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E_1929_Zeitung_Nr.041

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8 AUTOMOBIL-REVUE

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N° 41 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 9 Ted* s» Frage 7182. Temperatur der Auspuffgase. Es interessiert mich zu vernehmen, ob schon Messungen vorgenommen wurden über die Wärme der Auspuffgase. Wie warm sind die Gase beim Austritt aus den Zylindern? vor dem Auspufftopf? und bei der Mündung des Auspuffrohres? K. G.-M. in G. Antwort: Beim Austritt aus dem Zylinder haben die Gase je nach der Zusammensetzung des Gemisches, der Kompression und dem Grad der Expansion eine Temperatur von 400—500 Grad C. Ihre Temperatur im Auspuff und am Ende der Auspuffleitung hängt natürlich von vielen Faktoren ab, so von der Länge der Leitung, der Anordnung des Auspufftopfes, der Art und Weise, wie die Leitung geführt ist und vom Fahrtwind gekühlt wird und von der Belastung des Motors. Bei voll belastetem Motor, kann man in einem ungefähr in der Mitte des Wagens angeordneten Auspufftopf eine Temperatur von durchschnittlich 200 Grad und am Ende des Rohres von 60 Grad annehmen. at. Frage 7183. Vibrierendes Geräusch. In meinem Vor zwei Jahren neu gekauften Wagen, mit dem ich sonst zufrieden bin, macht sich in letzter Zeit bei einer Geschwindigkeit von 38—50 km ein auffallendes vibrierendes Geräusch (Rrrrr) bemerkbar. Eine vor kurzem ähnlich gestellte Frage wurde von Ihnen dahin beantwortet, dass dieses Geräusch vom Kardan herrühre. Nun kann ich fast nicht begreifen, dass bei einem Wagen, der erst ca. 12 000 km gefahren ist, das Kardangelenk schon ausgeleiert sein soll. Ist es eventuell doch so, wie wäre diesem Umstand abzuhelfen ? Bodenbelag: Ich möchte auf dem Vorplatz meiner Garage einen Belag zum Waschen des Wagens erstellen lassen. Pflasterung kommt, weil zu teuer, nicht in Betracht. Beton wäre unschön und, weil das Terrain etwas geneigt ist, für Passanten zeitweise gefährlich. Könnten Sie mir vielleicht einen andern Rat geben ? H. W. in N. Antwort: Eine Abnützung der Kardangelenke müsste durch einen Ersatz der betreffenden Teile behoben werden. Läuft die Kardanwelle nur unrund, was ebenfalls als Ursache für die Vibrationen in Frage kommen kann, so ist sie gerade zu richten. Natürlich gibt es neben diesen beiden Möglichkeiten aber noch eine ganze Anzahl Vibrationsursachen. Das einzig angebrachte Verfahren, um der wirklichen Ursache auf die Spur zu kommen, besteht aber im praktischen Versuch. Dass solche Versuche manchmal bis zum eintretenden Erfolg stundenlang dauern können, ist leider nicht zu vermeiden. Ihr Misstrauen gegen den Beton ist unseres Erachtens nicht berechtigt. Gerade der Betonbelag bietet eine grössere Gleitsicherheit als andere Beläge und eignet sich erwiesenermassen auch vorzüglich als Belassart für Waschplätze. m (r) Frage 7184. Hochkompressionszylinderkopf. In Fachschriften lese ich häufig von Hochkompressionszylinderköpifen, die an amerikanischen Motoren zu finden sind und immer mehr Verbreitung finden. Was versteht man eigentlich darunter? P.F.inB. Querschnitt eines Hochkompressionszylinderkopfes. Antwort: Die amerikanischen Automobilkonstrukteure, die bis in die letzten Jahre immer noch am grossen, niedrig komprimierten Motor festhielten, der allerdings den Vorteil grosser Weichheit aufwies, gehen nun einer nach dem andern zu einer Erhöhung des Kompressionsverhältnissea über. Die dabei eintretende Klopfgefahr kann in Amerika bequem durch Verwendung tetraetbylhaltigen Benzins, das bei uns bekanntlich verboten ist, vermieden werden. Verschiedene Konstrukteure schlagen aber in der Vermeidung der Klopfgefahr auch den europäischen Weg ein, indem sie besondere Formen von Verbrennungsräumen vorsehen. So wurde bei einem der ersten amerikanischen Motoren mit Hochkompression der in unserer Abbildung skizzierte Verbrennunssraum als besonders günstig ermittelt. Die Zündkerze ist hier nicht, wie sonst bei übereinanderliegenden Ventilen üblich, in der Nähe der Zylinderachse angeordnet, sondern in der Zylinderseitenwand, in die Nähe des Auspuffventils verlegt. Die dabei erreichbare hohe spezifische Leistung erklärt man eich ferner dadurch, dasa die von oben einströmenden Frischgase zum Teil auf das heisse Auspuffventil treffen, und dass die Gasladung bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens in einen kompakten Verbrennungsraum gedrückt und hier stark durchwirbelt und damit für eine rasche und gründliche Verbrennung sorgfältig vorbereitet wird. wlt. Frage 7185. Schwerölbetrieb bei Lastwagen. Aus welchem. Grund hat man die Versuche, Lastwagenmotoren unter Zuhilfenahme besonderer Schwerölvergaser mit Schweröl zu betreiben, wieder aufgegeben, da es doch als erwiesen gelten kann, dass ein Betrieb mit Schweröl • möglich ist und das Schweröl zudem noch weit weniger kostet als Benzin? H. K. in S. Antwort: Grundsätzlich lässt sich jeder Brennstoff dem Fahrzeugmotor zugänglich machen. Es fragt sich nur, erstens, was die Zubereitung bis zur arbeitsfähigen Gasladung kostet, und zweitens, wie am wirtschaftlichsten die AufbeTeitungsarbeit zwischen Brennstofffabrik und Fahrzeugmotor geteilt wird. Im allgemeinen gilt heute die Ansicht, den technischen Aufwand am Fahrzeug so niedrig wie möglich zu halten — also der Brennstofffabrik eine möglichst weitgehende Aufbereitung des Brennstoffes vorzuschreiben. Als günstigste Verkehrsform der Brennstoffenergie hatte sich bisher der leichtsiedende Kohlenwasserstoff bewährt. Gelingt es den zahlreichen diesbezüglichen Versuchen, ihn wieder billig zu machen, dann werden die zweifellosen Vorteile der Schweröle (geringere Feuergefährlichkeit usw.) ihre ebenso zweifellosen Nachteile (Anlassschwierigkeiten, hohes Gewicht, grosse Ansprüche an Warbung bei Schwerölvergasern), abgesehen von Spezialaufgaben, gewiss nicht wettmachen können. Bei den heutigen Benzinpreisen hat allerdings das Schwerölproblem nach wie vor grosse Aussichten. Nur versteift man sich jetzt nicht mehr darauf, die Aufgabe mit dem Schwerölvergaser zu lösen, man erstrebt vielmehr das gleiche Ziel durch die Weiterentwicklung des kompressorlosen Dieselmotors. Dieser, ebenfalls mit Schweröl laufende Motor, ist allem Anschein nach berufen, dem Benzinmotor im Lastwagenbetrieb in wenig Jahren an die Seite zu treten. Den Fachmann lockt dabei vor allem der hohe erreichbare Wirkungsgrad. Schon gegenwärtig stehen viele Lastwagen verschiedener Marken im Gebrauch, die mit solchen MotoTen ausgerüstet sind und sich gut zu bewähren scheinen. Erwiosenermassen- lassen sich dabei die Brennstoffkosten oft bis auf einen Viertel reduzieren. Wie wir kürzlich berichteten, werden auch die neu in Aussicht genommenen Berner Stadtomnibusse mit kompressorlosen Dieselmotoren ausge-* rüstet sein. m. Frage 7186. Drehmoment eines Motors. Man findet heute häufig in Katalogen von Motorfahr-i zeugen den Begriff