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E_1929_Zeitung_Nr.044

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18 AUTOMOBIL-REVUE

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N° Blatt III. Blatt Verkehr, Polizei und Gericht Auf wen finden die Verkehrsregeln Anwendung? Anlässlich der Behandlung eines Verkehrsunfalles vor dem Schwurgericht in Zürich vertrat der technische Experte die Auffassung, die Regel: rechts fahren, links vorfahren, gelte für das Ueberholen von Fahrzeugen und nicht das Vorbeifahren an einem Fussgänger. Ein Motorradfahrer hatte nämlich, um einen Fussgänger, der mit einem Leiterwägelchen in der Mitte der Fahrbahn lief, überholen zu können, Signale gegeben und fuhr links vor. Im nämlichen Augenblick schwenkte der Passant ebenfalls nach links ab, so dass es zu einer Kollision kam, in welcher der Fussgänger tödlich verletzt wurde. Der Experte begründete nun das Verschulden des Motorradfahrers unter anderem mit der vorerwähnten Auffassung und der Ergänzung, dass der Fahrer hätte unbedingt damit rechnen müssen, dass der Fussgänger eventuell nach links abschwenke, um dem iFahrzeug rechts freie Bahn zu lassen. Wenn der vom Experten eingenommenö Standpunkt vor Gericht prinzipielle Anerkennung findet, so führt dies zweifelsohne zu einer weiteren sehr bedenklichen Rechts- «nsicherheit für den Motorfahrzeuglenker. Er könnte sich in diesem Falle keineswegs» mehr an die üblichen Verkehrsregeln halten, sondern müsste jedesmal hinter dem Fussgänger zurückbleiben, bis dieser in unzweideutiger Weise zu erkennen gegeben hat, ob er nun nach rechts oder nach links abzuschwenken beliebe! Die Folge einer solchen Verpflichtung würde eine noch weit ärgere Verkehrshemmung ergeben, als wenn nach Vorschrift im 18 Kilometer-Tempo innerorts gefahren würde! Die für den Strassenverkehr massgebenden Regeln, wie rechts fahren, rechts ausweichen etc. müssen unbedingt für alle Strassenbenützer Geltung haben, da ein geregelter Verkehr undenkbar wäre, wenn für jede Kategorie besondere Vorschriften zu beachten wären. Es ist bereits hindernd genug, dass bezüglich der Strassenbahnen Ausnahmebestimmungen in Kraft sind, die schon wiederholt nicht nur zu Unfällen führten, sondern auch selbst in Behörde- und Gerichtskreisen Unsicherheit darüber aufkommen Hessen, ob und wie die Bestimmungen in jedem einzelnen Fall anzuwenden sind. Das Konkordat und auch die kantonalen Verkehrsvorschriften enthalten nirgends einen Passus, der die Fahrordnung auf Gefährte unter sich beschränken würde. Es wird dem Führer des Motorfahrzeuges einzig vorgeschrieben, er habe immer rechts zu fahren und links vorzufahren. Eine Einschränkung dieser Regel wird nur für das Tram erwähnt, so dass doch ohne weiteres angenommen werden muss, es seien keine anderen Ausnahmen vorgesehen worden. Es kann sich demnach in der Vernehmlassung des Experten nur um eine rein subjektive Meinung handeln, die sich auf keinen Rechtsgrundsatz oder irgend einen Gesetzesparagraphen zu stützen vermag. Sie ist deshalb abzulehnen und gilt es dieser einschränkenden Auslegung der Verkehrsbestimmungen von allem Anfang an entgegenzutreten. Im übrigen ist zu dem in Frage stehenden Ereignis beizufügen, dass ein Strassenbenützer, der einen Leiterwagen hinter sich herzieht und deshalb für die ganze Dauer des Weges auf die Fahrbahn angewiesen ist und nicht, wie es dem eigentlichen Fussgänger möglich ist, das Trottoir benützen kann, auch nicht als Fussgänger im strengen Sinne des Wortes bezeichnet werden kann. Ist er aber auf die Fahrbahn angewiesen, so gelten für ihn auch sicher die dort massgebenden Bestimmungen. Die Tatsache, dass der Verunfallte in der Strassenmitte, anstatt ausgesprochen rechts fuhr, scheint uns schon ein Mangel zu sein, der dem Betreffenden sicher selbst zur Last gelegt werden muss. Wir wollen damit keineswegs den Gerichtsentscheid oder die Schlussfolgerungen des Experten in Frage ziehen, da diese sich noch auf andere Tatsachen, wie zu rasche Geschwindigkeit etc. stützen, welche in diesem Zusammenhang nicht berücksichtigt werden können. Wir müssen aber an der Forderung festhalten, dass die Verkehrsregeln auf alle Strassenbenützer ausgedehnt werden und ist gerade diese Gerichtsverhandlung ein wel- Diese Art Rückvon den Mitglieterer Beleg dafür, wie dringend notwendig eine. Revision und ein Ausbau der heutigen Verkehrsgesetzgebung geworden ist. Bestimmungen, die nur einzelne Kategorien von Verkehrsinteressenten verpflichten, weisen Lükken auf, die persönliche Auffassungen breit werden lassen und der Willkür Tür und Tor öffnen, ein Mangel, der in der kommenden eidg. Gesetzgebung unbedingt ausgeschaltet werden muss. Z. Strasse und Kind Nicht ohne Grund und in verdankenswerter Weise haben die stadtbernischen Polizeibehörden kürzlich in der Presse auf die Gefahren hingewiesen, welche den Kindern bei unvorsichtigem Verhalten auf der Strasse zustossen können. Die berechtigte Warnung hatte von Seite Dritter eine Eingabe an die Städtische Schuldirektion zur Folge, die, mit 45 Unterschriften versehen, gegen die Mentalität, die im Titel der betreffenden Veröifentlichung zmm Ausdruck komme, Stellung nimmt. Als Vater und Bürger wird gegen die Missachtung des Lebens der Kinder protestiert. Der Protest schiesst jedoch weit über das Ziel hinaus und enthält derart verletzende Ausfälle gegenüber den Motorfahrern, dass sie unbedingt zurückgewiesen zu werden verdienen. Von einer überhandnehmenden Rücksichtslosigkeit der Motorfabrer den Kindern gegenüber zu sprechen, entbehrt wohl jeder Grundlage. Wohl ein Grossteil der Automobilisten und Motorfahrer sind selbst Väter, die so gut wie jeder andere Bürger das kindliche Gemüt zu verstehen trachten und dem Kinde auf der Strasse den grössten Schutz anzugedeihen suchen.' Auch die Automobilisten und Motorfahrer sind Menschen, welche die Achtung vor dem menschlichen Leben nicht eingebüsst haben. Gewiss gibt es bei der zunehmenden Motorisierung der Strasse sogenannte hässliche Erscheinungen, die aber im Vergleich zum stetig wachsenden Motorfahrzeugverkehr glücklicherweise zu den Seltenheiten gerechnet werden dürfen. Unter hässlichen Erscheinungen verstehen wir ganz besonders das «Ausdemstaubemachen» des Motorlenkers bei einem Verkehrsunfall, sichtslosigkeit wird auch dem der grossen Verbände, wie des A. C. S, des T C. S. und der U. M. S. usw. aufs schärfste verurteilt. Gerade diese Verbände lassen es an Anstrengungen nicht fehlen, um auch dem Motorfahrer das richtige Verhalten auf der Strasse beizubringen. Daneben aber ist nachdrücklich zu betonen, dass im modernen Zeitalter des motorisierten Strassenverkehrs die Strasse nicht mehr der Tummel- und Spielplatz der Kinder sein kann. Die Zeiten, da die Jugend sich frei auf der Strasse tummeln konnte, sind endgültig vorbei. Das haben auch alle einsichtigen Eltern und Lehrer schon längst eingesehen. Oie Schule im besonderen ist daran, durch Einführung eines Verkehrsunterrichtes und durch tägliche Belehrungen die schulpflichtigen Kinder auf die Gefahren der Strasse aufmerksam zu machen, die notabene für das Kind immer vorhanden sind, auch wenn der Motorfahrer mit äusserster Vorsicht sein Fahrzeug lenkt. Das erhöhte Gefahrenmoment kann bedauert, kann aber niemals einseitig dem Motorfahrer zugeschoben werden, der auch a'ls besonnener und routinierter Lenker bei Unachtsamkeit des Fussgängers den Verkehrsunfall nicht vermeiden kann. Die heutige Strasse ist nicht mehr Spielplatz, sondern Verkehrsweg. Daran ändern auch die unmotiviertesten Angriffe gegen Automobil- und Motorfahrer nichts. Das Rad der Zeit kann nicht mehr zurückgedreht, das Gefahrenmoment jedoch kann durch ein richtiges und korrektes Verhalten auch von Seite der Jugend und der Fussgänger ganz wesentlich vermindert werden. Aufgabe und Pflicht unserer Polizeiorgane, denen nicht die Rolle von Gouvernanten zugemutet werden kann, liegen darin, den Verkehr nachallgemein anerkannten Regeln zu leiten und damit Verkehrsunfälle so weit als möglich zu verhüten. In diesem Sinne verdient es unsere Verkehrspolizei samt ihrer Leitung, dass man ihr die Anerkennung nicht vorenthält und sie gegen unberechtigte Angriffe in Schutz nimmt. Sie arbeitet objektiv und sucht allen Strassenbenürzern gerecht zu werden. Das Kind, das «sein Füsschen auf die Strasse setzt», soll selbstverständlicherweise nicht ohne weiteres der Gefahr preisgegeben werden. Allein diese Aufgabe der Automobile werden dieses Jahr in Amerika mit die Fabriken verlassen. Einer Marke, der von den Fabrikanten soviel Vertrauen entgegengebracht wird, kann auch der Automobilist Vertrauen schenken. Time to Re-tire Get a FISK TRADE MARK REG. U. 5. Kaufen Sie den Qualitätsreifen USTERISTRASSE 14 TELEPHON: SELNAU 15.21