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E_1929_Zeitung_Nr.042

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ÄUTOMOBIL-REVUfi

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N° 42 - 1929 AUTOMOBIL-REVUE Autofahrer und Polizei. Der heroische Toaritig-CIub bei der hohen Polizeidirektion des Kantons Bern. Darüber schreibt man uns: Am Freitag, den 26. April, war der Touring-Club, vertreten durch die Sektionen Bern, Seeland und Jura, zu einer Konferenz im Rathause in Bern mit den Organen der kantonalen Polizeidirektion geladen. Anwesend waren von der Polizeidirektion Herr Regierungsrat Stauffer, Direktionssekretär Raaflaub, Polizeikommandant Krebs, Polizeihauptmann Borer und Chefexperte Ingenieur Wiesmann in Bern. Auf Seiten des Touring-Clubs war die Sektion Bern vertreten durch den Präsidenten Baumgartner, die beiden Herren Ingenieur Platel und Breitschuh von der Touren- und Verkehrskommission und die Sektionen Seeland und Jura durch Herrn Direktor Strehler in Lyss. In dreistündiger, lebhafter Aussprache fanden die verschiedenen Verkehrsprobleme eine eingehende und zu erhalten, welche Einladung angenommen wurde. Gegenseitig war man sich einig, dass in der Erreichung des Zieles eines disziplinierten, reibungslosen Verkehrs sämtlicher Strassenbenützer man allseitige Beleuchtung. Wenn auch in einigen wichtigen Fragen die Auffassungen gleicher Meinung sei und es wohltätig wirke, grundsätzlich auseinandergehen, so wardass man sich gegenseitig über die besten man doch andererseits für gewisse Massnahmen einig. So herrschte Uebereinstimmung darüber, dass nicht nur betrunkene, sondern auch sogenannte angeheiterte Personen nicht mehr als Führer eines Autos auf die Strasse gehören. Hier fanden die strengen Massnahmen der Polizeidirektion restlose Billigung. Ueberraschend war es für die Vertreter des Touring-Cluhs, zu vernehmen, dass im letzten Jahre bei zirka 70 Autounfällen die Motorfahrer sich aus dem Staube gemacht haben. Dass hier schärfste Massnahmen am Platze sind, um solche Erscheinungen zum Verschwinden zu bringen, ist selbstverständlich. Dabei wurde auch die Frage angeschnitten, ob hei den Prüfungen für Motorradfahrer nicht auch moralische Qualifikationen verlangt werden sollten, und zwar über diejenigen hinaus, welche in Art. 12 de8 Konkordates vorgesehen sind. Hauptgegenstand der Besprechung waren die Geschwindigkeitskontrollen. Die Polizei ist der Auffassung, die Aufgabe der versteckten Kontrollen sei gleichbedeutend mit Verzicht auf jegliche Kontrolle; denn die offene Kontrolle, welche von den Automobilverbänden verlangt werde, laufe auf ein Theater hinaus und sei wirkungslos; durch die offene Kontrolle werde vorschriftsgemäss gefahren, um nachher, sei es durch offene Strecken oder durch Dörfer, das Versäumte in übermässiger Geschwindigkeit nachzuholen. Die Polizei will auf die versteckte Kontrolle nicht verzichten können. Dagegen mussten die Vertreter des Touring-Clubs auf der Forderung der vollständigen Eliminierung der versteckten Kontrollen beharren. Immerhin gaben die Organe der Polizei die Zusicherung, dass auf offenen Strecken geheime Kontrollen nicht mehr vorgenommen würden, nur noch in Ortschaften, um die Fahrer zu zwingen, das Ortstempo einzuhalten. Von seiten des Clubs wurde dann die Anregung gestellt, es möchten geheime Kontrollen zum mindesten so eingerichtet werden, dass der fehlbare Fahrer unmittelbar nach Durchfahrung der Kontrollstrecke von einem dritten Polizisten gestellt und von der Ueberschreitung der Geschwindigkeit unterrichtet wird. Dies hätte den Vorteil, dass der Automobilist sich auf der Stelle selber von der Uebertretung überzeugen und sich grundsätzlich aussprechen könnte, ob er eine Busse annehmen wolle oder nicht. Das Bussenmandatsverfahren könnte dadurch in seiner Anwendung wesentlich vereinfacht werden. Von Seiten der Polizei wurde aber auch hierin eingewendet, dass ein solches Verfahren wieder auf eine offene Kontrolle hinauslaufe, etwa ein halbes Dutzend Automobilisten würden in der ersten Zeit der Kontrolle ertappt, nachher aber wäre die Kontrolle in weiten Umkreisen bekannt und ihr Zweck hinfällig. Ausdrücklich wurde von Seiten der Polizei bestritten, dass es bei den Kontrollen auf die Bussen abgesehen sei; es sei ein Märlein, was da herumgeboten werde, dass ein bestimmter Budgetposten an Bussen erreicht werden müsse; die Autobussen seien nicht eingeschritten werden könne, wenn man zuvor keine Kenntnis habe. Zum Schlüsse wurde die Anregung der Eingabe des Touring-Glubs vom Januar 1929 wieder aufgenommen, des Inhaltes, dass eine Kommission von Vertretern der Automobil-, Motorrad- und Radfahrerverbände und der Organe der Polizei bestellt werden sollte, welche Kommission von Zeit zu Zeit nach Bedarf zur Behandlung von aktuellen Verkehrsfragen einzuberufen wäre. Die Anregung wurde von der hohen Polizei zur wohlwollenden Prüfung entgegengenommen. Die Konferenz klang sehr freundschaftlich aus und endete mit der Einladung an die Herren vom Touring- Club, bei den nächsten geheimen oder offenen Geschwindigkeitskontrollen einmal als Gast beizuwohnen, um selber einen Begriff von dem schwierigen Amt der Polizei Wege und Methoden zur Erreichung dieses Zieles ausspreche und von Fall zu Fall auch gemeinsam handle. Die Konferenz wird ihre guten Früchte tragen, und es ist nur eines zu bedauern, dass an derselben nicht auch die Vertreter des A. C. S., der Motorrad- und Radfahrer anwesend waren. A. C. S. A. C.S., SEKTION ZÜRICH. Da am 4. Mai, morgens, die Witterungsverhältnisse "ungünstige waren, ist die von der Sektion Zürich für den 4./5. Mai in Aussicht genommene Appenzellerfahrt nicht zur Ausführung gelangt. Eine Verschiebung auf den 11./12. Mai kommt wegen der Abstimmung über die eidgenössische Verkehrsinitiative nicht in Betracht. Das neue Datum der Fahrt wird später bekannt gegeben. A. C. S-, SEKTION BERN. Generalversammlung von Samstag den 11. Mai, 18 Uhr. im Gasthof zum Löwen in Worb. Wir machen nochmals aufmerksam auf die Generalversammlung in Worb. Gäste sind willkommen. Programm : 17 Uhr 30: Vorstandssitzung; 18 Uhr: Generalversammlung; 19 Uhr: Gemeinsames Abendessen im Gasthof zum Löwen in Worb. Traktanden: 1. Protokolls 2. Jahresbericht; 3. Kassabericht und Budget; 4. Wahl der Delegierten; 5. Wahl der Rechnungsrevisoren; 6. Anlässe; 7. Verschiedenes. A. C. S., SEKTION BERN. Ob er nun foa der unfreiwilligen Landung in einem wassergrabendurchfurchten Gebiete weit vor den Mauern Bagdads oder den Zurüstungen für eine Indienfahrt im Flugzeug oder von der findigen Behebung der Motorpannen pder endlich von einem flugfreudigen und freigebigen Maharadscha in Indien erzählte, so hörte man der witzigen Plauderei von Leutnant Inihof über Erlebnisse auf dem Indienflug mit gespannten Ohren zu. Der Indienflug von Fliegerleutnant Imhof und Fliegerleutnant Käser steht noch lebhaft in unserer Erinnerung. Wir wissen auch, dass der Flug, der mit einem achtzigpferdigen AG 4 von Gomte in Horgen-Zürich ausgeführt wurde, unfreiwillige Unterbrechungen hatte. Aus der Plauderei vernahmen wir nun, dass eine Sandwolke über der Wüste bei Bagdad den Motor rücksichtslos dem Verderben aussetzte, der feine Sand drang überall ein, durchsetzte den Vergaser, gelangte in die Zylinder und bewirkte dort ein Schmelzen der Leichtmetallkolben so dass nur noch die Pleuelstangen und neben dem Kolbenbolzen noch Ueberreste des Kolbens zurückblieben. Eine Notlandung brachte sie in einem grabendurchfurchten Gelände in unsanfte Berührung mit der Erde, wobei sowohl der Motor als der Rumpf und die Flügel arg mitgenommen wurden beide Piloten aber nur eine flache Bekanntschaft mit dem Ackerboden über sich ergehen lassen mussten, im grossen Ganzen nur mit einem «Moralischen» bezahlten. Nun aber: Die beiden Wüstenwanderer wurden gefunden, der Apparat nach Bagdad spediert, und von der englischen Flugstation die Reparatur der Schäden in Aussicht gestellt. Schon am andern Tage hingegen zog sich dieselbe aus der Angelegenheit, da sie nicht imstande sei, Stahlrohrkonstruktionen zu reparieren, auch die Behebung der Motorpanne Hessen sie ausser acht nehmen, weil sie eben bei einem eventl. Unglück nicht die Verantwortung tragen wollten. Dazu kam noch eine Magenvergiftung bei Leutnant Käser, die ihn mehrere Wochen ins Spital zwang. Leutnant Imhof reparierte die Maschine selber, verschaffte sich, ausser den mitgeführten noch weitere Ersatzteile und konnte die Maschine wieder startbereit machen. Nach acht Wochen verliessen die beiden Schweizerflieger Bagdad, um in Indien weitere Erlebnisse anzutreffen. Wirklich, es kam so. Sowohl Benderabad, Bushir. Basni und andere Orte waren Etappen, die Ausdauer und Findigkeit der beiden bis zum Letzten beansprucht haben. Die Schönheiten des Fluges, aber auch die seltenen Erlebnisse haben die Ausharrenden reichlich entschädigt. Der Zustand des Flugzeuges, in zweiter Linie übrigens nicht gesondert ausgeschieden, das Budget sehe nur im gesamten in der auch die Finanzen, zwangen die beiden Piloten, den Strafjustiz einen Bussenertrag vor. ImFlug in Bombay abzubrechen, mit dem Schiff nach weitern wurde darauf hingewiesen, dass die Marseille zu fahren, wo der Apparat nochmals repariert wurde, um dann von dort aus wieder Dü- Geschwindigkeitskontrolle zudem ein kleiner Teil der Automobilkontrolle sei. Viel und die gelungenen Aufnahmen von Persien und bendorf zu erreichen. Die interessante Plauderei häufiger seien die Kontrollen bezüglich der Indien verschafften den A. G. S.-Mitgliedern einen technischen Ausstattung der Wagen und gemütlichen Abend, der dem Piloten von Herrn Dr dann vor allem die Ausweiskontrollen. Oft Mende, dem Präsidenten der Sektion, bestens verdankt wurde. werde auch eine Geschwindigkeitskontrolle der kantonalen Behörde zugerechnet, bei welcher sie gar nicht beteiligt sei, indem in Das Projekt einer Automobilfähre von Beckenried nach Gersau beschäftigt die Behörden von irgend einer Ortschaft die Ortspolizisten Gersau und weitere Interessenten. Als Landungsstelle kommt die «Wehri» in Frage, welcher Platz mit Bewilligung des Statthalters eine Kontrolle organisieren, wogegen von Bern aus Eigentum des Bezirkes Gersau ist. —ie— Beweis für guten Geschmack: Die Wahl des neuen NA n Entzückend durch seine einfachen und eleganten Linien, den diskreten Luxus, die Bequemlichkeit und die tadellose Vervollkommnung seiner Modelle. Ein 6-Zylinder-IVIotor, 7fach gelagert, von grosser Leistungsfähigkeit, kräftig und geschmeidig, gebaut auf Grund vieljähriger Erfahrung und mit den allerbesten Materialien. Doppelzündung Hydr. Stossdämpfer Kräftige Bremsen GENF: 8. A. Perrot, Duval &. Cle. 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