Autavia handelt, als zu schwer bezeichnet. Zudem war das Wetter regnerisch. Sechs Equipen erreichten den Landungsplatz der Flugzeuge innert der festgesetzten Frist, eine Equipe mit einer Minute Verspätung, die übrigen fünf trafen nicht ein. Im ersten Rang steht die Equipe 10 mit Leutnant Schlegel als Pilot des siegenden Flugzeuges und Herrn Badan auf Chrysler, als Sieger der Wagen. Rund um Sizilien. Das letzten Sonntag auf der kurvenreichen sizilianischen Strassenpiste über 377 Kilometer ausgefahrene Rundrennen erzielte bei starker Beteiligung der italienischen Fahrer und Fabriken einen schönen Erfolg. Das Rennen wurde von der italienischen Marke O. M. gewonnen, welche die beiden ersten Plätze belegt. Nachstehend die unter den schwierigen Umständen -gefahrenen vorzüglichen Zeiten: 1. Rosa auf O.M. 377 Kilometer in 14:23:51, durchschnittliche Stundenge j schwindigkeit 67,7 Kilometer; 2. Morandi auf O.M. 14 : 42 : 07; 3. Natali auf Alfa Romeo 14 : 61 : 48; 4. Tranchina auf Alfa Romeo 15 :15 • 00; 5. Beria d'Argentina auf Ilala 15 • 52 :00; 6. Casarolti auf Itala 16:04:04; 7. Schermi auf Alfa Romeo 16 : 37 : 48; 8. Cläres aui Lancia-Lambda 16 : 40 : 36: 9. Jaconi auf Fiat 17:09:53 (Jaconi war gleichzeitig Sieger der Klasse 1100 cem mit einem Stundendurchschnitt von 57,803 Kilometer); 10. Casularo auf Willys-Overland 18 :10 :19. Ein Angriff auf den Schweizer Rekord? Wie wir vernehmen, soll der bekannte französische Voisinfahrer Marchand beabsichtigen, im September dieses Jahres den gegenwärtig von Divo auf Delage mit 15,55 Sekunden, d. h. 231,511 Stundenkilometer gehaltenen schweizerischen Schnelligkeilsrekord über den Kilometerlance in. Angriff zu nehmen. Wie man sich erinnern wird, versuchte Marchand schon im Februar 1928 auf der Strecke Giubiasco-Cadenazzo im Tessin erfolglos den nachher von Divo gestürzten Rekord zu verbessern. Die Erfolglosigkeit des Versuches war damals darauf zurückzuführen, dass der Motor des Voisinwagens auf der kurzen Distanz nicht die volle Tourenzahl erreichte. Marchand will nun die Hinterachs-Uebersetzung günstiger einstellen. Als Rekordstrecke ist wiederum die Tessiner Gerade Giubiasco-Cadenazzo in Aussicht genommen. denn je, nie gefehltl Den grossen Ruhm der Targa haben aber die ausländischen Fahrer verbreitet. Jahr für Jahr liefern sich die. Besten Europas auf der sizilianischen Erde einen erbitterten Strauss. Der nächste Sonntag wird das in Sportkreisen mit Spannung erwartete Duell Bugatti-Alfa Romeo bringen. Als dritte Markenequipe startet Maserati, man spricht sogar von Itala. Ein Blick auf die nachstehende Nennungsliste zeigt, dass sich an der nächsten Targa die Meister des Volants ein Rendez-vouz gegeben haben: Deber 1100 ccm. 1. Bittmann (Bugatti); 2. Lepori (Bugatti); 3. Dauvergne (Bugatti); 4. Villarosa (Bugatti); 5. Fisauli (Maserati); 6. Campari (Alfa Romeo); 7 Brilli Peri (Alfa Romeo); 8. X. (Alfa Romeo); 9. Maggi (Maserati); Borzacchini (Maserati); 12. Fagioli L. (X); 13 Candrilli (X); 14. Conelli C. (Bugatti); 15. Divo (Bugatti); 16. Minoja (Bugatti); 17. Wagner (Bugatti). Bis 1100 ccm. 1. Palmieri (Fiat). Der Fall Cranmore im ,, Autle r-Feierabend" Klausenrennen 1929. Das in letzter Nummer angekündigte, mit gewohnter Sorgfalt von den Organisatoren redigiert© Reglement für das VII. Internationale Klausenrennen gibt über unsern grossenl Bergpreis erschöpfende Auskunft. Einer Beschreibung der Strecke folgt ein geschichtlicher Abriss des Klausenrennens. Sowohl der Konkurrent als auch der Zuschauer wird von dem kleinen Heftchen mit seinen Planskizzen und dem Streckenprofil auf das genaueste orientiert und instruiert. Eine Statistik gibt Aufschluss über die früheren Sieger, die bestehenden Rekorde, die Zahl der. Meldungen und nicht zuletzt über die steigenden Zuschauerziffern. Was das Reglement selbst anbetrifft erübrigt es sich, auf Einzelheiten einzutreten, kann doch dasselbe von Interessenten beim Organisationskomitee des Internationalen Klausenrennens, Waisenhausstrasse 2, Zürich, wo auch jede Auskunft gerne erteilt wird, bezogen werden. Charakteristisch für die diesjährige Veranstaltung ist eine Vermeidung des zweifachen Startes für Wagen, die früher sowohl im nationalen als im internationalen Rennen fuhren. Dieser Umstand wird in grossem Masse dazu beitragen, das Klausenrennen 1929 fesselnd zu gestalten. Das Rennen findet, wie bekannt gegeben, am 17. und 18. August 1929 auf der; 21,5 km langen Rennstrecke von Ennetlinth bei Linthal (664 m) zur Klausenpasshöhe (1937 m) statt. Die Klausenrennen haben sich stets durch einen besonders reichhaltigen Gabentisch ausgezeichnet und auch dieses Jahr ist die totale Preissumme mit dem respektablen Betrag von zirka Fr. 35 000.— ausgesetzt. Speziaipreise sind in Aussicht genommen, für die beste Zeit des Tages der Automobile (Grosser Bergpreis der Schweiz,' gestiftet von der Orion, Zürich), für die beste Zeit der Motorräder, für die beste Zeit der Sidecars, für die beste Zeit'der Tourenwagen, für die beste Zeit der Sportwagen und für die beste Zeit der Rennwagen. Ausserdem besteht noch ein Speziaipreis für die bestklassierte Dame und die bestplacierte Automobil-Equipe von je drei Fahrern der nämlichen Fahrzeugmarke Die Abnahme der Automobile erfolgt am 17. August, 7 ühr morgens, in Glarus, diejenige der Motorräder zu gleicher Zeit in Linthal. Der Start ist so vorgesehen, dass ein Teil der Motorräder und Sidecars, sowie die Tourenwagen am 17. August nachmittags starten, der Rest der Motorräder und Sidecais, sowie die Sport- und Rennwagen am 18. August vormittags. Startbeginn am 17 August um 14 ühr und am 18. August um 9.30 Uhr. ' Das Automobilrennen besteht in einem internationalen Rennen für Sport- und Rennwagen und in einem nationalen Rennen für Tourenwagen. Für das erstere gelten die einschlägigen Bestimmungen des internationalen Sportreglementes, für das Tourenwagenrennen die entsprechenden Vorschriften des nationalen Sportreglementes des A. G. S. Die Wagen selbst sind je nach Zylinderinhalt in 10 verschiedene Klassen eingeteilt. Für die Touren- und Sportwagen bestehen spezielle Vorschriften für die Karosserie. Ein Mindestgewicht ist nur für die Sportwagen vorgeschrieben, Zur Teilnahme am Automobilrennen sind ragelassen alle Inhaber einer für das Jahr 1929 gültigen internationalen Lizenz, wobei je eine für den. Konkurrenten (Bewerber) und Fahrer nötig ist (auch dann, wenn beide ein und dieselbe Person sind). Die Fahrer schweizerischer Nationalität können dieselben bei der nationalen Sportkommissioa in Genf, 10, rue du Mont-Blanc, beziehen. Die Bewertung erfolgt nach der kürzesten Zeit wobei Zeiten über 30 Minuten nicht mehr bewertet werden. Auf je drei Fahrzeuge einer Klasse ent- Nenngeld für Touren- und Sportwagen beträgt je 100 Fr., für Rennwagen 200 Fr. Für die Abnahme der Automobile, die Vorschriften während des Rennens, Reklamationen etc. gelten die üblichen Bestimmungen. Jede Reklamation gegen die Zulassung und Einteilung der Automobile ist bis zum 17 August, 13 Uhr, einzureichen. Für die Haftpflicht der Fahrer ist mit der « Winterthur » ein Vertrag abgeschlossen worden, wofür jeder Fahrer eine Prämie von 10 Fr. zu bezahlen hat. Die Probefahrten finden am 14., 15. and 16; August statt, die genauen Zeiten werden später bekanntgegeben. Das Reglement enthält interessante Angaben über die besten Resultate der Klausenrennen 1922 bis 1927 und die Zuschauermassen sowie die Beteiligung an den bisherigen Rennen. Die bestehenden Rekorde des Klausenrennens sind die folgenden: Motorräder: Franconi aui Jiotosacoche, 17'48,6": 72,5 km ; Sidecars : Hörler auf Scott, 21' 16,6": 60,6 km; Tourenwagen: Caracciola auf Mercedes, 17' 43,8": 72,750 km; Sportwagen: Caracciola aui Mercedet, 17' 35,4"; 73,3 km; Rennwagen: Rosenberger auf Mercedes, 17*17"$ 74,650 km. Rosenberger ist somit absoluter Klausenrekordinhaber. •.

N» 39 — 1929 Instantanes de l'Autavia de la section genevoise de I'A. C. S. L'e'quipe arrivee troisieme. De gauche ä droite: M.Steele, pilote de la Nash et ses aimables passageres; M. Sonnex, observateur et notre oonfrere M. Latour, commissaire de bord. L'epilosue ä Orbe : l'eguipe gagnante et les antres autos coneurrentes devant l'Hotel des Deux Poissons. Enfin les quatriömes la Renault de M. F. Renaud avec son observatrice Mme Renaud, au moment oü il debouche au carrefour du chemin de fer Messagere. 11 h. 15. Le lieutenant Schlegel vient de decouvrir le poste de commandement et retourne ä tire d'aites v«rs son automobiliste. (Photos « Revue Automobile »») Le dernier weekend du Salon Samedi 4 mal. 9 h.: Ouvertüre. — Entree fr, 1.20. 15 h. 30 ä 17 h. 30: Concert. 19 b. 30: Diner ä la Taverne, 20 h. 30 ä 22 h. 30: Concert. 23 h.: Clöture. Dimanche 5 mal. 9 h.: Ouvertüre. — Entree fr. 1.20. 15 h. 30 ä 17 h. 30: Concert. 19 h. 30: Diner ä la Taverne. 20 h. 30 ä 22 h. 30: Concert. 23 h.: Clöture. CONCERTS A la Taverne, tous les jours de 12 h. SO ä. 14 h. et de 15 h. 30 ä 17 h. 30, et tous les soirs d'ouverture. Au Salon, Concert tous les jours de 15 h. 30 ä 17 h. 30 sous la direction de M. Gabellos, professeur au Conservatoire de Geneve. Mercredi il y a eu 4500 entrees et 400 biliets thribres aux F.F. REVUE AUTOMOBILE — AUTOMOBIL-REVUE LIRE DEMAIN NOTRE TROISIEME NUMERO SPECIAL DU SALON ET LA SUITE DE NOS PHOTOS DE L'AUTAVIA. MÄGNETOS DYNAMOS ANLÄSSER SCHEINWERFER BATTERIEN FÜR AUTOS, LASTWAGEN, MOTORBOOTE Der 12. Mai. Die Sektion Schaffhausen des Schweizer. Touring-Clubs hat beschlossen, die Strassenverkehrsinitiative mit allen Mitteln zu unterstützen. Der Parteitag der Zuger Freisinnigen fasste Beschluss, hinsichtlich der Strassenverkehrsinitiative die Stimme frei zu geben. Die neuenburgische liberale Partei hat mit 35 gegen 20 Stimmen Verwerfung beschlossen, dagegen zeigt die grosse Minderheit, dass die Freunde der Initiative mit gutem Erfolg an der Arbeit sind. In Frauenfeld findet vom 5. bis Und mit 12. Mai eine V. Ostschweizerische Automobil-Ausstellung statt, die in der neuen Festhütte untergebracht ist. Es beteiligen sich 27 Aussteller, welche 21 Marken vertreten und zusammen über 100 Fahrzeuge ausstellen. Es soll am Auffahrtstage unter dem Protektorate der Sektion Thurgau des A C. S. ein «Ostschweizerischer Automobiltag» durchgeführt werden, in dessen Mittelpunkt ein Referat «Automobil und Staat» steht. Ueber das weitere Programm ist man allerdings noch im Dunkel, da die Presse bis dato von den Organisatoren noch nicht begrüsst worden ist. T. C. S, AUTO-SEKTION ST. GALLEN - APPENZELL DES T. C.S.. ORTSGRUPPE ST. GALLEN. Die Hauptversammlung für unsere Gruppe ist festgesetzt worden auf den 11. Mai ins «Löchlebad», Die wichtigen Traktanden lassen vollzähliges Erscheinen erwarten. Die Kommission. AUTO-SEKTION ST. GALLEN - APPENZELL DES T. C. S. Da die auf 28. April vorgesehene Frühlings-Ausfahrt wegen der appenzellischen Landsgemeinde und sonstiger Umstände nicht durchgeführt werden konnte, findet dieselbe nun definitiv Sonntag den 12. Mai statt. Sammlung für die St. Galler 12 Uhr 15 Blumenbergplatz, für das Toggenburg «Schwanen» Wil um 13 Uhr 15. Für gemütliche Unterhaltung ist reichlich gesorgt. Anmeldungen der freien Plätze für den Sängerchor sind bis spätestens 4. Mai zu richten an Herrn Hrch. Burk. Union-Platz. St. Gallen Also, am 12. Mai, auf nach Pfäffikon (Zürich). Bei zweifelhafter Witterung erteilen Auskunft St. Gallen Telephon 422, Flawil 227 und Wil 481. AUTO-SEKTION AARGAU DES T. C. S. Wie Sie aus der letzten «Auto-Revue» entnehmen konnten, ist die Frühlingsausfahrt auf Sonntag, den 12. Mai 1929 festgesetzt worden. Die T. C. S.-Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich mit ihren Angehörigen an dieser Frühlingsausfa;hrt teilzunehmen. Als &Co. Baurstrasse 14 ZÜRICH 8 Zusammenkunftsort ist das Hotel «Mohren» in Huttwil i. E. bestimmt worden, wo sich die Mitglieder: bis spätestens mittags 12 Uhr einfinden möchten* Reiseroute am Nachmittag über Dürrenroth, Sumiswald nach Burgdorf, wo ein Aufenthalt geplant ist, im den Mitgliedern Gelegenheit zu bieten, den naheliegenden schönen Aussichtspunkt «Lueg» zu besuchen. Weiterfahrt von Burgdorf über Kirchberg, Herzogenbuchsee, Murgenthal nach Aarwangen, wo der letzte gemeinsame Halt im Restaurant « Krone » vorgesehen ist. Bei zweifelhafter Witte-* rung würde diese Frühlingsausfahrt vom 12. auf den 26. Mai verschoben. Ueber die Durchführung oder Verschiebung der Frühlingsausfahrt gibt die Telephonzentrale Brugg am 12. Mai von vormittags 8 Uhr ab Auskunft. Die Mitglieder werden zu dieser Ausfahrt noch persönlich eingeladen und wer« den ersucht, die der Einladungskarte beigeheftete Anmeldung bis spätestens den 11. Mai 1929 denn Präsidenten der Sportkommission, Herrn F Zum,-« keller, Architekt in Brugg, zukommen zu lassen. AUTOSEKTION BERN DES T. C. S. Pfingstfahrt. Unserer eingelebten Tradition entsprechend, wird die diesjährige Püngstfahrt auf zwei Tage bemessen. Ziel: Bluestfahrt rund um den Zugersee« 1. Tag: Sonntag morgens Abfahrt von Bern nach! später bekanntgegebenem Programm. Fahrt üben Huttwil, Gettnau, Sursee, Abstecher nach Sempach, und dem dortigen Denkmal, daselbst historischa Gemeinde. Weiterfahrt nach Zug, Aegeri, Schwyz, mit Halt zur Besichtigung des Morgarten-Denk* mals. Weiterfahrt nach Brunnen, im ganzen ca< 160 bis 170 km. In Brunnen gemütlicher Abend] und Nachtquartier. 2. Tag: Brunnen, Arth-Go!dau oder über Weggia nach Küssnacht, Luzern, Sarnen, über den Brünig ins Bernerland zurück. Die Mittagshalte werden später bezeichnet, ebenso die Art der Durchführung, ob geschlossen oder in offener Fahrt mit bestimmten Treffpunkten. Die; Fahrt wird organisiert durch das Tourenkomitea und der gemütliche Abend in Brunnen wird geleitet durch Hrn. Hofstetter-Petri, Chef des Geselligen. Genaues Programm folgt später. Anmeldungen sind zu richten, wenn möglich: schon jetzt, an Hrn. Hofstetter-Petri. Bijoutier, Kramgasse, Bern, oder an Hrn. Ritzmann, Mitglied des Tourenkomitees, Ritztours A.-G., Hauptbahnhof, Bern. AUTO-SEKTION SCHAFFHAUSEN DES T.C.S, Achtung, Automobilisten! Laut Mitteilung der Po-« lizeidirektion wird auf der Strecke durch das Zoll« ausschussgebiet Jestetten-Lottstetten der internationale Fahrausweis neuerdings verlangt. Es werden Kontrollen veranstaltet, und es werden jedem Fahrer, der ohne diesen Ausweis ist, 15 Fr. zur Dekkung von Strafe und Kosten abgeknöpft werden< Der internationale Fahrausweis kann auf der Schaffhauser Automobilkontrolle für 5 Fr. bezogen werden; Photo mitnehmen. Der Motorsport-Club Singen-Hohentwiel hat uns eine Einladung zum V. Schienenbergrennen gesandt. Das Motorradrennen findet statt am 12. Mali Anmeldungen sind bis anfangs Mai unter Beifügung vom 8 RM. Nenngeld an Herrn Fehrle, Ingenieur, Singen-Hohentwiel, Mühlenstrasse 14, Telephon 633, zu richten. Verschiedene Kollegen werden die Veranstaltung unserer Freunde in Singen besuchen; Teilnehmer an dieser Ausfahrt sind gebeten, sich Freitag, den 10. Mai, abends, zwecks gemeinsamer Besprechung im Clublokal einzufinden. Triptyks sollen nun sofort in Genf bestellt werden; Bestellformulare» sind bei G. Wäffler oder C. Mäggis erhältlich. Wer den Jahresbeitrag noch nicht entrichtet hat, kann die Marken beim Kassier G. Schönbächler einlösen. In Frauenfeld findet vom 5.—12. Hai die V. Atltomobil-AusstcIluno statt, mit Automobilistentag am 9. Mai, Auffahrtstag. Auch zum Besuch dieser Veranstaltung sind alle Mitglieder eingeladen. An der letzten Vereinsversammlung, welche am 5. April im «Ritter» stattgefunden hat, sind diverse Ausfahrten beschlossen worden, u. a. Besuch des Klausen-Rennens und eine Schwarzwaldfahrt. Ferner hat die Versammlung nach einem Refe- Tat von Herrn F Hübscher beschlossen, für die Strassen-lnHiafive einzutreten und sich mit andern Sektionen des T. C. S., welche dieselbe auch unterstützen, zu einer geschossenen Stellungnahme in Verbindung zu setzen. Die Mehrzahl unserer Mitglieder ist also mit der Stimmfreigabe von Seiten der T. C. S.-Leitung nicht einverstanden und teilt den Optimismus derselben betreffs der Zusicherungen von Bern aus nicht. Unterdessen hat auch die Sektion Solothurn den gleichen Beschluss gefasst. *, A. C. S. SEKTION SCHAFFHAUSEN. Die ordentliche Generalversammlung findet Samstag, den 11. Mai, abends 6 Uhr. im Casino Schaffhausen statt. Nach den üblichen Traktanden wird Herr Hermann Schneider, Assistent an der Universität Zürich, einen Lichtbildervortrag halten über das Thema: «Im Auto in Stadt und Land der Soviet- Union». A.C.S. SEKTION BERN. Der Vorstand des A. C. S. der Sektion Bern hat'den einstimmigen Beschluss gefasst, die Strassenverkehrs-Initiative mit allen Kräften zu unterstützen. In einem besondern Rundschreiben werden die Mitglieder aufgefordert, dafür zu wirken, dass am 11. und 12. Mai möglichst viele J a in die Wahlurnen gelegt werden. Die Generalversammlung ist auf den 11. Mai, 18 Uhr, im Hotel «Löwen» in Worb festgesetzt« Ihr folgt ein gemütlicher Teil, der den Teilnehmern einen recht vergnügten Abend verspricht. Das Organisationskomitee des Gurnigel-Rennena hat seine Tätigkeit aufgenommen. Das Rennen soll auf breitester Grundlage durchgeführt und zu einem Sportanlass erster Güte werden. A. C. S., SEKTION ZÜRICH. Die am 25. April 1929 im Bahnhofbuffet in Winterthur abgehalten« Monatsversammlung der Sektion Zürich des A. C. Sj war von ca. 70 Mitgliedern besucht Nach dem gemeinsamen Nachtessen begrüsste der Vorsitzende,- Herr H. Wunderly-Volkart, Meilen, die anwesenden Gäste, die Herren Stadtpräsident Dr. Sträuli und Polizeivorstand Büchi, Winterthur, und wies im besondern auf die in Aussicht stehende Gründung einer Ortsgruppe Winterthur der Sektion Zürich des A. C. S. hin, die inskünftig mithelfen dürfte, die Werbetätigkeit der Sektionsorgane erheblich zu fördern. Nach einem Hinweis auf die beiden Sektionsveranstaltungen des kommenden Monats, die Appenzelierfahrt vom 4./5. Mai und die 25. Jahresfeier vom ,25. Mai erteilte er das Wort Herrn E< Hörni, der in kurzen Zügen über die bisherigen Vorarbeiten für die Gründung einer Ortsgruppe Winterthur orientierte. Das in Aussicht genommene (Fortsetzung S, ö)